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All-Time-High-Alarm: Deutsche Börse · €282,50
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Schon seit Jahren gibt S&T-Chef Hannes Niederhauser die Parole aus, dass er den österreichischen IT-Spezialisten in den TecDAX führen will. An der Börse verhallte die Botschaft allerdings lange Zeit, obwohl sich die Geschäftszahlen der Firma aus Linz durchaus sehen lassen konnten. Immerhin: Seit August 2013 hat die Notiz endlich den Vorwärtsgang eingelegt und sich von 2,20 Euro bis auf zuletzt knapp 3,15 Euro vorgewagt. Auf diesem Niveau kommt S&T – die Gesellschaft firmierte bis Ende 2012 unter dem Namen Quanmax – auf einen Börsenwert von 121 Mio. Euro. Für den TecDAX reicht das zwar noch nicht. Die Richtung stimmt jedoch. Umso erstaunlicher kommt nun die Meldung von S&T daher, wonach das Unternehmen mit dem amerikanischen Cloudspezialisten Cloudeeva eine Absichtserklärung für ein mögliches Übernahmeangebot abgeschlossen hat. Mit den üblichen Prüfungen der Bücher wird ab sofort begonnen. Für Anfang Januar 2014  rechnet S&T mit einem Abschluss der Due Dilligence. Schon jetzt steht fest: „Von Seiten S&T wurde im Letter of Intent ein Übernahmepreis von nicht unter 3,00 EUR je Aktie zuzüglich einer weiteren Vergütung für das erwirtschaftete konsolidierte Ergebnis 2013 der S&T AG vereinbart.“  
Kontron Kurs: 22,52
  An der Börse sorgte die anstehende Offerte für einen Kurshüpfer von knapp fünf Prozent auf 3,085 Euro. Doch um wen handelt es sich bei Cloudeeva eigentlich? Belastbare Informationen wie SEC-Filings finden sich auf der Homepage der Gesellschaft nicht. Dafür sieht sich das Unternehmen als wichtiger Partner des milliardenschweren US-Konzerns Salesforce.com. In einer Investorenpräsentation führt Cloudeeva die Qualifizierung für das vollständige Listing an der Nasdaq als Teil der Wachstumsstrategie auf. Noch ist die Gesellschaft nämlich erst im OTC Markt gelistet. Hierbei handelt es sich um einen außerbörslichen Marktplatz, der keinen wirklichen Regulierungen unterlegen ist. Dementsprechend gering ist die Akzeptanz unter Investoren. Die momentane Aktienzahl gibt Cloudeeva mit 1.068.614.318 Stück an. Gehandelt wird der Anteilschein derzeit zu 0,005 Dollar. Mit anderen Worten: Cloudeeva kommt auf eine Marktkapitalisierung von gerade einmal 5,34 Mio. Dollar. Das sind umgerechnet 3,95 Mio. Euro. Gemessen an den 121 Mio. Euro Börsenwert von S&T scheint hier ein Zwerg einen Riesen schlucken zu wollen – sehr fantastisch. Bleibt zu hoffen, dass sich Niederhauser vorher genau überlegt hat, vor wem er seine Bücher komplett offenlegen will.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Kontron
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0X9EJ AT0000A0E9W5 AG 1.438,14 Mio. € 17.11.2000 Kaufen
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#A0X9EJ
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Seit rund drei Monaten grassiert bei den Investoren von Lang & Schwarz das Wikifolio-Fieber. Hintergrund: Der Broker ist nicht nur mit rund fünf Prozent bei der Social-Trading-Plattform beteiligt, sondern profitiert auch noch vom kräftig anziehenden Handelsvolumen der Mitmach-Zertifikate. „Wir haben inzwischen durch Wikifolio-Zertifikate ein zusätzliches Handelsvolumen von fast 500.000 Geschäften mit einem Umsatz von über 1 Milliarde Euro im Bereich des außerbörslichen Handels generieren können. Die Tendenz ist weiter stark steigend“, sagt Lang & Schwarz-Vorstand André Bütow. So machte der Überschuss von Lang & Schwarz im dritten Quartal 2013 einen Sprung von 64.000 Euro auf 308.000 Euro. Nach neun Monaten weisen die Düsseldorfer einen Gewinn von 462.000 Euro aus. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum 2012 kam Lang & Schwarz hier gerade einmal auf 71.000 Euro. Das Ergebnis je Aktie zog in den ersten drei Quartalen von 0,02 Euro auf 0,15 Euro an. Per Ende September weist das Unternehmen ein Eigenkapital von rund 22 Mio. Euro auf. Das entspricht einem Buchwert je Aktie von fast genau 7 Euro – also in etwa der Höhe des gegenwärtigen Aktienkurses. Zum Halbjahr stand in der Bilanz ein Eigenkapital von 21,78 Mio. Euro. Zumindest aus dieser Perspektive hat sich die Situation bei Lang & Schwarz also nicht wesentlich geändert. Einziger Unterschied: Zur Präsentation der Sechs-Monats-Zahlen im September wurde der Titel noch mit einem Discount von einem Viertel auf den Buchwert gehandelt. Diesen Abschlag hat das Papier nun komplett aufgeholt. Vergleichbare Unternehmen wie die Baader Bank werden zurzeit ebenfalls auf Höhe des Buchwerts gehandelt.     Auch für das Gesamtjahr zeigt sich Firmenlenker Bütow zuversichtlich: „Insgesamt stellt sich der bisherige Verlauf des vierten Quartals nicht gegen die positive Entwicklung der ersten drei Quartale 2013.“ Sollte das Unternehmen im Abschlussviertel 2013 ähnlich viel verdienen wie von Juli bis Ende September, könnte das 2013 auf ein Ergebnis je Aktie von 0,25 Euro hinauslaufen. Damit nicht genug: „Mit der Erweiterung des Anlageuniversums auf wikifolio.com um Derivate der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auf nunmehr ca. 40.000 Wertpapiere gehen wir mit unserem Partner wikifolio Financial Technologies GmbH den nächsten Schritt. Immer mehr Anleger überzeugt das Konzept, die Nachfrage ist ungebrochen gut“, sagt Bütow. Die gesamte Kapitalisierung des Small Caps beträgt derzeit rund 22,6 Mio. Euro. Knapp 41 Prozent davon befinden sich im Streubesitz. Größter Einzelinvestor ist M.M. Warburg mit einem Anteil von gut einem Viertel. Mit Wikifolio besitzt die Aktie von Lang & Schwarz zurzeit eine knackige Investmentstory. Da kommen fast schon Erinnerungen an frühere Neuer-Markt-Zeiten hoch, als sich ebenfalls viele Privatanleger als „kleine Fondsmanager“ wähnten, die den großen Adressen zeigten, wo der Hammer hängt. Das Wikifolio-Konzept ist sicher eine tolle Angelegenheit. Doch die Bewährungsprobe für die „Anleger-Revolution“ steht erst noch aus – nämlich, wenn es mit den Kursen über einen längeren Zeitraum abwärts geht. Erst dann wird sich herausstellen, wie belastbar das Geschäftsmodell ist. Gegenwärtig werden solche Szenarien allerdings ausgeblendet. Wer sich in dem Titel engagiert, sollte sich über die potenziellen Risiken also zumindest im Klaren sein. Auch die Baader-Aktie galt einmal als einer der angesagtesten Nebenwerte. Mit dem Börsencrash und dem sich ändernden Marktumfeld verschwanden die Makler-Titel dann aber komplett aus dem Blickpunkt. Zumindest vor diesem Hintergrund ist es eine erstaunliche Entwicklung, dass überhaupt wieder ein Finanznebenwert die Fantasie der Investoren anregt. Mit dem Wikifolio-Schulterschluss hat Lang & Schwarz einen Coup gelandet, auf den so mancher Branchenvertreter anerkennend blickt. Noch ist die Welle intakt, Anleger sollten also weiter auf ihr mitsurfen. Wachsamkeit ist aber unbedingt notwendig.     Foto: wikifolio Financial Technologies GmbH...
#Social Trading #Social Investing #Wikifolio #508810 #645932
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Erstmals bekommt Voxeljet zu spüren, dass es an der Börse auch heftig nach unten gehen kann. Nach einem Höchststand von 70 Dollar am 18. November ist der Aktienkurs des 3D-Druckerherstellers innerhalb kurzer Zeit auf zuletzt 39,21 Dollar abgestürzt. Anders ausgedrückt: Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft aus dem bayerischen Friedberg mit Nasdaq-Notiz schmolz von 1.092 Mio. Dollar auf knapp 612 Mio. Dollar. Mit ein Auslöser für den Verkaufsdruck war eine lediglich vier Seiten umfassende Studie von „Citron Research“ vom 20. November 2013, in der die wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens mit dem Börsenkürzel VJET  prägnant reduziert wurden. Aufmachung und Wortwahl des Berichts erinnern dabei an Werke, wie sie hierzulande vor zehn Jahren vom damaligen Hedge-Fonds-Manager Florian Homm bei einer Short-Attacke auf den Autovermieter Sixt verwendet wurden. Aufgehangen ist die Analyse der US-Firma Citron Research mit der provokanten Schlagzeile „VJET Is A Total F**king Joke“ an dem jüngsten Zwischenbericht und dem Conference Call von Voxeljet am 15. November 2013. Einen Tag zuvor hatte Voxeljet für das dritte Quartal bei Umsätzen von 3,517 Mio. Euro einen Gewinn von  0,211 Mio. Euro gemeldet. Zur Erläuterung teilte Voxeljet mit: „Die Gesellschaft hat im dritten Quartal drei neue 3D-Drucker verkauft – verglichen mit drei gebrauchten 3D-Druckern im dritten Quartal des Vorjahres.“ Zumindest diese Tatsache dürfte also keinem Investor neu gewesen sein. Also weist Citron Research auf einen anderen Punkt hin, der vermutlich nicht so offensichtlich ist. Und zwar geht es vordergründig um den Posten „Financial Assets“ in der Bilanz. Bei Voxeljet macht er zum 30. September 2013 rund 1,19 Mio. Euro aus. Laut Anhang verbergen sich hinter dieser Position zwei Kredite an Kunden sowie Termineinlagen. Ein Kredit über 250.000 Euro wurde bereits 2012 eingeräumt. Eine weitere Leihe wurde im September 2013 an einen Kunden gewährt, der damit den Kauf eines 3D-Druckers im Wert von 678.000 Euro finanzierte. In der Erläuterung zu der Zusammensetzung der Erlöse des dritten Quartals – 1,836 Mio. Euro entfielen auf den Verkauf von Druckern (Systems), 1,681 Mio. Euro beziehen sich auf Dienstleistungen wie Formen und Modelle (Services) – erklärt Voxeljet im Zwischenbericht übersetzt sinngemäß: „Im September 2013 hat die Gesellschaft Umsätze von 868.000 Euro für den Verkauf von zwei neuen 3D-Druckern verbucht. Der Betrag setzt sich zusammen aus 630.000 Euro Cash und 238.000 für Forschungsleistungen, die noch ausstehen. Der verbuchte Umsatz stellt den fairen Preis für die Drucker dar, der sich aufgrund des üblichen Preisabschlags auf den Listenpreis für solche Drucker ergibt.“ Daraus folgert Citron Research wenig schmeichelhaft, dass von Voxeljet zuletzt kein einziger 3D-Drucker zum vollen Listenpreis verkauft wurde, und das Geschäft offenbar nur über Anreize wie die Gewährung von Krediten läuft. Pikant: In dem Conference Call wurde dieser – für Citron Research so wesentliche Aspekt – nicht thematisiert. Umso mehr wundern sich die Autoren der Studie, dass die erste Frage der amerikanischen Analysten ausgerechnet auf eine Randnotiz abzielte: nämlich, wie sich die Nutzerzahlen auf der Webseite von Voxeljet seit dem Börsengang entwickelt haben. Für Citron Research gilt es nun zu klären, ob diese Form der Absatzfinanzierung eine Ausnahme war oder eher die gängige Praxis darstellt. Ein Punkt, mit dem sich auch die amerikanische Finanzaufsicht beschäftigte, wie ein offizieller Schriftverkehr belegt, der im Internet dokumentiert ist. Demnach teilt Voxeljet mit, dass sie für gewöhnlich keine Kredite an bestehende oder künftige Kunden anbieten. Lediglich wenn es sich um strategisch wichtige Projekte handelt, würden auch solche Anliegen geprüft. Keinesfalls gäbe es aber so etwas wie ein offizielles Kreditprogramm.       Zumindest die Autoren von Citron Research können diese Aussage angesichts der Details aus dem Quartalsbericht nicht wirklich nachvollziehen. In ihren Augen verkauft Voxeljet keine Drucker, sondern verleiht sie. Fazit der US-Marktbeobachter: verrückt! Das Kursziel für die Aktie (ADS) von Voxeljet setzt Citron Research bei 12,09 Dollar an. Das liegt etwas unterhalb des Emissionspreises von 13 Dollar. Selbstlos dürfte die Studie von Citron Research nicht erstellt worden sein. Auch mit der Spekulation auf fallende Kurse lässt sich trefflich Geld verdienen. Anleger müssen also genau aufpassen, vor welchen Karren sie gerade gespannt werden. Boersengefluester.de hat seit dem Börsengang am 18. Oktober 2013 regelmäßig über Voxeljet berichtet. Auf eine Anlageempfehlung hatten wir dabei – im Gegensatz zu sonst – stets verzichtet. Mit herkömmlichen fundamentalen Maßstäben ließ sich die Bewertung des Unternehmens von Anfang an nicht greifen. Der Vorstoß von Citron Research ist ein Warnschuss. Das Ende der Börsenstory von Voxeljet ist damit natürlich nicht besiegelt. Anlegern sollte aber stets bewusst sein, welche Werte hinter einem Investment stehen. Der reine Blick auf den Kurs der einzelnen Aktie vernebelt die Situation häufig. Gerade bei Firmen wie Voxeljet ist der Blick auf die gesamte Marktkapitalisierung entscheidend. Und ein zwischenzeitlicher Börsenwert von mehr als 1 Mrd. Dollar bei einem für 2013 erwarteten Umsatz von 11 Mio. Euro wirft natürlich Fragen auf, da kann die Investmentstory noch so sexy sein. Fazit: 3D-Druck bleibt eine der zukunftsträchtigsten Sektoren überhaupt – daher auch die teilweise unglaublichen Bewertungen. Langfristig lassen sich Multiples, wie sie derzeit gezahlt werden, sicher nicht halten. Ob für eine Voxeltjet-Aktie 10, 20, 30, 50 oder 100 Dollar gezahlt werden, hängt momentan vermutlich zu  80 Prozent von der Psyche der Anleger ab. Zumindest in einem Punkt hat Citron Research aber auf jeden Fall Recht: Mitunter sind die Börsianer verrückt. Langfristig hat sich dieser Gemütszustand allerdings immer wieder eingenordet.     Foto: Voxeljet AG...
#Florian Homm #A1W556
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[sws_green_box box_size="585"]Die Stimmung für die deutschen Versorger bessert sich zusehends. Selbst eine schwache Prognose von RWE für 2014 hat die Aktien von RWE und E.ON nur kurz gebremst. Dann haben sie sich weiter erholt. Die Papiere von SMA SolarPhoenix Solar und die des Herstellers von Windkraftanlagen, Nordex, litten hingegen zuletzt unter der geplanten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), soll doch der Ausbau der erneuerbaren Energien gedrosselt werden.[/sws_green_box] Die Aktienkurse von E.ON und RWE wollen nach oben: Deutschlands größter Versorger, E.ON, hat für die ersten drei Quartale einen Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 89,3 Mrd. Euro gemeldet. Weil die Profitabilität stark unter Druck ist, vor allem wegen der Energiewende in Deutschland, brach der nachhaltige Gewinn um die Hälfte auf 1,9 Mrd. Euro ein. Zudem muss der Konzern nun für die ehemals kostenlosen CO2-Zertifikate bezahlen. E.ON-Vorstandschef Johannes Teyssen korrigierte den Ausblick für den nachhaltigen Gewinn mit 2,2 bis 2,4 Mrd. Euro auf das untere Ende der bisherigen Prognose. Allerdings sind darin erstmals die fehlenden Ergebnisbeiträge verkaufter Geschäfte berücksichtigt. Im Vorjahr lag der nachhaltige Gewinn noch bei 4 Mrd. Euro. Der Firmenlenker verkauft weiter Assets und hat dadurch die Nettoverschuldung gegenüber Ende 2012 von 35,9 auf 33,1 Mrd. Euro gesenkt. Seit Anfang 2012 hat Teyssen für 18,9 Mrd. Euro Vermögenswerte verkauft. Um den Preisdruck wegen der hohen Überkapazitäten zu verringern, hat der Konzern in den vergangenen vier Quartalen Kapazitäten mit einer Leistung von sieben Gigawatt vom Netz genommen. Damit ist er gut unterwegs, um die Kapazitäten bis 2015 um elf Gigawatt zu reduzieren. Der Vorstandschef forderte von der Politik eine deutliche Korrektur der Energiepolitik, sonst müssten noch mehr als die angekündigten elf Gigawatt eingemottet werden. E.ON fokussiert sich zudem verstärkt auf die Märkte in der Türkei und in Brasilien. Von den Gesamtinvestitionen von 6,3 Mrd. Euro für die ersten drei Quartale flossen 3,2 Mrd. Euro in die beiden Länder. Nachdem der brasilianische Geschäftspartner Eike Batista allerdings in großen Schwierigkeiten steckt, sehen etliche Investoren E.ONs Engagement in Brasilien kritisch. Die Düsseldorfer haben im Gegensatz zu der in Essen sitzenden RWE keine Prognose für 2014 abgegeben. Auf der Analystenkonferenz wies das Management allerdings auf die bekannten Probleme hin. Die Banker prognostizieren, dass der Gewinn je Aktie 2013 auf 1,19 Euro sinkt, und im nächsten Jahr unter die Marke von einem Euro weiter zurückgehen wird. Der Konzern hatte bereits Ende 2012 angekündigt, dass er künftig 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Gewinns an die Aktionäre ausschütten will. Auf Basis der 2013er-Gewinnschätzungen dürfte der Konzern damit 0,60 Euro ausschütten. Die Dividendenrendite liegt bei 4,2 Prozent. Mit einem 2014er-KGV von 14,7 ist die Aktie zwar teuer. Inzwischen scheinen viele schlechte Nachrichten jedoch bereits in der Aktie eingepreist zu sein. Der Börsenwert liegt bei 28,1 Mrd. Euro.  
E.ON Kurs: 13,98
  Der Konkurrent RWE hat Investoren zwar mit dem Ausblick auf 2014 schockiert. Inzwischen hat die Aktie aber sämtliche Verluste wieder wettgemacht. Grund waren positive Analystenkommentare. Etliche Finanzprofis gehen davon aus, dass der Gewinn 2014 die Talsohle markieren sollte. Nachdem die RWE-Aktie lange hinter der von E.ON hinterhergehinkt ist, ist sie in den vergangenen drei Monaten deutlich besser gelaufen als die von E.ON. Denn Investoren setzen darauf, dass RWE-Chef Peter Terium den Konzern energisch restrukturieren wird. Das ist allerdings auch dringend notwendig. Nur aufgrund eines Einmaleffekts aus einer Sonderzahlung von Gazprom hat RWE den nachhaltigen Gewinn in den ersten drei Quartalen bei 1,9 Mrd. Euro stabil gehalten. Terium bekräftigte daher zwar die Prognose für 2013 von rund 2,4 Mrd. Euro. Für 2014 stellte er jedoch einen Einbruch auf nur mehr 1,3 bis 1,5 Mrd. Euro in Aussicht. Die Großhandelspreise sind stark gesunken. Da der Strom mehrere Jahre im Voraus verkauft wird, schlagen die gesunkenen Preise erst nach und nach auf das Ergebnis durch. Gegenüber Ende 2012 hat der Vorstandschef die Nettoschulden um 2,2 Mrd. Euro auf 30,8 Mrd. Euro reduziert. Die Investitionen sollen weiter gedrückt werden und im Zeitraum 2014 bis 2016 insgesamt elf Mrd. Euro erreichen. Davon soll die Öl- und Gasfördertochter RWE Dea, die schnellstmöglich verkauft werden soll, rund eine Mrd. Euro jährlich investieren. Zudem will sich RWE vom Anteil am Urankonzern Urenco trennen. Im September hatte RWE angekündigt, dass die Dividende für 2013 auf einen Euro halbiert wird. Künftig wird RWE statt 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Gewinns nur noch 40 bis 50 Prozent an die Aktionäre per Dividende ausschütten. Das führt im Zeitraum 2014 bis 2017 zu Entlastungen von fast 1 Mrd. Euro für RWE. Für 2013 prognostizieren Analysten einen Gewinn je Aktie von rund 3,80 Euro. Auf Basis der Mitte der 2014er-Prognose dürften dann rund 2,25 Euro zu Buche stehen. Damit liegt das KGV bei 12,4. Angesichts des erwarteten Ergebniseinbruchs ist das nicht gerade wenig. Da die Hausse am Gesamtmarkt jedoch weiterlaufen sollten, dürften Investoren verstärkt bei zurückgebliebenen Werten wie RWE zukaufen und das Papier weiter nach oben ziehen. Der Börsenwert liegt bei 17 Mrd. Euro.  
RWE Kurs: 33,76
  Die Aussicht auf eine Korrektur der Energiewende hat Papiere wie von SMA Solar zuletzt merklich belastet, zumal der Konzern Anfang November die 2013er-Prognose gesenkt hatte. Der Hersteller von Wechselrichtern hat vor allem wegen der Kürzung der Solarsubventionen in Deutschland und Italien im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um mehr als 30 Prozent auf 247,8 Mio. Euro verbucht. Der Verlust vor Steuern und Zinsen lag bei 6,8 Mio. Euro. Im Vorjahr stand noch ein Gewinn von 32 Mio. Euro zu Buche. Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon hat die Umsatzprognose für 2013 von 0,9 Mrd. bis 1,3 Mrd. Euro auf 0,9 Mrd. bis 1 Mrd. Euro stark gesenkt. Zudem prognostiziert er einen Verlust von 80 bis 90 Mio. Euro. Darin sind Belastungen wie Rückstellungen für den Stellenabbau und Wertberichtigungen auf Vorräte ebenso enthalten wie Anlaufverluste bei der chinesischen Tochter Zeversolar. Urbon hat den Umsatzanteil aus dem Ausland zuletzt auf 70 Prozent ausgebaut. Der Firmenlenker will die Nettoliquidität von 300,3 Mrd. Euro und die hohe Eigenkapitalquote nutzen, um den Turnaround voranzutreiben. Für 2014 peilt er ein „positives operatives Ergebnis“ an, zumal die in 2013er-Sondereffekte von 60 bis 65 Mio. Euro nicht mehr anfallen sollen. Das Umfeld für SMA Solar bleibt herausfordernd. Da die weltweite Nachfrage vor allem von den Subventionen der einzelnen Länder abhängig ist, dürfte der Markt für Wechselrichter angesichts der schwierigen Haushaltslage vieler Länder kaum deutlich wachsen. Analysten prognostizieren für 2013 einen herben Verlust je Aktie. 2014 soll dann ein kleiner Profit erwirtschaftet werden. Investoren dürften schon bald beginnen, auf die 2015er-Schätzungen zu schauen. Sie sehen einen Gewinn je Aktie von 0,84 Euro vor. Mit einem KGV von 33 ist die Aktie angesichts der auf absehbaren Zeit schwachen Profitabilität hoch bewertet. So dürfte die operative Marge im Jahr 2014 bei kaum mehr als einem Prozent liegen. Die Aktie könnte kurzfristig seitwärts tendieren. Der Börsenwert liegt bei 1 Mrd. Euro.  
SMA Solar Technology Kurs: 14,37
    Trotz der Rally der vergangenen Monate bringt die Aktie von Phoenix Solar einen Börsenwert von lediglich 44 Mio. Euro und damit ebenso wenig wie etliche andere deutsche Solarfirmen auf die Waage. Das Photovoltaik-Systemhaus hat im dritten Quartal einen operativen Gewinn von 2,2 Mio. Euro erzielt. Vorstandschef Bernd Köhler hat für 2013 einen Umsatz von 160 bis 190 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Er geht davon aus, den unteren Rand der Prognose zu erreichen. Nichts desto trotz wäre das ein Anstieg gegenüber dem 2012er-Wert von 155,4 Mio. Euro. Köhler peilt zudem einen operativen Verlust von zwei bis sieben Mio. Euro an, wobei beim Ergebnis „eher das bessere Ende der Spanne erreicht“ werden soll. 2012 war noch ein Minus von 31,8 Mio. Euro angefallen. Phoenix Solar könnte von Veränderungen am EEG weniger betroffen sein als SMA Solar, erzielt die Gesellschaft aus dem bayerischen Sulzemoos doch 86 Prozent der Umsätze im Ausland. Der Auftragsbestand lag zuletzt jedoch noch weit unter dem Vorjahresniveau. Laut Analystenschätzungen soll der Konzern 2013 einen Verlust von rund einen Euro je Aktie ausweisen. 2014 soll dann ein Gewinn je Anteilschein von 0,20 Euro anfallen. In der Aktie stecken bereits eine Menge Vorschusslorbeeren.  
Phoenix Solar Kurs: 0,00
    Die Nordex-Aktie war zuletzt zwar auch deutlich unter Druck. Seit Jahresanfang ist sie aber immer noch mehr als 250 Prozent im Plus. Denn bei dem Hersteller von Windkraftanlagen hat sich die Profitabilität erheblich verbessert. Bei einem Umsatz von 1,05 Mrd. Euro – davon stammen 90 Prozent aus den Regionen Europa und Südafrika - hat der Konzern in den ersten drei Quartalen eine operative Marge von drei Prozent erwirtschaftet. Vorstandschef Jürgen Zeschky treibt die Restrukturierung des Unternehmens voran. Er schließt die unausgelasteten Werke in den USA und in China und konzentriert die Turbinenfertigung auf Rostock. Zugute kommt dem Konzern, dass die Konkurrenten wie Vestas ebenfalls Fabriken geschlossen und damit die Überkapazitäten in der Branche verringert haben, woraufhin sich die Preise für Turbinen stabilisiert hatten. Zeschky erhöhte den Ausblick für den Auftragseingang für 2013. „Für den Auftragseingang ist unsere Zuversicht nochmals gewachsen, so dass wir jetzt ein höheres Niveau von 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro ansetzen.“ In den ersten drei Quartalen war er um 85 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro hochgeschossen. Zudem bestätigte Zeschky den Ausblick für Umsatz und Gewinn. Bei einem Erlös von 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro möchte der Firmenlenker im laufenden Jahr eine operative Marge von 2,5 bis 3,5 Prozent erwirtschaften. 2015 will er bei Einnahmen von mindestens 1,5 Mrd. Euro eine Marge von fünf Prozent vorweisen. Dazu sollen die Materialkosten um 15 Prozent gegenüber 2012 reduziert werden. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern 2013 die Rückkehr in die Gewinnzone schafft und einen Gewinn je Aktie von 0,18 Euro erwirtschaftet. Im nächsten Jahr soll der Profit ungefähr verdoppelt werden. Mit einem KGV von 31 ist die Aktie zwar ähnlich hoch bewertet wie obige Solarfirmen. Allerdings ist die Profitabilität bei Nordex wesentlich besser. Die TecDAX-Aktie könnte sich daher besser entwickeln als die der Solarfirmen.  
Nordex Kurs: 14,91
  Foto: E.ON AG     [sws_blue_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research[/sws_blue_box]...
#A0BVU9 #A0DJ6J #ENAG99 #703712 #A0D655
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Zunächst sah es so aus, als ob wir mit unserer Kaufempfehlung für die Paragon-Aktie von Ende August ein wenig zu früh gewesen sind (Den Beitrag finden Sie HIER). Doch mittlerweile hat sich der Anteilschein des Autozulieferers prima entwickelt und konnte zuletzt sogar die psychologisch wichtige Hürde von 10 Euro signifikant überschreiten. Dabei haben sich die Geschäfte im dritten Quartal – unter anderem durch die Werksferien der großen Fahrzeughersteller – eher verhalten entwickelt. Kein Wunder, dass die Anleger zunächst verschnupft auf die neuesten Zahlen reagierten. Laut Paragon-Vorstand Klaus Dieter Frers befindet sich der Elektronikspezialist aber im Plan und rechnet mit einem starken vierten Quartal. Nach neun Monaten 2013 liegt die Gesellschaft aus Delbrück beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 3,63 Mio. Euro noch um 50 Prozent hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert zurück. Mit ein Grund: Paragon hat kräftig investiert – etwa in den zukunftsträchtigen Bereich Elektromobilität. Ohne diese Ausgaben hätte Paragon eine deutlich höhere Ertragskraft zeigen können. Die operative Marge beträgt per Ende September lediglich 6,9 Prozent. Das Ergebnis je Aktie hängt mit 0,43 Euro um mehr als 60 Prozent hinter den 1,13 Euro nach neun Monaten 2012 zurück. Ein positives Signal kommt immerhin von der Anleihenseite: Der Mitte des Jahres emittierte Mittelstandsbond (WKN: A1TND9) hält sich bislang konstant oberhalb des Nennwerts. Die damalige Skepsis der Investoren war bislang also unbegründet.  
Paragon Kurs: 2,26
  Für das Gesamtjahr 2013 bestätigt Frers seine Prognosen, wonach bei einem Umsatzanstieg um rund fünf Prozent mit einer stabilen EBIT-Marge von etwa elf Prozent zu rechnen sei. Demnach sollte Paragon im Gesamtjahr auf Erlöse von 74 Mio. Euro kommen und ein operatives Ergebnis von gut 8 Mio. Euro erzielen. Abzüglich Finanzresultat und Steuern rechnet boersengefluester.de für 2013 mit einem Nettoergebnis von knapp 4,5 Mio. Euro. Das entspräche einem Gewinn je Aktie von rund 1,00 Euro. Für 2012 hatte Paragon 1,13 Euro je Aktie ausgewiesen. Einen aktuellen Zwischenstand gibt Frers auch hinsichtlich der Akquisitionsaktivitäten. So ist dem Vernehmen nach eine mögliche Übernahme an den zu hohen Kaufpreisforderungen gescheitert. In einem anderen Fall laufen derzeit noch die Verhandlungen. Bei einem dritten Ziel stocken die Gespräche momentan. Bis zum Frühjahr 2014 soll hier aber eine Übernahme möglich sein. „Der Vorstand ist zuversichtlich, dass Paragon den Unternehmenswert im nächsten halben Jahr deutlich steigern kann“, sagt Frers. Gegenwärtig kommt der Small Cap auf eine Marktkapitalisierung von 41 Mio. Euro. Bezogen auf die Umsatz- und Ergebnisziele sieht das sehr moderat aus. Lediglich mit Blick auf das Eigenkapital von gegenwärtig 13,34 Mio. Euro und die – ausgelöst durch die Bond-Emission – auf 9,12 Mio. Euro spürbar gestiegene Nettoverschuldung gibt es Abzüge in der B-Note. Nun kommt es darauf an, dass Paragon im vierten Quartal tatsächlich liefert und nicht doch noch mit einer Gewinnwarnung daherkommt. Gegenwärtig bleibt boersengefluester.de bei seiner Kaufempfehlung für risikobereite Investoren.  
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Paragon
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
555869 DE0005558696 GmbH & Co. KGaA 10,23 Mio. € 29.11.2000 -
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#555869 #A1TND9
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Der griechischen Mythologie nach war die schöne Kallisto eine der Geliebten von Zeus. Später wurden sie und ihr Sohn in Bären verwandelt und fanden einen neuen Platz im Sternenhimmel. Nun überrascht die „Kallisto Neunzigste  Vermögensverwaltung-GmbH“ mit einer Übernahmeofferte von 50 Euro pro Stück für die Aktie von P&I (Personal & Informatik AG). Bei Kallisto handelt es sich um eine Tochter der Luxemburgischen EDGE II Holding. Letztlich laufen die Fäden aber bei dem börsennotierten britischen Finanzinvestor HgCapital (WKN: 338191) zusammen. Knapp 3,5 Jahre nach dem Einstieg der Private-Equity-Gesellschaft Carlyle Group bei P&I steht erneut ein Eigentümerwechsel an. Offenbar  ist der Deal bereits in trockenen Tüchern. So übernimmt HgCapital sämtliche Carlyle-Stücke. Dem Vernehmen nach handelt es sich mittlerweile um ein Paket von 91,85 Prozent der P&I-Aktien. Auf der Homepage von P&I wird der über die Argon GmbH von Carlyle gehaltene Anteil allerdings noch mit 77,33 Prozent angegeben (Stand 31. März 2013). Die Offerte von 50 Euro bewertet das auf Software für die Steuerung des Personaleinsatzes spezialisierte Unternehmen mit 385 Mio. Euro. Zum Vergleich: Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Gesellschaft aus Wiesbaden mittlerweile mit Erlösen  in einer Spanne von 88 bis 92 Mio. Euro – bei einer nicht gerade alltäglichen EBIT-Marge von rund 33 Prozent. P&I ist frei von Finanzschulden und weist ein Eigenkapital von 52 Mio. Euro aus. Mit der Argon GmbH besteht seit dem Geschäftsjahr 2011/12 ein Ergebnisabführungsvertrag. Aktionäre erhalten eine garantierte Dividende von 1,55 Euro pro Anteilschein. Der Abfindungspreis wurde seinerzeit auf 25,01 Euro festgelegt. In der Zwischenzeit hat sich das Unternehmen aber prima weiterentwickelt. Allein im laufenden Jahr kletterte der Kurs um 55 Prozent auf 48 Euro.  
P&I Kurs: 0,00
  Aktionäre von P&I sollten vorerst nichts tun. Es besteht keine Notwendigkeit, auf das Angebot einzugehen. Angesichts der gegenwärtigen Gemengelage dürfte es mittelfristig auf einen Squeeze-out hinauszulaufen. Wer in so einem Verfahren die nötige Geduld mitbringt, wird dafür häufig belohnt. Unabhängig davon ist der Vorstoß von HgCapital ein Beleg dafür, dass Personalsoftware ein attraktiver Sektor ist. Neben P&I sind in Deutschland Atoss Software und InVision in diesem Feld aktiv. Alle drei Gesellschaften verfügen über solide Bilanzen und haben zuletzt starke Zahlen vorgelegt. Einen ausführlichen Bericht über InVision finden Sie HIER.  
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P&I
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691340 DE0006913403 0,00 Mio. € 07.07.1999 Verkaufen
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#585969 #691340 #510440
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Für jede Menge Schlagzeilen sorgte der DAX-Rekordstand von 9.253,68 Zählern (im Tagesverlauf) am 18. November 2013. Bereits am Freitag, 15. November, hat der heimische Blue-Chip-Index jedoch auch eine andere Marke zurückerobert. Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit bringen es die 30 DAX-Konzerne nämlich wieder auf einen Börsenwert von mehr als 1.000 Mrd. Euro. Zurzeit sind es nach Berechnungen von boersengefluester.de genau 1.015,506 Mrd. Euro. Schwerster Titel innerhalb des DAX ist Volkswagen mit einer Kapitalisierung von 88,47 Mrd. Euro. Es folgt der Infrastrukturkonzern Siemens mit einem gesamten Börsenwert von 85,37 Mrd. Euro. Platz drei geht an SAP. Die Softwareschmiede bringt 74,91 Mrd. Euro auf die Waagschale. Die drei „leichtesten“ DAX-Konzerne sind K+S (Börsenwert: 3,95 Mrd. Euro), Lanxess (4,09 Mrd. Euro) und die Deutsche Lufthansa (7,03 Mrd. Euro).  
Volkswagen VZ Kurs: 94,16
  Im internationalen Vergleich ist der DAX gleichwohl nicht sonderlich hoch kapitalisiert. Der – allerdings 50 Werte umfassende – Euro Stoxx 50 kommt auf einen Börsenwert von rund 2.320 Mrd. Euro. Dabei hat er mit der Brauerei Anheuser-Busch Inbev (125 Mrd. Euro), dem Pharmaspezialisten Sanofi (105 Mrd. Euro.) sowie dem Öl- und Gaskonzern Total (105 Mrd. Euro) gleich drei Firmenvertreter, die mit jeweils mehr als 100 Mrd. Euro kapitalisiert sind. Der ebenfalls 30 Werte umfassende US-Leitindex Dow Jones türmt gegenwärtig umgerechnet etwa 3500 Mrd. Euro an Börsenwert auf. Gemessen an den KGVs der Einzeltitel sieht der DAX allerdings nicht mehr ganz billig aus. Immerhin 16 der 30 Aktien kommen bereits auf ein KGV von mehr als 15. Beiersdorf, Merck KGaA und Henkel werden gar mit mehr als dem 20-fachen der für 2014 von boersengefluester.de erwarteten Gewinne gehandelt. Einstellige KGVs haben nur noch die Anteilscheine von Volkswagen, Deutsche Bank und Münchener Rück.  
Beiersdorf Kurs: 120,35
  Ein wenig besser sieht es bei der Dividendenrendite aus. Genau ein Drittel der Papiere rentieren mit mehr als drei Prozent. Allerdings kommen bereits 16  Unternehmen auf eine Dividendenrendite von weniger als zwei Prozent – auf Basis der von boersengefluester.de für 2013 erwarteten Gewinnbeteiligungen. Dabei gehen wir davon aus, dass sechs DAX-Firmen für 2013 die Dividende erhöhen, 17  lassen sie  konstant und fünf werden die Dividende senken: Bei den Kürzungskandidaten handelt es sich um die Deutsche Telekom, E.ON, RWELanxess und K+S. Für die Commerzbank und ThyssenKrupp kalkulieren wir erneut mit einer Nullrunde.  
Deutsche Telekom Kurs: 34,01
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#DAX #766403 #KSAG88 #723610 #555750 #659990 #CBK100 #547040 #750000 #514000 #ENAG99 #703712 #716460 #843002 #604843 #823212 #520000
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Wenige Tage vor der für den 25. November 2013 in Frankfurt anberaumten Gläubigerversammlung präsentiert 3W Power einen ersten Überblick über die Zahlen zum dritten Quartal. Die begleitende Pressemitteilung liest sich über viele Zeilen nicht gerade ermutigend, aber auch nicht unbedingt extrem bedrohlich. Erst gegen Ende des Textes wird klar, wie brisant die Situation ist: „Sollte ein Erfolg bei der Verbesserung der Liquiditätslage und der Cash Flows für das Unternehmen ausbleiben, könnte der weitere Fortbestand des Unternehmens gefährdet sein“, teilt der Hersteller von Wechselrichtern für den Einsatz im Solarsektor sowie Geräten zur unterbrechungsfreien Stromversorgung mit. Außerdem heißt es, dass „die Liquiditätssituation weiterhin angespannt“ sei und gegenwärtig nur „ein eingeschränkter Zugang zu Krediten“ bestehe. Ebenfalls wenig ermutigend ist die Aussage, dass die „Erzielung von Cash Flows herausfordernd für den Konzern“ sei. Dabei weist 3W Power darauf hin, dass der Barmittelbestand per Ende Oktober bei immerhin noch 32,4 Mio. Euro gelegen habe. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Zum Halbjahr türmten sich in der Bilanz nämlich Finanzschulden von fast 110 Mio. Euro. Gut 98 Mio. Euro entfallen dabei auf die Anleihe. Und eben mit dieser Gläubigergruppe sucht das Unternehmen auf der Versammlung am 25. November nach einem Kompromiss. Ein kompletter Zwischenbericht für das dritte Quartal ist auf der Homepage der Gesellschaft noch nicht verfügbar. Angesichts dieser Gemengelage ist es beinahe eine Randnotiz, dass die Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg für 2013 von rückläufigen Erlösen und einem negativen bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ausgeht. Im dritten Quartal kam 3W Power auf ein EBITDA von minus 11,6 Mio. Euro – inklusive Aufwendungen für die Restrukturierung von 3,3 Mio. Euro. Nach neun Monaten 2013 dürfte somit ein negatives EBITDA von rund 16,5 Mio. Euro angefallen sein.     AEG scheint die Zeit wegzulaufen. Im kleinsten Bereich „POC“ (Power Controller Solutions) rechnet der Vorstand nicht vor Ende 2014 bis Mitte 2015 mit einer Erholung. Und auch den Markt für Projektaufträge im Bereich Solar stuft das Management weiterhin als „schwierig“ ein. Im umsatzmäßig größten Bereich Energieeffizienzlösungen (EES) kalkuliert 3W Power für 2013 mit leicht rückläufigen Erlösen und einem negativen EBITDA. Unterm Strich wird der Konzern im laufenden Jahr beim Umsatz auf weniger als 285 Mio. Euro zurückfallen – nach 368 Mio. Euro für 2012. Der Börsenwert des Unternehmens beträgt – trotz des optisch niedrigen Aktienkurses von 0,319 Euro – aber noch immer 16 Mio. Euro. Derweil notiert der – für die Zukunft von 3W Power so wichtige Bond (WKN: A1A29T) – bei 17 Prozent des Nennwerts. Es bleibt dabei: Die Zukunft von 3W Power entscheidet sich mit der Gläubigerversammlung am Frankfurter Flughafen. Sicher scheint schon jetzt: Sollte es dort zu einer Einigung kommen, wird es einen heftigen Kapitalschnitt geben, der die bisherige Eigentümerstruktur komplett umkrempeln wird. Anleger sollten weiterhin einen Bogen um Aktie und Anleihe machen.     Foto: 3W Power AG...
#A1A29T #A1W2L4 #A114Z9
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Größe ist nicht alles. In unserem neuesten Aktien-Screening führte sie ab einem gewissen Punkt sogar zum Ausschluss. Ziel war es diesmal, besonders attraktive Small Caps zu finden. Dabei haben wir uns grundsätzlich an den Bewertungsvorgaben früherer Screenings orientiert, schließlich hatten sie zu überzeugenden Ergebnissen geführt. Lediglich bei der Marktkapitalisierung hat boersengefluester.de andere Maßstäbe angelegt. Während die erste Hürde bislang stets in Form eines Mindestbörsenwerts des Streubesitzes von 10 Mio. Euro daherkam, haben wir nun ab einer gesamten Kapitalisierung von 250 Mio. Euro die Klinge angesetzt. Von den derzeit 616 Aktien, die unser Analyseuniversum DataSelect umfasst, blieben danach 397 Titel übrig. Zu klein wollten wir bei der Auswahl dann aber doch nicht werden. Daher haben wir als zweites Kriterium einen Börsenwert des Streubesitzes von mindestens 15 Mio. Euro gewählt. Hiernach hatte sich die Grundgesamtheit bereits auf 176 Papiere reduziert. In den folgenden Schritten haben wir auf unsere bewährten Schikanen gesetzt. Zunächst sollte das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nicht größer als 15 sein. Insgesamt 79 Titel erfüllten auch diese Forderung. Es folgte eine Mindestanforderung an die Eigenkapitalquote von 25 Prozent, wodurch sich das Teilnehmerfeld auf 68 verkleinerte. Die operative Marge – verstanden als das Verhältnis von Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum Umsatz – wiederum wollten wir nördlich von zehn Prozent sehen. Eine hohe Hürde, denn für nur 29 Unternehmen war auch das kein Problem. Immerhin 14 Titel scheiterten dann jedoch an der gewünschten Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss in Relation zum Eigenkapital) von mindestens 15 Prozent. Nachdem wir anschließend für das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bei 3,0 die Obergrenze gezogen haben, verkleinerte sich die Grundgesamtheit auf nur noch elf Werte. Anschließend setzten wir die Performance-Fessel an, Titel mit negativer Wertentwicklung auf Sechs-, Drei-, und Ein-Monats-Sicht wurden kategorisch aussortiert. Letztlich blieb eine Gruppe von nur noch vier Aktien übrig – mit einem Börsenwert von gut 60 bis 230 Mio. Euro. Die Branchenverteilung hätte abwechslungsreicher kaum sein können: Ein Fußball-Club aus Dortmund, ein Hersteller von Spezialschläuchen aus Gelsenkirchen, ein Pharmatitel aus der Nähe von Berlin und ein Bauzulieferer aus Düsseldorf. ...
#549309 #540510 #619070 #549293 #A0NF69
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Einen komplett entspannten Peter Bollenbeck treffen wir auf dem Frankfurter Eigenkapitalforum. Kein Wunder, hat der Vorstandschef von InVision doch offenbar alles richtig gemacht. Mit 26,60 Euro befindet sich der Aktienkurs des auf Software für die Optimierung des Personaleinsatzes in Call Centern spezialisierten Unternehmens gegenwärtig in Regionen, die er – das August-Hoch bei 29 Euro mal ausgeklammert – eine gefühlte Ewigkeit nicht gesehen hat. Selbst der Emissionspreis von 32 Euro aus dem Juni 2007 scheint plötzlich wieder greifbar. Auslöser der Rally: Die im Frühjahr 2011 eingeleitete radikale Umstellung des Geschäftsmodells Richtung Cloud Computing ist endlich abgeschlossen und wirkt sich zunehmend positiv auf das Zahlenwerk aus. „Wir kommen jetzt in eine Phase, wo die Steigerung bei den Abo-Erlösen die rückläufige Entwicklung bei den einmaligen Lizenzumsätzen überkompensiert“, sagt Bollenbeck. Vorteil für InVision: Dem Vernehmen nach sind 85 Prozent aller Call Center kleinere Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern – und die scheuen häufig den teuren Kauf von kompletten Softwarepaketen. Und genau hier setzt Bollenbeck an. Seine Software-Abos aus der Cloud bietet InVision für monatlich 9 Euro pro Mitarbeiter an. „Diese Ausgabe rechnet sich für die Unternehmen fast von selbst“, sagt Bollenbeck – so groß sind die Produktivitätsfortschritte durch den Einsatz der InVision-Produkte. Clever: Neben der Software zur Planung des Personaleinsatzes haben die Ratinger auch ein umfangreiches E-Learning-Programm zur Schulung von Call-Center-Mitarbeitern im Angebot. Die jüngste Entwicklung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) kann sich bereits sehen lassen. Im ersten Quartal kam InVision auf ein EBIT von 0,13Mio. Euro. Von Anfang April bis Ende Juni verdiente die Gesellschaft 0,40 Mio. Euro, und im dritten Jahresviertel waren es bereits 0,51 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2013 stellt InVision derzeit ein operatives Ergebnis von mindestens 1,7 Mio. Euro in Aussicht. Demnach müsste im Schlussquartal ein EBIT von mindestens 0,65 Mio. Euro herauskommen. Bollenbeck ist sicher, dass er das schafft und blickt voller Zuversicht nach vorn: „Wir werden diesen schönen linearen Trend auch im kommenden Jahr fortsetzen.“  
InVision Kurs: 4,66
  Die Analysten von Warburg Research haben ihre Prognosen für InVision vor wenigen Tagen komplett überarbeitet. Statt eines EBIT von 2,7 Mio. Euro für 2014 rechnen die Banker nun mit einem Betriebsgewinn von 3,4 Mio. Euro. Für 2015 halten sie gar einen Zuwachs auf 4,4 Mio. Euro für denkbar. Bislang lag die 2015er-Schätzung bei 3,6 Mio. Euro. Das Kursziel hat Warburg Research von 29 auf 36 Euro heraufgesetzt. Demnach hätte die InVision-Aktie noch ein Potenzial von gut einem Drittel. Gegenwärtig kommt der Small Cap auf eine Kapitalisierung 59,4 Mio. Euro. Das entspricht etwa dem 4,5-Fachen der für das laufende Jahr erwarteten Umsatzerlöse. Gemessen an heimischen Nebenwerten aus dem Sektor Personalsoftware – wie etwa Atoss Software (KUV: 3,1) oder P&I (KUV: 4,1) – wirkt diese Relation nicht gerade günstig. Allerdings sieht Bollenbeck in Titel wie Atoss Software oder P&I nicht die geeignete Peer Group – zu unterschiedlich seien die Geschäftsmodelle. Eher in Frage kommen Unternehmen wie Workday (WKN: A1J39P) oder Salesforce (WKN: A0B87V), auch wenn sie größenmäßig in anderen Ligen spielen. Besonders für stark Cloud-fokussierte Anbieter wie die seit gut einem Jahr gelistete US-Firma Workday werden zurzeit enorme Multiples gezahlt. So kommt Workday gegenwärtig auf einen Börsenwert von rund 12,9 Mrd. Dollar. Dabei kalkuliert die defizitäre Gesellschaft für das laufende Jahr mit Erlösen von 436 bis 446 Mio. Dollar.  Dementsprechend beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) stattliche 29. Anders ausgedrückt: Jeder Dollar Umsatz, den Workday erzielt, wird an der Börse mit rund 29 Dollar bewertet. Bei Salesforce beträgt dieser Faktor etwa 8,5. Mit einem erwarteten Umsatz von rund 4 Mrd. Dollar ist das Unternehmen jedoch ein echter Branchengigant.  
InVision Kurs: 4,66
  Momentan auf Eis liegt hingegen der auf der Hauptversammlung Ende Mai beschlossene Rückkauf von bis zu 50.000 eigenen Aktien. Knapp 39.000 Anteilscheine wurden bereits erworben, gegenwärtig liegt die Notiz mit gut 27 Euro aber oberhalb des zuvor festgelegten Maximalpreises von 25 Euro – daher der aktuelle Kaufstopp. Noch keine Entscheidung ist darüber gefallen, was mit den bereits gekauften Papieren passieren soll. Nach Berechnungen von boersengefluester.de müssten sich derzeit gut 82.500 eigene Aktien im Firmendepot befinden. Das entspricht annähernd 3,7 Prozent des gesamten Aktienkapitals. Das Wachstum von InVision beruht in der Regel auf organischer Basis, als Akquisitionswährung bräuchte das Unternehmen die Papiere also nicht zwingend. Denkbar wäre also, dass InVision die Aktien einzieht. Damit würde sich der zu verteilende Gewinn zwar auf weniger Stücke beziehen – was bei einem konstanten KGV, zu einem höheren Kurs führen müsste. Andererseits beträgt der echte Streubesitz bereits jetzt lediglich 15,46 Prozent. Die meisten Stücke hält der Vorstand: So entfallen auf Peter Bollenbeck und Mitgründer Armand Zohari direkt jeweils 17 Prozent der Stimmen. Zudem halten die beiden über die InVision Holding weitere 24,12 Prozent der Aktien. Mitgründer Matthias Schroer, der zurzeit nur noch im Aufsichtsrat sitzt, kommt auf knapp 11,32 Prozent. „Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen, und das wird auch so bleiben“, sagt Bollenbeck. Eine Dividende hat es seit dem Börsengang allerdings noch nicht gegeben. Daran dürfte sich vorerst auch kaum etwas ändern. Unterm Strich bietet die InVision-Aktie zurzeit eine super knackige Investmentstory. Verglichen mit US-Konkurrenten aus dem Cloud-Sektor ist der Small Cap noch immer sehr moderat bewertet. Für boersengefluester.de ist das von den Warburg-Analysten genannte Kursziel von 36 Euro daher eine realistische Marke. Zunächst einmal gilt es jedoch, den Emissionspreis endlich mal wieder von oben zu betrachten – nach sechs Jahren wird das auch höchste Zeit.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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InVision
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
585969 DE0005859698 AG 10,42 Mio. € 18.06.2007 -
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#Cloud #585969 #A1J39P #A0B87V #691340 #510440
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Einen Monat nach dem Traumstart an der Nasdaq hat der 3D-Druckerhersteller Voxeljet seine Neun-Monats-Zahlen vorgelegt. Die Spannung war enorm: Schließlich gibt es nur wenige Neuemissionen, deren Kurs innerhalb von vier Wochen um 300 Prozent in die Höhe schießt. „Das IPO ist eine große Geschichte für uns – besonders in den USA haben wir deutlich mehr Aufmerksamkeit gewonnen", freute sich Vorstandschef Ingo Ederer auf dem Conference Call zu den Quartalszahlen. Kein Wunder: Vermutlich gibt es nicht viele Unternehmen, die bei einem für 2013 erwarteten Umsatz von 11 Mio. Euro einen Börsenwert von mehr als 600 Mio. Euro auf die Waagschale bringen. Doch die 3D-Druckfantasie der Investoren ist gewaltig. Zumindest in der Theorie sind den Möglichkeiten der neuen Technologie kaum Grenzen gesetzt: von industriellen Anwendungen etwa im Automobilsektor bis hin zum Einsatz im medizinischen Bereich. Offenbar handelt es sich um eine sogenannte „Game-Changer-Technologie“ mit weitreichenden Folgen – auch für andere Industrien. Und daher betont Voxeljet-Vorstandschef Ingo Ederer: „Wir freuen uns, dass unser Umsatzwachstum die zunehmenden Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks widerspiegelt.“ So zogen die Erlöse im dritten Quartal um 77 Prozent auf 3,52 Mio. Euro an. Das operative Ergebnis drehte von minus 0,038 Mio. Euro auf plus 0,40 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 0,21 Mio. Euro hängen. Demnach kommt die Gesellschaft aus dem bayerischen Friedberg nach neun Monaten 2013 auf ein Umsatzplus von 20,5 Prozent auf knapp 8 Mio. Euro. Unterm Strich steht allerdings noch ein Verlust von knapp 0,17 Mio. Euro – oder minus 0,08 Euro pro Aktie. Für das Abschlussquartal rechnet Ederer mit Erlösen von mindestens 3 Mio. Euro, so dass am Jahresende Umsätze von rund 11 Mio. Euro in den Büchern stehen. Der Auftragsbestand per 30. September beläuft sich auf 5,5 Mio. Euro – dieser Betrag steht für sieben 3D-Drucker.     Eine Kapitalisierung von 600 Mio. Euro lässt sich mit solchen Zahlen natürlich noch nicht rechtfertigen. Anleger, die derzeit auf der 3D-Welle reiten, müssen also sehr weit in die Zukunft schauen. Als Hersteller von großvolumigen 3D-Druckern für professionelle Anwendungen hat Voxeljet jedoch gute Karten, auch künftig vorn mit zu mischen. Überhaupt hat Deutschland eine starke Position inne. Ein weiterer Topplayer ist etwa die – allerdings nicht börsennotierte – EOS Holding aus München. Die Gesellschaft bezeichnet sich selbst als „Technologie- und Marktführer für designgetriebene e-Manufacturing-Lösungen“. Branchenkenner spielen  bereits durch, welche Veränderungen künftig möglich sind. Was passiert etwa, wenn den großen Maschinenbau-Unternehmen ihr so wichtiges Ersatzteilgeschäft wegbricht, weil sich die Kunden defekte Verschleißteile selbst ausdrucken? Vor den amerikanischen Finanzexperten zeigte sich Vorstandschef Ederer sehr optimistisch, was die weiteren Aussichten angeht: „Voxeljet ist einer der Pioniere im Bereich 3D-Druck. Diese innovative Technik hat das Potenzial, Herstellungsprozesse, wie wir sie heute kennen, komplett zu verändern. Dabei glauben wir, dass sich die 3D-Drucktechnologie erst in einer frühen Phase der Entwicklung befindet." Um auch in Amerika stärker Fuß zu fassen, baut die Gesellschaft ein Service-Center in der Midwest-Region – ganz nach dem Vorbild in der bayerischen Heimat. Hier bietet Voxeljet in einem der größten 3D-Druck-Zentren Europas die „On-Demand-Fertigung“ von Formen und Modellen für alle möglichen Kundengruppen an. Wichtig: Der Servicebereich ist gleichzeitig ein bedeutender Hebel, um den Verkauf der 3D-Drucker anzutreiben. Ab dem dritten Qurtal 2014, wenn das neue Center in den USA in Betrieb ist, sollten hieraus deutliche Effekte auf den Umsatz zu spüren sein. Gegenwärtig hat das Unternehmen fünf verschiedene 3-Druckertypen im Programm, vom kleineren Einstiegsmodell bis hin zu großformatigen Maschinen. Auf der Spezialmesse EuroMold, Anfang Dezember in Frankfurt, wird das Management seine sechste Baureihe vorstellen. Überhaupt dürfte die Fachmesse den Blick der Investoren nochmals auf die 3D-Druckbranche lenken. So findet am 5. Dezember 2013 in Frankfurt die „15. Internationale Wohlers Konferenz" zum Thema „Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Additive Fertigung und 3D-Druck" statt. Fazit von boersengefluester.de: Kein Sektor ist derzeit heißer als der 3D-Druckbereich. Wer sich hier engagiert, tummelt sich in einem extrem zukunftsträchtigen Bereich. Die momentanen Bewertungen an der Börse sind allerdings komplett abgehoben.     Foto: Voxeljet AG  ...
#3D-Druck #A1W556
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Auf den ersten Blick alles andere als ein Traumstart für den seit August 2013 amtierenden WMF-Vorstandschef Peter Feld. Kürzlich durchsuchte ein Großaufgebot der Polizei den Haushaltswarenhersteller. Angeblich sollen drei Mitarbeiter Edelstahlschrott aus der Produktion auf eigene Rechnung an lokale Altmetallhändler verkauft haben. Nun holen die Schwaben auch noch konjunkturelle Sorgen ein. Nach neun Monaten 2013 liegt WMF beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 32,1 Mio. Euro um 17 Prozent hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurück. Da sich vorerst keine Besserung abzeichnet, kassierte der neue starke Mann bei WMF kurzerhand die Prognose für 2013 ein. Statt einer Umsatzrendite von etwa sechs Prozent rechnet Feld nun mit einer Marge von vier bis fünf Prozent – bei Erlösen auf Vorjahresniveau. Allerdings sind jede Menge Sondereffekte zu beachten: Eine zentrale Rolle spielt der Mitte 2013 erfolgte verlustreiche Verkauf der Elektrokleingeräte-Gruppe Princess. Die sogenannten „B-Marken“ Petra, Princess, Nova standen 2012 für einen Umsatz von gut 57 Mio. Euro – bei einem Konzernerlös von 1.027,3 Mio. Euro. Die Herausnahme aus der Gesamtrechnung wirkte sich bis Ende September 2013 mit 9,4 Mio. Euro belastend aus. Hinzu kommen Verluste von 3,9 Mio. Euro, die bei Princess in den ersten fünf Monaten 2013 angefallen sind, als der Firmenteil noch zu WMF gehörte. Bereinigt um den Princess-Deal, sieht das Bild jedoch schon ein wenig freundlicher aus. Demnach soll die operative Umsatzrendite 2013 auf dem 2012er-Niveau von rund sieben Prozent liegen.  
WMF ST Kurs: 0,00
  Nun hat WMF-Vorstand Feld ein Kostensenkungsprogramm angestoßen, was zunächst allerdings mit rund 12 Mio. Euro auf das EBIT drücken wird. Ansatzpunkte sind Sortimentsbereinigungen und die Schließung unrentabler Filialen. Wie aus Firmenkreisen zu hören ist, soll der ehemalige Beiersdorf-Vorstand bei seinen Entscheidungen wenig zimperlich sein. Kein Wunder: Der DAX-Konzern ist mit Erlösen von rund 6 Mrd. Euro rund sechs Mal so groß wie WMF. Da werden Einheiten, die bei den Schwaben lange Zeit gut sichtbar waren, nun offenbar schnell als zu klein abgestempelt. Der Stimmung bei WMF scheint das allerdings nicht unbedingt förderlich zu sein – so ist zumindest zu hören. Teuer zu stehen kommt WMF auch die Trennung vom früheren Vorstandschef Thorsten Klapproth. Dem Vernehmen nach geht es bei der Abfindung um rund 2,6 Mio. Euro. Klapproth musste seinen Hut nehmen, nachdem der langjährige – eher passive – Schweizer Großaktionär Capvis seinen WMF-Anteil im Juni 2012 an den US-Finanzinvestor KKR verkaufte. Zwischen Klapproth und der sich aktiv ins Geschäft einmischenden KKR soll es schnell zu Differenzen gekommen sein. Addiert man auf das zum 30. September 2013 ausgewiesene EBIT von 32,1 Mio. Euro die 9,4 Mio. Euro Belastungen aus der Entkonsolidierung von Princess, die aufgelaufenen 3,9 Mio. Euro Princess-Verluste sowie die 2,6 Mio. Euro für die Auflösung des Klapproth-Vertrags, ergibt sich ein EBIT von 48 Mio. Euro. Dieser Betrag wiederum liegt um 24 Prozent oberhalb des 2012er-EBITs von 38,7 Mio. Euro. Zumindest aus dieser Brille wirken die Zahlen von WMF also bereits viel ansehnlicher. Schönrechnen will boersengefluester.de die Situation bei WMF bestimmt nicht. Andererseits scheint das Unternehmen gegenwärtig kein Interesse zu haben, sich angemessen positiv darzustellen.  
WMF VZ Kurs: 0,00
  Dreh- und Angelpunkt bei WMF bleibt die Aktionärsstruktur. Nachdem KKR im Juli 2012 bei WMF eingestiegen ist, halten die Amerikaner gegenwärtig – über das Vehikel Finedining Capital GmbH – 71,5 Prozent der Stammaktien und 6,09 Prozent der Vorzüge. Maßgeblich engagiert bei den Stämmen ist mit 25,07 Prozent zudem die Fiba Beteiligungs- und Anlage GmbH. Zuzurechnen ist die Gesellschaft Andreas Weißenbacher, dem Chef des börsennotierten österreichischen Wasseraufbereiters BWT (Best Water Technology). Eine Verbindung zwischen beiden Firmen besteht unter anderem durch die Wasserfilter von BWT, die auch in den Kaffeeautomaten von WMF eingesetzt werden. Gemessen an der Investmentmentalität dürften zwischen Weißenbacher und KKR allerdings Welten liegen. Gerüchte, wonach KKR auf einen kompletten Börsenrückzug – also einen Squeeze out – abzielt, haben sich bislang zwar nicht bestätigt – und gingen auch nur über den Tisch von BWT-Boss Weißenbacher. Auf mittlere bis lange Sicht scheint das aber ein realistisches Szenario. Möglicherweise drücken die Amerikaner sogar ein wenig auf die Tube. Diesen Schluss lassen zumindest die aktuellen Verkaufsgerüchte um die Werkstattkette ATU zu, die ebenfalls zum KKR-Portfolio gehört. Allerdings hatte KKR bei dem Sanierungsfall ATU wenig Glück. Da ist WMF das wesentlich bessere Investment. Die stimmberechtigten Stämme notieren mit gegenwärtig 51 Euro deutlich über dem damaligen Gebotspreis von 47 Euro. Im April 2013 kosteten sie in der Spitze sogar 63 Euro. Die Vorzüge – sie befinden sich zu 93,35 Prozent im Streubesitz – kosten zurzeit 43 Euro.  Für die stimmrechtslosen Anteilscheine hatten die Amerikaner damals lediglich 31,70 Euro pro Stück geboten.  
WMF VZ Kurs: 0,00
  Anleger mit Weitblick setzen drauf, dass WMF schon bald wieder volle Ertragsstärke zeigen wird. Das 2014er-KGV für die Vorzüge dürfte bei lediglich rund zehn anzusiedeln sein. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis beträgt etwa 1,9. Die Zeiten, als WMF für weniger als das Eigenkapital zu haben war, sind zwar längst vorbei. Aber wirklich teuer ist der Value-Titel WMF gegenwärtig nicht. Anleger sollten die jüngste Kursschwäche bei den Vorzügen zum Einstieg nutzen. Die Stämme sind aufgrund der geringen Handelsumsätze nicht unbedingt empfehlenswert. Und vielleicht ergibt sich ja sogar noch ein kleiner zusätzlicher Ergebnisswing, wenn die Erlöse aus dem Edelstahlschrott künftig wieder komplett in die Kassen von WMF fließen. Bei der Dividende scheint dennoch maximal eine Aussschüttung auf Vorjahresniveau drin zu sein. Damit käme das Papier auf eine Rendite von 2,3 Prozent. Das ist nicht unbedingt ein Kaufargument. Doch spätestens im kommenden Jahr, wenn die Sonderfaktoren wegfallen, dürfte die Gesellschaft einen deutlichen Ergebnisswing hinlegen. Dann sollte auch der Kurs auf höherer Flamme köcheln. Unser erstes Ziel für die Vorzüge liegt bei mindestens 50 Euro.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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WMF VZ
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
780303 DE0007803033 0,00 Mio. € 01.01.1970 Halten
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#520000 #780303 #780300 #KKR #Peter Feld #Princess
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Wer den 42 Seiten umfassenden Zwischenbericht von K+S liest, wird überrascht sein. Zwar ist in einigen Passagen zur Branchensituation von „erheblicher Unsicherheit über die weitere Mengen- und Preisentwicklung im Markt für Kalidüngemittel“ oder einer „spürbaren Zurückhaltung der Kunden bei ihren Kaufentscheidungen“ die Rede. Von Panik, wie sie an den Börsen nach dem Austritt der russischen Uralkali aus dem gemeinsam mit der weißrussischen Belaruskali betriebenen Vertriebskartell BPC herrschte, ist jedoch nichts zu merken. Gleichwohl räumt der K+S-Vorstandschef Norbert Steiner ein: „Wie lange diese Phase der Verunsicherung andauern wird, ist zum heutigen Zeitpunkt nicht seriös abschätzbar.“ K+S setzt auf eine Politik der ruhigen Hand: „Wir beabsichtigen in den kommenden Jahren keine grundlegende Änderung unserer Geschäftspolitik. Wir wollen in unseren Geschäftsbereichen unsere Marktpositionen insbesondere über den verstärkten Verkauf von Spezialprodukten ausbauen, unsere Effizienz auch durch Nutzung von Kostenpotenzialen und Synergien erhöhen, den Ausbau neuer Kalikapazitäten mit dem Legacy Projekt in Kanada vorantreiben und in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz sowohl organisch als auch extern wachsen“, heißt es im Neun-Monats-Abschluss.  
K+S Kurs: 12,40
  Große Erwartungen haben die Kasseler an ihr Programm „Fit für die Zukunft“: Für die kommenden drei Jahre sollen die Einsparungen ein Volumen von mehr als 500 Mio. Euro erreichen. Gut 150 Mio. Euro sollen dabei auf 2014 entfallen. Zwar werden in erster Linie Sachausgaben gekürzt, dem Vernehmen nach scheint K+S aber auch an Entlassungen nicht vorbei zu kommen. Auf Einschnitte – neben dem ohnehin schon bitteren Kursverlauf der vergangenen Quartale – müssen sich auch die Aktionäre einstellen. Grundsätzlich schüttet der Kaliproduzent zwischen 40 und 50 Prozent des bereinigten Konzerngewinns an die Aktionäre als Dividende aus. Bezogen auf die gegenwärtige Ergebnisplanung von „knapp unter 400 Mio. Euro“ würde das auf eine Spanne von 0,70 bis 1,00 Euro Dividende für 2013 hinauslaufen. Damit liegt K+S etwa im Rahmen der Erwartungen der Analysten. Allerdings macht der Konzern eine dicke Einschränkung. So heißt es im Neun-Monats-Report: „Ein temporäres Abweichen von der Dividendenpolitik kann aufgrund der Unsicherheiten im Markt für Kali- und Magnesiumprodukte und notwendiger Finanzierungsmaßnahmen nicht ausgeschlossen werden.“ Eine komplette Nullrunde scheint indes nicht zur Debatte zu stehen. Laut Finanzkalender findet die Hauptversammlung am 14. Mai 2014 in Kassel statt. Die Dividendenzahlung ist für den 15. Mai eingetragen. Für 2012 hatte K+S noch eine Dividende von 1,40 Euro pro Anteilschein gezahlt. Die restlichen Zahlen aus dem aktuellen Zwischenbericht sehen indes ganz ordentlich aus, auch wenn sie erwartungsgemäß deutlich hinter den Vorjahreswerten hinken. Der Umsatz von 817,7 Mio. Euro aus dem dritten Quartal lag um knapp elf Prozent unter dem Vergleichsniveau. Bezogen auf die Analystenschätzungen von im Mittel annähernd 815 Mio. Euro entspricht das jedoch einer Punktlandung. Sogar besser als gedacht, schnitt K+S beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ab: Mit 115,8 Mio. Euro war es zwar um rund ein Viertel niedriger als 2012. Die Konsensprognose der Banker betrug jedoch „nur“ gut 100 Mio. Euro – allerdings mit einer enormen Spannbreite. Das heißt: Pessimisten werden positiv überrascht sein, Optimisten hingegen ein wenig enttäuscht.  
K+S Kurs: 12,40
  Konkrete Zahlen nennt Vorstandschef Steiner nun auch hinsichtlich des aktualisierten Ausblicks für 2013. „Der Umsatz der K+S-Gruppe dürfte im Geschäftsjahr 2013 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres liegen.“ Zur Einordnung: Damals kam das Unternehmen auf Erlöse von 3,935 Mrd. Euro. Beim bereinigten EBIT kalkuliert der Manager mit einem Wert „oberhalb von 600 Mio. Euro“ – nach 808,5 Mio. Euro für 2012. Auch für das Nettoergebnis liegt nun eine Richtschnur vor: „Das bereinigte Konzernergebnis sollte knapp unter 400 Mio. Euro betragen“, sagt Steiner. Das entspricht einem Rückgang von mindestens 37 Prozent. Per saldo entspricht diese Prognose aber den bisherigen Erwartungen der Analysten. Höchstens beim EBIT liegt K+S oberhalb der Kalkulationen der Marktbeobachter. Noch keine Angaben macht K+S zu den Aussichten für 2014. Aber ausgerechnet hier müssen sich die Anleger – zumindest gehen die Analysten davon aus – warm anziehen. Ihrer Meinung nach könnte eine neuerliche Gewinnhalbierung mit dramatischer Dividendenkürzung bevorstehen. Ob es tatsächlich soweit kommen wird, ist schwer abzuschätzen. Zu schnell ändern sich derzeit die Rahmenbedingungen im weltweiten Kali-Poker. Zumindest auf Basis der aktuellen Zahlen sieht die K+S-Aktie gar nicht mal so unattraktiv aus: Der Börsenwert beträgt 4,11 Mrd. Euro. Dem steht ein Eigenkapital von 3,43 Mrd. Euro entgegen. Die Nettoverschuldung beläuft sich auf 902 Mio. Euro. Das KGV auf Basis für 2013 beträgt verlockende zehn. Bezogen auf die Prognosen für 2014 steigt es dann jedoch auf 18 – allerdings ist die Unsicherheit extrem groß. Auf K+S als verlässlichen Dividendenspender, können Anleger ebenfalls nur bedingt bauen. Immerhin: Charttechnisch hat sich die Lage halbwegs stabilisiert. Seit einigen Monaten pendelt die Notiz – teilweise mit heftigen Ausschlägen – zwischen 18 und 22 Euro.  
K+S Kurs: 12,40
  Fazit: Der Zwischenbericht sollte die Skeptiker positiv überrascht haben. Allerdings steht die große Bewährungsprobe erst noch bevor. K+S muss die gewaltigen Investitionen für das kanadische Kaliprojekt Legacy stemmen und sieht gleichzeitig einer extrem unsicheren Branchenentwicklung entgegen. Es braucht schon viel Mut, um in so einer Gemengelage in den DAX-Titel zu investieren. Die Analysten raten überwiegend zur Vorsicht. Das muss nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen sein. Zudem kommen die Investoren bei der Suche nach Turnaround- und Restrukturierungsstorys kaum an Titeln wie Commerzbank und K+S vorbei. Anders ist das enorme Interesse an K+S auch kaum zu erklären. Boersengefluester.de hält Verkäufe jedenfalls nicht mehr für sinnvoll.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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K+S
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
KSAG88 DE000KSAG888 AG 2.219,95 Mio. € 01.05.1971 Halten
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  Foto: K+S AG   [sws_red_box box_size="585"]Kennen Sie schon unseren Dividenden-Kalender? Mit diesem exklusiven Analyse-Tool haben Sie ganz neue Möglichkeiten, den für Sie passenden Rendite-Hit unter mehr als 600 Deutschen Aktien ausfindig zu machen. Einfach HIER anklicken.[/sws_red_box]...
#KSAG88 #CBK100
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Auf der Frankfurter Buchmesse suchte man Edel im laufenden Jahr vergebens. Dabei hatte das Musik- und Verlagshaus 2012 noch einen sehr prominenten Stand auf der Leitveranstaltung der Branche. Von Börsenaktivitäten wie Roadshows oder Small-Cap-Präsentationen haben sich die Hamburger bereits seit längerer Zeit zurückgezogen. Aus heutiger Sicht mag man kaum glauben, dass Edel – neben der damaligen EM. TV – mal einer der heißesten Medienwerte vom Neuen Markt war. Immerhin: Vorstandschef Michael Haentjes ist noch immer an Bord und hat aus dem zwischenzeitlich viel zu schnell gewachsenen Unternehmen eine feine Firma mit toller Reputation in der Verlagsbranche geformt. Für Privatanleger kommt Edel seit geraumer Zeit vor allem als Dividendenwert in Frage. Zur Hauptversammlung im Mai 2014 (einen konkreten Termin gibt es noch nicht) will das Unternehmen erneut 0,10 Euro pro Aktie ausschütten. Bezogen auf den aktuellen Kurs ergibt sich daraus eine Rendite von fast 4,9 Prozent. Edel weist darauf hin, dass die Dividende nicht der Kapitalertragsteuer unterliegt – häufig wird daher etwas lapidar von einer „steuerfreien Dividende“ gesprochen. Wirklich steuerfrei sind diese Ausschüttungen aber nur für Investoren, die das jeweilige Papier bereits vor 2009 – also vor Einführung der Abgeltungsteuer – im Depot haben! Für alle anderen Anleger setzt lediglich eine zeitliche Verschiebung der Besteuerung ein. Denn die steuerfreien Dividenden werden über die Haltedauer kaufpreismindernd fortgeschrieben. Sobald ein Anleger seine Aktie verkaufen will, wird die Abgeltungsteuer fällig – und zwar auf die Differenz zwischen Verkaufspreis und ursprünglichem Kaufpreis, der um die erhaltenen Dividenden gekürzt wurde. Für Privatanleger bleibt jedoch ein Vorteil: der Steuerstundungseffekt.  
Edel Kurs: 4,22
  Aber auch losgelöst von der Dividendenzahlung hat der Small Cap seine Reize: Der Börsenwert von knapp 47 Mio. Euro entspricht nur rund 30 Prozent des aktuellen Umsatzes von 155,6 Mio. Euro. Ergebnismäßig konnte Edel die Vorjahreswerte zwar nicht ganz erreichen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2012/13 (per 30. September) mit 6,9 Mio. Euro letztlich aber nur um rund zehn Prozent unterhalb der Vergleichszahl von 2011/12. Zum Halbjahr hinkte das Betriebsergebnis noch um fast 42 Prozent zurück. „Das Ergebnis des ersten Halbjahres mag enttäuschend aussehen, doch haben wir an einigen Stellen des Unternehmens die Weichen für weiteres Wachstum und höheren Gewinn gestellt“, kommentierte Haentjes damals. Gedrückt wurde der Profit unter anderem durch weiter rückläufige Margen bei der Tochter Optimal Media GmbH. Der Mediendienstleister aus Röbel an der Müritz ist im Druckbereich tätig, verarbeitet aber auch CDs/DVDs oder andere Tonträger für Edel. Als positives Gegengewicht entwickelt sich dagegen zunehmend die Tochter Kontor New Media GmbH. Was wohl nur wenige Börsianer wissen: Die Gesellschaft zählt für Plattformen wie iTunes von Apple, Amazon, Musicload der Deutschen Telekom oder Spotify zu den wichtigsten Digitalvertrieben in Europa.  
Edel Kurs: 4,22
  Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Edel mit einer „Fortsetzung der soliden Unternehmensentwicklung“. Auf Basis der aktualisierten Ergebnisschätzungen von boersengefluester.de kommt der Nebenwenwert derzeit auf ein 2014er-KGV von rund 13,7. Das ist nicht unbedingt ein super Schnapper, lässt aber durchaus Platz nach oben. Wer also einen dividendenstarken Nebenwert aus der Medienszene sucht, ist bei Edel gut aufgehoben. Wenig inspirierend sieht nur der Chart aus. Allerdings hellt sich das Bild in den Wochen vor der Hauptversammlung regelmäßig auf. Clevere Anleger positionieren sich also rechtzeitig.  
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Edel
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
564950 DE0005649503 SE & Co. KGaA 95,94 Mio. € 31.08.1998 Kaufen
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#555750 #Apple #564950 #Spotify #iTunes
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Nach neun Monaten 2013 wagt der Vorstand des Netz- und Ladegerätespezialisten Friwo erstmals einen konkreten Ausblick für 2013. Demnach rechnet die Gesellschaft aus Ostbevern/Westfalen mit einem Umsatz von deutlich über 100 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 3 Mio. Euro. Bislang war lediglich von einer „erheblichen Verbesserung der Ertragslage“ die Rede. Nach neun Monaten 2013 kam Friwo bei Umsätzen von 87 Mio. Euro auf ein EBIT von 3,0 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie drehte von minus 0,09 auf plus 0,23 Euro. Auch wenn sich die Dynamik im vierten Quartal dem Vernehmen nach abschwächen soll, scheint die Prognose von Friwo reichlich tief gestapelt. Im Vorjahr erzielte das Unternehmen im Abschlussviertel ein operatives Ergebnis von plus 0,7 Mio. Euro.  
Friwo Kurs: 8,10
  Mit einem Kursplus von 86 Prozent seit Jahresbeginn zählt die Friwo-Aktie 2013 mit zu den stärksten Small Caps. 82,91 Prozent der Anteilscheine befinden sich in den Händen der VTC Industrieholding. Anzeichen, dass VTC in kleinen Schritten Stücke einsammelt, gibt es derzeit zwar nicht. Mittelfristig scheint ein solches Szenario aber realistisch. Der Börsenwert von Friwo liegt mit knapp 127 Mio. Euro nicht allzu weit von dem momentanen Erlösziel entfernt. Ein KGV von knapp 50 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund zwölf sind jedoch auch nicht unbedingt alltäglich. Fazit: Die operativen Fortschritte bei Friwo sind größer als zuletzt gedacht. Die Bewertung bleibt gewöhnungsbedürftig. Haltenswert scheint der Squeeze-out-Kandidat in der gegenwärtigen Konstellation dennoch.  
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Friwo
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620110 DE0006201106 AG 69,29 Mio. € 08.09.1977 Halten
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#620110
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Zu Essanelle geht man normalerweise, wenn man sich die Haare schneiden lassen will. Nebenwertekenner schätzen die Aktie der Friseurkette aber auch als verlässlichen Dividendenwert. Die Gewinne (vor Steuern) des Unternehmens bewegen sich seit Jahren in einer überschaubaren Range zwischen 5 und 6 Mio. Euro. Seit 2007 zahlt das Unternehmen eine stabile Dividende von 0,50 Euro pro Aktie. Bezogen auf den aktuellen Kurs von 11,77 Euro entspricht das einer Rendite von gut 4,1 Prozent. Hauptprofiteur ist die Saxonia Holding GmbH – den meisten wohl eher durch die Friseurkette Klier bekannt. Die Gesellschaft hält 89,77 Prozent der Essanelle-Anteilscheine. Auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt überzeugte Essanelle-Vorstandschef Achim Mansen mit einer angenehm offenen Präsentation. Leider war das Auditorium mit nur rund 25 Teilnehmern nicht sonderlich gut besucht. Dreh- und Angelpunkt bei Essanelle ist derzeit die seit Anfang August 2013 geltende erste Stufe des Mindestlohns im Friseurhandwerk. Vorerst wurden die Löhne im Osten auf 6,50 Euro pro Stunde angehoben. Bis 2015 soll der Lohnsatz im gesamten Bundesgebiet auf 8,50 Euro steigen. „Grundsätzlich ist das der richtige Schritt. Friseure verdienen viel zu wenig“, sagt Mansen. Als Verantwortlicher für die Finanzen von Essanelle weiß er aber auch, dass sich die neuen Lohngrenzen nur dann tragen lassen, wenn die Kunden auch bereit sind, einen höheren Preis für ihren Haarschnitt zu zahlen. „Durch den Mindestlohn erhöhen sich unsere Lohnkosten um rund 4 Millionen Euro“, rechnet Mansen vor. Bei einer Gesellschaft aus der Liga Essanelle, kann so der bisherige Gewinn zu einem Großteil aufgefressen werden.     Zu Kompensation hat Essanelle in rund ein Viertel der Salons auf Preiserhöhungen gesetzt – um zwischen zehn bis 40 Prozent wurde der Haarschnitt teurer. „Wir benötigen ein Umsatzplus von 4,5 bis 5 Prozent, um die höheren Personalkosten aufzufangen“, sagt Mansen. Umso gespannter war das Essanelle-Management, wie die Kunden auf die neuen Preistafeln reagieren würden. Zunächst einmal ging es gut los: Im August stiegen die Erlöse um 4,6 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im September lag die Umsatzsteigerung mit 2,3 Prozent dann aber bereits deutlich unterhalb der notwendigen Expansionsmarke. Doch bereits im Oktober entwickelte es sich wieder um 5,7 Prozent nach oben. „Da lief es bei uns wie geschnitten Brot“, so Mansen. Der November ist bislang mit einem Plus von 4,5 bis fünf Prozent anständig gelaufen. Ein verlässlicher Trend lässt sich daraus allerdings noch nicht ableiten, selbst wenn der Dezember üblicherweise ein guter Monat ist. Zum Weihnachtsfest wollen die meisten Menschen schließlich einen gepflegten Kopfschmuck tragen. Angesichts der immer noch unsicheren Ausgangslage, hat Essanelle mit der Veröffentlichung des Neun-Monats-Berichts die Bandbreite für den zu erwartenden Gewinn vor Steuern auf 5,0 bis 6,0 Mio. Euro ausgeweitet. Bislang erstreckte sich die Range auf 5,5 bis 6,0 Mio. Euro. Als Gewinnwarnung im „klassischen Sinne“ ist diese Vorsichtsmaßnahme eher nicht zu interpretieren. Auf dem Eigenkapitalforum ließ sich Firmenchef Mansen – ein wenig scherzhaft – sogar zu einer konkreten Prognose hinreißen: „Ein Tipp vor mir – wir landen bei 5,5 Millionen Euro.“ Da Essanelle für eher konservative Vorhersagen bekannt ist, dürfte damit einer Dividende von erneut 0,50 Euro pro Aktie nichts im Weg stehen. Bei 4,6 Millionen Anteilscheinen beträgt die Ausschüttungssumme 2,3 Mio. Euro. Interessant wird, wie sich die deutschen Kunden mit den noch zu erwartenden Preiserhöhungen arrangieren werden. Bis zur Einführung des einheitlichen Tariflohns von 8,50 Euro, gäbe es für die Friseurkunden schließlich drei Preisrunden – vorausgesetzt, die höheren Löhne lassen sich tatsächlich abwälzen.     Für die Aktie der Essanelle Hair Group ist die Einführung des Mindestlohns auf den ersten Blick also eine Bürde. Andererseits scheint das Unternehmen mit der neuen Ausgangslage durchaus klar zu kommen. Und mit Großaktionär Klier ist Essanelle bei dem Thema auf einer Linie. Die Analysten von Close Brothers Seydler haben den Titel dennoch von „Kaufen“ auf „Halten“ heruntergestuft, ihr Kursziel gleichwohl bei 12,75 Euro gelassen. Großes Potenzial nach oben hätte der Small Cap demnach nicht. Andererseits scheint das Risiko nach unten ebenfalls begrenzt zu sein. Die Aktionärsstruktur sollte stabil bleiben. Für Klier ist Essanelle ein solider Dividendenzahler. Und auch der Streubesitz von 10,23 Prozent dürfte an Essanelle in erster Linie die ansehnliche Gewinnbeteiligung schätzen. Und so lange der – allerdings recht marktende – Small Cap den Dividendenabschlag im Laufe eines Jahres wieder aufholt, ist er eine pfiffige Renditealternative zu Anleihen.  
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Essanelle Hair Group
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661031 DE0006610314 0,00 Mio. € 22.06.2001 Halten
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#661031 #Mindestlohn Friseure #Friseur Klier #Dividendenhit
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[sws_green_box box_size="585"]Etliche hiesige Unternehmen haben trotz des Gegenwinds vom starken Euro überzeugende Quartalszahlen vorgelegt und die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Wir stellen unsere Favoriten aus DAX, MDAX und TecDAX vor.[/sws_green_box] Die Quartalssaison in Deutschland läuft auf vollen Touren und sie zeigt einmal mehr, dass sich hiesige Firmen in dem schwierigen Konjunkturumfeld wacker schlagen. Einer der Höhepunkte der Berichtssaison aus dem DAX war Volkswagen, sind doch die Vorzugsaktien nach der Vorlage der Ergebnisse auf neue Rekordwerte geschossen. Der Konzern profitierte vor allem von der Tochter Porsche, die seit August 2012 konsolidiert wird. Allerdings litt Volkswagen zuletzt unter dem starken Euro. Deswegen ging der Umsatz im dritten Quartal um vier Prozent auf 47 Mrd. Euro zurück. Bereinigt um Währungseffekte hätten die Wolfsburger ein Erlösplus von drei Prozent ausgewiesen. Wegen der Konsolidierung von Porsche stieg der operative Gewinn dennoch um 20 Prozent auf 2,78 Mrd. Euro. Finanzchef Hans Dieter Pötsch will in diesem Jahr den 2012er-Umsatzrekord von 192,7 Mrd. Euro knacken und einen operativen Gewinn von 11,5 Mrd. Euro erwirtschaften. Dass VW-Chef Martin Winterkorn diese Ziele als „sehr ambitioniert“ bezeichnete, störte Investoren nicht.  
Volkswagen VZ Kurs: 94,16
  Mit einem Ergebnis von 8,56 Mrd. Euro nach neun Monaten lag der Konzern zwar um rund 300 Mio. Euro hinter der eigenen Planung zurück. Finanzchef Pötsch will daher umso mehr auf die Kosten achten. „Unser Fokus liegt auf einer konsequenten Kosten- und Investitionsdisziplin“, sagte er. Anhaltend kräftigen Rückenwind hat der Konzern zudem aus China. In dem Land der Mitte verkaufen die Wolfsburger rund jedes Dritte ihrer Autos. Zugute kommt dem Unternehmen zudem das Baukastensystem. Durch den Einsatz von Gleichteilen sanken die Kosten im Pkw-Bau seit Jahresanfang um 1,1 Mrd. Euro. Bis 2015 visiert Bötsch durch das Baukastensystem Einsparungen von 2,7 Mrd. Euro an. Die Vorzugsaktie könnte die Klettertour fortsetzen, ist sie doch mit einem 2014er-KGV von acht viel günstiger bewertet als der DAX. Dabei prognostizieren Analysten für 2014 ein Gewinnplus von stattlichen 16 Prozent.     Kräftige Kursgewinne hat auch die Daimler-Aktie nach der Präsentation der Ergebnisse verbucht. Inzwischen notiert sie auf dem höchsten Stand seit 2008. Im dritten Quartal war das Ergebnis aus fortgeführten Geschäften um 15 Prozent auf 2,23 Mrd. Euro geklettert. Aufgrund eines Rekordabsatzes war der Umsatz um fünf Prozent auf 30,1 Mrd. Euro gestiegen. Der Stuttgarter Autobauer hat nun erstmals eine Prognose für 2013 abgegeben. So soll das um Sondereffekte, wie der Verkauf der Anteile an dem Flugzeugbauer EADS, bereinigte operative Ergebnis rund 7,5 Mrd. Euro erreichen. Das läge allerdings unter dem Vorjahreswert von 8,1 Mrd. Euro. In den kommenden Jahren will der Konzern den operativen Gewinn weiter verbessern. Dazu sollen die Kosten bis Ende 2014 um mehr als 3,5 Mrd. Euro gesenkt werden. Vorstandschef Dieter Zetsche kann nicht zufrieden sein, lag doch die operative Marge bei der Pkw-Sparte Mercedes Benz Cars zuletzt mit 7,3 Prozent zwar über dem Vorjahresniveau aber deutlich unter den aktuellen Werten der Konkurrenten BMW und Audi von rund zehn Prozent. Zur Ergebnisverbesserung soll auch die neue S-Klasse beitragen, die seit kurzem in China und den USA auf dem Markt ist. Der Konzern investiert zudem in den kommenden beiden Jahren rund 300 Mio. Euro in seine Lkw-Werke in Brasilien, um an dem dortigen starken Marktwachstum teilzuhaben. Mit einem KGV von 10,5 ist Daimler zwar deutlich höher bewertet als Volkswagen. Dennoch könnte das Papier die Klettertour fortsetzen. Der Börsenwert liegt bei 64,2 Mrd. Euro.  
Mercedes-Benz Group Kurs: 53,97
  Ebenso wie Daimler hat auch SAP mit den Quartalszahlen positiv überrascht. Weil sich nicht zuletzt das Geschäft in China erholt hat, hat die Walldorfer Softwareschmiede trotz des Gegenwinds von der Währungsseite ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 4,05 Mrd. Euro verbucht. So war Lizenzsoftware in Lateinamerika stark gefragt. Weil Kunden – vor allem in den USA – jedoch verstärkt auf Mietsoftware umsteigen, ging der Lizenzumsatz des Unternehmens um fünf Prozent auf 975 Mio. Euro zurück. Finanzvorstands Werner Brandt hat stark auf die Kosten geachtet, weshalb der Gewinn vor Steuern im dritten Quartal um mehr als ein Viertel auf 1,04 Mrd. Euro geklettert ist. „SAP hatte im dritten Quartal eine sehr gute Entwicklung, wenn man das zum Teil schwierige gesamtwirtschaftliche Marktumfeld und den deutlich negativen Währungseinfluss berücksichtigt“, sagte Brandt. Deutschlands einziger bedeutender Softwarekonzern von Weltrang hat daher die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Bei den Software- und softwarebezogenen Dienstleistungen peilt Brandt ein währungsbereinigtes Umsatzplus von mehr als zehn Prozent an. Im Sommer hatte der Finanzvorstand die Latte von elf bis 13 Prozent ein wenig gesenkt. Für das Gesamtjahr peilt er einen bereinigten Betriebsgewinn von 5,85 bis 5,95 Mrd. Euro an. Das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber dem 2012er-Wert von 5,21 Mrd. Euro. Der bestätigte Ausblick begeisterte Investoren, weil sich beispielsweise der US-Softwareriese Oracle zuletzt skeptisch zu den Geschäftsperspektiven geäußert hatte. Die Entwicklung der SAP-Aktie dürfte in den nächsten Quartalen davon abhängen, wie schnell SAP das Cloud-Geschäft ausbauen kann. Es hat derzeit noch eine deutlich niedrigere Marge als das herkömmliche Lizenzgeschäft. Die Aktie könnte sich in den nächsten Monaten weiter erholen, zumal sie mit einem 2014er-KGV von 15,7 angesichts der hohen Profitabilität nicht zu teuer ist.  
SAP Kurs: 249,10
  BASF und Bayer haben Investoren mit den Ergebnissen und dem Ausblick ebenfalls überzeugt. Der weltgrößte Chemiekonzern hat im dritten Quartal den Umsatz trotz Gegenwinds von der Währungsseite um 1,5 Prozent auf 17,7 Mrd. Euro gesteigert, nicht zuletzt weil die Nachfrage im Öl- und Gasgeschäft gestiegen war. Das Geschäft mit Katalysatoren und Spezialkunststoffen für die Autoindustrie lief ebenfalls gut. Der bereinigte operative Gewinn kletterte um 15 Prozent auf knapp 1,7 Mrd. Euro und zeigt einmal mehr die hohe Profitabilität von BASF. Hauptgrund für den Ergebnissprung sind allerdings geringere Belastungen im Zusammenhang mit Aktienoptionen für Manager. Vorstandschef Kurt Bock bekräftigte die Prognose, im Gesamtjahr Umsatz und Ergebnis zu steigern. Allerdings warnte Bock: „Wir rechnen nicht mit einer Belebung des globalen Wirtschaftswachstums im vierten Quartal 2013.“ Er will daher weiter auf die Kostenbremse treten. „Wir liegen da voll im Plan und werden dieses Jahr noch einmal 300 Mio. Euro erreichen“, sagte Bock. Ab Ende 2015 soll das Sparprogramm jährliche Einsparungen von einer Mrd. Euro liefern.  
BASF Kurs: 46,14
  Bock warnte zudem vor den negativen Folgen der Energiewende in Deutschland für die energieintensive Chemieindustrie, während die Konkurrenten aus den USA von den stark gesunkenen Gaspreisen profitieren. BASF denke darüber nach, wie man von der dortigen Situation profitieren könne, indem man beispielsweise dort weiter investiert. Gleichzeitig hielten sich Unternehmen aus der Branche mit Investitionen in Europa zurück. Die Aktie könnte in den nächsten Quartalen weiter haussieren. Anleger, die auf eine Konjunkturerholung in Europa setzen wollen, finden in BASF einen Zykliker par excellence. Aufgrund der erwarteten starken Gewinnsteigerungen für die nächsten Jahre ist das Papier mit einem KGV von 12,9 nicht zu teuer. Fans von defensiven Aktien sollten sich Bayer anschauen. Die Aktie läuft ebenso wie die von BASF von Rekordhoch zu Rekordhoch. Bayer hat im vergangenen Quartal von der guten Nachfrage im Gesundheits- und Agrochemiegeschäft profitiert. Damit hat der Konzern den Rückgang in der Kunststoffsparte weitgehend wettgemacht. Der Umsatz lag damit stabil bei 9,6 Mrd. Euro, obwohl der starke Euro die Ergebnisse des Gesundheitsgeschäfts gedrückt hat. Der operative Gewinn stieg hingegen um 7,7 Prozent auf knapp zwei Mrd. Euro. Vorstandschef Marijn Dekkers bekräftigte den Ausblick: „Unsere Konzernprognose für 2013 behalten wir bei, auch wenn diese zunehmend ambitioniert ist.“ Die Umsatzlatte hat der Firmenlenker allerdings etwas niedriger gelegt. Der Erlös soll nun währungsbereinigt um vier bis fünf Prozent auf rund 40 Mrd. Euro zulegen. Der starke Euro soll das Ergebnis um 200 bis 250 Mio. Euro belasten. Beim bereinigten Gewinn je Aktie sieht der Firmenlenker weiterhin ein Plus im oberen einstelligen Prozentbereich.  
Bayer Kurs: 21,43
  Zufrieden waren Investoren vor allem mit dem Ausblick für die neuen Pharmaprodukte. Fünf von ihnen, darunter der Gerinnungshemmer Xarelto und die Krebsmedikamente Stivarga und Xofigo, sollen im Gesamtjahr einen Umsatz von „mehr“ als 1,4 Mrd. Euro erzielen. Die erwarteten kräftigen Gewinnsteigerungen könnten dafür sorgen, dass die Aktie die Klettertour fortsetzt. Wenig begeistert waren Investoren hingegen von der Prognose des MDAX-Konzerns Krones, weshalb die Aktie kurzfristig deutlich unter Druck gekommen war. Wegen des guten Geschäfts hatte der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen bereits einen Ausblick auf 2014 gewagt, allerdings lag der leicht unter den Schätzungen der Analysten. So soll der Umsatz um vier Prozent steigen und die Marge für den Gewinn vor Steuern 6,2 Prozent erreichen. Etliche Investoren haben offensichtlich übersehen, dass Krones für konservative Prognosen bekannt ist. Im dritten Quartal war der Umsatz um 7,8 Prozent auf 655,4 Mio. Euro geklettert. Der Gewinn vor Steuern lag bei beachtlichen 37,4 Mio. Euro. Weil der Auftragseingang kräftig zugelegt hat, gehen die Oberpfälzer von anhaltend guten Geschäften im vierten Quartal aus. Sie wollen weiter von ihrer guten Stellung in den Schwellenländern profitieren. Der Vorstand bekräftigte zudem die 2013er-Prognose. Mittelfristig soll die operative Marge auf sieben Prozent hochgeschraubt werden. Die Aktie könnte den Kursrückschlag schon bald aufholen. Denn die Aussichten für das Unternehmen sind weiterhin hervorragend. Denn mit steigendem Wohlstand greifen Konsumenten verstärkt zu abgepackten Getränken. Der Börsenwert liegt bei zwei Mrd. Euro.  
Krones Kurs: 125,20
  Im Gegensatz zu Krones hat die Aktie von Hugo Boss nach der Zahlenvorlage deutlich zugelegt. Dabei waren die Umsätze im dritten Quartal um lediglich zwei Prozent auf 658 Mio. Euro geklettert. Das lag unter den Erwartungen der Analysten. Bereinigt um Währungseffekte hätte das Plus allerdings bei fünf Prozent gelegen. Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs konkretisierte die Prognose: für 2013 peilt er beim währungsbereinigten Umsatz und beim operativen Gewinn einen Anstieg um sechs bis acht Prozent an. Bisher hatte der Firmenlenker ein hohes einstelliges Plus in Aussicht gestellt. Lahrs baut das Geschäft mit den eigenen Filialen zulasten des Großhandelsgeschäfts weiter aus. Während die eigenen Läden ein Umsatzplus von 18 Prozent im dritten Quartal verbucht haben, gingen die Erlöse im Großhandel um zehn Prozent zurück. Gegenüber dem ersten Halbjahr habe die Nachfrage in den eigenen Läden spürbar angezogen, sagte Lahrs. „Wir rechnen deshalb im vierten Quartal mit kräftigen Umsatz- und Ergebniszuwächsen.“ Bis Ende 2013 soll die Zahl der eigenen Läden gegenüber dem Vorjahreswert um 50 steigen. Inzwischen steuern die eigenen Filialen mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes bei. Anlegern gefallen nicht nur die hohe Profitabilität und die erwarteten deutlichen Gewinnsteigerungen, sondern auch die 2013er-Dividendenrendite, die bei rund 3,6 Prozent liegt.  
Hugo Boss Kurs: 35,43
  Ebenso wie Hugo Boss hat der starke Euro auch den Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub belastet. Deswegen lag der Umsatz mit 468,7 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Ohne Währungseffekte hätte ein Zuwachs um 5,1 Prozent zu Buche gestanden, zumal das Geschäft in den USA merklich in Schwung gekommen ist. „Die Amerikaner sind wieder auf der Spur“, sagte Vorstandschef Stefan Fuchs. Mit den Konzernergebnissen war Fuchs sichtlich zufrieden. Es sei „das bisher beste Ergebnisquartal“, sagte der Firmenlenker. „Wir konnten noch einmal eine Schippe drauflegen.“ Neben dem Heimatmarkt florierte das Geschäft auch in China, Frankreich und Polen. Der operative Gewinn stieg um sechs Prozent auf 83,4 Mio. Euro. Fast die Hälft davon kommen aus der Heimatregion Europa. Der MDAX-Konzern peilt nach dem 2012er-Rekord beim operativen Gewinn für 2013 einen neuen Spitzenwert an. Der Konzern hatte zuletzt Werke in China und Russland eröffnet. Ende 2013 oder Anfang des nächsten Jahrs soll Spatenstich für ein Werk in Brasilien sein. Die hervorragende Profitabilität des Unternehmens spricht dafür, dass die Aktie den Aufwärtstrend fortsetzen könnte.     Beeindruckende Zahlen hat auch das IT-Systemhaus Bechtle vorgelegt, woraufhin die TecDAX-Aktie auf neue Allzeithochs geklettert ist. Der Börsenwert liegt bei rund 1 Mrd. Euro. Im dritten Quartal war der Umsatz um zehn Prozent auf 558 Mio. Euro geklettert. Damit hat sich das Wachstum deutlich beschleunigt, lag es doch im ersten Halbjahr bei fünf Prozent. Zugute kommt dem Konzern, der sich auf die Regionen Deutschland, Schweiz und Österreich fokussiert, die starke Positionierung bei Auftraggebern der öffentlichen Hand. Der Gewinn vor Steuern war im dritten Quartal um 30 Prozent auf 24,5 Mio. Euro hochgeschossen. Die Marge hatte sich damit auf 4,4 Prozent verbessert und zeigt damit eindrucksvoll, wie stark sich Skaleneffekte auswirken. Im ersten Halbjahr war sie noch bei 2,8 Prozent gelegen, weil nach dem kräftigen Stellenaufbau hohe Personalkosten das Ergebnis belastet hatten. Vorstandschef Thomas Olemotz will das organische Wachstum des Konzerns weiter vorantreiben. Der Firmenlenker möchte zudem den Konzentrationsprozess in der Branche nutzen, um den Akquisitionskurs der vergangenen Jahre fortzusetzen und so weiter Marktanteile zu gewinnen. Für das Gesamtjahr hat er eine Steigerung des Umsatzes und des Ergebnisses in Aussicht gestellt. Analysten prognostizieren für 2013 einen Umsatzanstieg um rund sechs Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie soll um 8,5 Prozent auf 2,92 Euro vorankommen. Im nächsten Jahr soll sich das Ergebnisplus auf 14 Prozent beschleunigen.  
Bechtle Kurs: 34,82
  Mit einem Börsenwert von knapp 500 Mio. Euro ist Nemetschek zwar nur halb so groß wie Bechtle, allerdings haussiert die Aktie des Anbieters von Bausoftware. Der Konzern hat in den Kernmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich eine starke Position. Zudem expandiert er außerhalb der Kernmärkte, zum Beispiel in Mittel- und Südamerika und hat dort über die Tochter Graphisoft deren mexikanischen Distributionspartner Anzix gekauft. Im dritten Quartal war der Konzernumsatz um 5,8 Prozent auf 45,8 Mio. Euro geklettert. Fast die Hälfte der Erlöse machen Wartungsumsätze aus. Da zudem der Softwareanteil an den Konzernerlösen sehr hoch ist, lag die operative Marge bei stattlichen 25 Prozent. Vorstand Tobias Wagner, der sein Amt im August angetreten hat, gab sich zuversichtlich: „Die Nemetschek Gruppe ist auf dem Weg, um die gesteckten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“ Er visiert ein Umsatzwachstum von sechs Prozent und eine operative Marge von 22 bis 24 Prozent an. Die aktuellen Gewinnschätzungen der Analysen liegen am oberen Rand der Prognose. Für 2013 gehen die Profis von einem Anstieg des Gewinns je Aktie um rund 25 Prozent und für das nächste Jahr von rund 20 Prozent aus. Angesichts dessen und der hohen Profitabilität könnte die Aktie mit einem 2014er-KGV von rund 17 weiter haussieren.  
Nemetschek Kurs: 108,30
  [sws_blue_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research[/sws_blue_box]   Foto: Fuchs Petrolub AG   [sws_red_box box_size="585"]Kennen Sie schon unseren Dividenden-Kalender? Mit diesem exklusiven Analyse-Tool haben Sie ganz neue Möglichkeiten, den für Sie passenden Rendite-Hit unter mehr als 600 Deutschen Aktien ausfindig zu machen. Einfach HIER anklicken.[/sws_red_box]...
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© boersengefluester.de | Redaktion

Ende 2012 schien es so, als ob sich  die Aktie der Exceet Group  zum Totalflop entwickeln würde. Um immerhin 60 Prozent, auf im Tief 3,50 Euro, war der Anteilschein des Elektronikspezialisten in den vorangegangenen 24 Monaten abgesackt. Zugegeben: Dem TecDAX – als Vergleichsmaßstab – gelang in dieser Zeit auch kein Höhenflug, aber immerhin hielt sich das Techbarometer unterm Strich konstant. Mittlerweile hat sich die Stimmung für die Exceet-Aktie jedoch deutlich verbessert. Kein Wunder: Seit einigen Quartalen präsentiert das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg endlich auch ansprechende Zahlen und erfüllt die Wachstumserwartungen. Bereits Anfang Mai – quasi zum Start von boersengefluester.de – hatten wir auf die verbesserte Situation hingewiesen. Exceet-Vorstandschef Ulrich Reutner war der erste Interviewpartner auf unserer Seite. Das Gespräch finden Sie HIER.  
H2APEX Group Kurs: 2,56
  Mit dem aktuellen Zwischenbericht untermauert Exceet den Aufwärtstrend der Aktie. Im dritten Quartal kam die Gesellschaft auf ein Umsatzplus von 6,7 Prozent auf 50,9 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zog überproportional um 24 Prozent auf 6,2 Mio. Euro an. Hier wirkt sich die Fokussierung auf profitablere Produkte für die Bereiche Medizintechnik, Industrie und Sicherheit (Zutrittskontrollsysteme, ID-Karten) positiv aus. Zur Einordnung: Die Analysten von Hauck & Aufhäuser hatten mit Erlösen von 49,7 Mio. Euro und einem EBITDA von 5,8 Mio. Euro gerechnet. Insgesamt steht nach neun Monaten 2013 nun ein Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 141,76 Mio. Euro zu Buche. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bewegt sich mit knapp 7 Mio. Euro um annähernd 40 Prozent oberhalb des entsprechenden Vorjahreswerts. Die Schätzungen der Analysten hat Exceet damit leicht übertroffen. Deutliche Abweichungen gibt es jedoch beim Nettogewinn: Hier liegt das Unternehmen mit 7,57 Mio. Euro deutlich oberhalb der Erwartungen. Allerdings spielt bei Exceet stets die – kaum vorhersehbare – Entwicklung von Optionspreisen auf die eigene Aktie eine wichtige Rolle. Und so liegt das Ergebnis je Aktie mit 0,37 Euro ebenfalls massiv über den Erwartungen. Zum Vergleich: Nach neun Monaten 2012 mussten die Luxemburger hier noch einen Verlust von 0,01 Euro pro Aktie ausweisen.  
H2APEX Group Kurs: 2,56
  Beim Ausblick nennt Vorstandschef Reutner noch keine konkreten Zahlen. Die weiteren Geschäftsaussichten nennt er jedoch „vielversprechend“. Demnach ist das Unternehmen zuversichtlich, den operativen Gewinn (EBITDA) weiter zu steigern. Der Börsenwert beträgt gegenwärtig rund 123 Mio. Euro. Gemessen am für 2013 zu erwartenden Umsatz von knapp 200 Mio. Euro sieht das attraktiv aus. Zudem wird der Small Cap gegenwärtig nur etwa mit dem Faktor 10,5 auf das für 2013 geschätzte EBIT gehandelt. Das Eigenkapital beläuft sich per Ende September auf knapp 100 Mio. Euro – bei einer Bilanzsumme von 185,6 Mio. Euro. Fazit: Exceet positioniert sich immer stärker als Hightech-Zulieferer für die Medizintechnik und hat darüber hinaus eine gute Position im Sicherheitsbereich. Das Kursziel von Hauck & Aufhäuser lag zuletzt bei 9 Euro. Demnach hätte der Titel noch ein erkleckliches Potenzial von rund 50 Prozent. Als vergleichbare Unternehmen gelten Firmen wie der TecDAX-Wert Kontron oder die  niederländische Gemalto. Im Gespräch mit boersengefluester.de wies Exceet-Chef Reutner aber bereits im Mai darauf hin, dass diese Vergleiche zu kurz greifen würden.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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H2APEX Group
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0YF5P LU0472835155 SCA 93,08 Mio. € 27.07.2011 Kaufen
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  Foto: Exceet Group AG   [sws_red_box box_size="585"]Kennen Sie schon unseren Dividenden-Kalender? Mit diesem exklusiven Analyse-Tool haben Sie ganz neue Möglichkeiten, den für Sie passenden Rendite-Hit unter mehr als 600 Deutschen Aktien ausfindig zu machen. Einfach HIER anklicken.[/sws_red_box]...
#A0YF5P #605395
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Völlig entfesselt zeigt sich momentan der Aktienkurs von Phoenix Solar. Nachdem der Anteil des Solarprojektierers im Sommer 2013 noch lustlos bei knapp 1,50 Euro seine Bahnen zog, ist die Notiz nun auf 6,75 Euro in die Höhe geschossen. Der harte Sanierungskurs mit der Fokussierung auf wachstumsstarke ausländische Regionen zahlt sich also aus – mittlerweile allerdings schneller im Aktienkurs als in den harten Zahlen. Immerhin kommt die Gesellschaft aus dem bayerischen Sulzemoos bereits wieder auf einen Börsenwert von 50 Mio. Euro. Weniger rasant schreitet die Verbesserung der Finanzzahlen voran, wenngleich Phoenix Solar auf dem richtigen Weg ist. Im dritten Quartal 2013 kam die Gesellschaft bei Umsatzerlösen von knapp 47,64 Mio. Euro auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,21 Mio. Euro. Damit agierte Phoenix  bereits das zweite Quartal in Folge operativ in der Pluszone. Im zweiten Jahresviertel erzielte das Unternehmen ein EBIT von fast 0,41 Mio. Euro. Im Auftaktquartal stand allerdings ein dickes Minus von 4,25 Mio. Euro. „Kumuliert liegen wir auf EBIT-Ebene dadurch bereits besser als in unserer Prognose für das Gesamtjahr vorgesehen war“, betont Vorstandschef Bernd Köhler im Zwischenbericht. Per Ende September 2013 steht ein EBIT von minus 1,63 Mio. Euro in den Büchern. Ebenfalls bemerkenswert: Mit einem Gewinn von 0,19 Mio. Euro erzielte Phoenix erstmals in diesem Jahr auch unterm Strich schwarze Zahlen. Beim Ausblick zeigt sich Köhler – zumindest was den Profit belangt – etwas zuversichtlicher als bislang.  
Phoenix Solar Kurs: 0,00
  So gilt für das operative Ergebnis offiziell zwar weiterhin die Spanne von minus 2 bis minus 7 Mio. Euro. „Sicherlich werden wir ergebnisseitig nahe dem „besseren“ Ende bei minus 2 Millionen EBIT herauskommen“, lässt Köhler jedoch wissen. Dafür sieht er die Erlöse allerdings eher im unteren Bereich der Range von 160 bis 190 Mio. Euro. Wer also auf eine signifikante Anhebung der Prognosen gesetzt hat, wird wohl enttäuscht sein. Für das kommende Jahr strebt Phoenix Solar ein Wachstum von fünf bis neun Prozent und die Rückkehr zu einem positiven operativen Ergebnis an. Entscheidend wird, wie deutlich diese Rückkehr ausfallen wird, denn Phoenix Solar schiebt weiter eine hohe Zinslast vor sich her. Zum Ende des dritten Quartals belief sich das Finanzergebnis auf immerhin minus 3,65 Mio. Euro. Der Nettogewinn wird dadurch spürbar eingeengt. Folgerichtig betont Köhler, dass Phoenix sich „gut entwickelt habe“, aber noch nicht alles „eitel Sonnenschein“ ist.  Die Kursentwicklung der vergangenen Wochen nennt er selbst „überraschend“, sieht sie aber als ein Zeichen für den Weg aus der schweren Krise. Klar ist, dass eine derartige Kursrallye neue Investoren anzieht. „Bei einer Konferenz der Macquarie Bank in London verzeichneten wir ein ebenso hohes Interesse an Einzelgesprächen mit dem Vorstand wie bei der Branchenmesse Solar Power International in Chicago“, heißt es im Zwischenbericht. Mit Spannung wird nun sein Vortrag auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt erwartet. Gleich um 8.15 Uhr findet die Präsentation statt – damit eröffnet er am 11. November quasi das diesjährige Investoren- Mammuttreffen in Frankfurt.  
Phoenix Solar Kurs: 0,00
  Bilanziell steht Phoenix Solar nach der scharfen Sanierung noch eher hemdsärmelig da. Das Eigenkapital erreicht gerade einmal 10,72 Mio. Euro, was einer Quote von lediglich 13 Prozent der Bilanzsumme entspricht. Die Finanzschulden türmen sich hingegen auf fast 45 Mio. Euro – bei liquiden Mitteln von gut 7,2 Mio. Euro. Demnach wird der Small Cap beinahe mit dem 5,5-fachen des Buchwerts gehandelt. Auf Basis der boersengefluester.de-Gewinnschätzung von 0,34 Euro für 2014 kommt der Titel auf ein KGV von knapp 20. Das ist – in Kombination mit dem hohen KBV – bereits recht happig. Boersengefluester.de hatte erstmals Mitte Juni auf den Titel aufmerksam gemacht. Den Artikel finden Sie HIER. Damals lag der Börsenwert bei 11 Mio. Euro, und kaum jemand interessierte sich für die Aktie. Das hat sich nun komplett gedreht. Die Chance-Risiko-Relation hat sich damit jedoch nicht gerade verbessert. Auf Basis der gegenwärtigen Sachlage ist das Papier nur noch eine Halten-Position.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Phoenix Solar
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0BVU9 DE000A0BVU93 AG 0,82 Mio. € 18.11.2004 Verkaufen (Insolvenz)
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#A0BVU9
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Keine Aktie steht in Deutschland so sehr im Fokus wie der Anteilschein der Commerzbank. Immerhin: Nachdem die DAX-Bank über lange Zeit ausschließlich als Wertvernichter auffällig wurde, ließ sich mit der Commerzbank-Aktie zuletzt sogar wieder Geld verdienen. Besser als erwartet fielen denn auch die mit großer Spannung erwarteten Neun-Monats-Zahlen aus, wenngleich sie – unter anderem aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus – deutlich rückläufig waren: So bewegte sich das operative Ergebnis mit 650 Mio. Euro um 47 Prozent unterhalb des entsprechenden Vorjahreswerts. Angesichts der bereits im Jahresverlauf gebildeten Rückstellungen für die Restrukturierung (Stellenabbau) knickte das Ergebnis vor Steuern um knapp 86 Prozent auf 157 Mio. Euro ein. Unterm Strich steht nach neun Monaten 2013 ein Gewinn je Aktie von gerade einmal 0,03 Euro – verglichen mit 1,04 Euro für 2012. Unter herkömmlichen KGV-Aspekten ist der gegenwärtige Aktienkurs von 9,32 Euro also kaum zu erklären.  
Commerzbank Kurs: 22,63
  Sinnvoller beim Bewertungscheck ist ein Blick auf das operative Ergebnis je Aktie. Nach neun Monaten 2013 stehen hier 1,04 Euro (Vorjahr: 1,91 Euro) zu Buche. Zwar zeigt sich Vorstandschef Martin Blessing mit der Marschroute zufrieden: „Auf dem Weg der Umsetzung unserer strategischen Agenda und der von uns dabei eingeleiteten Maßnahmen sind wir im bisherigen Jahresverlauf gut vorangekommen.“ Beim Ausblick sind die Frankfurter dennoch vorsichtig und gehen für das Schlussquartal davon aus, dass „die ertragsbelastenden Faktoren überwiegen werden und durch erfolgreiches Kostenmanagement nicht vollständig kompensiert werden können.“ Demnach rechnet die Commerzbank für das laufende Quartal mit einem operativen Ergebnis, „das nicht an das Vorquartal heranreichen wird“. Zur Einordnung: Im dritten Quartal kam die Commerzbank auf einen Betriebsgewinn von 103 Mio. Euro – die Konsensschätzung lag bei 63 Mio. Euro. Im zweiten Jahresabschnitt waren es 78 Mio. Euro. Gestartet war das Institut von Januar bis Ende März mit einem operativen Ergebnis von 469 Mio. Euro.  
Commerzbank Kurs: 22,63
  Der Buchwert je Aktie beträgt gegenwärtig 22,69 Euro. Verglichen mit dem Aktienkurs von 9,32 Euro ist das eine attraktive Relation. Seit dem Juli-Tief bei 5,79 Euro hat sich die Notiz der Commerzbank zwar um mehr als 60 Prozent verteuert. Andererseits bewegt sich der Anteilschein noch immer um rund 13 Prozent unterhalb des Schlusskurses 2013. Letztlich hat der DAX-Titel damit also nur den Porzellanschaden aus der ersten Jahreshälfte teilweise ausgeglichen. Und ein Blick auf den Langfristchart zeigt, dass ohnehin noch nicht viel passiert ist. Genau das macht wohl für viele Anleger den Reiz der Commerzbank-Aktie aus. Während etliche Titel längst wieder auf Rekordniveau stehen, ist die „CoBa“ noch Lichtjahre davon entfernt. Und so werden die Investoren wohl auch weiterhin jede Nachricht aufsaugen, die eine weitere Kurserholung rechtfertigt. Womöglich ist der Titel ja tatsächlich die größte deutsche Turnaroundstory. Zurzeit laufen schmerzhafte Kündigungsprogramme – viele Mitarbeiter müssen gehen. Fazit: 2013 ist ein Übergangsjahr für das Frankfurter Geldhaus. Doch bis 2016 will die Commerzbank wieder fit sein. Risikobereite Investoren greifen weiter zu.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Commerzbank
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
CBK100 DE000CBK1001 AG 26.809,06 Mio. € 05.11.1958 Halten
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#Turnaround #CBK100 #Commerzbank

In der Rubrik "Zitat des Tages" zeigen wir Sprüche berühmter Personen. Die Bandbreite reicht von Investoren, über Philosophen bis hin zu Sportlern. Wenn Sie ein Zitat  zur Aufnahme vorschlagen möchten, kontaktieren Sie uns gern. Per E-Mail an [email protected] oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.

„Zukunft ist die Zeit, die übrig bleibt.“
Karl Lagerfeld

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