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Chief Editor's 3-Minute morning briefing
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© boersengefluester.de | Redaktion
Die Übernahmeofferte des Medizintechnikkonzerns Getinge (WKN: 889714) zu 16,50 Euro je Pulsion-Aktie hat die Hürden genommen. Mittlerweile verfügen die Schweden über einen Stimmrechtsanteil von 78,55 Prozent an dem Anbieter von Diagnose- und Therapiesystemen aus Feldkirchen bei München. Dabei sorgte zuletzt ein ganzer Schub von Stimmrechtsmitteilungen für die nötige Quote. Die meisten Anteile stammten – wie zu erwarten war – aus dem Forum-Pool, dem Prof. Dr. Klaus Kühn sowie der Familienkreis des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Burkhard Wittek angehören. Ebenfalls die Stücke zu 16,90 Euro angedient, hat die Beteiligungsgesellschaft Shareholder Value Management, die zuletzt mit 5,86 Prozent bei Pulsion engagiert war. Pikant: Shareholder-Value-Vorstand Frank Fischer, der auch im Aufsichtsrat von Pulsion sitzt, und seine Frau Gabriele haben – für die von ihnen privat gehaltenen Stücke – offenbar einen kleinen Nachschlag bekommen. Zumindest wurden ihre Aktien laut den entsprechenden Directors-Dealing-Mitteilungen mit 17,5185 Euro pro Anteilschein abgerechnet.
Auf dem Börsenparkett dominieren derweil weiter die Investoren, die davon ausgehen, dass Getinge weiter zukaufen wird oder die Offerte zu einem späteren Zeitpunkt nochmals nachbessern könnte. Immerhin notiert die Pulsion-Aktie derzeit bei 18,25 Euro. Zur Einordnung: Vor fünf Jahren wechselten die Anteilscheine noch für rund 1,75 Euro den Besitzer. Wer damals kaufte und die Nerven behielt, machte also einen Schnitt von fast 950 Prozent.
Wie geht es nun weiter? Bis zum 3. März 2014 läuft eine erweiterte Annahmefrist, in der Aktionäre, die bislang gezögert haben, auf die Offerte eingehen können. Angesichts des momentanen Börsenkurses scheint es nicht sonderlich wahrscheinlich, dass Getinge in dieser Phase die bisherige Quote noch merklich erhöhen wird. Anschließend soll dem Vernehmen nach ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Pulsion und Getinge abgeschlossen werden. In dieser Abmachung wird unter anderem die Höhe einer möglichen Garantiedividende geregelt. Häufig bieten diese fest zugesicherten Dividenden attraktive Verzinsungen zwischen drei und fünf Prozent. Gerade für langfristig orientierte Privatanleger können sich hier interessante Investments auftun. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das jedoch Stochern im Nebel.
Für 2012 hatte Pulsion erstmals in seiner Börsenhistorie einen Teil seiner Gewinne ausgeschüttet. Neben einer Sockeldividende von 0,30 Euro pro Aktie gab es aber gleich noch einen Extrabonus von 1,35 Euro je Anteilschein. Grundsätzlich hatte sich Pulsion damals zum Ziel gesetzt, künftig rund 30 bis 50 Prozent der Gewinne als Dividende weiterzureichen. Die nächste Hauptversammlung findet laut Finanzkalender am 15. Mai 2014 statt. Wer den Titel noch im Depot hat, sollte investiert bleiben.
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Pulsion
Kurs: 0,00
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Pulsion | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
548790 | DE0005487904 | SE | 0,00 Mio € | 08.06.2001 | Halten |
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Keine Frage: Elmos Semiconductor zählt seit geraumer Zeit zu den angesagten heimischen Small Caps. Seit Ende 2012 hat der Aktienkurs des Herstellers von Halbleiterprodukten, die überwiegend im Automobilbau eingesetzt werden, um fast 90 Prozent an Wert gewonnen. Und auch mit Blick auf das laufende Jahr gibt es angesichts einer Performance von 25 Prozent nichts zu meckern. Frage ist: Wie viel Potenzial hat die Notiz noch? Immerhin kommt die in Dortmund ansässige Gesellschaft mittlerweile auf einen Börsenwert von fast 265 Mio. Euro. Ähnlich hoch war die Gesellschaft zuletzt im Jahr 2005 kapitalisiert.
Nun hat Elmos die mit Spannung erwarteten vorläufigen Zahlen für 2013 vorgelegt. Bei einem Umsatzanstieg um fünf Prozent auf 189,1 Mio. Euro kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 11,5 auf 12,7 Mio. Euro. Das entspricht einer operativen Marge von 6,7 Prozent – verglichen mit 6,4 Prozent im Vorjahr. In Aussicht gestellt hatte das Unternehmen einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine gegenüber dem Vorjahr gesteigerte EBIT-Rendite. Kein Wunder, dass sich institutionelle Investoren im Gespräch mit boersengefluester.de zufrieden zu dem Zahlenwerk äußerten. Immerhin hat das vierte Quartal bei Elmos traditionell eine enorm hohe Bedeutung. Zur Einordnung: Nach neun Monaten 2013 kam Elmos erst auf ein Betriebsergebnis von 5,5 Mio. Euro.
Zur Hauptversammlung am 13. Mai 2014 will die Gesellschaft erneut eine Dividende von 0,25 Euro pro Anteilschein ausschütten. Unter den Renditehits wird Elmos mit den gebotenen knapp 1,9 Prozent zwar nicht auftauchen. Andererseits ist die Ausschüttung ein Beleg für die solide Bilanz. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 70 Prozent. Zudem weist das Unternehmen ein Nettofinanzguthaben von rund 34 Mio. Euro aus. „Aufgrund des starken vierten Quartals sind wir mit dem Jahr 2013 letztlich zufrieden. Die Modernisierung der Fertigung ist – trotz aller Schwierigkeiten – gut vorangekommen“, sagt Anton Mindl, Vorstandsvorsitzender von Elmos Semiconductor.
Für das laufende Jahr kalkuliert Mindl bei Umsatz und EBIT-Marge jeweils mit Zuwächsen im einstelligen Prozentbereich. Mit diesem Ausblick dürfte manch Analyst vermutlich ein wenig hadern. Immerhin rechneten die Experten für 2014 im Schnitt zuletzt bereits mit operativen Ergebnissen nahe der Marke von 20 Mio. Euro. Nun: Zumindest teilweise macht Firmenchef Mindl Mut: „Die Profitabilität war 2013 durch die Produktions-Umstellung negativ beeinflusst. Diese Belastungen werden auch noch das Jahr 2014 prägen, allerdings nicht mehr in dem Ausmaß wie in 2013.“ Ihren wirklichen Charme wird die Elmos-Aktie unter Bewertungsaspekten daher wohl erst mit Blick auf das Jahr 2015 ausspielen. Immerhin haben sich die Ruhrgebietler für ihre Produkte stattliche Expansionsziele gesetzt – wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist.
Am Kapitalmarkt verglichen wird die Elmos-Aktie häufig mit Melexis (WKN: 909765). Das Papier der Belgier läuft wie geschnitten Brot und ist insbesondere bei französischen Investoren super angesagt. Melexis rechnet für 2014 mit Erlösen von rund 300 Mio. Euro und einer stattlichen operativen Marge von rund 23 Prozent. Der Börsenwert von Melexis beträgt dafür allerdings auch gut 1,08 Mrd. Euro. Von solchen Relationen ist Elmos noch weit entfernt. Unser Kursziel mit Sicht auf zwölf Monate: 15,50 Euro.
Foto: Elmos Semiconductor AG...

Elmos Semiconductor
Kurs: 55,00
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Elmos Semiconductor | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
567710 | DE0005677108 | SE | 973,50 Mio € | 11.10.1999 | Kaufen |
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© boersengefluester.de | Redaktion
Nach einer Reihe von enttäuschenden Zahlen hat sich Intershop Communications mit einem Schlussspurt zurückgemeldet. So erzielte der Anbieter von E-Commerce-Software im vierten Quartal 2013 Lizenzumsätze von 3,67 Mio. Euro. Insgesamt kam Intershop 2013 damit auf Lizenzerlöse von 6,30 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von immerhin knapp 20 Prozent. Damit hätte wohl kaum jemand gerechnet. Inklusive der Umsätze aus Serviceleistungen und Wartung erreichte die Gesellschaft aus Jena Nettoerlöse von 53,6 Mio. Euro. Kurios: Erst Anfang Oktober hatte Intershop die Aktionäre auf schwächere Zahlen eingestellt. Demnach sollte der Nettoumsatz nicht – wie ursprünglich einmal angenommen – im einstelligen Prozentbereich wachsen, sondern auf dem Vorjahresniveau von 51,77 Mio. Euro verharren. Demnach ist Vorstandschef Jochen Moll mit dem neusten Zahlenwerk eine Überraschung gelungen.
Unterm Strich bleibt Intershop aber erwartungsgemäß in der Verlustzone. Das Ergebnis vor Abzug von Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von minus 0,6 Mio. Euro auf minus 3,22 Mio. Euro. In Aussicht gestellt hatte Intershop zuletzt ein negatives EBIT „im unteren einstelligen Millionen-Euro-Bereich“. Die Schätzungen der Analysten für das Betriebsergebnis bewegten sich in einer Spanne von minus 2,9 bis minus 3,5 Mio. Euro. Intershop ist hier also im Mittelfeld rausgekommen. Zur weiteren Einordnung: Nach neun Monaten 2013 kam die Gesellschaft aus Jena auf ein EBIT von minus 3,26 Mio. Euro. Demnach schloss die Intershop das Abschlussviertel mit einer schwarzen Null ab. Den Jahresfehlbetrag für das Gesamtjahr 2013 gibt die Firma mit minus 3,33 Mio. Euro an – das entspricht einem Ergebnis je Aktie von minus 0,11 Euro. Als Grund für die Miesen nennt Intershop die deutlich erhöhten Investitionen in Marketing und Vertrieb. „Das vierte Quartal mit zahlreichen Neukunden und Erlösen auf Rekordniveau zeigt, dass wir im umkämpften Markt für Omni-Channel-Commerce-Lösungen auf einem guten Weg sind. Unser intensiviertes Marketing- und Vertriebsengagement ist mit hohen Kosten verbunden, die sich aber durch eine höhere Marktpräsenz und die Gewinnung von Marktanteilen bezahlt machen“, sagt Finanzvorstand Ludwig Lutter.
Die Intershop-Aktie zeigte sich im bisherigen Jahresverlauf eher von ihrer freundlichen Seite, wenngleich die Notiz zuletzt im Bereich um 1,85 Euro auf der Stelle trat. Auf diesem Niveau bringt es die Gesellschaft auf einen Börsenwert von 55,8 Mio. Euro. Dem steht ein Eigenkapital von immerhin 24,18 Mio. Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote beträgt auskömmliche 72 Prozent. Zudem ist die Gesellschaft frei von Bankschulden und hat liquide Mittel von 7,39 Mio. Euro auf der Aktivseite. Nun werden Investoren den Small Cap nicht in erster Linie unter Substanzaspekten betrachten, sondern sich die Wachstumsdynamik und die Ertragsentwicklung anschauen. Zumindest bei der Erlösentwicklung hat Intershop nun Punkte gutgemacht. Offen ist, wie sich die Profitabilität entwickeln wird. Die Analysten von Close Brothers Seydler und First Berlin gingen zuletzt davon aus, dass Intershop im laufenden Jahr auf ein leicht positives EBIT zwischen 0,1 und 0,2 Mio. Euro kommen wird. Für 2015 liegen die Prognosen dann in einer engen Range zwischen 2,0 und 2,2 Mio. Euro.
Einen offiziellen Ausblick für 2014 gibt es noch nicht. Die Gesellschaft betont jedoch: „Im Jahr 2014 wird ein Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten auf der Region Nordamerika liegen, weshalb weiterhin hohe Marketing- und Vertriebsinvestitionen erforderlich sind.“ Das klingt so, als ob auch für das laufende Jahr nochmals mit roten Zahlen zu rechnen sei. Mitte März dürften die Anleger mehr wissen. Dann steht die Veröffentlichung des kompletten Zahlenwerks – inklusive Prognose – an. Schon jetzt sagt Vorstandssprecher Jochen Moll: „Wir sind bei dem Ausbau des internationalen Geschäfts einen guten Schritt vorangekommen, transformieren Unternehmen weiter zu einem ganzheitlichen Anbieter von Omni-Channel-Commerce-Lösungen und steigern den Produktvertrieb. Dass diese Entwicklung in die richtige Richtung geht, bestätigen uns auch die großen Analystenhäuser.“ Für Boersengefluester.de ist die Aktie derzeit eine Wette wert. Gemessen an den internationalen Wettbewerbern ist der Titel ohnehin moderat eingestuft. Und das Dauerthema Übernahmefantasie ist fast gar nicht eingepreist.
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© boersengefluester.de | Redaktion
Wieder einmal stand der Aktienkurs von A.S. Création Tapeten dicht an der Marke von 40 Euro. Schafft der Small Cap diesmal den Sprung über die Widerstandsmarke? Im Juli und Oktober 2013 war die Notiz des Tapetenherstellers jeweils abgeprallt. Wirklich überzeugend lasen sich die jüngsten Zwischenberichte der Gesellschaft aus Gummersbach nämlich alle nicht. Hauptproblem: Die neue Fabrik in Russland kommt nicht wie gewünscht in Schwung und drückt spürbar auf das 2013er-Ergebnis. Die anhaltende Rubel-Abwertung verstärkt diesen Effekt noch. Dabei war das Russland-Engagement lange Zeit wesentlicher Bestandteil der A.S. Création-Investmentstory. Weiterer Knackpunkt sind die schon seit längerer Zeit laufenden Kartellverfahren in Deutschland und Frankreich gegen Vertreter der Tapetenbranche. Hier gab es lange Zeit keine Neuigkeiten. Grundsätzlich sieht sowohl das heimische als auch das französische Kartellrecht ein maximales Bußgeld in Höhe von zehn Prozent des Konzernumsatzes vor. A.S. Création hielt die Vorwürfe für unzutreffend und hatte daher auch keine Rückstellungen gebildet. Nun die Rolle rückwärts, denn die Gesellschaft geht inzwischen nicht mehr davon aus, dass mit dem Bundeskartellamt „eine einvernehmliche Verfahrensbeendigung erreicht werden kann“.
Das wirkt sich im Abschluss für 2013 aus, zumal auch die Belastungen aus Russland noch größer sind als gedacht. So rechnet A.S. Création für das vergangene Jahr bei nahezu unveränderten Erlösen von 199,8 Mio. Euro nur noch mit einem Überschuss von 1,3 Mio. Euro. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,48 Euro. Zur Einordnung: Die bisherige Prognose sah einen Gewinn in einer Range von 5,0 bis 6,5 Mio. Euro vor. Im Vorjahr kam A.S. Création auf ein Nettoergebnis von 7,4 Mio. Euro – entsprechend 2,67 Euro je Aktie. Noch unsicher ist, wie sich das Unternehmen hinsichtlich der Dividende entscheiden wird. Bislang schüttete A.S. Création rund 45 Prozent des Ergebnisses aus. Bezogen auf die 2013er-Ausbeute käme das einer Dividende von gerade einmal 0,22 Euro gleich. Im Vorjahr hatte das Unternehmen erst die Ausschüttung von 0,75 auf 1,20 Euro je Aktie erhöht. Möglicherweise ist ein solcher Schnitt in den Augen des Aufsichtsrats zu krass – sicher ist das aber nicht. Eine Entscheidung will das Kontrollgremium auf seiner Sitzung am 13. März 2014 treffen.
An der Börse kamen die Neuigkeiten – von den auch boersengefluester.de überrascht wurde – gar nicht gut an. Die Notiz verlor um 7,5 Prozent auf 37 Euro an Wert. Damit ist der Angriff auf die 40-Euro-Marke wohl einmal mehr gescheitert. Aus fundamentaler Sicht hat die Aktie zwar noch immer ihre charmanten Seiten. Die Marktkapitalisierung von gegenwärtig 112,5 Mio. Euro bedeutet einen Aufschlag von weniger als einem Viertel auf den Buchwert. Die Vermögenslage stufte Vorstandschef Jörn Kämper zuletzt als „sehr solide“ ein. Die Nettofinanzverschuldung liegt bei knapp 20 Mio. Euro. 57 Prozent der Bilanzsumme entfallen auf das Eigenkapital. Dennoch: Kurzfristig kommt es wohl eher darauf an, dass die Unterstützungen zwischen 34 und 36 Euro halten. Als Dividendenhoffnung dürfte der Titel vorerst wohl ausgedient haben.
Foto: A.S. Création Tapeten AG...

A.S. Création Tapeten
Kurs: 5,95
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A.S. Création Tapeten | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
A1TNNN | DE000A1TNNN5 | AG | 16,42 Mio € | 18.05.1998 | Kaufen |
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© boersengefluester.de | Redaktion
Mobotix kommt nicht zur Ruhe. Überraschend wurde nun der erst seit Anfang Oktober 2013 vom Vertriebsvorstand zum CEO beförderte Magnus Ekerot von seinem Amt abberufen. Hintergründe der Entscheidung teilte der Überwachungskamerahersteller nicht mi...
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Einen großzügigen Interpretationsspielraum hat der Vorstand von Progress-Werk Oberkirch (PWO) bei der Kommentierung der vorläufigen Zahlen für 2013 gewählt. Bei einem Umsatzplus um 5,4 Prozent auf 377,4 Mio. Euro kletterte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um fünf Prozent auf 22,3 Mio. Euro. „Unsere Prognosen haben wir damit im Wesentlichen erreicht“, so die offizielle Formulierung von PWO. Tatsächlich hatte der Automobilzulieferer zuletzt allerdings Erlöse von rund 390 Mio. Euro sowie ein EBIT von etwa 23 Mio. Euro erreicht. Dem Vernehmen nach haben der Gesellschaft aus Oberkirch in der Nähe von Offenburg die Wechselkursentwicklungen von US-Dollar und Kanada-Dollar zu schaffen gemacht. Immerhin: Das Nettoergebnis lag mit 13,1 Mio. Euro – entsprechend 4,20 Euro je Aktie – am oberen Rand der Analystenschätzungen.
Für das laufende Jahr rechnet PWO bei Erlösen von 400 Mio. Euro mit einem operativen Ergebnis im Bereich um 25 Mio. Euro. Gemessen an den Erwartungen der Börsianer sieht das nicht sonderlich sportlich aus. Hier gilt es abzuwarten, ob der PWO-Vorstand zum Jahresbeginn nicht bewusst tiefstapelt. Mit einem größeren Hebel ist dann ab 2015 zu rechnen. Das Unternehmen hatte zuletzt von zahlreichen Neuaufträgen berichtet „Wegen der langen Vorlaufzeit in der Automobilindustrie werden die neuen Aufträge überwiegend in den Geschäftsjahren ab 2015 an- bzw. hochlaufen. Sie haben eine Serienlaufzeit von fünf bis acht Jahren“, so das Unternehmen.
Die Aktie tastet sich zurzeit an die Marke von 50 Euro heran. Zur Einordnung: Vor zwölf Monaten kostete der Anteilschein des Herstellers von Gehäusen, Airbag-Komponenten und Sitzverstellsystemen noch 34 Euro. Vor fünf Jahren wechselten PWO-Aktien für 16 Euro den Besitzer. Wer nun einsteigen will, tut dies auf Rekordhöhen. Da will ein Investment wohl überlegt sein. Positiv: Wirklich teuer ist der Titel immer noch nicht. Das KGV bewegt sich auf Basis der Schätzungen von boersengefluester.de für 2015 lediglich im Bereich um zehn. Für 2012 hatte PWO die Dividende von 1,40 auf 1,60 Euro je Aktie angehoben. Sollte PWO auch für 2013 bei 1,60 Euro bleiben, käme der Titel auf eine Rendite von 3,2 Prozent. Die Hauptversammlung findet am 21. Mai 2014 statt.
Kapitalisiert ist die Gesellschaft mittlerweile mit knapp 155 Mio. Euro – bei einem Streubesitz von 53,45 Prozent. Rein fundamental ist also noch alles im Lot bei PWO. Boersengefluester.de traut dem Titel noch weitere Kurszuwächse zu, wenngleich der steile Anstieg in den vergangenen Quartalen die Luft nach oben einengt. Die Analysten von Close Brothers Seydler sind ein wenig forscher. Sie haben ihr Kursziel für PWO von 47 auf 55 Euro heraufgeschraubt und bezeichnen die Aktie als "Top automotive stock pick" für das laufende Jahr.
Foto: PWO AG...

PWO
Kurs: 27,20
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PWO | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
696800 | DE0006968001 | AG | 85,00 Mio € | 28.06.1978 | Halten |
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© boersengefluester.de | Redaktion
Auf so eine Performance mussten die Aktionäre von aap Implantate lange Zeit warten. Seit Ende Oktober geht es jedoch mit viel Elan bergauf für den Anteilschein des Medizintechnikunternehmens – bislang hat der Kurs um 115 Prozent auf 2,85 Euro zugelegt. Damit kommen die Berliner jetzt auf eine Marktkapitalisierung von 87,5 Mio. Euro. Wie in Nebenwertekreisen zu hören ist, gilt der Small Cap aber noch immer als heißer Tipp mit erklecklichem Kurspotenzial. Für 2013 hatte aap zuletzt ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 36,4 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 7 Mio. Euro gemeldet. Was unterm Strich hängen geblieben ist, werden die Anleger Ende März erfahren. Experten gehen davon aus, dass die in den zwei Bereichen Frakturheilung und Biomaterialien tätige Gesellschaft einen Gewinn von etwa 3,2 Mio. Euro erzielt hat.
Für das laufende Jahr stellt Vorstandschef Biense Visser Erlöse von 44 Mio. Euro und ein EBITDA zwischen 6 und 8 Mio. Euro in Aussicht. Da das Management eher für zurückhaltende Prognosen bekannt ist, gehen die Börsianer derzeit davon aus, dass aap – der Firmenname steht für Ahrens, Ahrens & Partner – am Jahresende mindestens am oberen Ende der Spanne herauskommen wird. Wem der Aktienkurs des Unternehmens ein wenig zu heiß gelaufen vorkommt, sollte einen Blick auf den Langfristchart werfen. Dann wird schnell deutlich, dass im Prinzip noch nicht viel passiert ist. Als Vergleichsunternehmen gelten die – allerdings deutlich größeren – US-Konzerne Exactech (nur an der Nasdaq gelistet), Orthofix (WKN: 889410), Wright Medical (WKN: 756481) sowie Tornier (WKN: A1H7BW) aus den Niederlanden.
Pluspunkt bei aap Implantate ist die solide Bilanz. Das Eigenkapital von 53,57 Mio. Euro deckt die Bilanzsumme zu immerhin etwa 77 Prozent ab. Die Nettofinanzschulden betragen nur rund 3 Mio. Euro. Kein Wunder, dass die Gesellschaft auch als potenzieller Übernahmekandidat gilt. Vor allen Dingen in den USA ist die Medtechszene mächtig in Bewegung. Der Streubesitz bei aap dürfte bei etwa 34,6 Prozent anzusiedeln sein. Boersengefluester.de stuft den Titel von halten auf Kaufen herauf.
Foto: aap Implantate AG
[sws_blue_box box_size="585"]Noch ein Surftipp: Wer sich für die Historie von aap Implantate und die momentanen Aktivitäten von Firmengründer Uwe Ahrens interessiert, sollte sich den Beitrag „Ein Mann will nach oben“ aus dem Wirtschaftsmagazin brand eins durchlesen. Sie finden den in Ausgabe 12/2013 erschienenen Beitrag HIER.[/sws_blue_box]...
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Einen Freudensprung machte die Powerland-Aktie auf die Ankündigung, dass am 26. März 2014 die Hauptversammlung über den Jahresabschluss 2012 beschließen soll. Um bis zu 16 Prozent schnellte der Kurs des chinesischen Taschenherstellers in die Höhe, um dann wieder schnell zurückzufallen. Das Image bleibt ramponiert. Wie boersengefluester.de berichtete, hatte der renommierte Wirtschaftsprüfer BDO das Testat für den Jahresabschluss 2012 aufgrund gravierender Prüfungshemmnisse verweigert. Daraufhin hatte Powerland Ernst & Young beauftragt, mithilfe einer forensischen Prüfung die Unstimmigkeiten aufzuklären.
Der Vorstand von Powerland fühlt sich nun durch das Ergebnis der Prüfung von Ernst & Young in der Richtigkeit seiner Darstellung bestätigt. Er kommt zu der Einschätzung, dass die Bedenken von BDO in weiten Teilen nicht gerechtfertigt sind. Eine erneute Prüfung durch BDO lehnen die chinesischen Manager aber ab. Sie wollen keine weitere Zeit und kein weiteres Geld mit der Aufarbeitung der Vergangenheit verlieren. Zudem fehlt ihnen das Vertrauen, dass BDO am Ende ein uneingeschränktes Testat erteilen wird. Stattdessen soll die Hauptversammlung Ende März den 2012er-Abschluss genehmigen. Da die Familie des Vorstandsvorsitzenden Shunyuan Guo die Mehrheit an Powerland besitzt, ist das für das Management ein risikoloses Unterfangen.
Für die Aktionäre ist das Verfahren unbefriedigend. Wie sollen sie erkennen, ob der Abschluss richtig ist? Den vollständigen Ernst & Young-Bericht veröffentlicht Powerland nicht. Finanzvorstand Yachen Jiang begründet das mit Geheimhaltungsvereinbarungen gegenüber Ernst & Young. „Auf der Hauptversammlung werden wir die wichtigsten Ergebnisse präsentieren. Dann können sich die Aktionäre ein eigenes Bild machen“, sagt Jiang. Ob da auch Vertreter von Ernst & Young zugegen sind, die die Richtigkeit der Ausführungen des Vorstands bestätigen, ließ Jiang noch offen. Auch in punkto Versagung des Testates gab sich Powerland zunächst zugeknöpft. Im Jahresabschluss 2012 fehlt dieser, obwohl die Aktionäre doch BDO beauftragt haben, die Powerland-Zahlen zu prüfen. Da hatten die Anteilseigner eigentlich das Recht, den Versagungsvermerk im Wortlaut der Autoren zu lesen. Bei Isaria (JK Wohnbau), dessen Abschlüsse 2010 ebenfalls kein Testat erhielten und erst von der Hauptversammlung beschlossen wurden, konnten die Aktionäre auf fünf Seiten wenigstens lesen, warum die Wirtschaftsprüfer ihr Placet verweigerten.
Jiang will eine Transparenzoffensive starten und die Kommunikationsprozesse verbessern. Das anfängliche Mauern war dafür nicht zielführend. Mittlerweile ist der Versagungsvermerk von BDO auf der Homepage von Powerland abrufbar. In punkto Investor Relations müssen die Chinesen dennoch viel lernen. Erst einmal ist das Vertrauen zerstört. Die Hauptversammlung muss zeigen, wieviel Öffentlichkeit das Management zulässt und mit welchen Mitteln die Glaubwürdigkeit zurückgewonnen werden soll. Noch sollten Investoren die Powerland-Aktie meiden. Vertrauen ist ein Geschenk. Mit einer Hauptversammlungsmehrheit ist es nicht zu erlangen.

Powerland
Kurs: 0,00
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Powerland | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
PLD555 | DE000PLD5558 | 0,00 Mio € | 11.04.2011 |
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2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | ||
Sales1 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
EBITDA1,2 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
EBITDA-margin %3 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
EBIT1,4 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
EBIT-margin %5 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Net profit1 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Net-margin %6 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Cashflow1,7 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Earnings per share8 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
Dividend per share8 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Quelle: boersengefluester.de and company details
Foto: Powerland AG
[sws_yellow_box box_size="585"]Umfassende und regelmäßige Informationen zu allen Aktien von chinesischen Unternehmen aus dem Prime Standard sowie eine exklusive Scoring-Tabelle finden Sie auf unserem Portal „Chinageflüster“. Einfach HIER anklicken[/sws_yellow_box]...
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Aktienrückkaufprogramme sind eine gute Sache – und so spendeten die Börsianer Ende November 2013 auch bei Fuchs Petrolub Applaus. Damals kündigte das Unternehmen an, für bis zu 100 Mio. Euro eigene Anteilscheine zu erwerben, um sie dann anschließend einzudampfen. Finanziell können sich die Mannheimer die Kurspflege locker leisten. Allein das Nettofinanzguthaben lag zum Ende des dritten Quartals bei gut 121 Mio. Euro. Doch die Sache ist nicht ganz so einfach. Der Schmierstoffhersteller hat nämlich zwei Aktiengattungen im Umlauf: Stämme und Vorzüge. Eine Ungleichbehandlung kam für Fuchs Petrolub offenbar nicht in Betracht und so deckelte das Unternehmen das maximale Volumen auf jeweils eine Million Stück pro Gattung.
Vor dem Start des Aktienrückkaufs notierte die im MDAX enthaltene Vorzugsaktie bei 64,30 Euro. Die mit einem Stimmrecht versehenen Stämme kosteten 54,70 Euro. Von beiden Aktiengattungen gibt es gleich viel – jeweils 35.490.000 Stück. Unterschiedlich ist jedoch die Aktionärsstruktur: Während sich die stimmrechtslosen Vorzüge komplett im Streubesitz befinden, hat die Familie Fuchs bei den Stämmen mit 52 Prozent das Sagen. Mittlerweile hat die Gesellschaft bereits rund 48 Mio. Euro in den Aktienrückkauf gesteckt und dabei genau gleich viel Stämme und Vorzüge gekauft. Da die Vorzüge aber etwas teurer sind, entfallen von dem bislang investierten Betrag knapp 54 Prozent auf die Stämme. Vorläufiges Ergebnis: Die Stämme kosten jetzt 60,75 Euro, die Vorzüge 70,55 Euro. Nun lassen sich die Einflussfaktoren der Kursentwicklung nicht auf den Aktienrückkauf reduzieren. Dennoch ist auffällig, dass die 10 Euro Differenz zwischen beiden Gattungen geblieben sind.
Geneigte Investoren fragen sich derweil, warum Fuchs Petrolub überhaupt die teureren und dazu auch noch stimmrechtslosen Vorzüge kauft. Ökonomisch sinnvoller wäre es, das Rückkaufprogramm komplett auf die Stämme zu begrenzen und damit den Kursabstand zwischen beiden Gattungen zu verringern. Richtig laut klatschen würden die Börsianer, wenn es dann in einem zweiten Schritt auch noch zu einer Zusammenlegung beider Aktiengattungen gekommen wäre. Zu diesem Plan konnte sich die Familie Fuchs dann aber wohl doch nicht hinreißen lassen. Kein Wunder: Im Zuge einer solchen Maßnahme wäre ihr Stimmrechtsanteil auf 26 Prozent geschrumpft.
Um die Investor-Relations-Klaviatur beidhändig zu spielen, hat die Gesellschaft aber noch eine weitere Maßnahme angekündigt. Auf der kommenden Hauptversammlung am 7. Mai 2014 soll die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 1:1 beschlossen werden. Etwas flapsig wird in diesem Zusammenhang häufig auch von Gratisaktien gesprochen. Dabei gibt es nichts umsonst. Bilanziell gesehen wird durch die Umwandlung von Rücklagen in gezeichnetes Kapital die Aktienstückzahl erhöht – in diesem Fall um den Faktor zwei. Der Wert des Unternehmens bleibt davon unberührt – also findet das Korrektiv über einen halbierten Aktienkurs statt. Letztlich ist es ein reiner Psychoeffekt nach dem Motto: Mit zwei 50-Euro-Scheinen in der Tasche fühlt man sich besser als mit einer 100-Euro-Note. Bei Fuchs Petrolub könnte das sogar auf positive Resonanz bei einigen Anlegern stoßen, immerhin hat der Titel den optisch achthöchsten Kurs aus dem MDAX. Teurer sind zurzeit nur Rational, Brenntag, Kabel Deutschland, Wacker Chemie, RTL Group und Fielmann. Leicht komisch wirkt die Kombination aus Aktienrückkauf und Berichtigungsaktien aber dennoch. Grund: Zunächst werden Anteilscheine vom Unternehmen eingezogen, um dann später wieder viel mehr Papiere auszugeben.
Zunächst einmal stehen allerdings die vorläufigen Zahlen für 2013 an. Nach neun Monaten 2013 verzeichnete der MDAX-Konzern ein Gewinnplus von knapp sechs Prozent auf 165,6 Mio. Euro. Dabei betonte Vorstandschef Stefan Fuchs: „Wir erwarten organisches Umsatzwachstum sowie Ergebnissteigerungen. Dabei müssen wir davon ausgehen, dass die Entwicklung der Wechselkurse das organische Umsatzwachstum aufzehrt.“ Für eine Aktie mit einem KGV von über 20, klingt das nicht sonderlich dynamisch. Zwar gehört Fuchs zur Crème de la Crème auf dem heimischen Kurszettel. Doch nach vielen Jahren dauerhaften Kursanstiegs wird der Spielraum nach oben immer geringer. Verständlich, dass Fuchs zusätzliche Maßnahmen wie das Rückkaufprogramm sowie die Ausgabe von Berichtigungsaktien angeht. Doch boersengefluester.de bleibt dabei: Noch sinnvoller wäre die Zusammenlegung beider Aktiengattungen.
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Monatelang dümpelte die Notiz von bmp media investors zwischen 0,65 und 0,80 Euro hin und her. Dabei hatte sich in der Szene längst herumgesprochen, dass sich die Beteiligungsgesellschaft aus Berlin zwischen 2010 und 2013 ein attraktives Portfolio mit Firmen aus dem Bereich digitale Medien aufgebaut hatte und frühere Ausflüge, etwa in den Biotechbereich, längst passé sind. Boersengefluester.de hatte regelmäßig über die Fortschritte bei den wesentlichen bmp-Beteiligungen Castaclip (Online-Videos), dailyme TV (Fernseh-App), iversity (Online-Universität) oder komoot (Wander- und Mountainbike-App) berichtet. Spätestens seit der Vorlage der vorläufigen Zahlen für 2013 greifen die Investoren nun verstärkt bei dem Small Cap zu. Grund: bmp hat den Net Asset Value (NAV) für 2013 mit 0,98 Euro je Aktie dicht an die ursprünglich ausgegebene Zielmarke von gut 1 Euro pro Anteilschein heranführen können.
Das erhöhte Kursniveau ist offenbar eine Steilvorlage. Wie boersengefluester.de erfährt, könnte bei bmp media investors schon kurzfristig eine „kleine“ Kapitalerhöhung im Umfang von zehn Prozent anstehen. Gegenwärtig befinden sich 18.819.25 Aktien im Umlauf. Da bmp die Stücke nur zum Mindestpreis von 1 Euro unterbringen dürfte, scheint ein Emissionserlös von brutto rund 1,8 Mio. Euro realistisch. Ganz überraschend käme eine solche Maßnahme nicht. Vorstandschef Oliver Borrmann hatte in der Vergangenheit nie einen Hehl daraus gemacht, dass er den Wert von bmp zu einem wesentlichen Teil auch via Finanzmaßnahmen steigern wolle. Demnach soll das Eigenkapital bis Ende 2015 von gegenwärtig knapp 18,5 auf rund 100 Mio. Euro steigen. „Das ist extrem sportlich, aber dennoch machbar“, sagt Borrmann beim Redaktionsbesuch in den Räumen von boersengefluester.de. Letztlich gilt es also eine Lücke von immerhin 81,5 Mio. Euro zu schließen. Borrmanns Rechnung: 15 bis 25 Mio. Euro kommen aus Gewinnen, den Rest steuern Bar- und Sachkapitalerhöhungen zu.
Für das laufende Jahr hat bmp bislang eine „weitere Steigerung des Net Asset Values“ in Aussicht gestellt – reichlich unkonkret. Im Gespräch mit boersengefluester.de macht Borrmann aber klar, was er unter dieser Formulierung versteht. „Der NAV sollte bis Ende 2014 bei mindestens 1,25 je Aktie liegen.“ Angesichts der tollen Entwicklung einzelner Portfoliofirmen, kann der Betrag unter Umständen auch deutlich darüber liegen. Aber das ist reine Spekulation – dafür gibt es in der Venture-Capital-Branche einfach zu viele Unwägbarkeiten. Letztlich hängt vieles auch vom allgemeinen Börsenumfeld ab. Grundsätzlich plant Borrmann für das laufenden Jahr mit drei bis fünf Neuinvestments. Andererseits will er sich von mindestens zwei Firmen trennen – darunter auch die schon seit einer Ewigkeit im Depot befindliche Heliocentris. Bei dem Energiespezialisten drückt bmp schon seit geraumer Zeit auf den Verkaufsbutton und reduziert den noch verbliebenen Anteil. Auch die in Polen an der Börse gelistete Online-Agentur K2 dürfte mittelfristig aus dem bmp-Portfolio verschwinden.
Für boersengefluester.de bleibt der Titel einer der interessantesten Nebenwerte für 2014. Das Portfolio der Berliner macht einen runden Eindruck. Die Analysten von SMC Research und Montega sind ebenfalls sehr zuversichtlich für die bmp-Aktie und siedeln den fairen Wert bei 1,22 und 1,35 Euro an. Größtes Hemmnis für viele Investoren dürfte die immer noch kleine Marktkapitalisierung von gerade einmal 18,4 Mio. Euro sein. Geeignet ist das Papier daher nur für risikobereite Anleger. Zudem sollte der Anlagehorizont nicht zu kurz gewählt sein.
Foto: komoot GmbH...
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Wenn eine DAX-Aktie sich um 40 Prozent von ihrem 200-Tage-Durchschnitt entfernt hat, ist die Verbrennungsgefahr normalerweise sehr groß. Doch bei der Commerzbank gelten diese Gesetzmäßigkeiten offenbar nicht – noch nicht. Dabei bewegten sich die jüngsten Kursziele der Analysten lediglich zwischen 9 und und gut 14 Euro – in der Regel also eher unterhalb des Aktienkurses. Im Hinterkopf haben die Börsianer bei Deutschlands mit Abstand populärster Aktie offenbar stets, dass der Titel noch immer für einen Bruchteil der Kurse von 2000 und 2007 zu haben ist und erst Mitte 2013 in den Aufwärtsmodus geschaltet hat. Zumindest gefühlt ist der Anteilschein der krisengeplagten Bank also nicht wirklich teuer und hat massives Aufholpotenzial, selbst wenn sich die Realität des Bankenumfelds in den vergangenen Jahren dramatisch geändert hat und das Institut zwischenzeitlich mit dem Rücken zur Wand stand. Selbst wenn Vorstandschef Martin Blessing der Commerzbank ein "Überlebens-Gen" attestiert und sie mit dem Boxer Rocky Balboa vergleicht: Finanzielle Erfolge müssen her – und zwar dringend. Umso gespannter waren die Experten, auf die Zahlen der Commerzbank für 2013 sowie den Ausblick für das laufende Jahr.
Und die Resultate konnten sich durchaus sehen lassen: Beim Zinsüberschuss toppt die Commerzbank mit knapp 6,15 Mrd. Euro selbst die zuversichtlichsten Vorhersagen. Der Provisionsüberschuss lag mit gut 3,22 Mrd. Euro etwa im Rahmen der Erwartungen. Nur beim Handelsergebnis verfehlte die Commerzbank mit minus 82 Mio. Euro die Schätzungen der Analysten. Der Betriebsgewinn erreichte 725 Mio. Euro, was zwar oberhalb der Konsensschätzungen liegt. Die ganz große positive Überraschung gelang dem Institut damit allerdings auch nicht. Vor Abzug von Steuern kam der DAX-Konzern auf einen Gewinn von 232 Mio. Euro. Hier schwankten die Kalkulationen der Marktbeobachter zwischen 53 und 292 Mio. Euro – bei einem Mittelwert von 195 Mio. Euro. Unterm Strich blieben 78 Mio. Euro als Überschuss hängen – nach einem Verlust von 47 Mio. Euro im Jahr zuvor. „Im Übergangsjahr 2013 haben wir sowohl im Konzern als auch in der Kernbank ein solides operatives Ergebnis erzielt und wichtige Erfolge bei der Umsetzung unserer strategischen Agenda erreicht“, sagt Blessing. „Zudem haben wir die Stillen Einlagen des Bundes und der Allianz vollständig zurückgeführt und die Kapitalbasis der Bank weiter gestärkt. Unsere gestarteten Wachstumsmaßnahmen greifen, der Umbau im Privatkundengeschäft kommt schneller voran als geplant.“
Ernsthafte Erwartungen an eine Dividendenzahlung der Commerzbank gab es zwar nicht – auch wenn die hohen Bonuszahlungen des Instituts die Gemüter zuletzt erhitzten. Dennoch weist die Gesellschaft noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass es auch für 2013 keinen Dividendenvorschlag geben wird. Dafür hat sich Blessing hohe Ziele für das laufende Jahre gesetzt. Insbesondere den Abbau der Randaktivitäten (Non-Core Assets) will er forcieren. „Wir wollen das NCA-Portfolio schneller abbauen als ursprünglich geplant, falls das günstige Marktumfeld über 2013 hinaus anhält. Das neue Abbauziel für Ende 2016 liegt bei rund 75 Milliarden Euro nach bislang unter 90 Milliarden Euro. Zudem werden wir unsere Kernkapitalquote stärker erhöhen: Bisher haben wir eine harte Kernkapitalquote gemäß den Basel-3-Übergangsregeln von mehr als 9 Prozent angestrebt. Jetzt wollen wir unsere harte Kernkapitalquote bis 2016 auf über 10 Prozent steigern – und zwar bei voller Anwendung von Basel 3.“
Per saldo befindet sich die Commerzbank damit weiter auf einem guten Weg. Die Zahlen für 2013 fielen besser als erwartet aus, wenngleich die große positive Überraschung ausgeblieben ist. Die Tempobeschleunigung bei der Sanierung ist jedoch ein gutes Signal. Die Aktie dürfte also die am meisten diskutierte Aktie Deutschland bleiben. Da gehören unterschiedliche Meinungen fast zur Tagesordnung. Fazit von boersengefluester.de: Risikobereite Investoren können weiter darauf setzen, dass bei der Commerzbank zunehmend Normalität einkehrt und die Aktie – ein freundliches Börsenumfeld vorausgesetzt – ihren Weg Richtung Norden fortsetzt.
Foto: Commerzbank AG...

Commerzbank
Kurs: 21,57
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Commerzbank | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
CBK100 | DE000CBK1001 | AG | 25.553,31 Mio € | 05.11.1958 | Halten |
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Das Medienunternehmen Edel hat kürzlich seinen Bericht für das Geschäftsjahr 2012/13 (per 30. September) vorgelegt. Die wesentlichen Daten hatten die Hamburger allerdings bereits Mitte November veröffentlicht – von daher gab es keine großen Überraschungen. Bei einem Umsatzanstieg von sechs Prozent auf 155,65 Mio. Euro knickte der Gewinn um 18,6 Prozent auf 3,59 Mio. Euro ein. Grund war in erster Linie der Ergebnisrückgang bei der Tochter Optimal Media (CD-/DVD-Fertigung). Dennoch schüttet Edel für 2013 erneut eine – steuerfreie – Dividende von 0,10 Euro pro Aktie aus. Damit kommt der Titel auf eine attraktive Rendite von 4,2 Prozent. Die Hauptversammlung findet am 20. Mai 2014 statt.
Weniger erfreulich ist allerdings – zumindest auf den ersten Blick – der Ausblick von Edel, den Vorstandschef Michael Haentjes im Geschäftsbericht erstmals präzisierte. Demnach rechnet der Manager für 2013/14 bei Erlösen von 154 Mio. Euro mit einem Jahresüberschuss von 2,5 Mio. Euro. Zur Einordnung: Die Analysten von Montega aus Hamburg kalkulieren bei Erlösen von 162 Mio. Euro mit einem Nettogewinn von 2,9 Mio. Euro. Boersengefluester.de geht derzeit davon aus, dass Haentjes tief stapelt und das tatsächliche Ergebnis deutlich freundlicher aussehen wird und den Schätzungen von Analysten am Ende ziemlich nahe kommen sollte. Wir bleiben daher bei unserer Kaufempfehlung für den Small Cap.
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Edel
Kurs: 4,16
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Edel | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
564950 | DE0005649503 | SE & Co. KGaA | 94,58 Mio € | 31.08.1998 | Kaufen |
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Außer Spesen nichts gewesen – so lautet bislang das Fazit für Anleger, die Anfang Oktober die Aktie von Bastei Lübbe zu 7,50 Euro gezeichnet haben. Zwar galt der Titel des Verlagshauses zwischenzeitlich als heißer Tipp. Doch die Kurserholung vom Dezember erwies sich als nicht nachhaltig. Seit Januar herrscht kursmäßig Langeweile. Nun haben die Kölner den Neun-Monats-Bericht für das Geschäftsjahr 2013/14 (endet am 31. März) vorgelegt. Auf diesen Zwischenabschluss achten die Börsianer sehr genau, schließlich fällt in diesen Abrechnungszeitraum das für Bastei Lübbe so wichtige Weihnachtsgeschäft.
Per saldo kam die Gesellschaft nach neun Monaten bei einem Umsatzanstieg von 16,5 Prozent auf 85,24 Mio. Euro auf einen Zuwachs beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von knapp 30 Prozent auf 12,09 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 7,62 Mio. Euro stehen – verglichen mit 6,33 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das Ergebnis je Aktie erreichte 0,69 Euro. Auf den ersten Blick sehen die Zahlen ganz ansprechend aus. Auffällig ist allerdings, dass der Umsatz des dritten Quartals 2013/14 mit 29,29 Mio. Euro um rund zehn Prozent unterhalb der Ausbeute des Weihnachtsquartals 2012/13 lag. Angesichts dieser Entwicklung scheint es fraglich, ob Bastei Lübbe das von Close Brothers Seydler (CBS) prognostizierte Umsatzziel von 113,5 Mio. Euro für 2013/14 erreichen kann. „Erfahrungsgemäß kommen jetzt für den Buchhandel die eher umsatzschwächeren Monate“, heißt es schließlich auch im Zwischenbericht.
Mit Blick auf die Ergebniszahlen hat Bastei Lübbe dagegen mehr geliefert als zu erwarten war. CBS kalkulierte für das Gesamtjahr 2013/14 bislang mit einem EBIT von 13,3 Mio. Euro und einem EBIT von 7,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie siedelten die Experten zuletzt bei 0,56 Euro an. Großes Thema innerhalb der Branche ist immer noch die Insolvenz des kirchlichen Weltbild Verlags. Betroffen sind auch die Kölner: Die Forderungen von Bastei Lübbe gegenüber der Weltbild GmbH belaufen sich auf immerhin rund 590.000 Euro. „Ein hoher Forderungsausfall ist trotzdem nicht zu erwarten, da ein Betrag in Höhe von 550.000 Euro kreditversichert ist (Selbstbeteiligung 10 Prozent). Der zu erwartende Verlust ist in der Bilanz durch eine Rückstellung berücksichtigt“, kommentiert Bastei Lübbe die möglichen Auswirkungen aus der Pleite des Großkunden Weltbild.
Spürbar verbessert haben sich durch den Börsengang die Bilanzrelationen. So kletterte die Eigenkapitalquote von 30 Prozent auf nun 45,5 Prozent. Wesentliche Posten in der Bilanz sind die Autorenlizenzen von 20,7 Mio. Euro sowie der Vorratsbestand von 15,6 Mio. Euro. Der Buchwert je Aktie beträgt rund 3,55 Euro. Damit wird Bastei Lübbe etwa zum Doppelten des Eigenkapitals gehandelt. Zum Vergleich: Das Medienhaus Edel aus Hamburg kommt auf ein ähnliches Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 2,1.
Vergeblich suchen Anleger dagegen einen konkreten Ausblick im Zwischenbericht von Bastei Lübbe. So heißt es lediglich: „Anzeichen dafür, dass die geplanten Ergebnisse nicht erzielt werden, liegen nicht vor. Insofern beurteilt der Vorstand die Geschäftsaussichten für das Geschäftsjahr 2013/2014 weiterhin positiv.“ Nach Ende des Weihnachtsquartals sollte hier eine konkretere Prognose möglich sein. Und so müssen sich Investoren derzeit mit den für den Verlagssektor nicht ganz untypischen Wachstumstreibern wie „verstärkte Internationalisierung“, „Schaffung eigenen Contents“ und „Digitalisierung“ zufrieden geben. Vielleicht liegt es auch ein Stück an dieser wenig konkreten Vorschau, dass die Story von Bastei Lübbe am Kapitalmarkt noch nicht so richtig gezündet hat. Dabei sehen die Fundamentaldaten ansprechend aus: Die Dividendenrendite sollte sich im Bereich um drei Prozent bewegen. Das KGV beträgt auf Basis der Prognosen von boersengefluester.de weniger als zehn. Das Kursziel von Close Brothers Seydler lautet 11,50 Euro. Das wäre ein Aufschlag von immerhin 50 Prozent. Mittelfristig orientierte Anleger können sich also durchaus ein paar Stücke ins Depot legen und darauf setzen, dass die Notiz ihre stabile Seitenlage nach oben verlässt.
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Bastei Lübbe
Kurs: 11,00
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INVESTOR-INFORMATION | ||||||
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Bastei Lübbe | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
A1X3YY | DE000A1X3YY0 | AG | 146,30 Mio € | 08.10.2013 | Kaufen |
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Spürbar gestiegen ist zuletzt der Aktienkurs von Turbon. Dabei scheint die Meldungslage zunächst einmal gar nicht so gut zu sein. Mitte November musste der Anbieter von Tonerkartuschen für Laserdrucker aufgrund des zunehmenden Preisdrucks nämlich seine Umsatzprognose für 2013 von „über 80 Mio. Euro“ auf „leicht unter 80 Mio. Euro“ zurücknehmen. An der Ergebnisprognose, wonach mit einem Gewinn vor Steuern von „über 5 Mio. Euro“ zu rechnen sei, hielt die Gesellschaft aus Hattingen in der Nähe von Witten allerdings fest. Zur Einordnung: 2012 verdiente Turbon 6,26 Mio. Euro vor Abzug von Steuern. Boersengefluester.de siedelt das zu erwartende Ergebnis je Aktie für 2013 bei knapp 1 Euro an und geht davon aus, dass den Aktionären erneut eine Dividende von 0,60 Euro pro Aktie vorgeschlagen wird. Damit käme der Small Cap auf eine attraktive Rendite von 5,8 Prozent. Womöglich spekulieren erste Investoren bereits darauf, dass demnächst eine entsprechende Dividendenmeldung kommt. Großaktionär von Turbon war mit knapp 32 Prozent der Anteile lange Zeit NCR aus Amerika. NCR besitzt eine Tochter in Augsburg und gilt als eines der führenden Unternehmen in den Bereichen SB-Finanzterminals, Registrierkassen und Verbrauchsmaterialien für Drucker. Widersacher von NCR ist wiederum der MDAX-Konzern WincorNixdorf. Mitte 2013 zog der frühere Turbon-Vorstandschef und Großaktionär Holger Brückmann-Turbon jedoch scheinbar eine Rückkaufoption und kontrolliert nun über die HBT Holdings 73,88 Prozent der Stimmen.
Aufhorchen lässt zudem eine Meldung vom 24. Dezember 2013. Ausgerechnet an Heilig Abend hatte Turbon nämlich die Übernahme der International Laser Group (ILG) aus den USA in trockene Tücher gebracht. Konkrete Zahlen von ILG sind zwar nicht öffentlich verfügbar, aber Turbon-Vorstandschef Aldo DeLuca kündigte an, dass die Ruhrgebietler durch den Deal bereits im laufenden Jahr die Marke von 100 Mio. Euro knacken werden. Zudem betonte ILG-Präsident Gary Michaels: „Die Kombination unserer zwei Gesellschaften wird für signifikante Synergien sorgen.“ Auch über den Kaufpreis machten die Parteien keine Angaben. Zur Annäherung: Die Marktkapitalisierung von Turbon International beträgt zurzeit knapp 34 Mio. Euro und macht damit etwa 44 Prozent der für 2013 avisierten Erlöse aus. Der durch ILG zu erwartende Umsatzsprung beträgt etwa 20 Mio. Euro. Unter sonst gleichen Bedingungen wäre der ILG-Deal also im Bereich um gut 8 Mio. Euro anzusiedeln.
Weitere Details werden die Anleger wohl Anfang bis Mitte März erfahren, wenn Turbon traditionell die ersten Zahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts – inklusive Dividendenvorschlag – steht dann im April an. Sollte Turbon hier beim Ausblick nicht enttäuschen, hätte der Titel noch deutlich Luft nach oben. So groß ist die Zahl an Aktien mit einem einstelligen KGV und einer Dividendenrendite nördlich von fünf Prozent längst nicht mehr – auch im Small-Cap-Bereich. Ein großer Malus bei Turbon ist allerdings der nicht sonderlich liquide Börsenhandel. Limits sind daher Pflicht! Und für den schnellen Zock eignet sich das nur wenig beachtete Papier eh nicht. In Frage kommt der Titel vielmehr für Value Anleger mit längerem Investmenthorizont.
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Turbon
Kurs: 2,80
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INVESTOR-INFORMATION | ||||||
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Turbon | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
750450 | DE0007504508 | AG | 9,23 Mio € | 25.10.1991 | Halten |
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© boersengefluester.de | Redaktion
So eigentümlich wie der Chart von Rhön-Klinikum sehen wohl nur wenige Kursverläufe aus. Und wäre die Übernahmeofferte von Fresenius im Mai 2012 zu 22,50 Euro je Rhön-Aktie damals durchgegangen, würde sich wohl auch ein ganz anderes Bild ergeben – vermutlich das eines typischen Squeeze-out-Kandidaten. Nun: Die Gesundheitswelt ist sehr kompliziert und wird von vielen Interessengruppen geprägt. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass Rhön-Klinikum und Fresenius mit dem Verkauf wesentlicher Teile des Krankenhaus-Portfolios an den DAX-Konzern letztlich doch einen Weg gefunden haben, mit dem sich alle Beteiligten arrangieren können – auch wenn es ein kurvenreicher Weg bis dahin war. Kurios: Mittlerweile hat die Notiz der Rhön-Klinikum nahezu exakt das Kursniveau erreicht, zu dem Fresenius sich ursprünglich den MDAX-Konzern einverleiben wollte.
Trotz der Kursrally bietet die Aktie von Rhön-Klinikum aber noch immer eine attraktive Investmentstory. Die Prüfungen der Kartellwächter sollten schon bald abgeschlossen sein. Damit wird demnächst die Frage in den Mittelpunkt rücken, was genau mit dem Geld aus dem Klinikverkauf geschehen wird. Immerhin geht es um rund 3,07 Mrd. Euro – das entspricht gut 22 Euro je Rhön-Aktie. Eine verbindliche Entscheidung soll auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2014 getroffen werden. Ursprünglich hatte die Gesellschaft signalisiert, bis zu 1,9 Mrd. Euro – entsprechend 13,80 Euro – als Sonderdividende an die Aktionäre weiterzureichen. Erwogen wurde von Anfang an aber auch eine Kombination mit einem Aktienrückkaufprogramm. Insbesondere Rhön-Klinikum-Gründer Eugen Münch macht sich aus steuerlichen Gründen jedoch für eine Einziehung von Aktien stark. Boersengefluester.de kalkuliert vorerst mit einer Extradividende für 2013 von 6,50 Euro pro Anteilschein.
Per 30. September 2013 hatte das Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale Finanzverbindlichkeiten von 845 Mio. Euro in der Bilanz stehen (ohne „zur Veräußerung gehaltener Schulden“). Dieser Betrag könnte mit der Überweisung von Fresenius auf einen Schlag getilgt werden. Zudem schwebt Münch vor, rund 400 Mio. Euro für Investitionen zu reservieren. Mit den verbleibenden gut 1,8 Mrd. Euro könnte man beim gegenwärtigen Kurs rund 58 Prozent aller Rhön-Aktien zurückerwerben. Annehmen würden die Anteilseigner so eine Offerte aber nur bei einer lukrativen Prämie auf den aktuellen Kurs. Schwer vorstellbar, dass Rhön bei einem Gebot von 22 Euro auf sonderlich großes Interesse seitens der Investoren stoßen würde.
Darüber hinaus hat aber auch die künftige Rhön-Klinikum „light“ mit ihren zehn Kliniken an fünf Standorten im Campus-Konzept ihre Reize. Insgesamt sollen sich die Umsätze hieraus im Bereich um 1 Mrd. Euro bewegen. Firmenchef Martin Siebert rechnet in den kommenden Jahren mit organischen Erlöszuwächsen aus dem verbliebenen Geschäft von jeweils 3,5 bis 4,5 Prozent. Bis 2015 soll die operative Marge (EBITDA/Umsatz) in den Bereich bis 14 Prozent vorstoßen. Zur Einordnung: In den vergangenen fünf Jahren lag die Relation von Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zu den Erlösen im Schnitt bei gut zwölf Prozent. Die Analysten von Jefferies gehen davon aus, dass die neue Rhöhn-Klinkum ihre Gewinne um jährlich 20 Prozent steigern könne und haben das Kursziel für den Titel von 18 auf 25,80 Euro heraufgesetzt. Ihrer Meinung nach handelt es sich bei der künftigen Rhön-Klinikum um einen „Rohdiamanten“.
Boersengefluester.de rechnet ebenfalls damit, dass sich das Interesse an dem MDAX-Wert mit der nahenden Konkretisierung der Pläne für die Sonderausschüttung nochmals erhöhen wird. Darüber hinaus schlägt die Gesellschaft ein neues Kapitel in der Firmengeschichte auf. Dieser Aspekt wird von vielen Investoren derzeit wohl noch klar unterschätzt. Unterm Strich bekommen Anleger bei Rhön-Klinikum derzeit also Kurstreiber im Doppelpack.
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Rhön-Klinikum
Kurs: 13,80

Rhön-Klinikum
Kurs: 13,80
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Rhön-Klinikum | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
704230 | DE0007042301 | AG | 924,08 Mio € | 19.06.1991 | Halten |
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Überraschender Schnitt: Bei Essanelle Hair Group wird der Börsenrückzug eingeleitet. Das jedenfalls ließ Großaktionär Saxonia Holding – hinter der Holding verbirgt sich die Friseurkette Klier – verlauten. Die Vorbereitungen für einen Verschmelzungsvertrag sind angelaufen, auf der nächsten Hauptversammlung am 27. Juni 2014 soll die Übertragung der Aktien gegen eine „angemessene Barabfindung“ beschlossen werden. Dem Vernehmen nach besitzt die HairGroup AG, über die der Deal laufen soll, bereits 91,2 Prozent der Stimmen. Bislang hatte Essanelle den Streubesitz stets mit rund 10,23 Prozent angegeben. Bemerkenswert: Auf dem Frankfurter Eigenkapitalforum im November 2013 hatte Essanelle-Vorstandschef Achim Mansen noch mitgeteilt, dass er keine Hinweise auf mögliche Veränderungen beim Großaktionär habe.
Nun hat offenbar ein Umdenken stattgefunden. Dabei hatte Essanelle seine Rolle als attraktiver Dividendenzahler für Klier perfekt umgesetzt. Seit dem Jahr 2007 zahlt Essanelle kontinuierlich 0,50 Euro pro Anteilschein. Saxonia war Ende 2007 bei Essanelle eingestiegen und hatte den Aktionären damals ein – ursprünglich gar nicht mal so luxuriöses – Angebot über 9,60 Euro pro Anteilschein gemacht. Doch im Zuge der einsetzenden US-Häuserkrise (Subprime) und dem sich anschließenden heftigen Börsencrash entschieden sich beinahe 90 Prozent der Aktionäre für die Annahme des Angebots. Kurzfristig eine weise Entscheidung, denn tatsächlich ging die Notiz bis Anfang 2009 bis auf 5,50 Euro in die Knie.
Doch seit dem hat sich der Kurs beständig erholt und bewegte sich zuletzt in einer Range zwischen 11 und 12 Euro. Klingt nicht sonderlich prickelnd, doch den Dividendenabschlag hat das Papier meist locker aufgeholt. Und 0,50 Euro Dividende entsprechen – selbst auf dem aktuellen Niveau von 12,32 Euro – noch immer einer Verzinsung von gut vier Prozent. So gesehen war die Essanelle-Aktie stets eine schicke Renditeaktie. Nun kommt es darauf an, was die Bewertungsgutachter als „angemessene“ Abfindung ansehen. Essanelle kommt zurzeit auf einen Börsenwert von 56,6 Mio. Euro. Das entspricht einem Aufschlag von rund 60 Prozent auf das Eigenkapital. Angesichts der soliden wirtschaftlichen Entwicklung ist ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,6 keinesfalls zu hoch angesiedelt. Zudem verfügt die Gesellschaft über ein Netto-Cash-Guthaben von knapp 1 Mio. Euro.
Noch offen ist, wie sich die Erträge des Friseurhandwerks mit der Einführung des Mindestlohns entwickeln werden. Bis 2015 soll der Lohnsatz im gesamten Bundesgebiet auf 8,50 Euro steigen. Wer den Titel im Depot hat, sollte erst einmal gar nichts unternehmen und warten bis erste Fakten auf dem Tisch liegen. Letztlich sollte hier ein ansehnlicher Aufschlag möglich sein. Zudem dürfte die HairGroup in den kommenden Wochen weiter zukaufen. Boersengefluester.de hatte mehrfach auf das Papier hingewiesen und es unter Dividendenaspekten empfohlen. Nun fliegt "Hair Force One" Richtung Squeeze-out – ein Verlust für den Kurszettel. Soviel steht schon jetzt fest.
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Essanelle Hair Group
Kurs: 0,00
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Essanelle Hair Group | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
661031 | DE0006610314 | 0,00 Mio € | 22.06.2001 | Halten |
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An den Aktien der heimischen Börsenbauern Agrarius, KTG Agrar und Tonkens Agrar ging die allgemeine Börsenhausse der vergangenen Jahre nahezu komplett vorbei. Neben enttäuschenden Unternehmenszahlen schrecken etliche Investoren vor der enormen Kapitalintensität des Geschäfts zurück. Insbesondere KTG Agrar schiebt enorme Finanzschulden vor sich her. Deutlich kleiner als der Platzhirsch aus Hamburg, aber deswegen nicht weniger interessant, ist Tonkens Agrar mit Sitz in Sachsen Anhalt. Nachdem die Gesellschaft im vergangenen Jahr den erhofft deutlichen Sprung in die Gewinnzone geschafft hat, geht Vorstandschef Gerrit Tonkens für 2013/14 davon aus, bei Umsatz und Ergebnis „fast an die hohen Vorjahreswerte anknüpfen zu können“.
Zum Wachstum beitragen soll insbesondere eine zweite Biogasanlage – für die die Baugenehmigung in diesen Tagen erwartet wird. Geplant ist das Projekt schon länger, allerdings gab es immer wieder Verzögerungen bei der behördlichen Zustimmung. Ab dem Geschäftsjahr 2014/15, welches am 1. Juli beginnt, soll die mit Gülle und Mist betriebene Anlage einen „spürbaren Beitrag“ zum Firmengewinn leisten. Positive Effekte erhofft sich Tonkens zudem von einer neuen Kartoffelschälanlage sowie einer Zwiebelschälmaschine. "Damit eröffnet sich insbesondere für den Bereich der Veredelung & Vermarktung der eigenen Agrarrohstoffe in den kommenden Jahren ein deutliches Umsatzwachstum bei spürbarer Ausweitung der Margen", sagt Tonkens. Auf der Hauptversammlung am 6. Februar zeigte sich der Börsenbauer sehr zuversichtlich, was die künftige Entwicklung angeht und bekam prompt Applaus von den Investoren. Aus dem jüngsten Abwärtstrend konnte sich der Small Cap jedenfalls befreien. Und die Chancen stehen gut, dass sich der Aufschwung als nachhaltig erweist.
Der Börsenwert von Tonkens Agrar beträgt zurzeit knapp 19 Mio. Euro. Hinzu kommen Nettofinanzschulden von knapp 9 Mio. Euro. Beide Zahlen addiert, ergeben den Enterprise Value (EV), also den Wert, den jemand aufbringen müsste, wenn er die Gesellschaft schuldenfrei kaufen wollte. Setzt man den EV von rund 28 Mio. Euro in Relation zu dem von boersengefluester.de für 2013/14 erwarteten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,1 Mio. Euro, ergibt sich ein Faktor von gut 13. Bei KTG Agrar liegt dieses Multiple eher im Bereich um 15,5. Gespannt dürfen Anleger sein, ob Tonkens auf der kommenden Hauptversammlung bereits eine Dividende vorschlagen wird. Anhaltspunkte hierfür wird der für Ende März avisierte Halbjahresbericht liefern. Auf das Gesamtjahr hochrechnen, darf man die Ergebnisse bei Tonkens aber keinesfalls, denn in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres fallen die Ausgaben für Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz – dementsprechend drücken sie auf das Resultat.
Erkennbar ist bei Tonkens Agrar der Wille, sich auch dem Finanzmarkt stärker zu widmen. Im Vorjahr fand bereits ein Investorentag vor Ort statt. Letztlich ist der Titel aber immer noch nicht über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen. Das Papier eignet sich für risikobereite Anleger, die darauf setzen, dass Tonkens eine gute Ernte einfährt, weitere Produktivitätsfortschritte erzielt und auch sein Steckenpferd Bioenergie Früchte trägt. Noch liegt die Notiz – trotz des jüngsten Kurssprungs – noch weitgehend am Boden. Ende 2011 kostete die Aktie bereits einmal doppelt so viel wie derzeit.
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Tonkens Agrar
Kurs: 7,20
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Tonkens Agrar | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
A1EMHE | DE000A1EMHE0 | AG | 11,95 Mio € | 07.07.2010 | Halten |
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Für die Aktionäre von Rofin-Sinar lässt sich 2014 bislang ziemlich trübe an. Um 15 Prozent hat der Anteilschein des Herstellers von Laserstrahlgeräten für die Materialbearbeitung im laufenden Jahr an Wert verloren. Die Notiz bewegt sich mit knapp 16 Euro auf einem 52-Wochen-Tief. Immerhin: Im Bereich um 15 Euro hatte der Kurs in der Vergangenheit häufig einen Boden gefunden und nach oben gedreht. Auslöser des jüngsten Rutsches waren die Zahlen für das Auftaktquartal des Geschäftsjahrs 2013/14 (endet am 30. September). Bei um 15 Prozent rückläufigen Umsätzen von 121,2 Mio. Dollar knickte der Gewinn um 75 Prozent auf 2,21 Mio. Dollar ein. Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,32 auf 0,08 Dollar. Zugegeben: Das sieht nicht wirklich prickelnd aus, andererseits hatte Rofin-Sinar für das erste Viertel auch nur Umsätze in einer Bandbreite von 123 bis 128 Mio. Dollar und ein Ergebnis je Aktie von 0,08 bis 0,12 Dollar in Aussicht gestellt.
Nun kommt es darauf an, was Rofin-Sinar in den kommenden Quartalen zu bieten hat. „Wir denken, dass sich die Konjunkturbedingungen sowohl in Europa als auch in Nordamerika im Laufe des Kalenderjahres verbessern, während das Geschäft in Asien sehr stark von Chinas Fähigkeit abhängt, sein derzeitiges Wirtschaftswachstum beizubehalten“, sagt Rofin-Sinar-Vorstandschef Günther Braun. Für das zweite Jahresviertel stellt das Unternehmen mit Notiz in Frankfurt und an der Nasdaq Erlöse von 123 bis 128 Mio. Euro und ein Ergebnis je Aktie von 0,08 bis 0,12 Dollar in Aussicht. Zur Einordnung: Im entsprechenden Vorjahreszeitraum verdiente Rofin-Sinar immerhin 0,26 Dollar je Aktie. Eine Richtlinie für das Gesamtjahr hat Firmenlenker Braun bislang nicht ausgegeben. Die Experten von Warburg Research gehen jedoch davon aus, dass Rofin-Sinar bei Erlösen von 543 Mio. Dollar einen Gewinn von 28 Mio. Dollar erzielen könnte. Das Ergebnis je Aktie siedeln sie bei 0,99 Euro an.
Verglichen mit dem TecDAX-Wert LPKF Laser & Electronics hinkt die Performance der ehemaligen Siemens-Abspaltung Rofin-Sinar meilenweit hinterher. Allerdings kommen die Geräte von Rofin-Sinar schwerpunktmäßig auch in anderen Branchen wie Maschinenbau, Automobil, Elektronik oder Solar zum Einsatz. Wesentliche Wettbewerber von Rofin-Sinar sind die nicht notierten Trumpf Lasertechnik aus Ditzingen in der Nähe von Stuttgart, Fanuc aus Japan, die amerikanische Coherent oder auch die TecDAX-Gesellschaft Jenoptik. LPKF Laser ist dagegen überwiegend in der Bearbeitung von Leiterplatten aktiv und profitiert über seine Technologie für die Platzierung von Antennen massiv vom Smartphone-Boom.
Für ein Engagement in Rofin-Sinar spricht in erster Linie die günstige Bewertung. Antizyklisch orientierte Anleger bekommen den Titel derzeit mit einem Aufschlag von gerade einmal zehn Prozent auf den Buchwert. LPKF wird mittlerweile mit mehr als dem Siebenfachen des Eigenkapitals gehandelt. Jenoptik kostet etwa das Doppelte des Buchwerts. Zudem wirkt auch das KGV von rund 12 auf Basis der Prognosen von boersengefluester.de für 2015 attraktiv. LPKF wird mit deutlich mehr als dem 20fachen des für das kommende Jahr erwarteten Gewinns gehandelt. Förderlich auf den Kurs sollte sich auch das auf 25 Mio. Dollar für die kommenden zwölf Monate angelegte Aktienrückkaufprogramm von Rofin-Sinar auswirken. Anleger, die sich von dem wenig erbaulichen Chartbild nicht abschrecken lassen, sollten mit Sicht auf sechs bis zwölf Monate bei Rofin-Sinar ansehnliche Rendite erzielen können.Warburg Research hat das Kursziel zwar um 2 Euro auf 20,50 Euro reduziert. Damit liegt es aber immer noch um fast 30 Prozent oberhalb der aktuellen Notiz von knapp 16 Euro.
Foto: Rofin-Sinar AG...

Rofin-Sinar
Kurs: 0,00
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Rofin-Sinar | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
902757 | US7750431022 | 0,00 Mio € | 02.07.2001 | Kaufen |
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Zumindest für Dividendenfans ist die Aktie des SDAX-Aufsteigers Villeroy & Boch auf jeden Fall einen Blick wert. Für 2013 erhöht das Unternehmen die Ausschüttung um 0,02 Euro auf 0,42 Euro je Vorzugsaktie. Damit bringt es der Titel auf eine Rendite von immerhin 3,5 Prozent. Innerhalb des Small-Cap-Index nimmt der Titel damit einen Rang im oberen Viertel ein. Auch die Performance kann sich sehen lassen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate verteuerte sich die Notiz bereits um rund 60 Prozent. Anleger, die jetzt noch einsteigen wollen, sollten also genau prüfen, was der auf die Bereiche Badezimmer (Fliesen und Keramik) sowie Tisch (Geschirr und Besteck) fokussierte Konzern an Potenzial zu bieten hat.
Umsatzmäßig lief es 2013 nicht sonderlich gut. Selbst das zuletzt auf ein Plus von zwei Prozent gekappte Erlösziel hat die Gesellschaft verfehlt. Letztlich trat Villeroy & Boch mit Umsätzen von 745 Mio. Euro im vergangenen Jahr auf der Stelle. Während sich Deutschland sehr passabel entwickelte, gingen die Zahlen in den krisengeplagten Ländern Niederlanden, Frankreich und Italien deutlich nach unten. Immerhin: Für 2014 peilt Vorstandschef Frank Göring ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent an. Treiber sollen unter anderem die Wachstumsregionen in Russland und Asien sein. Deutlich überzeugender wirkt auf die Börsianer derweil die Ergebnisentwicklung. Das für 2013 versprochene EBIT-Wachstum von mehr als fünf Prozent hat die Firma aus Mettlach im Saarland klar eingelöst. Schließlich kam der Gewinn vor Zinsen und Steuern um 17 Prozent auf 36 Mio. Euro voran. Die Sondererträge aus dem Verkauf einer Immobilie in Schweden sind hier noch gar nicht eingerechnet. Unterm Strich verbesserte sich das Ergebnis je Aktie damit von 0,58 auf 0,93 Euro. Viel Spielraum für Interpretationen lässt Firmenlenker Göring in seinem Ergebnisausblick. „Beim operativen Ergebnis rechnen wir mit einem Zuwachs, der leicht über der prognostizierten Umsatzsteigerung von 5 Prozent liegen wird.“ Hinzu kommen auch 2014 wieder Sondererträge aus dem skandinavischen Werksgelände in Gustavsberg.
Bewertungsmäßig liegen Villeroy & Boch sowie die – aus heimischer Sicht am ehesten vergleichbare – WMF-Aktie relativ dicht zusammen. Beide Gesellschaften werden etwa mit dem Doppelten des Buchwerts gehandelt. Pluspunkte kann Villeroy & Boch bei der Dividendenrendite sammeln. Dafür ist das KGV um einiges höher als bei WMF. Bewertungsalarm droht von dieser Seite aber auch nicht, denn ein Multiple von 13,4 auf den für 2015 zu erwartenden Gewinn ist wohl nicht überzogen. Wichtig ist allerdings, dass Villeroy & Boch auch von der Umsatzseite wieder Unterstützung erhält. Nur mit Produktivitätsfortschritten wird das Unternehmen auf Dauer nicht auskommen. Per saldo bietet der Anteilschein von Villeroy & Boch aber noch immer ein faires Einstiegsniveau, und als Dividendenwert passt das Papier auch gut in ein eher konservatives Depot.
Foto: Villeroy & Boch AG...

Villeroy & Boch VZ
Kurs: 17,45

WMF VZ
Kurs: 0,00
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Villeroy & Boch VZ | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
765723 | DE0007657231 | AG | 490,16 Mio € | 08.06.1990 | Halten |
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[sws_blue_box box_size="585"]Bis zum 23. Februar finden in der russischen Stadt Sotschi die Olympischen Winterspiele statt. Ein Erfolg der deutschen Sportler wäre auch ein Erfolg für Adidas. Der Konzern stattet die Athletinnen und Athleten mit hochwertiger Funktionskleidung aus. Erstmalig wird eine Kollektion mit den Produkten der Olympiaausstattung im Sportfachhandel erhältlich sein. Adidas-Chef Herbert Hainer hat sich für 2014 viel vorgenommen. Er will das Wachstum deutlich beschleunigen, um eine gute Basis zu haben, um die für 2015 angepeilten Ziele zu erreichen.[/sws_blue_box]
Hohe Volatilität bei der Adidas-Aktie: Nachdem das Papier am 22. Januar noch ein Rekordhoch erreicht hatte, hat es anschließend kräftig korrigiert, um danach wieder nach oben zu drehen. Verantwortlich für die heftigen Ausschläge sind die Turbulenzen am Währungsmarkt und in den Emerging Markets. Je nach Ort, wo die Produkte hergestellt oder verkauft werden, ist der Konzern von den Währungsturbulenzen unterschiedlich betroffen. So schreibt Adidas im 2012er-Geschäftsbericht, dass ein Anstieg des Dollar gegenüber dem Rubel den Gewinn um 10 Mio. Euro verringern würde. Innerhalb der kurzen Zeit von Ende Dezember 2013 bis Februar 2014 war der Rubel um neun Prozent gegenüber dem Dollar eingebrochen. Das belastet die Adidas-Aktie. Ein weiteres Problem ist die Abwertung der Währungen in Lateinamerika, wie des brasilianischen Real. In Lateinamerika erzielt Adidas rund zehn Prozent seiner Umsätze. Und wenn die Produkte in den Ländern wegen der Abwertung der Währung teuer werden, drückt das auf den Absatz.
Den Kursrückschlag bei der Aktie haben zuletzt die Analysten von JPMorgan genutzt, um das Kursziel auf 97 Euro zu erhöhen und die Einschätzung „Übergewichten“ zu bestätigen. Die Analysten weisen zwar ausdrücklich darauf hin, dass Adidas wegen der Turbulenzen in den Schwellenländern und am Währungsmarkt Gegenwind habe. Laut der Einschätzung der Finanzprofis habe sich die Geschäftsdynamik bei Adidas jedoch merklich verbessert, was dazu geführt haben soll, dass sich das um Währungseffekte bereinigte Umsatzwachstum im vierten Quartal auf acht Prozent beschleunigt habe, nicht zuletzt wegen des Starts der Lieferungen für die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Im ersten Halbjahr 2014 solle das kräftige Wachstum anhalten.
Vorstandschef Herbert Hainer hatte auf der Analystenkonferenz am 3. Dezember die vielen Finanzprofis darauf eingeschworen, dass sich das Wachstum im Jahr 2014 deutlich beschleunigen wird. So soll der währungsbereinigte Umsatz „im hohen einstelligen Bereich steigen.“ Für 2013 hat Hainer ein Wachstum „im niedrigen einstelligen Bereich“ in Aussicht gestellt. Zudem will der Firmenlenker im laufenden Jahr die operative Marge um einen Prozentpunkt gegenüber dem erwarteten 2013er-Wert von 8,5 Prozent verbessern. Mit den 2014er-Ergebnissen will der Firmenlenker eine gute Basis legen, um 2015 bei einem Umsatz von 17 Mrd. Euro eine operative Marge von elf Prozent zu erwirtschaften.
Erneute Turbulenzen am Währungsmarkt könnten die Aktie zwar kurzfristig weiter bremsen. Danach dürfte sie jedoch auf Rekordhöhen klettern. Zwar kann der Anstieg des Dollars gegen den Rubel den Gewinn von Adidas mal um 10 Mio. Euro drücken. Oder um weitere 13 oder 15 Mio. Euro, wenn der Euro gegenüber dem Dollar um zehn Prozent steigt. Angesichts eines prognostizierten 2013er-Gewinns von 820 bis 850 Mio. Euro sind das jedoch Peanuts. Anleger sollten sich viel mehr darauf konzentrieren, dass Adidas ein Wachstumsunternehmen par excellence ist und aufgrund der zahlreichen neuen Produkte und der starken Marke in den nächsten Jahren kräftig expandieren wird. Laut Schätzungen der Analysten wird der 2015er-Gewinn je Aktie mit knapp sechs Euro um 50 Prozent höher liegen als 2013. Mit einem 2015er-KGV von 14 ist die im DAX enthaltene Aktie daher nicht zu teuer.
Foto: Adidas AG
[sws_blue_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von Egmond Haidt. Er schreibt für die Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research[/sws_blue_box]...

Adidas
Kurs: 195,10
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Adidas | ||||||
WKN | ISIN | Legal Type | Marketcap | IPO | Recommendation | Located |
A1EWWW | DE000A1EWWW0 | AG | 35.118,00 Mio € | 17.11.1995 | Halten |
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Unbekannt
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