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All-Time-High-Alarm: Deutsche Rohstoff · €78,10
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Ruhig war es in den vergangenen Monaten um die Aktie der MyHammer Holding geworden. Kein Wunder: Nach den diversen Übernahmeofferten und gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen hält HomeAdvisor nun 80,22 Prozent an dem Handwerkerportal. Nennenswerte Investor Relations-Aktivitäten sind bei MyHammer Fehlanzeige – und dem Vernehmen nach wird das vorerst auch so bleiben. Mit den Zahlen für 2017 haben die Berliner derweil die eigenen Erwartungen gut erfüllt: Bei einem Erlösplus von 18,5 Prozent auf 11,28 Mio. Euro fiel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwar um 336.000 Euro auf 1,07 Mio. Euro zurück. Allerdings ist hier ein um rund 1 Mio. auf 1,28 Mio. Euro aufgestocktes Marketingbudget berücksichtigt. „Für MyHammer war 2017 operativ und finanziell ein sehr erfolgreiches Jahr“, lautet denn auch das Fazit der Vorstände Claudia Frese und Thomas Bruns. Für 2018 bestätigt das Management die bisherige Einschätzung, wonach die Erlöse in einer Bandbreite von 22 bis 26 Prozent wachsen sollen. Da die Vertriebs- und Marketingaufwendungen weiterhin forciert werden, dürfte das operative Ergebnis auf dem Niveau von 2017 verharren. Zudem hält sich der Vorstand die Option offen, auch im laufenden Jahr das noch offene Gesellschafterdarlehen von knapp 2,32 teilweise vorzeitig zu tilgen und die Bilanzrelationen weiter zu verschönern. Aktuelle Gläubigerin des ehemaligen Holtzbrinck-Kredits ist die Londoner AC Search & Media UK Limited. Keine neuen Erkenntnisse bringt der jetzt vorgelegte Geschäftsbericht von MyHammer dagegen, was den Anteilsbesitz von Müller adress aus deren gefloppter Übernahmeofferte angeht. Losgelöst davon hält boersengefluester.de die MyHammer-Aktie weiterhin für eine interessante Spezialsituation. Zwar sehen die einschlägigen Bewertungskennzahlen wie KGV oder auch KBV noch nicht sonderlich vorteilhaft aus. Zu beachten ist allerdings, dass in der Bilanz lange Zeit ein negatives Eigenkapital stand und MyHammer – bei feinerer Dosierung der Werbeausgaben – deutlich mehr Ergebnis zeigen könnte. Offen ist freilich, ob die Aktie der MyHammer Holding auf ein „Börsen-Endspiel“ – sprich Rückzug vom Kapitalmarkt – zusteuert oder aber die fundamentalen Rahmendaten stärker die Kursrichtung vorgeben. So oder so: Selbst wenn ein wenig mehr Ausdauer als gedacht nötig ist, grundsätzlich läuft es bei dem Unternehmen in die richtige Richtung.  
MyHammer Holding Kurs: 16,00
 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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MyHammer Holding
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A11QWW DE000A11QWW6 AG 113,88 Mio. € 10.03.1999 Halten
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 20,14 24,70 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 5,71 7,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 28,35 29,96 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 5,20 6,80 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 25,82 27,53 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 3,55 4,90 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 17,63 19,84 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 5,44 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,50 0,70 1,05 1,20 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#A11QWW
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Eine ausgeprägte Warmlaufphase braucht Enis Ersü, der Vorstandschef und Gründer von Isra Vision, im Normalfall nicht. Beim diesjährigen CEO-Talk in der Villa Merton im vornehmen Frankfurter Diplomatenviertel, startete Ersü trotzdem erst einmal g...
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Analysten- und Investorenkonferenzen hat boersengefluester.de in den vergangenen Wochen wahrlich eine Menge besucht. Mal finden die Veranstaltungen im eher größeren Rahmen statt, mal geht es fast schon familiär zu. Definitiv in die zweite Kategorie gehört die jährliche Bilanzvorlage von secunet Security Networks in den Frankfurter Räumen der DVFA. Dabei ist es immer wieder herrlich, wie sich CEO Rainer Baumgart und CFO Thomas Pleines die Bälle zuspielen und innerhalb von knapp zwei Stunden einen Parcours durch Cyber-Security, Grenzkontrollen, behördliche Entscheidungsmechanismen, Dividendenpolitik oder auch die elektronische Gesundheitskarte hinbekommen. In erster Line geht es aber natürlich um Zahlen. Und die können sich – wie seit vielen Jahren – einmal mehr sehen lassen: Zwar waren die Eckdaten zu Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bereits bekannt. Doch mit einem um 72 Prozent auf knapp 15,87 Mio. Euro verbesserten Überschuss hat das auf hochwertige IT-Sicherheitstechnik spezialisierte Unternehmen für 2017 die Erwartungen von boersengefluester.de nochmal um einen Tick übertroffen. Dabei bewegen sich die Essener mittlerweile auf einem operativen Ergebnisniveau, das mehr als dreimal so hoch ist wie der Zehn-Jahres-Durchschnitt. Das freilich spiegelt sich auch im Aktienkurs von gegenwärtig 84 Euro wider. Zum Vergleich: Der Mittelwert aus den gut 2.200 Tageskursen der vergangenen zehn Jahre liegt bei etwas mehr als 23,40 Euro. Andererseits hat auch das Papier von secunet zuletzt spürbar an Terrain eingebüßt, immerhin kostete der Titel Anfang Dezember 2017 in der Spitze noch 116,25 Euro – was sogar dicht an das bisherige All-Time-High von 124 Euro aus dem Tagesverlauf des 23. Februar 2000 ragte. Dabei schien es noch vor zwei/drei Jahren undenkbar, dass die secunet-Aktie überhaupt jemals wieder die Spitzenregionen der damaligen Neuer Markt-Zeiten erklimmen könnte.     Mit den allein fünfmal in den vergangenen drei Jahren nach oben korrigierten Gewinnprognosen sowie den steigenden Börsennotierungen, hat sich freilich auch die Einstellung der Investoren verändert. Bei einem Unternehmen, das mit dem gut 20fachen des Verhältnisses von Unternehmenswert (Enterprise Value = Marktkapitalisierung minus Netto-Finanzguthaben) zu dem für 2018 zu erwartenden Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bewertet ist, besteht eben nur sehr begrenzter Raum für Enttäuschungen. Und genau diese Befürchtung treibt offenbar einige Anleger beim Blick auf den aktuellen Ausblick um. Immerhin kalkuliert secunet für 2018 mit Umsätzen und Erlösen leicht unter dem Vorjahresniveau. Grund dafür ist allerdings kein generelles Abflauen des Geschäfts, sondern sind politisch bedingte Verzögerungen bei den – für die Essener so wichtigen – Aufträgen mit Behörden und der Bundeswehr. Stichwort: Vorläufige Haushaltsführung im Rahmen der Neubildung der Regierung. „Größere Investitionen werden wohl erst in der zweiten Hälfte 2018 kommen und dann müssen wir sehen, was davon noch im laufenden Jahr abgerechnet werden kann“, sagt der Vorstandsvorsitzende Baumgart. Soll heißen: Gedämpfte Erwartungen für das erste Halbjahr 2018. In Alarmbereitschaft muss Anleger das aber noch nicht unbedingt versetzen, immerhin stapeln die Essener traditionell tief – und liefern anschließend umso mehr.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 285,59 337,62 347,22 393,69 406,38 458,00 485,00
EBITDA1,2 59,70 73,81 61,88 60,44 60,31 74,90 80,00
EBITDA-Marge %3 20,90 21,86 17,82 15,35 14,84 16,35 16,50
EBIT1,4 51,64 63,88 47,01 42,98 42,52 51,70 56,00
EBIT-Marge %5 18,08 18,92 13,54 10,92 10,46 11,29 11,55
Jahresüberschuss1 34,98 42,90 31,29 29,00 27,94 39,00 43,00
Netto-Marge %6 12,25 12,71 9,01 7,37 6,88 8,52 8,87
Cashflow1,7 56,38 53,74 -3,96 51,88 60,98 58,50 0,00
Ergebnis je Aktie8 5,43 6,66 4,84 4,51 4,32 6,00 6,60
Dividende je Aktie8 2,54 5,38 2,86 2,36 2,73 2,90 3,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Bemerkenswert ist derweil, dass die Gesellschaft mit dem secunet konnektor nun doch den Themenkomplex elektronische Gesundheitskarte betreten hat. „Wir haben lange gezögert“, räumt Baumgart ein. „Aber durch den allgemeinen Digitalisierungsdruck und Finanzierungsvereinbarungen hat sich die Lage geändert.“ So hat secunet im vergangenen Jahr rund 1,8 Mio. Euro in die Entwicklung investiert. Und auch 2018 werden weitere Aufwendungen für den Gesundheitskonnektor anfallen. Dabei tritt secunet in Partnerschaft mit der Bertelsmann-Tochter arvato an. Größter Konkurrent für das Duo secunet/arvato ist die börsennotierte CompuGroup. Genaue Details zur Kalkulation gibt Baumgart nicht preis, dem Vernehmen nach wären für ihn aber Stückzahlen von weniger als 30.000 Konnektoren für 2018 eine herbe Enttäuschung. Rechnen würde sich das Projekt für secunet jedoch bereits, selbst wenn nur ein Drittel davon verkauft werden könnte. Mit liquiden Mitteln von knapp 63 Mio. Euro und einer bankschuldenfreien Bilanz ist das Wagnis freilich überschaubar. „Wir können uns die Konnektorentwicklung eben auch leisten“, betont Baumgart und hofft durch nachhaltiges Geschäft in diesem Bereich ein weiteres Standbein neben den Behörden und der Bundeswehr aufzubauen. Größere Übernahmen sind indes von secunet auch im laufenden Jahr nicht zu erwarten. „Der Markt ist völlig überhitzt“, sagt CFO Pleines mit Blick auf die ausgehängten Preisschilder von Firmen aus dem Bereich Cyber-Security. Vor diesem Hintergrund ist auch die markante Anhebung der Dividende von 0,58 auf 1,20 Euro je Aktie für 2017 zu werten. Eine klassische Renditeaktie wird secunet zwar auch damit noch nicht, aber eine Ausschüttungsquote von 50 Prozent – nach rund 40 Prozent in den Jahren 2013 bis 2016 – ist durchaus eine Ansage, zumal diese Quote bei einem entsprechend guten Geschäftsverlauf auch künftig beibehalten werden dürfte. Unterm Strich bleibt die secunet-Story für boersengefluester.de intakt und so ganz allmählich nähert sich der Titel auch wieder einem Niveau, wo man ernsthaft über Nachkäufe – beziehungsweise den Ersteinstieg – nachdenken kann. Wie beinahe immer der Hinweis auf den vergleichsweise geringen Streubesitz: Knapp 79 Prozent der Aktien hält Giesecke & Devrient. Der Freefloat liegt bei nur 10,63 Prozent. Entsprechend markteng ist das Papier. Gecovert wird secunet von Warburg Research. Jüngstes Kursziel von Anfang Dezember: 105 Euro.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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secunet Security Networks
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
727650 DE0007276503 AG 1.233,70 Mio. € 09.11.1999 Kaufen
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#727650
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Nächste Stufe beim Ausbau der TTL Beteiligungs- und Grundbesitz-AG hin zu einem, wie es CEO Theo Reichert bezeichnet, „relevanten Akteur im deutschen Gewerbeimmobilienmarkt“: So bringt die Prof. Dr. Gerhard Schmidt, dem Aufsichtsrat und Strippenzieher bei TTL, zurechenbare AR Holding eine direkte Beteiligung von 3,59 Prozent an der Deutsche Immobilien Chancen Real Estate GmbH (DIC Real Estate) in die Gesellschaft ein. Im Gegenzug bekommt die AR Holding 1.641.334 neue TTL-Aktien in ihr Depot gebucht. Zusammen mit den bereits aus früheren Transaktionen indirekt gehaltenen Anteilen, erhöht sich die Quote von TTL an DIC Real Estate damit auf jetzt durchgerechnet 26,62 Prozent. Jetzt bitte nicht schon wieder aus der Story aussteigen, liebe Leser: Die Kernbotschaft der Transaktion ist nämlich gut verständlich: Der Private Equity-Experte Schmidt und eine Reihe anderer Investoren tauschen wenig fungible GmbH-Anteile in vergleichsweise liquide TTL-Aktien ein und schaffen dadurch eine attraktive Spezialwerte-Story. Der Fokus von TTL liegt auf zwei Unternehmen, die zum erweiterten Kreis des Firmengeflechts gehören: So hält TTL nach der neuerlichen Transaktion mittelbar 19,96 Prozent an der von Ulrich Höller geführten GEG German Estate Group AG – einer rasant wachsenden Asset-Plattform mit Immobilien unter Management im Wert von gegenwärtig rund 2,4 Mrd. Euro und Kohlberg Kravis Roberts (KKR) sowie der Deutschen Immobilien Chancen-Gruppe als weitere Investoren. Zur Einordnung: Vor der jetzt geplanten Sacheinbringung – aber nach der jüngsten Wandelanleihe – belief sich die durchgerechnete Quote an der GEG auf etwa 17,3 Prozent. Zweites namhaftes Asset ist eine indirekte Beteiligung an dem im SDAX gelisteten Gewerbe-Immobilienspezialisten DIC Asset. Was genau macht den Charme der TTL-Aktie aus? Zum einem eröffnet sie überhaupt erst einmal die Möglichkeit, sich als Privatanleger – zumindest indirekt – an der GEG Group zu beteiligen. Zum anderen ist TTL interessant für Value-Fans: Den Wert der jetzt geplanten Sacheinlage haben die Verantwortlichen mit rund 5,74 Mio. Euro angesetzt, was auf eine Bewertung von 3,50 Euro je TTL-Aktie hinausläuft. Verglichen mit dem aktuellen Kurs von 3,00 Euro sieht das nach einem fairen Deal aus – was auch den Ausschluss des Bezugsrechts bei der Maßnahme rechtfertigt.     Interessant ist derweil auch eine andere Rechnung: Auf Basis der neuesten Sachkapitalerhöhung wäre – alle anderen Querverbindungen einmal außen vor gelassen – die GEG Group mittlerweile mit rund 208 Mio. Euro bewertet. Bei einem Anteil von 19,96 Prozent entspricht das einem Wert je TTL-Aktie (bereits auf Basis der erhöhten Stückzahl) von etwa 2,63 Euro. Den auf die TTL AG entfallenden Anteil an DIC Asset setzt boersengefluester.de zurzeit mit gut 5,5 Mio. Euro – entsprechend 0,35 Euro je TTL-Aktie – an. So gesehen ist der Aktienkurs allein durch die beiden Kerninvestments zu fast genau 100 Prozent abgesichert. Zu beachten ist freilich, dass in der Bilanz von TTL zum Jahresende 2017 zinstragende Verbindlichkeiten von rund 15,7 Mio. Euro stehen. Die liquiden Mittel machten zum Stichtag – inklusive eines gewährten Darlehens – knapp 0,9 Mio. Euro aus. Im Hinterkopf sollten Anleger auch behalten, dass sich die Zahl der umlaufenden Papiere bereits ab Mitte 2018 aus der jüngst emittierten Wandelanleihe um weitere bis zu 3.475.000 Stück erhöhen dürfte. Insgesamt sieht boersengefluester.de in GEG und DIC Asset aber zwei attraktive Werttreiber für die TTL-Aktie. Dabei befindet sich die Gesellschaft noch immer in der Aufbauphase. So ließ TTL-Vorstand Reichert bereits durchblicken, dass weitere Schritte folgen werden.  
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TTL Beteil.- und Grundbesitz-AG
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
750100 DE0007501009 AG 4,18 Mio. € 12.07.1999
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 3,19 1,64 2,42 1,29 1,21 0,00 0,00
EBITDA1,2 1,17 0,06 -0,30 -0,26 -0,33 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 36,68 3,66 -12,40 -20,16 -27,27 0,00 0,00
EBIT1,4 1,17 0,05 -0,31 -0,26 -0,34 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 36,68 3,05 -12,81 -20,16 -28,10 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 2,63 1,69 -0,89 -15,05 -23,67 -7,50 0,00
Netto-Marge %6 82,45 103,05 -36,78 -1.166,67 -1.956,20 0,00 0,00
Cashflow1,7 -2,56 -1,20 0,08 -2,57 -1,88 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,12 0,08 -0,04 -0,61 -0,96 -0,30 -0,11
Dividende je Aktie8 0,20 0,20 0,20 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#750100
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Hätte uns vor zwölf Monaten jemand gesagt, dass Viscom 2017 auf Erlöse von 88,54 Mio. Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 13,83 Mio. Euro kommen wird, wären wir vermutlich ziemlich angetan gewesen. Immerhin hatte der Hersteller von Prüfanlagen für die Elektronikindustrie ursprünglich Umsätze in einer Bandbreite von 80 bis 85 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 13 und 15 Prozent in Aussicht gestellt, was einer Bandbreite beim Betriebsergebnis von 10,40 bis 12,75 Mio. Euro entspricht. Allerdings kostete die Viscom-Aktie vor einem Jahr auch noch 15 Euro und nicht – wie jetzt – gut 27 Euro. Entsprechend dem Plus an Marktkapitalisierung von rund 109 Mio. Euro auf jetzt gut 244 Mio. Euro hat sich allerdings auch die Erwartungshaltung der Investoren erhöht. Zugegeben: In den vergangenen Quartalen sind die Aktienkurse von nahezu allen im Vision-Bereich tätigen Gesellschaften – insbesondere Isra Vision und Basler – massiv in die Höhe geschossen. Angesichts der vor einiger Zeit vielleicht ungeahnt guten Perspektiven im Automatisierungsbereich, fand also so etwas wie ein Bewertungs-Shift nach oben statt. Trotzdem haben die Hannoveraner mit ihren – im Grunde genommen prima Zahlen – für keine positive Überraschung mehr gesorgt. So kamen die Erlöse eher am unteren Ende der zuletzt kommunizierten Spanne von 87 bis 92 Mio. Euro an. Die EBIT-Marge von gut 15,6 Prozent liegt dagegen im oberen Drittel der, Anfang August 2017 auf einen Korridor zwischen 14 und 16 heraufgesetzten, Bandbreite. Immerhin hat die im Prime Standard gelistete Gesellschaft mit der angekündigten Dividendenerhöhung um 15 Cent auf 0,60 Euro je Aktie die – freilich stets zurückhaltenden – Dividendenprognosen von boersengefluester.de getoppt. Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs ergibt sich hieraus eine Rendite von rund 2,1 Prozent. Die Hauptversammlung findet am 30. Mai 2018 im Alten Rathaus von Hannover statt.  
Viscom Kurs: 4,58
 
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 61,56 79,79 105,52 118,78 84,08 81,70 85,00
EBITDA1,2 -0,77 10,07 14,95 13,20 -5,03 5,10 0,00
EBITDA-Marge %3 -1,25 12,62 14,17 11,11 -5,98 6,24 0,00
EBIT1,4 -5,98 4,20 8,19 6,61 -11,82 -1,80 3,10
EBIT-Marge %5 -9,71 5,26 7,76 5,57 -14,06 -2,20 3,65
Jahresüberschuss1 -4,41 2,59 5,37 3,14 -9,63 -2,85 0,00
Netto-Marge %6 -7,16 3,25 5,09 2,64 -11,45 -3,49 0,00
Cashflow1,7 10,26 -3,90 -1,69 6,18 25,14 7,90 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,50 0,29 0,60 0,34 -1,06 -0,32 0,27
Dividende je Aktie8 0,00 0,20 0,30 0,05 0,00 0,05 0,20

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Den Ausblick für 2018 stufen wir derweil als konservativ ein, hier dürfte Viscom im Jahresverlauf vermutlich noch einmal nachlegen. Demnach kalkuliert Finanzvorstand Dirk Schwingel mit Erlösen zwischen 93 und 98 Mio. Euro sowie einer EBIT-Rendite in einer Spanne von 13 bis 15 Prozent. Boersengefluester.de hält demzufolge ein Betriebsergebnis von locker 14 Mio. Euro für eine gute erste Indikation. Vor Berücksichtigung von Abschreibungen scheint ein EBITDA von mindestens 16,40 Mio. Euro (Vorjahr: 15,90 Mio. Euro) möglich. Das wiederum korrespondiert mit einem Unternehmenswert (Marktkapitalisierung minus Netto-Finanzguthaben = Enterprise Value) von 236 Mio. Euro. Entsprechend ergibt sich eine Relation von EV zu EBITDA von gegenwärtig 14,4. Zum Vergleich: Isra Vision kommt hier zurzeit auf ein Multiple von 17,5, beim Kamerahersteller Basler ergibt sich ebenfalls ein Wert leicht oberhalb von 17. Der erst kürzlich an die Börse gegangene Distributor Stemmer Imaging dürfte sogar auf ein EV/EBITDA nördlich von 20 kommen. Aus dieser Perspektive ist die Viscom-Aktie zwar noch immer der günstigste Titel aus der Peer Group. Aber ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 23 bleibt trotzdem ambitioniert – selbst für ein qualitativ prima Unternehmen wie Viscom.  
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Viscom
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
784686 DE0007846867 SE 41,31 Mio. € 10.05.2006 Kaufen
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#784686
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Erfahrene Investoren wissen genau: Wenn Unternehmen bei der Kommunikation einseitig auf das EBITDA – also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – als Steuerungsgröße abstellen, bleibt unterm Strich meist nicht viel übrig. Häufig schreiben diese Gesellschaften sogar Verluste. So gesehen ist schon allein das ein gutes Zeichen, dass mVISE künftig Umsatz und EBIT bei den Prognosen in den Vordergrund rückt – und nicht wie bislang auf Gesamtleistung (Umsatz plus aktivierte Eigenleistungen) und EBITDA abstellt. Eingebettet ist der Schwenk in die am 20. März auf einer Webkonferenz von Vorstand Manfred Götz vorgestellte „Strategie 2018+“. Formal geht es darum, dass der auf Digitalisierungsthemen spezialisierte IT-Anbieter bis zum Jahr 2020 auf eine Umsatzgrößenordnung von etwa 35 Mio. Euro kommen will – bei einer EBIT-Marge von rund 15 Prozent. Zur Einordnung: Für das laufende Jahr peilt die Gesellschaft Erlöse von 25 Mio. Euro sowie eine operative Rendite von etwa acht Prozent an. Die endgültigen Daten für 2017 liegen noch nicht vor, das EBIT soll sich aber bei rund 0,42 Mio Euro bewegt haben. Die Ansage von Vorstand Manfred Götz ist unmissverständlich: „Wir wollen bis zum Jahr 2020 unter den Top 20 der mittelständischen IT-Anbieter in Deutschland im Bereich der Digitalen Transformation sein.“ Was die konkrete Umsetzung der Vorgabe angeht, bleibt Götz nach Auffassung von boersengefluester.de allerdings eher vage. Letztlich geht es um ein ganzes Bündel an Maßnahmen: Angefangen von einer Intensivierung des Marketings zur Steigerung der Markenbekanntheit über eine innovativere Personalrekrutierung bis hin zu verbesserten organisatorischen Prozessen und der Ausweitung der Vertriebskanäle Richtung Online und Partnermodelle. Das A und O sind jedoch die Mitarbeiter. Bis 2020 soll die Zahl auf rund 200 steigen – was einer glatten Verdopplung entspricht „Wir haben seit Wochen und Monaten annähernde Vollauslastung in allen Bereichen“, sagt Götz. Diesen Flaschenhals gilt es zu beseitigen und die angepeilte Größenordnung in entsprechend höhere Margen umzumünzen.     Ob der große Plan aufgeht, lässt sich gegenwärtig schwer einschätzen. Einen Vertrauensvorschuss von der Börse gibt es aber trotzdem, schon allein weil mVISE auch die 2015 eingeleitete Transformation von einem ehemals erfolglosen Messaging-Anbieter (conVISUAL) zu einem namhaften Player in den Bereichen Mobility, Virtualization und Security hinbekommen hat. Nun: In den kommenden 36 Monaten wird sich das mVISE-Management an den jetzt kommunizierten Zielen messen lassen müssen. Wenn alles hinhaut, würde mVISE 2020 auf ein EBIT von rund 5,25 Mio. Euro kommen. Steuern spielen vorerst keine besondere Rolle, und auch die Belastungen aus dem Finanzergebnis dürften sich einigermaßen in Grenzen halten, so dass der Nettogewinn nicht sehr viel schmächtiger als das EBIT daherkommen würde.   [caption id="attachment_110634" align="alignnone" width="720"] Quelle: mVISE AG[/caption]   Für das Ergebnis je Aktie zu berücksichtigen sind jedoch die Anteile Dritter sowie der zu erwartende Verwässerungseffekt von bis zu knapp 20 Prozent aus den ausstehenden Wandelanleihen. Summa summarum könnte 2020 dann womöglich ein Gewinn pro Anteilschein von 0,40 Euro herauskommen. Damit käme die im Scale gelistete mVISE-Aktie auf ein 2020er-KGV von rund zwölf, was noch ausreichend Luft nach oben lassen würde. Für risikobereite Anleger bleibt der Titel damit kaufenswert.       Foto: Pixabay...
#620458
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Beim jüngsten Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de machte das Management von va-Q-tec eigentlich einen dynamischen Eindruck auf uns – wenn der Hersteller von Isolierverpackungen nur nicht wenig später mit einer blöden Gewinnwarnung gekommen wäre. Damals machten auf 2018 verschobene Aufträge mit verschiedenen Großkunden eine entsprechende Anpassung der Prognose nötig. Von dieser Hiobsbotschaft hat sich der Aktienkurs von va-Q-tec nur zögerlich erholt. Kein Wunder: Die Bewertung des im Prime Standard gelisteten Unternehmens lässt im Prinzip keine Enttäuschungen zu. Immerhin haben die Würzburger 2017 mit einem Umsatzanstieg um 32 Prozent auf 46,9 Mio. Euro sowie einem leicht verbesserten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 7,2 Mio. Euro jetzt die – wenn auch gesenkten – Ziele erreicht. „Das Jahr hat sich zwar etwas anders entwickelt als ursprünglich erwartet. Wir sind mit der positiven Geschäftsentwicklung 2017 aber insgesamt zufrieden“, sagt Joachim Kuhn, der Vorstandsvorsitzende und Gründer von va-Q-tec. Das komplette Zahlenwerk legt die Gesellschaft am 12. April 2018 vor. Eine konkrete Planung für das laufende Jahr ist noch nicht veröffentlicht, Kuhn spricht lediglich von einem „starken und profitablen Wachstum“. Boersengefluester.de kalkuliert zurzeit mit einem EBITDA von rund 14 Mio. Euro für 2018. Dem steht allerdings noch immer eine Marktkapitalisierung von rund 230 Mio. Euro entgegen. Insgesamt ist der Titel für uns gegenwärtig eine Halten-Position. Mitte April werden dann die Weichen für die weitere Kursrichtung gestellt. In Frage kommt die va-Q-tec-Aktie aber ohnehin nur für risikobereite Anleger. Ein KGV von 35 sowie ein Multiple von deutlich mehr als vier auf den Buchwert sind schließlich nicht jedermanns Sache. Dividenden sind ohnehin kein Thema. Letztlich spielen Investoren hier voll die Wachstumskarte.  
Envirotainer Kurs: 27,40
 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Envirotainer
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
663668 DE0006636681 AG 404,33 Mio. € 30.09.2016
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 72,11 104,06 111,83 106,12 84,61 0,00 0,00
EBITDA1,2 11,40 17,79 7,73 -1,72 34,37 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 15,81 17,10 6,91 -1,62 40,62 0,00 0,00
EBIT1,4 -0,90 4,14 -7,26 -17,16 22,74 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 -1,25 3,98 -6,49 -16,17 26,88 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -1,44 1,41 -11,66 -22,74 18,33 0,00 0,00
Netto-Marge %6 -2,00 1,36 -10,43 -21,43 21,66 0,00 0,00
Cashflow1,7 7,41 3,28 9,68 -4,97 25,98 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,11 0,16 -0,87 -1,54 1,24 -0,08 -0,05
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Foto: va-Q-tec A10...
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Zugegeben: Ein Streubesitzanteil von 13,88 Prozent ist jetzt nicht fürchterlich viel. Dennoch sendet Jacopo Mingazzini, CEO von Accentro Real Estate, im Vorwort des Geschäftsberichts 2017 gleich eine wichtige Botschaft: „Unser neuer Hauptaktionär plant, nach eigenen Aussagen, keine Änderung der Geschäftstätigkeit und keinen Rückzug der Accentro AG vom Börsenparkett.“ Hintergrund: Die bisherige Großaktionärin, die im SDAX gelistete Adler Real Estate, hatte ihren Anteil an dem, auf Wohnungsprivatisierungen spezialisierten, Unternehmen Ende 2017 an das, von dem Investor Natig Ganiyev kontrollierte, Finanzvehikel Brookline Real Estate verkauft. Seitdem hat sich bereits einiges getan: So hat Accentro Real Estate – ehemals unter Estavis firmierend – eine Anleihe im Volumen von 100 Mio. Euro platziert, eine eigentlich noch bis 2019 laufende Wandelanleihe vorzeitig gekündigt und ist – um den bisherigen Schwerpunkt auf Berlin abzufedern – diverse Joint Ventures in anderen Städten eingegangen.  
Accentro Real Estate Kurs: 50,00
  Zudem kam die Gesellschaft 2017 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von knapp 36,42 Mio. Euro am oberen Ende der eigenen Prognose, die ein EBIT zwischen 34 und 36 Mio. Euro vorsah, heraus. Zur Hauptversammlung am 15. Mai 2018 steht eine um 2 Cent auf 0,17 Euro je Aktie erhöhte Dividende auf der Agenda. Beim jetzigen Kurs von 7,58 Euro entspricht das einer Rendite von 2,2 Prozent, was – verglichen mit einer Reihe von anderen Immobilienwerten – freilich eher Durchschnitt ist. Für das laufende Jahr stellt Vorstand Mingazzini – bei einem zweistelligen Umsatzplus – ein EBIT in einem Korridor von 37 bis 40 Mio. Euro in Aussicht. Ein gutes Argument für die Aktie von Accentro Real Estate sind zudem die ansprechenden Bilanzrelationen: Accentro hebelt bei der Finanzierung weniger stark als andere Unternehmen und verfügt dabei noch über eine Eigenkapitalquote von gut 44 Prozent. Gegenwärtig klebt der Aktienkurs zwar noch in einem Seitwärtskanal fest. Das hängt nach Auffassung von boersengefluester.de – neben der Gesamtmarktstimmung – aber in erster Linie damit zusammen, dass die Investoren noch nicht ganz sicher sind, welchen Weg Accentro am Kapitalmarkt künftig einschlagen wird. Das klare Bekenntnis von Jacopo Mingazzini Richtung Börse werten wir daher als wichtiges Zeichen. Wünschenswert wäre freilich ein deutlich höherer Streubesitz. Daher sind wir gespannt, wie sich die Aktionärsstruktur in den kommenden Quartalen entwickeln wird. Wer den Titel im Depot hat, sollte engagiert bleiben. Die Analysten von SMC Research haben das Kursziel für die Aktie zuletzt bei 11,60 Euro angesiedelt.  
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Accentro Real Estate
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0KFKB DE000A0KFKB3 AG 4,25 Mio. € 02.04.2007 -
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 125,18 192,75 165,23 112,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 35,63 46,60 11,26 4,70 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 28,46 24,18 6,82 4,20 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 34,77 45,16 8,54 1,70 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 27,78 23,43 5,17 1,52 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 18,06 13,13 -14,24 -20,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 14,43 6,81 -8,62 -17,86 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 -32,66 99,55 67,55 -5,50 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,51 0,37 -0,45 -3,50 -0,85 -0,19 -0,02
Dividende je Aktie8 0,00 0,04 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  [sws_blue_box box_size="640"]Tipp: Kennen Sie schon unser exklusives Tool Umfirmierungen?[/sws_blue_box]   Foto: Kaboompics...
#A0KFKB
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Mächtig Dampf unterm Kessel ist zurzeit beim Aktienkurs von M1 Kliniken. Allein seit Jahresbeginn türmt sich das Kursplus der „Beauty Docs“ auf mittlerweile rund 20 Prozent. Zwar liegen die Zahlen für 2017 noch gar nicht vor, doch die Börsianer sind offenbar guter Dinge. Zudem ist die starke Performance auch der Börsenpresse nicht verborgen geblieben. Jedenfalls gibt es eine Reihe von Empfehlungen für die M1-Aktie. Dabei sollte eigentlich das Papier des Großaktionärs MPH Health Care das deutlich cleverere Investment sein. Immerhin ist allein der auf MPH entfallende M1-Anteil um gut 18 Prozent mehr wert, als die komplette Marktkapitalisierung von MPH Health Care. On top bekommen Anleger noch das Engagement von MPH an dem Pharma-Unternehmen Haemato, dem Immobilientitel CR Capital Estate sowie eine Beteiligung an der – allerdings nicht börsennotierten – Pharmigon GmbH, die sich auf die Zubereitung von Zytostatikalösungen gegen Krebserkrankungen spezialisiert hat. Da man an der Börse aber höchst selten etwas geschenkt bekommt, taucht unweigerlich die Frage nach dem Haken auf: Ein erheblicher Teil des Discounts hängt mit den Netto-Finanzschulden der MPH von zuletzt knapp 13 Mio. Euro zusammen. Außerdem ist es nicht unbedingt ungewöhnlich, dass Beteiligungsgesellschaften mit einem Discount zum Wert ihrer Investments zusammenhängen. Eine Erklärung hierfür ist etwa, dass sich vergleichsweise marktenge Titel – wie M1 Kliniken, Haemato oder auch CR Capital Estate es sind – an der Börse nicht so einfach versilbern lassen. Zudem ist ohnehin schwierig zu beurteilen, ob die stramme Performance von M1 Kliniken in erster Linie durch eine entsprechend starke fundamentale Entwicklung unterlegt ist, oder ob die Kurse nicht auch durch Empfehlungen oder andere Effekte in die Höhe getrieben wurden. Immerhin: Bislang haben die Portfoliomitglieder von MPH operativ in der Regel überzeugt, so dass der Discount nach Auffassung von boersengefluester.de wohl in der Tat zu üppig ist.
MPH Health Care Kurs: 22,30
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MPH Health Care
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A289V0 DE000A289V03 AG 95,48 Mio. € 01.09.2009 Kaufen
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#619070 #A0STSQ #A0L1H3 #A2GS62 #DE000A289V03
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Es ist nur ein paar Tage her, als einmal mehr die Schlagzeile „VW treibt Börsengang der Lkw-Sparte voran“ zu lesen war. Konkret geht es darum, die – freilich immer noch notierte, aber mit einem Beherrschungsvertrag versehene – Tochter MAN sowie den Lastwagenbauer Scania gemeinsam aufs Parkett zu führen. Immer wenn solche Pläne in der großen Finanzwelt diskutiert werden, geht es in der Small-Cap-Szene unweigerlich auch um die Aktie von Renk. Grund: Das im Bereich Antriebstechnik (Spezialgetriebe, Kupplungen, Lager) für Industrie, Schiffe und Kettenfahrzeuge tätige Unternehmen befindet sich zu 76 Prozent im Besitz von MAN. Dem Vernehmen nach hatte der Volkswagen-Konzern bereits im vergangenen Sommer die US-Investmentbank Citi damit beauftragt, verschiedene Optionen für Renk auszuloten. Nach außen gedrungen ist bislang noch nichts. Die Chancen stehen aber gut, dass die Renk-Aktie auf die mittlere Sicht eher profitieren sollte. Immerhin gelten die Augsburger, trotz ihres an sich durchaus zyklischen Projektgeschäfts, als Perle innerhalb des Konzernverbunds. Eine eigenständige Lösung wäre also durchaus sinnvoll und würde Werte schaffen.     Dabei ist es nicht so, dass den Börsianern die Renk-Story komplett verborgen geblieben ist. Zwar legt der Anteilschein mitunter längere Konsolidierungsphasen ein. Grundsätzlich dominiert im Chart jedoch die Tendenz Richtung Norden. Aktuelle Marktkapitalisierung: Knapp 800 Mio. Euro. Dafür gibt es im Gegenzug eine piekfeine Bilanz mit erheblichen stillen Reserven sowie ordentliche operative Zahlen. Die Erlöse blieben 2017 – hauptsächlich wegen der schwächeren Entwicklung im Bereich Standardgetriebe – mit 469,4 Mio. Euro um 5,3 Prozent hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurück. Das operative Ergebnis knickte dabei um 10,5 Prozent auf 60,0 Mio. Euro ein, womit Renk auf eine operative Rendite von 12,8 Prozent (Vorjahr: 13,5 Prozent) kam. Insgesamt hatte boersengefluester.de jedoch ein stärkeres Minus erwartet. Allerdings fiel der Ergebnisrückgang bei den Standardgetrieben von 13 auf 8 Mio. Euro weniger drastisch aus, als zu befürchten war. In Kombination mit einem diesmal deutlich positiven Finanzergebnis – im Vorjahr belasteten Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert einer chinesischen Tochter – sowie einer etwas günstigeren Steuerquote blieb unterm Strich ein weitgehend unveränderter Gewinn von annähernd 43 Mio. Euro stehen, was wiederum deutlich besser als gedacht ist.     Die Dividende für 2017 lässt Renk erwartungsgemäß unverändert bei 2,20 Euro pro Anteilschein, womit der Titel auf eine Rendite von brutto rund 1,9 Prozent kommt. Hauptversammlung ist am 27. April 2018. Natürlich gibt es eine Reihe von Spezialwerten mit höherer Rendite, ganz zu vernachlässigen ist die Ausschüttung aber auch nicht. Für das laufende Jahr stellt Vorstandssprecher Florian Hofbauer einen Umsatz leicht über dem Niveau des Vorjahrs in Aussicht. „Das operative Ergebnis sollte 2018 annähernd auf Höhe des Werts von 2017 liegen, die Rendite wird damit leicht zurückgehen, aber weiterhin zweistellig sein“, wie es heißt. Ein bisschen Wundertüte ist bei Renk aber schon allein deshalb dabei, weil Schiffsgetriebe und ähnliche Großprojekte sich meist nicht an die stichtagsbezogene Abrechnung der Börsianer halten. Im Normalfall kalkuliert das Management aber eher konservativ, so dass eine positive Überraschung durchaus möglich ist. Jedenfalls gibt es keinen Grund, dass sich Renk zurzeit unter Wert verkaufen muss. So gesehen halten wir ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von knapp zwei bei Renk für eher moderat. Wer sich die Aktie ins Depot legt, sollte allerdings nicht unbedingt auf den schnellen Erfolg aus sein. Vielmehr handelt es sich um einen Titel, den man vermutlich bereits im Depot haben muss, wenn die entscheidenden News um die künftige Investorenstruktur bekannt werden. Ein Malus sind die überschaubaren Handelsumsätze.     ...
#785000
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Darum ist die Amadeus Fire-Aktie so interessant: Jahr für Jahr steigert der Finanz- und IT-Personaldienstleister Umsatz und Ergebnis. Die Aktionäre profitieren davon mit einer saftigen Dividende und ordentlichen Kurssteigerungen. So wollen die Frankfurter denn auch in diesem Jahr wieder eine Schippe drauflegen. Das erläuterte Finanzvorstand Robert von Wülfing am 13. März den Aktienanalysten in der neuen Konzernzentrale mit Blick auf die Europäische Zentralbank. Von Wülfing macht das dieses Jahr das erste mal. Die Zahlen sind wie gehabt gut und auch die Erläuterungen umfangreich und sehr informativ. Doch es fehlt der trockene hessische Humor von Amadeus-Chef Peter Haas. Der ist zwar auch auf dem Podium, doch lässt er seinem Finanzvorstand den Vortritt – sozusagen zum Warmlaufen. Grund: Ende des Jahres verlässt Haas das Unternehmen und von Wülfing übernimmt. Nach 20 Jahren will Haas seinen Vorstandsvertrag nicht verlängern. Das verbleibende Managementteam ist erfahren und eingespielt. Außerdem kommt es bei einem Personaldienstleister nicht so sehr auf die Chefetage, sondern auf die Leute vor Ort in den Niederlassungen an. Daher dürfte sich an dem Erfolg von Amadeus nichts ändern. Nur der Unterhaltungswert in den Presse- und Analystenkonferenzen hat schon jetzt deutlich eingebüßt. Das ist denn auch der einzige Wermutstropfen.  
Amadeus Fire Kurs: 29,15
  In einem freundlichen wirtschaftlichen Umfeld legte der Umsatz 2017 um 6,5 Prozent auf 184,5 Mio. Euro zu. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 7,6 Prozent auf 20,6 Mio. Euro. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 3,96 Euro. Die bekommt der Aktionär voll als Dividende am dritten Banktag nach der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 auf sein Konto überwiesen (abzüglich eventuell anfallender Kapitalertragssteuern).Im vergangenen Jahr hat die Zeitarbeit in Deutschland – tro tz zunehmender Regulierung – weiter an Bedeutung gewonnen. Von Wülfing schätzt den Zuwachs auf vier bis fünf Prozent. Der für Amadeus relevante Bereich der kaufmännischen und IT-Berufsgruppen soll sich jedoch schwächer entwickelt haben, da qualifizierte Kandidaten mehr Möglichkeiten einer Festanstellung bei den Kundenunternehmen haben und nutzen. Der Fachkräftemangel dürfte sich im laufenden Jahr weiter verschärfen. [caption id="attachment_110541" align="alignright" width="139"] Robert von Wülfing: CFO Amadeus Fire[/caption] Mit einem Umsatz von 124,2 Mio. Euro ist die Zeitarbeit der größte der vier Dienstleistungsbereiche von Amadeus. Obwohl 2017 drei fakturierbare Arbeitstage weniger als das Vorjahr hatte, legten die Frankfurter hier um 2,4 Prozent zu. Das Wachstum resultierte ausschließlich aus Preissteigerungen. Der durchschnittliche Verrechnungssatz an die Kunden stieg um 3,4 Prozent. Das Ergebnis konnte in etwa gehalten werden, obwohl ein Arbeitstag weniger den Gewinn mit rund einer halben Million Euro belastet. Denn Amadeus zahlt seinen Mitarbeitern feste Monatsgehälter. „Der hohe Bedarf und anhaltende Trend zur Festeinstellung führt zu starkem Wachstum im Personalvermittlungsgeschäft“, sagt von Wülfing. Hier legte der Umsatz um ein Drittel auf 29 Mio. Euro zu. Dieser Bereich erwirtschaftete denn auch den Großteil des Gewinnzuwachses. Die Steuer-, Finanz-und Rechnungswesen-Schulen unter dem Amadeus-Dach steigerten ihren Umsatz um 6,8 Prozent auf 20,7 Mio. Euro bei verbesserter Profitabilität. Einzig der Bereich Interim-/Projektmanagement „konnte die Erwartungen nicht erfüllen und das Marktpotenzial nicht hinreichend nutzen“, sagt von Wülfing. Der Umsatz sank um 4,2 Prozent auf 9,2 Mio. Euro und auch bei der Rentabilität mussten Einbußen hingenommen werden. Schon in den vergangenen Jahren entwickelte sich dieser Bereich nur in Tippelschritten. Für das laufende Jahr strahlt von Wülfing wieder Optimismus aus. Bei anhaltend guter Konjunktur in Deutschland – und nur hier ist Amadeus tätig – erwartet er ein weiteres Anziehen der Nachfrage nach Zeitarbeitskräften. Mit 250 Arbeitstagen steht die gleiche Zahl fakturierbarer Tage wie 2017 zur Verfügung. Dämpfer könnten von der seit Januar 2018 greifenden „Equal-Pay-Regelung“ kommen, die vorschreibt, dass Zeitarbeiter nach neun Monaten im selben Entleihbetrieb Anspruch auf den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft haben oder der neuen Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten. Bereits bei den vielen Änderungen in den vergangenen Jahren hat Amadeus bewiesen, dass die Manager mit den Einschränkungen gut zurechtkommen und Kostensteigerungen weitgehend an die Kunden weitergeben können.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 280,15 372,37 407,07 442,36 436,91 364,00 0,00
EBITDA1,2 59,30 86,39 92,40 96,06 85,04 40,00 0,00
EBITDA-Marge %3 21,17 23,20 22,70 21,72 19,46 10,99 0,00
EBIT1,4 30,96 61,02 64,11 64,70 54,71 23,00 0,00
EBIT-Marge %5 11,05 16,39 15,75 14,63 12,52 6,32 0,00
Jahresüberschuss1 19,36 37,40 39,01 41,25 32,85 15,00 0,00
Netto-Marge %6 6,91 10,04 9,58 9,33 7,52 4,12 0,00
Cashflow1,7 40,68 75,92 83,89 83,14 52,98 43,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 3,29 6,09 6,71 7,12 6,01 2,75 2,10
Dividende je Aktie8 1,55 3,04 4,50 5,00 4,03 1,00 1,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Der neue Koalitionsvertrag sieht zur Erleichterung von von Wülfing keine neuen Einschnitte bei der Zeitarbeit vor. Dass es auch bei den Steuergesetzen und den Rechnungslegungsvorschriften keine Änderungen geben soll, erfreut ihn weniger. Hier hätten die Fort- und Weiterbildungseinrichtungen profitiert. Mithilfe verstärkter Vertriebsaktivitäten will von Wülfing in diesem Segment aber dennoch den Umsatz im „höheren einstelligen Prozentbereich“ steigern und auch das Ergebnis verbessern. Zudem hält er Ausschau nach möglichen A kquisitionszielen. Der enge Arbeitsmarkt bei Fachkräften aus dem Finanz- und Rechnungswesen und bei IT-Mitarbeitern dürfte die Personalvermittlung weiter beleben. Von Wülfing prognostiziert für den ganzen Amadeus-Konzern steigende Umsätze und ein um 0,5 Mio. auf 32,8 Mio. Euro verbessertes EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen). Boersengefluester.de ist da mutiger: In der Vergangenheit hat Amadeus die eigenen Prognosen meist deutlich übertroffen. Wir erwarten einen Umsatz- und Gewinnanstieg um etwa sieben Prozent auf 197 Mio. beziehungsweise 22 Mio. Euro (nach Anteilen Dritter). Damit ergäbe sich ein Gewinn je Aktie von rund 4,20 Euro, der wieder voll ausgeschüttet werden sollte.  
Amadeus Fire Kurs: 29,15
  Der Charme der Amadeus-Aktie liegt darin, dass sie langweilig ist. Es gibt keine Überraschungen. Das Management meistert Herausforderungen – meist auf der regulatorischen Seite – mit Bravour. Die Prognosen werden stets eingehalten, meist sogar übertroffen. Das Unternehmen ist grundsolide finanziert. Das Konzernvermögen von 78 Mio. besteht zu 43,4 Mio. Euro aus Cash. Die Eigenkapitalquote beträgt mehr als 60 Prozent und die Dividende kann voll aus dem Cashflow bezahlt werden. In den vergangenen fünf Jahren hat der Kurs der Amadeus-Aktie um rund 120 Prozent zugelegt. Der SDAX hat sich im selben Zeitraum „nur“ verdoppelt. Bei Amadeus gab es zudem 17,35 Euro Dividenden. Damit rangieren die Frankfurter unter den Top-Dividendenrendite-Werten. Die Amadeus-Aktie ist ideal für Anleger, die auf einen langfristigen Vermögensaufbau setzen. Kurzfristig könnte der Kurs unter Druck geraten, wenn am 26. April die Zahlen für das erste Quartal bekanntgegeben werden. Dann werden Umsatz und Ergebnis unter den Vorjahreszahlen liegen. Denn dieses Jahr fällt Ostern auf das erste Quartal und damit gibt es zwei Arbeitstage weniger. Zudem ist die Grippewelle auch an den mehr als 2.700 Mitarbeitern nicht spurlos vorübergegangen. Der Halbjahresbericht, der am 19. Juli veröffentlicht wird, sollte voll auf der Wachstumslinie liegen. Bis dahin schlägt nämlich ein fakturierbarer Tag mehr zu Buche.  
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Amadeus Fire
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
509310 DE0005093108 AG 158,35 Mio. € 04.03.1999 Halten
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  Foto: Pixabay   Über den Autor: Stefan Otto ist in profunder Kenner der heimischen Small-Cap-Szene. Er gehörte zu den Gründungsredakteuren von BÖRSE ONLINE und hat seit dem in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. In der Zeitarbeitsbranche kennt sich Otto ganz besonders gut aus, schließlich war er für die früher einmal börsennotierte DIS Deutscher Industrie Service AG sogar auf Vorstandsebene aktiv. Für boersengefluester.de schreibt Stefan Otto – wie könnte es anders sein – über aussichtsreiche deutsche Spezialwerte....
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„Ich bin davon überzeugt, dass wir die FinTech Group zum führenden Finanzdienstleistungs-Technologie-Unternehmen Europas machen werden“, sagte CEO Frank Niehage zum Amtsantritt im September 2014. Am Ziel angekommen ist Niehage zwar noch nicht ganz, doch die Story geht weiter – und zwar unter der Führung von Niehage. Wie die Frankfurter jetzt mitteilen, haben sie den Vertrag mit Niehage um weitere vier Jahre bis August 2022 verlängert. Das ist ein gutes Signal für den Aktienkurs. Schließlich gilt Niehage mit seinen – oftmals gegen den Mainstream gerichteten, aber meistens doch sehr richtigen Entscheidungen – als der maßgebliche Mann für die Weiterentwicklung des Unternehmens. „Frank Niehage hat den Umbruch und die Restrukturierung des gesamten Konzerns mit großem Erfolg und hoher Dynamik vollzogen“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzender Martin Korbmacher. Die wichtigsten Meilensteine waren dabei der mehrheitliche Erwerb der XCOM AG Ende 2014 (HIER), der Verkauf des in der CeFDex gebündelten CFD-Geschäfts an die Commerzbank im Sommer 2015 (HIER), die strategische Produktpartnerschaft (HIER) mit dem mittlerweile zum Aktionärskreis zählenden US-Unternehmen Morgan Stanley (HIER), der Verkauf der defizitären Aktionärsbank (HIER) sowie die komplette organisatorische Neustrukturierung des Unternehmens (HIER). Flops waren dagegen die eigene Payment-Lösung kesh (HIER) oder die Kooperation mit SafeCharge (HIER). Zudem ist das Thema Europa noch auf wenige Länder begrenzt.  
flatexDEGIRO Kurs: 30,82
  [caption id="attachment_110519" align="alignright" width="290"] Frank Niehage: CEO FinTech Group[/caption] Die vielen Verlinkungen zeigen schon: Es gibt wohl nur eine Handvoll Gesellschaften, über die boersengefluester.de in den vergangenen Jahren so viel geschrieben hat, wie über die FinTech Group. Ganz einfacher Grund: Es gibt auch nicht viele Unternehmen mit einer derart beweglichen und spannenden Story. Dabei dauerte es eine ganze Weile, bis die Aktie der FinTech Group auch in größeren Börsenkreisen salonfähig wurde. Mittlerweile sind die Präsentationen des Unternehmens auf den einschlägigen Aktienkonferenzen jedoch regelmäßig bis auf den letzten Platz gefüllt. Ganz wichtig: Aus Börsensicht ist die FinTech Group längt keine One-Man-Show oder gar Kulmbach-Laden mehr. Zweites Gesicht gegenüber dem Kapitalmarkt ist der Ende 2016 zum CFO aufgerückte Muhamad Chahrour. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 525 Mio. Euro. Zum Vergleich: Als Niehage bei der FinTech Group im September 2014 einstieg, türmte sich der Börsenwert auf gerade einmal etwas mehr als 100 Mio. Euro.  
flatexDEGIRO Kurs: 30,82
  Zuletzt sorgte das Unternehmen für Schlagzeilen, als der zum Konzernverbund gehörende Discountbroker Flatex die US-Gesellschaft Goldman Sachs als weiteren bevorzugten Partner in Sachen Optionsscheine und Zertifikate präsentierte. Die Analysten der Berenberg Bank setzen das Kursziel für die Aktie der FinTech Group zurzeit bei 40 Euro an, was einem Börsenwert von 700 Mio. Euro entsprechen würde. Unvergessen ist boersengefluester.de ein Gespräch mit Frank Niehage in einem Bistro vor dem Frankfurter OpernTurm der UBS im Jahr 2015. Damals gab Niehage das Ziel aus, aus der FinTech Group ein „Unicorn“ zu machen. Der englische Begriff für das Fabelwesen Einhorn steht für ein Unternehmen mit einer Marktbewertung von 1 Mrd. Dollar. Beim aktuellen Wechselkurs und der jetzigen Aktienstückzahl würde das einem Aktienkurs von etwas mehr als 46 Euro entsprechen. Keine Frage: An diesem Ziel muss sich Niehage messen lassen und jeder, der ihn kennt weiß, wie es ihn juckt, die Gesellschaft auf dieses Niveau zu treiben – schon allein, weil er selbst in nennenswertem Umfang in der Aktie investiert ist. Vier weitere Jahre hat der begeisterte Segler Niehage nun Zeit, auch wenn er die magische Milliarden-Grenze sicher schneller ansteuern will.  
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flatexDEGIRO
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
FTG111 DE000FTG1111 SE 3.394,35 Mio. € 30.06.2009 Kaufen
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 261,49 417,58 406,96 390,73 480,02 559,80 602,00
EBITDA1,2 98,43 112,09 183,28 140,35 202,48 267,70 275,00
EBITDA-Marge %3 37,64 26,84 45,04 35,92 42,18 47,82 45,68
EBIT1,4 73,79 80,26 151,28 104,35 156,69 221,60 227,00
EBIT-Marge %5 28,22 19,22 37,17 26,71 32,64 39,59 37,71
Jahresüberschuss1 49,92 51,55 106,19 71,86 111,54 160,40 175,00
Netto-Marge %6 19,09 12,35 26,09 18,39 23,24 28,65 29,07
Cashflow1,7 141,45 125,03 113,32 63,08 168,86 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,55 0,47 0,97 0,65 1,02 1,45 1,59
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,04 0,04 0,30 0,32

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Fotos: boersengefluester.de, FinTech Group AG ...
#FTG111
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Immerhin 15 Unternehmen präsentierten Mitte März bei der 24. Prior Kapitalmarktkonferenz in der Nähe von Frankfurt. Für Leser von boersengefluester.de sind die meisten davon fast schon alte Bekannte: Schließlich schreiben wir regelmäßig über die Aktien von Nanogate, Mensch und Maschine, Mutares, Cliq Digital, Sleepz, Formycon, Elumeo oder auch Mynaric. Hervorheben wollen wir – einfach, weil uns die Präsentation einmal mehr super überzeugt hat – jedoch die von Rolf Elgeti geführte Deutsche Konsum REIT-AG. Die noch vergleichsweise junge Gesellschaft baut zurzeit ein Immobilienportfolio mit Schwerpunkt Einzelhandel auf. Der regionale Fokus bewegt sich momentan noch auf den Norden beziehungsweise Osten Deutschlands. Vielmehr als auf den Städtenamen, kommt es Elgeti jedoch auf die Mikrolage der Supermärkte oder Shoppingcenter an. Die wichtigsten Mieter sind die Edeka-Gruppe, Tengelmann, REWE, Norma, Schwarz (Lidl, Kaufland) oder auch Aldi. „Wir wollen einen defensiven Cashflow produzieren“, sagt Elgeti. Neben der Ausrichtung auf Läden für den täglichen Bedarf, die nicht so sehr unter der Online-Konkurrenz leiden wie etwa Bekleidungs- oder Elektronikgeschäfte, sieht der gebürtige Rostocker insbesondere die vergleichsweise überschaubare Zahl an Kunden als vorteilhaft für die Deutsche Konsum REIT an. „Der Mehrwert der immer gleichen Mieter ist das Herz unserer Strategie.“   [caption id="attachment_110501" align="alignnone" width="710"] Wichtigste Mieter der Deutsche Konsum REIT-AG[/caption]   Finanztechnisch strebt Elgeti bei seinen Investments eine Zielbeleihungsquote (LTV = Loan to Value) von rund 50 Prozent an. Erst zur Vorlage des Q1-Berichts betonte die Gesellschaft, dass sie sich in weiteren Darlehensaufnahmen bei verschiedenen Banken befindet. Losgelöst davon: Ein LTV von 50 Prozent gilt am Kapitalmarkt zurzeit als die goldene Mitte. Höhere Quoten werden an der Börse eher mit Bewertungsabschlägen geahndet, ein spürbar niedrigeres Verhältnis von Finanzschulden zum Verkehrswert der Immobilien würde in der jetzigen Zinsphase dagegen als zaghaft interpretiert. Eher ins Risiko geht die Deutsche Konsum REIT dagegen, was die Restlaufdauer der Mietverträge von fünf bis sechs Jahren angeht. Die Argumentation: Wenn die Lage eines Supermarkts funktioniert, lässt er sich zu entsprechenden Konditionen immer wieder vermieten, schon allein, weil neue Einzelhandelsflächen nicht beliebig genehmigt werden. Freilich treffen in diesem Punkt – zumindest aus Investorensicht – kulturelle Unterscheide aufeinander, wie Elgeti auf der Prior-Konferenz einräumte: „Während es im Ausland meist heißt, ‚Je kürzer die Restlaufzeit, desto besser’, bekommt man in Deutschland oft noch die Auffassung ‚Alles unter zehn Jahren ist Wahnsinn’ zu hören.“     Mit mittlerweile knapp 70 Immobilien und annualisierten Mieteinnahmen von gut 25 Mio. Euro ist die Deutsche Konsum REIT – verglichen mit den bekannten Gewerbeimmobilienunternehmen – zwar noch eine eher kleine Nummer. Trotzdem hat sich die Gesellschaft aus dem Status eines unbekannten Micro Caps längst entfernt. So hat Elgti zügig ein Upgrade in den streng regulierten Prime Standard umgesetzt, so dass – bei einem aktuellen Börsenwert von 290 Mio. Euro – perspektivisch sogar der SDAX ein Thema werden könnte. Die Aufnahme in einen Immobilien-Index aus der EPRA-Familie (European Public Real Estate Association) dürfte dagegen vielleicht schon in diesem Jahr klappen, was weitere Investorengruppen anziehen sollte. Dabei sind schon jetzt – neben der Elegeti zurechenbaren Obotritia – namhafte Adressen wie Carmignac oder Aurelius-CEO Dirk Markus – engagiert. Mit einer Dividende ist erstmalig ab dem laufenden Geschäftsjahr 2017/18 (30. September) zu rechnen. Immerhin ist ein REIT (Real Estate Investment Trust) dazu verpflichtet, mindestens 90 Prozent des Jahresüberschusses nach HGB als Dividende an die Aktionäre auszuschütten.     Vielleicht ebenfalls interessant für potenzielle Anleger: Mit der Deutschen Industrie REIT-AG hat Elgeti auch noch eine auf Produktions- und Logistikimmobilien fokussierte Gesellschaft an die Börse geführt, die aber deutlich kleiner ist als das Supermarkt-Pendant. Wer sich dagegen grundsätzlich für Aktie von Unternehmen in der steuerbegünstigten REIT-Variante interessiert, dem stehen – neben Deutsche Konsum REIT und Deutsche Industrie REIT – noch Hamborner REIT, Alstria Office REIT und Fair Value REIT zur Auswahl. Nur noch ein begrenztes Börsenleben dürfte dabei die zurzeit von einem Übernahmeangebot durch Apollo Global Management bestimmte Fair Value REIT haben. Immerhin steht hier ein anschließendes Delisting offen zur Debatte. Die direkte Peer Group der Deutsche Konsum REIT sind dagegen die DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG sowie die sich mit IPO-Gedanken tragende FCR Immobilien AG.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 56,23 69,67 74,39 79,72 77,44 69,96 61,00
EBITDA1,2 38,70 40,29 39,49 -70,24 37,23 -55,52 0,00
EBITDA-Marge %3 68,82 57,83 53,09 -88,11 48,08 -79,36 0,00
EBIT1,4 38,69 97,92 68,01 -116,90 37,09 -55,64 0,00
EBIT-Marge %5 68,81 140,55 91,42 -146,64 47,90 -79,53 0,00
Jahresüberschuss1 34,17 91,37 60,39 -180,99 1,97 -50,99 0,00
Netto-Marge %6 60,77 131,15 81,18 -227,03 2,54 -72,89 0,00
Cashflow1,7 35,94 37,97 49,38 41,63 23,13 15,55 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,73 1,84 1,22 -3,58 0,06 -1,04 -0,34
Dividende je Aktie8 0,40 0,40 0,12 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Deutsche Konsum Real Estate
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A14KRD DE000A14KRD3 AG 201,71 Mio. € 16.12.2015 Halten
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  ...
#A14KRD #A2G9LL
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Anleger, die Wert auf möglichst nachhaltige Geschäftsmodelle, robuste Bilanzen, eine zeitnahe Berichterstattung und verlässliche Dividenden legen, brauchen eigentlich gar nicht weiterlesen. All das bietet die Baumot Group nämlich nicht. Und trotzdem gehört das Unternehmen seit Monaten zu den am intensivsten diskutierten Titeln aus dem Small Cap-Sektor. Die vermutlich ohnehin bekannte Story in Kurzform: Mit dem BNOx-Abgasnachbehandlungssystem verfügt Baumot zwar über eine, in vielen Tests für tauglich befundene, Hardwarelösung zur Eindämmung unerlaubt hoher Schadstoffemissionen in Dieselfahrzeugen. Allerdings kommt Baumot im heimischen Pkw-Sektor damit bislang nicht zum Zug, weil sich entweder die Politik und/oder aber die Fahrzeughersteller gegen den Einbau solcher Filtersysteme stemmen. Trotzdem gibt sich Finanzvorstand Roger Kavena im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de zuversichtlich, was die Zukunft angeht: „Die Frage ist nicht, ob eine Hardwarenachrüstung kommt, sondern: Wann kommt sie und welche Fahrzeuge wird sie betreffen?“ Dabei räumt Kavena ein, dass die Liquiditätslage von Baumot durchaus angespannt ist, obwohl er selbst vor wenigen Wochen über den Verkauf von Aktien eine Brückenfinanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro gestemmt hat. Dass Baumot eventuell die Luft ausgehen könnte, hält der Manager jedoch für eine unwahrscheinliche Annahme. „Wir haben sehr gute Investoren im Hintergrund.“ Losgelöst davon dürfte es jedoch nicht schaden, wenn in der hitzig geführten Diskussion um das wirtschaftliche Potenzial ein wenig mehr Sachlichkeit einkehrt. Sollte es tatsächlich grünes Licht für die Hardwarelösung geben, geht Kavena davon aus, dass jährlich rund 100.000 BNOx-Einheiten von Baumot ausgeliefert werden: „Wir werden jetzt in Produktionsvorleistung gehen, damit wir innerhalb von sechs Monaten die „Rennertypen“ liefern können.“ Der Kundenpreis für ein BNOx-System dürfte zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegen. Freilich bricht damit nicht unmittelbar der Reichtum der Baumot aus, unter anderem gilt es noch Aufwendungen für Werkzeug, Engineering etc. zu stemmen.  
Baumot Group Kurs: 0,00
  Die Seriennachrüstung für den volumenstarken VW Passat ist zwar bereits abgeschlossen. Doch je nach Anzahl unterschiedlicher Systeme – in der Spitze geht es wohl um etwa 20 Varianten – dürften am Ende rund 5 Mio. Euro an zusätzlichen Kosten zu veranschlagen sein. Die Schätzungen der Analysten, was den künftigen Umsatz und die operativen Renditen angeht, sind derweil allesamt mit massiver Unsicherheit behaftet. Natürlich ist es möglich, dass Baumot 2019 auf Erlöse von 80 bis 90 Mio. Euro kommt und dabei eine operative Rendite zwischen drei und fünf Prozent erzielt. Genauso gut möglich ist aber auch, dass sich die Zahlenspiele als Makulatur erweisen und Baumot darauf setzen muss, dass das bisherige Stammgeschäft in der Abgasnachbehandlung von Bussen und Landmaschinen halbwegs stabil läuft. Ganz ehrlich: Boersengefluester.de traut sich hier keine valide Einschätzung zu. Wer zocken will, kann das mit der Baumot-Aktie super machen. Wer dagegen langfristig investieren mag, sollte sich bei anderen Titeln umsehen. Noch ein technischer Hinweis: Am 13. März wird die Kapitalherabsetzung im Verhältnis 2:1 umgesetzt. Danach gibt es nur noch 15.202.398 Aktien, die unter der WKN A2G8Y8 gehandelt werden. An der Marktkapitalisierung und den sonstigen Bewertungskennzahlen ändert sich dadurch nichts, alle Daten werden entsprechend adjustiert.  
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Baumot Group
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A2G8Y8 DE000A2G8Y89 AG 3,95 Mio. € 22.03.2007 -
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 6,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 -1,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 -23,44 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 -0,80 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 -12,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -0,90 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 -14,06 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 -0,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,04 -0,06 -0,02 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 1,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Foto: Baumot Group AG...
#A2DAM1 #A2G8Y8
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Es gibt Artikel, bei denen steht die Headline zu 99 Prozent schon vorher fest: Bei dem jetzt angekündigten Börsengang von Godewind Immobilien lautet die naheliegende Schlagzeile in etwa: „WCM 2.0“ oder „WCM reloaded“. Immerhin sind sowohl die handelnden Personen, als auch das Geschäftsmodell nahezu identisch mit der jüngsten Börsenstory der mittlerweile von TLG Immobilien beherrschten WCM. Dabei bedurfte es keiner prophetischen Gabe, um vorherzusagen, dass das Team um Stavros Efremidis und Karl Ehlerding es noch einmal wissen will. So plant Godewind, mittelfristig ein Portfolio an Gewerbeimmobilien im Volumen von rund 3 Mrd. Euro aufzubauen. Den Grundstock dafür soll der Emissionserlös des für den Prime Standard avisierten Börsengangs von brutto rund 450 Mio. Euro liefern. Wenn alles glatt läuft, könnte das Angebot zu je 4 Euro sogar um weitere 25.000.000 Aktien ausgedehnt werden, so dass am oberen Ende des Korridors ein Zufluss von brutto bis zu 550 Mio. Euro möglich wäre. CEO Stavros Efremidis (3.750.000 Aktien), Finanzvorstand Ralf Struckmeyer (150.000 Aktien) sowie die Aufsichtsratsmitglieder Karl Ehlerding (8.350.000 Aktien), Bertrand Malmendier (125.000 Aktien) und Roland Folz (125.000 Aktien) haben Zeichnungszusagen im Gegenwert von immerhin 50 Mio. Euro gegeben. Den Emissionserlös will Godewind zu mindestens 60 Prozent in Büroimmobilien und zu jeweils 20 Prozent in Geschäfts- bzw. Logistikimmobilien sowie in sonstige Immobilienprojekte stecken. Über steuerliche Themen müssen sich Vorstand und Anleger dabei erst einmal keine Gedanken machen. Die Gesellschaft verfügt über substanzielle Verlustvorträge. Zudem hält Godewind circa 133 Mio. Euro auf einem steuerlichen Einlagekonto, so dass auch Dividenden – sofern sie demnächst ausgekehrt werden – bis auf weiteres „steuerfrei“ sind. Grundsätzlich sollen rund 60 Prozent des Cashflows aus Immobiliengeschäften (Funds From Operations) an die Aktionäre weitergereicht werden. Diese Quote ist in der Branche nicht unüblich und deckt sich mit der früheren Ausschüttungspolitik von WCM. Bleibt die Frage, woher die ganzen Verlustvorträge stammen? Ganz einfach: Godewind ist die Nachfolgegesellschaft der ehemaligen KPE Holding, die ebenfalls dem Ehlerding-Clan zuzurechnen ist. KPE machte vor vielen Jahren Schlagzeilen, als sie der – unter anderem durch Spekulationen mit Commerzbank-Aktien (Stichwort „Cobra“) und IVG-Aktien – in Schieflage geratenen WCM AG den Kredithahn zudrehte  
Covivio Office Kurs: 0,00
 
WCM Kurs: 1,87
  Losgelöst davon ist boersengefluester.de gespannt, wie die Godewind-Story an der Börse zünden wird. Für eine positive Performance spricht, dass die Haudegen Efremidis und Ehlerding genau wissen, wie man so ein Geschäft aufzieht und sämtliche Stellschrauben in die richtige Position bringen werden: Von der Finanzierung, über die Objektauswahl bis hin zur Investor Relations-Arbeit. Bemerkenwert ist das internationale Emissionskonsortium um Citi, J.P. Morgan, Berenberg und Société Générale. Bewertungstechnisch lässt sich gegenwärtig indes noch kaum etwas sagen. Eine Bürde für die Kursentwicklung könnte freilich sein, dass der Immobilienboom bereits weit vorangeschritten ist und mit steigenden Zinsen merklich abflauen könnte. Einen Preis für die frischeste Börsenstory bekommt das "Copy Paste-IPO" von Godewind Immobilien also kaum. Bezogen auf die Marktkapitalisierung bewegt sich die Gesellschaft ungefähr auf Augenhöhe mit Firmen wie DIC Asset, Hamborner REIT, VIB Vermögen und – wie könnte es anders sein – mit WCM.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,32 0,36 0,31 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A2G8XX DE000A2G8XX3 AG 785,29 Mio. € 05.04.2018
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#A2G8XX
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Überraschende Wendung bei der im Börsensegment Scale gelisteten Lloyd Fonds: Wie das lange Zeit auf Investments in Immobilien, Schiffe, Flugzeuge, Windkraftanlagen und Solarparks spezialisierte Unternehmen mitteilt, zieht sich der langjährige Großaktionär AMA Capital Partners (49,9 Prozent) – es handelt sich um eine amerikanische Beteiligungsgesellschaft mit starker Expertise im Schifffahrtsbereich – bei Lloyd Fonds zurück. Käufer eines 25,6 Prozent umfassenden Pakets ist zum einen die ebenfalls börsennotierte Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (DEWB). Die restlichen Stücke gehen an den Hamburger Portfolioverwalter SPSW Capital um Achim Plate, Henning Soltau, Robert Suckel und Markus Wedel. Etlichen Börsianern sind Plate und Soltau – beide gehören als wesentliche Investoren übrigens auch dem Aufsichtsrat der ebenfalls im Scale gelisteten mVISE an– vermutlich noch als CEO und CFO des zwischenzeitlich im SDAX gelisteten Call-Center-Dienstleisters D+S europe bekannt. Suckel ist Mitgründer der von M.M. Warburg übernommenen SES Research, Wedel arbeitete lange Zeit als Investmentbanker. Enge Verbindungen von SPSW gibt es aber auch zur DEWB: Immerhin hält SPSW Capital mehr als 20 Prozent der Anteile an dem VC-Spezialisten aus Jena. Zudem gehören Plate und Soltau dem Aufsichtsrat der Deutschen Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft an. Um die Einflussnahme der neuen Investoren formal zu unterstreichen, ziehen Plate und Soltau auch in das Kontrollgremium von Lloyd Fonds ein. „Ich freue mich sehr über den Einstieg der neuen Ankeraktionäre bei Lloyd Fonds“, sagt der neue Lloyd Fonds-CEO Klaus M. Pinter. „Die Kompetenzen in der neuen Partnerschaft ergänzen sich hervorragend. Besonders von der umfangreichen Expertise am Kapitalmarkt und in der Vermögensverwaltung versprechen wir uns starke Impulse für die strategische Entwicklung und Geschäftsausweitung.“  
LAIQON Kurs: 4,60
  Wichtig für Anleger dürfte darüber hinaus werden, wie sich der bis Ende 2017 als CEO von Lloyd Fonds tätige Torsten Teichert hinsichtlich seines Aktienpakets von 3,6 Prozent an Lloyd Fonds verhalten wird. Darüber hinaus hält die vor knapp acht Jahren im Zuge der Sanierung von Lloyd Fonds aus Altaktionären gespeiste Treuhandgesellschaft B&P-T 10,2 Prozent an dem Hamburger Unternehmen. Die Analysten von SRC Research sehen den Wechsel im Aktionärskreis ebenfalls positiv und setzen das Kursziel für den Anteilschein von Lloyd Fonds deutlich von 2,00 auf 3,30 Euro herauf – was nach dem Sprung nach oben allerdings ziemlich exakt dem aktuellen Kursniveau entspricht. Haltenswert bleibt der Titel angesichts der neuen Aktionärskonstellation aber allemal. Deutlich interessanter wird durch die Transaktion aber auch das Papier von DEWB, zumal die Gesellschaft mit dem Lloyd-Deal ihre Ausrichtung auf Geschäftsmodelle rund um die Digitalisierung des Asset Managements schärft. Das Unternehmen selbst spricht vom „Beginn einer strategischen Neuausrichtung“, im Zuge dessen auch das Kapital um zehn Prozent erhöht werden soll. Weitere Details der neuen Ausrichtung will das Unternehmen auf der HV im August 2018 vorlegen – viel Zeit und Raum für Spekulationen.  
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 27,74 26,12 21,58 30,75 31,00 38,00 53,00
EBITDA1,2 6,96 4,61 -9,95 -4,69 -3,82 -0,80 4,50
EBITDA-Marge %3 25,09 17,65 -46,11 -15,25 -12,32 -2,11 8,49
EBIT1,4 3,21 1,25 -14,66 -11,08 -10,31 -7,30 -2,10
EBIT-Marge %5 11,57 4,79 -67,93 -36,03 -33,26 -19,21 -3,96
Jahresüberschuss1 2,50 6,63 -10,54 -12,87 -7,96 -9,10 -3,60
Netto-Marge %6 9,01 25,38 -48,84 -41,85 -25,68 -23,95 -6,79
Cashflow1,7 -0,95 19,96 -2,77 -10,74 -3,31 -1,50 3,00
Ergebnis je Aktie8 -0,05 0,39 -0,67 -0,51 -0,25 -0,35 -0,14
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,05

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Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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LAIQON
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A12UP2 DE000A12UP29 AG 97,24 Mio. € 28.10.2005 Kaufen
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#804100 #A12UP2
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Es gibt Unternehmen, die sind einfach gut – und zwar über viele Jahre. In diese Kategorie gehören Indexgesellschaften wie Sixt, Sartorius oder Rational – aber auch Small Caps wie Isra Vision, Nexus, Hermle oder eben Atoss Software. Das auf Software für die Steuerung des Personaleinsatzes fokussierte Unternehmen hat 2017 bereits das zwölfte Rekordjahr in Folge hingelegt. Operative Renditen im Bereich um 25 Prozent scheinen die Münchner beinahe abonniert zu haben. 2017 kam Atoss bei Erlösen von 54,61 Mio. Euro auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von knapp 14,13 Mio. Euro, was einer Marge von 25,9 Prozent entspricht. Da kann selbst der DAX-Konzern SAP kaum mithalten. „Unsere Vision ist es, die Technologieführerschaft auszubauen und zum Global Player zu werden. Dabei wollen wir auch grundlegende Veränderungen mitgestalten und initiieren“, sagt Vorstandschef und Gründer Andreas F. J. Obereder in einem, in dem neuen Geschäftsbericht veröffentlichten, Interview mit dem bekannten Börsianer Prof. Dr. Max Otte. Überhaupt ist die Lektüre des gesamten Jahresabschlusses zu empfehlen: Hier gibt es jede Menge nützliche Infos für Anleger – und zwar super gut und ohne viel Schnörkel aufbereitet. Tipp: Der kostenlose Download ist direkt über boersengefluester.de möglich: Einen entsprechenden Link finden Sie etwa unter unserer Tabelle mit den wichtigsten Kennzahlen oder in unseren IR-Cockpits.  
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 86,05 97,07 113,92 151,20 170,63 189,26 215,00
EBITDA1,2 29,76 31,35 34,71 55,87 67,83 72,88 74,00
EBITDA-Marge %3 34,59 32,30 30,47 36,95 39,75 38,51 34,42
EBIT1,4 26,17 27,24 30,80 51,82 63,43 68,13 70,00
EBIT-Marge %5 30,41 28,06 27,04 34,27 37,17 36,00 32,56
Jahresüberschuss1 17,71 19,34 19,38 35,77 45,45 48,37 50,00
Netto-Marge %6 20,58 19,92 17,01 23,66 26,64 25,56 23,26
Cashflow1,7 23,21 26,28 26,27 52,65 59,47 47,23 50,00
Ergebnis je Aktie8 1,12 1,21 1,22 2,25 2,86 3,04 3,15
Dividende je Aktie8 0,83 0,91 1,41 1,68 2,13 2,28 2,35

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Doch die Sache mit der Atoss-Aktie hat freilich einen Haken: Die Aktie ist gefühlt schon immer zu teuer. Und auch aktuell müssen Value-Anleger viele Prinzipien über Bord werfen, wenn sie sich hier engagieren wollen: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 30, ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nördlich von 20 und eine Dividendenrendite von gerade einmal 1,3 Prozent sind nicht unbedingt jedermanns Sache. Andererseits hätte man als Investor, der sich im Quartalsrhythmus die Zahlen börsennotierter Unternehmen anschaut, im Grunde noch nie den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg gefunden. Dabei ist auch Atoss Software keine Aktie, die permanent den Aufzug nach oben nimmt. Immer wieder gibt es – zum Teil auch längere – Konsolidierungsphasen. Die Analysten von Warburg Research haben den fairen Wert der Atoss-Aktie in ihrem jüngsten Update von 75 auf 83 Euro heraufgesetzt. So gesehen wäre der Anteilschein bei der jetzigen Notiz von gut 87 Euro schon wieder überbewertet. Andererseits sollte man sich vielleicht gar nicht so sehr von solchen Momentaufnahmen lenken lassen, sondern nach der alten Regel „Kaufen und liegen lassen“ verfahren. „Zu unseren Erfolgsfaktoren gehören ein starkes organisches Wachstum, eine hohe Profitabilität und eine hochsolide Bilanzstruktur. Auch zukünftig werden wir alles daransetzen, den eingeschlagenen Erfolgskurs weiter fortzusetzen“, betont CEO Obereder. Für das laufende Jahr stellt die im Prime Standard gelistete Gesellschaft ein ähnliches Umsatzwachstum wie 2017 in Aussicht, wo es um rund zehn Prozent nach oben ging. Die EBIT-Marge soll erneut im Bereich um 25 Prozent liegen – bei einer Bandbreite von plus/minus drei Prozent. Den Investitionsschwerpunkt setzt Atoss momentan auf den Vertriebsbereich. Boersengefluester.de kalkuliert für 2018 mit einem Betriebsergebnis von gut 16 Mio. Euro. Kapitalisiert ist das schuldenfreie Unternehmen gegenwärtig mit etwas mehr als 350 Mio. Euro, wobei 56,4 Prozent der Gründerfamilie zuzurechnen sind. Der Streubesitz beträgt offiziell 43,6 Prozent. Mit an Bord sind aber auch Spezialwerteprofis wie die Investmentgesellschaft für langfristige Investoren TGV, die – neben den rund fünf Prozent an Atoss – auch bei Firmen wie WashTec, Gesco Holding, DocCheck, Kromi Logistik, PSI oder R. Stahl engagiert ist. Keine ganz schlechte Referenz also.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Atoss Software
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
510440 DE0005104400 SE 1.399,75 Mio. € 21.03.2000 Halten
* * *
 
Atoss Software Kurs: 88,00
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#510440
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Über die Bewertung von Aktien lässt sich bekanntlich wunderbar streiten. Das ist auch gut so, denn ansonsten würde an der Börse gar kein Handel zustande kommen. Immer wieder bemerkenswert ist jedoch, welche Rolle die Psyche der Investoren spielt: Als bet-at-home.com vor knapp zwei Jahren eine signifikant offensivere Dividendenpolitik ankündigte, waren die Anleger schier aus dem Häuschen und trieben den Aktienkurs auf immer neue Höhen. Parallel dazu hat der Anbieter von Onlinewetten mit seinen Ergebniszahlen in schöner Regelmäßigkeit die Erwartungen der Börsianer getoppt. Darüber hinaus zündete bet-at-home.com weitere IR-Fackeln – etwa in Form eines 1:1-Aktiensplits oder der Platzierung von Aktien des französischen Großaktionärs Betclic Everest, was im Februar 2017 zum Aufstieg in den SDAX gipfelte. In der Spitze – am 8. Juni 2017 – türmte sich die Marktkapitalisierung der Linzer auf knapp 1.055 Mio. Euro. Seit Mitte 2017 machen die Börsianer die Aktie allerdings ein wenig rund. War es zunächst die auf dem Top doch recht üppige Bewertung, kamen später immer wieder unterschiedliche Störfeuer auf bet-at-home.com zu: Den signifikantesten Einfluss hatte ohne Zweifel die Abschottungspolitik der polnischen Regierung, die ausländische Wettanbieter kurzerhand aussperrte. Wie groß die Belastung für bet-at-home.com genau ist, lässt sich indes kaum sagen, da die Gesellschaft keine Ergebnisse auf Länderebene veröffentlicht. Bekannt ist aber, dass der polnische Markt für bet-at-home.com die mit Abstand wichtigste Region in Osteuropa ist. Beim Besuch in den Frankfurter Redaktionsräumen von boersengefluester.de gibt sich Finanzvorstand Michael Quatember weitgehend entspannt: „Wir haben Polen relativ locker weggesteckt, weil Deutschland und Österreich sich deutlich besser als gedacht entwickelt haben.“ Insgesamt kam bet-at-home.com im vergangenen Jahr auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 35,47 Mio. Euro, was ziemlich genau in der Mitte der bereits vor zwölf Monaten kommunizierten Spanne von 34 bis 38 Mio. Euro liegt.  
bet-at-home.com Kurs: 2,76
  Die gute Nachricht also: Selbst ein unvorteilhaftes Ereignis wie der Polen-Boykott, wirft bet-at-home.com nicht aus der Bahn. Andererseits waren die Anleger in der Vergangenheit daran gewöhnt, dass die Gesellschaft stets ein gutes Stück mehr geliefert hat, als angekündigt. So gesehen kehrt also ein Stückchen weit Normalität ein, was sich entsprechend in der Bewertung der Aktie widerspiegelt. Während die Relation von Unternehmenswert (Enterprise Value = Marktkapitalisierung minus Netto-Finanzguthaben) zum EBITDA des jeweils laufenden Jahres Mitte 2017 auf eine Größenordnung von deutlich über 20 schnellte, beträgt das entsprechende Multiple aktuell weniger als 14. Zur Einordnung: Der Mittelwert der vergangenen fünf Jahre für das Verhältnis EV/EBITDA ist bei gut 12 anzusiedeln. Auf Drei-Jahres-Sicht beträgt der Faktor rund 15. Bewertungstechnisch brennt zurzeit also nichts an. Unbedingt einen Blick wert ist der Titel für Dividendenfans. Für 2017 stellt die Gesellschaft eine Dividende zwischen 6 und 8 Euro je Aktie in Aussicht. Ein Großteil davon stammt abermals aus dem Abbau des, für das normale Geschäft in dieser Dimension gar nicht nötigen, Cashbestands. Angenommen, bet-at-home.com schlägt zur Hauptversammlung (HV) am 22. Mai 2018 eine Dividende von 7 Euro vor, käme der Titel beim jetzigen Kurs von 93,40 Euro auf eine Rendite von immerhin 7,5 Prozent. Nicht unbedingt zu Jubelstürmen geführt, hat derweil die Prognose des Managements für das laufende – durch die Fußball-WM in Russland geprägte – Jahr: Demnach ist bei einem Anstieg der Brutto-Wett- und Gamingerträge (Spielvolumen minus ausbezahlte Gewinne) von 145,4 auf 150,0 Mio. Euro mit einem EBITDA zwischen 36 und 40 Mio. Euro zu rechnen. „Das ist vorsichtig geplant“, betont allerdings Vorstand Quatember. Dabei haben die Österreicher ein Marketingbudget von knapp 45 Mio. Euro – entsprechend einem Drittel der Brutto-Wett- und Gamingerträge – einkalkuliert. Das ist insofern bemerkenswert, weil bet-at-home.com durch die ständige Optimierung der Werbemaßnahmen es mittlerweile schafft, auch in Jahren mit fußballerischen Großereignissen – also einer Welt- oder Europameisterschaft – eine Quote von rund 30 Prozent zu halten. Zum Vergleich: Zur EM in Polen und der Ukraine im Jahr 2012 schossen die Werbeaufwendungen auf einen Wert von insgesamt mehr als 58 Prozent der Brutto-Wett- und Gamingerträge in die Höhe.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 126,93 59,35 53,53 46,18 52,30 49,00 0,00
EBITDA1,2 30,95 13,97 2,11 0,81 -3,29 2,00 0,00
EBITDA-Marge %3 24,38 23,54 3,94 1,75 -6,29 4,08 0,00
EBIT1,4 28,92 11,67 -0,11 -0,84 -4,53 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 22,78 19,66 -0,21 -1,82 -8,66 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 23,29 -16,31 11,91 -1,51 -4,45 0,00 0,00
Netto-Marge %6 18,35 -27,48 22,25 -3,27 -8,51 0,00 0,00
Cashflow1,7 18,15 10,50 -5,02 0,16 0,79 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 3,32 -2,32 1,62 -0,21 -0,63 0,07 0,13
Dividende je Aktie8 2,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Auf der Habenseite von bet-at-home.com steht außerdem, dass das Management weiterhin eine sehr aktive Investor Relations-Politik betreibt. Nach der Roadshow in Frankfurt zur Zahlenvorlage 2017, ging es gleich ab nach New York, wo der SDAX-Konzern wichtige Investorengruppen trifft. Dem Vernehmen nach stammen von den Top 20-Anteilseignern mittlerweile 5 aus den Vereinigten Staaten. Ende April präsentiert die Gesellschaft auf der von GBC organisierten MKK in München, Mitte April steht die Frühjahrskonferenz in Frankfurt an. Anschließend geht es gleich weiter nach London. Ungemach droht indes möglicherweise durch die geplante Neustrukturierung der heimischen Aktienindizes durch die Deutsche Börse AG (siehe dazu auch den Beitrag von boersengefluester.de HIER). Sollten die Indexhüter ihre Pläne nicht nachjustieren – was stark zu hoffen ist – könnte bet-at-home.com im Herbst 2018 seinen, mit so viel Verve erreichten, SDAX-Platz möglicherweise schon wieder verlieren. Hier droht also ein Abstiegskampf der besonderen Art. Für Diskussionsstoff sorgte vor einigen Wochen zudem ein Insiderverkauf von CEO und Mitgründer Franz Ömer, der durch die Transaktion seinen Anteil von 3,75 auf 1,00 Prozent reduzierte. Dem Vernehmen nach ist mit dem Deal aber kein Rückzug von Ömer aus dem Management verbunden. Käufer der Aktien war damals Betclic Everest. Die Franzosen haben knapp die Hälfte der von Ömer erworbenen Papiere weiterplatziert, so dass ihr Anteil zurzeit bei 52,86 Prozent anzusiedeln ist. Insgesamt ist der Markt unserer Meinung nach einen Tick zu pessimistisch für die Aktie von bet-at-home.com eingestellt, so dass das jetzige Niveau eine gute Chance-Risiko-Kombination verspricht. Die Kursziele der Analysten bewegen sich zwischen 100 Euro (Warburg Research) und 110 Euro (Hauck & Aufhäuser).  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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bet-at-home.com
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0DNAY DE000A0DNAY5 AG 19,37 Mio. € 23.05.2005 Halten
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#A0DNAY
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Einen Aufschrei gab es schon mal nicht, als die Deutsche Börse Ende Januar die – bereits erstaunlich konkreten – Grundzüge ihrer für Ende September 2018 geplanten Revision der Leitindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX präsentierte. Alles gut also? Nach Auffassung von boersengefluester.de ist das mitnichten so, auch wenn eine Renovierung der Indexlandschaft unbedingt erforderlich ist. Dass eine öffentliche Debatte über die Börsenpläne so gut wie nicht stattfindet, führen wir darauf zurück, dass vielen Marktteilnehmern eventuell noch gar nicht klar ist, wie groß die Welle eigentlich ist, die gerade angeschoben wird. Doch der Reihe nach: Übergeordnetes Thema der Indexhüter ist es, die in der Tat nicht mehr zeitgemäße strikte Trennung zwischen den Sektoren Technologie und Klassik aufzuheben. Bislang war es so, dass alle im Prime Standard gelisteten Aktien in eben diese beiden Schubladen einsortiert wurden. Je nach Börsenwert des Streubesitzes und der Höhe der Handelsumsätze entschied sich dann, ob ein Unternehmen in den MDAX, SDAX oder TecDAX aufgenommen wurde. Nur in der 1. Liga, also dem DAX, gibt es seit jeher eine Mischkultur. Das ist auch der Grund dafür, warum Technologiewerte wie SAP oder Infineon eine friedliche Koexistenz mit klassisch geprägten Firmen wie BASF oder Deutsche Lufthansa führen. Theoretisch könnte sogar ein TecDAX-Unternehmen von der Größenordnung Wirecard im DAX anklopfen. Was freilich nicht ging war, dass ein Unternehmen in zwei Indizes – also etwa DAX und TecDAX – gelistet wurde. Genau hier setzt die erste wesentliche Änderung der Deutschen Börse an: Künftig sollen Doppellistings in den Kombinationen DAX/TecDAX, MDAX/TecDAX sowie SDAX/TecDAX möglich sein. Bezogen auf die Blue Chips würde das heißen, dass SAP, Deutsche Telekom und Infineon sowohl im DAX, als auch im TecDAX enthalten wären. Bezogen auf den DAX würde das vermutlich kaum einen jucken. In der Öffentlichkeit würden die Firmen wohl weiterhin als DAX-Mitglieder wahrgenommen werden. Ganz anders sehen die Folgen aber bezogen auf den TecDAX aus: Denn für SAP, Deutsche Telekom und Infineon müssten drei bisherige Indexmitglieder weichen, da die Gesamtstärke des TecDAX bei 30 Mitgliedern verharren soll. Ihren TecDAX-Platz räumen müssten aus heutiger Sicht der Biotechwert Medigene, der 3D-Druckspezialist SLM Solutions und die gerade erst für den TecDAX nominierte Isra Vision. Kleinster Wert im TecDAX wäre dann vermutlich der ebenfalls gerade erst in den TecDAX beförderte Spezialmaschinenbauer Aumann – mit einem Freefloat-Börsenwert von rund 500 Mio. Euro. Bezogen auf den gesamten „TecDAX neu“ würde sich die Marktkapitalisierung aller 30 Indexwerte bei jetzigen Kursen nach Berechnungen von boersengefluester.de von derzeit 99,3 Mrd. Euro (62,8 Mrd. Euro Free-Float-MarketCap) auf dann 289,7 Mrd. Euro (207,6 Mrd. Euro Free-Float-MarketCap) erhöhen. Mit einer einzigen Regeländerung hätte die Deutsche Börse AG den Wert des TecDAX also mal eben um den Faktor drei in die Höhe getrieben. Was in der Gesamtschau nach einer deutlichen Aufwertung aussieht, bedeutet umgekehrt allerdings auch, dass die Einstiegshürden für potenzielle TecDAX-Kandidaten entsprechend wuchtiger werden.   [caption id="attachment_110376" align="alignnone" width="710"] Quelle: Deutsche Börse AG[/caption]   Am eklatantesten sind die Auswirkungen freilich im SDAX. Grund: Zum einen dürfte rund die Hälfte der bisherigen TecDAX-Werte künftig einen zusätzlichen Platz im SDAX beanspruchen – dabei geht es um Firmen wie Bechtle, Carl Zeiss Meditec, Jenoptik , Aixtron, Cancom, RIB Software oder auch XING. Um die Verdrängungseffekte – die Deutsche Börse spricht in diesem Zusammenhang von „Crowding Out“– abzufedern, wird die Truppenstärke von SDAX und MDAX von derzeit 50 auf 60 Unternehmen erhöht. Kein Grund allerdings, um sich als Emittent in Sicherheit zu wiegen. Nach Berechnung der Indexexperten der ODDO Seydler Bank wären die SDAX-Plätze von Gesellschaften wie Tele Columbus, DIC Asset, Adler Real Estate, Grammer, Vossloh, Borussia Dortmund, KWS Saat und auch bet-at-home.com akut gefährdet. Keine schöne Aussicht für diese Firmen, da die Zugehörigkeit zum SDAX häufig ein wesentlicher Teil der Equity Story ist. Parallel dazu dürfte der Börsenwert aller SDAX-Unternehmen von derzeit 90,8 Mrd. Euro (41,6 Mrd. Euro Free-Float-MarketCap) auf dann 117,8 Mrd. Euro (56,6 Mrd. Euro Free-Float-MarketCap) klettern. Auch hier gilt: Grundsätzlich ist gegen Größe nichts einzuwenden an der Börse. Allerdings muss man sich schon fragen, ob Unternehmen wie Aumann oder der Fotospezialist CEWE mit Streubesitz-Kapitalisierungen nördlich von 400 Mio. Euro eine maßvolle Untergrenze für einen Small-Cap-Index sind. Wir sind hier schließlich nicht in Amerika, wo andere Dimensionen gelten. Letztlich führt diese, wenn man so will, Gentrifizierung der Indizes dazu, dass immer mehr Unternehmen – die Rede ist vom viel gerühmten German Mittelstand – im Niemandsland der Börse verschwinden werden, zumal die Zahl der Researchberichte in Zeiten von MIFID II eher schmelzen wird. Bei aller Sympathie für die grundsätzliche Anpassung der Indexregeln: Für boersengefluester.de ist die Ausweitung bei SDAX und MDAX um 10 auf jeweils 60 Mitglieder deutlich zu eng gefasst. Das ist unserer Meinung nach der massive Kritikpunkt an der Umgestaltung. Vielmehr würden wir eine Ausweitung auf 70 Unternehmen in SDAX und MDAX begrüßen, um einen zu großen Gesichtsverlust zu vermeiden. Immerhin gehören gerade SDAX und MDAX zu den großen Erfolgsstorys der vergangenen Jahre. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Lücke zwischen SDAX und dem tiefer aufgehängten Börsensegment Scale künftig noch größer wird und via Neuemissionen oder Abspaltungen in den kommenden Monaten noch etliche interessante Firmen aufs Parkett strömen dürften – ohne Indexperspektive. Und für eine Reihe dieser Unternehmen wird es wohl keine sinnvolle Option sein, statt einer SDAX-Notiz eine Mitgliedschaft im Scale 30 anzupeilen. Schließlich hat der Prime Standard unter Investoren schon noch einen anderen Klang als der Entry Standard-Nachfolger Scale. Eine Entscheidung, ob die Pläne der Börse 1:1 umgesetzt werden, ist zum Glück noch nicht gefallen. Noch bis zum 30. März 2018 holen die Frankfurter bei „allen Marktteilnehmern“ unter der E-Mail-Adresse [email protected] entsprechendes Feedback ein.   [sws_blue_box box_size="640"]Kennen Sie schon unseren wöchentlichen Newsletters BGFL Weekly? 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#SDAX #Indexüberprüfung
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Fest im Terminkalender stand die Veröffentlichung vorläufiger Jahreszahlen bei Nanogate eigentlich gar nicht. Immerhin hatte der Spezialist für Hochleistungsbeschichtungen erst Ende Januar – im Rahmen eines ersten Ausblicks für 2017 – darauf hingewiesen, dass die Jahresziele (mehr als 170 Mio. Euro Umsatz bei einem EBITDA von mindestens 20 Mio. Euro) erreicht worden seien. Umso größer die Überraschung nun, dass Nanogate mit nochmals deutlich besseren Resultaten für 2017 aufwartet. Demnach wird der Umsatz vermutlich nördlich von 185 Mio. Euro liegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist auf mehr als 21 Mio. Euro geklettert. „Nanogate blickt auf eine hervorragende Geschäftsentwicklung im Jahr 2017 zurück. Der Umsatz- und Ergebnissprung ist auch auf die neue US-Beteiligung Nanogate Jay Systems zurückzuführen, die wir schnell in den Konzern integrieren konnten“, sagt CEO Ralf Zastrau. Gleichzeitig kündigt er an: „Wir werden 2018 unsere Expansion fortsetzen.“ Demnach werden die Umsätze im laufenden Jahr (wie bereits angekündigt) auf über 220 Mio. Euro steigen, bei einem – trotz Sonderaufwendungen in siebenstelliger Höhe für die Integration der HTI-Zukäufe – EBITDA von mehr als 24 Mio. Euro. An der Börse kommt die Botschaft prima an und befördert den zuletzt im Konsolidierungsmodus befindlichen Aktienkurs um sechs Prozent auf 47 Euro in die Höhe. Losgelöst von den insbesondere auf der Umsatzseite besser als gedachten Zahlen für 2017: Für boersengefluester.de bleibt Nanogate langfristig eine der interessanten Aktien aus dem Börsensegment Scale. Die Bewertung ist zwar recht happig. Dafür bekommen Anleger aber auch ein reinrassiges Wachstumsunternehmen ins Depot.  
Nanogate Kurs: 0,00
 
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Nanogate
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0JKHC DE000A0JKHC9 SE 1,36 Mio. € 18.10.2006 -
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 251,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 18,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 7,17 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 -1,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 -0,44 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -5,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 -2,19 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 -6,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -3,50 -0,05 -0,04 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


    Foto: Pixabay   [sws_blue_box box_size="640"]Kennen Sie schon unseren wöchentlichen Newsletters BGFL Weekly? Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL) sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun. Wir freuen uns auf Sie![/sws_blue_box]   [sws_grey_box box_size="640"]Hinweis: Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der Nanogate SE. Zwischen der Nanogate SE und boersengefluester.de besteht eine Vereinbarung zur Soft-Coverage der Nanogate-Aktie.[/sws_grey_box]...
#A0JKHC

In der Rubrik "Zitat des Tages" zeigen wir Sprüche berühmter Personen. Die Bandbreite reicht von Investoren über Philosophen bis hin zu Sportlern. Wenn Sie ein Zitat zur Aufnahme vorschlagen möchten, kontaktieren Sie uns gern. Per E-Mail an [email protected] oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.

„Niemand kann weiter als drei Jahre in die Zukunft blicken, schon gar nicht fünf oder zehn.“
Thomas Rowe Price, Jr.

BGFL stellt an dieser Stelle heiße Aktien mit hohen Chancen, aber auch enormen Risiken, für spekulative Anleger vor
Stimmung dreht nach oben
Kurs: 3,93
China-Beteiligung verkauft
Squeeze-out-Spekulation
Kurs: 64,50

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