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Am Ende ist Mensch und Maschine genau in der Mitte herausgekommen. So weist der Spezialist für CAD/CAM-Software für 2017 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 18,0 Mio. Euro aus – bei einer vorherigen Prognosespanne von 17,5 bis 18,5 Mio. Euro. Das hört sich zunächst nicht sonderlich aufregend an. Angesichts des relativ schwachen dritten Quartals, ist das Abschneiden aber dennoch eine stramme Leistung. Mensch und Maschine (MuM) selbst spricht von einem „fulminanten Schlussquartal“. „Die Umstellung von Verkauf auf Vermietung beim Lieferanten Autodesk, die in den ersten neun Monaten noch spürbar gebremst hatte, zeigte erste positive Impulse“, heißt es zudem. Tatsächlich überragte das EBITDA im vierten Quartal 2017 mit 6,56 Mio. Euro den entsprechenden Vorjahreswert um 32,3 Prozent. Eine derart rasante Aufholjagd hätte boersengefluester.de dem im Scale notierten Unternehmen beinahe nicht mehr zugetraut. „Damit dürfte auch einem Dividendenvorschlag von 50 Cent nach 35 Cent im Vorjahr nichts mehr im Wege stehen“, sagt CEO Adi Drotleff. Diese Aussage hat insofern positive Signalwirkung, weil nach Abschluss des dritten Quartals noch von einer Dividende in einer Bandbreite zwischen 45 und 50 Cent die Rede war. Nun schaut es so aus, als ob Anleger sich fest auf das obere Ende einstellen können, womit die Aktie – beim aktuellen Kurs von 21,30 Euro – auf eine Rendite von immerhin 2,3 Prozent kommen würde. Damit nicht genug: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Mensch und Maschine in den kommenden Jahren die Dividenden weiterhin regelmäßig erhöhen. So steht für 2018 schon jetzt eine Ausschüttung zwischen 62 und 68 Cent auf der Agenda. Für 2019 ist eine weitere Aufstockung um 15 Cent pro Anteilschein geplant. Es gibt nur wenige Unternehmen auf dem Frankfurter Parkett,mit einer derart offen kommunizierten Dividendenstrategie.  
Mensch und Maschine Kurs: 39,50
  Ähnlich visibel sind die Ziele für das Ergebnis je Aktie: Hier will Mensch und Maschine bis zum Jahr 2020 die Marke von 1,00 Euro toppen – nach 0,52 Euro für 2017. „Das vierte Quartal 2017 hat klar gezeigt, welche Gewinnzuwächse bei MuM in Zukunft möglich sind“, sagt Vorstand und Großaktionär Adi Drotleff. Unterm Strich bleibt der Titel damit für uns eine solide Halten-Position. Der vergleichsweise hohen Bewertung stehen ein erprobtes Geschäftsmodell, robuste Bilanzen sowie eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik gegenüber. Akquisitionspläne hat Mensch und Maschine – zumindest in der jetzigen Konstellation – nicht. Aber wer weiß: Vielleicht rückt MuM irgendwann ja selbst ins Visier eines Firmenkäufers. Interessante Konstellationen gibt es bestimmt eine Menge. Mut macht derweil auch die Charttechnik: Zumindest hat die Notiz ihre Korrektur ziemlich genau an der so wichtigen 200-Tage-Durchschnittslinie beendet und tendiert nun wieder Richtung Norden.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Mensch und Maschine
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
658080 DE0006580806 SE 677,39 Mio. € 21.07.1997 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 243,98 266,16 320,47 323,31 325,84 238,50 263,00
EBITDA1,2 40,33 44,44 52,67 56,64 56,74 60,00 67,50
EBITDA-Marge %3 16,53 16,70 16,44 17,52 17,41 25,16 25,67
EBIT1,4 31,03 34,69 42,64 46,83 46,48 49,10 56,00
EBIT-Marge %5 12,72 13,03 13,31 14,49 14,27 20,59 21,29
Jahresüberschuss1 20,90 23,88 28,91 31,93 33,44 35,00 40,00
Netto-Marge %6 8,57 8,97 9,02 9,88 10,26 14,68 15,21
Cashflow1,7 33,73 36,91 39,05 50,59 62,32 38,00 43,00
Ergebnis je Aktie8 1,12 1,26 1,55 1,72 1,80 1,90 2,29
Dividende je Aktie8 1,00 1,20 1,40 1,65 1,85 2,00 2,15

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Foto: Pixabay   [sws_blue_box box_size="640"]Kennen Sie schon unseren wöchentlichen Newsletter BGFL Weekly? Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL) sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun. Wir freuen uns auf Sie![/sws_blue_box]...
#658080
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In die stabile Seitenlage ist der Aktienkurs der Deutsche Konsum REIT übergegangen. Dabei kommt die auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Gesellschaft operativ gut voran. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs 2017/18 (30. September) zogen die Mieterlöse um gut 53 Prozent auf knapp 6,58 Mio. Euro an. Mit einer ähnlichen Wachstumsrate bewegte sich der Cashflow (Funds From Operations) Richtung Norden und erreichte annähernd 3,41 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr bleibt CEO Rolf Elgeti bei seiner Prognose, wonach mit einem FFO in einer Bandbreite von 16 bis 20 Mio. Euro zu rechnen ist. Zudem betont Elgeti, dass die Gesellschaft ihre Kreditaktivitäten bei verschiedenen Banken weiter hochfährt. Ziel ist es, die Relation von Finanzschulden zum Verkehrswert der Immobilien – auch LTV (Loan To Value) genannt – auf rund 50 Prozent zu erhöhen. Per Ende Dezember 2017 war der LTV auf rund 36,5 Prozent gesackt. Unter Investoren ist der LTV eine vielbeachtete Kennzahl, wobei der Trend – insbesondere bei größeren Unternehmen – eher dazu geht, den Verschuldungsgrad zu senken. Bei kleineren, im Aufbau befindlichen Gesellschaften wie Deutsche Konsum REIT, kann es hingegen eine clevere Strategie sein, mit einem höheren Hebel zu arbeiten. Interessant ist der Anteilschein der Deutschen Konsum REIT aber noch aus einem ganz anderen Grund: So klein, wie man vielleicht denkt, ist das Unternehmen nämlich gar nicht mehr. Immerhin beträgt die Marktkapitalisierung der in den Prime Standard gewechselten Firma mittlerweile fast 283 Mio. Euro – bei einem Streubesitzanteil von einem knappen Drittel. Sollte Vorstand Elgeti den strammen Expansionskurs fortsetzen, könnte die Deutsche Konsum REIT bald zu einem SDAX-Kandidaten reifen. Zudem geht boersengefluester.de davon aus, dass es die zurzeit mit einer Bond-Emission aktive FCR Immobilien, ebenfalls recht bald Richtung Börse zieht. Gemeinsam mit der auch im Handelsbereich tätigen DEFAMA Deutsche Fachmarkt dürfte so das Investoreninteresse an dem gesamten Sektor wieder anziehen. Die Analysten von ODDO BHF geben weiterhin ein Kursziel von 11,90 Euro für die Aktie der Deutsche Konsum REIT aus. Die Berenberg Bank bewegt sich mit 11,50 Euro nur unwesentlich darunter. Am 8. März 2018 findet in Berlin die Hauptversammlung (HV) statt. Eine Dividende wird die Deutsche Konsum REIT freilich erst für das laufende Geschäftsjahr – zahlbar nach der HV 2019 – auskehren. Per saldo hält boersengefluester.de die Aktie weiterhin für einen feinen Spezialwert aus dem Immobiliensektor. Für eher dividendenorientierte Anleger ist die DEFAMA-Aktie schon jetzt eine interessante Alternative.    
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Deutsche Konsum Real Estate
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A14KRD DE000A14KRD3 AG 201,71 Mio. € 16.12.2015 Halten
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 56,23 69,67 74,39 79,72 77,44 69,96 61,00
EBITDA1,2 38,70 40,29 39,49 -70,24 37,23 -55,52 0,00
EBITDA-Marge %3 68,82 57,83 53,09 -88,11 48,08 -79,36 0,00
EBIT1,4 38,69 97,92 68,01 -116,90 37,09 -55,64 0,00
EBIT-Marge %5 68,81 140,55 91,42 -146,64 47,90 -79,53 0,00
Jahresüberschuss1 34,17 91,37 60,39 -180,99 1,97 -50,99 0,00
Netto-Marge %6 60,77 131,15 81,18 -227,03 2,54 -72,89 0,00
Cashflow1,7 35,94 37,97 49,38 41,63 23,13 15,55 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,73 1,84 1,22 -3,58 0,06 -1,04 -0,34
Dividende je Aktie8 0,40 0,40 0,12 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#A14KRD
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Natürlich ist die Kapitalerhöhung von Biofrontera irgendwie blöd gelaufen. Just nachdem das Biotechunternehmen unter dem Eindruck des zuvor stark gestiegenen Aktienkurses die ursprünglich avisierte Preisspanne von 3,50 bis 4,50 Euro kurzfristig auf 4,00 bis 6,00 Euro erhöhte, kam der Anteilschein von Biofrontera – im Sog des schwachen Gesamtmarkts – unter Druck. Konsequenz war, dass die Leverkusener den Platzierungspreis für die bis zu sechs Millionen neuen Anteilscheine am Ende doch „nur“ bei 4 Euro pro Stück festlegen konnten. Immerhin: Es wurden sämtliche Papiere platziert, so dass – nach Abzug der Kosten von vermutlich rund 1 Mio. Euro – ein Emissionserlös von rund 23 Mio. Euro übrig geblieben sein sollte. Das ist schon allein deshalb wichtig, weil im Wertpapierprospekt nochmals darauf hingewiesen wurde, dass die vorhandenen Finanzmittel des Hautkrebsspezialisten vermutlich nur etwa bis Mai 2018 ausgereicht hätten. Gleichzeitig war die Kapitalerhöhung die Startrampe für die Emission von American Depositary Shares (ADS), mit denen das geplante Börsenlisting in den USA unterlegt werden sollte. Ein ADS verbrieft dabei zwei 2 Aktien von Biofrontera. Beteiligen konnten sich die US-Investoren aber nur in dem Umfang, in dem bestehende Aktionäre ihre Bezugsrechte aus der Kapitalerhöhung nicht wahrgenommen haben. Maßgeblich involviert in die US-Transaktion war dabei der japanische Pharmakonzern Maruho, mit einem Anteil von 23,59 Prozent – entsprechend 9.062.809 (alten) Aktien – der größte Einzelaktionär von Biofrontera. So sorgte Maruho, über ein mit der heimischen Abwicklungsstelle Lang & Schwarz Broker geschlossenes Wertpapierdarlehen im Volumen von 6 Millionen Biofrontera-Aktien, zum einen für die nötige Liquidität bei der technischen Abwicklung. Zum anderen übertrug Maruho die Bezugsrechte aus seinem kompletten Bestand an Lang & Schwarz, wodurch allein gut 1.394.278 Aktien – entsprechend 697.139 ADS – für die USA gesichert waren.     Offenbar gab es aber noch mehr Investoren, die hierzulande nicht gezeichnet haben, denn wie Biofrontera nun mitteilte, wurden insgesamt 1.215.000 ADR an der Nasdaq platziert. Das entspricht – den Greenshoe ausgeklammert – rund 40,5 Prozent des in Aktien umgerechneten Volumens der gesamten Kapitalerhöhung. Abzuwarten bleibt freilich, wie sich die neuen US-Investoren verhalten werden und welche Auswirkungen das auf den Börsenhandel in Frankfurt haben wird. Gut möglich, dass sich einige Traderboys schnell wieder von ihren Stücken trennen. Wesentlich wichtiger bleibt jedoch die übergeordnete Story – und die sieht gut aus: Mit seinem Hauptprodukt Ameluz hat Biofrontera bislang regelmäßig die regulatorischen Hürden genommen und kann nun mit Elan den amerikanischen Markt in Angriff nehmen. Letztlich ist das gesamte Nasdaq-Listing in diesem Kontext zu sehen. Für boersengefluester.de bleibt der Titel eine aussichtsreiche Wette. Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass Investments in Aktien wie Biofrontera stets mit erheblichen Risiken verbunden sind.       [sws_blue_box box_size="640"]Kennen Sie schon unseren wöchentlichen Newsletters BGFL Weekly? Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL) sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun. Wir freuen uns auf Sie![/sws_blue_box]   Foto: Pixabay...
#604611
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Für Dr. Herbert Müller, den Vorstandsvorsitzenden von Surteco, ist es ein „Kulturwandel erster Güte“ und die „größte Veränderung der letzten Jahre“. Gemeint ist die Anfang Dezember – beinahe ein wenig beiläufig – kommunizierte Anpassung der Organisationsstrukturen. Demnach sollen die bislang getrennt geführten Unternehmen BauschLinnemann (Folien und Kanten), Döllken-Kunststoffverarbeitung (Kunststoffkanten) und Surteco Decor (Oberflächenveredelung) künftig einheitlich unter der Einheit „Surteco“ auftreten. Soll heißen: Egal, ob Produkte aus Kunststoff oder Papier – künftig ist alles Surteco. Die Dauer des gesamten Umbauprozesses veranschlagt Müller auf rund zwei Jahre, wobei bereits 2019 die ersten Früchte geerntet werden sollen. Auf konkrete Zahlen möchte sich der Surteco-CEO noch nicht festlegen, er verspricht sich aber signifikante Effekte von der Umstrukturierung: „Für ein paar Milliönchen Umsatz würden wir das nicht machen.“ Eingebettet ist die Neuaufstellung in die Wachstumsstrategie „Surteco 2025+“. Demnach soll das Unternehmen organisatorisch so aufgestellt sein, um die sich bietenden Wachstumschancen aus dem eigenen Geschäft möglichst umfassend abzuschöpfen. Zweiter Punkt ist die Stärkung der Innovationskraft, etwa wenn es darum geht, Oberflächen mit neuen Funktionalitäten zu entwickeln. Drittens wird Surteco auch künftig Gelegenheiten nutzen, um via Zukäufe das Expansionstempo zu beschleunigen. Die beiden jüngsten Akquisitionen, Probos und Nenplus, werden also nicht die letzten Verstärkungen gewesen sein, selbst wenn kurzfristig nichts auf der Agenda steht. „Wir wollen zukaufen – und können es uns auch leisten“, betont Müller. Zu den Zahlen für 2017 möchte der Firmenchef noch nichts sagen, demnach haben die zuletzt getätigten Aussagen weiter Gültigkeit, wonach für das abgelaufene Jahr mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 42 und 46 Mio. Euro zu rechnen ist. Vor Abzug der Abschreibungen könnte nach Auffassung von boersengefluester.de so ein operatives Ergebnis (EBITDA) von knapp 83 Mio. Euro übrig geblieben sein.  
Surteco Group Kurs: 12,45
  Dem EBITDA steht eine Marktkapitalisierung von gut 405 Mio. Euro gegenüber – bei einer Netto-Finanzverschuldung von aktuell rund 210 Mio. Euro. Die Relation von Enterprise Value (Marktkapitalisierung plus Netto-Finanzverschuldung) zu dem für 2017 zu erwartenden Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beträgt also knapp 7,5. Das ist ein Faktor, der noch Raum nach oben lässt. Differenzierter sieht die Bewertung der Surteco-Aktie unter dem Aspekt Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) aus: Die „normale“ Relation von Börsenwert zu Eigenkapital beträgt ansprechende 1,2. Verrechnet man allerdings den gesamten, in der Bilanz ausgewiesenen, Firmenwert von gut 162 Mio. Euro mit dem Eigenkapital, würde sich das KBV auf eher durchschnittliche 2,4 erhöhen. Pluspunkt für den ehemaligen SDAX-Wert bleibt die Dividendenrendite von vermutlich fast 3,3 Prozent. Dabei unterstellt boersengefluester.de eine Anhebung der Ausschüttung um 5 Cent je Aktie, nachdem Surteco zuvor zwei Jahre hintereinander jeweils 0,80 Euro pro Anteilschein ausgekehrt hat. Wesentliche Wettbewerber von Surteco sind die – nicht börsennotierten– Schattdecor aus Thansau in der Nähe von Rosenheim oder auch Interprint aus Arnsberg, Impress Surfaces mit Sitz in Aschaffenburg sowie die Rehau AG aus dem bayerischen Rehau. Aus Börsensicht bietet sich vermutlich am ehesten ein Vergleich mit der seit Ende September 2017 an der Mailander Börse notierten Neodecortech an. Neodecortech soll laut Analystenschätzungen 2017 auf ein EBITDA von gut 17 Mio. Euro kommen – bei einem Enterprise Value von annähernd 100 Mio. Euro. Demnach wäre Neodecortech sogar noch etwas günstiger als Surteco, allerdings wird das Papier hierzulande gar nicht gehandelt. Insgesamt halten wir das Mitte November von den Equinet-Analysten genannte Kursziel von 30 Euro für eine realistische Marke und bleiben daher bei unserer Kaufen-Einschätzung für die Surteco-Aktie.  
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INVESTOR-INFORMATIONEN
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Surteco Group
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
517690 DE0005176903 SE 193,05 Mio. € 02.11.1999 Halten
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 626,99 757,06 747,70 835,09 856,59 815,00 0,00
EBITDA1,2 88,32 114,76 84,18 66,57 94,39 75,00 0,00
EBITDA-Marge %3 14,09 15,16 11,26 7,97 11,02 9,20 0,00
EBIT1,4 46,15 72,52 40,18 8,12 34,53 13,00 0,00
EBIT-Marge %5 7,36 9,58 5,37 0,97 4,03 1,60 0,00
Jahresüberschuss1 33,77 47,81 25,23 -2,42 7,86 -10,50 0,00
Netto-Marge %6 5,39 6,32 3,37 -0,29 0,92 -1,29 0,00
Cashflow1,7 82,66 43,75 69,14 100,58 64,92 67,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 2,17 3,08 1,63 -0,79 0,54 -0,65 0,52
Dividende je Aktie8 0,80 1,00 0,70 0,00 0,30 0,00 0,25

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#517690
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Mit Stemmer Imaging geht jetzt die erste Scale-Neuemission 2018 an den Start. Und wenn der Gesamtmarkt keinen Strich durch die Rechnung macht, stehen die Chancen sogar gut, dass das IPO ein voller Erfolg wird. Boersengefluester.de hatte den Anbieter von Produkten für die industrielle Bildbearbeitung bereits Ende Januar (HIER) vorgestellt. Mittlerweile liegt der Emissionsprospekt mit den wesentlichen Eckdaten der geplanten Notizaufnahme vor, zudem hatten wir die Gelegenheit zu einem Hintergrundgespräch mit Finanzvorstand Lars Böhrnsen. Insgesamt hört sich alles nach einer runden Story an. Die wesentlichen Eckdaten im Schnelldurchlauf: Stemmer Imaging ist mit Erlösen von 88,30 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 6,02 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016/17 (30. Juni) der größte Lieferant von Komponenten für die industrielle Bildverarbeitungstechnologie im europäischen Raum. Dabei agiert das Unternehmen sowohl als Distributor, hat mit der Softwarelösung Common Vision Blox aber auch ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal. Zumindest in der Theorie sieht es so aus, dass Stemmer Imaging unter anderem Kameras von Börsenmitstreiter Basler im Programm haben könnte (was in der Praxis allerdings nicht der Fall ist) und entsprechend zusammengestellte Systeme dann an Firmen wie Isra Vision verkauft. Keine Frage: Die Qualitätsmessung ist das Brot-und-Butter-Geschäft von Stemmer Imaging. Zum Einsatz kommen die Produkte aber auch in den Bereichen Sport und Medien, etwa bei der Verifizierung von Schiedsrichterentscheidungen oder dem Spielertracking (Messung der Laufwege etc.). Im Rahmen einer Nachfolgeregelung hat Firmengründer Wilhelm Stemmer das 2017 an die heutige Primepulse SE verkauft, die wiederum den drei Cancom-Gründern Raymond Kober, Klaus Weinmann und Stefan Kober zuzurechnen ist. Damit dürfte auch klar sein, wer die IPO-Pläne der in Puchheim bei München ansässigen Firma forciert hat.  
Stemmer Imaging Kurs: 60,20
  Zum Börsengang plant Stemmer Imaging – unter Führung von Hauck & Aufhäuser – bis zu 1.500.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung zu platzieren. Darüber hinaus sollen Obergrenze 1.490.000 Stücke aus dem Einflussbereich von Primepulse an den Markt kommen. Bei voller Zuteilung würde das zu einem Streubesitzanteil von 46 Prozent führen. Die Preisspanne liegt bei 32 bis 36 Euro, womit Stemmer Imaging auf eine Marktkapitalisierung zwischen 208 und 234 Mio. Euro kommen würde. Finanzschulden gibt es nicht in der Bilanz des Scale-Aspiranten, Dividenden stehen allerdings auch nicht auf der Agenda. Mit dem Emissionserlös will das Management in erster Line das anorganische Wachstum forcieren – spricht Zukäufe finanzieren. „In der Vergangenheit hatten unsere Akquisitionen meist Umsätze zwischen 3 und 6 Mio. Euro. Da sind künftig ganz anderen Größenordnungen vorstellbar“, sagt Finanzvorstand Böhrnsen. Rund ein Drittel des Mittelzuflusses soll derweil in die Entwicklung neuer Produkte fließen. Die restlichen 20 Prozent sind für die Optimierung der Geschäftsprozesse reserviert. Bewertungstechnisch kommt Stemmer Imaging – wie angesichts der Peer Group von Isra Vision und Basler auch nicht anders zu erwarten war – sehr sportlich daher: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der Ergebnisprognosen von boersengefluester.de für 2019/20 liegt zwischen 24 und 28. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ist vermutlich bei rund 3,5 anzusiedeln. Umso gespannter sind wir, zu welchem Preis Stemmer Imaging an die Börse kommen wird. Auf jeden Fall ist der Titel ein schneller Aufstiegskandidat für den Scale 30. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 22. Februar.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 103,10 130,12 155,37 146,29 153,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 7,21 17,36 28,24 26,95 29,40 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 6,99 13,34 18,18 18,42 19,22 0,00 0,00
EBIT1,4 -1,55 13,43 24,34 21,86 24,70 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 -1,50 10,32 15,67 14,94 16,14 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -3,32 10,45 17,97 15,73 17,80 0,00 0,00
Netto-Marge %6 -3,22 8,03 11,57 10,75 11,63 0,00 0,00
Cashflow1,7 10,88 7,97 15,90 20,31 22,40 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,51 1,61 2,77 2,42 2,75 2,00 2,35
Dividende je Aktie8 0,50 0,75 3,00 2,70 2,20 2,96 2,96

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
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INVESTOR-INFORMATIONEN
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Stemmer Imaging
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A2G9MZ DE000A2G9MZ9 AG 391,30 Mio. € 27.02.2018 Halten
* * *
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#548810 #A2G9MZ
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Investoren lieben Unternehmen mit einer hohen Planungssicherheit. Kein Wunder: Je größer der Anteil an wiederkehrenden Erlösen – etwa aus Serviceverträgen bei IT-Dienstleistern – ist, desto geringer ist die Gefahr, böse Überraschungen bei den Jahreszahlen zu erleben. Ein Unternehmen, das Börsianer vermutlich nicht unmittelbar in diese Kategorie stecken würden, ist der Beschichtungsdienstleister Nanogate. Bei einem Hintergrundgespräch in Frankfurt ließ CEO Ralf Zastrau jetzt durchblicken, dass die Saarländer aufgrund ihrer langjährigen Vertragsbeziehungen vermutlich bereits mehr als 80 Prozent der für 2018 geplanten Erlöse sicher haben. Selbst für 2019 dürfte die Quote noch bei rund 70 Prozent liegen. „Als Innovationspartner haben wir kaum Laufkundschaft“, wie Zastrau es ausdrückt. Wichtige Abnehmergruppen für die High-tech-Oberflächenveredelungen von Nanogate stammen aus den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Haushaltselektronik oder auch Medizintechnik.  
Nanogate Kurs: 0,00
  Der Wachstumstrend ist beeindruckend: Seit 2010 stiegen die Erlöse von 15 Mio. Euro auf zuletzt mehr als 170 Mio. Euro. Das Ergebnis wuchs in diesem Zeitraum zwar mit, aber längst nicht in dem Maße, wie es theoretisch möglich gewesen wäre. Zastrau setzt konsequent auf Expansion und investiert viel Geld in neue Techniken und Übernahmen. Insbesondere die angelsächsisch geprägten Investoren kommen damit locker zurecht. Hierzulande ist der Spagat zwischen Wachstum und Rentabilität freilich etwas erklärungsbedürftiger. Fakt ist jedoch, dass Nanogate die bisherigen Akquisitionen allesamt top integriert hat. Die vor gut einem Jahr vollzogene Übernahme von Jay Plastics (mittlerweile Nanogate Jay Systems) in Ohio erweist sich offenbar sogar als ausgesprochen glücklicher Kauf. „USA entwickelt sich super. Da sind wir genau mit dem richtigen Unternehmen vor Ort“, sagt Zastrau. Umfangreicher sind derweil noch die anstehenden Investitionen in die, Ende 2017 aus dem österreichischen HTI-Verbund herausgelösten, Kunststoffaktivitäten. Überhaupt war der Deal eine sehr komplexe Transaktion, der Nanogate noch eine Weile beschäftigen wird. [sws_blue_box box_size="640"]Weitere Detailinformationen zu dem HTI-Deal finden Sie in unserem kürzlich veröffentlichten Vorstandsinterviewmit Ralf Zastrau HIER.[/sws_blue_box] [caption id="attachment_109781" align="alignleft" width="87"] Kontaktwinkelmessung[/caption] Eine Fortsetzung der vergleichsweise kurzen Taktung zwischen den jüngsten Übernahmen ist daher nicht zu erwarten. Bei künftigen Akquisitionen geht es vermutlich eher darum, smarte Schlüsseltechnologien bei Nanogate zu implementieren. Schließlich sorgen neue Anwendungen wie Fahrerassistenzsysteme für völlig veränderte Anforderungen an das Material – etwa wenn es darum geht, die Durchlässigkeit für Laser- und Radarwellen zu erhöhen. Stichwort: Multifunktionale Oberflächen. „Der Markt ist weitgehend unbeschrieben. Da haben wir gute Chancen, uns zu positionieren.“ An den erst kürzlich veröffentlichten Prognosen für 2018 (siehe dazu auch den Beitrag von boersengefluester.de HIER) rückt Zastrau naturgemäß nicht ab. Demnach ist für das laufende Jahr bei Erlösen von mindestens 220 Mio. Euro mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von mehr als 24 Mio. Euro zu rechnen. Dem steht schon jetzt ein Börsenwert von rund 200 Mio. Euro gegenüber. Anleger müssen also Weitblick mitbringen und auf die sich bietenden Chancen setzen. Immerhin gibt es nicht viele Unternehmen auf dem heimischen Kurszettel in der Größenordnung von Nanogate, wo der Vorstand sagt, dass er sich in den nächsten zehn Jahren stets ein zweistelliges Wachstum zutraut. Sehr intensiv verfolgt Zastrau weiterhin die Wahl des passenden Börsensegments. Gegenwärtig ist die Gesellschaft im Entry Standard-Nachfolger Scale notiert und gehört zu den Top 5 des jetzt neu gestarteten Scale 30, der die 30 liquidesten Scale-Aktien enthält. „Unser Eindruck ist, dass vielen Investoren die Marktkapitalisierung wichtiger ist als das Börsensegment“, sagt Zastrau auch Blick auf die zunehmend internationalere Investorenbasis der Gesellschaft. Perspektivisch scheint ein Upgrade – etwa in den Prime Standard – dennoch eine Option. Die Analysten von Warburg Research machen ihre Aktieneinschätzung freilich sowieso an den harten Unternehmenszahlen fest. In ihrer jüngsten Studie bestätigen die Experten ihre Kaufen-Empfehlung mit einem leicht erhöhten Kursziel von 61,10 Euro. Das deckt sich ungefähr mit der Einschätzung der anderen Analysten, die den Titel covern. Boersengefluester.de bleibt dabei: Nanogate ist eine der wenigen reinrassigen Wachstumsaktien auf dem heimischen Kurszettel. Zudem gefällt uns die hohe Visibilität der Umsätze. Wer nicht auf Dividenden oder ein optisch niedriges KGV aus ist, findet in Nanogate eine super Langfriststory mit einem regelmäßig schönen Newsflow – etwa zu Großaufträgen, Akquisitionen oder auch der ganz normalen Zahlenveröffentlichung.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Nanogate
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0JKHC DE000A0JKHC9 SE 1,36 Mio. € 18.10.2006 -
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 251,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 18,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 7,17 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 -1,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 -0,44 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -5,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 -2,19 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 -6,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -3,50 -0,05 -0,04 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Hinweis: 2017 sind bei Nanogate noch Schätzwerte von boersengefluester.de. Fotos: Nanogate SE   [sws_blue_box box_size="640"]Kennen Sie schon unseren wöchentlichen Newsletters BGFL Weekly? Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL) sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun. Wir freuen uns auf Sie![/sws_blue_box]     [sws_grey_box box_size="640"]Hinweis: Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der Nanogate SE. Zwischen der Nanogate SE und boersengefluester.de besteht eine Vereinbarung zur Soft-Coverage der Nanogate-Aktie.[/sws_grey_box]...
#A0JKHC
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Die große positive Überraschung bei Villeroy & Boch ist jetzt vielleicht ausgeblieben – dafür lieferte der Bereich Tischkultur (Geschirr, Besteck, Dekoartikel) einfach nicht genügend Ergebnisbeitrag. Trotzdem ist boersengefluester.de per saldo mit dem 2017er-Ergebnis zufrieden. Die Erlöse kamen erwartungsgemäß um zwei Prozent auf 836,5 Mio. Euro voran. Das um die Effekte aus Immobilientransaktionen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 8,5 Prozent auf 49,8 Mio. Euro zu. Hier hatte das Management eine Spanne von fünf bis zehn Prozent in Aussicht gestellt. Mehr als 82 Prozent des EBIT steuerte dabei der, von der guten Baukonjunktur profitierende, Bereich Bad und Wellness bei. Im Vorjahr lag die Quote bei 76 Prozent. „Da die Zeichen hier unverändert auf Wachstum stehen, investieren wir weiterhin massiv in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten“, sagt Frank Göring, der Vorstandschef von Villeroy & Boch. Ein wenig höher als gedacht, fällt derweil der um 4 Cent auf 0,57 Euro je Vorzugsaktie heraufgesetzte Dividendenvorschlag für 2017 aus. Die Hauptversammlung findet am 23. März 2018 statt. Bezogen auf den gegenwärtigen Kurs von 19,88 Euro bringt es der Titel auf eine Rendite von knapp 2,9 Prozent.  
Villeroy & Boch VZ Kurs: 19,55
  Das reicht jetzt zwar nicht, um die Renditecharts zu stürmen, passt aber gut ins Gesamtbild, wonach Villeroy & Boch bei nahezu allen Bewertungsdisziplinen punkten kann. Der Umsatz für 2018 soll in einer Bandbreite von drei bis fünf Prozent klettern, womit die Saarländer in Regionen um 870 Mio. Euro vorstoßen. „Beim operativen Ergebnis gehen wir von einem Zuwachs von fünf bis zehn Prozent aus“, sagt CEO Göring. Basierend auf dieser Vorschau taxiert boersengefluester.de das Betriebsergebnis des laufenden Jahres auf rund 54 Mio. Euro. Zum Vergleich: Unter der Annahme, dass die nicht börsennotierten Stämme mit einem Aufschlag von 15 Prozent auf die Vorzüge gehandelt würden, käme die Gesellschaft auf eine Marktkapitalisierung von 600 Mio. Euro. Lässt man zudem die Pensionsrückstellungen von 185 Mio. Euro bei der Ermittlung der Netto-Finanzposition außen vor, weist Villeroy & Boch sogar eine Netto-Liquidität von 57,6 Mio. Euro aus, die man – zumindest gedanklich – noch von der Marktkapitalisierung abziehen kann. Demnach würde die Gesellschaft etwa mit dem Zehnfachen des EBIT für 2018 gehandelt. Das klassische Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der Ergebnisschätzungen für 2019 liegt bei knapp 15. Die Analysten siedeln den fairen Wert der Aktie bei etwa 22 Euro an – aber auch das ist nur eine Momentaufnahme. Für dividendenorientierte Langfristanleger bleibt der Titel eine prima Wahl und ist der Leifheit-Aktie – als vermutlich am ehesten vergleichbaren Unternehmen – weiterhin vorzuziehen. Wobei: Mit Blick auf die aktuelle Verteilung der Segmentergebnisse rückt Villeroy & Boch schon sehr viel eher in die Ecke der Bauzulieferer. Allerdings gibt es nach diversen Squeeze-outs hier kein wirkliches Pendant mehr zu Villeroy & Boch auf dem heimischen Kurszettel.  
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 800,90 945,00 994,50 901,90 1.421,00 1.478,00 0,00
EBITDA1,2 86,20 130,80 138,20 129,20 112,30 114,00 0,00
EBITDA-Marge %3 10,76 13,84 13,90 14,33 7,90 7,71 0,00
EBIT1,4 40,70 90,50 96,80 89,00 38,60 39,50 0,00
EBIT-Marge %5 5,08 9,58 9,73 9,87 2,72 2,67 0,00
Jahresüberschuss1 22,90 60,50 71,50 61,00 6,60 7,50 0,00
Netto-Marge %6 2,86 6,40 7,19 6,76 0,46 0,51 0,00
Cashflow1,7 136,50 73,80 54,10 67,60 58,40 62,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,88 2,30 2,72 2,31 0,25 0,27 0,80
Dividende je Aktie8 0,55 1,00 1,20 1,05 0,90 0,90 1,05

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
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Villeroy & Boch VZ
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
765723 DE0007657231 AG 549,15 Mio. € 08.06.1990 Halten
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#765723 #646450
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Da gibt es nichts schönzureden: Seit der Vorlage des, mit leichten Einschränkungen beim Ausblick versehenen, Halbjahresberichts Anfang November 2017, ging es mit dem Aktienkurs von Heidelberger Druckmaschinen Richtung Süden. Zusätzlichen Druck erzeugte dabei die kurz vor Weihnachten veröffentlichte Einschätzung des Vorstands, wonach die US-Steuerreform den Druckmaschinenhersteller im laufenden Geschäftsjahr einmalig mit rund 25 Mio. Euro belasten werde, weil die Verlustvorträge aus der Vergangenheit nun weniger wert sind. Entsprechend Bammel hatten die Anleger vor dem Neun-Monats-Bericht der Heidelberger. Die jetzt vorgelegten Zahlen signalisieren jedoch, dass der SDAX-Konzern nur unwesentlich vom Kurs abgekommen ist. Der Umsatzrückgang von knapp 1,4 Prozent auf 1.657 Mio. Euro hält sich in Grenzen und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt mit 105 Mio. Euro um 11 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahreswert. Pluspunkte gibt es zudem für den satten Anstieg der Auftragseingänge um 16,5 Prozent auf 678 Mio. Euro. Insgesamt hält Finanzvorstand Dirk Kaliebe am Ziel für das Gesamtjahr fest, wonach mit einer EBITDA-Marge zwischen 7,0 und 7,5 Prozent zu rechnen sei. In absoluten Zahlen kalkuliert boersengefluester.de zurzeit mit einem EBITDA von rund 180 Mio. Euro. Unterm Strich allerdings wird es – wegen der Abwertung der Verlustvorträge – zu einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 36,2 Mio. Euro kommen. Darauf waren die Börsianer allerdings schon einige Wochen eingestellt. Ansonsten dreht sich bei Heidelberger Druckmaschinen weiterhin (fast) alles um das Thema Digitalisierung und die damit einhergehenden Veränderungen traditioneller Geschäftsmodelle. „So wurden unter anderem erste Verträge nach dem neuen Subskriptionsmodell unterzeichnet, bei dem den Kunden ein über mehrere Jahre laufendes Performanceprodukt aus Maschine, Services, Verbrauchsgütern und Software garantiert wird“, heißt es im Zwischenbericht. In der Präsentation zu den Q3-Zahlen wird das Abo-Modell sogar als potenzieller „Game Changer“ bezeichnet.     Als Wachstumsbeschleuniger – zumindest, wenn es um die digitale Transformation geht – schließt CFO Kaliebe auch weitere Zukäufe nicht aus: „Unsere Finanzierungsstruktur ist sehr solide. Wir haben einen niedrigen Leverage und halten Liquidität vor, mit der wir unsere geplanten Investitionen in neue Geschäftsmodelle finanzieren können.“ Bestand haben auch die Langfristziele, wonach bis 2022 Umsätze von bis zu 3 Mrd. Euro, ein EBITDA zwischen 250 und 300 Mio. Euro sowie ein Nettogewinn von mehr als 100 Mio. Euro realistisch sei. Zur Einordnung: Unter Berücksichtigung der aktuellen Netto-Finanzverbindlichkeiten von 244 Mio. Euro kommt die Gesellschaft auf einen Unternehmenswert von knapp 745 Mio. Euro. Das halten wir für eine sehr charmante Bewertung mit reichlich Potenzial nach oben. Nur sollte man sich als Anleger nicht zu sehr von dem Quartalsgetöse beeindrucken lassen, dafür ist ein Unternehmen wie Heidelberger Druckmaschinen viel zu komplex, als dass sich alle Fortschritte genau am Zeitplan der Börsenglocke orientieren.  
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Heidelberger Druckmaschinen
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
731400 DE0007314007 AG 436,62 Mio. € 08.12.1997 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 1.913,17 2.183,43 2.435,00 2.395,00 2.280,00 2.350,00 0,00
EBITDA1,2 94,47 160,16 209,00 168,00 137,00 155,00 0,00
EBITDA-Marge %3 4,94 7,34 8,58 7,02 6,01 6,60 0,00
EBIT1,4 17,64 80,74 131,00 91,00 61,00 80,00 0,00
EBIT-Marge %5 0,92 3,70 5,38 3,80 2,68 3,40 0,00
Jahresüberschuss1 -42,89 33,06 91,00 39,00 5,00 30,00 0,00
Netto-Marge %6 -2,24 1,51 3,74 1,63 0,22 1,28 0,00
Cashflow1,7 0,06 51,27 33,00 90,00 113,00 105,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,14 0,11 0,30 0,13 0,02 0,10 0,12
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


    Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG   [sws_blue_box box_size="640"]Kennen Sie schon unseren wöchentlichen Newsletters BGFL Weekly? Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL) sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun. Wir freuen uns auf Sie![/sws_blue_box]...
#731400
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Normalerweise ist die Börse keine Schönwetterveranstaltung, zu der man als Unternehmen nur geht, wenn gerade die Sonne scheint. Umso überraschter war boersengefluester.de, als das Kunsthandelshaus Weng Fine Art im Mai 2016 ein Delisting der Aktie ankündigte und wenig später auch umsetzte. Immerhin gilt CEO Rüdiger K. Weng als intimer Kenner der Börsenszene. Nun die Rolle rückwärts: Dem Vernehmen nach spielt das Unternehmen mit dem Gedanken, die Börsennotiz – zurzeit werden nur Kurse über den Telefonhandel bei Schnigge gestellt – wieder aufleben zu lassen. „Eine Entscheidung darüber, ob, an welcher Börse und für welches Börsensegment der Aufnahmeantrag gestellt werden soll, wird voraussichtlich noch im ersten Quartal des Jahres getroffen“, heißt es offiziell. Aktive Investoren wittern natürlich ihre Chance. Bei Schnigge ging es (allerdings ohne Handelsumsätze) schon mal Richtung Norden mit der Aktie. Beim aktuellen Kurs von 5,85 Euro bringt es die Gesellschaft nun auf einen Börsenwert von gut 16 Mio. Euro – knapp 80 Prozent davon sind – direkt oder indirekt – Vorstand Weng zuzurechnen. Zum Vergleich: Artnet aus Berlin, das am besten vergleichbare Unternehmen auf dem heimischen Kurszettel, kommt auf eine Marktkapitalisierung von knapp 23 Mio. Euro. Laut einer Stimmrechtsmitteilung vom Mai 2017 hält Rüdiger K. Weng übrigens 3,02 Prozent der Artnet-Aktien.       Die eigentlich interessante Frage ist freilich, warum die Gesellschaft ein Börsencomeback prüft. In einem Forum auf wallstreet:online (HIER) nimmt Weng dazu Stellung und nennt als Gründe für das Delisting im Frühjahr 2016: Die mangelnde Skalierbarkeit des seinerzeitigen Geschäftsmodells, den fehlenden Kapitalbedarf, die niedrige Bewertung der Aktie, die unverhältnismäßig hohen Kosten der Börsennotiz sowie die hohen regulatorischen Aufwendungen. „Schon beim Delisting hatte ich erklärt, dass ich mir eine Wiederaufnahme der Börsennotierung vorstellen kann, sobald wir ein skalierbares Geschäftsmodell gefunden haben. Nachdem unser Online-Editionsgeschäft in kürzester Zeit, trotz der schwierigen Kunstmärkte, eine erstaunliche Erfolgsgeschichte geworden ist, könnten wir bald soweit sein“, sagt Weng. Nun: Boersengefluester.de ist gespannt, welchen Weg Weng Fine Art einschlägt. Ein erfolgreiches Comeback am Kapitalmarkt wäre natürlich super. Fakt ist aber auch: Die niedrige Bewertung der Aktie ist kein schlagender Grund für ein Delisting, sondern hätte eher der Ansporn für eine wirkungsvollere Investor-Relations-Politik sein müssen.   [sws_blue_box box_size="640"]Kennen Sie schon unsere interaktive Delisting-Übersicht? HIER klicken.[/sws_blue_box]  
Artnet Kurs: 11,30
 
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Artnet
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A1K037 DE000A1K0375 AG 64,48 Mio. € 17.05.1999
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  Foto: Shutterstock    ...
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Plan war eigentlich, dass windeln.de für 2019 den operativen Turnaround schaffen sollte – und zwar mit vorhandenen Mitteln aus dem Börsengang, also ohne zusätzliche Finanzspritze aus einer Kapitalerhöhung. Der Chart des Onlinehändlers für Baby- und Kinderartikel sprach indes schon länger eine andere Sprache: Innerhalb von nur sechs Monaten rauschte die Notiz um rund 40 Prozent in die Tiefe und ließ den Börsenwert der Münchner auf 54 Mio. Euro sacken. Zum Vergleich: Beim IPO im Mai 2015 kam windeln.de auf eine erstaunliche Marktkapitalisierung von 512 Mio. Euro. Um den drohenden Niedergang zu stoppen, hat das Management jetzt abermals eine Kurskorrektur vorgenommen und gleichzeitig eine prospektfreie Kapitalerhöhung zu 1,98 Euro pro Anteilschein umgesetzt, durch die der Gesellschaft brutto 5,2 Mio. Euro zugeflossen sind. Gezeichnet haben die Aktien der Vorstand (inklusive des künftigen CEO Matthias Peuckert) sowie ausgewählte Investoren, zu denen mittlerweile auch Clemens Jakopitsch zählt. In der Small Cap-Szene ist der aktivistische Österreicher insbesondere durch sein Engagement bei dem Wettanbieter mybet Holding bekannt, wo Jakopitsch im Aufsichtsrat sitzt. Richtung Kapitalmarkt ist das Commitment der Kerninvestoren eine wichtige Botschaft, für eine Kurswende der Aktie, müssen freilich auch die wirtschaftlichen Ergebnisse folgen. Dafür macht windeln.de harte Schnitte bei der Belegschaft, kürzt das Marketingbudget, strafft das Produktsortiment und stellt das internationale Geschäft neu auf. Der erste Mitte 2015 zugekaufte Online-Shop Feedo mit Aktivitäten in Tschechien, Slowakei und Polen steht schon wieder zum Verkauf. Insgesamt ist von Einsparungen in Höhe von 10 Mio. Euro die Rede, die sich ungefähr 50:50 auf Deutschland und den internationalen Bereich verteilen. Willi Schwerdtle, der Vorsitzende des Aufsichtsrats von windeln.de, gibt sich zuversichtlich, dass die Restrukturierung wirkt: „Wir gehen davon aus, dass die Organisation kosteneffizienter und flexibler sein wird, um 2019 ein profitables und nachhaltiges Wachstum zu erreichen.“     Noch ist windeln.de jedoch weit entfernt von schwarzen Zahlen. Für 2017 wird die Gesellschaft zwar auf Erlöse von 211 bis 213 Mio. Euro zusteuern, was einem Zuwachs von bis zu zehn Prozent gegenüber 2016 entspricht. Das (bereinigte) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll jedoch in einer Bandbreite von minus 26 bis minus 24 Mio. Euro liegen. Damit hätte sich das operative Ergebnis gegenüber dem ohnehin schon enttäuschenden 2016er-Wert von minus 26,7 Mio. Euro kaum verbessert. Das „echte“ EBIT lag 2016 bei minus 35,3 Mio. Euro. Die exakten Zahlen für 2017 wird das im Prime Standard gelistet Unternehmen am 14. März 2018 vorlegen. Eine Sache muss boersengefluester.de freilich einräumen: Die Kursentwicklung des Small Caps haben wir bislang viel zu optimistisch eingeschätzt. Die Konkurrenz durch Anbieter wie Amazon, aber auch Drogerieketten wie Rossmann oder dm, ist sehr viel härter als gedacht. Dennoch: Auf dem jetzigen Kursniveau ist der Titel von rund 2 Euro sehen wir ein faires Chance-Risiko-Verhältnis, wenngleich der Newsflow – trotz des Sparpakets – vorerst schwierig bleiben dürfte. Für eine echte Turnaroundstory der Aktie ist es bei windeln.de somit wohl noch zu früh.       Foto: Pixabay...
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Es lässt uns einfach keine Ruhe, boersengefluester.de – kurz BGFL – immer weiter voranzutreiben. So sehr motiviert uns das positive Feedback für die vielen neuen Analyse-Tools und die inhaltliche Ausrichtung der Seite auf den heimischen Spezial...
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Die Grenzen in der Indexlandschaft der Deutschen Börse waren zuletzt ohnehin immer verschwommener. Warum sich Internetwerte wie Scout24, Delivery Hero, Rocket Internet oder bet-at-home.com für den SDAX qualifizieren, während das soziale Netzwerk XING, klassische Spezialmaschinenbauer wie SLM Solutions, Pfeiffer Vacuum oder der Medizintechnikonzern Drägerwerk im TecDAX zuhause sind, ist nur schwer vermittelbar. Vermutlich ist es zum Teil auch einfach ein Geburtsfehler der letzten großen Indexrevision aus dem Jahr 2003. Wer konnte damals schon ahnen, dass letztlich jede Firma zu einer Techcompany wird? Vermutlich entwickeln klassische Unternehmen wie Krones, Airbus, Rational oder die Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen sogar sehr mehr Technologie als der gesamte TecDAX zusammen. Zu allem Überfluss gab es auch Spezialfälle wie Osram Licht, die sich nach dem IPO kurzerhand von Technologie zu Klassik umgruppieren ließen, um so den Weg in den MDAX – anstelle des damals eher unbeliebten TecDAX – zu schaffen.   Genug Holz also für die Deutsche Börse, um eine Neuordnung anzustoßen. Noch ist nichts beschlossen, zunächst einmal loten die Indexhüter bis Ende März 2018 die Akzeptanz bei Unternehmen und Investoren für ihre Veränderungspläne aus. Die wesentlichen Eckpunkte sind: [sws_blue_box box_size="640"] Die bisherige Trennung zwischen klassischen Sektoren und dem Technologiebereich wird aufgehoben. Das würde auch bislang im TecDAX gelisteten Unternehmen einen Zugang zu MDAX oder SDAX ermöglichen. Gleiches gilt für Titel, die bislang noch nicht in einem Index vertreten waren, aufgrund ihrer Sektorzugehörigkeit aber nur den Weg in den TecDAX geschafft hätten. Die Mitgliedsstärke von SDAX und MDAX wird um jeweils 10 auf 60 Aktien erhöht. → Der 30 Titel umfassende TecDAX bleibt erhalten, wird jedoch auch für Technologietitel – wie etwa Infineon oder SAP aus dem DAX – geöffnet. Künftig wären also Doppelmitgliedschaften möglich.[/sws_blue_box] Um die Anforderungen der Derivatewelt bei einer möglichen Umstellung zu berücksichtigen, würde die Deutsche Börse sogenannte Schattenindizes berechnen. Hier geht es um Themen wie Verkettungsfaktoren, Ranglisten und Indexhistorien. Bis Mitte/Ende April sollen die Ergebnisse der Umfrage präsentiert werden. Als möglichen Umstellungstag nennt die Börse den 24. September 2018. Ansonsten gelten die bisherigen Regeln für Aufnahmen bzw. Herausnahmen aus Indizes weiter – freilich angepasst um die veränderte Indexgröße.     Eigentlicher Gewinner der Indexrevision ist der TecDAX, auch wenn er im Grunde genommen seine Stammmannschaft an SDAX und MDAX abgeben muss. Derweil dürften sich die Veränderungen im MDAX in engen Grenzen halten. Summa summarum begrüßt boersengefluester.de die Renovierungsarbeiten der Indizes. Zu sehr haben sich die Rahmenbedingungen in der realen Wirtschaft geändert – zu unscharf sind die Zuordnungskriterien für Tech und Classic geworden. Freilich bleibt abzuwarten, wie das Feedback der Finanzprofis ausfällt. Gewisse Anpassungen an die jetzt gemachten Vorschläge wird es mit Sicherheit geben.   Quelle Grafiken: Deutsche Börse AG...
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Für gewöhnlich ist das vierte Quartal bei Steico ein eher schwacher Jahresabschnitt. Kein Wunder: Bei frostigen Temperaturen ruht so manche Baustelle, was sich dann wiederum negativ auf die Geschäfte des Dämmstoffherstellers auswirkt. So gesehen sind die jetzt veröffentlichten Vorabdaten für 2017 – und damit auch für Q4 – eine sehr angenehme Überraschung. Immerhin hatte Steico in den letzten drei Monaten des Vorjahrs kaum einen Ergebnisabfall zu verkraften. Insgesamt kam das Unternehmen aus Feldkirchen östlich von München 2017 auf ein Umsatzplus von 10,2 Prozent auf 230,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zog um 13,6 Prozent auf 37,7 Mio. Euro an. In Aussicht gestellt hatte Finanzvorstand David Meyer Erlöse zwischen 228 und 230 Mio. Euro sowie ein EBITDA in einer Spanne von 36 bis 37 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte um 19,1 Prozent auf 21,8 Mio. Euro, auch hier liegt Steico im oberen Bereich der Erwartungen. „Mit der begonnenen Inbetriebnahme der zweiten Produktionsanlage für Furnierschichtholz (LVL) im vierten Quartal 2017, konnten die Ausbringungsmengen bei LVL deutlich früher als erwartet gesteigert werden, was die Ergebnisentwicklung positiv beeinflusst hat“, betont die Gesellschaft. Insbesondere mit Blick auf die mittlerweile doch recht stattliche Ausgangsbasis, kann sich auch die Prognose für 2018 unbedingt sehen lassen: So rechnet Steico mit einem Umsatzanstieg von etwa 15 Prozent – bei „ähnlich guten bis leicht verbesserten Ertragsquoten wie 2017“. Boersengefluester.de kalkuliert dementsprechend für 2018 mit Erlösen von 265 Mio. Euro und einem EBIT von gut 25,5 Mio. Euro. Gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung von 288,7 Mio. Euro, ist der Small Cap damit moderat bewertet. Zum Teil liegt das natürlich auch daran, dass der Aktienkurs von dem am 22. Januar 2018 erreichten All-Time-High bei 25,65 Euro bereits um 20 Prozent zurückgekommen ist. Charttechnisch motivierte Investoren werden vermutlich darauf setzen, dass der Aktienkurs im Bereich um 20 Euro auf eine tragfähige Unterstützung trifft und die 200-Tage-Durchschnittslinie zusätzlichen Dienst verrichtet. Rein fundamental bleibt der Titel dagegen schon jetzt eine Kaufen-Position. Oder wie sagte es CFO Meyer im Dezember auf der MKK Münchner Kapitalmarkt Konferenz: „Wir hoffen, eine interessante Story für 2018 bieten zu können, was sich dann auch positiv im Kurs zeigen sollte.“  
Steico Kurs: 25,25
 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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Steico
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0LR93 DE000A0LR936 SE 355,61 Mio. € 25.06.2007 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 308,77 388,18 445,16 365,29 376,28 382,90 410,00
EBITDA1,2 57,02 91,31 90,05 57,86 79,83 69,00 77,00
EBITDA-Marge %3 18,47 23,52 20,23 15,84 21,22 18,02 18,78
EBIT1,4 33,58 67,61 65,20 30,38 36,03 35,90 44,00
EBIT-Marge %5 10,88 17,42 14,65 8,32 9,58 9,38 10,73
Jahresüberschuss1 25,43 48,16 47,86 16,88 19,32 18,60 24,00
Netto-Marge %6 8,24 12,41 10,75 4,62 5,13 4,86 5,85
Cashflow1,7 42,91 85,76 65,63 51,65 58,64 50,00 57,50
Ergebnis je Aktie8 1,81 3,42 3,40 1,18 1,37 1,32 1,65
Dividende je Aktie8 0,30 0,40 0,40 0,00 0,20 0,20 0,30

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#A0LR93
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Vor dem Chart sind alle Aktien gleich. Und so lohnt es sich häufig eben doch, den Blick nicht nur auf die DAX-Konzerne zu richten, sondern auch in der zweiten und dritten Reihe nach interessanten Sonderstorys zu suchen. Ein dankbarer Sektor dafür ist der Immobilienbereich. Kein Wunder, schließlich befindet sich die Branche mitten im Konsolidierungsprozess. Egal, ob Wohn- oder Gewerbeimmobilien: Größe ist gefragt und dementsprechend viele Zusammenschlüsse und Übernahmen gibt es. Für Getuschel in der Investorenszene sorgt zurzeit etwa TLG Immobilien. Die Gesellschaft aus Berlin hat ihre Wurzeln in der Treuhandanstalt und ist seit Herbst 2014 börsennotiert. Der Geschäftsschwerpunkt liegt auf Büro-, Einzelhandels- und Hotelimmobilien. Für Schlagzeilen sorgte TLG im Mai 2017, als der Vorstand eine Übernahmeofferte für die damals ebenfalls im SDAX gelistete Immobiliengesellschaft WCM lancierte und damit quasi als weißer Ritter in Erscheinung trat. Schließlich hatte WCM mit DIC Asset zuvor einen nicht wirklich gebetenen Gast im Aktionärskreis. Und so wunderte es nicht, dass der Deal zwischen TLG und WCM am Ende vergleichsweise geräuschlos über die Bühne ging und die Berliner seitdem mit knapp 86 Prozent das Sagen bei WCM haben. Mittlerweile gibt es einen Beherrschungsvertrag, der den verbliebenen WCM-Anteilseignern eine Garantiedividende von jährlich netto 0,11 Euro je Anteilschein oder vier TLG-Aktien je 23 eingereichter WCM-Aktien als einmalige Abfindung zusichert. Seitdem ist der Kurs der WCM-Aktie eng an die Entwicklung der TTL-Aktie gekoppelt. Die Handelsumsätze in WCM sind zwar arg geschrumpft, insbesondere mit Blick auf die Dividendenrendite von zurzeit knapp 2,9 Prozent hat das Papier aber weiterhin seine Fangemeinde. Beinahe noch interessanter ist die WCM-Story zurzeit aber aus dem Blickwinkel der TLG Immobilien AG, denn um die Berliner ranken sich momentan selbst Übernahmespekulationen. Auslöser war eine Pressemitteilung der, von dem israelischen Investor Amir Dayan kontrollierten, Ouram Holding, wonach diese 4,51 Prozent der Stimmrechte an TLG halte und sich bis Mitte April 2018 die Option auf weitere 18,03 Prozent gesichert habe. Voreilig sprach Ouram sogar bereits von der Kontrollmehrheit – musste jedoch schnell einen Rückzieher machen, denn selbst inklusive der ominösen 18,03 Prozent, kommt der Investor eben nicht in Größenordnungen von 25 oder gar 30 Prozent.  
TLG Immobilien Kurs: 13,10
  Getuschelt wird seitdem aber nicht minder heftig, von wem das 18-Prozent-Paket kommen könnte. Größter Aktionär von TLG ist mit 18,17 Prozent der auf den Cayman Islands ansässige Hedgefonds ADAR Capital Partners. Es folgt mit insgesamt 22,30 Prozent Prof. Dr. Gerhard Schmidt, der – als Investor der Deutsche Immobilien Chancen Gruppe – seine Anteile aus dem damaligen Tausch von WCM in TLG bezogen hat. Weitere Pakete halten die Julius Baer Group (7,05 Prozent) und die Regierung von Singapur (9,25 Prozent). Black Rock sind 2,90 Prozent zuzurechnen. Im Streubesitz müssten sich demnach knapp 45 Prozent der TLG-Papiere befinden. Eine naheliegende Vermutung ist, dass sich die Ouram Holding ihre Option auf weitere 18 Prozent aus dem Umfeld von WCM-Urgestein Karl Ehlerding und dem früheren WCM-CEO Stavros Efremidis gesichert haben könnte. Dieses Paket hätte einen Gegenwert von immerhin gut 400 Mio. Euro – eine hübsche Summe, mit der sich auch eine „WCM 3.0“ anschieben ließe.  
WCM Kurs: 1,87
  Was tun als Investor? Wer lieber um zwei Ecken denkt, fährt mit der WCM-Aktie eine clevere Alternative. Zum einen könnte perspektivisch die Garantiedividende via Spruchverfahren noch einmal erhöht werden. Zum anderen ist der WCM-Kurs über das Abfindungsangebot an die TLG-Aktie gekoppelt. Wem dagegen eine höhere Handelsliquidität besonders wichtig ist, dürfte bei TLG besser aufgehoben sein. Die übergeordnete Spekulation ist, dass Investor Amir Dayan bei den Berlinern weiter aufstockt und eines Tages womöglich tatsächlich eine Pflichtofferte abgeben müsste. Interessanter Aspekt am Rande: Mit Aroundtown Property und Grand City Properties gibt es bereits zwei Immobiliengesellschaften auf dem heimischen Kurszettel, die mit dem ehemaligen Investmentbanker Yakir Gabay einen prominenten Ankeraktionär mit israelischen Wurzeln haben. Und wie zu lesen ist, pflegen Dayan und Gabay gelegentlich auch geschäftliche Beziehungen. Wer weiß, welche Kapitel die Konsolidierungsphase auf dem heimischen Immobiliensektor noch zu erzählen sind.  
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TLG Immobilien
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A12B8Z DE000A12B8Z4 AG 1.483,41 Mio. € 24.10.2014
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WCM
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1X3X3 DE000A1X3X33 AG 281,40 Mio. € 01.05.1905
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#A1X3X3 #A12B8Z
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Unterschiedlicher könnte die Performance kaum sein: Während der Aktienkurs des Verlagshauses Bastei Lübbe nach der neuerlichen Bilanzbereinigung auf historische Tiefststände gesackt ist, verteidigt der Anteilschein von Edel tapfer sein zuletzt erobertes Terrain oberhalb von 3,50 Euro. Böse Überraschungen sind von den Hamburgern nicht zu erwarten. Die wesentlichen Eckdaten standen ohnehin schon seit Dezember 2017 fest. Und auch der kürzlich vorgelegte Geschäftsbericht für 2016/17 (30. September) hat den guten Eindruck nochmals bestätigt. Zudem setzen nicht wenige Börsianer darauf, dass das IPO des Streaminganbieters Spotify auch auf die Edel-Aktie strahlt, zumal die Edel-Tochter Kontor New Media – neben Deezer, Apple Music oder Napster – auch Spotify mit digitalen Musiktiteln beliefert. Knackig kommt der Ausblick von Edel daher: Für 2017/18 rechnet die im Börsensegment Scale gelistete Gesellschaft mit einem Erlösanstieg um rund 2,6 Prozent auf 203,3 Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern soll dabei von knapp 4,5 auf 6,4 Mio. Euro nach oben gehen, was auf ein Ergebnis je Aktie von 0,28 Euro hinauslaufen würde. Mit ein Grund dafür ist das spürbar verbesserte Zinsergebnis im Zuge der Ablösung der teuren Anleihe durch günstigere Schuldverschreibungen. Nächster offizieller Termin aus Investorensicht ist die für Frühsommer 2018 anberaumte Hauptversammlung. Ein konkretes Datum gibt es noch nicht, in den Vorjahren fand das Aktionärstreffen allerdings regelmäßig im Mai statt. Festgelegt hat sich Edel dafür bereits auf den Dividendenvorschlag von erneut 0,10 Euro je Anteilschein. Wie bei Edel üblich, wird auch die Gewinnbeteiligung für 2016/17 zunächst „steuerfrei“ ausgekehrt. Für renditeorientierte Anleger ist der Titel durchaus einen Blick wert, immerhin türmt sich die Dividendenrendite auf fast 2,8 Prozent.  
Edel Kurs: 5,50
  Punkten kann der Small Cap aber auch mit Blick auf andere Bewertungskriterien: Inklusive der Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 51,5 Mio. Euro kommt Edel auf einen Unternehmenswert (Enterprise Value) von annähernd 134 Mio. Euro – bei einem von boersengefluester.de für das laufende Jahr erwarteten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 18 Mio. Euro. Die Relation EV/EBITDA beträgt also nur rund 7,4. Bei Bastei Lübbe muss man den Horizont zurzeit wohl auf 2019/20 setzen, um auf annähernd gleiche Bewertungsfaktoren zu kommen. Von Dividenden spricht bei Bastei Lübbe zurzeit ohnehin niemand. Die Kölner sind momentan bestenfalls eine Restrukturierungsstory, bei der man sich mit dem Einstieg aber wohl noch Zeit lassen kann. Bei Edel hingegen bleibt boersengefluester.de auf „Kaufen“. Nach vielen Jahren mit einer per saldo seitwärts gerichteten Kurstendenz, geht es nun endlich Richtung Norden. Das Kursziel der ebenfalls in Hamburg ansässigen Analysten von Montega beträgt 4,10 Euro. Bis dahin hätte das Papier noch immer rund 13 Prozent Aufwärtspotenzial.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 214,10 251,33 277,02 280,22 258,57 267,82 278,00
EBITDA1,2 18,75 25,94 30,96 31,30 32,32 34,80 35,95
EBITDA-Marge %3 8,76 10,32 11,18 11,17 12,50 12,99 12,93
EBIT1,4 9,28 16,93 21,52 22,20 20,93 23,46 24,90
EBIT-Marge %5 4,33 6,74 7,77 7,92 8,10 8,76 8,96
Jahresüberschuss1 2,71 7,35 12,38 12,70 11,47 12,99 13,70
Netto-Marge %6 1,27 2,92 4,47 4,53 4,44 4,85 4,93
Cashflow1,7 23,69 23,77 16,59 32,10 12,59 20,24 22,50
Ergebnis je Aktie8 0,12 0,31 0,54 0,57 0,52 0,60 0,65
Dividende je Aktie8 0,10 0,20 0,30 0,30 0,30 0,30 0,30

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
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Edel
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
564950 DE0005649503 SE & Co. KGaA 125,04 Mio. € 31.08.1998 Kaufen
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#A1X3YY #564950
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Investments in Einkaufs- und Fachmarktzentren haben sich an der Börse zunehmend als eigene Assetklasse etabliert. Das zeigt die gute Performance von Aktie wie Deutsche Konsum REIT oder DEFAMA. Aber es müssen nicht immer Aktien sein, als Anleihenemittent sich hat sich die FCR Immobilien AG bereits einen Namen gemacht. Nun platziert das Unternehmen aus München erneut einen Bond. Boersengefluester.de sprach mit CEO Falk Raudies über die Hintergründe der Emission und für die Anleihe interessante ist, das Geschäftsmodell, mögliche Konkurrenz durch das Internet sowie die Chancen auf ein Börsengang von FRC Immobilien in Aktienform. ...
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Auf das hybride Geschäftsmodell der FinTech Group – mit Aktivitäten im B2B- und B2C-Bereich – lässt ihr Vorstandsvorsitzender Frank Niehage nichts kommen. Und so überrascht es auch nicht, dass die FinTech Group mit einer Doppelmeldung für Aufmerksamkeit am Kapitalmarkt sorgt: Demnach haben die Frankfurter die Vall Banc als neuen Kunden gewonnen und werden für das Institut aus Andorra eine Onlineplattform – von der Kontoeröffnung bis zum Meldewesen – aufbauen. Die Vall Banc ist ein Finanzdienstleister aus dem Einflussbereich des von einem ehemaligen Goldman Sachs-Partner gegründeten Private Equity-Hauses J.C. Flowers. Vice-Chairman der Vall Banc ist Christoph Lieber, der gemeinsam mit Andreas Brandt auch den unabhängigen Vermögensverwalter Lunis mit Sitz in Frankfurt führt. Vorsitzender des Aufsichtsrats von Lunis wiederum ist Michael Christner, seines Zeichens CEO der Vall Banc. Was hat das alles mit der FinTech Group zu tun? Ganz einfach: Deren Boss Frank Niehage war früher – vor seiner Tätigkeit bei Goldman Sachs – Vorsitzender des Vorstands der Bank Sarasin und lotste in dieser Funktion 2011 Andreas Brandt von der Credit Suisse zu Sarasin. To make a long story short: Man kennt sich also in der Szene. So gesehen ist das Abkommen mit der Vall Banc ein schöner Erfolg für die FinTech Group und knüpft an die jüngsten Deals mit den österreichischen Kunden Bawag P.S.K. und Kommunalkredit Austria an. „Mit dem neuen Auftrag haben wir auf dem Weg, unser Kernbankensystem als Standardplattform für Privat- und Spezialbanken zu etablieren, einen nächsten Meilenstein erreicht“, sagt Niehage. „Unser Ökosystem, bestehend aus technologischen Modulen und bankprozessualen Lösungen, hat sich wieder einmal durchgesetzt und unseren neuen Großkunden überzeugt.“  
flatexDEGIRO Kurs: 30,82
  En passant weist der CEO der FinTech Group außerdem darauf hin, dass der Januar 2018 der zweiterfolgreichste Geschäftsmonat in der Geschichte des zum Konzernverbund gehörenden Discountbrokers flatex gewesen sei. Das wiederum deckt sich mit den Aussagen von comdirect-Chef Arno Walter, der kürzlich zur Bilanz-Vorlage ebenfalls darauf hinwies, dass sich die zurückgekehrte Volatiliät an den Börsen sehr lebhaft aufs Geschäft ausgewirkt habe – sowohl bei der comdirect ,als auch bei der zugekauften OnVista Bank. Per saldo läuft es bei der FinTech Group also in die richtige Richtung, was auch den momentan ein wenig konsolidierenden Aktienkurs beflügeln sollte. Offizieller Termin für die Bilanzvorlage ist derzeit Ende April. Wir halten es jedoch für wahrscheinlich, dass die im Börsensegment Scale gelistete Gesellschaft vorab zumindest eine Wasserstandsmeldung geben wird. Die Analysten der Berenberg Bank halten ein Kursziel von 40 Euro für angemessen und raten daher auch zum Einstieg bei der Aktie der FinTech Group.  
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flatexDEGIRO
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
FTG111 DE000FTG1111 SE 3.394,35 Mio. € 30.06.2009 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 261,49 417,58 406,96 390,73 480,02 559,80 602,00
EBITDA1,2 98,43 112,09 183,28 140,35 202,48 267,70 275,00
EBITDA-Marge %3 37,64 26,84 45,04 35,92 42,18 47,82 45,68
EBIT1,4 73,79 80,26 151,28 104,35 156,69 221,60 227,00
EBIT-Marge %5 28,22 19,22 37,17 26,71 32,64 39,59 37,71
Jahresüberschuss1 49,92 51,55 106,19 71,86 111,54 160,40 175,00
Netto-Marge %6 19,09 12,35 26,09 18,39 23,24 28,65 29,07
Cashflow1,7 141,45 125,03 113,32 63,08 168,86 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,55 0,47 0,97 0,65 1,02 1,45 1,59
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,04 0,04 0,30 0,32

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#FTG111
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Die Reaktion der Börse ist eindeutig: Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 (30. September) und auch der Ausblick des Vorstands von KPS treffen nicht den Geschmack der Anleger. Und so wundert es auch nicht, dass der Aktienkurs des Consultingunternehmens nochmals um 14 Prozent auf weniger 11 Euro eingeknickt ist und die im Frühjahr/Sommer mehrfach getestete Spitzenmarke von rund 18 Euro außer Sichtweite gerät. Aber auch auf dem gedrückten Niveau ist KPS immer noch vergleichsweise zackig bewertet: Die Marktkapitalisierung von 404 Mio. Euro entspricht etwa dem 15,5- bis 17,5fachen des für 2017/18 in Aussicht gestellten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 7,6 wirkt ebenfalls nicht gerade wie eine Einladung zum Aktienkauf, auch wenn sich hier die stattliche Eigenkapitalrendite von rund 30 Prozent widerspiegelt. Einzig die Dividendenrendite ist – trotz des niedriger als gedachten Dividendenvorschlags von 0,35 Euro je Aktie – zurück über die Marke von drei Prozent gekommen. Das könnte den Titel zumindest für Neuanleger interessant machen. Die Hauptversammlung findet am 23. März 2018 statt – ist also schon recht bald. Aber selbst hier gilt: Vom langjährigen Mittelwert im Bereich um knapp fünf Prozent Dividendenrendite, ist die KPS-Aktie noch immer weit entfernt. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass vermutlich 80 Prozent aller von boersengefluester.de regelmäßig analysierten Aktien auf solch unvorteilhafte Bewertungsdiskrepanzen zum historischen Mittelwert kommt – kein Wunder nach neun Jahren Kursaufschwung an den Börsen und kaum messbarer Verzinsung alternativer Anlagen.  
KPS Kurs: 0,39
  Auf Trab gehalten haben die KPS-Investoren in den vergangenen Monaten außerdem die vielen Aktienplatzierungen aus dem Kreis der Hauptaktionäre. Einerseits erhöhte sich dadurch zwar der Streubesitz auf mittlerweile 39 Prozent, was den Titel liquider macht und theoretisch auch den Weg Richtung TecDAX ebnet. Andererseits waren die gewährten Abschläge bei dem Verkauf an institutionelle Investoren vielen „normalen“ Anlegern ein Dorn im Auge. On top kommt, dass der nicht mehr in offizieller Funktion tätige ehemalige Vorstand Dietmar Müller – ihm sind vermutlich noch 10 Prozent der KPS-Anteile zuzurechnen – noch immer für einen potenziellen Aktienüberhang sorgt. Seinen Anteil 4,08 auf 1,06 Prozent reduziert, hat darüber hinaus zuletzt auch Thomas Krämerkämper, der Gründer des Mitte 2014 von KPS übernommenen E-Commerce-Dienstleisters getit (jetzt KPS Digital GmbH). Krämerkämper hatte die Stücke damals als Teil des Kaupreises bekommen. Kein schlechter Deal für ihn: Immerhin hatte sich der Kurswert seiner KPS-Anteile mehr als verdoppelt. Bei all der Schelte aus Börsensicht: Grundsätzlich gehört KPS zu den feinsten Unternehmen aus dem heimischen Spezialwertesegment. Die Bilanz ist frei von Bankschulden, das Eigenkapital macht rund 64 Prozent der Bilanzsumme aus. Die Dividende wurde jetzt sieben Jahre in Folge erhöht. Zudem gab es 2016 noch Berichtigungsaktien im Verhältnis 10:1. Die operative Marge hält KPS – von einzelnen Quartalen abgesehen – seit etwa vier Jahren zwischen 14 und 16 Prozent. Kritikpunkt bleibt allerdings, dass das Ergebnis unterm Strich zu wenig Dynamik zeigt und regelmäßig zwischen 0,45 und 0,55 Euro ankommt. Daran wird sich wohl auch im laufenden Geschäftsjahr kaum etwas ändern, selbst wenn die um rund 10 Prozentpunkte gestiegene Steuerquote nicht KPS angekreidet werden kann. Zudem haben die Unterföhringer im vergangenen Jahr mit 5,1 Mio. Euro rund 3,5mal so viel wie 2015/16 durch aktivierte Eigenleistungen als Ergebnistreiber verbucht. Summa summarum halten wir KPS dennoch für eine Halten-Position. Bei Kursen unterhalb von 11 Euro scheint für boersengefluester.de doch schon eine Menge an negativen Aspekten eingepreist. Zudem naht bei 10 Euro eine wichtige charttechnische Unterstützung. Die Analysten von ODDO BHF sehen die ganze Sache sogar recht zuversichtlich und raten in ihrer neuesten Studie zum Einstieg mit Kursziel 17 Euro.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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KPS
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1A6V4 DE000A1A6V48 AG 15,97 Mio. € 14.07.1999 Beobachten
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 166,45 157,98 179,53 177,77 145,42 121,72 104,00
EBITDA1,2 22,68 21,65 21,65 7,81 6,04 5,18 4,50
EBITDA-Marge %3 13,63 13,70 12,06 4,39 4,15 4,26 4,33
EBIT1,4 14,11 13,41 14,31 0,03 -17,80 -10,97 -6,00
EBIT-Marge %5 8,48 8,49 7,97 0,02 -12,24 -9,01 -5,77
Jahresüberschuss1 8,14 8,73 9,55 -1,25 -23,37 -21,84 -8,00
Netto-Marge %6 4,89 5,53 5,32 -0,70 -16,07 -17,94 -7,69
Cashflow1,7 22,04 17,38 15,46 9,25 8,90 5,42 6,70
Ergebnis je Aktie8 0,22 0,23 0,26 -0,03 -0,57 -0,53 -0,19
Dividende je Aktie8 0,17 0,19 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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Als „Heiße Wette auf die Wende“ hatte boersengefluester.de die Aktie der Schaltbau Holding Anfang des Jahres vorgestellt. Seit dem hat sich kursmäßig zwar noch nicht fürchterlich viel getan. Trotzdem steht der Verkehrstechnikkonzern vor einer eminent wichtigen Weichenstellung: Wie beinahe zu erwarten war, geht Schaltbau nun nämlich mit einer größeren Kapitalerhöhung an den Markt. Demnach ist die Ausgabe von bis zu 2.242.420 jungen Aktien zu einem Stückpreis von 22,00 Euro geplant. Bezogen auf den gegenwärtigen Aktienkurs von 27,50 Euro müssen die Münchner also einen Discount von 20 Prozent einräumen. Für je drei bestehende Anteilscheine der Schaltbau Holdingkönnen Anleger dabei eine neue Aktie erwerben. Der maximale Mittelzufluss beträgt netto gut 46 Mio. Euro. On Top kommen noch die Erlöse von vermutlich rund 30 Mio. Euro aus dem kürzlich fixierten Verkauf der Tochtergesellschaft Pintsch Bubenzer an schwedische Dellner-Gruppe. Damit würde Schaltbau wieder auf sehr viel festerem Boden stehen. „Unser unmittelbarer finanzieller Spielraum wird sich jetzt erheblich erweitern. So lösen wir nicht nur die fälligen Kreditverbindlichkeiten komplett ab, sondern schaffen uns auch Liquidität, um die strategische Neupositionierung erfolgreich fortsetzen zu können“, sagt Vorstandssprecher Bertram Stausberg. Wichtig: Für annähernd drei Viertel der angebotenen Aktien gibt es bereits Zeichnungszusagen von bestehenden Aktionären und Investoren, womit ein Zufluss von Untergrenze 28,9 Mio. Euro gesichert ist.  
Schaltbau Holding Kurs: 68,00
  Derweil zeigt der mehr als 400 Seiten umfassende Wertpapierprospekt zur Kapitalerhöhung, wie eng es um den ehemaligen SDAX-Konzern bestellt war. So stand Schaltbau nach den herben Verlusten des Jahres 2016 „am Übergang zur Liquiditätskrise“. Sanierung war und ist also angesagt, nicht nur Restrukturierung. Bis zum Jahr 2020 soll Schaltbau dann zumindest so fit sei, dass sich marktübliche Renditen erzielen lassen. Keine Frage: Der Weg dorthin ist mit erheblichen Risiken verbunden. Daher eignet sich die Schaltbau-Aktie auch nur für sehr spekulativ orientierte Anleger. Sollte das Konzept jedoch fruchten, dürfte die Notiz in 24 Monaten deutlich höher stehen als momentan. Wer die Aktie im Depot und die Position nicht übergewichtet hat, sollte unserer Meinung nach an der Kapitalerhöhung teilnehmen.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Schaltbau Holding
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A2NBTL DE000A2NBTL2 AG 742,61 Mio. € 22.06.1994
* * *
 
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 502,34 525,58 479,69 508,10 474,12 0,00 0,00
EBITDA1,2 42,71 43,73 36,43 47,45 6,17 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 8,50 8,32 7,59 9,34 1,30 0,00 0,00
EBIT1,4 21,72 26,63 18,56 22,36 -27,88 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 4,32 5,07 3,87 4,40 -5,88 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 5,66 12,13 120,09 6,57 -36,96 0,00 0,00
Netto-Marge %6 1,13 2,31 25,04 1,29 -7,80 0,00 0,00
Cashflow1,7 32,24 65,99 4,22 14,58 13,56 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,44 0,83 10,71 0,42 -3,49 1,12 1,25
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 1,90 1,90 1,90 1,90 1,90

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Foto: Pixabay...
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Gewinnwarnungen sind immer Mist. Da macht auch Adler Modemärkte mit seinen Vorabzahlen für 2017 keine Ausnahme. Demnach hat der Modefilialist im vergangenen Jahr sein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nicht wie erhofft auf eine Größenordnung zwischen 27 und 30 Mio. Euro steigern können, sondern kam am Ende nur auf einen Wert von rund 25 Mio. Euro. Einen konkreten Grund für das unter den Erwartungen liegende Ergebnis nannte Adler Modemärkte nicht. Es ist nur die Rede davon, dass sich die „Rahmenbedingungen für den deutschen Textileinzelhandel auch im vierten Quartal des Berichtsjahres weiter verschlechtert haben“. Dementsprechend ging auch der Umsatz des Unternehmens aus Haibach bei Aschaffenburg von 544,55 auf 525,80 Mio. Euro zurück. Immerhin: Dank der Erlöse aus der zweiten Tranche der Immobilienverkäufe in Österreich an einen strategischen Investor, wird Adler Modemärkte für 2017 ein EBITDA von circa 31 Mio. Euro ausweisen. Positiv ist auch, dass der freie Cashflow auf den Rekordwert von 35 Mio. Euro geklettert ist. Dennoch macht die Gesellschaft noch einmal Tabula rasa und trennt sich mit sofortiger Wirkung von COO Andrew Thorndike. Zur Einordnung: Erst im Frühjahr 2017 verließ der frühere Vorstandschef Lothar Schäfer das Unternehmen. Für etliche Monate führten daraufhin CFO Karsten Odemann und Thorndike die Geschäfte kommissarisch. Seit September ist der frühere Telekom-Manager Thomas Freude neuer CEO. Einig ist sich Adler Modemärkte dagegen mit Finanzchef Odemann. Sein Vertrag wurde vorzeitig bis Ende 2021 verlängert. Zudem soll die Position eines Chief Commercial Officer im Konzernvorstand eingeführt werden, um die Absatzstrategie (stationär und online) weiter zu optimieren.  
Adler Modemärkte Kurs: 0,00
  Bis spätestens Mitte März will die Gesellschaft ihre Strategie präsentieren – und gleichzeitig auch den Abschluss für 2017 vorlegen. Ein schwieriges Thema für Anleger bleibt außerdem die Aktionärsstruktur. So sind 52,81 Prozent der insgesamt 18.510.000 Aktien der S & E Kapital GmbH zuzurechnen. Dieses Unternehmen wiederum befindet sich zu 43,93 Prozent im Besitz der Private-Equity-Gesellschaft Excalibur. Die anderen 56,07 Prozent sind der STB Fashion Holding GmbH zuzurechnen, einem Finanzierungsvehikel der in die Insolvenz gerutschten Steilmann-Gruppe, dessen Hauptzweck damals die Besicherung von Bonds war. Letztlich hat damit nun der Insolvenzverwalter Zugriff auf die STB Fashion Holding. Wie der Aktienüberhang abgebaut werden soll, ist derzeit noch offen. Losgelöst davon: Trotz der jetzt wenig erbaulichen vorläufigen Zahlen für 2017 bleibt der Small Cap für boersengefluester.de eine interessante Sonderstory. Die Bewertung ist – insbesondere nach dem jüngsten Rücksetzer um rund zehn Prozent – eher moderat. Die Analysten von ODDO BHF setzen das Kursziel vorerst bei 6,50 Euro an und versehen den Titel mit der Einschätzung "Neutral". Boersengefluester.de ist ein wenig zuversichtlicher gestimmt. Wohin die Reise langfristig geht, entscheidet sich bei Adler Modemärkte dann spätestens im März.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Adler Modemärkte
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1H8MU DE000A1H8MU2 AG 1,49 Mio. € 22.06.2011 -
* * *
 
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 360,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 17,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 4,72 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 -31,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 -8,61 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -40,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 -11,11 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 -28,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -3,20 -0,60 -0,04 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


    Foto: Adler Modemärkte AG...
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In der Rubrik "Zitat des Tages" zeigen wir Sprüche berühmter Personen. Die Bandbreite reicht von Investoren über Philosophen bis hin zu Sportlern. Wenn Sie ein Zitat zur Aufnahme vorschlagen möchten, kontaktieren Sie uns gern. Per E-Mail an [email protected] oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.

„Erfahrungen nützen gar nichts, wenn man keine Lehren daraus zieht.“
Friedrich der Große

BGFL stellt an dieser Stelle heiße Aktien mit hohen Chancen, aber auch enormen Risiken, für spekulative Anleger vor
Stimmung dreht nach oben
Kurs: 3,93
China-Beteiligung verkauft
Squeeze-out-Spekulation
Kurs: 64,50

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