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© boersengefluester.de | Redaktion
[sws_red_box box_size="585"]An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Meldungen über in Deutschland gelistete chinesische Aktien oder weisen auf interessante Kursentwicklungen hin. Die Auswahl erfolgt rein subjektiv und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.[/sws_red_box]
Lange haben Anleger warten müssen – auf gute Nachrichten von den hierzulande gelisteten China-Aktien. Während sich die deutschen Kursbarometer von Hoch zu Hoch hangeln, fahren die Red-Stocks mit Vollgas im Rückwärtsgang. Joyou und Firstextile bringen nun die Hoffnung auf eine Erholung des Marktsegments zurück. Im vergangenen Jahr lief ihr Geschäft besser als erwartet. Das hat die Börse honoriert.
Badausstatter Joyou legte beim Umsatz mehr als elf Prozent auf knapp 400 Mio. Euro zu. Damit wurde die eigene Wachstumsprognose von fünf bis zehn Prozent klar übertroffen. Noch besser lief es beim Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um gut 15 Prozent auf 61,4 Mio. Euro. Wie im vergangenen Jahr war der kräftigste Motor der Expansion das internationale Geschäft. Mit Produkten, die die Muttergesellschaft Grohe für die Chinesen im Ausland verkauft, wurde ein Umsatz von 30 Mio. Euro erzielt. Das sind satte 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber auch im Heimatmarkt kam das Unternehmen gut voran. Hier legten die Erlöse um fast 8 Prozent zu. Das war denn auch der Grund für die höchst erfreuliche Gewinnüberraschung. Die Marge im Inlandsgeschäft ist viel höher als im Export. Was Joyou unterm Strich verdient hat, erfahren wir erst am 31. März 2015. Dann wird der Geschäftsbericht veröffentlicht. Da das Unternehmen erhebliche Kredite für Investitionen in die Erweiterung und Modernisierung der Produktion aufgenommen hat, dürften die Zinszahlungen zugenommen haben. Auf der anderen Seite gab es im vergangenen Jahr eine Sonderbelastung aus nachzuzahlenden Steuern. Boersengefluester.de rechnet mit einem Gewinnsprung um rund 40 Prozent auf 34 Mio. Euro.
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Boersengefluester.de collects the most important key figures from all annual reports, including the income statement, balance sheet and cash flow statement. We also compile our own forecasts for the companies' key figures - including earnings per share and dividends.
| The most important financial data at a glance | ||||||||
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Net profit1 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Dividend per share8 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
Im laufenden Jahr sollte sich das Wachstum fortsetzen. Aufgrund der dynamischen Expansionsstrategie wird mittelfristig der Gewinn- hinter dem Umsatzanstieg zurückbleiben. Zinsen für Kredite müssen bezahlt werden und die stark zunehmenden Geschäfte mit der Muttergesellschaft sind wenig profitabel. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund neun ist das chinesische Vorzeigeunternehmen im Vergleich zu den anderen – meist krisengeschüttelten – Firmen aus dem Reich der Mitte nicht gerade billig. Dafür können die Anleger ruhig schlafen. 2014 war Joyou der einzige Red Stock, der sein Kursniveau in etwa halten konnte. Seit Jahresbeginn legte der Wert um 18 Prozent zu. Ob die Joyou-Aktie weiter gen Norden strebt, hängt mehr von den Nachrichten der anderen hierzulande gelisteten Chinesen ab, als von der eigenen Geschäftsentwicklung.
In order to provide the broadest possible basis for the assessment and valuation of the share, boersengefluester.de offers a large number of fundamental key figures as well as technical data on the performance of the respective share.
| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
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| Joyou | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| A0WMLD | DE000A0WMLD8 | 0,00 Mio € | 30.03.2010 | Verkaufen | ||
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© boersengefluester.de | Redaktion
Partys soll man bekanntlich verlassen, wenn sie am schönsten sind. Demnach könnte bei GFT Technologies momentan ein perfekter Ausstiegszeitpunkt sein. Schließlich bringt es auch ein Top-Nebenwert wie GFT nicht alle Tage zu einer derart geballten Ladung an guten Nachrichten: Am Abend des 4. März hat die Deutsche Börse beschlossen, dass der auf den Finanzsektor fokussierte IT-Dienstleister mit Wirkung zu 23. März 2015 in den TecDAX aufsteigt und dort den Platz von Kontron einnimmt. Eine Entscheidung, die von den Indexexperten der Banken so allerdings erwartet wurde. Ein nicht zu unterschätzender Teil der Performance von allein 34 Prozent im laufenden Jahr geht vermutlich auf die Kappe der TecDAX-Spekulation. Welche Kräfte die Beförderung in den kommenden Wochen noch freisetzen kann, lässt sich nicht vorhersagen. Nicht immer muss eine Indexaufnahme für nachhaltige Kurspower sorgen. Cancom, Sartorius oder die im September 2013 in den TecDAX aufgenommene Aktie von Nemetschek zeigen jedoch, was nach oben möglich ist. Voraussetzung ist allerdings eine knackige fundamentale Story und eine Bewertung, die Raum nach oben lässt.
Operativ könnte es bei GFT kaum besser laufen als zurzeit. Bei einem Umsatzanstieg von gut 38 Prozent auf 365,32 Mio. Euro kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 69 Prozent auf 34,64 Mio. Euro. Zur Einordnung: Ende Oktober hatten die Stuttgarter ihre Erlösprognose auf 360 Mio. Euro heraufgesetzt. Für das EBITDA lag die neue Messlatte bei 32 Mio. Euro. Demnach hat das frühere Neuer-Markt-Unternehmen die eigenen Erwartungen sicher getoppt. Die Analysten des britischen Finanzhauses Edison Research, die den Titel ebenfalls covern, hatten allerdings ein noch höheres EBITDA von 35,67 Mio. Euro in ihren Kalkulationen (Extratipp: Zu dem Research von Edison kommen Sie auch direkt über boersengefluester.de. Einfach HIER klicken). Die Experten von Warburg waren von 33,8 Mio. Euro EBITDA ausgegangen. Per saldo gibt es an den Zahlen von GFT aber wohl nichts auszusetzen. „Regulierung und Digitalisierung im Bankensektor sind aktuell Wachstumstreiber in unserem Geschäft", sagt Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender von GFT Technologies. Ebenfalls im grünen Bereich – insbesondere auf der Ergebnisseite – bewegt sich der Ausblick für das laufende Jahr. Firmenlenker Dietz rechnet mit Erlösen von 425 Mio. Euro und einem EBITDA von 44 Mio. Euro.
Dem steht eine Marktkapitalisierung von zurzeit 446,5 Mio. Euro entgegen. Inklusive der Nettofinanzverschuldung von rund 65,5 Mio. Euro ergibt sich ein Enterprise Value (EV) von 512 Mio. Euro. Setzt man den EV und das für 2015 erwartete EBITDA in Relation, ergibt sich ein noch akzeptables Multiple von 11,6. Das klassische Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der 2016er-Ergebnisschätzungen von boersengefluester.de liegt dagegen bei rund 16. Gemessen am Wachstumstempo und den aktuellen Margen ist das in Ordnung, auch wenn der Titel in der Vergangenheit schon zu deutlich attraktiveren Konditionen gehandelt wurde. In einem kürzlich erschienenen Interview mit der Frankfurter BankM kommentierte GFT-Finanzvorstand Jochen Ruetz aber eben diesen Punkt sehr treffend: „Wer weiß schon, was beim derzeitigen Zinsniveau ein angemessenes KGV ist? Grundsätzlich ist die aktuelle Entwicklung an den Aktienmärkten aber gut für uns, weil ein positiver Marktverlauf unseren Kunden, die überwiegend aus dem Bankensektor kommen, tendenziell hilft." Das komplette Interview finden Sie unter diesem LINK. Zumindest zum Nachdenken anregen sollte allerdings der Umstand, dass die GFT-Aktie mittlerweile das 4,9fache des aktuellen Buchwerts kostet. Der Mittelwert der vergangenen zehn Jahre lag bei gerade einmal knapp 1,5.
Einschränken müssen sich auch Anleger, die auf eine forsche Dividendenpolitik gesetzt haben. Für 2014 bleibt GFT bei einer Ausschüttung von 0,25 Euro pro Anteilschein, was auf eine Rendite von zurzeit 1,47 Prozent hinausläuft. Unter diesem Aspekt gibt es wahrlich interessantere Werte – auch im TecDAX. Der Vorschlag zur Hauptversammlung am 23. Juni 2015 basiert auf einer geänderten Dividendenpolitik, wonach künftig nur noch zwischen 20 und 40 Prozent des Gewinns ausgekehrt werden sollen. Bislang lag die Spannbreite zwischen 40 und 50 Prozent. Wirtschaftlich ist die Entscheidung des Vorstands nach den beiden größeren Übernahmen von 2014 (Rule Financial aus England) und 2013 (Sempla aus Italien) sinnvoll. Immerhin hatte GFT 2012 noch eine schuldenfreie Bilanz.
Fazit von boersengefluester.de: GFT Technologies ist ein prima Unternehmen aus dem erweiterten Fintech-Sektor mit attraktiven Perspektiven. Der Titel stand bei uns lange Zeit auf Kaufen. Angesichts des super intakten Aufwärtstrends und der akzeptablen Bewertung halten wir auch an dieser Einschätzung fest. Einzige Einschränkung: Anleger, die jetzt noch einsteigen wollen, sollten sich mit dem Investment noch ein wenig Zeit lassen. Momentan ist uns die Party doch ein wenig zu überschwänglich. Eine Ruhepause täte sicher gut. Wir gehen davon aus, dass man den Titel auch noch zu Kursen von 15 Euro bekommen wird.

GFT Technologies
Kurs: 15,82
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
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| GFT Technologies | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| 580060 | DE0005800601 | SE | 416,48 Mio € | 28.06.1999 | Kaufen | |
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| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 444,85 | 566,19 | 730,14 | 801,74 | 870,92 | 885,00 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 39,70 | 60,75 | 86,04 | 89,76 | 93,95 | 88,00 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 8,92 | 10,73 | 11,78 | 11,20 | 10,79 | 9,94 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | 16,33 | 40,92 | 65,55 | 68,40 | 70,99 | 65,00 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | 3,67 | 7,23 | 8,98 | 8,53 | 8,15 | 7,35 | 0,00 | |
| Net profit1 | 9,94 | 29,89 | 46,25 | 48,36 | 46,48 | 40,00 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | 2,23 | 5,28 | 6,33 | 6,03 | 5,34 | 4,52 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | 60,25 | 52,99 | 57,49 | 40,44 | 72,42 | 65,00 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | 0,38 | 1,14 | 1,76 | 1,84 | 1,77 | 1,52 | 1,70 | |
| Dividend per share8 | 0,20 | 0,35 | 0,45 | 0,50 | 0,50 | 0,50 | 0,55 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
Foto: picumbo.com
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© boersengefluester.de | Redaktion
Zum zweiten Mal nach 2009 startet SMT Scharf ein Rückkaufangebot für die eigene Aktie – allerdings unter anderen Vorzeichen. Vor sechs Jahren fristete der im Frühjahr 2007 zu 9,50 Euro an die Börse gekommene Anbieter von Transportsystemen für den Einsatz im Bergbau ein Schattendasein an der Börse. Schließlich war die Finanzkrise das dominierende Thema unter den Investoren. Trotz guter operativer Zahlen kam die Aktie einfach nicht in Schwung. Unter diesem Eindruck stand die damalige Offerte für 300.000 Aktien zu einem Preis von jeweils 8,99 Euro. Mit etwas Verzögerung kam die Notiz von SMT Scharf ab 2010 dann doch in Schwung – und zwar richtig. 2012 gelang dem Papier sogar die Aufnahme in den SDAX. Doch das Pendel schlug bald zurück. Im Zuge der sinkenden Kohlepreise drosselten viele Bergbaufirmen ihre Investitionen. Von 2012 auf 2013 knickten die Gewinne von SMT Scharf um fast 45 Prozent ein. Für 2014 rechnet das Unternehmen aus Hamm sogar mit Verlusten von 2 Mio. Euro.
Doch die langfristigen Perspektiven sehen gar nicht mal so übel aus. SMT Scharf hat massiv Kosten eingespart und sollte bei einem Anspringen des Investitionszyklusses der Bergwerkbetreiber überdurchschnittlich profitieren. Für 2015 hat das Unternehmen bereits wieder Gewinne von 2 bis 3 Mio. Euro angekündigt. Angesichts der anhaltenden Verwerfungen auf dem Rohstoffmarkt muss man diese Prognose aber vermutlich mit einem Fragezeichen versehen. Zudem sind China und Russland wichtige Abnehmerländer. Nicht unbedingt Regionen, die bei Anlegern derzeit hoch im Kurs stehen. Die Bilanz von SMT macht derweil noch immer einen strapazierfähigen Eindruck. Die Eigenkapitalquote beträgt 66 Prozent. Die Finanzschulden von 6,6 Mio. Euro überragen die liquiden Mittel um gerade einmal 1,1 Mio. Euro. Zwar hat sich die Notiz des Spezialwerts seit Jahresbeginn bereits von knapp 14 Euro bis auf 15 Euro vorgearbeitet. Angesichts der allgemeinen Kursrally an den Börsen hängt der Titel dem Gesamtmarkt aber weit hinterher. Genau in dieses Umfeld hat SMT Scharf nun ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 150.000 Stück zu einem Preis von 15 Euro das Stück angekündigt.
Große Kursfantasie löst die Offerte naturgemäß nicht aus. Andererseits bietet sie eine gute Unterstützung nach unten. Wichtiger Anteilseigner von SMT Scharf ist die ebenfalls börsennotierte Shareholder Value Beteiligungen. 78,05 Prozent der insgesamt 4.200.000 Papiere befinden sich im Streubesitz. Im Normalfall gibt es derzeit keinen Grund, auf das Angebot einzugehen. Für ausstiegswillige Investoren ist die Offerte jedoch die Möglichkeit, kursschonend zu verkaufen. Auch das kann sich langfristig positiv auswirken. Wie immer bei solchen Verfahren: Sollten die eingereichten Stücke das maximale Volumen übersteigen, wird quotal zugeteilt. Im Maximalfall muss SMT Scharf 2,25 Mio. Euro bezahlen. Boersengefluester.de rät dazu, das Angebot nicht anzunehmen. Im Normalfall müsste der Titel auf Zwölf-Monats-Sicht deutlich höher stehen. Und außerdem: 2009 war das Aktienrückkauf-Programm sogar ein perfekter Einstiegszeitpunkt. Vielleicht wiederholt sich die Geschichte in diesem Fall ja.
Foto: Kaboompics
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© boersengefluester.de | Redaktion
Wer Anfang 2008 – damals war die US-Immobilienkrise das dominante Thema an den Finanzmärkten – cool blieb und sich für 5.000 Euro die zuvor heftig abgestürzte Aktie von Helma Eigenheimbau ins Depot nahm, hat alles richtig gemacht. Inklusive der Dividendenzahlungen hat die Position nun einen Wert von rund 50.000 Euro. Und selbst Anleger, die bei der Emission im September 2006 zu 20 Euro zeichneten, sitzen längst auf stattlichen Gewinnen. Dazwischen lagen allerdings ganz schwierige Phasen, in denen kaum jemand einen Pfifferling auf den Small Cap setzen wollte. Im Tief rutschte die Notiz sogar unter die Marke von 3 Euro. Soweit die Theorie: In der Praxis dürfte wohl niemand auf dem Tief eingestiegen sein und allen Versuchungen widerstanden haben. Und bestimmt gibt es eine Menge Investoren, die mit dem IPO des Entwicklers von Ein- und Zweifamilienhäusern viel Geld in den Sand gesetzt haben. Dennoch ist es bemerkenswert, was die Gesellschaft aus Lehrte in der Nähe von Hannover in den vergangenen Jahren alles bewegt hat – und vor allen Dingen noch vorhat.
Die Zahlen für 2014 sehen einmal mehr tadellos aus und liegen durch die Bank über den Erwartungen der Analysten. Bei einem Erlösplus von 23,5 Prozent auf 170,5 Mio. Euro kam das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um fast 38 Prozent auf knapp 14,2 Mio. Euro voran. Angekündigt hatte Finanzvorstand Gerrit Janssen Umsätze von rund 170 Mio. Euro sowie ein Betriebsergebnis von mindestens 12,5 Mio. Euro. Unterm Strich blieb 2014 ein Überschuss von 8,1 Mio. Euro hängen, was auf ein Ergebnis je Aktie von 2,43 Euro hinausläuft. Zum Vergleich: Die Experten von Warburg Research kalkulierten in ihrer jüngsten Studie mit einem Gewinn pro Anteilschein von 2,10 Euro. „Neben dem Umsatzanstieg waren insbesondere die Verbesserung der Rohertragsmarge und der erhöhte Umsatzanteil des margenstarken Bauträgergeschäftes verantwortlich für die positive Ertragsentwicklung", betont Helma Eigenheim. Damit nicht genug. Für 2015 hat das Unternehmen die bisherige Planung, die Umsätze von „deutlich über 200 Mio. Euro" sowie ein EBIT von „deutlich über 15 Mio. Euro" vorsah, heraufgesetzt. Demnach liegt die interne Messlatte für 2015 nun bei Erlösen von 210 Mio. Euro. Das EBIT soll 17,5 Mio. Euro erreichen. Ein Grund für eine Neueinschätzung der Aktie ist das aber freilich nicht. Warburg Research hatte ohnehin mit 18 Mio. Euro gerechnet.
Aus heutiger Sicht geht die Strategie von Helma voll auf, neben dem bisherigen Stammgeschäft auch das Bauträgergeschäft für Ferienimmobilien an der Nord- und Ostsee sowie den Verkauf von Wohnungen an institutionelle Investoren zu bedienen. Wer als Aktionär jetzt noch einsteigen will, steht jedoch vor der schwierigen Frage: Lohnt es sich jetzt – immerhin befindet sich die Notiz mit 32,50 Euro auf Rekordhoch – noch neu einzusteigen? Die Kennzahlen sprechen jedenfalls nicht dagegen. Der Börsenwert von knapp 111 Mio. Euro entspricht etwa dem 2,7fachen des Buchwerts. Inklusive der Nettofinanzverschuldung von gut 79 Mio. Euro wird der Titel derzeit annähernd mit dem Faktor elf auf das für 2015 erwartete EBIT gehandelt. Nach Überhitzung sieht das noch nicht aus. Mit Blick auf die Langfristziele von Helma Eigenheim scheint die Bewertung sogar vergleichsweise moderat. Wenn alles glatt läuft, will die Gesellschaft bis 2017 auf Erlöse von 340 Mio. Euro sowie eine operative Marge von sieben bis zehn Prozent kommen. In absoluten Zahlen wäre das eine Spanne von 24 bis 34 Mio. Euro. Kursfantasie kommt da genügend auf.
Dividendenorientierte Anleger müssen noch ein wenig warten. Zur Höhe der Ausschüttung für 2014 machte das Unternehmen noch keine Angaben. Der Geschäftsbericht kommt erst am 13. April. Boersengefluester.de kalkuliert derzeit mit einer Anhebung um 10 Cent auf 0,63 Euro pro Anteilschein. Selbst damit käme das Papier aber nur auf eine Rendite von knapp zwei Prozent, was nicht gerade hitverdächtig ist. Die Musik spielt bei Helma also ganz klar Richtung Wachstum. Und hier legt die Gesellschaft ein knackiges Tempo vor.

Helma Eigenheimbau
Kurs: 0,33
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| Helma Eigenheimbau | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| A0EQ57 | DE000A0EQ578 | AG | 1,32 Mio € | 19.09.2006 | Verkaufen | |
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| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 273,99 | 331,49 | 302,45 | 245,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 24,76 | 30,65 | 9,13 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 9,04 | 9,25 | 3,02 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | 22,17 | 27,90 | 6,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | 8,09 | 8,42 | 2,07 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Net profit1 | 15,40 | 18,81 | 2,14 | -3,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | 5,62 | 5,67 | 0,71 | -1,22 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | -9,30 | 0,55 | 15,52 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | 3,84 | 4,69 | 0,53 | -0,81 | -0,30 | -0,03 | 0,00 | |
| Dividend per share8 | 1,54 | 1,72 | 0,00 | 0,00 | 0,30 | 0,00 | 0,00 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
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Ist das eigentlich normal? Momentan kommen immerhin zwei Drittel aller TecDAX-Aktien auf ein KGV von rund 20 oder auch deutlich mehr. Manchen Investor beschleicht da längst ein ungutes Gefühl. Damit Sie auf einen Blick erkennen können, welche Aktien sich von ihren historischen Durchschnittsbewertungen entfernt haben oder eventuell sogar noch darunter liegen, hat boersengefluester.de kräftig alte Geschäftsberichte gewälzt und historische Daten ausgewertet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ab sofort bieten wir auch für den TecDAX eine täglich aktualisierte Zehn-Jahres-Übersicht für das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), die Dividendenrendite und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Die korrespondierende Tabelle für den DAX zählt seit vielen Monaten zu den bestbesuchten Unterseiten von boersengefluester.de. Kein Wunder: Als Privatanleger ist es sonst schwer, an ähnlich aufbereitetes Zahlenmaterial zu kommen.
Wichtiger Tipp für die richtige Interpretation der Kennzahlen: Wenn das aktuelle KGV, das KBV oder die Dividendenrendite spürbar von dem Zehn-Jahres-Durchschnitt abweichen, muss das noch nicht zwangsläufig auf eine Über- oder Untertreibung hindeuten. Mitunter haben sich auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einzelne Branchen oder Unternehmen geändert. Bestes Beispiel sind die Versorger, die einfach nicht mehr in der Lage sind, ähnlich üppige Dividenden auszuschütten wie vor der Energiewende. Aber auch makroökonomische Faktoren wie die Inflationsraten oder das Zinsumfeld spielen eine wichtige Rolle. Angesichts fehlender Anlagealternativen räumen die Investoren der Asset-Klasse-Aktie zurzeit eine überdurchschnittlich hohe Bewertung zu. Das spiegelt sich dann entsprechend in den KGVs wider.
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Dennoch lohnt ein Blick in den Bewertungsrückspiegel mehr denn je. Schließlich ist eine vernünftige Orientierung von zentraler Bedeutung für den Anlageerfolg. Gibt es wirklich gute Gründe, warum beispielsweise IT-Dienstleister wie Bechtle oder Cancom mittlerweile mit dem Dreifachen des Buchwerts gehandelt werden und auf KGVs zwischen 15 und 16 kommen? Natürlich haben sich die Perspektiven im Zuge von Übernahmen und neuen Geschäftsfeldern wie der Cloud verändert. Vielleicht sind die Kurse in den vergangenen Quartalen aber auch einfach ein wenig weit davongeeilt. Immerhin fließen in die historischen Mittelwerte ja auch jüngere Daten von 2014 mit ein. Andererseits gibt es ein halbwegs beruhigendes Gefühl, dass sich viele Titel derzeit gar nicht mal so weit abgekoppelt haben von ihren Durchschnittswerten.
Am besten Sie schauen sich die entsprechenden Tabellen für TecDAX und DAX selbst an und bilden sich ihr eigenes Urteil. Welche Titel gehören auf die Beobachtungsliste, wo besteht noch Kurspotenzial und wo sind die Kurse eher abgehoben? Mit den Kennzahlenübersichten von boersengefluester.de haben Sie stets das passende Rüstzeug. Und um die vermutlich auftauchende Frage gleich hier zu beantworten: Ja, wir arbeiten zurzeit daran, entsprechende Tableaus auch für den MDAX und den SDAX zu erstellen. Vorher müssen wir dafür aber noch ein paar Hundert Bilanzen auswerten.
[sws_grey_box box_size="585"] DAX-Übersicht „Zehn-Jahres-Durchschnitte": HIER klicken.
TecDAX-Übersicht „Zehn-Jahres-Durchschnitte": HIER klicken. [/sws_grey_box]
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[sws_blue_box box_size="585"]Das Geschäft bei SAF-Holland brummt. Vorstandschef Detlef Borghardt treibt die Verbesserung der Profitabilität voran. Im Fokus der Investoren steht vor allem die für 2015 angestrebte deutliche Verbesserung der Gewinnmarge. Derzeit bekommt der Zulieferer von der Lkw-Industrie einen wichtigen Effekt Rückenwind.[/sws_blue_box]
Am 12. März legt SAF-Holland die 2014er-Ergebnisse vor. Ein enorm wichtiger Termin für die SDAX-Aktie, schließlich gewann das Papier allein seit Jahresanfang um deutlich mehr als ein Viertel an Wert. Investoren rechnen damit, dass der Konzern die Erwartungen der Analysten erfüllen wird und Vorstandschef Detlef Borghardt den Ausblick für 2015 bekräftigt. Für 2014 hat der Firmenlenker deutliche Zuwächse für Umsatz und Ergebnis in Aussicht gestellt. Bei einem Erlös zwischen 920 und 945 Mio. Euro soll der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern 70 Mio. Euro erreichen – das entspricht einer bereinigten operativen Marge von 7,5 Prozent. Nach drei Quartalen war die SAF-Holland gut unterwegs, um die Ziele zu erreichen – lag die bereinigte Marge doch bei 7,7 Prozent. Das Unternehmen, das sich als „Zulieferer für die Truck- und Trailerindustrie" bezeichnet, stellt Achs- und Federungssysteme, Sattel- und Anhängerkupplungen, Königszapfen für Sattelaufleger und Stützwinden her. Der mit Abstand wichtigste Gewinnlieferant ist das hochprofitable Service- und Ersatzteilgeschäft. Es steuert mehr als die Hälfte des bereinigten Konzerngewinns bei. Rund 30 Prozent des Ergebnisses stammen vom Geschäft mit Teilen für Anhänger und den Rest steuern jene für Zugmaschinen bei. Zum Wachstum von SAF-Holland gehört auch der Kauf eines 80-Prozent-Anteils an der chinesischen Firma Corpco Beijing Technology. Corpco produziert Federungssysteme für Anhänger und wird seit Anfang 2014 in den Zahlen von SAF-Holland konsolidiert.
Borghardt hat sich schon länger ehrgeizige 2015er-Ziele gesetzt. Bei Umsätzen von 0,98 bis 1,035 Mrd. Euro will er eine bereinigte operative Marge von neun bis zehn Prozent erreichen. Das Umfeld in der Branche bietet hierfür eine gute Grundlage. Denn das weltweite Transportvolumen wächst weiter. Laut Schätzungen soll im Zeitraum 2013 bis 2017 die weltweite Produktion von Zugmaschinen – angetrieben von den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) – um durchschnittlich acht Prozent pro Jahr wachsen. Bei den Anhängern wird ein Plus von immerhin fünf Prozent erwartet. Für das Jahr 2015 sind Experten ebenfalls optimistisch. So soll die Produktion von Trucks in Nordamerika ebenso wie in Europa um jeweils rund 13 Prozent zulegen. Die Perspektiven für die Anhängerindustrie sind allerdings deutlich gedämpfter. So wird für Europa ein Plus von lediglich 1,5 Prozent erwartet.
Nichtsdestotrotz sind die Aussichten für SAF-Holland gut. Mit weltweit 9000 Filialen für das Ersatzteil- und Servicegeschäft ist der Konzern sowohl in Europa als auch in Nordamerika die Nummer 1. Borghardt setzt vor allem auf diesen hoch profitablen Geschäftsbereich, um das 2015er-Gewinnziel zu erreichen. Die weltweit steigende Zahl an Trucks und Anhängern beflügelt das Geschäft von SAF-Holland quasi automatisch. Zudem will der Konzern im Anhängerbereich expandieren und vor allem in Nordamerika den Marktanteil ausbauen. Potenzial sieht der Firmenlenker auch in den BRIC-Staaten, indem über spezielle Produkte für die dortigen Märkte neue Kunden gewonnen werden. Neben den geplanten Umsatzsteigerungen hat der Vorstandschef Kostensenkungen weiter im Visier. So wird in der Sparte, die Produkte für Anhänger herstellt, die Produktion des Werkes von Wörth bis Ende 2015 in die bestehenden Werke am Standort Bessenbach integriert.
Entlastet wird das Ergebnis auch von sinkenden Zinszahlungen. Im September 2014 hat das Unternehmen mit rechtlichem Sitz in Luxemburg für 100 Mio. Euro Wandelschuldverschreibungen platziert und mit einem Großteil des Gelds einen Bankkredit über 80,9 Mio. Euro vorzeitig getilgt. Nach dem Ende des dritten Quartals hat der Konzern bestehende Bankkreditlinien vorzeitig abgelöst und durch eine neue Kreditlinie ersetzt. Summa summarum spart der Konzern durch die Deals rund 2 Mio. Euro an Zinskosten pro Jahr. Rückenwind bekommt das Unternehmen derzeit zudem vor allem vom starken Dollar, wodurch es leichter wird, die 2015er-Prognose zu erfüllen. In den ersten drei Quartalen 2014 steuerte das Geschäft in Nordamerika 37,3 Prozent der Konzernerlöse bei und war damit – nach dem Europa-Geschäft mit etwas mehr als 50 Prozent – der zweitwichtigste Umsatzlieferant von SAF. Als der Vorstand die 2015er-Prognose im Frühjahr 2014 abgegeben hatte, lag der Euro noch bei 1,40 Dollar je Euro. Inzwischen ist der Euro aber mit Volldampf auf dem Weg nach unten. Aktuell notiert er bei 1,20 Dollar je Euro und etliche Währungsexperten gehen davon aus, dass sich der Euro bis zum Jahresende der Marke von 1,05 Dollar nähern oder sogar darunter fallen wird. Das würde das Ergebnis von SAF weiter beflügeln.
Analysten sind positiv gestimmt für SAF. 2015 soll der Gewinn je Aktie auf 1,15 Euro springen – und im kommenden Jahr auf 1,27 Euro. Demnach könnte die SDAX-Aktie weiter haussieren. Mit einem 2016er-KGV von 11,2 ist sie nicht teuer. Ein weiterer Verfall des Euro dürfte die Notiz weiter antreiben. Die Analysten der Deutschen Bank trauen dem Titel jedenfalls einen fairen Wert von 17 Euro zu. Bis dahin hätte der Titel noch ein Potenzial von rund 20 Prozent.

SAF-Holland
Kurs: 19,88
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
| ©boersengefluester.de | ||||||
| SAF-Holland | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| SAFH00 | DE000SAFH001 | SE | 902,44 Mio € | 26.07.2007 | Kaufen | |
* * *
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| The most important financial data at a glance | ||||||||
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 959,52 | 1.246,58 | 1.565,09 | 2.106,17 | 1.876,75 | 1.734,00 | 1.820,00 | |
| EBITDA1,2 | 75,54 | 124,99 | 151,49 | 248,66 | 252,41 | 230,00 | 240,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 7,87 | 10,03 | 9,68 | 11,81 | 13,45 | 13,26 | 13,19 | |
| EBIT1,4 | 30,16 | 72,14 | 101,49 | 163,82 | 161,45 | 164,00 | 172,00 | |
| EBIT-margin %5 | 3,14 | 5,79 | 6,49 | 7,78 | 8,60 | 9,46 | 9,45 | |
| Net profit1 | 14,18 | 36,80 | 61,23 | 80,52 | 78,23 | 54,00 | 72,00 | |
| Net-margin %6 | 1,48 | 2,95 | 3,91 | 3,82 | 4,17 | 3,11 | 3,96 | |
| Cashflow1,7 | 137,92 | 36,65 | 153,39 | 202,73 | 200,65 | 180,00 | 193,00 | |
| Earnings per share8 | 0,76 | 0,81 | 1,35 | 1,76 | 1,70 | 1,14 | 1,58 | |
| Dividend per share8 | 0,00 | 0,35 | 0,60 | 0,85 | 0,85 | 0,50 | 0,60 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
[sws_grey_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von Egmond Haidt, der für die boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research schreibt.[/sws_grey_box]
Foto: SAF-Holland S.A. (Achsköpfe Scheibenbremse)
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Nach einem Katapultstart ins laufende Jahr, der den Titel im Januar bis auf 65,49 Euro beförderte, konsolidiert der Aktienkurs von bet-at-home.com seit ein paar Wochen. Ohne dabei allerdings großartig Terrain abzugeben. Dafür gibt es auch kaum einen Grund: Mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 26,7 Mio. Euro hat der Anbieter von Online-Sportwetten selbst die hochgesteckten Erwartungen der Analysten von Warburg Research getoppt. Ein wesentlicher Schlüssel für den Erfolg war, dass die Linzer den Werbeaufwand im Jahr der Fußball-WM zwar um rund 20 Prozent auf 41,1 Mio. Euro gesteigert haben. Verglichen mit früheren Jahren hält sich der Zuwachs aber in Grenzen. Zur Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine hat bet-at-home.com rund 50 Mio. Euro in Werbung und Sponsoring gesteckt. Zur Fußball-WM 2010 in Südafrika waren es 36,7 Mio. Euro. Angaben zur Dividende für 2014 werden die Österreicher vermutlich Ende März machen. Boersengefluester.de hält es zwar für möglich, dass eine kleine Erhöhung der Ausschüttung von 0,80 auf 0,85 Euro pro Anteilschein herausspringen wird. Aber unter Renditeaspekten ist der Titel trotzdem eher uninteressant. Anleger sollten auf weitere Kurszuwächse setzen.
Auf einen potenziellen Unsicherheitsfaktor hat bet-at-home.com die Analysten bereits eingestellt. Seit Jahresbeginn müssen die Unternehmen im Online-Gaming-Bereich ihre Umsatzsteuer dort abführen, wo die Leistung erbracht wird – und nicht mehr in dem Land, wo die Firma ihren Sitz hat. Für bet-at-home.com ergibt sich daraus ein gewisses „Umsatzsteuerrisiko". Daher kalkuliert die Gesellschaft für 2015 auch mit einer vergleichsweise weiten EBITDA-Spanne von 15 bis 20 Mio. Euro. Um die Erwartungen der Börsianer zu erfüllen, sollten die Österreicher am Jahresende hier allerdings am oberen Ende herauskommen. Operativ bleibt die Story von bet-at-home.com ansonsten intakt. Wir bekräftigen daher unsere Kaufen-Empfehlung. Das optimistischste Kursziel kam bislang mit 70 Euro von Oddo Seydler. Die ehemalige Close Brothers Seydler haben die Coverage des Small Caps allerdings erst Ende Februar aufgenommen und waren daher wohl ein wenig in der Pflicht. Hauck & Aufhäuser zeigte sich mit einem Kursziel von 62 Euro zuletzt etwas vorsichtiger. Nach Vorlage der Zahlen haben die Nebenwerteexperten ihr Kursziel aber auf 72 Euro erhöht. Warburg Research setzte den fairen Wert für die Aktie von bet-at-home.com in ihrer jüngsten Analyse bei 69 Euro an. Gemessen am aktuellen Kurs von 61 Euro sieht das Potenzial vergleichsweise limitiert aus. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Nachrichtenfluss im Jahresverlauf eher positiv sein wird und die Notiz auch über die Marke von 70 Euro hieven könnte.

bet-at-home.com
Kurs: 2,76
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
| ©boersengefluester.de | ||||||
| bet-at-home.com | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| A0DNAY | DE000A0DNAY5 | AG | 19,37 Mio € | 23.05.2005 | Halten | |
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| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 126,93 | 59,35 | 53,53 | 46,18 | 52,30 | 49,00 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 30,95 | 13,97 | 2,11 | 0,81 | -3,29 | 2,00 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 24,38 | 23,54 | 3,94 | 1,75 | -6,29 | 4,08 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | 28,92 | 11,67 | -0,11 | -0,84 | -4,53 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | 22,78 | 19,66 | -0,21 | -1,82 | -8,66 | 0,00 | 0,00 | |
| Net profit1 | 23,29 | -16,31 | 11,91 | -1,51 | -4,45 | 0,00 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | 18,35 | -27,48 | 22,25 | -3,27 | -8,51 | 0,00 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | 18,15 | 10,50 | -5,02 | 0,16 | 0,79 | 0,00 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | 3,32 | -2,32 | 1,62 | -0,21 | -0,63 | 0,07 | 0,13 | |
| Dividend per share8 | 2,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
Foto: bet-at-home.com
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Aurelius-Vorstandschef Dirk Markus hat nicht zu viel versprochen. Für das abgelaufene Jahr will die Beteiligungsgesellschaft eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie – und damit mehr als von Analysten vermutet – auskehren. Die Ausschüttungssumme e...
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Im März 2000 drehte die Stimmung an den Börsen wie aus dem Nichts. Am Anfang stuften die meisten Anleger den Rückschlag noch als die lang ersehnte Kaufgelegenheit ein. Doch das entpuppte sich als teure Fehleinschätzung. Bis zum Frühjahr 2003 fielen die Aktienkurse ins Bodenlose. Zwölf Jahre später scheint es fast so, als ob die Börsianer erneut die nötige Demut vor dem Markt verloren haben. Die Effekte der expansiven Notenbankpolitik, die veränderten Währungsrelationen sowie der massiv abgerutschte Ölpreis dominieren die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Keine Sorge, dass soll hier kein Crash-Artikel werden. Boersengefluester.de will den rasanten Kursanstieg der vergangenen Monate jedoch nutzen, um auf die aktuelle Bewertung der deutschen Aktienindizes hinzuweisen. Angesichts der vielen Rekordmarken, scheint uns dieser Aspekt zuletzt ein wenig zu kurz gekommen zu sein. Zudem möchten wir auf die vielen nützlichen Tools hinweisen, die wir Ihnen auf boersengefluester.de zur Verfügung stellen.
Seit Jahresanfang stehen für DAX, MDAX, SDAX und TecDAX Kursgewinne zwischen 13 und 16 Prozent zu Buche. Normalerweise reicht so eine Performance für die Abschlussbilanz eines überdurchschnittlich guten Börsenjahrs. Jetzt ist aber gerade mal März. Interessant ist, dass derzeit MDAX und DAX die größte Schubkraft haben und den TecDAX ein wenig hinter sich lassen. Das war in den vergangenen Monaten meist genau anders herum. Leicht den Anschluss verloren hat dagegen der SDAX. Bei einem Kursplus von knapp 14 Prozent seit Jahresbeginn kann man aber auch nicht gerade sagen, dass die Small Caps von den Investoren umkurvt werden. Bewertungsmäßig macht – wenn überhaupt – der DAX momentan die beste Figur. Klar ist aber auch: Sämtliche von boersengefluester.de berechneten Index-KGVs sind eher von sportlicher Natur. Immerhin: Verglichen mit den Zehn-Jahres-Durschnitts-Werten relativiert sich das aktuelle KGV-Niveau bereits wieder ein wenig. Aber auch die Dividendenrenditen sind zumindest auf Indexbasis längst nicht mehr so attraktiv wie noch vor einigen Monaten. Lediglich im direkten Vergleich mit der Anlagegattung Anleihe können Aktien hier noch kräftig punkten. Einen super Überblick für die langfristige Bewertung (KGV, KBV und Dividendenrendite) bekommen Sie auf unserer Übersichtstabelle DAX: „10-Jahres-Durchschnitte für KGV, KBV und Dividende".
Mit Bayer (aktueller Börsenwert: 109,2 Mrd. Euro) und Volkswagen (aktueller Börsenwert: 106,0 Mrd. Euro) kommen zurzeit zwei DAX-Konzerne auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Mrd. Euro. Interessant: Bayer brachte Anfang März 2000 gerade einmal 27,7 Mrd. Euro auf die Waagschale, Volkswagen hatte eine Kapitalisierung von lediglich knapp 15,1 Mrd. Euro. Hier hat sich in den vergangenen 15 Jahren also mächtig was aufgebaut. Wie groß die Abstände der aktuellen Kurse zu den historischen Rekordmarken sind und an welchem Datum das All-Time-High (ATH) war, können Sie auf boersengefluester.de (täglich aktualisiert) verfolgen. Oder hätten Sie gewusst, dass von den 30 DAX-Aktien elf Allzeithochs aus dem Jahr 2015 stammen, aber immerhin noch sieben aus dem Jahr 2000 datieren. Beim MDAX sind 20 ATH von 2015 und nur zwei noch von 2000. Innerhalb des SDAX gab es 2015 für zehn Aktien Rekordkurse. Immerhin sieben sind immer noch aus dem Jahr 2000. Und bei TecDAX halten sich Allzeithochs von 2015 und 2000 mit jeweils neun die Waage.
[sws_grey_box box_size="585"] DAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch": HIER klicken.
MDAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch": HIER klicken.
SDAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch": HIER klicken.
TecDAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch": HIER klicken. [/sws_grey_box]
Besonders umfangreich ist unserer Angebot für Dividendenfans. Den von uns selbst entwickelten HV- und Dividendenkalender kennen die meisten Anleger vermutlich bereits. Wer boersengefluester.de bislang noch nicht intensiv verfolgt hat, sollte sich das Tool unbedingt anschauen. Alle Farbfelder sind klickbar und bieten jede Menge Zusatzinfos. Damit sind Sie perfekt auf die kommende Dividendensaison vorbereitet. Einen derart leistungsstarken Dividenden-Analyser für Deutsche Aktien gibt es sonst wohl nirgendwo. Und wer sich für die langfristige Dividenden-Historie der DAX-Aktien interessiert, für den haben wir ebenfalls eine entsprechende Übersichtstabelle erstellt. Einfach HIER klicken. Super nützlich ist aber auch unsere monatsweise Jahres-Übersicht mit den jeweiligen Dividenden-Hits. Zu dem Tool kommen Sie direkt über diesen LINK.
Foto: Erstausgaben „Focus Money” und „Die Telebörse”...
Seit Jahresanfang stehen für DAX, MDAX, SDAX und TecDAX Kursgewinne zwischen 13 und 16 Prozent zu Buche. Normalerweise reicht so eine Performance für die Abschlussbilanz eines überdurchschnittlich guten Börsenjahrs. Jetzt ist aber gerade mal März. Interessant ist, dass derzeit MDAX und DAX die größte Schubkraft haben und den TecDAX ein wenig hinter sich lassen. Das war in den vergangenen Monaten meist genau anders herum. Leicht den Anschluss verloren hat dagegen der SDAX. Bei einem Kursplus von knapp 14 Prozent seit Jahresbeginn kann man aber auch nicht gerade sagen, dass die Small Caps von den Investoren umkurvt werden. Bewertungsmäßig macht – wenn überhaupt – der DAX momentan die beste Figur. Klar ist aber auch: Sämtliche von boersengefluester.de berechneten Index-KGVs sind eher von sportlicher Natur. Immerhin: Verglichen mit den Zehn-Jahres-Durschnitts-Werten relativiert sich das aktuelle KGV-Niveau bereits wieder ein wenig. Aber auch die Dividendenrenditen sind zumindest auf Indexbasis längst nicht mehr so attraktiv wie noch vor einigen Monaten. Lediglich im direkten Vergleich mit der Anlagegattung Anleihe können Aktien hier noch kräftig punkten. Einen super Überblick für die langfristige Bewertung (KGV, KBV und Dividendenrendite) bekommen Sie auf unserer Übersichtstabelle DAX: „10-Jahres-Durchschnitte für KGV, KBV und Dividende".
Mit Bayer (aktueller Börsenwert: 109,2 Mrd. Euro) und Volkswagen (aktueller Börsenwert: 106,0 Mrd. Euro) kommen zurzeit zwei DAX-Konzerne auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Mrd. Euro. Interessant: Bayer brachte Anfang März 2000 gerade einmal 27,7 Mrd. Euro auf die Waagschale, Volkswagen hatte eine Kapitalisierung von lediglich knapp 15,1 Mrd. Euro. Hier hat sich in den vergangenen 15 Jahren also mächtig was aufgebaut. Wie groß die Abstände der aktuellen Kurse zu den historischen Rekordmarken sind und an welchem Datum das All-Time-High (ATH) war, können Sie auf boersengefluester.de (täglich aktualisiert) verfolgen. Oder hätten Sie gewusst, dass von den 30 DAX-Aktien elf Allzeithochs aus dem Jahr 2015 stammen, aber immerhin noch sieben aus dem Jahr 2000 datieren. Beim MDAX sind 20 ATH von 2015 und nur zwei noch von 2000. Innerhalb des SDAX gab es 2015 für zehn Aktien Rekordkurse. Immerhin sieben sind immer noch aus dem Jahr 2000. Und bei TecDAX halten sich Allzeithochs von 2015 und 2000 mit jeweils neun die Waage.
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© boersengefluester.de | Redaktion
Bereits vor einem halben Jahr hatten wir die Befürchtung, dass die neue Aktionärsstruktur bei Ehlebracht nicht unbedingt ein Garant für eine nachhaltige Börsenpräsenz sei (zu dem Beitrag von boersengefluester.de kommen Sie HIER). Nun deuten die Zeichen bei dem Anbieter von Kunststoffteilen (Gehäuse für Haushaltsgeräte) und Möbelfunktionstechnik (Leuchten und Lichtsysteme) tatsächlich auf Squeeze-out. Immerhin: Im schlimmsten Fall hätte die nur noch im schwach regulierten Entry Standard gelistete Gesellschaft auch ein Delisting durchführen können. Dem Vernehmen nach zielt die dem Unternehmer Ralf Kesseböhmer zurechenbare E & Funktionstechnik Holding AG aus Köln aber auf einen umwandlungsrechtlichen Squeeze-Out – mit angemessener Barabfindung. Die dafür nötige Schwelle von 90 Prozent hat Kesseböhmer mittlerweile knapp genommen. Die Aufstockung kommt für boersengefluester.de zum gegenwärtigen Zeitpunkt dennoch etwas überraschend, schließlich dümpelte die Notiz von Ehlebracht in den vergangenen Monaten eher lustlos vor sich hin. Von einem Aufkäufer war jedenfalls nichts zu spüren.
Das war auch nicht möglich – zumindest für einen wesentlichen Teil der jetzt gemeldeten Stückzahlen: Die E & Funktionstechnik hat nämlich außerbörslich in sechs Transaktionen die 897.570 Ehlebracht-Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 3,58 Euro erworben. Das geht zumindest aus einer jetzt im elektronischen Bundesanzeiger sowie auf der Internetseite www.ehlebracht-angebot.de veröffentlichten Meldung hervor. Dabei schwankten die einzelnen Positionsgrößen zwischen 8.900 und 370.000 Aktien. Wer die Verkäufer waren, ist unbekannt. Besonders verwunderlich ist allerdings, warum sie ihre Anteile nicht schon bei der offiziellen Offerte zu 3,88 Euro angedient haben. Darüber hinaus haben die Veräußerer mit ihren Paketverkäufen die E & Funktionstechnik jetzt überhaupt erst in die Lage gebracht, den Squeeze-out zumindest einzufädeln. Normalerweise lassen sich Investoren für so etwas angemessen bezahlen und akzeptieren jedenfalls keinen Abschlag zur offiziellen Offerte, auch wenn die bereits vor ein paar Monaten abgelaufen war. Sehr mysteriös also.
Die gesamte Marktkapitalisierung beträgt zurzeit 53,5 Mio. Euro. Angesichts der zuletzt spürbar verbesserten Ertragslage wetten die Investoren jetzt auf einen Nachschlag. Dabei bezeichnete Kesseböhmer sein bisheriges Gebot von 3,88 Euro im Vorjahr bereits als „Premiumofferte". Nun: Für 2015 hat Ehlebracht-Vorstand Bernd Brinkmann zuletzt Erlöse von mehr als 95 Mio. Euro sowie einen Gewinn vor Steuern von rund 5 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Gemessen daran ist die Bewertung des Small Cap nun wirklich nicht luxuriös – selbst unter Beachtung der Nettofinanzverbindlichkeiten von 7,5 Mio. Euro zum Halbjahr 2014 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor).
Die Wette auf einen Nachschlag, der auch über das aktuelle Kursniveau von 4,15 Euro spürbar hinausgeht, hat also gar nicht mal so schlechte Erfolgsaussichten. Der weitere Terminplan steht noch nicht fest. Die nächste ordentliche Hauptversammlung ist für den 16. Juli 2015 in der Stadthalle Bielefeld terminiert. Weniger schön ist, dass mit dem „Ausquetschen” der verbliebenen freien Aktionäre auf absehbare Zeit wohl ein weiterer Titel vom Kurszettel verschwinden wird. Immerhin ist Ehlebracht bereits seit Dezember 1989 an der Börse notiert – mit wechselvollen Episoden. Leidgeprüfte Anteilseigner (und Manager) haben wohl vor allem die Zeit um 2009 in Erinnerung, als die mittlerweile insolvente Vestcorp (ehemals TFG Capital) ein Übernahmeangebot zu 1,33 Euro machte und anschließend den Aufsichtsrat zu entern versuchte – allerdings komplett scheiterte....
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[sws_blue_box box_size="585"] Die Aktie von Nordex war in den vergangenen Jahren ein Highflyer. Die nun vorgelegten 2014er-Geschäftsergebnisse bremsen allerdings die Euphorie bei etlichen Investoren. Geht der Höhenflug bei dem Papier zu Ende?[/sws_blue_box]
Mit kräftigen Kursausschlägen reagiert die Nordex-Aktie auf die Vorlage der vorläufigen 2014er-Zahlen: Nachdem das Papier anfänglich bis auf 17,30 Euro nach unten gerauscht war, hat es sich wenig später wieder bis auf 18,20 Euro erholt und notiert damit nur noch knapp unter dem Vortagesschluss. Der Hersteller von Windkraftanlagen hat zwar den Umsatz um 21 Prozent auf 1,73 Mrd. Euro gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten erreicht. Enttäuschend war jedoch, dass die operative Marge, also der Gewinn vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zum Umsatz, bei lediglich 4,5 Prozent gelegen hat, – hatte der Konzern zuletzt doch eine Marge von 4,5 Prozent bis 5,0 Prozent in Aussicht gestellt. Wichtiger Treiber für die Rostocker ist das Amerika-Geschäft, dessen Umsatz von 81,7 Mio. Euro auf 200,7 Mio. Euro nach oben schoss. In den USA boomt das Geschäft derzeit, weil sämtliche Aufträge, die 2013 erteilt worden waren und bis Ende 2015 abgearbeitet werden, steuerlich besonders stark gefördert werden.
Im vergangenen Jahr legte der konzernweite Auftragseingang um 16,7 Prozent auf 1,75 Mrd. Euro zu, wodurch sich der Orderbestand auf 1,46 Mrd. Euro türmte. Vorstandschef Jürgen Zeschky bleibt daher optimistisch: „Das Auftragsbuch bildet eine gute Grundlage für eine weiterhin positive Entwicklung im laufenden Jahr. Derzeit ist das Momentum in unserem Markt allgemein und speziell für die Nordex-Gruppe sehr positiv. In welchem Umfang wir unsere Wachstumsoptionen nutzen, ist noch genauer auszuloten." Die Prognose für das laufende Jahr will er erst bei der Vorlage des 2014er-Geschäftsberichts am 23. März abgeben. Den Schätzungen von Bloomberg zufolge könnten die weltweiten Windinstallationen im laufenden Jahr auf den Rekordwert von 64 Gigawatt (GW) nach oben schießen. Laut den Angaben des Global Wind Energy Council (GWEC), des internationalen Handelsverbands der Branche, waren die Installationen 2014 um 44 Prozent auf 51 GW gestiegen. „Wind ist eine schnell reifende Technologie", sagt Steve Sawyer, Chef des GWEC. „Nicht nur die niedrigen Preise, sondern die stabilen Kosten der Windkraft macht sie zu einer sehr attraktiven Alternative für die Versorger." Ein Selbstläufer ist die Branche aber nicht. Etliche Investoren befürchten, dass die Windkraft mit dem Einbruch der Ölpreise deutlich an Attraktivität verlieren könne. Während die Preislücke zu herkömmlichem Strom bei Ölpreisen von mehr als 100 Dollar je Barrel zunehmend geringer geworden war, sieht es bei Ölpreisen von 50 Dollar – und möglicherweise schon bald deutlich tiefer – ganz anders aus.
Dass der Branche der Gegenwind zumindest ein wenig ins Gesicht bläst, darauf deutet die enttäuschende Prognose des Konkurrenten Vestas Wind Systems hin. Die Dänen haben für 2015 einen Umsatz von mindestens 6,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Das liegt deutlich unter dem 2014er-Wert von 6,9 Mrd. Euro. Die operative Marge sollte mindestens sieben Prozent erreichen, nach 8,1 Prozent für 2014. Dem Aktienkurs von Vestas bekamen diese Aussagen gar nicht gut. Vorstand Anders Runevad versuchte zwar die Sorgen der Investoren vor den Ölpreis-Effekten zu zerstreuen und sagte: „Wenn man sich den direkten Zusammenhang zwischen den Strom- und den Ölpreisen anschaut, ist er ziemlich unbedeutend." Die niedrigeren Ölpreise könnten sogar „positiv" sein, weil sie für niedrigere Rohstoff- und Transportkosten sorgen könnten. Die Übersetzung für Runevads Aussagen sind aber: Der direkte Zusammenhang mag vielleicht klein sein. Der indirekte ist dafür umso größer.
Die Nordex-Aktie ist haltenswert. Nach dem guten Jahr 2014 ist die Nettoliquidität um zwei Drittel auf 232,2 Mio. Euro gestiegen – das sind 2,87 Euro je Aktie. Derzeit gehen Analysten davon aus, dass der Gewinn je Aktie im Jahr 2015 auf 0,73 Euro nach oben schießt und 2016 sogar auf 0,94 Euro. Zugute kommt dem TecDAX-Konzern nicht nur der starke Dollar – der die Nordex-Notiz anschiebt –, sondern auch, dass der Euro gegenüber der türkischen Lira und dem südafrikanischen Rand deutlich schwächer geworden ist. Die beiden Länder steuern zusammen fast genau so viel Umsatz wie der Heimatmarkt Deutschland bei. Mit einem 2016er-KGV von 19,4 ist die Aktie nicht zu teuer. Wenn man den Netto-Cash je Aktie abzieht, liegt das KGV sogar bei lediglich 16,3. Die Gefahr ist allerdings, dass der Einbruch des Ölpreises die Windkraftbranche kurzfristig stärker belastet als viele Investoren derzeit erwarten. Vorsichtige Anleger sollten daher die Vorlage der 2015er-Prognose von Nordex am 23. März abwarten.

Nordex
Kurs: 43,12
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| Nordex | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| A0D655 | DE000A0D6554 | SE | 10.195,74 Mio € | 02.04.2001 | Halten | |
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| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 4.650,74 | 5.443,95 | 5.693,56 | 6.489,07 | 7.298,83 | 7.553,55 | 8.600,00 | |
| EBITDA1,2 | 93,95 | 52,67 | -244,27 | 2,03 | 296,36 | 631,04 | 863,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 2,02 | 0,97 | -4,29 | 0,03 | 4,06 | 8,35 | 10,04 | |
| EBIT1,4 | -61,84 | -107,33 | -426,68 | -186,47 | 115,37 | 449,80 | 680,00 | |
| EBIT-margin %5 | -1,33 | -1,97 | -7,49 | -2,87 | 1,58 | 5,96 | 7,91 | |
| Net profit1 | -129,71 | -230,16 | -497,76 | -302,81 | 8,78 | 274,34 | 425,00 | |
| Net-margin %6 | -2,79 | -4,23 | -8,74 | -4,67 | 0,12 | 3,63 | 4,94 | |
| Cashflow1,7 | -352,20 | 127,56 | -350,09 | 161,20 | 429,75 | 1.016,29 | 620,00 | |
| Earnings per share8 | -1,21 | -1,68 | -2,71 | -1,33 | -0,04 | 1,13 | 1,75 | |
| Dividend per share8 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
[sws_grey_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von Egmond Haidt, der für die boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research schreibt.[/sws_grey_box]
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© boersengefluester.de | Redaktion
Alles richtig gemacht haben bislang Anleger, die die Korrekturphasen von Lang & Schwarz im vergangenen Juli/August (minus 14 Prozent), September/Oktober (minus 25 Prozent) und Dezember/Januar (minus 18 Prozent) konsequent zum Kauf genutzt haben. Der Anteilschein hat immer wieder die Kurve gekriegt und sich auf neue Höhen geschwungen. Im Februar erreichte die Notiz zwischenzeitlich sogar ein Niveau von 17,65 Euro. Erst die Mitteilung, wonach Großaktionär M.M. Warburg seinen Anteil auf weniger als 25 Prozent reduziert habe, sorgte für eine gewisse Konsolidierung – nichts Dramatisches allerdings. Richtungsweisender dürften die nun vorgelegten Zahlen für 2014 sowie der erste Ausblick sein. Um es vorwegzunehmen: Die Ergebnisse haben die Erwartungen von boersengefluester.de ziemlich exakt getroffen. So kamen die Düsseldorfer im Vorjahr auf einen Überschuss von 5,04 Mio. Euro – nach zuvor 0,99 Mio. Euro. Herunter gerechnet auf die 3.146.000 Anteilscheine entspricht das einem Anstieg beim Ergebnis je Aktie von 0,32 Euro auf 1,60 Euro. Zur Einordnung: Boersengefluester.de hatte mit einem Plus auf 1,65 Euro pro Anteilschein kalkuliert.
Bestimmt hatte manch Investor auf einen noch höheren Gewinn gehofft, doch Sonderfaktoren machten einen Strich durch diese Rechnungen. „Sicherheitsabschläge im Rahmen der Portfoliobewertung nach HGB, Restrukturierungskosten für die Schließung des Büros der Lang & Schwarz Broker GmbH in Frankfurt sowie Rückstellungen im Rahmen der europäischen Expansion von Wikifolio in Höhe von insgesamt 1 Mio. Euro", sagt Lang & Schwarz-Vorstand Peter Zahn. Heraufgesetzt hat boersengefluester.de dagegen die Dividendenschätzung für 2014. Immerhin kündigte Zahn an, dass rund drei Viertel des – für die Dividende maßgeblichen – AG-Gewinns von 4,8 Mio. Euro ausgeschüttet werden sollen. Das würde einem Betrag von knapp 1,15 Euro je Aktie entsprechen. Bislang waren wir hier von einer Dividende in Höhe von 1,00 ausgegangen. So oder so: Mit einer Rendite von gut sieben Prozent liegt Lang & Schwarz in den entsprechenden Ranglisten sehr weit oben. Die Hauptversammlung wird allerdings erst am 27. August 2015 stattfinden. Noch müssen sich Dividendenfans also etliche Monate gedulden.
Einen Tick optimistischer als vor zwölf Monaten ist der Kommentar von Bankvorstand Zahn zur aktuellen Geschäftsentwicklung: „Der Jahresauftakt in das neue Jahr gestaltet sich bisher sehr erfreulich." Im Februar 2013 war die Wortwahl sehr ähnlich, allerdings sprach Zahn damals nur von einem „erfreulichen Start" und nicht wie jetzt von einem „sehr erfreulichen". Das mögen Nuancen sein – sie gehören jedoch zur Klaviatur für die Investor-Relations-Tonleiter. Ob auch 2015 Sonderbelastungen zu verkraften sind, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Boersengefluester.de rechnet vorerst mit einem Überschuss von gut 5,8 Mio. Euro. Für 2016 bleiben wir bei unserem Sicherheitsabschlag und gehen von 5,35 Mio. Euro Gewinn aus. Letztlich sind diese Abweichungen aber ohnehin nicht entscheidend. Fakt ist, dass der Small Cap mit einem einstelligen KGV und einer Dividendenrendite von rund sieben Prozent gehandelt wird. Der bereits um die Effekte der kommenden Dividendenzahlung gekürzte Buchwert je Aktie beträgt zurzeit 7,60 Euro. Demnach kommt das Papier auf ein KBV von 2,14. Vor einem Jahr gab es die Aktie von Lang & Schwarz noch für ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,24. Diesen Aspekt sollten Anleger nicht ganz außer Acht lassen. Dennoch lautet das Fazit von boersengefluester.de: Die kleine Delle zur Zahlenvorlage sollte auch diesmal eine gute Einstiegsgelegenheit sein.
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Foto: kaboompics...
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Eigentlich ist die Investmentstory von SGL Carbon auf den ersten Blick überzeugend. Die Wiesbadener stellen aus Koks und Pech verschiedene Kohlenstoff-, Carbonfaserverbund- und Graphit-Produkte her. Besonders Carbon ist dank seiner einzigartigen Materialeigenschaften heiß begehrt. Hitze- und Korrosionsbeständigkeit bei hoher Strom- und Widerstandsfähigkeit und ein sehr geringes Gewicht lassen vielfältige Einsatzmöglichkeiten zu. Besonders bei den auf Leichtbauweise getrimmten Elektroautos sind diese Eigenschaften gefragt. Allerdings hat die Sache zwei Haken: Die Herstellung von Carbon ist im Vergleich zu Stahl noch sehr energieintensiv und damit teuer. Zudem erzielt SGL in dem Bereich nur rund ein Fünftel seiner Erlöse.
Entscheidend für den Unternehmenserfolg sind andere Geschäftsfelder – und hier beginnen die Probleme für den SDAX-Konzern. Rund die Hälfte des Umsatzes entfällt auf Kohlenstoff- und Graphitelektroden, Kathoden und Hochofenauskleidungen. Knapp 30 Prozent der Erlöse verdient SGL mit dem Verkauf von speziellen Graphiten, die in der Chemie-, Automobil-, LED- und besonders Lithium-Ionen-Batterie- und Solarindustrie eingesetzt werden. Hier sind die Preise im Sinkflug und setzten dem Unternehmen in der Vergangenheit bereits kräftig zu.
Die vor wenigen Wochen verkündeten Eckdaten für das Geschäftsjahr 2014 waren daher erneut wenig überzeugend. Mit einem kleinen, einstelligen, positiven operativen Ergebnis wurden die Markterwartungen zwar übertroffen. Unter dem Strich bleibt aber ein hoher Fehlbetrag von rund 250 Mio. Euro – nach minus 317 Mio. Euro im Jahr 2013. Dies zeigt deutlich, wie schwierig die Marktverhältnisse sind. Höher als erwartete Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen bei der zum Verkauf vorgesehenen Tochter HITCO trüben das Fazit. Im Juni 2014 rechnete SGL noch mit einem deutlich positiven Kaufpreis für den Lieferanten von Verbundwerkstoffen und Strukturbauteilen für die Luft- und Raumfahrt. Inzwischen sieht die Lage anders aus, die ersten Angebote liegen offenbar unter dem Buchwert, was zu Abschreibungen führt. Mit dem hohen Fehlbetrag wurden zugleich alle Mittel aus der im Oktober 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung aufgezehrt. Der Bruttoerlös lag damals bei 267 Mio. Euro.
In die Karten spielt dem Unternehmen hingegen der Ölpreisverfall, der sich leicht positiv auf der Kostenseite bemerkbar machen sollte. Die durchschnittlichen Konsensschätzungen sind seit Ende Januar daher leicht gestiegen und lockten einige Schnäppchenjäger in die Aktie. Ähnlich wie bei anderen Werten, die im vergangenen Jahr kräftig unter die Räder kamen (Bilfinger, LPKF Laser, Aixtron), profitierten auch die Papiere von SGL. Ob die Gegenbewegung aber auch nachhaltig sein wird, ist offen. Bisher holte die Aktie noch nicht einmal die Hälfte der Korrektur ausgehend von 26 Euro wieder auf. Neue Impulse sind wohl erst zur Bilanzvorlage am 18. März zu erwarten. SGL-Chef Jürgen Köhler ist seit gut einem Jahr im Amt und hat in dieser Zeit bereits einige Erfolge beim Konzernumbau erzielt. Verlustbringende Aktivitäten wurden restrukturiert oder eingestellt. Seit Jahresbeginn greift eine weitere Verschlankung der Organisation von fünf auf nur noch drei Geschäftsbereiche. Entsprechend wurde auch die Anzahl der Vorstandsmitglieder angepasst. Mit der Neuausrichtung passte das neue Führungsteam auch die Unternehmenskultur an und gab neue Ziele vor. Angestrebt werden eine Kapitalrendite von mindestens 15 Prozent sowie eine Senkung des Verschuldungsfaktors auf unter 2,5.
Mit der Teilnahme an der Kapitalerhöhung sendeten die Ankeraktionäre Susanne Klatten (SKion: 27,46 Prozent), BMW (18,44 Prozent) und Volkswagen (9,92 Prozent) zugleich ein starkes Signal, dass sie unverändert an eine bessere Zukunft des Unternehmens glauben. Nach Gewinnen von rund 30 Prozent, ausgehend vom Dezember-Tief, sind allerdings auch schon einige Vorschusslorbeeren im Kurs enthalten. Die Zahlen Mitte März werden zeigen, ob die jüngste Tendenz auch gerechtfertigt ist. Sollte der Newsflow positiv bleiben und die eingeleiteten Maßnahmen greifen, könnte sich die Aktie mittelfristig wieder der 20-Euro-Marke nähern. Allerdings darf das Risiko nicht unterschätzt werden, denn in den wichtigsten Geschäftsbereichen bleibt der Wettbewerbs- und damit Preisdruck hoch. Bankhaus Lampe sowie Warburg Research raten derzeit mit Kurszielen von 11 und 13,50 Euro zum Verkauf. Die Aktie kommt daher nur für mutige, antizyklische Anleger in Frage.

SGL Carbon
Kurs: 3,93
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
| ©boersengefluester.de | ||||||
| SGL Carbon | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| 723530 | DE0007235301 | SE | 480,19 Mio € | 07.04.1995 | Verkaufen | |
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| The most important financial data at a glance | ||||||||
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 919,40 | 1.007,00 | 1.135,90 | 1.089,10 | 1.026,40 | 875,00 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 92,80 | 140,00 | 187,60 | 116,80 | 44,40 | 102,00 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 10,09 | 13,90 | 16,52 | 10,72 | 4,33 | 11,66 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | -93,70 | 110,40 | 120,90 | 56,60 | -14,30 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | -10,19 | 10,96 | 10,64 | 5,20 | -1,39 | 0,00 | 0,00 | |
| Net profit1 | -129,40 | 75,90 | 127,40 | 41,70 | -79,40 | -65,00 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | -14,07 | 7,54 | 11,22 | 3,83 | -7,74 | -7,43 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | 104,00 | 114,40 | 94,40 | 163,80 | 120,30 | 0,00 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | -1,08 | 0,62 | 1,02 | 0,34 | -0,66 | -0,53 | -0,12 | |
| Dividend per share8 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
Foto: SGL Carbon SE (Kathodenblock für Aluminium-Elektrolysezellen)
[sws_blue_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von Franz-Georg Wenner, der für die boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research schreibt.[/sws_blue_box]...
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So etwas hat es auch schon lange nicht mehr gegeben: Mit Allianz, Bayer, BMW, Continental, Henkel, Linde, Münchener Rück und Volkswagen haben gleich acht DAX-Unternehmen Aktienkurse von zum Teil deutlich über 100 Euro. Inklusive Siemens, hier waren die Notierungen Ende Januar zuletzt dreistellig, erhöht sich die Zahl sogar auf neun. Damit nicht genug: Insgesamt gibt es in DAX, MDAX, SDAX und TecDAX derzeit 21 Aktien mit Kursen nördlich von 100 Euro. Die optisch höchsten Notierungen haben zurzeit Rational (321,70 Euro), KWS Saat (278,00 Euro) und BB Biotech (264,80 Euro). Legt man die Untergrenze bei 85 Euro an, vergrößert sich die Gruppe sogar auf 30 Werte. Nun sagt der absolute Kurs rein gar nichts über die Bewertung einer Aktie oder deren Attraktivität aus. Doch Psychologie spielt auf dem Parkett eine wichtige Rolle. Eine Aktie, die 10 Euro kostet, sieht irgendwie einladender aus als ein Papier für 250 Euro. Regelmäßig wirkt sich das auch auf das Handelsvolumen aus. Das wiederum kann unter Umständen entscheidend für den Verbleib in einem der Auswahlindizes sein. Aktionäre von Rational können ein Lied davon singen. Der Abstieg vom MDAX in den SDAX im vergangenen September hing zu einem wesentlichen Teil an den unterdurchschnittlichen Handelsumsätzen.
Boersengefluester.de geht daher davon aus, dass einige der Unternehmen mit XXL-Kursen möglicherweise einen Aktien-Split auf die Agenda der kommenden Hauptversammlungen nehmen. Zu Neuer-Markt-Zeiten waren die Anleger geradezu verrückt nach dieser Art von Kurskosmetik. Doch mit dem Platzen der New-Economy-Blase wurde das Instrument immer spärlicher eingesetzt. Kein Wunder: Schließlich gehorchten die Aktienkurse von 2000 bis Anfang 2003 von allein den Gesetzen der Schwerkraft und kaum ein Unternehmen hatte die Sorge, dass die Aktionäre einen Bogen um ihren Titel machten, weil der Kurs optisch zu hoch war. Immerhin: Zuletzt setzte ein Umdenken ein. CTS Eventim, Fuchs Petrolub, Merck KGaA, Brenntag, Fresenius und Fielmann machten 2014 eine Aktiendiät, die der Notiz in der Regel auch gut bekommen ist. Etwas flapsig wird in diesem Zusammenhang häufig von Gratisaktien gesprochen. Dabei gibt es nichts umsonst. Bilanziell gesehen wird durch die Umwandlung von Rücklagen in gezeichnetes Kapital die Aktienstückzahl erhöht – meist um den Faktor zwei bis drei. Der Wert des Unternehmens bleibt davon unberührt – also findet das Korrektiv über einen halbierten Aktienkurs statt. Letztlich ist es ein reiner Psychoeffekt nach dem Motto: Mit zwei 50-Euro-Scheinen in der Tasche fühlt man sich besser als mit einer 100-Euro-Note.
Boersengefluester.de hat alle Unternehmen aus der DAX-Familie zusammengestellt, deren Aktienkurse zurzeit über der Marke von 85 Euro rangieren. Auffällig: Bei den meisten Gesellschaften liegt ein Aktien-Split, wenn es denn überhaupt jemals einen gab, eine halbe Ewigkeit zurück. Gerade die DAX-Konzerne nutzen das Instrument sehr zögerlich. Bei Titeln wie Zooplus oder Dürr wäre es dagegen fast schon wieder Zeit für eine Neuauflage. Überraschend sind aber auch die vielen "Ü100-Aktien" im Tec-Sektor. Neben dem schweizer Sonderfall BB Biotech sind aus unserer Sicht insbesondere Xing und Nemetschek Kandidaten für die Ausgabe von Berichtigungsaktien. Die kommende HV-Saison sollten Anlger also nicht nur unter Dividendenaspekten betrachten. Womöglich könnte auch der ein oder andere Beschluss über einen Aktien-Split für frischen Wind sorgen.
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Rational
Kurs: 738,50
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Ganz ehrlich: Wirklich sicher waren wir uns nicht, ob Viscom es schaffen würde, die eigenen Ziele für 2014 tatsächlich auch einzulösen. Umso positiver ist boersengefluester.de von den jetzt vorgelegten Zahlen überrascht. Bei einem Erlösplus von rund einem Viertel auf 62,25 Mio. Euro zog das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 38,5 Prozent auf knapp 9,38 Mio. Euro an. In Aussicht gestellt hatte der Hersteller von Geräten zur optischen Inspektion von Elektronikbauteilen ein Betriebsergebnis zwischen 7,15 und 9,00 Mio. Euro – bei Erlösen von 55 bis 60 Mio. Euro. Interessant wird nun, für welchen Dividendenvorschlag sich die Hannoveraner entscheiden werden. Aufgrund der komfortablen Liquiditätsausstattung zahlte Viscom für 2013 neben einer normalen Dividende von 0,42 Euro noch einen Bonus von 1,28 Euro pro Anteilschein. Das kam zunächst einmal super an. Innerhalb von nur zwei Monaten nach der Ausschüttung Ende Mai 2014 stürzte die Notiz dann jedoch um mehr als ein Drittel auf rund 10 Euro ab. Eine fatale Kettenreaktion setzte ein: Dividendenjäger zogen sich nach der Auszahlung massiv aus dem Titel zurück und verdüsterten das Chartbild immer weiter. Dieser Kursrutsch sorgte wiederum dafür, dass Gerüchte um eine mögliche Verfehlung des Ausblicks aufkamen. Dabei hatte der Viscom-Vorstand sowohl im Q2- als auch im Q3-Bericht seine Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt.
Gegenwärtig beträgt die Marktkapitalisierung des mittlerweile im streng regulierten Prime Standard gelisteten Titels gut 125 Mio. Euro. Demnach wird an der Börse jeder Euro Umsatz von Viscom mit etwa 2 Euro bewertet. Das ist zunächst einmal eine stramme Relation – trotz der operativen Marge von 15 Prozent. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass Viscom rund 20 Mio. Euro Netto-Cash in der Bilanz ausweist. Und sollte die Gesellschaft für 2014 „nur" eine halbwegs normale Dividende von 0,50 Euro pro Aktie vorschlagen, käme der Titel noch immer auf eine Rendite von mehr als 3,5 Prozent. Den Buchwert je Aktie siedelt boersengefluester.de derzeit bei rund 5,10 Euro an. Das läuft auf ein ebenfalls noch akzeptables KBV von 2,7 hinaus. Wir bleiben daher bei unserer Einschätzung: Kaufen. Am ehesten vergleichbar ist Viscom auf dem heimischen Kurszettel vermutlich mit Unternehmen wie Isra Vision oder Nanofocus. Allerdings spielen alle drei Gesellschaften in unterschiedlichen Umsatzligen und adressieren auch verschiedene Kundengruppen. Gemeinsame Klammer sind aber Inspektionssysteme für den industriellen Einsatz.
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Viscom
Kurs: 4,58
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| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 61,56 | 79,79 | 105,52 | 118,78 | 84,08 | 81,70 | 85,00 | |
| EBITDA1,2 | -0,77 | 10,07 | 14,95 | 13,20 | -5,03 | 5,10 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | -1,25 | 12,62 | 14,17 | 11,11 | -5,98 | 6,24 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | -5,98 | 4,20 | 8,19 | 6,61 | -11,82 | -1,80 | 3,10 | |
| EBIT-margin %5 | -9,71 | 5,26 | 7,76 | 5,57 | -14,06 | -2,20 | 3,65 | |
| Net profit1 | -4,41 | 2,59 | 5,37 | 3,14 | -9,63 | -2,85 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | -7,16 | 3,25 | 5,09 | 2,64 | -11,45 | -3,49 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | 10,26 | -3,90 | -1,69 | 6,18 | 25,14 | 7,90 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | -0,50 | 0,29 | 0,60 | 0,34 | -1,06 | -0,32 | 0,27 | |
| Dividend per share8 | 0,00 | 0,20 | 0,30 | 0,05 | 0,00 | 0,05 | 0,20 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
| ©boersengefluester.de | ||||||
| Viscom | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| 784686 | DE0007846867 | SE | 41,31 Mio € | 10.05.2006 | Kaufen | |
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
| ©boersengefluester.de | ||||||
| Isra Vision | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| 548810 | DE0005488100 | AG | 1.034,36 Mio € | 20.04.2000 | Halten | |
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© boersengefluester.de | Redaktion
Als der japanische Kamerahersteller Canon die Finanz- und Technikwelt kürzlich mit einer Übernahmeofferte in Höhe von umgerechnet rund 2,47 Mrd. Euro für den schwedischen Netzwerkkameraspezialisten Axis Communications überraschte, war das auch ein Klingeln zum Einstieg bei Mobotix. Seit Bekanntwerden der Offerte am 10. Februar 2015 – Canon bietet 340 Schwedische Kronen je Axis-Aktie – hat die Notiz des deutschen Small Caps um fast 17 Prozent an Wert gewonnen. Doch da sollte noch mehr gehen. Boersengefluester.de hat zuletzt regelmäßig über die unserer Meinung nach viel versprechenden Perspektiven der Mobotix-Aktie berichtet. Das in Langmeil in der Nähe von Kaiserslautern ansässige Unternehmen bietet Überwachungs- und Thermalkameras mit eingebauten Minicomputern an, die die Speicherung und Übertragung von Daten wesentlich vereinfachen. Gemessen am Umsatz ist der weltweite Marktführer Axis zwar etwa sieben Mal so groß wie Mobotix. Technisch genießen die Pfälzer allerdings einen tadellosen Ruf, auch wenn das vergangene Jahr komplett zum Abhaken war. Querelen auf Vorstandsebene, eine missglückte Vertriebsstrategie und Sonderabschreibungen auf Warenbestände drückten das Ergebnis bis nahe an die Nulllinie. Zudem machten sich die Börsianer Sorgen, was Firmengründer, Aufsichtsrat und Großaktionär Ralf Hinkel – ihm sind knapp die Hälfte aller Mobotix-Anteile zuzurechnen – mit seinem Paket wohl anstellen wird. Immerhin gab es Gerüchte, dass Hinkel sich möglicherweise von weiteren Stücken trennen könnte.
Mittlerweile hat sich die Lage aber beruhigt, und die Investoren setzen auf einen knackigen Ergebnisswing. Verglichen mit anderen Nebenwerten geht es bei Mobotix aber eher gemäßigt zu. Die Aktie zählt nicht gerade zu den heiß diskutierten Werten in den einschlägigen Internetforen. Vermutlich sind die Bilanzen der Pfälzer dafür auch viel zu solide. Momentan weist Mobotix eine Eigenkapitalquote von mehr als 70 Prozent aus. Zinstragende Verbindlichkeiten und liquide Mittel halten sich mit jeweils knapp 8 Mio. Euro in etwa die Waage. Dennoch: Die Analysten von Hauck & Aufhäuser halten den Titel auf dem aktuellen Niveau von 13,90 Euro für zu teuer. Ihre Handlungsempfehlung: verkaufen mit Kursziel 8,60 Euro. Grund für die Skepsis ist, dass Mobotix erst noch beweisen muss, ob die strategische Umpositionierung als Entwickler von Kameras und Video-Management-Software von Erfolg gekrönt sein wird. In Zahlen wird sich das vermutlich erst mit Vorlage des Halbjahresberichts Mitte Juni ablesen lassen. Kurzfristig dürfte jedoch der geplante Zusammenschluss von Canon und Axis für Kursfantasie sorgen.
Boersengefluester.de hat einmal die wesentlichen Kennzahlen von Axis Communications und Mobotix gegenübergestellt und macht eine vergleichsweise einfache Rechnung. Mit Blick auf den durchschnittlichen Umsatz von 2011 bis 2015 sind die Schweden etwa 6,4 Mal so groß wie Mobotix. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hinkt diese Art des Vergleichs allerdings aufgrund des Minigewinns aus dem Vorjahr. Klammert man diesen Ausreißer aus und bezieht die Rechnung auf die Jahre 2011 bis 2013 sowie 2015, kommt man auf einen Faktor von knapp 4,4. Wie kommen wir auf diese Zahl? Bei Axis ergibt die Summe der Betriebsergebnisse von 2011 bis 2013 plus der Analysten-Konsensschätzung für 2015 einen Betrag von umgerechnet 300,35 Mio. Euro. Bei Mobotix beträgt die entsprechende Summe 68,92 Mio. Euro. Teilt man diese beiden Größen durcheinander, ergibt sich der Wert von 4,4. Mit anderen Worten: Das durchschnittliche EBIT von Axis ist absolut gesehen etwa 4,4 Mal so groß wie das von Mobotix. Beim Jahresüberschuss ergibt sich ein Multiple von knapp 4,7.
Nimmt man nun die von Canon gebotenen 2.480 Mio. Euro als Referenzgröße und unterstellt die eben ermittelte EBIT-Relation, dann müsste Mobotix auf eine Marktkapitalisierung von 636,36 (2.800/4,4) Mio. Euro kommen. Bei 13.271.442 ausstehenden Aktien würde das wiederum auf einen Kurs von 47,95 Euro hinauslaufen – verglichen mit aktuell 13,50 Euro. Beantwortet wird demnach die Frage: Wenn Canon 2,48 Mrd. Euro für eine Gesellschaft bezahlt, die auf Vier-Jahres-Sicht im Schnitt auf ein EBIT von knapp 75,9 Mio. Euro (303,5/4) kommt, was hätten die Japaner dann für ein sonst identisches Unternehmen mit einem EBIT von 17,23 Mio. Euro (69,92/4) auf den Tisch gelegt? Zugegeben: Diese Rechnung grenzt viele andere wichtige Faktoren wie Marktstellung, Finanzierungsstruktur, Kundenstamm, Geschäftsperspektiven oder das Know-how der Mitarbeiter aus. Ein unter Umständen doch sehr beachtliches Kurspotenzial der Mobotix-Aktie zeigt sie dennoch auf. Hinzu kommt, dass Mobotix bereits jetzt ein Systemhersteller für IP-Videosicherheitslösungen ist. Um diese Lücke zu schließen, hat Canon im Juni 2014 extra den dänischen Platzhirschen Milestone Systems übernommen. Letztlich hat Canon also Axis und Milestone übernehmen müssen, um eine ähnliche Kompetenz zu erwerben, wie sie Mobotix bietet. Ein Aspekt, der bislang noch gar nicht beachtet worden ist.
Nicht ganz so spektakulär – aber immer noch beachtlich – sehen die Ergebnisse aus, wenn man sich rein auf das EBIT-Multiple konzentriert. Demnach berappt Canon für Axis etwa das 27fache des für 2015 von den Analysten erwarteten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern. Überträgt man diesen Faktor auf das von boersengefluester.de für das laufende Jahr kalkulierte Mobotix-EBIT von 12 Mio. Euro, würde sich eine Bewertung von etwa 324 Mio. Euro ergeben. Bezogen auf die einzelne Mobotix-Aktie errechnet sich daraus ein Wert von 24,40 Euro. Auch hier handelt es sich um ein denkbar einfaches Modell, das viele Aspekte ausklammert. Das mögliche Kurspotenzial der Pfälzer wird aber ebenfalls ersichtlich – zumindest wenn man die Canon-Offerte für Axis nicht als Mondpreis einstuft.
Fazit: Die geplante Übernahme von Axis durch Canon könnte sich auch für Mobotix-Aktionäre zu einem Volltreffer entwickeln. Allerdings muss Mobotix im Jahresverlauf dann auch entsprechend gute Zahlen liefern, die die höhere Bewertung untermauern.

Mobotix
Kurs: 1,72
Nimmt man nun die von Canon gebotenen 2.480 Mio. Euro als Referenzgröße und unterstellt die eben ermittelte EBIT-Relation, dann müsste Mobotix auf eine Marktkapitalisierung von 636,36 (2.800/4,4) Mio. Euro kommen. Bei 13.271.442 ausstehenden Aktien würde das wiederum auf einen Kurs von 47,95 Euro hinauslaufen – verglichen mit aktuell 13,50 Euro. Beantwortet wird demnach die Frage: Wenn Canon 2,48 Mrd. Euro für eine Gesellschaft bezahlt, die auf Vier-Jahres-Sicht im Schnitt auf ein EBIT von knapp 75,9 Mio. Euro (303,5/4) kommt, was hätten die Japaner dann für ein sonst identisches Unternehmen mit einem EBIT von 17,23 Mio. Euro (69,92/4) auf den Tisch gelegt? Zugegeben: Diese Rechnung grenzt viele andere wichtige Faktoren wie Marktstellung, Finanzierungsstruktur, Kundenstamm, Geschäftsperspektiven oder das Know-how der Mitarbeiter aus. Ein unter Umständen doch sehr beachtliches Kurspotenzial der Mobotix-Aktie zeigt sie dennoch auf. Hinzu kommt, dass Mobotix bereits jetzt ein Systemhersteller für IP-Videosicherheitslösungen ist. Um diese Lücke zu schließen, hat Canon im Juni 2014 extra den dänischen Platzhirschen Milestone Systems übernommen. Letztlich hat Canon also Axis und Milestone übernehmen müssen, um eine ähnliche Kompetenz zu erwerben, wie sie Mobotix bietet. Ein Aspekt, der bislang noch gar nicht beachtet worden ist.
Nicht ganz so spektakulär – aber immer noch beachtlich – sehen die Ergebnisse aus, wenn man sich rein auf das EBIT-Multiple konzentriert. Demnach berappt Canon für Axis etwa das 27fache des für 2015 von den Analysten erwarteten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern. Überträgt man diesen Faktor auf das von boersengefluester.de für das laufende Jahr kalkulierte Mobotix-EBIT von 12 Mio. Euro, würde sich eine Bewertung von etwa 324 Mio. Euro ergeben. Bezogen auf die einzelne Mobotix-Aktie errechnet sich daraus ein Wert von 24,40 Euro. Auch hier handelt es sich um ein denkbar einfaches Modell, das viele Aspekte ausklammert. Das mögliche Kurspotenzial der Pfälzer wird aber ebenfalls ersichtlich – zumindest wenn man die Canon-Offerte für Axis nicht als Mondpreis einstuft.
Fazit: Die geplante Übernahme von Axis durch Canon könnte sich auch für Mobotix-Aktionäre zu einem Volltreffer entwickeln. Allerdings muss Mobotix im Jahresverlauf dann auch entsprechend gute Zahlen liefern, die die höhere Bewertung untermauern.
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
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| Mobotix | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| 521830 | DE0005218309 | AG | 22,83 Mio € | 31.03.2008 | ||
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| The most important financial data at a glance | ||||||||
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 70,35 | 62,42 | 56,04 | 63,17 | 50,00 | 52,70 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 8,76 | 3,08 | -3,87 | 0,38 | 1,48 | 2,60 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 12,45 | 4,93 | -6,91 | 0,60 | 2,96 | 4,93 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | 6,17 | 0,23 | -7,52 | -3,84 | -3,07 | 8,30 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | 8,77 | 0,37 | -13,42 | -6,08 | -6,14 | 15,75 | 0,00 | |
| Net profit1 | 4,68 | -0,06 | -6,31 | -5,41 | -5,50 | 2,80 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | 6,65 | -0,10 | -11,26 | -8,56 | -11,00 | 5,31 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | -0,53 | 3,07 | -4,43 | 2,72 | 6,00 | 4,20 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | 0,35 | -0,01 | -0,48 | -0,41 | -0,42 | 0,21 | 0,03 | |
| Dividend per share8 | 0,04 | 0,04 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
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© boersengefluester.de | Redaktion
Dank eines starken Schlussquartals hat USU Software die im November 2014 nach unten angepassten Prognosen für das Gesamtjahr sicher erreicht. Bei Erlösen von 58,9 Mio. Euro kam der Spezialist für IT- und Wissensmanagement auf ein um Akquisitionseffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 7,3 Mio. Euro. In Aussicht gestellt hatte Vorstandschef Bernhard Oberschmidt zuletzt Umsätze von knapp 60 Mio. Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 7,0 und 7,5 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der Sondereinflüsse wäre das EBIT von 3,4 auf 6,7 Mio. Euro geklettert. „Mit den Q4-Zahlen sind wir sehr zufrieden", sagte Oberschmidt auf der Telefonkonferenz. Zudem stellte er eine Dividendenerhöhung in Aussicht, ohne sich jedoch konkret festzulegen. Markante Sprünge sind allerdings nicht zu erwarten, dem Vernehmen nach wird die Erhöhung „moderat" ausfallen – dafür aber „nachhaltig" sein. Boersengefluester.de rechnet derzeit mit einer Anpassung von 0,25 Euro pro Anteilschein auf 0,28 Euro. Damit würde der Small Cap zwar knapp unter der Renditemarke von zwei Prozent bleiben. Der Attraktivität der USU-Aktie tut das aber keinen Abbruch.
Immerhin bietet der Titel eine gute Kombination aus solider Bilanz und erklecklichem Wachstumspotenzial. Für das laufende Jahr rechnet Oberschmidt mit Erlösen in einer Bandbreite von 64 bis 68 Mio. Euro und einem bereinigten EBIT von 8,0 bis 9,5 Mio. Euro. Das entspräche einem Ergebniswachstum zwischen rund 10 und 30 Prozent. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben sich die Schwaben zum gegenwärtigen Zeitpunkt bewusst für einen derart breiten Korridor entschieden. Bestätigt hat USU nochmals das mittelfristige Umsatzziel von 100 Mio. Euro und einer operativen Marge von 15 Prozent. Ein wesentlicher Teil davon beruht auf organischem Wachstum, dem Vernehmen nach rund 10 Mio. Euro dürfte ein Zukauf beisteuern. Aber auch nach rund zwei Jahren Akquisitionspause lässt sich Oberschmidt nicht unter Druck setzen. „Lieber werden wir ein weiteres Jahr nichts kaufen, als dass wir hier Kompromisse eingehen." Ohnehin liegt die avisierte Zielrendite gar nicht mehr so weit weg von der aktuellen Marge von 12,4 Prozent. Mit Kursen von knapp über 15 Euro steht die USU-Aktie zu Recht auf einem Mehr-Jahres-Hoch. Ein qualitativ sehr hochwertiger Small Cap zu einer allerdings auch entsprechend sportlichen Bewertung. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 160 Mio. Euro. Knapp 37 Prozent sind dem Streubesitz zuzurechnen. In der Regel finden damit ausreichend große Handelsumsätze in dem Titel statt.

USU Ventures
Kurs: 9,00
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
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| USU Ventures | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| A0BVU2 | DE000A0BVU28 | AG | 94,71 Mio € | 21.03.2000 | Halten | |
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| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 107,33 | 111,90 | 126,52 | 132,08 | 145,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 13,38 | 14,39 | 16,84 | 12,43 | 14,00 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 12,47 | 12,86 | 13,31 | 9,41 | 9,66 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | 7,02 | 9,67 | 11,80 | 7,62 | 9,80 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | 6,54 | 8,64 | 9,33 | 5,77 | 6,76 | 0,00 | 0,00 | |
| Net profit1 | 5,48 | 6,76 | 7,58 | 5,28 | 7,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | 5,11 | 6,04 | 5,99 | 4,00 | 4,83 | 0,00 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | 17,74 | 13,35 | 10,37 | 7,88 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | 0,52 | 0,64 | 0,72 | 0,50 | 0,69 | 0,50 | 0,42 | |
| Dividend per share8 | 0,40 | 0,50 | 0,55 | 1,70 | 14,50 | 0,30 | 0,30 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
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© boersengefluester.de | Redaktion
Was für eine schräge Urlaubsgeschichte. Dabei fing alles vergleichsweise harmlos an. Im Mai 2014 kündigte der spanische Großaktionär Lopesan für seine deutsche Tochter IFA Hotel & Touristik eine Kapitalerhöhung an, wenn auch mit beachtlichem Umfang. Schließlich sollte die Aktienzahl um den Faktor drei steigen. Dann passierte vier Monate erst einmal gar nichts – abgesehen von einem Kursrückgang um rund 20 Prozent. Ende September rückte IFA dann mit dem Bezugspreis von gerade einmal 4,72 Euro raus. Zudem nannte das Management im Emissionsprospekt den Zweck der Übung. Sinngemäß hieß es: „Der Erlös soll vorrangig zur Erhöhung der Hotelkapazitäten der IFA-Gruppe in der Dominikanischen Republik verwendet werden. Dieses Vorhaben soll alternativ durch den Erwerb eines bestehenden Hotels oder den Neubau eines Hotels auf einem Grundstück der IFA-Gruppe in der Dominikanischen Republik erfolgen." Die Kauf-Option wurde mit 40 bis 60 Mio. Dollar veranschlagt, ein Neubau sollte hingegen mit bis zu 90 Mio. Dollar zu Buche schlagen. Für IFA-Verhältnisse ein Kraftakt. Immerhin hatte das Unternehmen in den Jahren 2009 bis 2013 insgesamt gerade einmal 23,4 Mio. Euro investiert. Die letzten Jahre mit Investitionen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich datieren von 2004 bis 2007. Offenbar hat sich hier einiges aufgestaut. Vor diesem Hintergrund schien die Expansionsstrategie auch schlüssig, wenngleich – insbesondere der Neubau – vermutlich erst einmal eine Phase deutlich rückläufiger Gewinne eingeleitet hätte.
Unerwartet geräuschlos lief dann die Kapitalerhöhung. Großaktionär Lopesan nahm seine Bezugsrechte wahr und zeichnete für rund 32 Mio. Euro IFA-Aktien. Einen Überbezug, wie zuvor häufig spekuliert wurde, meldeten die Spanier nicht an. Damit belief sich ihr Anteil auch nach der Maßnahme auf rund 52 Prozent. 13,75 Prozent der Anteile sind dem Streubesitz zuzurechnen. Die restlichen Stücke gehören Investoren über deren Identität nur spekuliert werden kann. Fakt ist: Abzüglich der Provisionen hat IFA Hotel rund 62 Mio. Euro durch die Kapitalerhöhung eingenommen. Mittlerweile nimmt die Story aber Züge an, mit denen vor ein paar Monaten wohl niemand gerechnet hat. Statt das „DomRep"-Projekt voranzutreiben, lässt IFA Hotel nun nämlich verlautbaren, für knapp 48 Mio. Euro Hotels auf Gran Canaria und Fuerteventura erwerben zu wollen. Verkäufer ist kein anderer als Lopesan. Zudem soll auf der Hauptversammlung am 16. Juli 2015, ebenfalls entgegen der bisherigen Vermutung, plötzlich eine Dividende vorgeschlagen werden – und zwar 0,15 Euro pro Aktie. Krasser geht es fast nicht. Erst steckt Lopesan 32 Mio. Euro via Kapitalerhöhung in IFA. Wenig später verkaufen sie dem nun mit den entsprechenden Mitteln ausgestattetem Unternehmen Hotels für 48 Mio. Euro – und kassieren im Sommer dann auch noch 1,5 Mio. Euro Dividende von IFA. „Der zunächst beabsichtigte Erwerb bzw. Bau eines Hotelobjekts in der Dominikanischen Republik soll angesichts des gegenwärtig hohen US-Dollarkurses zu einem späteren Zeitpunkt weiter verfolgt werden", heißt es lapidar in der offiziellen Mitteilung.
Formal hat vermutlich alles seine Ordnung. „Die Angemessenheit des beabsichtigten Kaufpreises wird durch ein Wertgutachten einer international anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt." Für boersengefluester.de sieht aber alles nach einer abgekarteten Sache aus. Nicht auszuschließen, dass von Anfang an die Absicht bestand, die Hotels von Lopesan zu übernehmen. Ob die Kapitalerhöhung allerdings auch unter diesen Voraussetzungen voll platziert worden wäre, ist zumindest zweifelhaft. Der Hinweis auf die ungünstige Währungsentwicklung überzeugt ebenfalls nicht, immerhin gibt es so etwas wie Absicherungsgeschäfte. Für die Spanier scheint IFA vielmehr eine „All-you-can-eat-Beteiligung" zu sein. Auf nennenswerte Gegenwehr der freien Aktionäre ist Lopesan auf den jüngsten Hauptversammlungen nicht gestoßen. Umso interessanter wird das kommende Anlegertreffen im Juli 2015. Normalerweise müsste es ein heißer Ritt für die Spanier werden. Letztlich geht es um die Frage, ob alle Geschäfte zu marktgerechten Konditionen abgerechnet werden. Dies betrifft dann wohl auch Fragen wie die Reinigung der Schmutzwäsche in den bislang fünf spanischen Hotel der IFA-Gruppe, die gegenwärtig exklusiv von einer Lopesan-Gesellschaft erbracht wird.
Immerhin: Trotz der heiklen Verstrickungen hat sich der Aktienkurs von IFA Hotel zumindest stabilisiert mit leichter Nordrichtung. Kapitalisiert ist die Gesellschaft derzeit mit rund 109 Mio. Euro. Dafür gibt es sogar vergleichsweise viel Gegenwert. Nach unseren Berechnungen dürfte der Small Cap mit einem Abschlag zum Buchwert (inklusive der Effekte aus der Kapitalerhöhung) von rund 20 Prozent notieren. Den 2014er-Gewinn siedeln wir bei etwas mehr als 12 Mio. Euro an, was auf ein einstelliges KGV hinauslaufen würde. Das wären klare Pluspunkte für die Aktie – zumal auch die Dividendenrendite mit rund 2,7 Prozent nicht unbedingt verkehrt ist. Andererseits stellt sich die Frage, wie Dividende und Kapitalerhöhung überhaupt zusammen passen. Schwierig gestaltet sich der Blick in die Zukunft, immerhin scheint IFA vor erhöhten Instandhaltungsaufwendungen zu stehen. Das könnte auf die zuletzt ansehnliche Rentabilität drücken. Andererseits lassen sich die Umsatz- und Ergebniseffekte der geplanten Zukäufe derzeit kaum abschätzen. Boersengefluester.de hatte den Titel lange Zeit positiv gesehen. Zugegeben: Die negativen Effekte der Kapitalerhöhung waren größer als gedacht. So gesehen haben wir mit unserer Empfehlung bislang falsch gelegen – zumal andere Touristik-Aktien wie TUI sich prima entwickelt haben. Und unter dem Eindruck der neuen Konstellation raten wir auch nicht mehr neu zum Einstieg. Einzig die immer noch günstige Bewertung rechtfertigt für boersengefluester.de eine Halten-Empfehlung. Streubesitzaktionäre haben bei IFA Hotel allerdings nicht viel zu melden. Daran ändert auch die Dividendenankündigung nichts.

LS Invest
Kurs: 6,60
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
| ©boersengefluester.de | ||||||
| LS Invest | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| 613120 | DE0006131204 | AG | 326,70 Mio € | 12.07.1995 | Halten | |
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| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||
| Sales1 | 47,47 | 73,79 | 123,64 | 128,76 | 118,64 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA1,2 | 8,30 | 2,90 | 21,73 | 115,20 | 41,30 | 0,00 | 0,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 17,49 | 3,93 | 17,58 | 89,47 | 34,81 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT1,4 | -15,78 | -22,04 | -4,70 | 87,80 | 17,42 | 0,00 | 0,00 | |
| EBIT-margin %5 | -33,24 | -29,87 | -3,80 | 68,19 | 14,68 | 0,00 | 0,00 | |
| Net profit1 | -22,64 | -24,30 | -7,79 | 46,97 | -10,30 | 0,00 | 0,00 | |
| Net-margin %6 | -47,69 | -32,93 | -6,30 | 36,48 | -8,68 | 0,00 | 0,00 | |
| Cashflow1,7 | 4,30 | 3,20 | 25,00 | 20,50 | 33,20 | 0,00 | 0,00 | |
| Earnings per share8 | -0,44 | -0,48 | -0,15 | 0,91 | -0,20 | 0,10 | 0,23 | |
| Dividend per share8 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
Foto: kaboompics.com
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© boersengefluester.de | Redaktion
Noch bis zum 10. März 2015 läuft das Abfindungsangebot von Varian Medical Systems für MeVis Medical Solutions. Der US-Konzern bietet 17,50 Euro je Aktie des Softwarespezialisten für die Früherkennung und Diagnostik von Krebserkrankungen. Auf diesem Niveau werden die Bremer mit 31,85 Mio. Euro bewertet. Allerdings hat die ebenfalls börsennotierte Varian Medical Systems (Marktkapitalisierung circa 9,2 Mrd. Dollar) die Offerte an eine Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent des stimmberechtigten Kapitals geknüpft. Um auf diese Quote zu kommen, müssten Varian 1.291.836 Aktien angedient werden. Die im Bestand befindlichen 97.553 eigenen Aktien sind hier bereits eingerechnet. Für insgesamt 1.234.330 Aktien von bestehenden MeVis-Investoren gibt es bereits Zusagen. Demnach fehlen den Amerikanern noch 57.506 Papiere, um ans Ziel zu kommen.
Das sieht auf den ersten Blick nach einer lockeren Prüfung aus. Doch die Streubesitzaktionäre zeigen sich momentan alles andere als abgabebereit. Bis zum 17. Februar kam Varian auf insgesamt 1.236.255 MeVis-Aktien. Mit anderen Worten: Es wurden gerade einmal 1.925 Anteile aus dem Streubesitz angedient. Das muss zwar noch nichts heißen, erfahrungsgemäß entscheidet sich das Rennen erst auf der Schlussgeraden. Andererseits ist die abwartende Haltung der restlichen Anleger verständlich, selbst wenn die Analysten von Warburg Research dazu raten, das Angebot anzunehmen bzw. über die Börse zu verkaufen. Immerhin bedeutet die Offerte gerade einmal einen Aufschlag von knapp sechs Prozent auf den Buchwert. Zudem hatte das Management – erstmals seit dem Börsengang im November 2007 – eine knackige Dividende in Aussicht gestellt: 40 bis 60 Prozent des Jahresüberschusses plus möglicherweise eine Nachzahlung für 2013. Boersengefluester.de hatte bislang mit einer Summe von 1,30 Euro pro Aktie kalkuliert. Das hätte den Titel in die vorderen Ränge der Renditehitlisten katapultiert.
Wohl auch vor dem Eindruck der bislang mickrigen Akzeptanz der Offerte bei den freien Aktionären, macht das Management von MeVis nun einen ersten verbalen Rückzieher und stellt die Dividendenzahlung unter den Vorbehalt der zukünftigen Aktionärsstruktur. Übersetzt heißt das: Wenn Varian die Quote von 75 Prozent nimmt, wird es vermutlich gar keine Dividende geben. Was für Privatanleger eine prima Rendite ist, würde für Varian einen Scheck von (auf Basis unserer Dividendenschätzung von 1,60 Euro) gerade einmal gut 2 Mio. Euro bedeuten. Für einen Konzern, der zuletzt rund 976 Mio. Dollar an Cash und kurzfristige Anlagen in der Bilanz stehen hatte, sind das Peanuts. Kein Wunder, dass die Amerikaner den Dividendenaspekt wohl lieber als Drohkulisse begreifen.
Zudem heißt es in Finanzkreisen, dass auch eine Nachbesserung des Angebots nicht zur Debatte steht. Da passt es beinahe gut ins Bild, dass der MeVis-Vorstand für 2015 nicht gerade ein super positives Szenario aufzeigt. Bei Erlösen zwischen 13,0 und 13,5 Mio. Euro soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 2,0 bis 2,5 Mio. Euro sinken – nach 3,9 Mio. Euro für 2014. Kurzfristig scheint damit die Luft raus zu sein aus der MeVis-Aktie. Eigentlich schade, denn der Small Cap galt – nachdem der Schock über den Verlust des Großkunden Hologic verdaut war – längst wieder als interessante Investmentstory. Was also tun? Für die meisten Investoren ist es vermutlich am sinnvollsten, auf die Offerte einzugehen. Anleger mit einem längeren Zeithorizont können aber auch engagiert bleiben und darauf setzen, dass Varian im ersten Schritt die 75-Prozent-Marke nimmt und später sukzessive über die Börse nachkauft und so den Kurs nach oben treibt. Wäre nicht das erste Mal, dass geduldige Anleger mit so einer Squeeze-out-Spekulation eine erkleckliche Rendite einfahren.

MeVis Med. Solutions
Kurs: 25,00
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| MeVis Med. Solutions | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| A0LBFE | DE000A0LBFE4 | AG | 45,50 Mio € | 16.11.2007 | Halten | |
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| Sales1 | 17,13 | 16,21 | 18,76 | 17,34 | 16,97 | 16,06 | 17,80 | |
| EBITDA1,2 | 5,97 | 4,77 | 7,99 | 3,99 | 3,63 | 2,28 | 2,00 | |
| EBITDA-margin %3 | 34,85 | 29,43 | 42,59 | 23,01 | 21,39 | 14,20 | 11,24 | |
| EBIT1,4 | 5,81 | 4,64 | 7,90 | 3,89 | 3,50 | 2,14 | 1,30 | |
| EBIT-margin %5 | 33,92 | 28,62 | 42,11 | 22,43 | 20,63 | 13,33 | 7,30 | |
| Net profit1 | 5,70 | 4,55 | 7,79 | 4,92 | 4,56 | 3,17 | 2,00 | |
| Net-margin %6 | 33,28 | 28,07 | 41,53 | 28,37 | 26,87 | 19,74 | 11,24 | |
| Cashflow1,7 | 2,89 | 9,13 | 4,86 | 5,85 | 3,15 | 3,88 | 2,75 | |
| Earnings per share8 | 3,13 | 2,50 | 4,28 | 2,70 | 3,15 | 1,74 | 1,10 | |
| Dividend per share8 | 0,95 | 0,95 | 0,95 | 0,95 | 0,95 | 0,95 | 0,95 | |
Quelle: boersengefluester.de and company details
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Foto: Splitshire...
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Das Übernahmeangebot des US-Konzerns Arrow Electronics für den Displayspezialisten Data Modul hat die von boersengefluester.de erhofften Kräfte für die Aktie von Fortec Elektronik freigesetzt (HIER). Seit Bekanntwerden der Offerte Ende Januar 2015 hat die Notiz von Fortec um annähernd 30 Prozent zugelegt. Neben der nahenden Dividendenausschüttung von erneut 0,50 Euro je Aktie nach der Hauptversammlung am 23. Februar 2015, was auf eine Rendite von 3,1 Prozent hinausläuft, sorgten auch die guten Halbjahreszahlen für Auftrieb. Immerhin kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) per Ende Dezember 2014 um 40 Prozent auf 0,7 Mio. Euro – bei einem Erlösplus von knapp zwei Prozent. Das macht Hoffnung, denn ursprünglich hatte Vorstandschef Dieter Fischer – er ist allerdings nicht gerade für überschwängliche Prognosen bekannt – für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs mit einer „Seitwärtsbewegung bei Umsatz und Ertrag" gerechnet.
Eigentlicher Kurstreiber bleibt aber das Übernahmeangebot für Data Modul – einem von den Produkten her zumindest in Teilbereichen vergleichbaren Unternehmen. Arrow Electronics ist bereit, für die Münchner einen Faktor von 2,1 auf den Buchwert (per 30. September 2014) zu zahlen. Eine stattliche Prämie. Zum Vergleich: Zum Zeitpunkt der Übernahme wurde die Fortec-Aktie mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,6 gehandelt. Dabei lag diese Relation bereits über dem von boersengefluester.de ermittelten Zehn-Jahres-Durchschnitt von 1,46. Mittlerweile ist das KBV der Gesellschaft aus Landsberg am Lech auf ebenfalls 2,1 gestiegen. So gesehen herrscht also Gleichstand zwischen Data Modul und Fortec. Raus ist die Fantasie aus dem Titel aber nicht. Nebenwertekenner halten es durchaus für möglich, dass auch Fortec ins Visier von Arrow geraten könnte.
Im August 2014 hatten die Amerikaner bereits die Stromversorgungsaktivitäten der börsennotierten italienischen UR Holding übernommen. Im Bereich Netzteile ist auch Fortec Elektronik traditionell stark präsent. Zudem wechselte Markus Bullinger – von 2012 bis 2014 COO bei Fortec – im November des vergangenen Jahrs zu Arrow. Eine weitere Parallele zu Data Modul ist, dass auch Fortec mit der TRM Beteiligungsgesellschaft aus Dortmund einen Großaktionär hat, der auf mehr als 30 Prozent der Stimmen kommt. Hinter TRM verbirgt sich die Familie Knauf, besser bekannt durch den gleichnamigen Gips- und Baustoffkonzern. Bei Data Modul waren die Familie des langjährigen Vorstands Peter Hecktor und Varitronix Investment die maßgeblichen Anteilseigner, die sich mit Arrow einigten.
Darüber hinaus hat sich Fortec Elektronik im Oktober 2014 mit dem zunächst auf 50 Prozent festgesetzten Anteil an der Data Display GmbH aus Germering bei München signifikant verstärkt. Bis Ende 2020 will Fortec hier auf 100 Prozent aufstocken. Data Display hat im vergangenen Jahr bei Erlösen von 25,5 Mio. Euro einen Jahresüberschuss von 1,2 Mio. Euro erzielt. Zum Vergleich: Fortec kam auf Umsätze von 45,4 Mio. Euro und einen Nettogewinn von 1,54 Mio. Euro. An der Börse wurden die Effekte der Data-Display-Akquisition lange Zeit ausgeblendet. Dafür geht es jetzt um so rapider nach oben. Kurzfristig sieht das Papier zwar etwas heißgelaufen aus. Denkbar ist daher, dass eher dividendenorientierte Anleger nach der HV Kasse machen. Auf mittlere Sicht bleibt Fortec aber eine aussichtsreiche Aktie. Dass die Gesellschaft keine Bankschulden hat, seit einer halben Ewigkeit Gewinne erzielt und "Mr. Zuverlässig" in Sachen Dividenden ist, muss an dieser Stelle wohl nicht mehr erwähnt werden.
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Foto: picjumbo.com...

Fortec Elektronik
Kurs: 13,55
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| INVESTOR-INFORMATION | ||||||
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| Fortec Elektronik | ||||||
| WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
| 577410 | DE0005774103 | AG | 44,04 Mio € | 07.05.1990 | Halten | |
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„False breaks are followed by fast moves.“
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