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Oliver Borrmann wirkt ganz entspannt. „Das erste Mal seit der Gründung haben wir ein echtes Wohlfühlportfolio“, sagt der Vorstandsvorsitzender und Gründer der Venture-Capital-Gesellschaft bmp media investors beim Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de in einem Bistro auf dem Frankfurter Opernplatz. Zwar hat das Unternehmen bereits im Frühjahr 2011 die Fokussierung auf die Bereiche Digital Media und Marketing Services eingeleitet. Doch die Spuren aus der Vergangenheit, als bmp eher ein Gemischtwarenladen war, holten die Gesellschaft immer wieder ein – meist in Form von Revotar Biopharmaceuticals. Die Biotechnologie-Firma galt lange Zeit als Aspirant für einen Börsengang und hatte ein entsprechendes Gewicht im bmp-Portfolio. Doch die Rückschläge wurden immer heftiger, Anfang 2013 musste Revotar schließlich Insolvenz anmelden. Das Engagement an der Brandenburger Revotar hatte bmp allerdings bereits im dritten Quartal 2012 komplett wertberichtigt. Internetfreaks werden angesichts von Beteiligungen an Firmen wie Self Loading Content (dailyme.tv), Castaclip, der digitalen Universitätsplattform iversity oder Brand Eins Medien (35,6 Prozent Anteil) mit der Zunge schnalzen. Ebenfalls bemerkenswert: Zwölf der gegenwärtig 18 Portfoliofirmen sind noch nicht länger als 1,5 Jahre im Portfolio von bmp. Dennoch kommt die Neuausrichtung von bmp media investors bislang nur zögerlich an der Börse an. Beim gegenwärtigen Aktienkurs von 0,65 Euro erreicht das Unternehmen eine Kapitalisierung von mickrigen 12,1 Mio. Euro. Das ist genauso viel wie vor zwei Jahren und liegt um rund ein Viertel unter dem zum Halbjahr 2013 ausgewiesenen Eigenkapital. Dabei arbeitet bmp mit einer nicht alltäglichen Eigenkapitalquote von mehr als 99 Prozent. Als Spaßbremse entpuppten sich allerdings die Mitte August vorgelegten Sechs-Monats-Zahlen. Statt des erhofften Gewinns, bekamen die Anleger nämlich ein Minus von fast 470.000 Euro serviert. Zwar lassen sich solche Entwicklungen bei einer Beteiligungsfirma nie ausschließen, doch für das Börsenimage von bmp war der Report nicht gerade zuträglich. „Wir erzählen die Geschichte ´Wir rocken die Welt` , kommen dann zum Halbjahr aber mit einen Verlust. Das passt schwer zusammen“, weiß auch Borrmann.     Allein mit 640.000 Euro hatte dabei der Kursabschwung der polnischen Beteiligung K2 Internet negativ zu Buche geschlagen. Zudem erlitt das Engagement bei Heliocentris Energy Solutions Ende Juni einen Schwächeanfall. An dem Spezialisten für Stromversorgungsaggregate, wie sie etwa Telekomkonzerne für Mobilfunkmasten benötigen, ist bmp bereits seit einer Ewigkeit investiert. „Offiziell“ zählt Heliocentris gar nicht mehr als zum Portfolio und findet sich nur noch versteckt in der Bilanz. Die schätzungsweise noch knapp 500.000 Anteilscheine stehen aber für immerhin rund ein Viertel des Börsenwerts von bmp. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass die Berliner hier allmählich den Komplettausstieg – wenn auch nicht über das Parkett – suchen. Umso gespannter dürfen Aktionäre auf den für Ende November avisierten Bericht zum dritten Quartal sein. Grund: Im Berichtszeitraum hat die Notiz von K2 Internet an der Warschauer Börse um fast 70 Prozent zugelegt. Heruntergerechnet auf den bmp-Anteil entspricht das einem Plus von mehr als 450.000 Euro. Andererseits dürfte die weiter leicht rückläufige Notiz von Heliocentris etwa 250.000 Euro gekostet haben. Spekulieren lässt sich nur über den Effekt aus dem Ende August erfolgten Verkauf von mbr targeting an das SDAX-Unternehmen Ströer Media. Zwar besaß bmp nur einen kleinen Teil an dem auf die Optimierung von Werbekampagnen spezialisierten Unternehmen. Wie in Börsenkreisen gemunkelt wird, soll der Deal aber für einen bemerkenswerten Preis über die Bühne gegangen sein. Per saldo sollte der zum Halbjahr ausgewiesene Net Asset Value (NAV) – also der Substanzwert – von bmp per Ende September die Marke von 0,90 Euro überschritten haben, nachdem er zuletzt bei 0,88 Euro pro Aktie lag. „Unser Ziel ist es, den NAV bis zum Jahresende 2013 auf mehr als 1 Euro pro Aktie zu erhöhen“, sagt Firmenchef Borrmann. Mit ein wenig Fortune könnte der Wert des Portfolios aber auch ganz andere Regionen erklimmen. „Wir haben die Chance, dass 2014 ein echtes Erntejahr für uns wird“, lässt Borrmann durchblicken. Neben dem Klassiker Brand Eins haben zahlreiche Beteiligungen ein „Vervielfachungspotenzial“. Die überwiegend werbefinanzierte TV-App dailyme.tv bringt Spielfilme und Fernsehserien auf das Smartphone und könnte bis Ende 2014 gut 1 Million Nutzer haben. Zuletzt waren es rund 500.000 regelmäßige User. Interessant sollte der Dienst für unabhängige Anbieter wie die Deutsche Telekom oder den Verlagsriesen Axel Springer sein. Bei einem unterstellten Preis von 20 Euro pro Nutzer und  einem gegenwärtigen Anteil von fast 44 Prozent, könnte es die bmp-Beteiligung dann auf einen Wert von rund 9 Mio. Euro bringen – möglicherweise auch deutlich mehr. Nicht minder heiß ist der Videopublisher castaclip, an dem bmp zurzeit knapp 28,5 Prozent hält. Experten rechnen 2014 mit einem Umsatzsprung auf mehr als 10 Mio. Euro. Für das laufende Jahr stehen knapp 4 Mio. Euro in der Planung. Zu den spannendsten Projekten zählt iversity. Hier ist bmp gegenwärtig mit gut einem Viertel engagiert. Die digitale Universität geht gerade mit einem enormen Medienecho an den Start. „Das kann ein echter Game Changer für uns werden“, sagt Borrmann. Vorbild ist hier das amerikanische E-Learning-Internehmen Coursera. Ob iversity tatsächlich einschlägt wie eine Bombe, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Fakt ist jedoch: Die Netzgemeinde sieht im Bildungsbereich ein extremes Wachstumspotenzial.     Mit der Ausrichtung auf digitale Medienangebote ist bmp derzeit wohl am ehesten mit Unternehmen wie Tomorrow Focus, (Börsenwert: 225 Mio. Euro) oder Springer (Börsenwert 4,18 Mrd. Euro) vergleichbar – selbst wenn beide in anderen Ligen unterwegs sind. Das Berliner Verlagshaus investiert enorme Summen in Unternehmen, die teilweise große Ähnlichkeit mit Firmen aus dem bmp-Portfolio haben. Jüngster Deal des MDAX-Konzerns: Anfang Oktober ist Springer mit 50,1 Prozent bei Runtastic, der führenden Sport-App, eingestiegen. Runtastic hat immerhin 19 Millionen Nutzer – für Springer eine lukrative Adressliste. An der Börse stößt der Verlagsriese mit seiner Digitalisierungsstrategie auf Begeisterung bei den Investoren. Beinahe unverständlich, dass die Anleger bmp media investors derart komplett links liegen lassen. Aber das kann sich rasch ändern. Für mutige Anleger ist die bmp-Aktie also die Eintrittskarte in die angesagtesten Medienthemen der Zukunft. Nicht wirklich einladend ist allerdings der selbst für einen Small Cap geringe Kapitalisierung, auch wenn sich 66,9 Prozent davon im Streubesitz befinden. Dabei hat Borrmann klare Vorstellungen, wohin die Reise gehen soll: Bis Ende 2015 soll bmp media investors einen Börsenwert – interpretiert als Eigenkapital – von 100 Mio. Euro erreichen. Die Rechnung: Um 15 bis 25 Mio. Euro dürfte das Eigenkapital über Gewinne aus dem operativen Geschäft steigen. 16,5 Mio. Euro stehen bereits in den Büchern. Der Rest soll via Kapitalerhöhungen und Übernahmen hereinkommen. Das ist eine sportliche Rechnung, wie auch Borrmann einräumt. Doch im Venture-Capital-Geschäft kann es mitunter schnell gehen. Klar ist dabei auch: Mit zunehmender Größe wird auch das Interesse der Börsianer an bmp zurückkehren.   ...
#555750 #749399 #549532 #550135 #330420 #Runtastic #Revotar #iversity #dailyme #castaclip #Brand Eins #K2 Internet #Oliver Borrmann
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Wie eine Fahnenstange sieht der Kursverlauf der Nordex-Aktie aus: Seit Jahresanfang hat sich der Wert des TecDAX-Titels vervierfacht. Der Hersteller von Windkraftanlagen profitiert davon, dass die Branche kräftig Mitarbeiter abgebaut und Fabriken geschlossen hat, um so die massiven Überkapazitäten zu verringern. Zuletzt hatten sich daher die Preise für Turbinen stabilisiert. Laut Schätzungen wird die Nachfrage nach Turbinen 2013 um rund drei Prozent auf 43,4 Gigawatt sinken. Verantwortlich hierfür ist, dass die Nachfrage in den USA nach dem Boomjahr 2012 um mehr als 50 Prozent auf rund 7,5 Gigawatt einbrechen soll. Mittelfristig dürfte die Branche weltweit allerdings um fünf Prozent jährlich wachsen....
#TecDAX #541910 #663200 #A0D655 #TecDAX-Highflyer
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[sws_green_box box_size="580"]Noch vor einigen Wochen wollte kaum jemand einen Pfifferling auf die abgestürzten deutschen Solar-Werte setzen. Horrende Verluste im operativen Geschäft, zum Teil massive Bilanzprobleme und ein meist sehr zaghafter Ausblick sind nicht unbedingt die Zutaten für eine knackige Investmentstory. Doch die Zocker und Spekulanten stört das herzlich wenig. Sie haben den Kursen von Solarworld & Co neues Leben eingehaucht. Boersengefluester.de hat sich die fünf Werte mit der besten Kursentwicklung der vergangenen vier Wochen angeschaut.[/sws_green_box] Absoluter Highflyer mit einem Wertzuwachs von 88 Prozent ist Phoenix Solar. Boersengefluester.de hatte mehrfach auf die interessante Situation bei dem Solarprojektierer aus Sulzemoos hingewiesen (HIER). Die Gesellschaft hat sich radikal verschlankt und setzt nun auf Auslandsmärkte wie Asien und Amerika. Hier konnte Phoenix Solar in den vergangenen Monaten etliche Großaufträge einfahren. Bei den Investoren steht das frühe TecDAX-Unternehmen wieder hoch im Kurs. Dementsprechend ist auch mit einer Forcierung der Investor-Relations-Aktivitäten zu rechnen. Firmenkenner sehen Phoenix Solar wieder auf einem guten Weg und rechnen noch mit vielen guten Nachrichten. Der Börsenwert von Phoenix Solar beträgt gegenwärtig rund 35 Mio. Euro. Das entspricht mehr als dem Dreifachen des Eigenkapitals von zuletzt 10,9 Mio. Euro, wobei die Eigenkapitalquote mit elf Prozent alles andere als komfortabel ist. Für 2013 hat der Vorstandsvorsitzende Bernd Köhler bislang Erlöse von 160 bis 190 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Inklusive der Restrukturierungsaufwendungen kalkuliert der dabei mit einem operativen Verlust in einer Range zwischen 7 und 2 Mio. Euro. Ab 2014 will Phoenix dann wieder positive Betriebsergebnisse erzielen. Die Neun-Monats-Zahlen sind für den 7. November angesetzt. Kurzfristig scheint die Phoenix-Aktie stark überhitzt. Neuengagements drängen sich derzeit nicht auf.  
Phoenix Solar Kurs: 0,00
  Mit einer Performance von 82 Prozent in den vergangenen vier Wochen sieht der Anteilschein von Aleo Solar nicht minder spektakulär aus. Dabei begann die Story von Aleo Ende März 2013 zunächst mit einer Schocknachricht: Der Mehrheitsaktionär Bosch (Stimmanteil 90,7 Prozent) hat die Nase voll von seinem verlustreichen Solar-Ausflug und kündigte seinen Abschied bei dem Modulhersteller an (HIER). Quasi als Mitgift sicherte Bosch dem Unternehmen die Finanzierung bis Ende 2014 zu. Zurzeit laufen die Gespräche mit möglichen Investoren. Eigentlich sollte bereits bis Ende des dritten Quartals ein möglicher Käufer bestimmt sein. Die Zeit drängt: Ohne Unterstützer droht der Gesellschaft aus dem brandenburgischen Prenzlau das Aus. Daran dürfte auch die zuletzt angekündigte Schließung der US-Tochter kaum etwas ändern. Gemessen an der brisanten Ausgangslage ist die Kapitalisierung von 115 Mio. Euro eine echte Bürde. Sie übersteigt das Eigenkapital um mehr als den Faktor vier. Zudem drücken Nettofinanzschulden von rund 20 Mio. Euro. Anleger, die hier engagiert sind, sollten genau wissen, was sie tun. Ohne rettenden Geldgeber drohen bei Aleo Solar die Lichter auszugehen. Und selbst für den Fall einer Rettung ist das Unternehmen bereits reichlich hoch bewertet. Anleger spielen hier also mit dem Feuer.  
Aleo Solar Kurs: 0,00
  Verwundert die Augen gerieben haben sich vielen Börsianer angesichts der Kursexplosion bei Solarworld von 72 Prozent in den vergangenen vier Wochen. In der Spitze türmte sich das Plus bereits auf 117 Prozent. Dabei stehen bei dem ehemaligen Vorzeige-Solarkonzern einschneidende Sanierungsmaßnahmen an. So müssen die Aktionäre in einem ersten Schritt einen Kapitalschnitt im Verhältnis 150:1 über sich ergeben lassen. Anschließend ziehen die bisherigen Gläubiger der beiden Solarworld-Anleihen (WKN: A1CR73 und WKN: A1H3W6) im Gesamtvolumen von 550 Mio. Euro als neue Aktionäre bei Solarworld ein. Experten sprechen von einem Debt-Equity-Swap. Im Gegensatz den Aktionären müssen die Bondinhaber aber nur einen wesentlich kleineren Verzicht üben und erhalten zusätzlich noch mehrere Barkomponenten. Was heißt das nun? Beim gegenwärtigen Aktienkurs von 0,769 Euro beträgt der Börsenwert von Solarworld (auf Basis der 111.720.000 Anteilscheine) rund 85,9 Mio. Euro. Nach der Kapitalherabsetzung gibt es zunächst nur noch 744.800 Aktien. Zum Ausgleich müsste der Kurs der konvertierten Aktien theoretisch auf rund 115 Euro steigen. Durch den folgenden Tausch der Anleihen in Solarworld-Aktien wird sich die Zahl der umlaufenden Aktien allerdings auf 14.896.000 Stück erhöhen. Auf Basis des rechnerischen Kurses nach dem 150:1-Schnitt hätte Solarworld damit einen Wert von gut 1,7 Mrd. Euro. Das ist jedoch kaum vorstellbar, auch wenn Eigenkapital und Fremdkapital dann im gleichen Vehikel zusammengefasst sind. Angesichts der massiven Beschneidung der Aktionäre sind zuletzt mehrere Anteilseigner vor den Kadi gezogen. Zudem stören sie sich daran, dass Firmenchef Frank Asbeck sowie die Qatar Solar S.P.C. in einem zweiten Schritt für lediglich 46 Mio. Euro massive Anteile an Solarworld erwerben sollen. Die Umsetzung der Maßnahmen sollte im ersten Quartal 2014 abgeschlossen sein. Fazit: Derzeit passen Aktienkurs und fundamentale Rahmendaten bei der früheren TecDAX-Company nicht zusammen.     Ähnlich kompliziert ist der Lage von Centrosolar, einem ins Schlingern geratenen Photovoltaikspezialisten für Dachsysteme. Neben der operativen Sanierung mussten sich auch bei den Münchnern Aktionäre und Anleihengläubiger auf einen bilanziellen Sanierungskurs einigen. Und dieses Zwischenspiel regt die Fantasie der Börsianer an: In den vergangenen vier Wochen hat sich die Centrosolar-Aktie um immerhin 69 Prozent verteuert. Dennoch beträgt die Marktkapitalisierung nur rund 5 Mio. Euro. Zunächst mussten die Aktionäre einem Kapitalschnitt von 25:1 zustimmen, wodurch die Zahl der Aktien von 20.351.425 auf 814.057 Stück geschrumpft ist. Die Gläubiger der 50-Millionen-Euro-Anleihe (WKN: A1E85T) wiederum, haben einem Tausch ihrer Anleihen (insgesamt gibt es 50.000 Stück) mit Nennwert 1000 Euro in je 110 konvertierte Centrosolar-Aktien (WKN: A1TNS1) zugestimmt. Somit wird sich die Zahl der Centrosolar-Aktien nochmals um 5.500.00 Stück erhöhen. Noch ist es allerdings nicht soweit, ein für diese Sachkapitalerhöhung notwendiger Wertpapierprospekt befindet sich in Arbeit. Zudem soll ein Nachrangdarlehen über 9,5 Mio. Euro in 760.000 neue Aktien gewandelt werden. Wie rechnen nun die Investoren? Die Centrosolar-Anleihe notiert derzeit bei 26,45 Prozent. Pro 1000 Euro Nennwert entspricht das einem Kurs von 264,50 Euro. Hierfür würde der Bond-Inhaber 110 Centrosolar-Aktien bekommen. Anleger, die sich an der Börse 110 Centrosolar-Aktien direkt kaufen wollten, müssten dafür zurzeit 680,90 Euro berappen. Der Discount via Anleihe beträgt also gut 61 Prozent. Kein Wunder, dass der Kurs der Anleihe bereits reagiert hat sich von den Tiefständen bei gut 19 Prozent signifikant erholt hat. Auf Basis der künftigen Aktienzahl von insgesamt 7.074.057 Stück wird das Unternehmen derzeit mit knapp 43,8 Mio. Euro bewertet. Nach Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen soll allerdings noch eine Barkapitalerhöhung im Umfang von bis zu 5 Millionen Aktien durchgeführt. Gut möglich, dass sich auch für diesen Schritt genügend Investoren finden. Zum Halbjahr hat das Unternehmen die Umsatzprognose für 2013 auf 125 bis 150 Mio. Euro in der unteren Begrenzung erweitert. Angesichts der Andi-Dumping-Gesetze gegenüber Billigeinfuhren aus China zeigt sich der Vorstand aber vergleichsweise zuversichtlich für die Zukunft. Ab 2014 will der Modulhersteller operativ die Gewinnschwelle überschreiten. Fazit: Gerettet ist Centrosolar noch längst nicht. Insbesondere über den Umweg der – allerdings wenig liquiden – Anleihe bietet sich für sehr risikobereite Investoren dennoch eine interessante Einstiegsgelegenheit.  
Centrosolar Kurs: 0,00
  Gemessen an den Kursfeuerwerken der anderen Anbieter kommt die Performance von 22 Prozent bei Solar-Fabrik fast schon gemächlich daher. Das Top auf Vier-Wochen-Sicht lag allerdings bereits bei 42 Prozent. Zuletzt ist also ein wenig Ernüchterung eingekehrt. Mit Blick auf Bilanzqualität ist Solar-Fabrik ohnehin kaum mit den anderen Werten zu vergleichen. Der Entwickler und Vertreiber von hochwertigen Solarmodulen und seit einiger Zeit auch Betreiber von Photovoltaikanlagen glänzt mit einer Eigenkapitalquote von stolzen 80 Prozent. Zudem ist die Gesellschaft aus Freiburg im Breisgau nahezu frei von Finanzverbindlichkeiten. Dennoch leidet auch Solar-Fabrik massiv unter den Verwerfungen im heimischen Markt. Dementsprechend zieht es das Unternehmen ins europäische Ausland. Außerdem plant der Vorstand neben Modulen und Wechselrichtern auch die dazugehörige Befestigungstechnik im Paket anzubieten. Zum Halbjahr musste Solar-Fabrik einen Verlust von gut 3 Mio. Euro ausweisen. Momentan kommt die Gesellschaft auf einen Börsenwert von 29,0 Mio. Euro. Das entspricht einem Aufschlag von weniger als zehn Prozent auf das Eigenkapital. Fazit: Die Aktie von Solar-Fabrik bietet eine vergleichsweise konservative Variante um an einem möglichen Comeback der Solarbranche zu partizipieren. Klar sollte aber auch hier sein. Selbst bei einem Unternehmen wie Solar-Fabrik müssen sich Anleger auf eine enorme Schwankungsbreite beim Aktienkurs einstellen.  
Solar-Fabrik Kurs: 0,00
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Der Aktienkurs von TUI hat seit Jahresanfang um rund 20 Prozent zugelegt. Hauptgrund ist das florierende Geschäft bei der börsennotierten englischen Tochter TUI Travel. Deren Notiz ist um etwa 30 Prozent geklettert. Konzernchef Friedrich Joussen will die Reederei-Tochter Hapaq-Lloyd, an der TUI einen 22-Prozent-Anteil hält, so schnell wie möglich an die Börse bringen. Allerdings muss er warten, bis der Wechsel an der Vorstandsspitze bei Hapaq-Lloyd ab April vollzogen wird. Sollen Anleger auf die Aktie der Tochter oder die der Mutter setzen? Seit Ende September hat TUI-Deutschland Ägypten-Reisen wieder im Programm: Wegen der unsicheren Lage in dem Land am Nil hatte das Unternehmen zuvor alle Reisen dorthin storniert. Die Nachricht erfreute die Anleger von TUI ebenso wie die jüngsten Ergebnisse der Tochter TUI Travel, die kurz danach bekannt gegeben worden sind. Laut den vorläufigen Zahlen hat TUI Travel im Geschäftsjahr 2012/13, das im September endete, den um Sondereffekte und Währungsschwankungen bereinigten Gewinn um mindestens elf Prozent gesteigert. Grund war die starke Nachfrage in England und Skandinavien. Neben höheren Preisen trug dazu bei, dass die Anzahl der Kunden gestiegen war, allerdings nicht in Deutschland. Im August hatte TUI-Travel-Chef Peter Long ein Gewinnplus von mindestens zehn Prozent in Aussicht gestellt.     Die TUI AG hält an der Tochter einen Anteil von 54,48 Prozent. TUI Travel ist der mit weitem Abstand wichtigste Gewinnbringer des Konzerns. Im dritten Quartal der Berichtsperiode 2012/13, das im Juni endete, hatte TUI Travel einen bereinigten operativen Gewinn von 78,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Hotelsparte steuerte weitere 30,4 Mio. Euro bei. Abzüglich der kleinen Verluste der Kreuzfahrtsparte und den Kosten des Zentralbereichs blieb ein bereinigter operativer Gewinn von 86,5 Mio. Euro übrig. Das entspricht einer Marge von 1,8 Prozent. Der neue Vorstandschef von TUI, Friedrich Joussen, der im Februar sein Amt angetreten hat, will die Kosten deutlich senken, um im Geschäftsjahr 2014/15 einen bereinigten operativen Gewinn von rund 1 Mrd. Euro und 100 Mio. Cash zu generieren. Das wäre eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem vergleichbaren 2012er-Wert von 745,7 Mio. Euro. „Als ich bei TUI gestartet bin, hatte TUI einen negativen Cashflow von 120 Mio. Euro pro Jahr und es ist ziemlich klar, dass wir ein Problem haben werden, wenn wir die Trendwende in dem Bereich nicht schaffen“, sagte Joussen Ende September. Der Vorstandschef hat den Firmenjet verkauft, und die Sponsoringverträge des Unternehmens beendet. Die Konzernzentrale in Hannover soll von 200 auf nur noch 90 Mitarbeiter schrumpfen.Joussen will die Abhängigkeit von TUI Travel deutlich verringern und dafür die Ergebnisse in der Hotel- und in der Kreuzfahrtsparte erheblich verbessern. So soll die Hotelsparte 2014/15 einen bereinigten operativen Gewinn von 190 bis 2010 Mio. Euro und die Kreuzfahrtsparte von 35 bis 45 Mio. Euro erwirtschaften. Joussen möchte den 22-Prozent-Anteil an der Container-Reederei Hapaq-Lloyd so schnell wie möglich an die Börse bringen. Allerdings muss er warten, bis sich das Umfeld in der Branche bessert, stehen die Reedereien wegen des Überangebots an Schiffen doch deutlich unter Preisdruck. Zudem muss Joussen warten, bis der Führungswechsel bei Hapaq-Lloyd vollzogen ist. Am 1. April 2014 startet Rolf Habben-Jansen als Vorstand bei Hapaq-Lloyd und wird ab 1. Juli Vorstandsvorsitzender werden. Habben-Jansen leitet derzeit die Speditionsgruppe Damco NV, eine Tochter des Branchenprimus A.P. Moeller-Maersk. Ein Börsengang könne dann im Herbst 2014 erfolgen. Mit einem scheidenden Vorstandschef sei ein IPO nicht zu machen, sagte Joussen.     Angesichts der allmählichen Ergebnisverbesserungen bei TUI werden Experten zunehmend bullisch. Mancher rechnet gar einen fairen Wert von 13 Euro je Aktie aus. Gegenüber dem aktuellen Kurs von 9,50 Euro entspräche das einem satten Kurspotenzial. Die Rechnung geht dabei wie folgt: Der Börsenwert von TUI liegt bei 2,4 Mrd. Euro. Allein die Beteiligung an TUI Travel hätte einen Wert von 2,6 Mrd. Euro. Setze man den Wert für den Anteil an der Reederei Hapaq-Lloyd auf 600 Mio. Euro kämen ungefähr 13 Euro je TUI-Aktie raus. Die Rechnung überzeugt allerdings nur auf den ersten Blick. Welche Bewertung Hapaq-Lloyd bei einem IPO erzielen kann, ist völlig unklar, zumal der Börsengang frühestens in einem Jahr laufen dürfte. Denn das Umfeld in der Branche ist wegen der hohen Überkapazitäten von einem deutlichen Preisdruck geprägt. Dieser würde nur nachlassen, wenn die Weltwirtschaft stark wächst, wodurch die Überkapazitäten bei den Reedereien deutlich geringer würden. Danach sieht es derzeit jedoch nicht aus. Zudem muss man berücksichtigen, dass die operativen Margen für TUI und für TUI Travel für das abgelaufene Geschäftsjahr laut den Schätzungen der Analysten zwar bei jeweils rund 3,8 Prozent gelegen haben. Unter dem Strich soll bei TUI Travel jedoch eine Marge von 1,8 Prozent übrigbleiben, während es bei der Mutter im besten Fall wohl eine schwarze Null werden dürfte, weil nicht zuletzt hohe Finanzaufwendungen durchschlagen. Das 2014er-KGV für TUI liegt mit 14,3 zudem deutlich höher als das für die Tochter mit 13,3. Anleger von TUI Travel können sich zudem über eine 2013er-Dividendenrendite von rund 3,5 Prozent freuen, während Anteilseigner bei der Mutter leer ausgehen werden. Die Aktie der Tochter dürfte sich daher auch in den nächsten Monaten besser entwickeln als die der Mutter.     Foto: TUI AG     Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research...
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[sws_green_box box_size="550"]Die Erholung der Konjunktur in Europa beflügelt die Aktien von Unternehmen wie der Deutschen Telekom, die einen wichtigen Teil des Geschäfts in der Heimatregion machen. Für eine deutlich bessere Stimmung für das Papier haben zudem die Halbjahreszahlen gesorgt. Im zweiten Quartal hatte der Konzern die Trendwende beim Umsatz geschafft und erstmals auch eine erfreuliche Entwicklung bei der US-Tochter T-Mobile USA gemeldet. Die Konsolidierung in Europa dürfte zudem dazu führen, dass der Preisdruck nicht mehr ganz so stark ist.[/sws_green_box] Der scheidende Telekom-Chef Rene Obermann, der ab Januar 2014 zum niederländischen Kabelbetreiber Ziggo wechselt, dürfte es mit großer Genugtuung sehen, dass die T-Aktie auf das höchste Niveau seit Mai 2011 geklettert ist. Das Papier profitiert von der Konjunkturerholung in Europa. 2012 kamen 36,8 Prozent der Konzernerlöse aus Deutschland und weitere 23,6 Prozent aus der Sparte Europa, vor allem aus Griechenland, Ungarn, Holland und Polen. Die Analysten der UBS hatten Anfang September Aktien aus Europa auf „Übergewichten“ heraufgestuft und geschrieben, dass vor allem Unternehmen mit Schwerpunkt auf dem heimischen Markt im Fokus stehen dürften. Als einer ihrer Favoriten in Deutschland empfohlen die UBS-Analysten die Aktie der Deutschen Telekom. Für einen nachhaltigen Stimmungsumschwung bei dem Papier hatte Obermann bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang August gesorgt. Im zweiten Quartal war der Konzern nach jahrelangen Rückgängen auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. So war der Umsatz um 5,4 Prozent auf 15,16 Mrd. Euro gestiegen. Dazu trug nicht zuletzt die Übernahme des US-Regionalanbieters Metro PCS bei, der für zwei Monate konsolidiert worden war. Im zweiten Quartal hatte die Tochter T-Mobile USA 688.000 neue Vertragskunden gewonnen, nicht zuletzt, weil sie seit April als letzter der großen Anbieter das iPhone von Apple verkauft. „Wir freuen uns sehr, dass wir im USA-Geschäft nach 16 aufeinanderfolgenden Quartalen mit Vertragskundenverlusten im zweiten Quartal eine Trendwende erreicht haben, sagte Finanzvorstand Tim Höttges. Er wird im Januar zum Vorstandschef der Telekom aufsteigen. Obermann bremste jedoch die Euphorie: Weder für den Konzern noch für die Branche in Europa stünden goldene Zeiten an: „Der Wettbewerb wird sehr hart bleiben. Wir hatten ein paar gute Monate, sollten die Kirche aber im Dorf lassen.“ Die Nettoschulden waren auf 41,4 Mrd. Euro geklettert.  
Deutsche Telekom Kurs: 33,97
  Für das Gesamtjahr hat Obermann einen bereinigten operativen Gewinn von 17,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Das ist ein Rückgang um 500 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund ist, dass T-Mobile USA im Gesamtjahr ein bis 1,2 Mio. Vertragskunden gewinnen will. Das drückt auf die Profitabilität. Die Prognose für den Cashflow senkte der Firmenlenker daher von fünf auf 4,5 Mrd. Euro.Anfang September kündigte der Konzern massive Investitionen in das Glasfasernetz an. So sollen 2016 rund 24 Mio. Haushalte und Firmen Zugang zu Glasfasernetzen haben. 2012 waren es erst 12 Mio.. Die Investitionen sollen dabei von 3,4 Mrd. für 2013 auf 4,1 Mrd. im Jahr 2014 steigen. Etliche Investoren hoffen, dass mit der laufenden Konsolidierung in der Branche in Europa der Preisdruck ein wenig nachlässt. So hat Vodafone von der EU die Genehmigung für den Kauf des größten deutschen Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland bekommen. Laut Kabel Deutschland soll der Deal am 14. Oktober abgeschlossen werden. Zudem hat Telefónica Deutschland, eine Tochter der spanischen Telefónica angekündigt, den Wettbewerber E-Plus zu kaufen. Die kartellrechtliche Kontrolle durch die EU-Kommission dürfte zwar einige Monate dauern. Sollte Telefónica Deutschland jedoch die Genehmigung bekommen, würde der Mobilfunkmarkt in Deutschland von vier auf lediglich drei Anbieter schrumpfen. Dabei hätte Telefónica Deutschland mit rund 42,7 Mio. mehr Kunden als die Deutsche Telekom (36,6 Mio.) und Vodafone (33,9 Mio.) hierzulande. Damit könnte der starke Wettbewerbsdruck wenigstens ein bisschen nachlassen.  
Deutsche Telekom Kurs: 33,97
  Derweil verhandelt die Deutsche Telekom mit vier Finanzinvestoren über den Verkauf eines 30-Prozent-Anteils an der Scout-Gruppe, wobei die ganze Gruppe angeblich mit 1,6 bis zwei Mrd. Euro bewertet wird. Scout bietet beispielsweise Portale für Autos, Immobilien und Jobs. Laut Gerüchten will die Telekom bis Ende Oktober über den Scout-Verkauf entscheiden. Die sich allmählich aufhellenden Gewinnperspektiven spiegeln sich noch nicht in den Schätzungen der Analysten wider. Vielmehr sind die Schätzungen für den 2014er-Gewinn je Aktie in den vergangenen drei Monaten von 0,72 Euro auf 0,71 Euro gesunken. Mit einem KGV von rund 15 ist die Aktie zwar relativ hoch bewertet – zumal im Vergleich zum DAX, dessen KGV bei 11,6 liegt. Dennoch sollte sich das Telekom-Papier weiter erholen, zumal wenn sich die Konjunkturdaten für Europa verbessern und Obermann am 7. November letztmalig gute Ergebnisse vorlegt. Die Dividendenrendite von 4,6 Prozent für 2013 kann sich ebenfalls sehen lassen.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Deutsche Telekom
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
555750 DE0005557508 AG 169.390,00 Mio. € 18.11.1996 Halten
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  Foto: Deutsche Telekom AG     Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research...
#555750 #T-Aktie #Apple #A1J5RX #KD8888
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Dramatische Wende bei YOC. Am 1. Oktober 2013 teilte die Gesellschaft mit, dass Vorstandsmitglied Dirk Freytag „aus gesundheitlichen Gründen sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt hat“. Dem Vernehmen nach war der frühere AOL-Manager und Adtech-Chef bereits seit einigen Wochen nicht mehr in der Lage, das Amt bei YOC zu führen. Wie aus zuverlässiger Quelle zu hören ist, soll der seit Anfang 2012 an der Spitze von YOC sitzende Freytag in der Tat erkrankt sein. Damit besteht der Vorstand des Berliner Unternehmens derzeit nur noch aus einer Person – Dirk Kraus. Ausgerechnet Dirk Kraus, werden sich wohl einige Investoren denken. Denn an der Person des Firmengründers reiben sich die Gemüter. Kritiker werfen ihm vor, dass er den Verkauf von YOC zu einem attraktiven Preis verspielt habe und die Gesellschaft unter seinem Expansionsdrang in den Abgrund zu rutschen drohte. Anfang 2011 kam der Spezialist für die Vermarktung von Mobile-Werbung (und damals zusätzlich noch Mobile-Technologien) auf einen Börsenwert von in der Spitze rund 80 Mio. Euro. Doch die zu diesem Zeitpunkt herrschende Erwartungshaltung konnte YOC zu keinem Zeitpunkt befriedigen. Der Kurs rutschte immer tiefer. Im Jahr 2011 verlor die Aktie um 55 Prozent an Wert. 2012 standen dann fast 45 Prozent Verlust zu Buche. Im laufenden Jahr mussten sich Anteilseigner bislang zusehen, wie die Notiz nochmals um fast 80 Prozent kollabierte. Um die finanzielle Not zu lindern, gab es seit 2012 zudem drei Kapitalerhöhungen – eine nachhaltige Wirkung haben sie offenbar nicht erzielt.  
YOC Kurs: 16,50
  Das Kursdebakel im laufenden Jahr geht allerdings nur zum Teil auf die Kappe von Firmengründer Kraus. Im September 2012 setzte der Aufsichtsrat den streitbaren Manager vor die Tür und bestellte wenig später, den nun erkrankten Freytag zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Es begann ein großes bilanzielles Reinemachen: Hohe Wertberichtigungen drückten YOC 2012 mit 11,3 Mio. Euro in die Verlustzone, dabei musste die Gesellschaft bereits für 2011 rote Zahlen von 7,9 Mio. Euro ausweisen. Noch immer umstritten ist der bereits Ende Juli 2012 avisierte Verkauf des Bereichs Mobile Technology – er stand zuletzt für etwa 37 Prozent der Konzernerlöse von knapp 35 Mio. Euro. In dieser Sparte implementiert und wartet das Unternehmen mobile Internetportale. Ein Jahr nach der Ankündigung, am 24. Juli 2013, meldete YOC hier Vollzug. Der Verkaufspreis von bis zu 6,5 Mio. Euro ist für eine Sparte, die 2012 ein EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erzielte, aber nicht wirklich als attraktiv zu bezeichnen und sieht nach Notverkauf aus. Vorangegangen war Anfang Juni 2013 eine Hauptversammlung (HV), auf der der geschasste Kraus – als Aktionär war er weiter bei YOC engagiert – wichtige Weichen für sich stellen konnte. Mit dem Medienberater Ludwig Prinz zu Salm-Salm und dem Rechtsanwalt Bernhard Heiss wurden zwei ihm offenbar nahestehende Vertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Abtreten mussten dafür der Unternehmer Peter Zühlsdorff sowie Oliver Borrmann, beide wurden erst auf der Hauptversammlung vom August 2012 in das Kontrollgremium von YOC gewählt. Borrmann ist Vorstandschef der ebenfalls in Berlin ansässigen Venture-Capital-Gesellschaft bmp media investors und kannte  sich bei  YOC bestens aus, schließlich fand YOC Mitte 2006 den Weg aus dem Beteiligungsportfolio von bmp den Weg an die Börse. Gemeinsam mit Freytag galt er als einer  der Strippenzieher für ein Restrukturierungskonzept von YOC – inklusive weiterer Kapitalmaßnahmen. Sonderlich "amused" dürfte Borrmann über den Verlauf der HV also nicht gewesen sein. Besondere Freude an ihrem neuen Job bei YOC scheinen aber auch Prinz zu Salm-Salm und Heiss nicht gefunden zu haben. Offensichtlich wurde ihnen der Posten zu heiß. Ende September meldete YOC nämlich, dass die beiden ihre Ämter mit Wirkung zum 24. Oktober 2013 bereits wieder niedergelegt haben. Nachfolger für das scheidende Duo haben die Berliner bislang noch nicht präsentiert.  
YOC Kurs: 16,50
  Wo sieht es nun aus um YOC? Mit Dirk Kraus steht – nach dem gesundheitlichen Ausscheiden von Dirk Freytag – plötzlich jener Mann allein an der Spitze, der erst vor gut einem Jahr aus dem Unternehmen gejagt wurde. Die finanzielle Situation von YOC dürfte trotz des Technology-Verkaufs noch immer sehr angespannt sein. Seit Wochen warten Investoren auf Neuigkeiten hinsichtlich der auf der Hauptversammlung am 6. Juni 2013 beschlossenen Kapitalerhöhung von bis zu 571.700 Euro. Einzelne Anteilseigner hatten gegen dieses Vorhaben Widerspruch zu Protokoll gegeben. Zudem hatte YOC auf dem Aktionärstreffen die Voraussetzungen für weitere Maßnahmen im Volumen von bis  1,3 Mio. Euro geschaffen. Fraglich ist derzeit jedoch, woher die Investoren stammen sollen, die – selbst wenn die juristischen Scharmützel geklärt sind  – in der neuen Konstellation YOC frisches Geld zuschießen sollen. Als Alternative würde sich noch der Verkauf der im Bereich erfolgsbasierter Werbemodelle (Affiliate Marketing) tätigen Tochter Belboon GmbH anbieten und den Erlös in das neue Kerngeschäftsfeld, die Vermarktung mobiler Internetseiten und Applikationen, zu stecken. An der Börse wurde die Nachricht der Amtsniederlegung von Vorstandschef Dirk Freytag relativ gelassen hingenommen. Mit 1,93 Euro bewegt sich der Kurs aber ohnehin auf einem traurigen Niveau und steht YOC somit nur noch eine Kapitalisierung von 5,52 Mio. Euro zu. Andererseits sehen die Bilanzdaten schaurig aus: Das Eigenkapital beträgt minus 0,847 Mio. Euro. Liquiden Mitteln von 0,439 Mio. Euro stehen Finanzschulden von 7,7 Mio. Euro entgegen. YOC braucht also dringend neues Geld. Bleibt zu hoffen, dass Neu-Alt-Vorstand Dirk Kraus diese Herausforderung meistert. Ansonsten wäre es nämlich schade um einen einstigen Hoffnungsträger aus dem heimischen Small-Cap-Sektor. Privatanleger schauen sich die weitere Entwicklung besser noch von der Außenlinie an.  
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YOC
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
593273 DE0005932735 AG 57,36 Mio. € 30.04.2009 Kaufen
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Wenig erbaulich sehen die Halbjahreszahlen der auf die Bereiche Cleantech, Life Science, Microsystems, Optics und Software/IT spezialisierten Beteiligungsgesellschaft mic AG aus. Bei Erlösen von 0,29 Mio. Euro rutschten die Münchner mit 1,63 Mio. Euro tief in die roten Zahlen. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug minus 0,86 Mio. Euro – bewegte sich damit aber „im Rahmen der Planungen“, wie das Unternehmen betont. Der für Außenstehende unerwartet große Verlust rührt zum Großteil aus der Ablösung eines Besserungsscheins von gut 0,77 Mio. Euro gegenüber der mic Holding GmbH. Dieser seit 2007 bestehende Besserungschein habe zuvor "einige wichtige Entscheidungen blockiert" wie es offiziell heißt. Laut Halbjahresbericht ist mic derzeit direkt und indirekt an 20 Gesellschaften beteiligt. 28 davon waren per Ende 2012 defizitär bzw. machten keine Angaben zum Ergebnis. Dickster Brocker ist die Aifotec aus Jena, die 2012 fast 7,7 Mio. Euro Verluste auftürmte. Den beizulegenden Wert beziffert mic derzeit auf 2,817 Mio. Euro. In den Büchern steht die Beteiligung aber mit 6,862 Mio. Euro. Von einer Sonderabschreibung hat mic dennoch abgesehen, da die Gesellschaft zwar zuletzt unter den Verzögerungen eines Großprojekts gelitten hat. Es sei jedoch davon auszugehen, dass dieser Rückstand aufgeholt wird und der mic-Anteil wertmäßig dann bei 7,606 Mio. Euro anzusiedeln sei. Hier sollten Anleger die weitere Entwicklung also sehr aufmerksam verfolgen.     Obwohl mic via Kapitalerhöhung und Wandelschuldverschreibung im Frühjahr gut 10 Mio. Euro eingenommen hat, spekulieren die Anleger aber nicht nur auf neue Investments bei dem Venture-Capital-Spezialisten. „Selbstverständlich wissen wir, dass unsere Aktionäre und der Markt nun nicht zu Unrecht auf einen erfolgreichen Exit warten. Wir haben unseren Fokus verstärkt darauf gelegt und versuchen dies nun mit Hochdruck zu realisieren“, lässt sich mic-Vorstandschef Claus-Georg Müller in der Pressemitteilung zum Halbjahresbericht zitieren. An der Börse zündet die mic-Aktie seit vielen Monaten trotzdem nicht mehr und pendelt zwischen grob 3,60 und 4,00 Euro hin und her. Als mögliches Risiko könnte sich ausgerechnet die Aktionärsstruktur entpuppen. Maßgeblich engagiert bei mic ist – über die Vermögensverwaltung Paladin Asset Management – der Finanzinvestor Carsten Maschmeyer. Geführt wurden die Investments von Paladin lange Zeit von Ingo Nix. Nach Informationen von boersengefluester.de haben sich die Wege von Nix und Paladin vor einigen Wochen aber getrennt. Denkbar ist daher, dass ein Engagement wie mic zumindest auf dem Prüfstand steht – selbst, wenn Maschmeyer sich stets sehr positiv über die Gesellschaft äußerte....
#Carsten Maschmeyer #A0KF6S #Paladin
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Schon damals war es ein tollkühnes Unterfangen. Obwohl die Solarkrise längst mit voller Wucht wütete, wagte Schweizer Electronic den Aufbau des Geschäftsbereichs Energy und begann in Asien mit der Produktion von Hocheffizienzmodulen für die Photovoltaik. „Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg ins Solargeschäft“, sagte Vorstandschef Marc Schweizer Ende 2011 und hoffte, dass die antizyklische Strategie aufgehen würde. Im Halbjahresbericht 2013 offenbart sich nun ein trübes Bild: Mit Erlösen von 0,8 Mio. Euro – das entspricht einem Anteil von gerade einmal zwei Prozent am Umsatz – spielte der Solarbereich zuletzt so gut wie keine Rolle mehr. Ein Jahr zuvor stammen noch fast 8,5 Prozent der Erlöse aus dem Solarsektor. Mehr denn je feuerte das Elektronikgeschäft für die Automobilbranche die Geschäfte – immerhin etwa 70 Prozent der Erlöse entfielen. Aber auch der Industriepart macht dem Unternehmen Freude und sorgt für hohe Auftragseingänge. Dennoch geht Schweizer Electronic konsequent den eingeschlagenen Weg und teilt den Konzern in drei Bereiche auf: Electronic, Systems und Energy. Während das etablierte Geschäft mit hochwertigen Leiterplatten unter „Electronics“ fällt, sind neuartige Produkte mit integrierten aktiven und passiven Elementen (Embedded Technologien) – etwa für den Einsatz im Mobilfunk oder der Elektromobilität – im Bereich „Systems“ angesiedelt. Leiterplatten für Wechselrichter und andere Photovoltaikmodule gehören zum Geschäftsfeld „Energy“. Mittlerweile entfallen bereits 37 Prozent der Erlöse auf neuartige Leiterplatten, wie sie etwa in Abstandswarnern eingesetzt werden. Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 30 Prozent. Die Verschiebung beim Produktmix zu Lasten traditioneller Leiterplatten sollten sich auch künftig in einer verbesserten Marge bei dem Unternehmen aus Schramberg im mittleren Schwarzwald niederschlagen.     An der Börse zeigt sich der Wandel hin zu anspruchsvolleren Produkten bei Schweizer Electronic erst ganz allmählich in höheren Kursen. Zwar machte die Aktie zur Vorlage des Halbjahresberichts Mitte August einen deutlichen Hüpfer nach oben. Doch mittlerweile ist fast wieder Alltag eingekehrt. Die Notiz hangelt sich seit einiger Zeit im Bereich um 15 Euro herum. Auf dieser Basis bringt es die Gesellschaft auf eine Kapitalisierung von 56,5 Mio. Euro. Das ist nicht sonderlich viel, wenn man bedenkt, dass der Vorstand für 2013 Erlöse im Leiterplattengeschäft von mehr als 90 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von über fünf Prozent in Aussicht gestellt hat. Angesichts des extrem verbesserten Auftragsbestands halten Firmenkenner diese Prognose aber noch nicht einmal für sonderlich ambitioniert und rechnen insgeheim damit, dass mit der Vorlage des Neun-Monats-Abschlusses am 8. November eine Anpassung nach oben fällig ist. Dabei könnte ausgerechnet das bereits fast verschwundene Solargeschäft für einen Hallo-Effekt sorgen. Manch Investor hält es nämlich für gut möglich, dass hier die Talsohle bereits durchschritten ist. Für Spannung ist also gesorgt. Auf der Rechnung hat diesen Bereich derzeit jedenfalls so gut wie niemand. Die Analysten von Montega-Research aus Hamburg hatten zuletzt ihre Dauer-Kauf-Empfehlung für den Small Cap bestätigt und das Kursziel von 15,50 auf zunächst 18 Euro angehoben. Von dieser Marke ist der Titel noch gut 20 Prozent entfernt. Mutig Anleger nutzen die gegenwärtige Konsolidierungsphase und bauen Positionen in dem Titel auf. Die Bewertung ist angesichts eines KGV von 12,5  moderat. Und sollte die Gesellschaft auf der kommenden Hauptversammlung im Juli 2014 erneut eine Dividende von 0,55 Euro zahlen, käme der Titel auf eine Rendite von deutlich über 3,5 Prozent. Unterm Strich bietet der Small Cap also einen überzeugenden Kennzahlen-Mix. Angesichts der volatilen Branche eignet sich das Papier aber nur für spekulativ orientierte Aktionäre. Am ehesten vergleichbar auf dem Kurszettel ist Schweizer Electronic vermutlich mit dem österreichischen Leiterplattenhersteller AT&S, der gerade eine umfangreiche Kapitalmaßnahme zur Finanzierung seiner Investitionsoffensive umsetzt.  
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Schweizer Electronic
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
515623 DE0005156236 AG 13,91 Mio. € 07.07.1989 Kaufen
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#922230 #515623 #Elektromobilität
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[sws_blue_box box_size="585"]Das Interesse an alternativen Anlageformen hat in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Seit der Finanzkrise zeigt sich unter Anlegern ein geschwundenes Vertrauen in traditionelle Vermögensverwalter und Fonds. Gerade die Intransparenz klassischer Investments stellt einen häufig geäußerten Kritikpunkt dar. Mit der fortschreitenden Technologieentwicklung und einem beinahe jederzeit verfügbaren Zugang zum Internet haben sich daher in den vergangenen Jahren alternative Investmentmöglichkeiten entwickelt, welche die Formen der Geldanlage revolutionieren könnten.[/sws_blue_box] Immer populärer wird dabei Social Trading. Hierbei stehen Transparenz und günstige Kostenstrukturen im Vordergrund. Die seit 2009 aktive Social Trading-Plattform ayondo zählt zu den Pionieren. Mit zahlreichen Innovationen haben die Frankfurter mit dazu beigetragen, dass Social Trading dem Nischendasein entwächst und ein immer größerer Kundenkreis Investmentmöglichkeiten außerhalb der klassischen Bankenlandschaft findet. Social Trading ist das fehlende Verbindungsstück zwischen Tradern und Anlegern. Beiden Gruppen steht ayondo kostenlos zur Verfügung. Die Trader erhalten die Möglichkeit ein Top-Trader-Profil aufzubauen. Da die Plattform von ayondo für jeden offen steht, setzen sich die mehr als 1.000 Top-Trader ganz unterschiedlich zusammen. So finden sich bei ayondo Neulinge, welche die Plattform nutzen um erste Erfahrungen im Handel zu sammeln ebenso wie gestandene Profis, die sonst unentdeckt ihrem Eigenhandel betreiben. Wichtig ist natürlich die Spreu vom Weizen zu trennen bzw. eine richtige Einschätzung des Potenzials der Top Trader zu ermöglichen. Hierzu werden alle Trades transparent veröffentlicht, um so einen persönlichen Track Record aufzubauen. Umfangreiche Kennzahlen werden zu jedem Trader ausgewiesen. Darüber hinaus durchlaufen Trader bei ayondo eine fünfstufige Trading Karriere mit steigenden Anforderungen an Performance und Risiko. So zeichnen sich Trader in der höchsten Stufe nach frühestens zwölf Monaten durch moderates Risiko und eine jährliche Performance von mindestens acht Prozent aus. Die Einstufung in die Trading Karriere ist für Follower, also jene User, die Handelssignale der Top Trader empfangen, ein wichtiges Merkmal zur Beurteilung. Entsprechend der individuellen Risikoneigung kann bei ayondo ein Portfolio aus bis zu fünf Top-Tradern zusammengestellt werden. Entscheidend ist, sich nicht nur von der möglicherweise beeindruckenden Performance blenden zu lassen, sondern auch die relevanten Risikokennzahlen bei der Traderwahl im Auge zu behalten. Hierzu lohnt ein detaillierter Blick in die Trading Profile. Dort findet man beispielsweise den Maximum Drawdown und die Volatilität sowie Angaben zu Sharpe Ratio und Value-at-Risk. Zudem kann der Trader mit weiteren relevanten Märkten verglichen werden um festzustellen, ob wirklich eine Outperformance erzielt wurde. Ganz neu bei ayondo sind gesondert gekennzeichnete Real-Money-Trader. Neben der Möglichkeit die Handelssignale über ein bereitgestelltes Demokonto mit virtuellen 100.000 Euro einzugeben, können Top Trader natürlich auch direkt auf einem Echtgeldkonto bei ayondo markets handeln. Ihre Handelssignale werden automatisch mit dem zugehörigen Top Trader Profil bei ayondo synchronisiert. Eine zusätzliche Tradeeingabe ist nicht erforderlich. Zusätzlich werden Real Money Trader auf ayondo mit einem speziellen Logo versehen. So ist in allen Ranglisten und dem Trading Profil direkt erkennbar, dass der Trader bei der Signaleingabe auch mit seinem Livekonto im Risiko steht. Für viele Follower stellt dies ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Top Trader dar. Durch die Einstufung in die Trading-Karriere in Verbindung mit einer Analyse der Trading-Profile sind Rückschlüsse auf den Stil und die Strategie der Top Trader möglich. Während spekulativ orientierte Anleger sicher auch eine Beimischung junger Trader aus den unteren Stufen wählen werden, schauen sich Anleger für eine langfristige Performance bei moderatem Risiko vornehmlich in den Leveln 4 und 5 der Trading Karriere um. ...
#Social Trading #eToro #Ayondo #Gekko Global Markets #Sharewise #Fidor Bank #Wikifolio #NextGFI #Currensee
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Seit Mitte Juli öffnet sich bei Hornbach eine Schere – und zwar an der Börse. Während die Notiz der Hornbach-Baumarkt-AG – wie bereits seit Ende 2010 – konsequent auf der Stelle tritt, gewann die Aktie der im SDAX gelisteten Hornbach Holding seit Mitte Juli um immerhin zehn Prozent an Wert und hat damit den Small-Cap-Index um gut zwei Prozentpunkte ausgestochen. Mit rund 56 Euro bewegt sich der Kurs der Holding zwar noch immer mitten in der seit fast drei Jahren währenden Seitwärtsrange zwischen grob 50 und 60 Euro. Doch es tut sich was. Während der Börsenwert beider Gesellschaft nach Berechnungen von boersengefluester.de in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt um 3,8 Prozent auseinander lag, ist der Spread zurzeit auf 8,3 Prozent gewachsen. Grund genug, sich beide Papiere genauer anzuschauen. Außerdem kommt es nicht so häufig vor, dass eine Gesellschaft mit gleich zwei Aktien auf dem Kurszettel vertreten ist. Wo liegen die Unterschiede zwischen beiden Titeln? Einfach ausgedrückt ist die Hornbach Holding die Mutter der Hornbach-Gruppe. Diese wiederum besteht aus der Hornbach Immobilien AG, der Hornbach Baustoff Union GmbH und der Hornbach-Baumarkt-AG. Die mit Abstand wichtigste Gesellschaft aus diesem Trio ist die Baumarkt AG. 76,4 Prozent der Baumarkt-Aktien gehören der Hornbach Holding AG. Der Einzelhandelskonzern Kingfisher hält 5,2 Prozent der Baumarkt-Aktien. 18,2 Prozent befinden sich im Streubesitz.  
Hornbach Holding Kurs: 88,20
  Auf der Holding-Ebene hat sich Hornbach hingegen nur zum Teil dem Kapitalmarkt geöffnet. Insgesamt existieren acht Millionen Stammaktien (ST) und acht Millionen Vorzugsaktien (VZ). Börsennotiert sind allerdings nur die Vorzüge, die Stämme sind nicht zum Handel zugelassen. Etwas kompliziert ist auch die Aktionärsstruktur der Holding: 75 Prozent der Stämme (minus zwei Aktien) gehören der Hornbach Familien Treuhand GmbH. Die anderen 25 Prozent (plus zwei Aktien) sind Kingfisher zuzurechnen. Von den Vorzügen befinden sich mehr als 80 Prozent im Streubesitz, 17,4 Prozent liegen wiederum in den Depots der Briten. Mit anderen Worten: Beteiligungsmäßig mischt Kingfisher auf allen Ebenen mit, hat seit dem Start der strategischen Kooperation im Jahr 2001 aber nicht wirklich was zu sagen.  
Hornbach Baumarkt Kurs: 68,00
  Unter der Annahme, dass auch die nicht gelisteten Stämme den gleichen Kurs wie die Vorzüge hätten, ergibt sich für die Mutter ein Börsenwert von  896 Mio. Euro – de facto dürfte die Kapitalisierung aber höher anzusiedeln sein, da Stammaktien normalerweise mit einem Aufschlag gehandelt werden. Schließlich besitzen sie im Gegensatz zu den Vorzügen ein Stimmrecht. Die Baumarkt-Tochter kommt auf Basis des gegenwärtigen Kurses von 26 Euro auf einen Wert von knapp 827 Mio. Euro. Fast 632 Mio. Euro sind davon über ihr Engagement an der Hornbach Holding AG zuzurechnen. Mit anderen Worten: 70,5 Prozent des Börsenwerts der Hornbach Holding ist gegenwärtig durch die Kapitalisierung der Baumarkt-Tochter abgedeckt. Zur Einordnung: In den vergangenen zwölf Monaten lag diese Quote im Schnitt bei 73,6 Prozent. Die Differenz zwischen 896 Mio. Euro und den der Holding zurechenbaren 632 Mio. Euro aus der Baumarkt AG erklärt sich aus den Beteiligungen an der Baustoff Union (Baustoffhandel mit gewerblichen Kunden) und dem Immobilienbereich. Ein wesentlicher Teil der Immobilien in denen die Hornbach-Baumärkte angesiedelt sind, gehören dem Unternehmen. Die Immobilien AG ist hier als Entwickler tätig und vermietet die Objekte an die Baumarkt AG, ist aber auch für Dritte aktiv. Anleger, die bei einem Investment in Hornbach-Aktien auf den Immobilienbesitz als Absicherung schielen, sollten also zu den Anteilscheinen der im SDAX notierten Holding greifen. Das jüngste Auseinanderdriften von Holding und Baumarkt erklärt dieser Umstand allerdings kaum. Denkbar ist, dass sich einige Investoren auf eine mögliche Änderung der Aktionärsstruktur einstellen. Hintergrund: Seit dem Kauf von 15 Bricostore-Baumärkten in Rumänien im Mai 2013 steht Kingfisher erstmals auch in direkter Konkurrenz zu Hornbach. Zudem will der im britischen Leitindex FTS100 gelistete Konzern demnächst mit seinen auf Handwerker ausgerichteten Screwfix-Märkten auch in Deutschland Fuß fassen. Die Verantwortlichen bei Kingfisher und Hornbach geben sich betont locker, dennoch hat sich Kingfisher im September aus den Aufsichtsräten von Hornbach Holding und Baumarkt zurückgezogen. „Die Mandatsniederlegung war erforderlich, um erst gar keine Interessenkonflikte entstehen zu lassen“, erläuterte Vorstandschef Albrecht Hornbach zuletzt auf der Halbjahrespressekonferenz in den Räumen der Frankfurter BHF-Bank den Schritt. Im gleichen Atemzug betonte er aber auch, dass es derzeit keine Absichten gibt, die Höhe der Beteiligung zu verändern. „Aber selbst ein Verkauf würde keine Gefahr für unsere Eigenständigkeit bedeuten“, sagt Hornbach. Seiner Meinung nach ist das Unternehmen mittlerweile auf der Beschaffungsseite so gut aufgestellt, dass aus der Kooperation mit Kingfisher hier keine wirklichen Vorteile resultieren.  
Hornbach Holding Kurs: 88,20
  Mit Spannung blicken die Hornbach-Aktionäre auf das laufende Insolvenzverfahren von Praktiker/Max Bahr. Das Bieterverfahren befindet sich in der Endphase. Dem Vernehmen nach haben unter anderem die Globus-Gruppe (Globus Baumärkte) und die Baumarktgruppe Hellweg Gebote abgegeben. Interesse an einzelnen Standorten in Deutschland hat aber auch Hornbach angemeldet. „Wir reden aber nicht über ein sensationell großes Paket“, sagt Vorstandschef Albrecht Hornbach. Dem Vernehmen nach geht es um bis zu zehn Standorte. Premium-Preise für Märkte von Praktiker oder Max Bahr will er ohnehin nicht zu zahlen. „Wenn wir etwas kaufen, dann muss das einen reellen Wert – etwa in Form von Immobilien – haben“, erklärt Hornbach. Am Sortiment der Pleitekette hat er sowieso kein Interesse. Für die gesamte Branche ist die Auflösung des Praktiker-Konzerns eine gute Botschaft, schließlich wird es dadurch zu einem deutlichen Rückgang der Fläche kommen. Experten taxieren die Überkapazitäten in Deutschland auf 20 bis 30 Prozent. Geholfen hat Hornbach zuletzt aber auch der Wettergott. Nach einem katastrophalen ersten Quartal haben sich die Geschäfte zuletzt deutlich belebt. Insbesondere der Juli war ein ganz starker Monat für die im pfälzischen Bornheim angesiedelte Hornbach-Gruppe. „Wir sind zurück auf dem Wachstumspfad“, sagt Vorstand Albrecht Hornbach. Vor allen Dingen im Heimatmarkt laufen die Geschäfte wieder rund. Bei leicht höheren Erlösen von 1,83 Mrd. Euro liegt die Holding beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 138,3 Mio. Euro zwar noch um 9,7 Prozent hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert zurück. Doch nach dem kühlen Auftaktviertel ist das ein beachtlicher Vorwärtsschritt. Zudem gab es im Vorjahr einen positiven Sondereffekt von 5,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Stromsteuer in Deutschland. Um immerhin 10,5 Prozent auf 25,9 Mio. Euro nahm das Betriebsergebnis der Immobilientochter zu. Unterm Strich zeigt sich Finanzvorstand Roland Pelka für die Holding daher einen Tick optimistischer als bislang und kündigt für das Gesamtjahr 2013/14 an, dass das EBIT „mindestens den Wert des Geschäftsjahres 2012/13“ erreichen wird. Zuvor ging der Manager davon aus, dass das EBIT „in etwa auf oder leicht unter“ dem Vorjahreswert von 145,9 Mio. Euro liegen werde. Für den Teilbereich Baumarkt rechnet Pelka nun mit einem EBIT „in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012/13“ von 99,3 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund wird auch die Outperformance der Holding-Aktie gegenüber dem reinem Baumarkt-Papier verständlich.  
Hornbach Baumarkt Kurs: 68,00
  Anleger, die sich für Hornbach interessieren, sollten derzeit auf die im SDAX notierte Holding setzen. Im Vergleich zur Baumarkt-Aktie schneidet sie lediglich bei der Dividendenrendite etwas schlechter ab. Mit zu erwartenden Renditen von 1,9 Prozent (Baumarkt) bzw. 1,2 Prozent (Holding) sind aber beide Papiere in dieser Kategorie keine Renner. Dafür erhalten Anleger eine solide geführte Gesellschaft, die derzeit nicht mehr als den Buchwert kostet. „Wir sind ein kerngesundes Unternehmen. Haben nicht zu befürchten und könnten auch mal schwächere Zeiten gut durchstehen“, sagt Finanzchef Pelka. Von so einer Aussage können die Anteilseigner von Praktiker nur träumen. Spannend wird zudem, ob sich an dem Beziehungsgeflecht von Hornbach und Kingfisher etwas ändert.  
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Hornbach Holding
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
608340 DE0006083405 AG & Co. KGaA 1.411,20 Mio. € 03.07.1987 Kaufen
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Hornbach Baumarkt
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
608440 DE0006084403 AG 2.162,88 Mio. € 15.11.1993 Halten
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Schneller als gedacht, ist es nach der jüngsten Kapitalerhöhung von Analytik Jena nun zu einem ersten Pflichtangebot an die Aktionäre durch Endress + Hauser gekommen. 13,75 Euro bietet der Familienkonzern, der in den Bereichen industrielle Messtechnik und Automatisierung Zuhause ist, pro Anteilschein von Analytik Jena. Bereits jetzt spekulieren die Anleger aber auf einen Nachschlag, denn mit 14,90 Euro übersteigt die aktuelle Notiz des Small Caps die Offerte deutlich. Boersengefluester.de hatte mehrfach auf die interessante Konstellation hingewiesen. Überraschend ist dennoch, wie schnell die Schweizer plötzlich auf einen Anteil von 47,33 Prozent der Stimmen gekommen sind. Hintergrund: Ende Juni 2013 hatte Endress + Hauser 10,69 Prozent der Aktien von Jens Adomat, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden von Analytik Jena übernommen und zudem noch weitere Stücke eingesammelt, so dass ihr Anteil an der Gesellschaft auf 22,33 Prozent stieg.  Endress+Hauser bezeichnete das Engagement als „strategische Beteiligung“ und stellte von vornherein klar: „Ein eigener Ausbau der Beteiligung durch den Erwerb weiterer Stimmrechte an der Analytik Jena AG innerhalb der nächsten zwölf Monate ist beabsichtigt.“ In der Jenaer Konzernzentrale in der Konrad-Zuse-Straße 1 registrierte das Management dieses Vorhaben wohlwollend. Offenbar passt die Verbindung von Analytik Jena und Endress + Hauser. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn in der Vergangenheit gab es bereits Annäherungsversuche von anderen Vertretern aus der Branche. Doch diese wurden stets vereitelt. Zu spüren bekam das etwa der Niederländer Andriess Verder. Ganz abschmettern ließ sich die Verder-Gruppe, ein Anbieter von Laborgeräten und Verdrängerpumpen, allerdings nicht und hielt seit dem ein bedeutendes Aktienpaket.  
Analytik Jena Kurs: 0,00
  An der Börse galt die Kombination aus aufstockungswilligem Großaktionär und anderen Investoren, die sich möglicherweise nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollten, als perfekter Treibsatz für steigende Kurse. Zwar wurden die ursprünglichen Erwartungen zunächst nicht ganz erfüllt. Die Aktie von Analytik Jena bewegte sich im August/September lange Zeit seitwärts bei gut 13 Euro. Vor dem Hintergrund der Gewinnwarnung, die das Unternehmen Ende Juli überraschend auftischte, lässt sich diese Performance aber durchaus sehen. Ohne den Übernahmekick hätte es bei Analytik Jena wohl mit Sicherheit einstellige Kurse gegeben. Quasi eine Steilvorlage für eine weitere Stärkung der Position von Endress + Hauser war dann die Anfang September von Analytik Jena beschlossene Kapitalerhöhung im Verhältnis 3:1 zum Preis von 12,50 Euro pro Anteilschein. Grund: Endress + Hauser gab eine Garantie für den Erwerb aller Aktien, bei denen die Inhaber ihre Bezugsrechte nicht ausüben wollten. Dazu wurde eine Erwerbvereinbarung zwischen der emissionsbegleitenden IKB Bank und der Schweizer Ruesch Holding abgeschlossen, die die nicht bezogenen neuen Aktien als eine Art Zwischenhändler aufnahm und diese dann – mit der kartellrechtlichen Freigabe – an Endress + Hauser weiterreichen würde. Laut offizieller Meldung vom 20. September lag die Bezugsquote für die insgesamt 1.950.232 Aktien umfassende Kapitalerhöhung bei rund 86,6 Prozent, demnach kaufte die Ruesch Holding 260.554 nicht bezogene junge Anteilscheine von Analytik Jena. Endress + Hauser sowie die TIB – hierbei handelt es sich um einen Fonds der Erfurter b-mt (Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH), die wiederum eine Tochter der Thüringer Aufbaubank ist – nahmen ihre Bezugsrechte vereinbarungsgemäß im vollem Umfang wahr. Nach dieser Rechnung hätte Endress + Hauser – inklusive des Ruesch-Pakets – nach der Maßnahme 1.959.283 Papiere gehalten. Bezogen auf die gesamte neue Aktienzahl von 7.655.697 Stück entsprach das einem Anteil von 25,59 Prozent. Damit lagen die Schweizer zunächst unterhalb der Stimmrechtsschwelle von 30 Prozent, die zumindest ein Pflichtangebot an die Aktionäre nach sich gezogen hätte. Marktbeobachter hatten damit gerechnet, dass Endress + Hauser bereits unmittelbar nach der Kapitalerhöhung diese Schwelle überschreiten würden.  
Analytik Jena Kurs: 0,00
  Woher sind die Stücke also gekommen, wenn die Schweizer nun 47,33 Prozent der Stimmen für sich reklamieren? Eine zentrale Rolle spielt die Glatt GmbH aus Binzen, die – zur Überraschung aller Beobachter – am 26. September einen Anteil von 17,63 Prozent (entsprechend 1.349.621 Aktien) meldete. Der Hersteller von Anlagen zum Trocknen und Granulieren von Stoffen für die Pharmabranche trat in dem ganzen Übernahmeprozess bislang nämlich noch nicht auf. Die Homepage des Familienunternehmens ist wenig ergiebig. Seit Mitte 2011 gehört Glatt der Exellence United an, einer „strategischen Allianz von Familienunternehmen des Spezialmaschinenbaus für die pharmazeutische Produktion“. Direkte Verbindungen zu Endress + Hauser sind hier nicht zu erkennen. Aber keine Frage: Man wird sich wohl gut kennen. Auf den ersten Blick pikant: Der Anteil der Glatt GmbH entspricht nahezu exakt der Höhe des Anteils, den der Landesfonds TIB nach der Kapitalerhöhung hätte halten müssen – nämlich 1.349.333 Stück. Eine Übertragung von TIB-Anteilen an Endress+ Hauser wäre laut Wertpapierprospekt für die Kapitalerhöhung allerdings nicht so einfach durchführbar, er bedürfte zumindest der schriftlichen Zustimmung der IKB. Und so ist es auch: Das Land bleibt zunächst mit 17,79 Prozent bei Analytik Jena engagiert. Vorstandschef Klaus Berka sind 9,93 Prozent zuzurechnen. „Beide Anteilseigner werden zu einem späteren Zeitpunkt in Verhandlungen zum Verkauf ihrer Pakete eintreten“, heißt es offiziell. Quelle für die Herkunft des Glatt-Pakets ist also die Verder-Gruppe. Sie hätte nach der Kapitalerhöhung auf einen Besitz von bis zu 1.180.359 Aktien kommen können – weitere Zukäufe über die Börse einmal ausgeklammert. Offenbar haben die Niederländer in den vergangenen Tagen vor der Kapitalerhöhung aber genau das getan und suchen jetzt den Exit. Für die weitere Kursentwicklung ist der Verkauf von Verder nicht unbedingt förderlich, denn die nun im Boot sitzenden Großaktionäre ziehen alle an einem Strang und werden sich wohl gütlich mit den Schweizern einigen. Eine heiße Übernahmenschlacht ist da nicht mehr zu erwarten. Fraglich ist daher, ob Endress + Hauser tatsächlich noch einmal nachlegt. „Wir halten das Angebot unter Berücksichtigung der aktuellen Situation und der Zukunftsaussichten der Gesellschaft für fair und angemessen", sagt Luc Schultheiss, Vorstandschef von Endress + Hauser. Diese Aussage ist natürlich wenig verwunderlich. Die Erfahrung bei anderen Übernahmen zeigt aber, dass auf lange Sicht durchaus  nachgebessert wurde. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Aktie längst kein Schnäppchen mehr ist. Trotzdem: Anleger, die den Titel im Depot haben, brauchen zunächst einmal nichts zu tun.    
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Analytik Jena
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
521350 DE0005213508 0,00 Mio. € 03.07.2000 Halten
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#521350 #Endress + Hauser #Glatt GmbH #Verder
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    [sws_blue_box box_size="575"] Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Xing gehören für die meisten Menschen längst zum Alltag. Kein Wunder, dass der Trend zum „Mitmach-Internet“ auch in die Finanzbranche immer stärker Einzug hält. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Diskussionsforen, wie sie etwa wallstreet:online bietet. Die Transaktion, also der Handel von Wertpapieren oder die Umsetzung bestimmter Strategien, rücken zunehmend in den Vordergrund. Die Plattformanbieter werben damit, dass Anleger bei ihnen erfolgreichen Tradern folgen können und sie auf diese Weise Zugang zu bislang ungeahnten Investmentstrategien erhalten. An die Stelle von Fondsmanagern, Vermögensverwalter oder dem klassischen Bankberater treten „Top-Trader“. Börsengewinne klingen mit den „Copy-Strategien plötzlich ganz einfach. Meist richten sich die Angebote zwar noch an sehr kurzfristig orientierte Trader, doch auch im Aktienbereich erhalten Anleger – beispielsweise via Wikifolio – Zugang zu allen nur denkbaren Strategien. Einen Persilschein für Kursgewinne gewähren die Social-Trading-Plattformen freilich nicht. Wo hohe Chancen sind, warten normalerweise auch überdurchschnittliche Risiken. Das ist hier nicht anders. Dennoch ist es beeindruckend, welche Möglichkeiten das Internet bietet.[/sws_blue_box]   boersengefluester.de sprach mit Andreas Braun, Autor des Buches "Social Trading – Vom Know-how der Champios profitieren"  über die Hintergründe von Social Trading, warauf Anleger achten sollten und welche Entwicklungen in dem Sektor  zu erwarten sind.   Was versteht man eigentlich unter Social Trading und wie grenzt sich Social Web von Web 2.0 ab? Andreas Braun: Zunächst einmal gibt es keinen Begriff, den alle gleichermaßen verwenden. Kernpunkte des Begriffs Web 2.0 sind der Plattformgedanke und bestimmte technische Standards, mit Hilfe derer sich die Nutzer im Netz austauschen können. Und hier beginnen die Übergänge fließend zu werden. Letztlich beschreibt Social Web das, was die User aus den technischen Möglichkeiten machen. Bezogen auf die Welt der Geldanlage ist Social Trading damit die Nutzung von Social-Web-Anwendungen für die Umsetzung von Investments oder Transaktionen beim Trading. In anderen Bereichen haben solche Anwendungen längst Einzug in den Alltag gehalten. Denken Sie nur an Bewertungsportale wie holidaycheck.de oder die Einschätzungen auf amazon.de. Auch hier geben die User ihr Plazet zu einem Produkt – sei es nun für ein Urlaubshotel oder für ein Buch. Und im Fall von Social Trading dreht es sich eben um Empfehlungen bei der Geldanlage. Dabei stehen die Einwirkungen der Community und der Transaktionsgedanke – also das Investment – in enger Beziehung zueinander. Ihr Buch heißt „Social Trading – Vom Know-how der Champions profitieren“. Gibt es denn wirklich so viele Top-Investoren, die sich auf den einzelnen Plattformen tummeln? Braun: Die Zahl der Trader, die nachhaltig eine überdurchschnittliche Performance erzielen, ist sicherlich nicht beliebig erweiterbar. Das ist ein Problem für die Branche. Zudem hängen die Anlageergebnisse zum Teil stark von der jeweiligen Marktphase ab. Letztlich muss jeder Anleger für sich entscheiden, auf welche Trader-Konten er vertrauen will. Erfolgreiche Anlagestrategien zu kopieren, klingt zunächst einfach. Die Erfahrung zeigt aber, dass Geldverdienen auch an der Börse alles andere als ein Kinderspiel ist. Wie viel Zeit muss jemand mitbringen, der sich für Social Trading interessiert? Braun: Social Trading richtet sich an aktive Anleger, die dazulernen und mit anderen Investoren kommunizieren wollen. Wer unbedacht an die Sache herangeht und ohne großes Nachdenken Tradern folgt, die vielleicht ein oder zwei Wochen erfolgreich waren, wird keinen Erfolg haben. Ganz wichtig ist, sich vorher genau zu überlegen, auf welche Art von Strategie man setzen will. Dazu gehört auch, dass man sich offen eingesteht, ob bestimmte Handelsstrategien – selbst wenn sie gerade erfolgreich sind – mit der eigenen Risikoneigung in Einklang zu bringen sind. Die Auseinandersetzung mit der Strategie und der Anbieter-Check – in welchem Verhältnis stehen diese beiden Punkte zueinander? Braun: Das eine bedingt oft das andere. Wer beispielsweise auf Aktien fokussiert ist und dabei einen Stock-Picking-Ansatz bevorzugt, wird momentan vermutlich bei Wikifolio landen. Anleger, die mit Hilfe von Hebelprodukten in den Märkten agieren wollen, werden hingegen eher bei Anbietern wie ayondo, Currensee oder eToro ein Konto eröffnen. Also: Die Auswahl der Plattform schafft bereits eine gewisse Leitschnur, auf welche Strategien man hinterher stößt. Worauf sollte man bei der Wahl der Trader, denen man folgen möchte, achten? Braun: Interessant ist zunächst einmal der Blick auf die Zahl der Follower. Hier findet man immer wieder den Effekt, dass es sprunghafte Verschiebungen nach oben oder unten gibt. Wenn jemand gerade erfolgreich agiert, wächst seine Fangemeinde meist rapide an. Umgekehrt springen viele User nach ersten Misserfolgen sofort wieder ab. Ein Fehler, wie ich finde: Wenn man eine Strategie gefunden hat, der man vertraut, sollte man bei den ersten Misserfolgen nicht gleich alles wieder über den Haufen werfen. Dann bewegt man sich stets genau mit der Masse und wechselt sinnlos hin und her. Zudem besteht bei derartigem einem Aktionismus die Gefahr, dass man sich nicht mehr vernünftig mit der Risikostruktur des gerade erfolgreichen Signalgebers auseinandersetzt. Nützliche Hinweise bieten die üblichen Ranglisten mit den Top-Performern aber natürlich trotzdem. Aber mein dringender Rat: Nehmen Sie sich Zeit für die Analyse und wählen Sie Strategien aus, die sie verstehen und die ihrer eigenen Anlagephilosophie entsprechen. Aber die Trader können Ihre Strategien ja auch ändern. Bekommt man das als Follower immer mit? Braun: Nein, und das ist ein großes Problem. Die Ursachen für plötzliche Strategiewechsel entsprechen dabei meist den üblichen Verhaltensmustern an der Börse. Jemand, der gerade eine Verlustserie hinter sich hat, wird in die Versuchung geraten, diese durch eine riskantere Strategie möglichst schnell wieder auszugleichen. Gerade bei Tradern, die nur mit Demo-Konten unterwegs sind, also keine Real-Money-Depots führen, ist das immer wieder zu beobachten. Aus diesem Grund ist die Kennzeichnung von mit Echtgeld geführten Depots so wichtig – das wird von den Anbietern aber auch entsprechend umgesetzt. Allerdings sollte man erwähnen, dass die Mindestbeträge hier sehr unterschiedlich sind. Transparenz über solche Strategiewechsel sollte im Social Web doch nicht das Problem sein, oder? Braun: Profis haben das Risikomanagement bei ihren Depots normalerweise im Griff. Und eine Strategie anzupassen oder zu verändern, ist auch nichts Verwerfliches. Wichtig ist, dies offen zu kommunizieren. Die Qualität eines Signalgebers misst sich in meinen Augen auch an dem Grad der Transparenz. Grundsätzlich ist es immer wünschenswert, wenn Trader ihre Transaktionen erläutern. Das bedeutet zwar einen erhöhten Aufwand, aber zählt auch zum Selbstverständnis des Social-Web-Gedankens. Richtet sich Social Trading nur an Trader im klassischen Sinne oder bietet es sich auch für Value-orientierte Anleger, die ihr Depot viel seltener umschichten, an? Braun: Getrieben ist die Entwicklung ursprünglich ganz klar von Day-Trading-Strategien. Aber die Anbieter merken zunehmend, dass sie die Akzente verschieben müssen, wenn sie auch langfristig orientierte Anleger mit größeren Depotsummen für sich gewinnen wollen. Ein Umdenken muss allerdings auch bei den Followern einsetzen, die sich erfahrungsgemäß sehr stark an kurzfristig erfolgreiche Trader hängen. Die Nutzung von Schwarmintelligenz ist ein Aspekt, der im Social Web immer wieder als Vorteil herausgestellt wird. Ausgerechnet an der Börse gilt das Herdenverhalten aber nicht unbedingt als Rezept für eine erfolgreiche Geldanlage. Braun: In der Tat werben die Anbieter gern mit der kollektiven Intelligenz. Bestimmt ist sie auch nutzbar in der Finanzwelt. Aber eine möglichst große Zahl an Followern ist eben kein hinreichendes Kriterium für eine langfristig überdurchschnittliche Performance. Dessen sollten sich besonders Einsteiger stets bewusst sein. Auch in einem sozialen Netzwerk wollen die Signalgeber für ihre Leistung entlohnt werden. Welchen Einfluss hat die Vergütungsstruktur auf das Verhalten des Traders? Braun: Beides kann eng zusammenhängen. Bei einer Performance-Fee für den Trader verändert sich dessen Anlageverhalten womöglich beim Erreichen bestimmter Kursmarken. Bei einer Umsatzbeteiligung wird der Trader hingegen wohl eher geneigt sein, häufiger umzuschichten. Beides muss nicht immer der Rendite zuträglich, und damit im Sinne des Followers, sein. Klar ist aber auch, dass sich die Plattformen finanzieren müssen. Dafür brauchen sie eben auch eine Vergütung, die am Volumen oder der Performance partizipiert. Aus Sicht der Anleger wäre wünschenswert, wenn auch Aspekte wie Nachhaltigkeit der Ergebnisse oder  „Regeltreue“ vergütet würden. Hier ist der Stein der Weisen aber noch nicht gefunden. Social Trading kommt wie ein Kind der Hausse daher. Wie schätzen Sie die Zukunftschancen im Fall einer längeren Baisse ein? Braun: Schwer zu sagen. Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass die technischen Möglichkeiten für Social Trading mittlerweile ausgereift sind. Auch die Nachfrage nach dieser Form der Geldanlage steigt. Das schlechte Image vieler Bankberater spielt den neuen Plattformen zusätzlich in die Karten. Zudem haben etliche Strategieprodukte traditioneller Geldhäuser die Erwartungen nicht erfüllt. Mitunter haben Anleger sogar Schiffbruch erlitten – denken Sie nur an die berühmten „Lehman-Zertifikate“. Ein Trendwechsel an der Börse wird daher wohl kein nachlassendes Interesse am Social Trading zur Folge haben. Außerdem kommt es drauf an, welche Investments man in einer Baisse umsetzt. Da bieten die neuen Plattformen vermutlich sogar mehr Auswahl als herkömmliche Anbieter. Die Generation Facebook und  Twitter kommt also an der Börse an. Braun: Für die meisten Menschen ist es heutzutage ganz normal, über soziale Netzwerke zu kommunizieren und Rat einzuholen. Die Hemmschwelle, sich auch bei Investmententscheidungen auf vergleichbare Plattformen zu begeben, ist daher sehr viel niedriger als noch vor einigen Jahren. Wie sieht es rechtlich aus? Während die Banken über immer mehr Kontrollwut durch die Finanzaufsicht klagen, scheint es im Netz eher locker zuzugehen. Braun: Eine berechtigte Frage. Zum einen sind die Broker reguliert. Und auch die Plattformanbieter haben in der Regel ein Haftungsdach. Diskutierbar ist, ob ein Trader, der im Prinzip ja ein Anlageprodukt herausgibt, nicht ebenfalls unter Aufsicht gestellt werden muss, weil er eine Art Anlageberatung betreibt. Derzeit steht die BaFin wohl auf folgendem Standpunkt: So lange man als Signalgeber keinen Zugriff auf das Konto des Followers hat, besteht eine solche Anlageberatung nicht. Schließlich kann der User jederzeit seine Verbindung kappen. Abschließend geregelt ist der ganze Bereich aber sicher nicht. Die BaFin behält sich vor, das Phänomen Social Trading kontinuierlich zu überprüfen.   ...
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[sws_red_box box_size="550"]Wohl nur wenige Telekom-Aktionäre hätten damit gerechnet, dass an der Börse in diesem Jahr noch mehr als 10 Euro für einen Anteilschein der Bonner bezahlt werden. Die Skepsis war durchaus berechtigt, scheiterte der Kurs doch seit Mitte 2011 und somit seit mehr als zwei Jahren an der psychologisch wie charttechnisch wichtigen Marke. Die Notiz pendelte lange Zeit in einer Spanne seitwärts, wobei sich auf der Unterseite ab Notierungen von 7,70 Euro bis acht Euro zuletzt immer Kaufinteresse zeigte.[/sws_red_box] Rein fundamentale Gründe für den Ausbruch sind eher Mangelware. Positiv fällt sicher ins Gewicht, dass es bei T-Mobile USA nach langer Zeit nun offenbar aufwärts geht. Vor allem die Fusion mit MetroPCS scheint Früchte zu tragen. Im ersten Halbjahr gab es keinen Kundenschwund sondern einen Zuwachs. Triebfeder für den jüngsten Kursanstieg ist auch das rege Interesse am Internetgeschäft der Deutschen Telekom (Scout Gruppe). Experten taxieren den Marktwert der sechs Marktplätze der Scout-Gruppe (TravelScout24, ImmobilienScout24, FriendScout24, AutoScout24, FinanceScout24 und JobScout24) auf rund 1,6 bis 2,0 Mrd. Euro. Eine nette Summe, bei der aber nicht vergessen werden darf, dass die Telekom mit gut 41 Mrd. Euro noch recht hohe Netto-Finanzverbindlichkeiten aufweist. Negativ ist die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone zu werten, der Telekom droht hier verstärkte Konkurrenz im Breitband-und Festnetzgeschäft.  
Deutsche Telekom Kurs: 33,97
  Ein erstes Ausrufezeichen lieferte die T-Aktie mit dem im Frühjahr erfolgten Sprung über den seit Anfang 2008 bestehenden Abwärtstrend. Allerdings freuten sich die Bullen zu früh, bei 10 Euro prallte der Kurs wieder dynamisch nach unten und fiel auch wieder unter die Trendlinie. Erst der zweite Anlauf Anfang August verlief erfolgreicher. Der Anstieg über die gleitenden Durchschnitte spielt keine Rolle, denn übergeordnet lief die Aktie in einem Seitwärtsmarkt – Schnittpunkte ergeben sich somit zwangsläufig. Wesentlich wichtiger war hingegen der zuletzt erfolgte Ausbruch über die Barriere um 10 Euro. Vor allem die Handelsumsätze, aber auch die seitdem erfolgten Anschlusskäufe, sprechen für einen nachhaltigen Ausbruch. Zwei Szenarien sind nun denkbar: Entweder bleiben die Käufer am Ball und die Aktie zieht weiter aufwärts, wobei eine Korrektur angesichts der kurzfristig überkauften Lage nur eine Frage der Zeit ist. Allerdings kann dieser Zustand durchaus länger anhalten und eignet sich daher nur bedingt zu Timing-Zwecken. Zielbereich auf der Oberseite ist eine eher schwache Barriere bei 10,90 Euro, darüber lockt das 2011er-Jahreshoch bei knapp 11,40 Euro. Positiv stimmt die deutliche Abnahme der Markttiefe oberhalb von 10,50 Euro, die eine weitere Aufwärtsbewegung begünstigt. Ebenfalls möglich und letztlich bullisch zu werten wäre ein Retest der Ausbruchsmarke bei 10 Euro. Anleger, die den Impuls verpassten, bietet sich dann eine erneute Einstiegschance. Erst wenn die Aktie per Tages- und oder Wochenschluss unter 9,80 Euro zurückfällt, wäre ein Fehlausbruch komplettiert.  
Deutsche Telekom Kurs: 33,97
  Im langfristigen Wochenchart ist die jüngste Aufwärtsbewegung bisher nur schwach zu erkennen. Unterstellt man eine weiterhin freundliche Entwicklung, liegt eine wichtige Barriere bei 12 Euro, ausgehend aus der Höhe der letzten Schiebezone errechnet sich sogar Potenzial bis 13 Euro. Die massive Unterstützung zwischen 7,70 bis 8 Euro spielt derzeit natürlich keine Rolle. Ein langfristiges Verkaufssignal zeichnet sich nicht ab. Fazit: Die Telekom-Aktie empfiehlt sich derzeit sowohl für kurzfristige Trader im Swing- und Positionsbereich (hohes Momentum) als auch mittel/langfristig mit einer interessanten Konstellation. Erste Positionen eröffnen mit Absicherung um 9,40 Euro nach wie vor ein vertretbares Chance-Risiko-Profil. Kommt die Aktie noch einmal zurück, bietet sich um 10 Euro eine Aufstockung an.  
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Deutsche Telekom
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
555750 DE0005557508 AG 169.390,00 Mio. € 18.11.1996 Halten
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  Foto: Deutsche Telekom AG   Dieser Beitrag stammt von Franz-Georg Wenner, der die boersengefluester.de-Partnerseite chartanalysen-online.de betreibt....
#555750
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Ereignisreiche Wochen bei SKW Stahl Metallurgie: Mitte September musste der Zulieferer für die Stahlindustrie eingestehen, dass er die ursprünglichen Zielvorgaben für 2013 wohl nicht mehr erreichen kann. Gleichzeitig lag der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zum Halbjahr 2013 mit 9,1 Mio. Euro unerwartet deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 12,9 Mio. Euro. Drei Wochen später entschied der Arbeitskreis Aktienindizes dann, dass der Anteilschein der Firma aus Unterneukirchen per 23. September aus dem SDAX ausgeschlossen wird. Seit den Höchstständen von Ende 2010 hatte die Aktie annähernd 50 Prozent an Wert verloren und brachte es damit nur noch auf einen Börsenwert von weniger als 75 Mio. Euro – nicht genug für einen Platz in dem Small-Cap-Index.  
SKW Metallurgie Kurs: 0,00
  Am 22. September teilte dann die langjährige Vorstandsvorsitzende Ines Kolmsee den verdutzten Investoren mit, dass sie ihren Vertrag nicht über den März 2014 hinaus verlängern wird. „Ich sehe nun den richtigen Zeitpunkt, die Verantwortung in neue Hände zu übergeben und mich mehr meiner Familie, aber auch neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen“, kommentierte Kolmsee ihre Entscheidung. Gleichzeitig kündigte sie aber an, für die Umsetzung des angestoßenen Ertragssteuerungsprogramms "natürlich zur Verfügung zu stehen“. Nur wenige Tage nach dieser Botschaft macht SKW nun Nägel mit Köpfen und verrät erste Details des – bereits zur Vorlage der Halbjahreszahlen avisierten – Fitnesspakets. Laut SKW handelt es sich um zahlreiche Einzelmaßnahmen, die alle Segmente und Standorte betreffen. Die zunächst entstehenden Extrakosten beziffert die Gesellschaft auf einmalig weniger als 1 Mio. Euro. Dem stehen zu erwartende Ergebnisverbesserungen von rund 8 Mio. Euro beim EBITDA entgegen. „Damit wollen wir wieder den Weg zu unserer früheren Ertragskraft einschlagen und durch einen deutliche positiven Free Cashflow auch unsere Bilanzqualität deutlich verbessern“, erklärt Kolmsee.  
SKW Metallurgie Kurs: 0,00
  Ziel ist es damit, die operative Marge wieder in den Bereich um 7,5 Prozent aus den Jahren 2010 und 2011 zu führen. Zum Vergleich: 2012 erreichte SKW eine EBITDA-Rendite von 5,1 Prozent. Per Ende Juni 2013 kam das Unternehmen nur auf 4,9 Prozent. Positiv an dem Programm scheinen die vergleichsweise niedrigen Einmalkosten. Bezogen auf eine Aktie entsprechen sie einer Belastung von 0,15 Euro. Zudem haben die Börsianer zuletzt bei SGL Carbon gezeigt, dass ein konsequentes Sparprogramm honoriert wird. Von den Tiefstständen bei gut 10 Euro hat sich die SKW-Aktie ohnehin bereits wieder gelöst. Womöglich entpuppt es sich sogar als Vorteil, in der momentan bewegten Firmenphase nicht mehr im Rampenlicht eines Auswahlindex der Deutschen Börse zu stehen. Fundamental gesehen ist die SKW-Aktie moderat bewertet. Die Marktkapitalisierung liegt um mehr als ein Drittel unterhalb des Buchwerts. Dabei ist die Eigenkapitalquote von knapp 41 Prozent im Branchenvergleich durchaus vorzeigbar. Wichtig ist, dass SKW nun zügig einen adäquaten Nachfolger für den freiwerdenden Vorstandsvorsitz findet und somit eine Hängepartie, die auch Investoren verunsichert, verhindert. Die Neun-Monats-Zahlen sind für den 15. November angesagt. Analysten gegen davon aus, dass SKW spätestens zu diesem Zeitpunkt eine überarbeitete Gewinnprognose vorlegen wird. Bislang hatte das Unternehmen ja nur angekündigt, dass die bislang angestrebte Steigerung des EBITDA ohne deutlichen Konjunkturaufschwung nicht mehr realistisch sei. Für antizyklisch orientierte Anleger gehört die SKW-Aktie zumindest auf die Watchlist. Mit Sicht auf zwölf bis 18 Monate bestehen sogar ganz ordentliche Chancen auf eine deutliche Kursverbesserung. SKW hat in den vergangenen Jahren viel investiert. Zusammen mit dem neuerlichen Ertragsteigerungsprogramm müsste dem Unternehmen eigentlich ein klarer Ergebnisswing gelingen.  
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SKW Metallurgie
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SKWM02 DE000SKWM021 1,88 Mio. € 01.12.2006 Verkaufen
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Rund fünf Monate verbrachte Verbio zuletzt im Penny-Stock-Terrain. Nun kratzt der Kurs des Herstellers von Biodiesel, Bioethanol und Biomethan plötzlich wieder an der 1-Euro-Marke. Offenbar sehen einige Anleger bereits wieder einen Hoffnungsschimmer für das leidgeprüfte Unternehmen. Immerhin war bereits nach Ablauf des dritten Quartals klar, dass die Zahlen zum Geschäftsjahr 2012/13 (per 30. Juni) mächtig gruselig werden. Und so ist es auch gekommen. Bei Erlösen von gut 705 Mio. Euro weist Verbio ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 122,3 Mio. Euro aus. Unterm Strich gar ein Fehlbetrag fast 156 Mio. Euro. Vorstandschef Claus Sauter spricht unumwunden vom „schwersten Geschäftsjahr seit dem Bestehen“. Der Börsenwert beträgt zurzeit 63 Mio. Euro. 2007 wechselten Verbio-Aktien noch zu mehr als 15 Euro den Besitzer. Dementsprechend betrug die Kapitalisierung damals stattliche 950 Mio. Euro. Die Verwerfungen auf dem Markt für Biokraftstoffe sind bekannt: Heimische Anbieter leiden unter dem zu Dumpingpreisen importierten Biodiesel aus Argentinien und Indonesien. Zudem wurde Schindluder mit Altspeisefett getrieben. „Heute wissen wir, dass große Mengen ‚Frittenfettbiodiesel’ gar kein Frittenfettbiodiesel waren, sondern nur als solcher deklariert wurde“, sagt Sauter. Seit Mai 2013 werden mittlerweile zwar Strafzölle auf Billigeinfuhren aus Ländern wie Argentinien (Sojabiodiesel) und Indonesien (Palmbiodiesel) erhoben, doch der Schaden ist enorm. Die ursprüngliche Strategie, die Einsatzstoffe für die Kraftstoffproduktion von lokalen Anbietern zu beziehen, musste die Firma aus Zörbig in der Nähe von Halle (Saale) verwerfen. Längst kommt auch Verbio nicht umher, günstige tropische Palmöle in der Herstellung einzusetzen. Ende April 2013 traf das Unternehmen den Entschluss, die vor drei Jahren gekaufte Märka GmbH, einem der größten Erfassungshändler für Getreide und Ölsaaten in Ostdeutschland, zu veräußern, um so den Rohstoffeinkauf günstiger halten zu können. Mittlerweile hat Verbio die Hälfte der 42 Märka-Vertretungen veräußert. Bis Mitte 2014 sollen die restlichen Standorte – bis auf Märka Polen – verkauft sein. Angesichts des unklaren regulatorischen Umfelds hat Verbio zudem den Firmenwert (Goodwill) im Geschäftsbereich Biodiesel auf Null gesetzt und eine Teilabschreibung für das Sachanlagevermögen im Bioethanol-Sektor vorgenommen.  
Verbio Kurs: 8,41
  Noch steht Verbio aber vor einer unsicheren Zukunft. „Entscheidend für die Entwicklung der Biokraftstoffbranche ist, wie letztlich die Ausgestaltung der „Erneuerbare-Energien-Richtlinie“ sein wird. Die Novelle muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, unter denen wir unseren bereits eingeschlagenen und nun gestoppten Expansionsweg in Richtung Biokraftstoffe der 2. Generation wieder fortsetzen können“, sagt Sauter. Dabei geht es um Begrenzungen beim Einsatz von Biokraftstoff der 1. Generation sowie Unterquoten für Einsatzstoffe wie Algen und Klärschlamm. Ziel der Politiker ist es, die Klimabilanz bei der Herstellung von Biokraftstoff zu verbessern. Allerdings gibt es noch viele Hürden zu nehmen. Für Verbio bleiben die Kraftstoffe der 1. Generation (Pflanzenöl, Biodiesel, Bioethanol) auch über das Jahr 2012 unverzichtbar. Die Kraftstoffe der 2. Generation (Biomethan, btl) zeigen zwar ansehnliches Wachstum, stehen noch nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung.  
Verbio Kurs: 8,41
  Dem Vernehmen nach stellt sich die Situation für Verbio im Auftaktquartal bereits spürbar besser dar. Die heimischen Anlagen zur Herstellung von Biodiesel und Bioethanol sollen bis Jahresende gut ausgelastet sein, zudem zeigen die Sparmaßnahmen Wirkung. Dennoch stuft Verbio-Chef Sauter das neue Geschäftsjahr als „Übergangsjahr“ ein. Bei Erlösen von 600 bis 700 Mio. Euro soll ein EBIT von minus 5 Mio. Euro anfallen. Angesichts eines negativen Finanzergebnisses von zuletzt 4,2 Mio. Euro dürfte also auch unterm Strich ein satter Verlust stehen. Für 2014/15 rechnet Verbio dann mit einem positiven Betriebsergebnis – die mögliche Dimension lässt Sauter allerdings offen. Gerettet ist die Firma mit Sitz in Sachsen-Anhalt damit noch nicht. Immerhin lässt die Bilanz eine gewisse Beinfreiheit. Rund 43 Prozent der Bilanzsumme sind Eigenkapital. Allerdings sind die kurzfristigen Bankdarlehen von 83,1 auf 113,2 Mio. Euro gestiegen. Insgesamt kommt Verbio auf Nettofinanzverbindlichkeiten von knapp 160 Mio. Euro. Das Fazit des Risiko- und Chancenberichts im aktuellen Geschäftsbericht ist jedoch ein kleiner Mutmacher: „Die aktualisierte Unternehmensplanung vom Juli/August 2013 wurde bisher erreicht. Der Vorstand der VERBIO AG geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens unter der Voraussetzung der Prolongation der bis zum 31. Dezember 2013 befristeten Kreditlinien nicht gefährdet ist.“ Vor diesem Hintergrund ist die positive Reaktion der Investoren auf den Geschäftsbericht nachvollziehbar. Nach kämpft Verbio aber mit vielen Problemen. Die Risiken bei einem Investment sind also enorm. Ob die Bilanz nun bereits sauber ist, lässt sich kaum abschätzen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Bewertung des Unternehmens zu lediglich einem guten Drittel des Buchwerts zu sehen.  
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Verbio
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A0JL9W DE000A0JL9W6 SE 535,85 Mio. € 16.10.2006 Verkaufen
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#Biosprit #A0JL9W #Bioethanol #Biomethan #Biodiesel
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Eine sensationelle Performance hat der MDAX in den vergangenen Jahren hingelegt: Seit dem Tief vom März 2009 ist der Index um 260 Prozent geklettert. Damit hat er den DAX mit einem Plus von „nur“ 135 Prozent deutlich hinter sich gelassen. Den MDAX hat nicht einmal belastet, dass die Analysten die Gewinnschätzungen immer weiter gesenkt haben. So wurden die 2013er-Schätzungen in den vergangenen zwölf Monaten um 20,2 Prozent auf aktuell 731,4 Punkte gestutzt. Jene für 2014 sind zwar erst um 4,3 Prozent auf 997,8 Punkte zurückgegangen. Üblicherweise warten die Analysten aber sehr lange, bis sie die Erwartungen für das nächste Jahr nach unten schrauben. Deswegen dürfte bei den 2014er-Schätzungen auch längst noch nicht das letzte Wort gesprochen sein. Aufgrund der Rally beim MDAX ist das KGV für die kommenden zwölf Monate – auf diese Bewertung schauen vor allem institutionelle Investoren - auf 16,2 gestiegen. Dabei werden jetzt im September die Gewinnschätzungen für 2013 mit vier Monaten und jene für 2014 mit acht Monaten gewichtet. Die Bewertung für die mittelgroßen deutschen Unternehmen liegt damit weit über dem Niveau vom DAX (KGV: 11,9). Sollte die Liquiditätsschwemme der Notenbank jedoch anhalten, dürfte der MDAX weiter haussieren, zumal die Perspektiven für etliche Unternehmen hervorragend sind.   Eine der Lieblinge der Investoren war in den vergangenen Wochen die Gildemeister-Aktie. Sie ist die Nähe des Rekordhochs aus dem Jahr 2008 geklettert. Der Werkzeugmaschinenbauer hat zuletzt seine Beteiligung an dem japanischen Partner Mori Seiki von 5,5 Prozent auf 9,6 Prozent aufgestockt. Im August hatte Mori Seiki den Anteil an Gildemeister auf knapp 25 Prozent ausgebaut. Gildemeister hat bei der Kapitalerhöhung im September rund 210 Mio. Euro eingenommen. Mit dem Geld soll das geplante Wachstum in Russland finanziert werden. Durch die engere Zusammenarbeit wollen die beiden Partner ihre Profitabilität deutlich verbessern. „Unsere operative Marge liegt heute bei rund fünf Prozent, und diese wird in den nächsten drei bis fünf Jahren wohl auf annähernd zehn Prozent steigen“, sagte Mori-Seiki-Chef Masahiko Mori. Gildemeister-Chef Rüdiger Kapitza betonte, dass sich die Margen bereits in die richtige Richtung entwickeln würden. Dazu trägt vor allem bei, dass Vertrieb und Service schon zusammengelegt worden seien. „Nötig werden aber auch in den nächsten Jahren weitere Investitionen in die Strukturen und in die Ausbildung der Mitarbeiter“, sagte Kapitzka. Auf der Branchenmesse EMO hat Gildemeister gemeinsam mit dem Partner Aufträge von 276,4 Mio. Euro eingesammelt. Analysten prognostizieren, dass der Gewinn je Aktie 2013 bei Gildemeister nicht zuletzt wegen der Verwässerung durch die Kapitalerhöhung weitgehend stabil bleibt. Für 2014 gehen die Profis von einem Plus von rund 13 Prozent aus. Mit einem KGV von 14 ist das Papier damit nicht zu teuer.  
DMG Mori Kurs: 45,90
  Kräftig nach oben ging es in den vergangenen Monaten auch für die Aktie von Hochtief, nicht zuletzt weil die Tochter Leighton etliche Aufträge an Land gezogen hat. So wird Leighton für knapp 2 Mrd. Euro für Wynn Resorts eine Hotelanlage mit dem weltgrößten Spielcasino in Macao bauen. Das Projekt soll 2016 fertiggestellt werden. Hochtief hatte im zweiten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet – vor einem Jahr stand noch ein Verlust zu Buche. Im diesjährigen Ergebnis waren Erlöse aus dem Verkauf von Unternehmensteilen und Kosten für den Umbau in Europa enthalten. Bereinigt um diese Effekte lag das Ergebnis über den Erwartungen. Für die Ergebnisverbesserung war vor allem Leighton verantwortlich. Erfreulich war zudem, dass die Verluste in Europa kleiner geworden sind. Vorstandschef Marcelino Fernandez baut das Europa-Geschäft um, um die Profitabilität zu verbessern. Das soll für jährliche Einsparungen von bis zu 60 Mio. Euro sorgen. Der Konzern, der mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehört, bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Demnach soll das operative Ergebnis vor Steuern bei 580 bis 660 Mio. Euro liegen. Analysten erwarten, dass sich der Umbau in Europa auszahlt. Der Gewinn je Aktie soll 2013 stark steigen und 2014 nochmal deutlich auf 3,75 Euro zulegt. Mit einem KGV von 16,7 ist der Zykliker damit nicht gerade günstig. Das Papier sollte dennoch die Klettertour fortsetzen, zumal wenn die Tochter Leighton gute Nachrichten liefert.  
Hochtief Kurs: 153,20
  Von der Stärke der deutschen Autoindustrie profitiert ElringKlinger. Die Aktie ist auf neue Rekordhochs gefahren, womit der Börsenwert auf 2 Mrd. Euro geklettert ist. Rückenwind erhält der Autozulieferer vor allem von der starken Geschäftsentwicklung in China und den USA. Im zweiten Quartal hat der Konzern trotz schwacher europäischer Pkw-Märkte den Umsatz um 6 Prozent auf 303 Mio. Euro gesteigert. Für Zuversicht bei Investoren sorgte zudem, dass der Auftragseingang um 11 Prozent geklettert ist. Gut läuft auch das Geschäft bei der Tochter Hug. ElringKlinger hatte den Abgasreinigungspezialisten vor zwei Jahren übernommen. Er profitiert von der guten Nachfrage nach Partikelfiltern für Dieselmotoren in den USA. Der Konzern will im Gesamtjahr den Umsatz organisch um 5 bis 7 Prozent auf annähernd 1,2 Mrd. Euro steigern. Der bereinigte operative Gewinn soll auf 150 bis 155 Mio. Euro vorankommen. Das wäre ein deutliches Plus gegenüber dem 2012er-Wert von 136 Mio. Euro. In den vergangenen Jahren haben Skeptiker wiederholt moniert, dass die guten Nachrichten in der Aktie eingepreist seien und das Papier hoch bewertet sei. Die Chancen stehen jedoch gut, dass der Gewinn je Aktie 2014 und in den Folgejahren weiter kräftig steigen wird. Die Aktie bleibt daher aussichtsreich.  
ElringKlinger Kurs: 4,80
  Mit 2,3 Mrd. Euro ist der Börsenwert von Axel Springer etwas größer als der von ElringKlinger. Der Medienkonzern treibt weiter den Ausbau des Internetgeschäfts voran. Damit kann er die Schwäche bei heimischen Zeitungen und Magazinen weitgehend wettmachen. Im zweiten Quartal war daher der Umsatz ebenso wie der bereinigte operative Gewinn nur leicht gesunken. Ende Juli hat Vorstandschef Mathias Döpfner die inländischen Regionalzeitungen sowie die Programm- und Frauenzeitschriften für 920 Mio. Euro verkauft. Zuletzt hat Döpfner eine mögliche Übernahme der Scout-Gruppe abgeblasen. Sie bietet Portale wie für Autohandel oder Jobbörsen. Der Firmenlenker hatte wiederholt sein Interesse an Scout bekundet, nicht aber zu jedem Preis. Laut den Analystenschätzungen soll der Gewinn je Aktie im nächsten Jahr relativ stabil bleiben. Die Dividendenrendite von mehr als vier Prozent auf Basis der 2013er-Schätzungen kann sich aber durchaus sehen lassen. Anleger sollten bei der Aktie engagiert bleiben.  
Axel Springer Kurs: 0,00
  Kräftigen Schub hatte in den vergangenen Jahren die Aktie von EADS. Sie notiert knapp unter dem Allzeithoch. Der Börsenwert liegt bei 36,1 Mrd. Euro. Der Konzern soll ab Anfang 2014 umfirmieren und den Namen der wichtigsten Tochter, Airbus, tragen. Im zweiten Quartal hatte die Tochter mehr als 70 Prozent des operativen Gewinns des Konzerns beigesteuert. Vorstandschef Thomas Enders will mit der Umfirmierung die Bedeutung des zivilen Flugzeuggeschäfts betonen. Der Firmenlenker bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr. Airbus möchte in diesem Jahr 600 bis 610 Verkehrsflugzeuge ausliefern. Der Gewinn je Aktie von EADS soll von 2,24 Euro auf 2,50 Euro steigen. Einmaleffekte wie die Kosten für die Beseitigung der Risse in den Flügelteilen das Passagierflugzeugs A380 sind allerdings herausgerechnet. Die Gewinnschätzungen der Analysten liegen bei rund 2,70 Euro je Aktie für 2013. Im nächsten Jahr sollen es rund 3,50 Euro werden. EADS kommt zugute, dass mittel- und langfristig der Markt für Passagier- und für Frachtflugzeuge deutlich wachsen sollte. Und wegen der hohen Spritpreise müssen die Fluggesellschaften in neue Maschinen investieren. Zuletzt hatte die Lufthansa deswegen 25 Airbus-Maschinen geordert.  
Airbus Kurs: 159,14
  Ein Highflyer im MDAX sollte auch die Aktie von Krones bleiben. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen verspürt vor allem in den Schwellenländern eine starke Nachfrage. Finanzchef Christoph Klenk will im Gesamtjahr den Umsatz um vier Prozent steigern. Die operative Marge soll bei 5,8 bis 6 Prozent liegen. Zur Ergebnisverbesserung tragen auch Kostensenkungen bei. Klenk setzt neben der stärkeren Modulbauweise in der Produktion auch auf den Ausbau des Servicegeschäfts und Verbesserungen im Einkauf. Trotz der erwarteten kräftigen Gewinnsteigerung ist die Aktie mit einem KGV von 14,4 niedriger bewertet als der MDAX. Unserer Meinung nach wird sie zu Unrecht mit einem Abschlag gehandelt.  
Krones Kurs: 120,80
  Modefans werden bei Hugo Boss fündig. Dem Konzern kommt zugute, dass er einen immer größeren Teil seiner Umsätze in den konzerneigenen Filialen macht – im ersten Halbjahr waren es 52,2 Prozent der Konzernerlöse und damit erstmals mehr als die Hälfte. Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs kann damit die Schwäche im Großhandel mehr als wettmachen. Trotz der Probleme im Großhandelsgeschäft will der Firmenlenker im Gesamtjahr den Konzernerlös währungsbereinigt ebenso um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigern wie das bereinigte operative Ergebnis. Zuletzt betrieb der Konzern 961 eigene Läden – ein Plus von 61 Filialen im Jahresvergleich. Analysten prognostizieren, dass sich das Gewinnwachstum im nächsten Jahr von rund 12 Prozent für 2013 auf circa 14 Prozent beschleunigen wird. Und die 2013er-Dividendenrendite von rund 3,6 Prozent ist ebenfalls nicht zu verachten.  
Hugo Boss Kurs: 33,73
  [sws_blue_box box_size="550"] In den vergangenen Jahren hat der MDAX deutlich stärker zugelegt als der DAX. Daher ist die Bewertung spürbar höher als bei den deutschen Blue Chips. Der Index sollte dennoch weiter haussieren, sind doch die Perspektiven für Unternehmen wie EADS, ElringKlinger, Krones und Hugo Boss hervorragend.[/sws_blue_box]   Foto: EADS Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research...
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Anfang August, zur Vorlage des Halbjahresberichts, hatte A.S. Création die ursprünglichen Ziele für 2013 noch bestätigt, wenngleich der Vorstand sie damals bereits als „ambitioniert“ bezeichnete. Nun muss der Tapetenhersteller einräumen, dass er die Planungen für das laufende Jahr „wahrscheinlich nicht mehr erreicht werden wird“. Hintergrund ist der enttäuschende Geschäftsverlauf der beiden russischen Konzerntöchter. Zum Halbjahr berichtete A.S. Création von hohen Ausschussquoten, geringen Wirkungsgraden und Verzögerungen bei der Vermarktung der Produkte aus der russischen Produktion. Hintergrund: Das Gemeinschaftsunternehmen A.S. & Palitra hatte erst Ende Oktober 2012 die Produktion aufgenommen. Ursprünglich hatten die Gummersbacher für den Gesamtkonzern bei Umsätzen zwischen 210 und 220 Mio. Euro mit einem Jahresüberschuss zwischen 9 und 11 Mio. Euro gerechnet. Eine konkrete Prognose will das Unternehmen mit der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen am 4. November bekanntgeben.     Zum Halbjahr kam A.S. Création bei leicht höheren Erlösen von 104,75 Mio. Euro auf einen Überschuss von 4,18 Mio. Euro. Diese lag um rund 23 Prozent unterhalb des vergleichbaren Vorjahresergebnisses. Der Börsenwert des Unternehmens beträgt rund 110 Mio. Euro und liegt damit um etwa 15 Prozent oberhalb des zuletzt ausgewiesenen Eigenkapitals von 96 Mio. Euro. Wirklich teuer ist die Aktie also nicht, dennoch dürften die Investoren zunächst abwarten, wann die Gesellschaft die Probleme in Russland in den Griff bekommt. Positiv: Innerhalb der anderen Konzerngesellschaften sollen die Geschäfte „fast durchgängig im Rahmen oder über ihren jeweiligen Ergebnisplanungen“ liegen. Sollte A.S. Création für 2013 etwa einen lediglich halbwegs konstanten Überschuss von 7 Mio. Euro erzielen, entspräche das einem Ergebnis je Aktie von rund 2,35 Euro. Bei einem Überschuss von 11 Mio. Euro würde der Gewinn pro Anteilschein rund 3,65 Euro betragen. Für 2014 scheint diese Zahl auf jeden Fall realistisch. Demnach käme das Papier auf ein KGV im Bereich um zehn. Unrealistisch scheint hingegen die bisherige Unterstellung der Analysten, dass A.S. Création für 2013 erneut wieder die Dividende erhöht. Zuletzt hatte das Unternehmen die Ausschüttung von 0,75 auf 1,20 Euro pro Anteilschein angepasst. Auf Basis einer konstanten Dividende von 1,20 Euro käme der Titel auf eine leicht überdurchschnittliche Rendite von 3,3 Prozent. Unterm Strich ist A.S. Création ein guter Value-Titel für Langfristanleger. Kurzfristig drängt sich aber kein Engagement auf. Wenig inspirierend sieht zudem der Chart aus. Die nächste tragfähige Unterstützungszone ist noch ein gutes Stück entfernt und befindet sich bei rund 32,50 Euro. Hier hatte der Kurs Mitte August 2013 zuletzt nach oben gedreht.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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A.S. Création Tapeten
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1TNNN DE000A1TNNN5 AG 16,42 Mio. € 18.05.1998 Kaufen
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#A1TNNN
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Die Börsianer sind offenbar zufrieden. Knapp drei Wochen nach dem auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 4. September 2013 beschlossenen Neubesetzung des Aufsichtsrats, zeigt sich die Balda-Aktie wie befreit und marschiert Richtung 5 Euro. Vorangegangen war eine monatelange Fehde um den Machteinfluss und die künftige Ausrichtung des Spezialisten für Kunststoffprodukte, die auch die Notiz des SDAX-Konzerns in eine Starre versetzte. An der Spitze des Aufsichtsrats steht nun der Berliner Rechtsanwalt Thomas van Aubel, der über die von ihm zurechenbare Gesellschaft Elector knapp 30 Prozent an Balda hält. Ebenfalls aus dem Lager von Elector stammt die Juristin Frauke Vogler. Den dritten Kontrollposten besetzt Klaus Rueth, der früher bei einer Tochterfirma des US-Pharmakonzerns Merck & Co. tätig war. Er ist der Wunschkandidat der beiden US-Fonds Texas Pacific Group und Indaba Capital Fund, die zusammen fast 13,3 Prozent an Balda halten. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Michael Naschke räumte kurz vor dem neuerlichen Aktionärstreffen zähneknirschend seinen Posten. Wie es nun tatsächlich weitergeht bei Balda, ist allerdings immer noch völlig unklar. Kritiker werfen van Aubel vor, dass er mit seine wahren Absichten nicht rausrückt. So kursierten etliche Varianten über die künftig strategische Ausrichtung: Von der Beibehaltung der jetzigen Strategie, die eine starke Positionierung innerhalb der Healthcare-Branche vorsieht, bis hin zu Gerüchten über ein Engagement im Solarbereich – alles scheint denkbar. Vorstandschef Dominik Müser sieht Balda mit seiner Fokussierung auf hochwertigen Spritzguss dagegen auf einem guten Weg. Neben der Medizintechnik sieht er Balda zudem in den Bereichen „Optics“ und „Electronics“ aufgehoben. Mittelfristig soll das Unternehmen Erlöse zwischen 150 und 200 Mio. Euro erzielen, und dabei – vor Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen – eine Rendite von mindestens 15 Prozent erzielen. Eine vergleichbare EBITDA-Marge erzielte die Gesellschaft aus dem ostwestfälischen Bad Oeynhausen im Jahr 2008. Ohne Zukäufe ist das Umsatzziel freilich nicht erreichbar. Im letzten vollen Geschäftsjahr 2011 kam Balda auf Erlöse von rund 66 Mio. Euro.     Geld für Akquisitionen ist reichlich  vorhanden. Balda hatte die Beteiligung an dem taiwanesischen Touchscreenhersteller TPK in mehreren Tranchen für annähernd 500 Mio. Euro verkauft. Rund 194 Mio. Euro von dem Erlös bekamen die Balda-Aktionäre bereits in Form von zwei Sonderausschüttungen auf ihre Konten überwiesen. Eine dritte Rate sollte auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden. Gemäß der bisherigen Aussagen von Müser, wonach inklusive der dritten Extradividende fast 60 Prozent des TPK-Erlöses an die Balda-Aktionäre zurückfließen sollten, sollte das auf eine neuerliche Ausschüttung von 1,50 Euro pro Aktie hinauslaufen. Aber: Noch gibt es weder einen Termin für Hauptversammlung, noch ist klar, ob dieses Vorhaben unter den geänderten Vorzeichen die Zustimmung des Aufsichtsrats findet. Thomas van Aubel scheint zwar grundsätzlich nichts gegen die Extra-Dividende – immerhin wäre er ja einer der Hauptprofiteure – zu haben, aber ein klares Bekenntnis von ihm gibt es auch nicht. Laut Finanzkalender soll das nächste ordentliche Aktionärstreffen im „Herbst 2013“ stattfinden. Demzufolge dürfte die Entscheidung bis spätestens Ende November 2013 gefallen sein. Ebenfalls für den Herbst 2013 ist die Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2012/13 (endet am 30. Juni) geplant. Nach neun Monaten kam Balda in den fortgeführten Geschäftsbereichen bei Erlösen von 35,6 Mio. Euro auf einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereffekten von 2,6 Mio. Euro. Inklusive des bereits 2011 verkauften Handyschalengeschäfts sowie dem mittlerweile veräußerten Standort Malysia erreichte Balda einen Gewinn von 11,9 Mio. Euro. Maßgeblichen Einfluss hat hier allerdings das stattliche Finanzergebnis von rund 25 Mio. Euro. Einen laut Vorstandschef Müser „erfreulichen Ergebnisbeitrag“ lieferten dabei die zum dritten Quartal erstmals in den Abschluss mit einbezogenen amerikanischen Kunststoffspezialisten C. Brewer und HK Plastics. Die EBITDA-Marge der Anfang 2013 für 38 Mio. Euro erworbenen Zukäufe liegt bei rund zehn Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand im fortgeführten Geschäft mit Erlösen von 60 bis 65 Mio. Euro und einem „klar positiven EBTDA“. Angesichts der enormen Sondereffekte aus dem Verkauf der restlichen TPK-Anteile ist unterm Strich mit einem recht hohen Gewinn zu rechnen. Die Aussagekraft dieser Größe für Kennzahlen wie das KGV ist allerdings sehr begrenzt.     Innerhalb des SDAX gehört die Balda-Aktie zu den am schwersten greifbaren Unternehmen. Der Börsenwert beträgt 275 Mio. Euro und ist nahezu komplett durch Finanzmittel abgedeckt. Per Ende März erreichte die Eigenkapitalquote nicht alltägliche 90 Prozent. Das sieht auf den ersten Blick top aus. Nun kommt es aber darauf an, dass endlich Ruhe einkehrt und die leidigen Strategiediskussionen und Spekulationen um die Absichten der Großaktionäre endlich ein Ende finden. Dann sollte auch die Notiz von Balda auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend schwenken. Kurzfristig steht das die Umsetzung der dritten Dividendentranche aus dem TPK-Verkauf auf der Agenda. Sollte es nicht bei der angekündigten Ausschüttung von 1,50 Euro pro Aktie bleiben, würde dies zu einem Gesichtsverlust von Vorstandschef Müser führen – und die Querelen gingen in eine neue Runde. Wer sich die Balda-Aktie ins Depot legt, muss Überraschungen einkalkulieren. Dafür bietet der Titel im Gegenzug aber auch eine super interessante Investmentstory.     Foto: Balda AG...
#521510 #TPK #Thomas van Aubel #Elector
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Spektakulärer Kursverfall bei 3W Power. Um 27 Prozent auf nur noch 0,312 Euro brachen die Aktien des Anbieters von industriellen Stromversorgungslösungen am 20. September 2013 im späten Handel ein. Rätselraten herrscht allerdings um den Auslöser des neuerlichen Ausverkaufs. Die 3W Power S. A. hat ihren Sitz in Luxemburg und übernimmt eine Holdingfunktion für die in den Niederlanden sitzende AEG Power Solutions Group. Notiert ist die Aktie von 3W Power wiederum im streng regulierten Frankfurter Börsensegment Prime Standard. Die bisherige ISIN des Papiers lautete: GG 00B 39Q CR0 1. Dabei steht der Ländercode GG für „Guernsey“ – also eine der britischen Kanalinseln. Per 23. September werden die Anteilscheine von 3W Power nun in das Wertpapier-Handelssystem der Deutschen Börse, Cascade-RS genannt, aufgenommen. Im Zuge dieser formalen Umstellung bekommt die 3W-Aktie eine neue ISIN. Sie lautet: LU 095 352 626 5 (WKN: A1W2LS). Das Länderkürzel LU steht dabei für Luxemburg.  Über die Hintergründe der ISIN-Umstellung klärte das Unternehmen seine Aktionäre bislang nicht auf. Als plausible Erklärung für den neuerlichen Kurseinbruch taugt der formale Akt allerdings ohnehin kaum – es sei denn, einige Investoren haben die Meldung falsch interpretiert.     Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier nun 70 Prozent an Wert eingebüßt. Zum Halbjahr türmten sich die Verluste auf 22,7 Mio. Euro. Dennoch gibt sich Vorstandschef Bruce Brock betont gelassen: „Obwohl es sich bei 3W Power AEG Power Solutions – bildlich gesprochen – um ein großes Schiff handelt, das manchmal nur langsam manövriert werden kann, kann ich Ihnen auf der Grundlage meiner Kenntnis des Marktes und der Gesellschaft versichern, dass wir die „Rückkehr zu unseren Stärken“ schnell vollziehen werden.“ Der Börsenwert des Unternehmens beträgt noch 15,7 Mio. Euro. Pikant: Allein die zentralen Verwaltungskosten schätzt das Unternehmen  zurzeit auf mehr als 10 Mio. Euro pro Jahr – viel zu viel, wie 3WPower selbst weiß. „Die Gesellschaft erwägt derzeit Maßnahmen, um dieses Kostenniveau zu senken“, heißt es im Zwischenbericht. Das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft ist schwer angeknackst. Das bekommen auch die Gläubiger der 3W Power-Anleihe zu spüren. Der vor rund einem Jahre emittierte Mittelstandsbond (DE000A1A29T7) notiert bei nur noch 58 Prozent. Dabei hat der Bond in den vergangenen Tagen ebenfalls mächtig Federn lassen – auch ohne ISIN-Anpassung. Ein gutes Gefühl hinterlässt das alles nicht. Zur Aufklärung kann das Unternehmen aber schon bald beitragen: Laut Finanzkalender präsentiert 3W Power am 24. September 2013 auf der „Baader Investment Conference“ der Baader Bank in München. Eine große Veranstaltung – insgesamt 118 Gesellschaften präsentieren in den Örtlichkeiten der BMW Welt. Die Entwicklung bei 3W Power dürfte dennoch für viel Gesprächsstoff sorgen.     Foto: 3W Power...
#A1W2LS #A0Q5SX #A1A29T
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Vor fast genau einem Monat sorgte die Kaufofferte von Deutsche Wohnen an die Aktionäre von GSW Immobilien für mächtig Wirbel an der Börse. Seit dem haben sich die Wogen geglättet. Die mitunter prognostizierte Übernahmewelle ist über den Immobiliensektor noch nicht geschwappt. Und – zumindest bislang – haben sich auch keine anderen Unternehmen gegen den Deal positioniert. Relativ ernüchternd ist allerdings die Performance der beiden Papiere: Seit dem Tag nach der Bekanntgabe der Liaison hat die GSW-Aktie um rund drei Prozent an Wert verloren, der Anteilschein von Deutsche Wohnen hat sogar um fast vier Prozent eingebüßt. Im gleichen Zeitraum hat der MDAX immerhin um fast 2,5 Prozent zugelegt. Aus Fairnessgründen muss man natürlich sagen, dass die Aktie der Berliner Wohnungsgesellschaft am Tag bevor die Katze aus dem Sack gelassen wurde, noch zu 31,47 Euro gehandelt wurde. Die GSW-Anteilseigner haben also mit dem MDAX Schritt zumindest gehalten. Unabhängig von dieser Zahlenschieberei: Letzt hatten wohl alle Beteiligten und Beobachter eine bessere Performance erwartet. Das Angebot sieht vor, dass Anleger für je 20 eingereichte Aktien von GSW Immobilien, 51 Anteilscheine von Deutsche Wohnen erhalten. Das entspricht einem Verhältnis von 1:2,55. Auf Basis der aktuellen Kurse würden GSW-Anleger, die auf die Offerte eingehen, sich einen Kursvorteil von knapp 3,6 Prozent verschaffen. Grund: 20 GSW-Aktien haben einen Gegenwert von zurzeit 647,50 Euro. Der Gegenpart in Form der 51 Anteilscheine von Deutsche Wohnen würde hingegen 670,65 Euro kosten. Zumindest aus dieser Perspektive lohnt es sich momentan – unter sonst gleichbleibenden Bedingungen – auf die Aktien von GSW Immobilien zu setzen.  
Deutsche Wohnen Kurs: 20,90
  Wie erklärt sich nun der Spread von 3,6 Prozent? Zunächst einmal ist das Vorhaben  an bestimmte Bedingungen, wie zum Beispiel die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent, gekoppelt. Zudem müssen die „Tausch-Aktien“ der Deutschen Wohnen erst einmal geschaffen werden – dabei geht es um immerhin fast 129 Millionen Papiere. Formal abgesegnet werden, soll der Plan auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. September 2013 in Frankfurt. Eine erste Hürde ist bereits genommen: Das Bundeskartellamt erteilte Ende 2013 seine Freigabe für den Deal. Da kein Geld fließt, sondern Aktien gegen Aktien getauscht werden, handelt es sich um eine sogenannte Sachkapitalerhöhung. Eine zusätzliche Barkapitalerhöhung hat sich der Vorstand der Deutschen Wohnen für den Fall vorbehalten, dass mehr als 94,9 Prozent aller GSW-Aktien eingereicht werden. Hintergrund sind steuerrechtliche Überlegungen. Ab einer Übernahmequote von 95 Prozent müsste die Deutsche Wohnen nämlich Grundwerbsteuer auf die in Deutschland befindlichen Immobilien der GSW zahlen. Dem Vernehmen nach würde es sich um einen Betrag von immerhin rund 130 Mio. Euro handeln. Dieses Geld wollen sich die Frankfurter sparen. Da man die „letzten“ 5,1 Prozent umtauschwilliger GSW-Aktionäre nicht ausgrenzen darf, ist für diesen Teil eine spezielle Transaktion mit der Deutschen Bank geplant. Nach jetzigem Ermessen ist das aber wohl eher ein theoretischer Fall.  
GSW Immobilien Kurs: 71,00
  Zu berücksichtigen sind außerdem die Inhaber von Wandelanleihen der GSW Immobilien. Hierbei handelt es sich um ein Nominalvolumen von fast 183 Mio. Euro mit Endfälligkeit November 2019. Beim momentanen Wandlungspreis von 35,085 Euro würde sich die Anzahl der GSW-Aktien nochmals um etwa 5,2 Millionen Stück erhöhen. Da sich die Ausgangslage durch das Übernahmeangebot wesentlich verändert hat, erhalten die Gläubiger des „Convertibles“ das Recht auf vorzeitige Rückzahlung des Bonds oder die Wandlung in Aktie zu einem angepassten Preis. Allzu schnell schießen die Preußen allerdings nicht. Nach der außerordentlichen Hauptversammlung am 30. September werden die Angebotsunterlagen innerhalb einer vier- bis achtwöchigen Frist an die BaFin geschickt. Wenn die Finanzaufsicht ihr Plazet gibt, wird die Offerte veröffentlicht. Anschließend beginnt die vier bis maximal zehn Wochen dauernde Annahmefrist, welche nach dem Ablauf in der Regel nochmals um zwei Wochen verlängert wird. Soll heißen: In diesem Jahr geht die Transaktion nicht mehr über die Bühne – selbst wenn alles glatt geht. Offiziell wird mit einem Abschluss der Transaktion „im ersten Halbjahr 2014“ gerechnet. Noch keine abschließende Meinung zu dem Vorhaben hat sich derweil das Vorstandsteam von GSW Immobilien gebildet. Zwar kann ihrer Meinung nach „ein Zusammenschluss der GSW mit der Deutschen Wohnen operativ und industrielogisch grundsätzlich sinnvoll sein“. Bei wichtigen Aspekten wie der Angemessenheit des Tauschangebots bedarf es aber noch „weiterer Klärung“. Man darf also gespannt sein. Querfeuer von anderen Immobilienkonzernen oder Finanzinvestoren ist derzeit nicht zu sehen. Für wichtige Entscheidungen, wie sie auf dem Aktionärstreffen Ende September gefällt werden, schreibt das Aktiengesetz aber eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent des bei der Beschlussfassung anwesenden Kapitals vor. Laut den Statuten der Deutschen Börse befinden sich 100 Prozent der Anteilscheine im Streubesitz. De facto halten elf Investoren – darunter Adressen wie Sun Life Financial, Blackstone, BlackRock oder Credit Suisse – gut 42 Prozent an Deutsche Wohnen. Bestimmt laufen im Hintergrund längst Gespräche mit den Finanzprofis. Gegenanträge für das Aktionärstreffen finden sich auf der Homepage von Deutsche Wohnen derzeit nicht.   [sws_blue_box box_size="550"] Fazit: Bislang läuft der Deal angenehm ruhig ab. Die Kartellwächter haben bereits ihre Zusage erteilt. Der Vorstand von GSW kann sich das Zusammengehen grundsätzlich vorstellen, will aber noch weitere Zahlen prüfen. Die heiße Phase beginn mit der außerordentlichen Hauptversammlung am 30. September. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht die GSW-Aktie ein wenig attraktiver aus. Auf mittlere Sicht bietet aber auch das MDAX-Papier von Deutsche Wohnen ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis.[/sws_blue_box]   Foto: GSW Immobilien AG...
#MDAX #BaFin #GSW111 #A0HN5C #Wohnimmobilien #Zusammenschluss #Immo-Aktien #Mindestannahme

In der Rubrik "Zitat des Tages" zeigen wir Sprüche berühmter Personen. Die Bandbreite reicht von Investoren, über Philosophen bis hin zu Sportlern. Wenn Sie ein Zitat  zur Aufnahme vorschlagen möchten, kontaktieren Sie uns gern. Per E-Mail an [email protected] oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.

„Keiner von uns ist so klug wie wir alle.“
Kenneth H. Blanchard

BGFL stellt an dieser Stelle heiße Aktien mit hohen Chancen, aber auch enormen Risiken, für spekulative Anleger vor
Kommt 2025 der Durchbruch?
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Heiße Medtech-Wette
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0,21 Euro Dividende geplant
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