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[sws_blue_box box_size="585"]Eine beeindruckende Performance hat die Aktie von Fresenius in den vergangenen Jahren hingelegt. Seit Anfang 2000 ist sie um 350 Prozent geklettert und hat damit den DAX meilenweit hinter sich gelassen. Wer sich die Geschäftsentwicklung für diesen Zeitraum anschaut, kann die Hausse der Aktie gut nachvollziehen. Vorstandschef Ulf Schneider hat allerdings für 2014 eine vorsichtige Prognose abgegeben, nicht zuletzt weil die Tochter Fresenius Medical Care einen Schwächeanfall hat. Die Analysten sind jedoch bei Weitem nicht so skeptisch wie Schneider. Dass die Sorgen der Investoren zunehmend schwinden, darauf deutet die deutliche Erholung der DAX-Aktie hin.[/sws_blue_box] Einen kräftigen Kursrückschlag verbuchte die Aktie von Fresenius Ende Februar: Vorstandschef Ulf Schneider hatte für 2014 zwar ein währungsbereinigtes Umsatzplus von zwölf bis 15 Prozent gegenüber dem 2013er-Rekord von 20,3 Mrd. Euro vorhergesagt. Dazu trägt nicht zuletzt die Übernahme von 40 Kliniken und 13 medizinischen Versorgungszentren von Rhön-Klinikum bei. Beim Gewinn geht der Fresenius-Chef jedoch nur von einem währungsbereinigten Plus von zwei bis fünf Prozent aus. Die Integrationskosten,  wie für die Krankenhäuser von Rhön-Klinikum und den US-Transfusionsspezialisten Fenwal, waren dabei sogar herausgerechnet worden. Von der Prognose waren Investoren herb enttäuscht. Verantwortlich für die schwache Prognose ist vor allem ein Sorgenkind von Fresenius: die Tochter Fresenius Medical Care (FMC), an der Fresenius einen Anteil von 30,5 Prozent hält. Sie steuerte im vergangenen Jahr 2,26 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro) zum operativen Gewinn des Konzerns bei und ist damit der mit weitem Abstand wichtigste Ergebnislieferant von Fresenius. FMC leidet deutlich unter den Kürzungen für Dialyseleistungen in den USA. FMC hat daher überraschend für 2014 den zweiten Gewinnrückgang in Folge prognostiziert, woraufhin der Anteilschein kräftig an Wert verloren hat. Vorstandschef Rice Powell treibt deshalb die Kostensenkungen weiter voran und will 2014 Einsparungen von bis zu 60 Mio. Dollar verbuchen, indem unprofitable Kliniken geschlossen werden. Diese Einsparungen sind in der Prognose allerdings nicht enthalten, zumal die Einsparmaßnahmen erst  einmal Kosten verursachen.     Die Lage bei der Fresenius-Tochter Kabi, die Infusionstherapien und Generika vertreibt, und 2013 einen operativen Gewinn von 926 Mio. Euro erwirtschaftet hat, hellt sich hingegen auf. Der zweitwichtigste Gewinnlieferant des Konzerns hatte 2013 Preiskürzungen in China zu spüren bekommen. Das Land ist neben den USA der zweitwichtigste Markt für die Sparte. „In China sehen wir bei Kabi durch die jüngsten Preiskürzungen zwar noch eine geringe Belastung“, sagte Schneider zuletzt. Die Nachfrage sei aber weiterhin stark. „Wir rechnen daher bei Kabi in China im laufenden Jahr mit einer Rückkehr zu zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz.“ Wie sehr die Sparte in diesem Jahr den Umsatz in den USA wird steigern können, hängt nicht zuletzt davon ab, ob US-Anbieter von Infusionstherapien weiter Qualitätsprobleme haben. Große Erwartungen hat Schneider an die neu erworbenen Krankenhäuser von Rhön-Klinikum. In der neuen Einheit sollen sie künftig mehr Gewinn abwerfen als bei dem bisherigen Besitzer. „Die neuen Kliniken sind leistungsfähig und haben bei Helios beste Perspektiven, sich medizinisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln“, sagte Schneider. Er erwartet, dass die erworbenen Krankenhäuser 2014 einen positiven Beitrag zum Ergebnis von Fresenius liefern werden. Die Integrationskosten sind dabei allerdings herausgerechnet. Von Schneiders vorsichtigem 2014er-Ausblick inklusive aller Einmaleffekte und Herausrechnungen lassen sich die Analysten aber nicht verunsichern. Schneider hat ein währungsbereinigtes Gewinnplus von zwei bis fünf Prozent gegenüber dem bereinigten 2013er-Rekord von 1,05 Mrd. Euro vorhergesagt. Fresenius hatte damit erstmals die Marke von einer Mrd. Euro übersprungen. Analysten prognostizieren 1,13 Mrd. Euro für 2014 – das ist ein Plus von 7,8 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass die Finanzprofis zuversichtlich sind.  
Fresenius Kurs: 39,71
  Investoren haben daher in den vergangenen Wochen wieder Mut gefasst, zumal Schneider einen Aktiensplit angekündigt hat. Die Hauptversammlung am 16. Mai soll beschließen, dass die Aktie im Verhältnis eins zu drei gesplittet wird. „Der geplante Aktiensplit untermauert unser Vertrauen in die hervorragenden langfristigen Wachstumsperspektiven von Fresenius“, sagte Schneider. Wer sich die Geschäftsentwicklung der vergangenen zehn Jahre anschaut, kann nur zufrieden sein. Der Umsatz hat sich gegenüber dem 2003er-Wert von 7,1 Mrd. Euro auf zuletzt 20,3 Mrd. annähernd verdreifacht. Der Gewinn ist in dem Zeitraum von 115 Mio. auf 1,05 Mrd. Euro hochgeschossen. Anleger partizipieren an der hervorragenden Geschäftsentwicklung, steigt doch die Dividende das 21. Jahr in Folge. Für 2013 legt sie von 1,10 Euro auf 1,25 Euro je Aktie zu. Die Fresenius-Aktie ist mit einem 2014er-KGV von 17 zwar nicht billig. Die hohe Profitabilität und die guten Gewinnperspektiven sprechen aber für das Papier.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Fresenius
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
578560 DE0005785604 SE & Co. KGaA 22.366,15 Mio. € 18.12.1986 Kaufen
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Fresenius Medical Care
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
578580 DE0005785802 AG 13.684,80 Mio. € 02.10.1996 Kaufen
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  Foto: Fresenius SE   [sws_grey_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research[/sws_grey_box]...
#704230 #578560 #578580
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„Das Herz unseres Unternehmens tickt im Tresorraum“, sagt André Gerth, Vorstandschef von Vita 34 – wie es sich eben für eine Bank gehört. Allerdings lagern dort keine Goldbarren und Banknoten, sondern eingefrorenes Nabelschurblut und -gewebe. In einem Festakt in der Leipziger Biocity feiert das Unternehmen gerade das 100.000. Stammzellenpräparat. Die Kunden von Vita 34 sind Eltern, die die Nabelschnüre oder das Nabelschnurblut ihrer Kinder direkt nach der Geburt konservieren lassen wollen, um im Fall späterer Krankheiten von Stammzellentherapien profitieren zu können. Kein leichtes Geschäft, wie die seit Jahren rückläufigen Zahlen an Stammzelleneinlagerungen beweisen. Vor allen Dingen in Ländern wie Spanien läuft das Geschäft schleppend. Zu feiern gibt es aber noch ein anderes Jubiläum. Auf den Tag genau vor sieben Jahren – am 27. März 2007 – debütierte die Aktie von Vita 34 auf dem Parkett. Der damalige Ausgabepreis von 15 Euro ist zwar meilenweit entfernt. Doch nach ewigem Seitwärtstrend, sendet die Aktie seit Anfang 2014 massive Lebenszeichen. So schoss die Notiz seit Januar um mehr als 77 Prozent in die Höhe. In der Spitze legte der Titel gar um 125 Prozent zu. Neben dem Einstieg bei Stellacure, einem Hamburger Dienstleister für Nabelschnurblut-Einlagerungen, für einen Kaufpreis von gerade einmal 30.000 Euro, entfachte die Rückkehr in die Gewinnzone die entsprechende Kurspower. Bei leicht höheren Erlösen von 13,55 Mio. Euro drehte das Ergebnis von minus 0,61 auf plus 0,79 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie kletterte von minus 0,20 auf plus 0,28 Euro. Wesentliche Einflussfaktoren waren um 18,5 Prozent niedrigere Marketing- und Vertriebskosten sowie ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 0,75 auf 1,39 Mio. Euro. Dahinter verbergen sich in erster Linie Forschungszuschüsse der Sächsischen Aufbaubank. Schwer abzuschätzen, wie sich die Fördergelder 2014 entwickeln werden. Zumindest bei der Kundenaquise will Gerth aber auf die Tube drücken.  
FamiCord Kurs: 4,02
  Für 2014 rechnet Gerth mit moderat steigenden Umsätzen und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 3,3 Mio. Euro – nach einem operativen Gewinn von 2,66 Mio. Euro für 2013. „Wir gehen mit deutlichem Optimismus ins Jahr“, betont der Vita 34-Firmenlenker. Demnach könnte die Gesellschaft erneut vor einem Ergebnissprung stehen, so dass der Titel erstmals seit langer Zeit auch wieder unter dem Aspekt Kurs-Gewinn-Verhältnis interessant erscheint. Bislang mussten sich Investoren stets auf die Relation von Umsatz zur Marktkapitalisierung (von gegenwärtig 17,5 Mio. Euro) konzentrieren oder gar auf das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) blicken. Dabei schneidet die Gesellschaft in dieser Disziplin besonders gut ab. Immerhin steht dem gegenwärtigen Aktienkurs von 5,77 Euro ein Eigenkapital von 6,97 Euro je Anteilschein gegenüber. Das KBV beträgt also nur 0,83 – da kann man nicht meckern. Interessant werden die kommenden Wochen aber wohl auch aus einem anderen Grund. Auf der Telefonkonferenz ließ Vorstandschef Gerth durchblicken, dass es demnächst wohl Neuigkeiten  hinsichtlich weiterer therapeutischer Anwendungsmöglichkeiten für Nabelschnurblut/-zellen geben wird. Von einem verflixten siebten Jahr scheint Vita 34 momentan also weit entfernt zu sein. Gute Chancen also, dass sich der Abstand zum Emissionspreis weiter verringern wird. Die Aktie eignet sich allerdings nur für sehr risikobereite Anleger. Die Kursschwankungen in dem Papier sind teilweise enorm.  
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FamiCord
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0BL84 DE000A0BL849 AG 70,91 Mio. € 27.03.2007 Halten
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  Foto: Vita 34 AG...
#A0BL84
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Ein Sieg auf ganzer Linie sieht wohl anders aus – so lässt sich das heiß erwartete FDA-Votum für die Zulassung von Epi proColon von Epigenomics in den Vereinigten Staaten zusammenfassen. Immerhin: Die Experten der amerikanischen Gesundheitsbehörde konnten sich darauf einigen, dass der Nutzen des blutbasierten Darmkrebstests des Berliner Biotechunternehmens höher einzuschätzen ist, als seine Risiken. Das ist wohl die Kernbotschaft. „Wir sind mit dem Ergebnis der Sitzung zufrieden und schätzen die Unterstützung durch die Darmkrebs-Fachkreise. Eine mögliche Markteinführung von Epi proColon(R) als einzigen blutbasierten Test zur Früherkennung von Darmkrebs wird dazu beitragen, die Anzahl der frühzeitig auf Darmkrebs getesteten Personen signifikant zu erhöhen“, sagt Epigenomics-Vorstandschef Thomas Taapken. In den einzelnen Punkten fiel das Votum für Epi proColon jedoch denkbar knapp aus. Bei der Frage der Effektivität des Produkts gab es gar eine Pattsituation mit fünf zu fünf Stimmen. Hier führte die ablehnende Meinung des Gremiumsvorsitzenden zu einer Entscheidung. Fünf der zehn Experten waren hingegen der Auffassung, dass der Nutzen des Tests die möglichen Risiken für die Zielgruppe übersteige. Ein DFA-Mitglied enthielt sich hier der Stimme. Klarer war die Sache nur hinsichtlich der Frage nach der gefahrlosen Anwendung der Vorsorgemaßnahme. Hier sahen immerhin neun Experten kein Risiko – bei einer Enthaltung.     Bedenken äußerte die Gesundheitsbehörde hinsichtlich fehlender Langzeitdaten in der Anwendung des Produkts unter der vorgeschlagenen Produktkennzeichnung. In einem nächsten Schritt wird Epigenomics daher nun eine klinische Studie durchführen, um die Leistungsfähigkeit des Tests über einen längeren Zeitraum zu untersuchen“. Damit stehen weitere Sitzungen mit dem Team der FDA an. Noch offen ist, wie der weitere Zeitlauf genau aussehen wird. Ein nächstes Treffen wird vermutlich erst in vier bis sechs Wochen stattfinden. Anleger, die darauf gesetzt haben, dass der FDA-Termin ein Selbstläufer wird, wurden damit auf dem falschen Fuß erwischt. In den vergangenen Tagen waren die Investoren bereits super nervös und schickten die "Epi"-Aktie im Tief um knapp 30 Prozent gen Süden. Das entspricht einem Verlust an Börsenwert von fast 31 Mio. Euro. Diese Phase der Unsicherheit dürfte noch eine Weile anhalten, auch wenn vorerst mit einer deutlichen Gegenbewegung nach oben zu rechnen ist. Fraglich ist aber, wie nachhaltig diese Bewegung sein wird. Boersengefluester.de hält Sie auf dem Laufenden.     Foto: Epigenomics AG...
#A1K051 #Epi proColon
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Kräftig unter Druck befindet sich momentan der Aktienkurs von Formycon. In den vergangenen fünf Tagen ging es um fast zwölf Prozent Richtung Süden. Dabei hatte der Entwickler von Nachahmerprodukten biotechnologisch hergestellter Medikamente (Biosimilars) zuletzt gleich eine ganze Reihe potenzieller Erfolgsmeldungen im Köcher. Zudem präsentierte Vorstandschef Carsten Brockmeyer am 11. März auf der von Egbert Prior organisierten Kapitalmarktkonferenz am Frankfurter Regionalflughafen in Egelsbach. Bereits Ende des Jahres gab Formycon bekannt, dass sie ihr erstes Biosimilar-Produkt an die Santo Holding der Brüder Strüngmann auslizensiert habe. Demnach übernimmt Santo zunächst einmal die gesamten Kosten der Entwicklung. „Wir reden hier über 60 bis 80 Mio. Euro“, ließ Brockmeyer auf der Prior-Konferenz durchblicken. Zudem bekommt Formycon eine Umsatzbeteiligung im zweistelligen Prozentbereich. Das klingt zunächst einmal attraktiv. Nun haben Andreas und Thomas Strüngmann mit dem polnischen Medikamentenkonzern Polpharma einen ersten Lizenzpartner an Bord genommen, der das Produkt – wenn es denn soweit ist – insbesondere in Osteuropa vermarkten soll. „Wir begrüßen den neuen Partner, durch den das Umsatzpotenzial sowie die Marktdurchdringung unseres Biosimilars ganz erheblich vergrößert wird“, lässt sich Formycon-Finanzchef Nicolas Combé zitieren. Auch Jerzy Starak, Vorstand von Polpharma, sieht in dem Deal  einen wichtigen Schritt für seine Gesellschaft. „Das Joint Venture ist auch der Startpunkt für mögliche weitere Kooperationen mit der Strüngmann-Gruppe im Bereich innovativer Biotechprodukte.“ Das Unternehmen Formycon wurde in diesem Zusammenhang nicht namentlich erwähnt.  
Formycon Kurs: 22,80
  Immerhin: Brockmeyer versprach in Frankfurt, dass Formycon bereits im laufenden Jahr profitabel arbeiten werde. Zudem wies er auf die mittlerweile „signifikante Cashposition“ hin. In Summe stufte er Formycon sogar als „attraktiven Übernahmekandidaten“ ein. Kapitalisiert ist das im wenig regulierten Open Market gelistete Unternehmen allerdings bereits mit mehr als 60 Mio. Euro. Angesichts dieser Größenordnung bekommen einige Investoren wohl kalte Füße. Hinzu kommt, dass Kurzfristanleger, die zuletzt durch Empfehlungen in den einschlägigen Börsenmedien auf den Titel aufmerksam wurden, offenbar längst wieder den Ausstieg suchen. Deutlich unter die 7-Euro-Marke sollte das Papier besser nicht fallen, denn das könnte weitere, charttechnisch getriebene Verkäufe auslösen. Vorsichtige Investoren sehen sich die Entwicklung vorerst besser von der Außenlinie an.  
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Formycon
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1EWVY DE000A1EWVY8 AG 402,75 Mio. € 20.12.2010
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#Biosimilar #A1EWVY
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[sws_blue_box box_size="585"]Die Kursentwicklung der Deutsche-Bank-Aktie ist ein Trauerspiel. Nach dem Kursprung im Januar auf das Jahreshoch bei 40 Euro notiert das Papier nun wieder bei lediglich 32,50 Euro und damit auf dem gleichen Niveau wie im April 2009. Damit hinkt es dem europäischen Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks deutlich hinterher. Ein Belastungsfaktor für die Aktie ist einmal mehr das schwächelnde Investmentbanking. Nicht zuletzt aufgrund der Maßnahmen der Fed könnte sich das Geschäft der Sparte allerdings verbessern.[/sws_blue_box] Die Gründe für die negative Einstellung vieler Investoren gegenüber der Deutschen Bank haben die Analysten der UBS zuletzt klar aufgezeigt: „Eine niedrige Verschuldungsquote, eine derzeit niedrige Profitabilität, Risiken wegen Rechtsstreitigkeiten, zu hohe Kosten, Risiken wegen des Geschäftsmodells“, schrieben die Analysten der Schweizer Großbank in einer Studie. Die Finanzprofis teilen diese negative Einschätzung allerdings nicht, wenngleich die Analysten schwache Zahlen für das erste Quartal für wahrscheinlich halten. Die Deutsche Bank  könnte ebenso wie im zweiten Halbjahr 2013 auch im ersten Quartal 2014 deutlich unter dem schwachen Geschäft im Anleihenhandel gelitten haben. Laut den Schätzungen von Experten haben die Konkurrenten aus den USA Umsatzrückgänge in dem Bereich von bis zu 25 Prozent und damit das schwächste Quartal im Anleihenhandel seit vor der Finanzkrise verbucht. Die Citigroup und JPMorgan haben bereits angekündigt, dass sie mit prozentual zweistelligen Rückgängen in dem Segment rechnen. Normalerweise ist das erste Quartal ein besonders gutes in dem Bereich. Üblicherweise gehört bei vielen Banken zu dem Handel mit Anleihen auch der mit Währungen und Rohstoffen dazu. Die Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass die europäischen Institute wie die Deutsche Bank und die Credit Suisse auf dem US-Markt überdurchschnittlich starke Rückgänge verbucht haben, weil die Europäer ihre Bilanzen verkürzen, um die Kapitalanforderungen zu erfüllen.  
Deutsche Bank Kurs: 20,83
  Für das schwierige Umfeld im Anleihenhandel ist vor allem die Fed verantwortlich. Sie kauft große Anteile der Staatsanleihen und der Hypothekenanleihen auf, die jeden Monat emittiert werden. Das verringert nicht nur das mögliche Handelsvolumen,sondern auch die Volatilität beträchtlich. Denn wenn die Fed so viele Staatsanleihen kauft, muss zumindest kurzfristig niemand Angst haben, dass die Anleihen abstürzen, obwohl die Staatsverschuldung auf bedenkliche Niveaus angestiegen ist. Und wenn die Volatilität niedrig ist, macht es keinen Sinn, die Anleihen hin und her zu handeln. Verschärft wird die Lage durch die zunehmende Regulierung. Zuletzt hat die Fed jedoch angekündigt, dass sie das Anleihenkaufprogramm auf 55 Mrd. Dollar monatlich zurückfahren und im Herbst ganz auslaufen lassen will. Damit würde sich das Umfeld für die Banken deutlich verbessern. Denn das Handelsvolumen steigt und die Volatilität  könnte zunehmen. Konzernumbau läuft auf Hochtouren Die Co-Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, treiben derweil die Restrukturierung des hiesigen Branchenprimus voran, damit im nächsten Jahr die Ziele der Strategie 2015+ erreicht werden können. So sollen die Kosten weiter kräftig gesenkt werden, um ab 2015 jährliche Einsparungen von 4,5 Mrd. Euro zu erzielen. 2,1 Mrd. Euro davon hat die Bank bis Ende 2013 erreicht. Aufgrund der Kostensenkungen soll die Aufwands-Ertrags-Relation 2015 auf 65 Prozent gedrückt werden. 2013 beliefen sich die Kosten noch auf 89 Prozent der Erträge. Die Eigenkapitalausstattung ist relativ niedrig. Klappt alles wie geplant, will die Deutsche Bank 2015 eine Leverage-Ratio – zu deutsch: Verschuldungsquote – von mehr als drei Prozent erreichen. Ende 2013 lag der bereinigte Wert bei 3,1 Prozent. Eigentlich müsste die Verschuldungsquote aber Eigenkapitalquote heißen, denn sie setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme. Und das Eigenkapital lag zuletzt bei nur 54,7 Mrd. Euro. Trotz der zuversichtlichen Prognosen des Managements sind die Investoren sehr skeptisch. Das zeigt der Aktienkurs von 32,50 Euro eindrucksvoll. Er liegt weit unter dem Buchwert je Aktie von zuletzt 53,24 Euro. Um den Buchwert zu errechnen, wird das Eigenkapital durch die Aktienanzahl dividiert. Wenn man den Geschäfts- und Firmenwert von 13,9 Mrd. vom Eigenkapital abziehen würde, stünde immer noch ein bereinigter Buchwert von 39,69 Euro zu Buche. Aber selbst im Vergleich dazu wird die Aktie mit einem hohen Abschlag gehandelt. Investoren befürchten offenbar, dass aus den noch anstehenden Rechtsstreitigkeiten und Untersuchungen der Behörden wegen der US-Libor-Zinssätze, wegen windiger US-Hypotheken und im Währungshandel noch hohe Kosten auf die Deutsche Bank zukommen könnten. So fordern Anleihekäufer von der Deutschen Bank, dass sie Hypothekenanleihen im Wert von fünf Mrd. Dollar zurückkauft. Das Institut hat hierfür aber lediglich Rückstellungen von 0,5 Mrd. Dollar gebildet. Etliche Analysten befürchten zudem, dass die Bank erneut eine Kapitalerhöhung durchführen könnte, um ihr Kapital zu stärken. [sws_blue_box box_size="585"]Fazit: Solange die Investoren Sorgen wegen Rechtsstreitigkeiten, der drohenden Strafzahlungen an die Behörden oder einer möglichen Kapitalerhöhung haben, dürfte es das Papier der Deutschen Bank schwer haben, nach oben auszubrechen – obwohl es mit einem KGV von neun zu den günstigsten DAX-Aktien gehört.[/sws_blue_box]  
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Deutsche Bank
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
514000 DE0005140008 AG 40.582,11 Mio. € 10.05.1948 Kaufen
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  [sws_grey_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research[/sws_grey_box]...
#514000
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Andreas R. Klein, Vorstandschef von Splendid Medien hat Wort gehalten. Dank eines prima Abschlussquartals hat das Medienunternehmen die Zielvorhaben für 2013 sicher erreicht. Bei einem Umsatzplus von knapp zehn Prozent auf 54,9 Mio. Euro kamen die Kölner auf einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,1 Mio. Euro – nach 4,2 Mio. Euro im Vorjahr. Prognostiziert hatte Klein Erlöse in einer Spanne von 53 bis 56 Mio. Euro. Das operative Ergebnis siedelte er zwischen 3,8 und 4,5 Mio. Euro an. Bemerkenswert: Nach neun Monaten 2013 kam Splendid Medien erst auf ein EBIT von 1,4 Mio. Euro. Damit erwirtschaftete das Unternehmen fast zwei Drittel des gesamten Betriebsgewinns im Abschlussviertel. Das Ergebnis je Aktie bewegte sich mit 0,37 Euro exakt auf Vorjahresniveau.  
Splendid Medien Kurs: 1,12
  Kursmäßig konnte die Splendid-Aktie in den vergangenen Monaten allerdings nicht überzeugen. Unterm Strich ging es seitwärts, wobei mitunter erratische Schwankungen das Bild prägten. Ein klarer Trend sieht anders aus. Mit eine Rolle für die Unentschlossenheit der Investoren spielte der Umstand, dass Splendid Medien zum Halbjahr die Ziele für Umsatz und EBIT tiefer hängen musste. Ursprünglich war das bereits seit 1999 an der Börse notierte Unternehmen nämlich mit einem Umsatzziel von 58 bis 61 Mio. Euro und einer EBIT-Prognose von 4,4 bis 4,9 Mio. Euro an die Investoren getreten. So gesehen kam Splendid Medien 2013 mit einem blauen Auge davon. Zur Hauptversammlung am 12. Juni 2014 schlägt die Gesellschaft daher erneut die Ausschüttung einer Dividende von 0,10 Euro je Aktie vor. Damit bringt es der Small Cap auf eine Rendite von immerhin 4,2 Prozent. Für das laufende Jahr stellt Firmenlenker Klein Erlöse von 66 bis 72 Mio. Euro in Aussicht. Das EBIT setzt er in einer Range von 5,0 bis 6,0 Mio. Euro an. Damit toppt das Unternehmen klar dieErwartungen der Analysten. Dabei halten die Experten den Medientitel bereits auf Basis ihrer jetzigen Prognosen für zu niedrig bewertet. Die DZ Bank etwa gab zuletzt im November 2013 eine Kaufempfehlung mit Kursziel 3,40 Euro heraus. Auf einen ähnlich hohen fairen Wert kommt Closed Brothers Seydler. Demnach hätte der Titel ein Kurspotenzial von rund 45 Prozent. Allerdings beträgt der Börsenwert lediglich 23,1 Mio. Euro. Vielen Anlegern dürfte das zu wenig sein, zumal sich nur knapp ein Drittel davon im Streubesitz befinden. Dennoch: Angesichts der guten Zahlen für 2013 und des positiven Ausblicks ist der Titel für uns ein klarer Kauf.  
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Splendid Medien
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
727950 DE0007279507 AG 10,97 Mio. € 24.09.1999 Halten
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#727950
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Gemessen an der Kursentwicklung von Allgeier, Bechtle oder Cancom ist die Performance der Aktie von S&T ein einziges Trauerspiel. Per saldo notiert der Anteilschein des IT-Unternehmens auf dem selben Niveau wie vor drei Jahren. Dabei haben die Linzer mehrheitlich die prognostizierten Zahlen geliefert. Die jüngste Kursflaute seit dem Ende November 2013 erreichten Zwischenhoch von gut 3 Euro hängt allerdings maßgeblich mit der geplatzten Übernahmeofferte durch Cloudeeva zusammen. Nach monatelangen Verhandlungen konnten sich die Gremien der US-Gesellschaft letztlich doch nicht auf eine Übernahme von S&T einigen. Folgerichtig zogen die Österreicher Ende Februar die Notbremse und traten von der Absichtserklärung zurück. Unterm Strich hat der Cloudeeva-Ausflug eine Menge Managementkapazität gekostet, ohne dass ein zählbares Resultat herausgekommen ist.  
Kontron Kurs: 22,10
  Beinahe erstaunlich, dass S&T seine Ziele für 2013 dennoch erreicht hat. Bei Erlösen von knapp 338 Mio. Euro kletterte der Gewinn von 9,4 auf 11,9 Mio. Euro. Die Aktionäre erhalten – wie bereits im Januar angekündigt – eine Ausschüttung von 0,06 Euro je Aktie. „Die Dividendenrendite liegt mit 2,3 Prozent nicht nur im Bereich der IT-Top-Player, sondern auch deutlich über dem mit Sparbüchern erzielbaren Zinsniveau“, sagt S&T-Vorstandschef Hannes Niederhauser. Für das laufende Jahr kündigt Niederhauser ein stärkeres Wachstum an. Sein Motto: „Volle Fahrt voraus!“ Die Umsätze sollen um knapp elf Prozent auf 375 Mio. Euro vorankommen. Den Gewinn siedelt der Firmenlenker bei mehr als 12 Mio. Euro an. Das deckt sich mit den bisherigen Erwartungen der Analysten. Gemessen daran sieht der Börsenwert von S&T mit knapp 105 Mio. Euro sehr moderat aus. Doch es bleibt dabei: Auf dem Parkett will die Aktie einfach nicht nachhaltig zünden. Interessant: Kürzlich ist S&T mit 51 Prozent bei der ebenfalls aus Österreich stammenden Ubitronix GmbH eingestiegen. Das Unternehmen ist im Bereich Energielösungen (Zähler- und Lastmanagement, Software für Straßenbeleuchtungen) aktiv und erzielte zuletzt einen Umsatz von 8,6 Mio. Euro. Bezahlt hat S&T für den Anteil rund 915.000 Euro. Damit wird die S&T-Aktie ein wenig auch zu einem Smart-Grid-Play. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser haben derweil ihre Kaufempfehlung mit dem sportlichen Kursziel von 4,50 Euro bestätigt. Damit hätte die S&T-Aktie fast 70 Prozent Luft nach oben. Vorerst wären viele Anleger aber wohl froh, wenn die Notiz sich wieder Richtung 3 Euro aufmachen würde.  
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Kontron
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0X9EJ AT0000A0E9W5 AG 1.411,32 Mio. € 17.11.2000 Kaufen
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Die schlechte Nachricht vorweg. Mit dem Verlauf des Geschäftsjahrs 2013 war Rainer Baumgart, Vorstandsvorsitzender von Secunet Security Networks, unzufrieden. Immerhin musste Baumgart im Oktober 2013 die ursprünglichen Prognosen für Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum Teil deutlich zurücknehmen. Auslöser waren Verschiebungen im Geschäft mit Kunden aus dem öffentlichen Sektor. Secunet arbeitet eng mit Behörden zusammen und ist IT-Sicherheitspartner der Bundesrepublik Deutschland. In Kontakt mit Secunet-Produkten kommen Bürger etwa bei der elektronischen Steuererklärung ELSTER oder automatisierten Grenzkontrollen. Für die Aktionäre von Secunet war 2013 dennoch ein Traumjahr. Die Aktie der Essener gewann um 63,5 Prozent an Wert. Selbst von der Gewinnwarnung ließen sich die Investoren kaum beeindrucken. Grund: Im Zuge der zahlreichen Datenabhörskandale zählt IT-Sicherheit zu den angesagtesten Themen auf dem Parkett. Zudem sorgt die Aktionärsstruktur von Secunet für anhaltende Kursfantasie. 78,96 Prozent der Anteile sind dem Banknoten- und Sicherheitskonzern Giesecke & Devrient (G&D) aus München direkt zuzurechnen. Da köcheln immer wieder Abfindungsspekulationen hoch. Im laufenden Jahr kletterte die Notiz um zehn Prozent auf zuletzt 21,95 Euro.     Keine wirkliche Überraschung waren die nun vorgelegten finalen Zahlen für 2013, zumal Secunet die Angaben zu Umsatz und EBIT bereits Ende Januar präsentierte. Demnach musste die Gesellschaft bei einem Umsatzrückgang um 4,5 Prozent auf 63,89 Mio. Euro einen Ergebnisverfall um 35,6 Prozent auf 2,38 Mio. Euro hinnehmen. Das Ergebnis je Aktie knickte von 0,57 auf 0,37 Euro ein. Dennoch hat Firmenlenker Baumgart eine Überraschung parat: „Erstmalig in der Unternehmensgeschichte wird Secunet eine Dividende an seine Aktionäre auszahlen." Demnach soll für 2013 eine Gewinnbeteiligung von 0,15 Euro pro Anteilschein fließen. Die Hauptversammlung findet am 14. Mai 2014 statt. Von einem Renditeknaller ist Secunet damit allerdings weit entfernt. Die Verzinsung erreicht damit gerade einmal knapp 0,7 Prozent. Große Sprünge dürften bei der Dividende allerdings auch künftig nicht zu erwarten sein. „Wir streben eine langfristig stabile und verlässliche Ausschüttungspolitik an", sagt Baumgart. Lohnenswert ist ein Blick in die Bilanz. Secunet arbeitet mit einer komfortablen Eigenkapitalquote von 57,6 Prozent. Auf der Aktivseite türmen sich liquide Mittel von 29,27 Mio. Euro. An Finanzverbindlichkeiten sind in erster Linie nur Pensionsrückstellungen über 3,72 Mio. Euro zu nennen.  Dem steht eine Marktkapitalisierung von gegenwärtig 141,37 Mio. Euro gegenüber. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei nicht ganz niedrigen 4,4. Ansprechend ist dagegen der Ausblick. „Für das laufende Jahr 2014 erwarten wir eine deutliche Steigerung sowohl der Umsatzerlöse als auch des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern: Die Geschäftsergebnisse sollen diejenigen aus dem guten Jahr 2012 noch übertreffen,“ sagt Secunet-Chef Baumgart. Zur Einordnung: 2012 kamen die Essener auf ein EBIT von 5,69 Mio. Euro. Das reichte für ein Ergebnis je Aktie von 0,57 Euro. Ungefähr hier sollte demnach die Untergrenze für den zu erwartenden Gewinn für 2014 liegen. Boersengefluester.de kalkuliert derzeit mit einem Ergebnis je Anteilschein von 0,63 Euro. Auf Basis unserer Gewinnschätzung für 2015 käme der Titel dann auf ein KGV von 29. Keine Frage: ein stattlicher Wert. Dennoch bleiben wir bei unserer Kaufempfehlung. Secunet bewegt sich in einem wachstumsträchtigen Markt, hat eine solide Bilanz und verfügt weiterhin über einen Schuss Abfindungsfantasie. Der Streubesitz beträgt zurzeit nur 10,38 Prozent. Wer sich von den vergleichsweise niedrigen Handelsumsätzen nicht abschrecken lässt, findet in Secunet einen interessanten Small Cap.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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secunet Security Networks
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
727650 DE0007276503 AG 1.072,50 Mio. € 09.11.1999 Kaufen
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  Foto: Secunet Security Networks AG...
#727650
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Schön ist das nicht: Der Aktienkurs von SMT Scharf hat die psychologisch wichtige Marke von 20 Euro nach unten durchbrochen. Grund sind die noch einen Tick schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen für 2013 und der trübe Ausblick auf das laufende Jahr. Seit dem Anfang September 2013 angekündigten Rausschmiss aus dem SDAX hat die SMT-Aktie nun knapp 15 Prozent an Wert verloren. Das klingt zunächst einmal nicht sonderlich dramatisch. Ein Blick auf den Langfristchart offenbart jedoch den kursmäßigen Stillstand bei dem Highflyer früherer Jahre. Immerhin notiert der Anteilschein des Herstellers von Transportsystemen für den Einsatz im Bergbau ungefähr auf dem Niveau von Anfang 2011. Die Marktkapitalisierung beträgt knapp 80 Mio. Euro. Dafür bekommen die Investoren im Prinzip aber eine Menge Gegenwert: Immerhin ist die Gesellschaft aus dem westfälischen Hamm in ihrer Nische globaler Marktführer. Rund ein Drittel der weltweit installierten Einschienenhängebahnen stammen von SMT Scharf. Doch die globale Konjunktur und die rückläufige Entwicklung vieler Rohstoffpreise spielen dem Unternehmen momentan nicht unbedingt in die Karten. „Die Bergwerke waren gezwungen, Investitionen zu verschieben oder ganz zu streichen“, sagt SMT-Vorstandschef Christian Dreyer. 2013 knickten die Erlöse daher von 76,6 auf 63,2 Mio. Euro ein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel gar um fast 50 Prozent auf 6,6 Mio. Euro zurück. Das entspricht etwa dem Niveau von 2006. Zudem blicken die Investoren derzeit genau auf die regionale Umsatzverteilung. Und hier sticht – neben China – Russland mit einem Erlösanteil von 21 Prozent hervor.     Noch schwerer auf dem Aktienkurs lastet der maue Ausblick von Firmenlenker Dreyer: „Eine Aufhellung ist aus unserer Sicht kurzfristig nicht in Sicht. Daher rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem weiteren Rückgang des Umsatzes und des EBIT in ähnlicher prozentualer Größenordnung wie 2013.“ Einen kleinen Lichtblick gibt es aber, denn unterm Strich dürfte 2014 dennoch ein leicht höheres Ergebnis stehen. Grund: Der Verkauf der englischen Tochter Dosco belastete das Vorjahresergebnis mit rund 2,3 Mio. Euro. Dieser Negativeffekt fällt nun weg. Per saldo rechnet boersengefluester.de daher für 2014 mit einem Ergebnis je Aktie von 0,80 Euro – nach 0,77 Euro für 2013. Unsicherheitsfaktor bleibt aber die Entwicklung der russischen Währung. Ähnlich wie der Bohrdienstleister CAT Oil leidet auch SMT Scharf unter dem schwachen Rubel. Anleger, die sich die SMT-Aktie unter Dividendenaspekten ins Depot gelegt haben, werden früheren Ausschüttungen hinterher- trauern. Für 2013 faltet SMT die Dividende von 0,98 Euro auf 0,25 Euro je Aktie zusammen. Angesichts der momentanen Entwicklung ist für 2014 wohl kaum mit einer Rückkehr auf frühere Niveaus zischen 0,70 und 0,95 Euro zu rechnen. Aber das ist Zukunftsmusik – zunächst steht die 2013er-Dividende an. Die Hauptversammlung der früher einmal zum Portfolio der Beteiligungsfirma Aurelius gehörenden Gesellschaft findet am 7. Mai 2014 statt. Abhaken sollten die Investoren SMT aber nicht. Auf mittlere Sicht rechnet Dreyer damit, „Umsatz und Ertrag deutlich steigern zu können“. Schließlich bewegt sich das Unternehmen grundsätzlich in einem Wachstumsmarkt und auf absehbare Zeit wird sich der Investitionsstau auflösen müssen. Im Schnitt der vergangenen acht Jahre kam SMT Scharf auf ein Ergebnis je Aktie von etwa 1,60 Euro, was einem KGV von gegenwärtig knapp 12 entspricht. Mit einer Rückkehr auf ungefähr dieses Ergebnisniveau rechnet boersengefluester.de allerdings erst für 2016. Ein Investment in dem Small Cap erfordert also einen längeren Zeithorizont. Dafür bekommen antizyklisch agierende Anleger schon jetzt eine ansprechende Bilanz. Finanzguthaben- und zinstragende Verbindlichkeiten halten sich in etwa die Waage. Die Eigenkapitalquote beträgt solide 64,5 Prozent. Zurzeit wird das Papier etwa mit dem Doppelten des Buchwerts gehandelt. Fazit: Noch ist die ökonomische Talsohle nicht durchschritten. Grundsätzlich ist SMT Scharf jedoch gut aufgestellt. Sollten die Bergbaukonzerne wieder mehr investieren, wird SMT zu den Profiteuren zählen. Wer sich nicht an dem angeschlagenen Chartbild stört und genügend Zeit mitbringt, kann daher ein Investment wagen.     Foto: SMT Scharf AG...
#Russland #A0JKWU #A0JK2A #575198 #Rubel
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[sws_green_box box_size="585"]Dividenden stehen bei Privatanlegern hoch im Kurs. Und wenn die Ausschüttungen dann auch noch steuerfrei sind, umso besser. Dabei ist das Etikett „steuerfrei“ eigentlich eine Mogelpackung und gilt nur wenige Investoren. Wir erklären die Hintergründe und sagen, welche Firmen für 2013 steuerfreie Dividenden zahlen.[/sws_green_box] DAX-Konzerne wie die Deutsche Telekom und die Deutsche Post machen es. Aber auch kleinere Gesellschaften wie der Medizintechnikanbieter UMS oder der Softwarespezialist Mensch und Maschine beglücken ihre Anteilseigner damit. Die Rede ist von steuerfreien Dividenden. Möglich sind sie, weil die Unternehmen keine normalen Gewinne ausschütten, sondern Kapitalrücklagen aus dem steuerlichen Einlagenkonto im Sinne des §27 KStG. Positiver Effekt: Inländische Investoren sparen sich die Kapitalertragsteuer von 25 Prozent und den Soli (5,5 Prozent der Kapitalertragsteuer). Im Prinzip eine feine Sache. Doch die Angelegenheit hat einen Haken. Wirklich steuerfrei sind diese Dividenden nämlich nur für Anleger, die die Papiere bereits vor Ende 2008 erworben haben – also vor Einführung der Abgeltungsteuer. Wer die betreffenden Aktien erst später gekauft hat, bekommt lediglich einen bis zum Verkauf des Anteils befristeten Steueraufschub – so zumindest der Wille der deutschen Finanzverwaltung.     In der Praxis funktioniert es so, dass die Depotbank den Einstandskurs der Aktie um die Höhe der ausgezahlten Dividenden kürzt. Folge: Beim Verkauf der Papiere fällt der abgeltungsteuerpflichtige Kursgewinn entsprechend höher aus. Eine steuerfreie Dividende ist demnach mit einem Kredit des Finanzamts bis zum Zeitpunkt des Verkaufs der Aktie zu vergleichen. Umgekehrt heißt das: Anleger, denen vorher nicht klar war, dass die Dividende, die sie in den vergangenen Jahren kassiert haben „steuerfrei“ war und nun nachträglich versteuert werden muss, können unangenehm überrascht werden. In diesem Fall fällt der Kursgewinn  – so denn einer erzielt wurde – niedriger aus als gedacht. Dabei kann sich die steuerliche Behandlung im Zeitablauf ändern. Die Medizintechnikfirma Geratherm etwa schüttete lange Zeit „steuerfrei“ aus. Für 2013 wird das Unternehmen nun eine ganz normale Dividende zahlen. „Sofern in künftigen Jahren Dividendenausschüttungen den maßgeblichen ausschüttbaren Gewinn übersteigen, können diese auch weiterhin steuerfrei aus dem steuerlichen Einlagekonto geleistet werden“, lässt Geratherm allerdings durchblicken. Bei Freenet dürfen die Anleger hingegen auch weiterhin mit einer „steuerfreien“ Dividende rechnen. „Der anrechenbare steuerliche Verlustvortrag, der aus der UMTS-Auktion der mobilcom AG resultiert, reicht der Höhe nach noch eine ganze Zeit aus“, betont der TecDAX-Konzern auf Nachfrage von boersengefluester.de. Anzutreffen sind auch Mischformen bei der Besteuerung. Das auf Inspektionssysteme spezialisierte Unternehmen Viscom etwa zahlt für 2013 insgesamt 1,70 Euro je Aktie. Diese Zahl setzt sich zusammen aus einer Sockeldividende von 0,42 Euro plus einer Sonderausschüttung von 1,28 Euro. Damit rangiert die Gesellschaft in den Renditelisten weit vorn. Allerdings: Nur ein Teilbetrag in Höhe von rund 1,38 Euro je Anteilschein wird dabei aus dem steuerlichen Einlagekonto ausgekehrt. Ebenfalls ein verlässlicher Dividendenzahler aus der „Tax-Free-Ecke“ ist UMS United Medical Systems. Zur Hauptversammlung im Juni 2014 schlägt die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg erneut eine Ausschüttung von 0,55 Euro pro Aktie vor. Damit bringt es der Titel auf eine attraktive Rendite von annähern fünf Prozent. UMS ist auf den mobilen Einsatz von Medtechgeräten für Anwendungen in den Bereichen Urologie, Radiologie, Gynäkologie spezialisiert. Für 2014 rechnet die Gesellschaft mit einem Ergebnis je Aktie zwischen 0,50 und 0,55 Euro. Firmenkenner halten das für eine konservative Vorschau. Damit Sie genau wissen, wo demnächst steuerfreie Dividenden anstehen, hat boersengefluester.de in den vergangenen Wochen die Dividendenbekanntmachungen der heimischen Unternehmen gezielt auf diesen Aspekt untersucht. Womöglich haben Sie von der einen oder anderen Aktie sogar noch Altbestände im Depot und kassieren tatsächlich ohne Abzug von Steuern. Aber selbst wenn man den fiskalischen Aspekt ausklammert, bieten einige Gesellschaften attraktive Renditen.   SteuerfreiFinal   [sws_green_box box_size="585"]Noch ein Tipp von boersengefluester.de: Alle Termine, Renditen und viele interessante Zusatzinfos sowie Sortiermöglichkeiten bietet Ihnen unser selbst entwickelter HV- und Dividendenkalender. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Sie werden überrascht sein, was dieses Tool alles kann. Einfach HIER klicken. [/sws_green_box]...
#555750 #555200 #Steuerfreie Dividende #784686 #549562 #A0Z2ZZ #549365 #658080
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[sws_blue_box box_size="585"]Gastbeitrag von Karsten Koos, Vorstand der five-alive portfolio AG: Ich war mir nicht sicher, ob der weiteren Entwicklung bei der auf Vieltrader spezialisierten sino AG und der Neubewertung der Aktien im Zuge der Einbringung der tick-TS AG, und versprach mir etwas Aufklärung durch die Hauptversammlung (HV). Diese fand am 20. März 2014 in Düsseldorf statt.[/sws_blue_box] Der erste Eindruck von dem Aktionärstreffen: Die Akustik war suboptimal und das Durchschnittsalter der rund 60 Teilnehmer lag gefühlt ebenfalls bei rund 60. Bei einem Unternehmen, das Daytrader bedient, hätte man wohl etwas anderes erwartet. Ich kann mich an eine Consors-HV, Ende der 90er Jahre entsinnen, da war das Durchschnittsalter nicht mal halb so hoch. Bleibt zu hoffen, dass die HV-Präsenz nicht repräsentativ fürs gesamte Aktionariat ist, und auch ein paar sino-Kunden Aktien ihres Brokers im Depot haben. Denn das lohnt sich derzeit wieder. Nicht von ungefähr ist sino die mit Abstand größte Position im five-alive wikifolio.  
Sino Kurs: 86,00
  Noch erwähnenswert ist, dass Ingo Hillen, Vorstand und Mitbegründer der sino AG, einen soliden Job auf der Hauptversammlung machte und mit seinem Vorstandskollegen Matthias Hocke insgesamt einen guten Eindruck hinterließ. Nachdem die Vorstände im September 2013, die ebenfalls von ihnen gegründete tick-TS AG als Sacheinlage in die sino AG einbrachten, und damit nicht nur die Bilanz stärkten, sondern auch die künftige Gewinnsituation festigten, wurde zum Jahreswechsel eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie angekündigt. Diese wurde nach der Hauptversammlung ausgezahlt. Bei einem Durchschnittskurs der vergangenen Wochen von rund 3,90 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von immerhin 14 Prozent. Da nicht nur die Dividende, sondern durch die Sacheinlage auch der Buchwert je Aktie deutlich zugelegt hat, darf neidlos eingestanden werden: Der Vorstand hat geliefert! Aber nicht nur das. Am Vortag der HV legte der Vorstand nach und kündigte für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn pro Aktie in einer Bandbreite von 0,30 bis 0,43 Euro an. Auf der Hauptversammlung ließ Hillen wissen, dass vorgesehen sei, diesen Gewinn voll als Dividende auszuschütten, da genügend Liquidität vorhanden sei, um auch wirtschaftliche Engpässe finanziell zu überstehen. Kurzum: Mit der sino AG investiert man in ein volatiles Geschäft, das vom Börsenumfeld abhängt, welches aber durch die Einbringung der tick-TS AG künftig etwas stabiler verlaufen dürfte, da hier mit regelmäßigen Lizenzeinnahmen zu rechnen ist. Ferner bekommt man einen sachverständigen und vertrauenswürdigen Vorstand und eine Aktie, die nach dem Dividendenabschlag bei rund 3,40 Euro notiert, und somit fürs laufende Geschäftsjahr auf ein moderates KGV von acht kommt und eine berauschende Dividendenrendite von gut zwölf Prozent mit sich bringt. Den detaillierten HV-Bericht gibt es in Kürze bei GSC-Research.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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Sino
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576550 DE0005765507 AG 201,03 Mio. € 27.09.2004 Kaufen
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  [sws_grey_box box_size="585"]Gastautor: Karsten Koos ist Vorstand der five-alive portfolio AG[/sws_grey_box]...
#576550
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Kinghero und Powerland lassen grüßen. Bei den chinesischen Modefirmen gab es Unregelmäßigkeiten in der Bilanz und die Wirtschaftsprüfer haben hingeschmissen. Nun will auch Grant Thornton den Abschluss 2013 von Ming Le Sports nicht testieren. Am ...
#A1MBEG
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Beinahe schon traditionell als letztes DAX-Unternehmen hat nun auch SAP seinen Dividendenvorschlag für 2013 vorgelegt. Der Softwarekonzern will für das vergangene Jahr 1,00 Euro je Aktie ausschütten. Das sind immerhin 15 Cent mehr als im Vorjahr. Dennoch beträgt die Rendite nur 1,8 Prozent, was bestenfalls einen Mittelfeldplatz im DAX sichert. Unabhängig davon: Nun ist die Blue-Chip-Runde komplett und die Stunde der Statistik hat geschlagen. Insgesamt schütten die 30 DAX-Konzerne nach Berechnungen von boersengefluester.de für 2013 eine Dividendensumme von 26,84 Mrd. Euro aus. Das ist zwar um 3,1 Prozent weniger als für 2012. Angesichts von Mammutkürzungen wie bei E.ON (952 Mio. Euro weniger als im Vorjahr), Deutsche Telekom (785 Mio. Euro weniger als im Vorjahr) und RWE (614 Mio. Euro weniger als im Vorjahr) kann sich das Ergebnis aber durchaus sehen lassen. Die absolut höchsten Zuwächse steuerten dagegen die Allianz (368 Mio. Euro mehr als im Vorjahr), Volkswagen (233 Mio. Euro mehr als im Vorjahr) und die Deutsche Lufthansa (207 Mio. Euro mehr als im Vorjahr) zum Gesamtergebnis bei.   Bildschirmfoto 2014-03-20 um 21.07.22   Erstmals seit zwei Jahren fällt die gesamte Ausschüttungssumme mit 26,84 Mrd. Euro aber wieder unter die Marke von 27 Mrd. Euro. Die bisherige Rekordmarke datiert bereits vom Jahr 2008 – also unmittelbar vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise.   DAX-DiviÜbersicht   Insgesamt 18 Konzerne haben ihre Dividende erhöht – das sind zwei mehr als im Vorjahr. Fünf Gesellschaften lassen ihre Dividende konstant, nach neun im Vorjahr. Auffällig ist jedoch, dass die Zahl der Dividendenkürzer mit fünf deutlich höher ist als 2012. Damals reduzierten nur zwei DAX-Firmen ihre Gewinnbeteiligung. Nachdem die Deutsche Lufthansa ihre Dividendenzahlung wieder aufgenommen hat, gibt es mit der Commerzbank und ThyssenKrupp nur noch zwei Gesellschaften, die ihre Anteilseigner mit einer Nullrunde abspeisen. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Angesichts der deutlich erhöhten Indexstände hat sich die durchschnittliche Dividendenrendite des DAX mittlerweile allerdings auf 2,64 Prozent reduziert. Vor einem Jahr lag die Verzinsung noch bei 3,07 Prozent. Von den Einzelwerten bieten derzeit noch vier Unternehmen eine Dividendenrendite von mehr als vier Prozent. Angeführt wird das Quartett von der Münchener Rück (4,82 Prozent). Es folgen der Stromversorger E.ON mit 4,38 Prozent, die Allianz mit 4,35 Prozent und die Deutsche Telekom mit 4,34 Prozent. Die prozentual größten Sprünge haben dagegen Unternehmen wie Henkel, HeidelbergCement, Allianz oder eben SAP gemacht. So gesehen war die Dividendenankündigung von SAP ein würdiger Abschluss für eine unterm Strich doch noch ganz versöhnliche Ausschüttungssaison, auch wenn es nicht für einen neuen Rekord gereicht hat – eine indirekte Folge der Energiewende. DAXTopFlop   [sws_red_box box_size="585"]Sie interessieren sich für Dividenden und sind auf der Suche nach verlässlichen Daten? Dann sollten Sie unseren HV- und Dividendenkalender ausprobieren. Mit diesem Tool erhalten Sie alle notwendigen Informationen. Dank des Ampelsystems sehen Sie außerdem auf einen Blick, welche Firmen derzeit ihre Dividenden erhöhen, unverändert lassen oder senken. Tipp: Wenn Sie auf die einzelnen Farbfelder oder das jeweilige Indexsymbol klicken, erhalten Sie viele weitere Detailinfos in Tabellenform mit nützlichen Sortiermakros. Neu: Zu jedem Monat stellen wir Ihnen eine Hitliste mit den fünf höchsten Dividendenrenditen vor. Außerdem haben wir alle Firmennamen mit Logos versehen. Damit hat das Analysetool auch optisch noch einen Schritt nach vorn gemacht. HIER kommen Sie direkt zu unserem Dividendenkalender. Und: Wussten Sie schon, dass wir auf unserer Facebook-Seite  eine tägliche Zusammenfassung der Dividendenupdates präsentieren? Es lohnt sich also, auch dort regelmäßig vorbeizuschauen. Über ein "Gefällt mir" würden wir uns natürlich freuen.[/sws_red_box]   Viele nutzwertige Tipps finden Sie übrigens auch in unserem Dividenden-Ratgeber. Vorbeischauen lohnt sich!...
#Dividenden #766403 #555750 #CBK100 #750000 #840400 #ENAG99 #703712 #716460 #604843 #823212 #604700
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Ungewohnt optimistisch zeigte sich Peter Haas, der Vorstandsvorsitzende des Zeitarbeitsunternehmens Amadeus Fire, auf der Analysten- und Investorenkonferenz in Frankfurt. Ermuntert durch den guten Start zum Jahresauftakt erwartet er für 2014 eine Umsatzsteigerung auf 150 Mio. Euro (Vj.: 142 Mio. Euro). Da er glaubt, die „Produktivität durch eine bessere Auslastung der Mitarbeiter steigern zu können“, sollte der Gewinn mindestens in gleichem Verhältnis zulegen. Besonders die sich weiter belebende Konjunktur dürfte den zyklischen Zeitarbeitsmarkt weiter beleben. Zudem ist gut ausgebildetes Personal derzeit Mangelware, was den Personalvermittlern ein lukratives Geschäft verspricht. Zwar will die Große Koalition der Zeitarbeit – mit einer Beschränkung der Überlassungsdauer auf 18 Monate und der Gleichstellung des Arbeitsentgeltes der Zeitarbeiter mit den Stammarbeitnehmern im Kundenbetrieb – weitere Steine in den Weg werfen, doch Haas zeigt sich da ganz gelassen. Bereits die Branchenzuschläge, die seit Ende 2012 anfallen, hatten kaum Auswirkungen auf das Geschäft von Amadeus.  „Reiner Hustle – kein Output“, kommentiert Haas denn auch nur knapp.  
Amadeus Fire Kurs: 74,30
  Überhaupt treffen die geplanten und auch schon eingeführten Verschärfungen in der Zeitarbeit Amadeus wenig. Das Unternehmen konzentriert sich ganz auf Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen. Um die geeigneten Kandidaten zu finden, müssen die Frankfurter ordentliche Gehälter – meist deutlich über den Tarifentgelten –  zahlen. Gerade bei einem leergefegten Arbeitsmarkt würde sich sonst niemand für die Zeitarbeit entscheiden. So erwartet Haas auch aus der 3,8prozentigen Tariferhöhung zu Jahresbeginn kaum negative Auswirkungen auf das Ergebnis. Denn Amadeus hat schon im vergangen Jahr gezeigt, dass die Kunden auch Preiserhöhungen akzeptieren. So stiegen die durchschnittlichen Stundenverrechnungssätze um 4,4 Prozent. Insgesamt wurde der Umsatz 2013 um 3,6 Prozent auf 142 Mio. Euro vorangebracht. Aufgrund von Sonderabschreibungen im Vorjahr legte der Jahresüberschuss 2013 kräftig, um mehr als 20 Prozent, auf 15,7 Mio. Euro zu. Das entspricht einer Eigenkapitalrendite von 38 Prozent und einem Ergebnis je Aktie von 2,83 Euro, das voll an die Aktionäre weitergereicht wird. Auch in den kommenden Jahren will Haas von der Politik der Vollausschüttung nicht abweichen. Denn die Bilanz ist blitzsauber und das Unternehmen solide aufgestellt. Immerhin verfügt Amadeus über fast 38 Mio. Euro Cash, das sind mehr als 60 Prozent der Bilanzsumme. Zudem ist das Unternehmen zu zwei Dritteln durch Eigenkapital finanziert, und die Dividende kann komplett aus dem Cashflow bezahlt werden. Seit Jahren gehört die Amadeus-Aktie zu den Dividendenrendite-Hits in Deutschland. Durch den steilen Kursanstieg in den vergangenen Wochen hat sich die Rendite für das Geschäftsjahr 2013 aber auf „nur noch“ 4,4 Prozent verringert. Mit einem KGV 2015 (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von mehr als 20 ist der SDAX-Titel auch nicht mehr billig. Dass die Anleger inzwischen nervös werden, zeigt sich an schwachen Börsentagen, an denen die Aktie überdurchschnittlich verliert – um danach auch wieder kräftig zuzulegen. Für Amadeus spricht die extrem solide Entwicklung in den vergangenen Jahren. Andreas Wolf, Analyst bei Warburg Research, belässt seine Anlageempfehlung denn auch bei „Halten“. Diesem Anlageurteil kann sich boersengefluester.de gut anschließen.  
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509310 DE0005093108 AG 403,61 Mio. € 04.03.1999 Halten
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Drunter und drüber geht es derzeit bei dem Fahrradhersteller Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke. Statt der erhofft deutlichen Ergebnisverbesserung wird der Fahrradhersteller aus Sangerhausen in Thüringen für 2013 einen Fehlbetrag von vermutlich 15 Mio. Euro ausweisen müssen. Das entspricht einem Verlust je Aktie von 1,53 Euro. Pikant: Neben verfehlten Umsatzzielen führten insbesondere zu niedrig erfasste Materialaufwände im Zuge der Einführung eines neuen Buchhaltungssystems zu dem unerwarteten Fehlbetrag. Der Fehler wurde erst jetzt bemerkt, da die Gesellschaft keine unterjährige Inventur durchführt. Noch ist das ganze Ausmaß der Misere nicht komplett abschätzbar, so dass Mifa die Veröffentlichung des Zahlenwerks vorsichtshalber von Mitte April auf Juni 2014 verlegt hat. Personelle Konsequenzen hat das Debakel bereits jetzt: Peter Wicht, seit 2004 alleiniger Vorstand und mit 24 Prozent der Anteilscheine größter Einzelaktionär, steht der Gesellschaft derzeit „krankheitsbedingt nicht zur Verfügung“, wie es offiziell heißt. Seine Stelle und die des Finanzvorstands wird ab sofort – und zunächst bis Jahresende – Hans-Peter Barth übernehmen. Barth ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Neben dem saftigen Kursverlust der Aktie von mehr als 35 Prozent auf 4,25 Euro, könnte sich auch für die Anleihengläubiger eine neue Situation ergeben. Mifa hatte im August 2013 einen Mittelstandsbond (WKN: A1X25B) im Volumen von 25 Mio. Euro mit einem Kupon von 7,5 Prozent emittiert. Der lange Zeit um den Nennwert pendelnde Anleihenkurs sackte auf rund 75 Prozent ab. Angesichts der Buchhaltungsfehler ist es möglich, dass Vertragsklauseln (Covenants) verletzt worden sind und sich daraus gegebenenfalls ein Sonderkündigungsrecht für die Bondinhaber ergeben könnte.  
Mifa Fahrradwerke Kurs: 0,00
  „Sollte dieser Fall eintreten, beabsichtigt die Gesellschaft eine Versammlung der Anleihegläubiger einzuberufen, um über eine entsprechende Änderung der Anleihebedingungen abzustimmen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in diesem Fall weitere Refinanzierungsmöglichkeiten prüfen“, heißt es. Mifa weist jedoch darauf hin, dass das Unternehmen über ausreichende Liquidität für das laufende Geschäft verfügt. Eine „belastbare Aussage“ für 2014 kann allerdings erst nach Prüfung der kompletten Sachlage getroffen werden. Nur ein Trostpflaster ist derweil die Nachricht, dass Mifa eine Absichtserklärung mit dem größten indischen Fahrradhersteller Hero Cycles unterzeichnet hat, die eine Eigenkapitalbeteiligung der Inder in Höhe von 15 Mio. Euro vorsieht. Die Mifa-Aktie galt lange Zeit als Hoffnungswert in der Nebenwerteszene. Geliefert hatte Vorstandschef Wicht allerdings viel zu selten. Dabei hatte das Unternehmen mit dem Kauf von Marken wie Steppenwolf oder dem hochpreisigen E-Bike-Spezialisten Grace immer wieder für Furore gesorgt. Auch die Produktion des Smart-Elektrofahrrads für Daimler galt als Meilenstein für neue Produktionstechniken im Fahrradbau. Im Zeitraum von 2016 bis 2018 sollte der Umsatz von zuletzt 111 Mio. Euro auf rund 200 Mio. Euro steigen – bei einer EBIT-Marge von sieben bis neun Prozent. Vorerst haben die Investoren allerdings andere Sorgen – Aktienkurs und Anleihennotiz befinden sich auf Schussfahrt Richtung Süden. Der Börsenwert ist auf 41,5 Mio. Euro gesunken. Auf den falschen Sattel hat damit auch Promi-Investor Carsten Maschmeyer gesetzt, dem allein direkt gut 20 Prozent der Mifa-Aktien zuzurechnen sind. Eine größere Position hielt zum Jahresende 2013 aber auch die Stuttgarter KST Beteiligungs AG. Auf einer Investorenkonferenz hatte Mifa-Marketingvorstand und Grace-Mitgründer Michael Hecken zuletzt um „ein Stück Geduld mit der Firma und der Aktie“ geworben. Das jetzige Ausmaß des Vertrauensverlusts dürfte er damals – im Dezember 2013 – wohl kaum erahnt haben. Bis klar ist, wohin die Reise geht bei Mifa, sollten Anleger den Titel umkurven. Unabhängig davon: Das unrühmliche Thema "Deutsche Mittelstandsanleihen" ist schon wieder um ein Kapitel reicher.  
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WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0B95Y DE000A0B95Y8 0,00 Mio. € 17.05.2004 Verkaufen
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#Elektrofahrräder #A0B95Y #Grace
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Überhaupt not amused reagierten die Anleger auf die Neuigkeiten zur Sanierung von 3W Power. Von den ohnehin schon mickrigen Höchstkursen des laufenden Jahres bei 0,41 Euro hat sich die Notiz des Anbieters von Leistungselektroniksystemen mittlerweile um mehr als ein Drittel gen Süden entfernt und steht bei nur noch 0,25 Euro. Dreh- und Angelpunkt des Rettungsplans ist die noch immer offene Anleihe (WKN: A1A29T) im Volumen von 100 Mio. Euro. Hinzu kommt eine Kapitalerhöhung über 4 Mio. Euro mit Bezugsrecht für die bisherigen Aktionäre. Die Zeit drängt. „Ohne eine finanzielle Restrukturierung besteht die Gefahr, dass der Gesellschaft die erforderlichen Betriebsmittel im Laufe dieses Jahres ausgehen“, räumt 3W Power unumwunden ein. Abgesegnet werden soll der Plan zunächst auf einer für den 9. April 2014 angesetzten Gläubigerversammlung – erneut in Frankfurt, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder am Flughafen. Dem Vernehmen nach haben wesentliche Bondinvestoren dem Plan bereits zugestimmt.     Auf die größte Verwässerung müssen sich dabei die Aktionäre einstellen. Anleger, die ihr Bezugsrecht für die Barkapitalerhöhung im Volumen von 4 Mio. Euro nicht wahrnehmen, dürften am Ende auf nur noch rund acht Prozent ihres bisherigen Stimmanteils absinken. Wer der Sanierung traut und frisches Geld in die Firma schießen will, könnte seine Verwässerung vermutlich auf etwa 34 Prozent begrenzen. Beinahe in der Komfortzone bewegen sich dagegen die Anleihengläubiger – erst Recht, wenn sie nicht von Anfang an dabei sind, sondern erst im Winter 2013 eingestiegen sind. Im Tief stürzte der Bond auf weniger als zehn Prozent des Nennwerts von 1000 Euro. Absehbar war die scharfe Erholung der Bondnotiz freilich nicht. Angeboten wird den Anleiheinhabern, 50 Prozent des Nennwerts in Aktien zu tauschen. Die andere Hälfte des bisherigen Anleihevolumens soll dann gegen einen neuen 50-Millionen-Euro-Bond mit Laufzeit bis 2019 gewechselt werden. Die bisherige Anleihe wäre bereits 2015 fällig geworden. Zusätzliche Aktien dürften darüber hinaus durch ein Anreizprogramm für das Management entstehen. Details nannte 3W Power noch nicht, boersengefluester.de geht jedoch davon aus, dass sich die Stückzahl nochmals um bis zu zehn Prozent erhöhen könnte. Nach der trügerischen Ruhe der vergangenen Wochen geht es nun also um das Überleben der Gesellschaft. Großartige Wahlmöglichkeiten haben Aktionäre und Bondinhaber – nach den Erfahrungen vergleichbarer Sanierungen wie zum Beispiel Solarworld – kaum. Als Perspektive stellt Vorstandschef Dirk Wolfertz für 2014 einen Umsatz von 219 Mio. Euro und ein negatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 24 Mio. Euro in Aussicht. Für 2015 rechnet er dann bei leicht höheren Erlösen mit einem EBITDA von plus 17 Mio. Euro. Dem dürfte ein Börsenwert von, umgerechnet auf die künftige Aktienstückzahl, 150 bis 160 Mio. Euro gegenüberstehen. Wirklich günstig ist diese Relation nicht, zumal dem Wachstum und der Entwicklung neuer Produkte enge finanzielle Grenzen gesetzt sind. Den Kassenbestand per Ende 2014 taxiert das Unternehmen auf gerade einmal 20 Mio. Euro. In der 3W-Aktie bewegen sich nur noch extrem risikobereite Anleger, die hartnäckig an die Story glauben.     Foto: 3W Power Solutions...
#A1A29T #A1W2L4 #A114Z9
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Mit Rekord-Umsätzen (plus 8,4 Prozent auf 2,27 Mrd. Euro) und -Gewinnen (Jahresüberschuss plus 12,5 Prozent auf 63,4 Mio. Euro) hat Bechtle, einer der führenden europäischen IT-Dienstleister für gewerbliche Kunden, schon im vergangenen Jahr brilliert. Nun wollen die Neckarsulmer noch einen draufsetzen. Sechs bis zehn Prozent Wachstum kann sich Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG, für 2014 vorstellen. Und die Profitabilität soll weiter verbessert werden. Die gute Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen dieses Jahres unterstützt die optimistische Prognose des TecDAX-Unternehmens. Dabei entwickelte sich das Geschäft des IT-Komplettanbieters mit mehr als 65 Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Beginn des vergangenen Jahres eher zäh. Der Umsatzanstieg von gut fünf Prozent im ersten Halbjahr auf über 1 Mrd. Euro war für das Management und die Aktionäre wenig zufriedenstellend. Das EBT (Ergebnis vor Steuern) rutschte sogar um zehn Prozent auf 28,7 Mio. Euro ab. Im Bereich E-Commerce hatte Bechtle den Trend zu mobilen Endgeräten verschlafen. Durch die Erweiterung der regionalen Präsenz in der Schweiz und Österreich, den Ausbau des Managed-Services-Geschäfts und die akquisitionsbedingte Verstärkung im Software-Bereich startete Bechtle dann mit Wachstumsraten von deutlich über zehn Prozent durch. Im vierten Quartal legte der Umsatz der Gesellschaft aus Neckarsulm gar um 11,4 Prozent und das EBT um ein Viertel zu.  
Bechtle Kurs: 34,86
  Diesen Schwung hat das Unternehmen mit ins neue Jahr genommen. Auf der Analystenkonferenz in Frankfurt macht Olemotz denn auch kein Geheimnis daraus, dass die Zahlen des ersten Halbjahrs 2014 deutlich über denen des Vorjahrs liegen werden. In einigen Bereichen  – zum Beispiel bei Großaufträgen auf europäischer Ebene – wäre Olemotz „nicht unglücklich, wenn die Auftragsdynamik etwas nachlassen würde.“ Auf der anderen Seite macht er auch deutlich, dass organische Wachstumsraten wie im zweiten Halbjahr 2013 nur schwer zu wiederholen sind. Basisbedingt könnte das dann zu einer Enttäuschung der Anleger zum Jahresende führen. In den kommenden Monaten sollte sich die Bechtle-Aktie – getragen von positiven Unternehmensmeldungen – erst einmal weiter gut entwickeln. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von derzeit rund 16 ist der Wachstumswert nicht teuer. Immerhin will Olemotz bis zum Jahr 2020 – auch mithilfe von Akquisitionen – zweistellig zulegen und dann die Umsatz-Marke von 5 Mrd. Euro knacken. Die aktuelle Dividendenrendite von 1,9 Prozent ist zwar nicht üppig, verglichen mit dem, was das Geld auf dem Sparkonto an Rendite abwirft, jedoch auskömmlich. Mit liquiden Mitteln von 156 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von 55 Prozent ist Bechtle solide finanziert und die Ausschüttung weitgehend gesichert. Wolfgang Specht, Analyst beim Bankhaus Lampe, hat seine Ergebnisschätzungen für Bechtle deutlich erhöht und empfiehlt die Aktie zum Kauf. Sein Kursziel sind 63 Euro.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Bechtle
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
515870 DE0005158703 AG 4.392,36 Mio. € 30.03.2000 Kaufen
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  [sws_red_box box_size="585"]Autor: Dieser Beitrag stammt von meinem sehr geschätzten Kollegen Stefan Otto, einem ausgewiesenen Kenner in den Bereichen Deutsche Aktien und China-Titeln mit Hauptnotiz in Deutschland.[/sws_red_box]...
#515870
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Überraschend deutliche Dividendenerhöhung bei Krones: Neben einer von 0,75 auf 1,00 Euro heraufgesetzten Basisdividende, zahlt der Hersteller von Abfüllanlagen für 2013 on top noch einen Bonus von 1,00 Euro je Anteilschein. Damit reicht der MDAX-Konzern knapp 43 Prozent der Erlöse aus dem Verkauf eigener Aktien an die Investoren weiter. Größter Profiteur ist die Gründerfamilie. Immerhin hält die Familie Kronseder 51,85 Prozent aller Krones-Aktien. Auf Basis der 2,00 Euro Dividende kommt das Papier nun auf eine Rendite von 3,0 Prozent. Zur Einordnung: Das Mittel liegt im MDAX zurzeit bei gut 2,2 Prozent. Bis zur Auszahlung dauert es allerdings noch eine Weile: Die Hauptversammlung findet am 25. Juni 2014 statt. Erst Ende November hatten die Oberpfälzer angekündigt, künftig rund 25 bis 30 Prozent des Überschusses für Dividenden zu verwenden. Bislang lag die Messlatte bei 20 bis 25 Prozent. Mit dem Vorschlag für 2013 liegt Krones nun auf Grundlage der Sockeldividende von 1,00 Euro im mittleren Bereich der Einzäunung.  
Krones Kurs: 120,80
  Sehen lassen können sich allerdings auch die anderen Zahlen der Neutraublinger. Mit 169,7 Mio. Euro blieben 6,0 Prozent des Umsatzes von 2.815,7 Mio. Euro als Gewinn vor Steuern hängen. Angekündigt hatte Vorstandschef Volker Kronseder eine Marge vor Steuern in einer Range von 5,8 bis 6,0 Prozent. Unterm Strich steht ein von 67 Mio. auf 119,4 Mio. Euro gestiegener Überschuss. Das Ergebnis je Aktie zog von 2,22 Euro auf 3,84 Euro an. Der hohe Zuwachs hängt allerdings maßgeblich mit außerordentlichen Effekten aus der Beilegung eines Rechtsstreits zusammen, die 2012 kräftig auf den Ertrag drückten. Für 2014 rechnet Krones mit einem Erlösplus von vier Prozent auf dann 2.928 Mio. Euro. Die Rendite vor Steuern soll auf 6,2 Prozent klettern – dementsprechend würde das einem Gewinn vor Steuern von 181,5 Mio. Euro entsprechen. Damit bewegt sich Krones im Rahmen der Erwartungen – eine positive Überraschung bietet der Ausblick aber nicht. Jedoch war auch kaum zu erwarten, dass sich Krones zu einem derart frühen Zeitpunkt übermäßig weit aus dem Fenster lehnt. Dennoch stehen die Chancen gut, dass der Aktienkurs das bisherige Hoch bei knapp 67,60 Euro überwindet – Richtung Norden wäre dann erst einmal der Weg frei. Mit einem KGV von 14,5 gehört Krones sicher nicht zu den Schnäppchen auf dem heimischen Kurszettel – aber zu diesem Kreis zählte der MDAX-Titel noch nie. Dafür punktet der Qualitätswert mit verlässlichen Prognosen und einer soliden Bilanz. Für boersengefluester.de bleibt der Titel ein Basisinvestment aus dem Mid-Cap-Index. Der Dividendenvorschlag für 2013 lässt für die Zukunft jedenfalls einiges erwarten.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Krones
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
633500 DE0006335003 AG 3.816,44 Mio. € 01.10.1984 Kaufen
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  Foto: Krones AG...
#633500
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Knapp zwei Monate nach der Notizaufnahme im streng regulierten Prime Standard hat der chinesische Stoffproduzent Tintbright erste Zahlen für 2013 vorgelegt – und die können sich durchaus sehen lassen. Bei einem Erlösanstieg um 3,7 Prozent auf 127,2 Mio. Euro zog der Gewinn vor Steuern von 27,6 auf 29,4 Mio. Euro an. Diese Ergebnisverbesserung deckt sich mit den Erwartungen der emissionsbegleitenden BankM aus Frankfurt. Interessant werden dürfte die Tintbright-Aktie insbesondere für Dividendenjäger. So kündigte das Unternehmen zur Hauptversammlung am 11. August 2014 an, mindestens 15 Prozent des Gewinns nach Steuern als Dividende auszuschütten. Bei einer von boersengefluester.de unterstellten Steuerquote von konservativen 30 Prozent könnte somit ein Betrag von rund 3 Mio. Euro zur Ausschüttung kommen. Das entspräche einer Dividende je Aktie von 1,50 Euro – entsprechend einer Rendite von nicht alltäglichen 9,5 Prozent. Die Experten der BankM haben in ihrer Emissionsstudie sogar eine Dividende von 2,20 Euro für 2013 stehen. Womöglich gibt es ja sogar noch eine positive Überraschung. Die Tintbright-Aktie hat jedenfalls mit Kursgewinnen auf die Neuigkeiten reagiert. „Wir freuen uns über das gute Ergebnis und sind zuversichtlich, im neuen Geschäftsjahr ein noch stärkeres Wachstum erwirtschaften zu können", sagt Tianzhun Zhao, Vorstandsvorsitzender von Tintbright.  
Tintbright Kurs: 0,00
  Für 2014 steht ein Umsatzplus von zehn Prozent bei einer Marge nach Steuern von 17 Prozent auf der Agenda. Demnach sollten die Chinesen 2014 auf ein Ergebnis je Aktie von 11,90 Euro kommen. Da Tintbright von einer „langfristigen Dividendenpolitik“ spricht, könnte die Ausschüttung für 2014 bei 1,75 Euro liegen und die Rendite entsprechend nochmals ansteigen. Das ist allerdings Zukunftsmusik. Bemerkenswert sind Kennzahlen der Tintbright-Aktie dennoch: Selbst unter China-Aktien ist die Kombination aus einem KGV von 1,3, einer Dividendenrendite von knapp zehn Prozent und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von weniger als 0,5 nicht alltäglich. Fazit: Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Wer sich auf Investments in spekulative China-Aktien einlässt, kommt vermutlich aber kaum an Tintbright vorbei. Der Börsenwert des Unternehmens beträgt 31,3 Mio. Euro – bei einem Streubesitz von allerdings nur 13,45 Prozent. Sonderlich liquide ist der Börsenhandel damit nicht.  
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INVESTOR-INFORMATIONEN
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Tintbright
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1PG7W DE000A1PG7W8 0,00 Mio. € 27.01.2014 Beobachten
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben
  [sws_yellow_box box_size="585"]Umfassende und regelmäßige Informationen zu allen Aktien von chinesischen Unternehmen aus dem Prime Standard sowie eine exklusive Scoring-Tabelle finden Sie auf unserem Portal „Chinageflüster“. Einfach HIER anklicken[/sws_yellow_box]...
#A1PG7W
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Aktionäre von Petrotec durchlebten in den vergangenen Monaten ein Wechselbad der Gefühle. Im Oktober 2013 erhöhte der Hersteller von rest- und abfallstoffbasiertem Biodiesel zunächst die Prognose für die EBIT-Marge, um sie dann im Februar 2014 bereits wieder nachzuschrauben. Grund waren Investitionen in den Anlagepark. „Im vierten Quartal haben wir die erste und wichtigste Phase einer umfangreichen Modernisierung in einem unserer Werke umgesetzt. Die zweite und letzte Phase dieser Modernisierung wird voraussichtlich im Verlauf dieses Jahres zwischen dem zweiten und dritten Quartal abgeschlossen“, sagt Petrotec-Vorstand Jean Scemama. An der Börse stießen diese Äußerungen zwar nicht unbedingt auf Begeisterung, nachhaltig abgerutscht ist die Notiz von Petrotec allerdings auch nicht.  
Petrotec Kurs: 0,00
  Boersengefluester.de hatte die Situation damals sogar als Kaufgelegenheit eingestuft. Durch den nun vorgelegten Geschäftsbericht für 2013 hat das Unternehmen aus dem westfälischen Borken diese Einschätzung untermauert. Mit Erlösen von 193,33 Mio. Euro hat Petrotec die Prognosen gut erfüllt. Und auch das letztlich erzielte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 4,87 Mio. Euro im mittleren Bereich der erwarteten Spanne von 4,5 bis 5,4 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein von 0,92 auf 4,01 Mio. Euro erhöhter Überschuss stehen. Dementsprechend kam das Ergebnis je Aktie von 0,038 auf 0,163 Euro voran. Für 2014 kalkuliert Petrotec allerdings mit einer extrem weiten Umsatzspanne von 150 bis 220 Mio. Euro. Die operative Marge soll sich dabei zwischen zwei und vier Prozent bewegen. Demnach könnte das Betriebsergebnis in einer Range von 3,0 bis 8,8 Mio. Euro liegen. Einen Blick sollten Anleger auf das Zinsergebnis haben – 2013 war es mit knapp 1,76 Mio. Euro negativ. Ein ursprünglich 10,45 Mio. Euro ausmachendes Darlehen des israelischen Großaktionärs IC Green Energy wurde für die noch offenen 7,25 Mio. Euro zu einem von 8,0 auf 10,0 Prozent erhöhten Zinssatz bis 2017 verlängert. Angesichts der mittlerweile wieder erreichten Bilanzqualität erscheint das eine relativ happige Verzinsung, auch wenn Petrotec ohne Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig tilgen kann. An der Börse kamen die Neuigkeiten dennoch gut an – auch wir bleiben daher bei unserer positiven Einschätzung. Im Vergleich zu anderen Anbietern aus dem Biodieselbereich sieht die Petrotec-Aktie überdurchschnittlich attraktiv aus.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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Petrotec
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
PET111 DE000PET1111 0,00 Mio. € 06.11.2006 Verkaufen
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  Foto: Petrotec AG...
#Biodiesel #PET111

In der Rubrik "Zitat des Tages" zeigen wir Sprüche berühmter Personen. Die Bandbreite reicht von Investoren, über Philosophen bis hin zu Sportlern. Wenn Sie ein Zitat  zur Aufnahme vorschlagen möchten, kontaktieren Sie uns gern. Per E-Mail an [email protected] oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.

„Der Markt weiß nicht, ob Sie eine Long- oder eine Shortposition halten, und das schert ihn auch nicht im Geringsten.“
Marty Schwartz

BGFL stellt an dieser Stelle heiße Aktien mit hohen Chancen, aber auch enormen Risiken, für spekulative Anleger vor
Kommt 2025 der Durchbruch?
Kurs: 2,06
Heiße Medtech-Wette
Kurs: 4,28
0,21 Euro Dividende geplant
Kurs: 7,00

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