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#BGFL Artikel-Historie
All-Time-High-Alarm: Aurubis · €146,80
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Wer hätte das gedacht? Mit einem Kursplus von knapp 35 Prozent im ersten Quartal 2016 schiebt sich der Anteilschein des 3D-Druckerherstellers Voxeljet unter die Top-20 der von boersengefluester.de regelmäßig analysierten Aktien – zurzeit sind das immerhin 535 Stück. Mittlerweile kommt das Unternehmen aus dem bayerischen Friedberg bei der Marktkapitalisierung sogar wieder auf Regionen nördlich von 100 Mio. Euro. Auf dem Tief im Januar 2016 landete die Gesellschaft mit Nasdaq-Notiz in Sachen Börsenwert gerade einmal bei knapp 64 Mio. Euro. Für die Statistiker: Das All-Time-High der MarketCap vom November 2013 – genau einen Monat nach dem Emission – lag bei atemberaubenden 809 Mio. Euro. Das entspricht einem Kurs von 51,86 Euro. Den jüngsten Anschub bekam die Voxeljet-Aktie in erster Linie von der ebenfalls wieder erstarkten Konkurrenz in Form der großen US-Anbieter 3D Systems und Stratasys. Ein weiterer Profiteur auf dem heimischen Kurszettel ist SLM Solutions. Die Lübecker wussten zuletzt aber auch mit ihrem 2015er-Abschluss zu gefallen. Immerhin agiert der TecDAX-Neuling überraschend deutlich in den schwarzen Zahlen. Davon ist Voxeljet noch ein gutes Stück entfernt, doch auch die Bayern haben ihre Prognosen eingelöst und schafften 2015 ein Erlösplus von knapp 49 Prozent auf 24,06 Mio. Euro.     „Wir machen signifikante Fortschritte bei unseren Wachstumsinitiativen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Ingo Ederer und verweist unter anderem auf die veränderte Strategie in Großbritannien sowie die neuen Aktivitäten in China und Indien. Für das laufende Jahr bestätigt Ederer seine bisherigen Vorgaben, wonach das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) „neutral“ bis „positiv“ sein soll. Zur Einordnung: 2015 kam Voxeljet noch auf einen EBITDA-Verlust von 6,43 Mio. Euro. Angesichts von zu erwartenden Abschreibungen zwischen 3 und 4 Mio. Euro wird das allerdings noch nicht reichen, um unterm Strich Gewinne zu erzielen. Doch spätestens ab 2018 sollten die Friedberger Geld verdienen. Eine Trumpfkarte bleiben die soliden Bilanzrelationen: Die Eigenkapitalquote beträgt fast 88 Prozent – bei einem Nettofinanzguthaben von 31,6 Mio. Euro. Der Buchwert je Aktie beträgt immerhin 3,30 Euro. Das macht die Voxeljet-Aktie zwar noch längst nicht zum Sonderangebot, sogt aber zumindest für ein gewisses Airbag-Feeling. Der Auftragsbestand umfasst momentan neun 3D-Drucker im Gegenwert von insgesamt 5,61 Mio. Euro. Damit dürfte klar sein, dass Voxeljet keine Geräte für den Heimgebrauch herstellt, sondern sich auf den professionellen Einsatz fokussiert. Ebenfalls interessant: Rund die Hälfte der Erlöse stammen mittlerweile aus dem Dienstleistungsgeschäft, wo Voxeljet – in Deutschland, Großbritannien und den USA – Prototypen und Kleinserien auf eigenen Druckanlagen im Kundenauftrag herstellt. Für sehr risikobereite Anleger ist der Titel eine Wette wert.      ...
#A1W556
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Wenn boersengefluester.de einen Preis für die originellsten Geschäftsberichte verleihen würde, wäre USU Software bestimmt ein Dauergast oben auf dem Treppchen. Nachdem das Unternehmen aus Möglingen in der Nähe von Stuttgart im Vorjahr sein Zahlenwerk in einen aufwändigen Comic-Strip verpackte, setzt USU für 2015 auf die Märchenwelt. Nicht etwa, weil Vorstandschef Bernhard Oberschmidt als Geschichtenerzähler bekannt ist, sondern weil es thematisch passt. „Software ist die Verbindung von Wunsch und Wirklichkeit. Es ist wie in der Welt der Märchen. Hier die grausame Realität, dort der Zauber, das Wunder, die Geisteskraft, die alles schafft“, heißt es im frisch vorgelegten Jahresabschluss. Und noch eine Leseprobe: „Software ist eine niemals endende Geschichte. Wir, die USU Software AG, stecken mittendrin in dieser unendlichen Geschichte, aus der wir genau so wenig entfliehen können wie Hänsel und Gretel, Schneewittchen oder Dornröschen aus dem Märchenbuch der Brüder Grimm. Die USU Software AG ist sicherlich nur ein Zwerg in diesem Geschäft, aber es ist ein Riesengeschäft, das sich 2015 für uns alle glänzend gelohnt hat.“  
USU Ventures Kurs: 8,62
  Nun: Ganz so winzig ist USU Software gar nicht. Die Marktkapitalisierung des auf IT-Lösungen für Wissensdatenbanken in Firmen (etwa für Serviceabteilungen) sowie die Optimierung von Softwarelizenzen spezialisierten Unternehmens beträgt zurzeit knapp 179 Mio. Euro. Damit bewegt sich die Gesellschaft ungefähr auf einer Höhe mit Titeln wie PSI, i:FAO oder Mensch und Maschine. Gemessen am Umsatz von zuletzt gut 66 Mio. Euro ist es aber in der Tat so, dass die eben genannten IT-Gesellschaften – abgesehen von i:FAO – deutlich größer sind. Hierin spiegelt sich allerdings auch die hohe Wertschätzung in die Ergebnisqualität sowie die Bilanzausstattung von USU Software wider. Zudem legt USU ein strammes Wachstumstempo vor: Für das laufende Jahr plant CEO Oberschmidt bereits mit Erlösen zwischen 71 und 75 Mio. Euro – bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 9,0 und 10,5 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2015 kam USU auf ein Betriebsergebnis von 7,6 Mio. Euro. Ende 2017 wollen die Schwaben – auch durch Unterstützung von Zukäufen – die Erlösschwelle von 100 Mio. Euro überschreiten. Dann soll die um akquisitionsbedingte Sondereffekte bereinigte operative Marge 15 Prozent erreichen – zurzeit sind es 13,3 Prozent. Positiv für Anleger ist, dass USU die Dividende für 2015 um 5 Cent auf 0,35 Euro pro Anteilschein anhebt. Damit bringt es der Small Cap auf eine Rendite von rund zwei Prozent – für einen Softwaretitel ist das zumindest beachtlich. Die Hauptversammlung findet allerdings erst am 17. Juni 2016 statt. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser setzen das Kursziel für die USU-Aktie derzeit bei 18,50 Euro an und geben eine Halten-Empfehlung aus. Gemessen an den einschlägigen Bewertungskriterien ist das sicher in Ordnung. Ein Schnäppchen ist das Papier nunmal nicht, war es aber auch noch nie. Wer sich hier engagiert, bekommt ials Gegenleistung eine Menge Wachstumspotenzial. Zwar befindet sich die Notiz seit einigen Monaten auf Konsolidierungskurs, doch der Langfristchart zeigt deutlich, dass USU Software ein ideales Basisinvestment aus dem Spezialwertesegment ist. [sws_blue_box box_size="640"] Und weil es so gut passt, weist boersengefluester.de an dieser Stelle auf unseren neuen Service hin. Zurzeit erfassen wir alle neu hereinkommenden 2015er-Geschäftsberichte in unserem System, damit Sie sie bequem von unserer Seite aus als pdf-Dokument herunterladen können – selbstverständlich gratis. Sie finden die entsprechend Links auf den Profilseiten zu den Einzelaktien (öffnen sich beim Anklicken der gefetteten Unternehmensnamen) und unterhalb der Kennzahlentabellen "Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick". Ein Tipp: Bei USU Software lohnt sich der Download garantiert..[/sws_blue_box]  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 107,33 111,90 126,52 132,08 145,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 13,38 14,39 16,84 12,43 14,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 12,47 12,86 13,31 9,41 9,66 0,00 0,00
EBIT1,4 7,02 9,67 11,80 7,62 9,80 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 6,54 8,64 9,33 5,77 6,76 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 5,48 6,76 7,58 5,28 7,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 5,11 6,04 5,99 4,00 4,83 0,00 0,00
Cashflow1,7 17,74 13,35 10,37 7,88 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,52 0,64 0,72 0,50 0,69 0,50 0,42
Dividende je Aktie8 0,40 0,50 0,55 1,70 14,50 0,30 0,30

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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USU Ventures
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0BVU2 DE000A0BVU28 AG 90,72 Mio. € 21.03.2000 Halten
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  Foto: USU Software AG...
#A0BVU2
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Zur Hauptversammlung am 18. Mai 2016 am Frankfurter Flughafen zieht bet-at-home.com alle Register. Neben der überraschend deutlichen Dividendenerhöhung von 1,20 auf 4,50 Euro je Anteilschein hat der Online-Wettspezialist nun auch noch die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 1:1 auf die Agenda gesetzt. Dadurch wird die Zahl der umlaufenden Aktien von 3.509.000 auf das Doppelte steigen. Parallel dazu müsste sich der Aktienkurs von gegenwärtig 122,80 Euro auf rechnerisch 61,40 Euro verringern. An der Vermögenssituation des Investors ändert sich freilich nichts, da er künftig eben die zweifache Menge an bet-at-home.com-Aktien im Depot hat. Letztlich ist diese Maßnahme vergleichbar mit dem Tausch eines 100-Euro-Scheins in zwei 50-Euro-Noten. Da Börse aber super viel mit Psychologie zu tun hat, könnte die Maßnahme das Papier der Österreicher günstiger erscheinen lassen und so neue Anleger anlocken, den der Small Cap bislang zu „teuer“ war. Wichtig: Die 2015er-Dividende bleibt bei dieser Kurskosmetik außen vor, dass die Gewinnbeteiligung bereits am 19. Mai 2016 ausgezahlt wird. Die Umstellung des Kapitals erfolgt dagegen zu einem späteren Zeitpunkt. Trotz des enormen Kursanstiegs kommt die Aktie von bet-at-home.com noch immer auf eine attraktive Dividendenrendite von fast 3,7 Prozent.  
bet-at-home.com Kurs: 2,07
  Quasi in einem Abwasch erneuert bet-at-home.com auch die Ermächtigung zum Rückkauf von bis zu 10 Prozent der eigenen Aktien – künftig wären das also 701.800 Anteilscheine. Und last but not least sichert sich Finanzvorstand Michael Quatember einen bis Mai 2021 geltender Ermächtigungsrahmen zur Ausgabe von (nach Ausgabe der „Gratisaktien“) bis zu 3.509.000 neuen Aktien. Konkrete Pläne für eine Kapitalerhöhung bestehen derzeit aber nicht, versichert die Gesellschaft. Es handelt sich also um einen reinen Vorratsbeschluss. Boersengefluester.de sieht das Paket aus kräftig erhöhter Dividende und der Ausgabe von Berichtigungsaktien sehr positiv. Wir bleiben auch auf dem jetzigen Niveau bei unserer Kaufen-Einschätzung. Für das laufende Jahr kalkuliert CFO Quatember mit einem Anstieg des Brutto-Wett- und Gamingertrags – hierbei handelt es sich um die Wett- und Spielumsätze abzüglich der Auszahlungen für Kundengewinne – um zehn Prozent auf dann 134 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll – trotz des für ein EM-Jahr typisch höheren Marketingbudgets – nur um rund fünf Prozent auf dann 30 Mio. Euro sinken. Dem steht ein Börsenwert von gegenwärtig 431 Mio. Euro gegenüber. Gleichzeitig verfügt die schuldenfreie Gesellschaft aber noch über liquide Mittel sowie einen Kredit an den französischen Großaktionär von insgesamt 150 Mio. Euro.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 126,93 59,35 53,53 46,18 52,30 49,00 0,00
EBITDA1,2 30,95 13,97 2,11 0,81 -3,29 2,00 0,00
EBITDA-Marge %3 24,38 23,54 3,94 1,75 -6,29 4,08 0,00
EBIT1,4 28,92 11,67 -0,11 -0,84 -4,53 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 22,78 19,66 -0,21 -1,82 -8,66 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 23,29 -16,31 11,91 -1,51 -4,45 0,00 0,00
Netto-Marge %6 18,35 -27,48 22,25 -3,27 -8,51 0,00 0,00
Cashflow1,7 18,15 10,50 -5,02 0,16 0,79 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 3,32 -2,32 1,62 -0,21 -0,63 0,07 0,13
Dividende je Aktie8 2,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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bet-at-home.com
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0DNAY DE000A0DNAY5 AG 14,53 Mio. € 23.05.2005 Halten
* * *
  Foto: bet-at-home.com      ...
#A0DNAY
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Viel besser hätte das vergangene halbe Jahr für die Aktionäre von SNP Scheider-Neureither gar nicht laufen können. Mit einem Kurszuwachs von 127 Prozent auf 32 Euro hat der Anteilschein des auf Veränderungen von IT-Systemen spezialisierten Unternehmens alle anderen heimischen Softwaretitel in den Schatten gestellt und sich mittlerweile sogar wieder über das frühere Mehr-Jahres-Hoch von Ende 2010 geschoben. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser sehen noch keinen Grund, bei dem Titel Gewinne mitzunehmen. Im Gegenteil: Ihrer Meinung befindet sich die Wachstumsgeschichte der Heidelberger erst am Anfang – fast genau 16 Jahre nach dem Börsengang wohlgemerkt. Das Kursziel siedeln die Experten bei 40,50 Euro an. „Die Weiterentwicklung der SNP Gruppe schreitet mit rasantem Tempo voran und wir arbeiten daran, die hohe Wachstumsdynamik in den kommenden Monaten erneut zu bestätigen“, sagt Vorstandsvorsitzende und Großaktionär Andreas Schneider-Neureither. So lag der Auftragsbestand zum Jahresende 2015 mit gut 20 Mio. Euro um rund 80 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die wesentlichen Eckdaten für 2015 hatte die Gesellschaft bereits Ende Januar vorgelegt. Nun folgt das komplette Zahlenwerk in Form des Geschäftsberichts. Große Überraschungen gab es in dem Abschluss allerdings nicht. Bei Erlösen von 56,24 Mio. Euro steigerte SNP den Überschuss von 1,03 auf 2,55 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie zog dementsprechend um 155 Prozent auf 0,69 Euro an. Die Anteilseigner sollen zur Hauptversammlung am 12. Mai 2016 eine Dividende von 0,34 Euro je Aktie bekommen. Das ist etwas mehr als gedacht – steht auf dem gegenwärtigen Kursniveau allerdings nur für eine überschaubare Dividendenrendite von 1,06 Prozent. Da gibt es auch im Softwaredekor wesentlich interessantere Papiere. Dementsprechend müssen sich Investoren auf andere Kennzahlen konzentrieren, um die im Prime Standard gelistete Aktie zu greifen. Der Ausblick für 2016 sieht mit einem Erlösziel von 72 bis 78 Mio. Euro auf den ersten Blick sehr gut aus.     Dagegen hinkt die in einer Bandbreite von acht bis zehn Prozent prognostizierte EBIT-Marge den Erwartungen ein wenig hinterher. Zur Einordnung: 2015 kam SNP auf eine operative Rendite von 8,1 Prozent. In absoluten Zahlen würde die jetzige Vorschau des Managements auf ein EBIT zwischen 5,75 und 7,80 Mio. Euro hinauslaufen. Um die Erwartungen der Börsianer nicht zu enttäuschen, müssten die Heidelberger im Jahresverlauf allerdings noch nachlegen. Edison aus London kalkuliert derzeit mit einem EBIT für 2016 von 7,7 Mio. Euro (die Studie können Sie HIER kostenlos Downloaden). Hauck & Aufhäuser hatte zuletzt gar mit 8,8 Mio. Euro gerechnet. Bleibt also abzuwarten, wie sich hier die Erwartungen und die tatsächlichen Zahlen in den kommenden Quartalen annähern werden. Kapitalisiert ist der Small Cap derzeit mit gut 119 Mio. Euro, was nach Auffassung von boersengefluester.de schon eine Menge an positiven Veränderungen berücksichtigt. Andererseits tun sich durch die Digitalisierungsprozesse in der Wirtschaft für SNP ganz neue Chancen auf. Zudem arbeitet die Gesellschaft eng mit SAP zusammen – eine enorme Chance für die Schwaben. Aus dem heimischen Spezialwertebereich kommen als Vergleichsgruppe in erster Linie Unternehmen wie KPS Consulting, All For One Steeb oder – mit Abstrichen – auch Cenit in Betracht. Keine schlechte Gesellschaft, in der sich SNP Scheider-Neureither da befindet. Trotz der bereits recht sportlichen Bewertung von SNP bleiben wir vorerst bei unserer Einschätzung: Kaufen.  
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SNP Schneider-Neureither
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
720370 DE0007203705 SE 576,09 Mio. € 03.04.2000 Halten
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 143,78 166,97 173,42 203,43 254,77 291,00 0,00
EBITDA1,2 9,23 16,26 17,61 21,52 40,04 54,00 0,00
EBITDA-Marge %3 6,42 9,74 10,16 10,58 15,72 18,56 0,00
EBIT1,4 0,84 6,30 6,71 11,12 28,62 42,00 0,00
EBIT-Marge %5 0,58 3,77 3,87 5,47 11,23 14,43 0,00
Jahresüberschuss1 -1,84 0,60 1,41 5,87 20,11 27,50 0,00
Netto-Marge %6 -1,28 0,36 0,81 2,89 7,89 9,45 0,00
Cashflow1,7 2,00 -1,38 -0,53 12,55 40,81 33,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,22 0,14 0,22 0,80 2,76 3,72 4,10
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3,65 3,65

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
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KPS
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1A6V4 DE000A1A6V48 AG 22,47 Mio. € 14.07.1999 Halten
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All for One Group
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
511000 DE0005110001 SE 209,24 Mio. € 30.11.1998 Kaufen
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Cenit
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
540710 DE0005407100 AG 62,42 Mio. € 06.05.1998 Kaufen
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#720370
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Bei der Aktie von SLM Solutions musste man lange Zeit schon beide Augen zudrücken, um zum Einstig zu raten. Zum Börsengang vor knapp zwei Jahren für 18 Euro mussten Investoren für jeden Euro Umsatz, den der Hersteller von professionellen 3D-Druckern 2014 erzielen sollte, fast 10 Euro auf den Tisch legen. Insgesamt kam die Gesellschaft aus Lübeck am Tag des IPO so auf eine Kapitalisierung von fast 324 Mio. Euro. Eine schwere Bürde, auch wenn die metallbasierte additive Fertigungstechnologie von SLM Solutions in der Fachwelt einen prima Ruf genießt. Mittlerweile beweist die Gesellschaft auch börsentechnisch, dass der Vertrauensvorschuss gerechtfertigt war. Alle wesentlichen Kennzahlen zeigen nach oben und auch die – bereits zum Börsenstart angekündigte – Verstärkung durch den Einstieg ins das Geschäft mit Metallpulvern hat SLM Solutions mittlerweile umgesetzt. Seit 21. März 2016 ist der Titel zudem im TecDAX enthalten. Mit fast 90 Prozent entfällt der Löwenanteil des Konzernumsatzes von derzeit 66,14 Mio. Euro noch auf den Verkauf von Laserschmelzanlagen (drei verschiedene Typen hat SLM im Programm). Doch die Gewichte werden sich künftig verschieben. Service, Ersatzteile und der Handel mit Verbrauchsmaterialien wie Pulver werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Für die Rentabilität kann das nur förderlich sein, auch wenn die Ergebnisse für 2015 mit einem Überschuss von 2,16 Mio. Euro bereits besser ausgefallen sind als zu erwarten war. „Unterm Strich arbeiten wir profitabel, das ist bei unserem derzeitigen Entwicklungstempo nicht selbstverständlich und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Finanzvorstand Uwe Bögershausen. Das um Bonuszahlungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) errichte 2015 rund 8,05 Mio. Euro, was – bezogen auf den Umsatz – einer Rendite von knapp 12,2 Prozent entspricht. Avisiert hatte Bögershausen für diese Kennzahl einen Korridor zwischen 12 und 13 Prozent. Zum Vergleich: Das „normale“ EBITDA drehte im vergangenen Jahr auf 6,86 Mio. Euro, was auf eine Marge von annähernd 10,4 Prozent hinausläuft. Auf EBIT-Basis kommen die Lübecker momentan auf eine Rendite 5,46 Prozent. Potenzial nach oben sollte da noch vorhanden sein, denn das am besten mit SLM Solutions vergleichbare Unternehmen, die schwedische Arcam (WKN: A1XCDW), kam 2015 bereits auf eine EBIT-Marge von 8,72 Prozent. Dabei liegen beide Unternehmen von der Umsatzgröße her sehr eng zusammen. Für 2016 prognostiziert SLM-CFO-Bögershausen Erlöse zwischen 85 und 90 Mio. Euro – bei einer sich weiter verbessernden EBITDA-Rendite. Diese Vorschau deckt sich im Wesentlichen mit den Schätzungen der Analysten – teilweise kalkulieren die Banker aber sogar mit höheren Umsatz- und Ergebniszahlen.  
SLM Solutions Kurs: 19,02
  Solche Diskrepanzen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber keine großartige Überraschung, denn kaum eine Vorstand will sich bereits mit der Vorlage des Geschäftsberichts unnötig weit aus dem Fenster lehnen. Ein wenig Spielraum für eine mögliche Prognoseerhöhung im Jahresverlauf kann nie schaden. „Als Technologieführer wollen wir in den nächsten Jahren weiterhin schneller als der Markt wachsen und dazu beitragen, dass sich die additive Fertigung noch schneller verbreitet", sagt SLM-Vorstandschef Markus Rechlin. Für boersengefluester.de nimmt die Investmentstory des TecDAX-Aufsteigers zunehmend Konturen an. Bewertungsmäßig spielt SLM Solutions zwar immer noch in der Premiere League. Doch wir setzen darauf, dass sich die Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder Enterprise Value zu EBITDA in den kommenden Quartalen weiterhin deutlich verbessern werden – und zwar nicht über sinkende Aktienkurse.  
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SLM Solutions
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A11133 DE000A111338 AG 591,66 Mio. € 09.05.2014
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 61,76 75,12 105,71 106,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 -14,78 -8,60 -7,75 -2,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 -23,93 -11,45 -7,33 -1,89 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 -23,39 -16,30 -16,26 -11,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 -37,87 -21,70 -15,38 -10,38 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -30,25 -20,38 -24,74 -18,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 -48,98 -27,13 -23,40 -16,98 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 -3,34 -18,31 -20,69 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -1,53 -0,90 -0,96 -0,70 0,22 0,34 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#A11133
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Auf Cenit bleibt Verlass. Für 2015 will das IT-Unternehmen eine um 10 Cent auf 1,00 Euro erhöhte Dividende je Aktie ausschütten. Bezogen auf den aktuellen Kurs von 19 Euro entspricht das einer Rendite von immerhin 5,3 Prozent. Die Hauptversammlung findet am 6. Mai 2016 statt. Boersengefluester.de geht davon aus, dass dieser nicht alltägliche Größenordnung in den kommenden Wochen verstärkt Investoren auf den Titel aufmerksam machen wird. Rein fundamental zählen die Stuttgarter ohnehin zur Oberklasse aus dem heimischen Small-Cap-Sektor. Hauptgeschäft von Cenit sind Softwarelösungen für die digitale Produktentwicklung oder die Simulation von Fertigungsprozessen. Dabei arbeitet das Unternehmen eng mit dem französischen Visualisierungskonzern Dassault Systèmes zusammen, aber auch IBM und SAP sind Partner. Zunehmend wichtiger für Cenit wird dabei die eigene Software. Das spiegelt sich jedenfalls in den besser als gedacht ausgefallenen Ergebniskennzahlen wider. So kam Cenit 2015 trotz eines Erlösrückgangs von 1,55 Prozent auf 121,48 Mio. Euro auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 10,60 Mio. Euro – nach 9,33 Mio. Euro im Jahr zuvor. Für das laufende Jahr kündigte die frei von Bankschulden agierende Gesellschaft ein Umsatzplus von bis zu fünf Prozent sowie einen Zuwachs beim EBIT im „hohen einstelligen Bereich“ an. Demnach sollte ein Betriebsergebnis im Bereich um 11,5 Mio. Euro möglich sein. Das korrespondiert mit einer auf den ersten Blick recht hohen Marktkapitalisierung von zurzeit 159 Mio. Euro. Allerdings verfügen die Schwaben über eine Nettoliquidität von fast 34 Mio. Euro, so dass die Relation von Enterprise Value (Börsenwert minus Finanzguthaben) zum 2016er-EBIT mit einem Faktor von knapp elf schon wesentlich attraktiver daherkommt. Cenit ist ein klarer Profiteur des Digitalisierungsprozesses, da die Hauptkunden aus den Bereichen Automobil, Fertigungsindustrie und Finanzdienstleistungen kommen. Kurse bis in den Bereich von 22 Euro – wie es sie Ende November 2015 bereits gab – halten wir für eine realistische Annahme bis zur nächsten Hauptversammlung.  
Cenit Kurs: 7,46
 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Cenit
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
540710 DE0005407100 AG 62,42 Mio. € 06.05.1998 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 147,24 146,07 162,15 184,72 207,33 207,00 215,00
EBITDA1,2 9,59 11,27 11,94 16,41 17,26 9,30 18,00
EBITDA-Marge %3 6,51 7,72 7,36 8,88 8,33 4,49 8,37
EBIT1,4 3,63 6,23 6,31 9,22 7,38 -0,80 7,60
EBIT-Marge %5 2,47 4,27 3,89 4,99 3,56 -0,39 3,54
Jahresüberschuss1 2,92 4,35 6,61 4,99 -1,57 -3,60 4,00
Netto-Marge %6 1,98 2,98 4,08 2,70 -0,76 -1,74 1,86
Cashflow1,7 12,28 8,24 11,49 5,33 10,34 11,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,28 0,51 0,75 0,54 -0,23 -0,42 0,36
Dividende je Aktie8 0,47 0,75 0,50 0,04 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#540710
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Häufig fragen mich Leser von boersengefluester.de: „Nach welchem System suchen Sie eigentlich interessante Aktien aus, Herr Kruse?“ Gute Frage, eine Patentlösung habe ich nämlich nicht – gibt es wohl auch nicht. Aber fast immer verwende ich eine Vielzahl von Filtern, um am Ende auf eine überschaubare Gruppe von Einzelwerten zu kommen, die es lohnt, sich mal wieder näher anzuschauen. Dabei macht es selbstverständlich einen gewaltigen Unterschied, ob man auf der Suche nach Turnaroundwerten, KGV-Wundern, Penny Stocks oder sonst welchen Spezialgruppen ist. In der Regel suche ich jedoch nach eher soliden Unternehmen, deren Aktienkurse noch nicht davon gelaufen sind. Die fundamentalen Kriterien lege ich im Einzelfall dabei gar nicht mal oder so eng an. Muss man meiner Meinung nach auch nicht unbedingt: Durch die Vielzahl von Anforderungen, die die Aktien erfüllen sollen, ergibt sich eine strenge Selektion meist von ganz allein. Basis aller Analysen ist dabei stets die zurzeit 543 Aktien umfassende Kennzahlendatenbank DataSelect auf Excel-Basis von boersengefluester.de. Ein typisches Screening könnte momentan etwa so laufen: Um eine Grundordnung zu schaffen, sortiere ich alle Aktien mit einem Börsenwert von weniger als 10 Mio. Euro aus. Außerdem schneide ich sämtliche Werte mit einer Kapitalisierung von mehr als 1 Mrd. Euro ab. Nicht weil ich etwas gegen DAX-Werte oder Micro Caps habe, sondern um das Ergebnis ein wenig überraschender zu halten. BASF, Linde oder Allianz sind tolle Unternehmen und super Aktien, stehen aber nicht im Fokus von boersengefluester.de. Hier geht es eher um Small- und Mid Caps. Sehr schwierig in der Investmentumsetzung sind Miniwerte. Daher auch hier der Schnitt. Sehr frühzeitig „trenne“ ich mich beim Screening meistens auch von momentan super angesagten Aktien – um erst gar nicht in die Versuchung zu kommen, noch auf einen längst mit hoher Geschwindigkeit fahrenden Zug aufspringen zu müssen. Umsetzen lässt sich das etwa dadurch, indem man alle Titel mit einem Abstand von mehr als 20 Prozent zur 200-Tage-Linie im Chart ausklinkt. Auch eine 52-Wochen-Performance von mehr als 50 Prozent deutet nicht gerade auf einen Titel mit Nachholpotenzial. Aber bitte nicht pauschalisieren: Die Prozentangaben sind eine Momentaufnahme. Viel hängt von der Börsenphase ab. Für die aktuelle Situation scheinen sie mir aber zielführend. Anschließend geht es dann „endlich“ ran an die fundamentalen Kriterien.   [sws_blue_box box_size="640"]Tipp von boersengefluester.de: Kennen Sie schon unser Permanent-Aktien-Screening? Hier legen wir jeden Tag die selben fundamentalen und charttechnischen Kriterien an alle von uns gecoverten Aktien an. Ein täglicher Blick auf diese Liste lohnt auf jeden Fall.[/sws_blue_box]   Trotz der aktuellen Minizinsen und entsprechend großen Verlockungen für die Finanzvorstände, den Gewinn durch Fremdkapitaleinsatz zu hebeln: An dieser Stelle oute ich mich gern als Fan von Unternehmen, die mehr Geld und Wertpapiere auf der hohen Kante haben als sie an Bank- und Anleihenverbindlichkeiten besitzen. Super groß ist die Anzahl der Unternehmen allerdings nicht, die über ein Nettofinanzguthaben verfügen – sie liegt bei nur etwa einem Drittel der von mir betrachteten Werte. Entsprechend viele Aktien müssen an dieser Stelle den Saal verlassen. Zum Standardrepertoire gehört anschließend der Blick auf den Buchwert – beziehungsweise das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Natürlich gibt es großartige Unternehmen mit einem zweistelligen KBV – echte Allroundtalente sind das meistens jedoch nicht. Daher setze ich die Obergrenze für das KBV bei rund drei an. Ein Tipp: Die weit verbreitete Meinung, dass eine Aktie erst dann für Value-Anleger interessant wird, wenn sie unter Buchwert notiert, lässt sich kaum halten. Letztlich hängt die faire Höhe des KBVs mit anderen Parametern wie zum Beispiel der Eigenkapitalrendite zusammen. Es gilt: Je größer die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss in Relation zum Eigenkapital), desto höher darf auch das KBV sein. Auf den Klassiker Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) verzichte auch ich beim Screening nicht. Allerdings in einer eher laschen Ausprägung. Meist schneide ich nur die oberen und unteren Höchstwerte ab. Ein KGV von mehr als 20 birgt in der aktuell doch fortgeschrittenen Börsenhausse vermutlich eine überdurchschnittliche Anfälligkeit für Kurskorrekturen. Andererseits traue ich den KGV-Billigheimern auch nicht immer über den Weg. Häufig erweisen sich die Gewinnschätzungen doch als zu ambitioniert. Konsequenz: Für Aktien, die mit weniger als dem Fünffachen des Jahresgewinns bewertet sind, läuten jetzt die Schlussglocken. Von überragender Bedeutung ist für die meisten Privatanleger die Dividendenrendite – auch für die Leser von boersengefluester.de. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Investment Trends kürzlich erst wieder bestätigt. Zugegeben: So ganz kann ich diesen hohen Stellenwert nicht immer nachvollziehen. Mir gefallen Aktienrückkäufe eigentlich viel besser. Aber darum geht es an dieser Stelle nicht. Hohe und vor allen Dingen nachhaltige Dividendenausschüttungen sind in der Regel nämlich auch ein Spiegelbild des wirtschaftlichen Erfolgs. Als Kriterium für ein Screening-Verfahren eignet sich die Dividende damit ganz vorzüglich. Dabei kombiniere ich verschiedene Aspekte: Zunächst einmal soll die Dividendenrendite – momentan auf boersengefluester.de noch auf Basis der Ausschüttungen für 2015 berechnet – bei mindestens 2,5 Prozent liegen. Das klingt nicht super ambitioniert. Gemessen an den Zinssätzen für Anleihen oder Festgeldern aber auch nicht verkehrt. Tradition kann nicht schaden: Daher kommen nur Unternehmen in Betracht, die bereits seit fünf Jahren kontinuierlich Dividende zahlen. Außerdem soll die Hauptversammlung noch im laufenden Jahr stattfinden, schließlich soll die anstehende Ausschüttung dem Kurs im Idealfall noch ein wenig Zusatzantrieb verschaffen. Nun wird es spannend. Wie viele Aktien erfüllen momentan eigentlich diese Vielzahl an Anforderungen? Ich habe die Berechnung anhand der Excel-Datenbank DataSelect durchgeführt und war selbst überrascht vom Ergebnis. Immerhin sechs Titel meistern sämtliche Hürden. Der Modeschmuckfilialist Bijou Brigitte, der Displayspezialist Data Modul, der Dortmunder Chipanbieter Elmos Semiconductur, das auf Strahlenmedizin fokussierte Unternehmen Eckert & Ziegler, die Werbeagentur Syzygy und der Prüftechnikspezialist Viscom. Nicht alle Titel stehen derzeit bei boersengefluester.de auf Kaufen – aber das ist auch viel Geschmackssache. Letztlich handelt es sich aber um eine Gruppe von Unternehmen der Oberklasse.  
Bijou Brigitte Kurs: 44,60
 
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Bijou Brigitte
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
522950 DE0005229504 AG 361,26 Mio. € 27.05.1988 Kaufen
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Data Modul Kurs: 29,00
 
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Data Modul
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
549890 DE0005498901 AG 102,26 Mio. € 30.11.2007 Kaufen
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Eckert & Ziegler Kurs: 16,16
 
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Eckert & Ziegler
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
565970 DE0005659700 SE 1.026,42 Mio. € 25.05.1999 Kaufen
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Syzygy Kurs: 1,45
 
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Syzygy
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
510480 DE0005104806 AG 19,58 Mio. € 06.10.2000 Halten
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Viscom Kurs: 4,20
 
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Viscom
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
784686 DE0007846867 SE 37,88 Mio. € 10.05.2006 Kaufen
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#522950 #784686 #549890 #567710 #510480 #565970
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Normalerweise ist die Aktie der SKW Stahl-Metallurgie Holding ein glatter Verkauf. Die Geschäfte des Stahlzulieferers laufen mehr schlecht als recht, und die Bilanzrelationen sehen alles andere als vertrauenerweckend aus. Auf Konzernebene beträgt die Eigenkapitalquote nur noch mickrige 5,5 Prozent. Das Unternehmen selbst spricht von einer „angespannten wirtschaftlichen Situation“ und räumt ein, dass eine ausreichende Liquidität über den 31. Mai 2016 hinaus nicht vollständig gesichert ist. Zurzeit laufen Gespräche mit den Gläubigern über die weitere Finanzierung. Außerdem findet am 10. Mai 2016 die – kombinierte außerordentliche und ordentliche – Hauptversammlung statt, wo es auch um diese Themen. Immerhin musste die Gesellschaft Ende Januar eine Verlustanzeige machen, weil mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt waren. Unterstützung von der Konjunktur erhält das Unternehmen derzeit nicht. Im Gegenteil: Die Stahlbranche, insbesondere in Nordamerika, kommt einfach nicht in Schwung. „Die Krise kam für uns zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt“, sagt SKW-Vorstand Kay Michel, der sich bereits seit vielen Monaten mit der Sanierung des ehemaligen SDAX-Konzerns beschäftigt. Wo hohe Risiken sind, lauern aber natürlich auch Chancen. Immerhin bringt SKW derzeit nur eine Marktkapitalisierung von gut 22 Mio. Euro auf die Waagschale. Gemessen am Umsatz von zuletzt 285,5 Mio. Euro sieht das zunächst einmal super mickrig aus – wäre da nicht die trübe Ergebnisentwicklung. Das um zwei Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für 2015 fiel mit 14,8 Mio. Euro zwar etwas besser aus als gedacht. Unterm Strich blieb aber ein knackiger Fehlbetrag von 8,7 Mio. Euro stehen. Für 2016 stellt Michel weiter sinkende Erlöse und ein EBITDA von nur etwas mehr als 10 Mio. Euro in Aussicht. Unterm Strich wird das nicht für schwarze Zahlen reichen. Klammern müssen sich die Investoren an die Prognosen für 2017 und 2018. Konzentrieren wir uns hier einmal auf die Vorschau für 2017: Demnach soll bei Umsätzen von rund 300 Mio. Euro ein operatives EBITDA von etwa 20 Mio. Euro möglich sein. Im Normalfall kalkuliert SKW Stahl pro Quartal mit Abschreibungen von rund 1 Mio. Euro, so dass ein EBIT von gut 15 Mio. Euro möglich scheint. Nach Abzug von Zinsbelastungen und Steuern könnte ein Überschuss von knapp 4 Mio. Euro stehen bleiben, womit die SKW-Aktie auf ein 2017er-KGV von deutlich unter sechs kommen würde.  
SKW Metallurgie Kurs: 0,00
  Zugegeben: Unter Berücksichtigung der Netto-Finanzverschuldung von zurzeit knapp 72 Mio. Euro sieht die Kennzahlenwelt schon wieder ganz anders aus. Trotzdem: Sollten die Lichter nicht vorher ausgehen, besitzt das Papier durchaus seine Reize – freilich nur für sehr spekulativ orientierte Investoren. Zudem hat das Unternehmen mit der Investmentgesellschaft MCGM seit einigen Monaten einen aktivistischen Großaktionär an Bord, der ordentlich Druck macht. „SKW kann wieder zu einem der profitabelsten Unternehmen in seiner Branche und zu einem attraktiven Investment Case werden“, lässt sich MCGM zitieren. Nach Auffassung der Münchner könnte SKW bis 2017 auf eine EBIT-Marge von 7,5 Prozent kommen. Die kommenden Monate werden entscheiden, ob SKW genügend Zeit und Geld bekommt, um die Restrukturierung weiter voranzutreiben. Ein bisschen zocken lässt sich mit der Aktie allemal – selbst wenn das Risiko eines Totalverlusts längst nicht vom Tisch ist.  
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SKW Metallurgie
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
SKWM02 DE000SKWM021 1,88 Mio. € 01.12.2006 Verkaufen
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#SKWM0
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Offenbar war es für alle Seiten der perfekte Deal. Dabei wussten die Börsianer das Übernahmeangebot von Arrow Electronics für Data Modul Anfang 2015 zunächst gar nicht so recht einzuschätzen. Zwar handelte es sich um eine freundliche Offerte, die dem langjährigen Vorstandschef Peter Hecktor den Ausstieg aus der Gesellschaft ermöglichte. Und auch der gebotene Preis von 27,50 Euro je Aktie von Data Modul schien – zumindest mit Blick auf den Langfristchart – durchaus fair zu sein. Dennoch mussten die Amerikaner damals die als Bedingung für das Zustandekommen des Angebots zunächst genannte Schwelle von 75 Prozent auf 50 Prozent senken. Hinzu kam, dass Data Modul mit einer überraschenden Dividendenerhöhung von 0,60 auf 0,90 Euro für 2014 potentiell abgabewilligen Investoren die Entscheidung kurioserweise erschwert hat. Letztlich können aber alle diejenigen Aktionäre froh sein, die der Offerte widerstanden haben und an dem Anteilschein des Displayspezialisten festgehalten – oder wie die Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. – Bestände aufgebaut haben. Zwar drückte Arrow auf der dann auf Juli 2015 vertagten Hauptversammlung (HV) eine Minidividende von 0,12 Euro je Anteilschein durch. Doch der anhaltend guten Entwicklung des Small Caps tat das keinen Abbruch. Mittlerweile kostet die Aktie von Data Modul fast 39 Euro – und ist immer günstig bewertet, so gut entwickelten sich zuletzt die Geschäfte. „2015 haben wir unsere Erfolgsgeschichte in einem erneut anspruchsvollen Markt fortgeschrieben“, sagt der Vorstandsvorsitzende Florian Pesahl. So kamen die Münchner bei einem Erlösplus von 15,6 Prozent auf 180,30 Mio. Euro auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 12,58 Mio. Euro – nach 11,40 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das entspricht einer operativen Marge von 6,98 Prozent. Kalkuliert hatte das Unternehmen mit einer EBIT-Rendite von 6,5 bis 7,5 Prozent und Erlösen zwischen 160 und 170 Mio. Euro. Da die Erlöse aber deutlich besser vorankamen als gedacht, fällt auch das absolute EBIT erfreulicher aus als von boersengefluester.de vermutet. „Wesentlicher Treiber für unser Ergebnis war die Entwicklung in unseren ausländischen Märkten“, sagt Pesahl. Die eigentliche Überraschung für uns ist jedoch der kernige Dividendenvorschlag von 1,20 Euro je Aktie für 2015, was – beim gegenwärtigen Kurs von 38,80 Euro – auf eine Rendite von immerhin gut drei Prozent hinausläuft. Die Hauptversammlung findet am 19. Mai 2016 statt. Eine neuerliche Abänderung des Ausschüttungsvorschlags ist ziemlich unwahrscheinlich, denn Amir Mobayen, der Vice President und General Manager von Arrow, ist seit Juli 2015 Vorsitzender des Aufsichtsrats von Data Modul und damit mitverantwortlich für die Dividendenempfehlung.  
Data Modul Kurs: 29,00
  Überhaupt scheinen die Amerikaner mit ihrem Investment ganz happy zu sein – offiziell halten sie zurzeit 53,37 Prozent der Aktien. „Wir betrachten unser Engagement als eine strategische, langfristige Investition“, sagt Mobayen. Und – diesen Satz werden die Börsianer besonders gern lesen – damit nicht genug: „Unser Ziel besteht langfristig darin, einen möglichst großen Anteil der Aktien zu erwerben.“ Es ist also davon auszugehen, dass Arrow weiter auf der Käuferseite bei der immer noch im Prime Standard gelisteten Aktie steht. Rückenwind verleiht auch der Ausblick. Für das laufende Jahr kündigt Data-Modul-CEO Pesahl Rekorderlöse zwischen 185 und 200 Mio. Mio. Euro sowie eine EBIT-Rendite in einem Korridor von 7,0 bis 8,0 Prozent an. Das entspricht einem Betriebsergebnis zwischen 16 und 16 Mio. Euro – bei einer Marktkapitalisierung von gegenwärtig knapp 137 Mio. Euro. Da kann man wirklich nicht meckern, zumal Data Modul ein Netto-Finanzvermögen von 12,3 Mio. Euro in der Bilanz stehen hat, die es – zumindest gedanklich – vom Börsenwert abzuziehen gilt. Mögliche Befürchtungen, dass aus Data Modul eine verkappte US-Company wird, will Arrow-Manager Mobayen erst gar nicht aufkommen lassen. Im aktuellen Geschäftsbericht betont er: „Eine meiner wichtigsten Erfahrungen, die ich in meinen vielen Jahren in Europa gemacht habe: Man darf den Europäern keine fremde Kultur aufzwingen wollen. Data Modul bleibt ein deutsches Unternehmen.“  
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Data Modul
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549890 DE0005498901 AG 102,26 Mio. € 30.11.2007 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 192,19 194,77 276,05 283,24 226,21 214,00 0,00
EBITDA1,2 17,75 18,58 32,97 28,43 16,59 5,15 0,00
EBITDA-Marge %3 9,24 9,54 11,94 10,04 7,33 2,41 0,00
EBIT1,4 11,83 12,70 27,15 22,30 9,32 -2,80 0,00
EBIT-Marge %5 6,16 6,52 9,84 7,87 4,12 -1,31 0,00
Jahresüberschuss1 7,56 7,90 18,37 14,49 5,58 -2,80 0,00
Netto-Marge %6 3,93 4,06 6,66 5,12 2,47 -1,31 0,00
Cashflow1,7 10,78 -15,72 -2,83 23,85 21,73 10,90 0,00
Ergebnis je Aktie8 2,14 2,24 5,21 4,11 1,58 -0,79 0,90
Dividende je Aktie8 0,12 0,12 0,12 0,12 0,12 0,12 0,12

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#549890
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So schnell kann es gehen: Nachdem Softing bereits Ende Februar die wesentlichen Zahlen für 2015 vorgelegt hatte, schien der für den 23. März avisierte Geschäftsbericht kein sonderlich großes Überraschungspotenzial mehr zu bieten. Allenfalls auf den Ausblick waren die Investoren gespannt. Immerhin lief der Aktienkurs des Anbieters von Elektronikkomponenten zur Unterstützung von Automatisierungsprozessen in den vergangenen Wochen wie die Feuerwehr. So brauste die Notiz des Small Caps von knapp 11 Euro auf mehr als 15 Euro nach oben. Offenbar waren die – per saldo ganz ordentlichen – Umsatz- und Ergebniszahlen für 2015 sowie die Insiderkäufe des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Trier allerdings nicht der alleinige Auslöser der Kursrally. „Vor einigen Wochen haben wir Signale von Unternehmen erhalten, die sich uns zum Kauf angeboten haben. Diese Unternehmen sind aus strategischer Sicht für das weitere Wachstum für Softing interessant. Wir sehen Chancen, dass es zu einer oder mehreren Übernahmen kommen könnte“, verrät Trier im Vorwort des aktuellen Geschäftsberichts. Angesichts der stärkeren Fokussierung auf den US-Markt – hier hatte sich Softing vor knapp einem Jahr bereits mit OLDI (Online Development) deutlich verstärkt – spricht vieles dafür, dass auch die potenziellen Übernahmekandidaten aus den Vereinigten Staaten stammen. Finanziell bringt sich Softing für die anstehenden Transaktionen jedenfalls schon mal in Stellung und kürzt die Dividende für 2015 um 10 Cent auf 0,15 Euro je Aktie. Auf den ersten Blick eine unpopuläre Maßnahme, allerdings spart sich die Gesellschaft damit eine Ausschüttungssumme von knapp 700.000 Euro. „Die Vorteile eines beschleunigten Wachstums sprechen eindeutig für dieses Vorgehen“, sagt Trier. Dennoch: Sollten die Akquisitionen zustande kommen, wird der Kaufpreis „zumindest teilweise“ auch mit „einer kleinen Kapitalerhöhung“ finanziert. Grundsätzlich ist gegen die Zuschaltung des Turboladers in Sachen Expansion nichts einzuwenden. Andererseits waren die Investoren bei Softing froh, dass die durch jüngsten Zukäufe ausgelöste Übergangsphase 2015 zu einem wesentlichen Teil abgeschlossen war. Immerhin ging der Transformationsprozess mit einer – wie beinahe immer in solchen Situationen – eher schwachen Performance der Aktien einher. 2015 verlor der Anteilschein um 18 Prozent an Wert – ein ungewohntes Gefühl für die erfolgsverwöhnten Aktionäre von Softing.  
Softing Kurs: 2,86
  Erklärungsbedürftig – wenngleich er sich im Rahmen der Erwartungen bewegt – ist der Ausblick für 2016. So stellt Firmenlenker Trier Erlöse von mehr als 85 Mio. Euro in Aussicht und kalkuliert mit einem operativen EBIT von mehr als 7,5 Mio. Euro. Um die Zahlen richtig einzuordnen, sollten Anleger jedoch beachten, dass Softing zurzeit mit zwei verschiedenen EBIT-Angaben arbeitet: So gibt es das „normale“ Ergebnis vor Zinsen und Steuern – 2015 lag es bei 5,47 Mio. Euro. Parallel veröffentlicht das Unternehmen aus Haar ein um die Kaufpreisverteilung der jüngsten Akquisitionen sowie aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen korrigiertes „operatives EBIT“: 2015 erreichte diese Kennzahl 7,1 Mio. Euro. Die Differenz betrug 2015 also immerhin 1,3 Mio. Euro, was ein Tick mehr ist als von boersengefluester.de gedacht. Gemessen am operativen EBIT sieht der Ausblick momentan vergleichsweise vorsichtig aus. „Wie viel Luft nach oben bleibt, wird sich erst ab Jahresmitte konkretisieren. Das erste Halbjahr wird eher schwach erwartet. Im dritten und vierten Quartal werden wir den Löwenanteil des Jahresergebnisses realisieren“, sagt Trier. Tendenziell war das Abschlussquartal zwar schon immer die wichtigste Phase des Jahres für Softing, doch mit OLDI aus Knoxville (USA) und Psiber Data aus Krailling in der Nähe von München sind zwei Firmen hinzugekommen, die eine „ausgeprägte Umsatzdynamik im dritten und vierten Quartal haben“, wie Softing betont.   Bildschirmfoto 2016-03-23 um 11.20.11   Immerhin: Softing will durch eine Forcierung von Softwareprodukten für die Automobilbranche wieder eine stetigere Entwicklung der Erlöse hinbekommen. Signifikant verschoben haben sich auch die Umsatzanteile aus regionaler Sicht. Deutschland rutschte 2015 von gut 50 Prozent auf knapp 40 Prozent zurück. Die USA stehen mittlerweile für 34 Prozent der Erlöse – nach 21 Prozent im Jahr zuvor. Und sollte sich Softing in den USA weiter verstärken, werden diese Größenordnungen wohl nochmals einen Kick bekommen. Boersengefluester.de bleibt bei der Einschätzung „Kaufen“ für den Small Cap. Beim gegenwärtigen Kurs von 15,15 Euro bringt es die Gesellschaft auf eine Kapitalisierung von gut 105 Mio. Euro. Zumindest mit Blick auf das operative EBIT der kommenden Jahre ist das noch immer einigermaßen geerdet. Abzuwarten bleibt allerdings, in welcher Größenordnung sich die offenbar anstehende Kapitalerhöhung bewegen wird. Die neuerliche Kürzung der Dividende ist verschmerzbar. Eine Rendite-Aktie war Softing ohnehin noch nie.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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Softing
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
517800 DE0005178008 AG 28,39 Mio. € 16.05.2000 Halten
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 77,60 84,69 98,31 112,60 95,06 88,50 87,00
EBITDA1,2 7,76 9,07 9,73 13,92 9,49 7,25 0,00
EBITDA-Marge %3 10,00 10,71 9,90 12,36 9,98 8,19 0,00
EBIT1,4 -3,93 -0,48 0,76 -2,72 0,50 -2,00 3,00
EBIT-Marge %5 -5,06 -0,57 0,77 -2,42 0,53 -2,26 3,45
Jahresüberschuss1 -4,58 -0,07 -1,18 -5,71 -1,57 -2,70 0,00
Netto-Marge %6 -5,90 -0,08 -1,20 -5,07 -1,65 -3,05 0,00
Cashflow1,7 4,91 11,05 3,82 9,10 7,02 5,30 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,50 0,01 -0,13 -0,63 -0,17 -0,27 0,18
Dividende je Aktie8 0,04 0,10 0,10 0,13 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#517800
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Sechs Dividendenerhöhungen in Folge sind im Prinzip keine schlechte Quote. In die Kategorie Renditehit fällt Isra Vision trotzdem nicht. Der für die Hauptversammlung am 23. März 2016 vorgesehene Ausschüttungsbetrag von 0,41 Euro je Aktie befördert den Anteilschein des Spezialisten für optische Kontrollsysteme gerade einmal auf eine Dividendenrendite von 0,66 Prozent. „Das ist ausreichend. Isra Vision sollte nicht übermäßig viel ausschütten“, sagt der Vorstandsvorsitzende und Großaktionär Enis Ersü beim jährlichen Pressedinner in Frankfurt – diesmal in der Villa Bonn der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft. Für die Anleger ist es ohnehin kein Schaden, dass die Darmstädter den größten Teil ihrer Gewinne in der Firma behalten und damit das weitere Wachstum finanzieren. „Wir waren noch nie stärker als jetzt“, sagt Ersü. Der Börsenwert beträgt momentan gut 268 Mio. Euro. So ganz allmählich kommt sogar das mittlerweile fast 16 Jahre alte All-Time-High von 84,50 Euro aus dem Jahr 2000 in Sichtweite. Operativ ist das Unternehmen dagegen längst in eine andere Größenordnung gewachsen. Im Geschäftsjahr 2014/15 (per Ende September) zeigte Isra Vision bei Erlösen von 112,24 Mio. Euro ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 22,56 Mio. Euro sowie einen Nettogewinn von 14,78 Mio. Euro. Erklärtes Ziel von Ersü ist es, möglich rasch auf einen Marke von 150 Mio. Euro beim Umsatz zu knacken. Ein Beschleuniger auf dem Weg dorthin wären Übernahmen. Und Ersü macht keinen Hehl daraus, dass sich die Gesellschaft quasi permanent entsprechende Ziele anschaut. Die eigene Bilanz würde Luft für Akquisitionen in der Größenordnung von bis zu 90 Mio. Euro bieten, verrät der Vollblutunternehmer. Allerdings soll die Eigenkapitalquote – derzeit beträgt sie gut 58 Prozent – nicht unter die Marke von 50 Prozent rutschen. Isra Vision hat sich auf optische Systeme spezialisiert, die Produktionsdaten erfassen und auswerten. Die Kunden stammen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von Solar über Print bis Automotive oder auch Halbleiter. Überschneidungen gibt es in Teilbereichen etwa mit der ebenfalls in Deutschland notierten AVT Advanced Vision Technology. Der auch in Anlegerkreisen gut bekannte Spezialkamerahersteller Basler aus Ahrensburg ist hingegen eher ein Zulieferer für Isra. Viscom aus Hannover ist zwar grundsätzlich in ähnlichen Anwendungen aktiv, hat sich aber auf die Elektronikbranche spezialisiert. Hier gibt es bislang keine Berührungspunkte zu Isra. Eine unter Umständen gute Ergänzung für Isra Vision könnte womöglich – zumindest nach Auffassung der in Frankfurt anwenden Journalisten – Nanofocus sein, zumal die Oberhausener sich gerade eine gute Expertise bei Überprüfungsanlagen für den Einsatz in der Chip-Produktion machen. „Muss ich mir mal anschauen“, sagt Ersü mit einem Lächeln. Boersengefluester.de ist gespannt, ob das Telefon tatsächlich bei Nanofocus klingelt.  
Isra Vision Kurs: 0,00
  Der Kurs der Isra-Aktie hängt derweil seit vielen Monaten in einer Seitwärtsrange fest, was sich allerdings auch mit den Kurszielen der Analysten deckt, die den fairen Wert in einem Korridor von 60 bis 70 Euro ansiedeln. Wenn man bedenkt, dass die Isra-Aktie 2011 noch zu Kursen von weniger als 20 Euro gehandelt wurde, ist das ohnehin eine bemerkenswerte Größenordnung. Mit der in den vergangenen fünf Jahren gezeigten Performance gehört Isra Vison zu den 25 besten Small Caps aus dem Coverage-Universum von boersengefluester.de. Perspektivisch sollte die Aktie aber genügend Futter haben, um auch Kurse nördlich von 70 Euro zu sehen. Bewertungstechnisch halten wir die Aktie jedenfalls für nicht übermäßig teuer. „In dem Unternehmen steckt noch immer sehr viel Synergiepotenzial“, sagt Ersü mit Blick auf die künftige Entwicklung der Margen. Und sollte eines Tages ein strategischer Investor mit einem super attraktiven Konzept kommen, wäre gar ein Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen ein Thema. „Ich klebe nicht an meinen Aktien“, sagt Ersü – wie auch bei dem Pressedinner ein Jahr zuvor. Fakt ist: Anleger, die sich bei Isra Vision engagieren, bekommen im Gegenzug eine knackige Wachstumsstory aus Südhessen. Das Thema Automatisierung von Produktionsprozessen bietet weiterhin enormes Potenzial. Und Isra Vision ist umtriebig genug, die sich bietenden Möglichkeiten abzugreifen – sogar wenn es um Länder wie den Iran geht, wo die Gesellschaft nach zehn Jahren Abstinenz nun wieder in die Offensive geht.   Bildschirmfoto 2016-03-22 um 16.53.40  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Isra Vision
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
548810 DE0005488100 AG 1.034,36 Mio. € 20.04.2000 Halten
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 129,31 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 38,59 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 29,84 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 17,75 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 13,73 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 9,45 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 7,31 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 37,20 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,43 0,86 1,15 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#548810 #540066
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Erfolgreiches Geschäftsjahr für UMT United Mobility Technology: 2015 erzielte der Münchner Mobile-Payment-Spezialist nach vorläufigen Berechnungen bei einem Umsatzanstieg um 1,889 Mio. Euro auf 3,039 Mio. Euro einen Gewinnsprung auf 0,951 Mio. Euro – nach 0,121 Mio. Euro im Vorjahr. UMT erwartet im laufenden Jahr weiteres Wachstum und attraktive Margen. Die Verkaufspipeline ist mit sehr vielversprechenden potenziellen Projekten befüllt, welche nun zeitnah zum Abschluss führen sollen, wie der UMT-Vorstandsvorsitzende Dr. Albert Wahl im Interview mit boersengefluester.de verrät. ...
#528610
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Hand aufs Herz: Hätten Sie gedacht, dass auch im DAX noch immer sechs Aktien ihr bisherigen Rekordhoch im Jahr 2000 hatten? Das Sextett besteht aus Allianz, Commerzbank, Deutsche Telekom, Infineon, Münchener Rück und Siemens. Zur Ehrenrettung des Leitindex sei allerdings gesagt, dass das All-Time-High bei mittlerweile 15 Firmen zeitlich sehr viel näher entfernt ist und von 2015 stammt. Die adidas-Aktie zeigte den bislang höchsten erreichten Stand sogar im laufenden Jahr – am 17. März mit 103,05 Euro (im Tagesverlauf auf Xetra-Basis). Regelmäßige Leser von boersengefluester.de wissen bestimmt, dass wir diese Informationen seit vielen Monaten in übersichtlicher Tabellenform für alle Aktien aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX bereitstellen. Da diese Tableaus auf so viel positive Resonanz stoßen, haben wir dieses Angebot nun ausgebaut. Ab sofort bieten wir die Angaben zum All-Time-High (inklusive Datum) und den Abstand zum 52-Wochen-Hoch für sämtliche von uns gecoverten Aktien – unterteilt nach den einzelnen Börsensegmenten Prime Standard, General Standard, Entry Standard und den Open Market (Freiverkehr) – an. Insgesamt sind das derzeit 536 Aktien. Die Daten werden täglich von uns zusammengetragen und gegen 9.00 Uhr aktualisiert. Knapp 55 Prozent der Titel sind übrigens im Prime Standard – dem Segment mit den höchsten Transparenzanforderungen – gelistet. Interessant sind die Auswertungen mit den Abständen aber nicht nur für charttechnisch motivierte Anleger, die darauf achten, wo die letzten Barrieren nach oben demnächst aus dem Weg geräumt werden könnten. Nach Auffassung von boersengefluester.de liefern die Tabellen in erster Linie auch einen konzentrierten Überblick über die Börsenentwicklung der vergangenen 20 Jahre. Und wer sich wundert, dass die Aktienkultur in Deutschland einfach nicht in Schwung kommen will, der findet einen Teil der Antwort in eben diesen Übersichten. Mitunter ist es nämlich erschreckend, wie viele Papiere noch immer um 60 bis 70 Prozent unter ihren Höchstständen (vielfach aus Neuer-Markt-Zeiten) notieren. Zugegeben: Inklusive der mittlerweile aufgelaufenen Dividendenzahlungen würde das Gesamtbild im Regelfall schon wesentlich entspannter aussehen. Aber trotzdem bleibt ein stattlicher Pool an Titeln übrig, wo sich eben nichts verändern würde, weil die Gesellschaften keine Dividenden auskehren. Umso wichtiger ist es für Anleger, sich ausreichend über die Unternehmen und ihre Perspektiven zu informieren. Nun aber zu unseren Übersichten. Sie finden die Tableaus unter diesen LINKs.   [sws_blue_box box_size="640"] DAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch“: HIER klicken. MDAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch“: HIER klicken. SDAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch": HIER klicken. TecDAX-Übersicht „Abstand zum Rekordhoch“: HIER klicken. ...
#All-Time-High
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Zugegeben: Wir bei boersengefluester.de sind ja eher ein wenig „old school“, wenn es um Investments in Aktien geht. Trotzdem sind wir stets neugierig, was es an innovativen Ideen in der Szene gibt. Social-Trading gefällt uns zum Beispiel richtig gut. Daher machen wir da auch mit. Doch was das Team von BUX (in Anlehnung an das Word Bugs  – also Käfer –  im Zusammenhang mit Gold) auf die Beine gestellt hat, ist wirklich eine coole Nummer und dürfte vor allen Dingen bei jungen Leuten auf Interesse stoßen. „Wir haben eine App entwickelt, die den Handel mit Aktien sehr zugänglich, unterhaltsam, sicher, lehrreich und spannend macht!“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Und tatsächlich werden Börsendinge in einem ganz anderen Stil als sonst üblich beschrieben. Kostprobe aus einem Wochenausblick von BUX gefällig? „Wenn Preise fallen und Kurse bouncen, wenn schwer verdiente Moneten scheinbar in Flammen aufgehen, nur um sich am nächsten Morgen zu verquadruplizieren dann werden sie (verdammtnochma) ihre guten Gründe dafür haben.“ Aber natürlich ist BUX keine reine Kommentarseite, die man sich als kostenlose App auf sein Smartphone lädt, sondern eine Tradingplattform – übrigens powered by ayondo. Wer möchte, und das sollte man unbedingt beherzigen, kann sich bei BUX erst einmal mit Spielgeld austoben. In der zweiten Stufe geht es dann mit echtem Geld weiter. Und hier hört bekanntlich der Spaß auf. Daher hat auch bei BUX alles seine regulatorische Ordnung. Klar muss sein: Hier lässt sich Geld verdienen, aber auch Geld versenken. Eine reine Spaßveranstaltung ist also auch BUX nicht. Seit einigen Wochen ist die App nun auch in Deutschland live und boersengefluester.de sprach mit Vorstand Nick Bortot darüber, wie BUX genau funktioniert, welche Tipps er Tradern gibt und ob Börse nicht vielleicht doch ein Glücksspiel ist. Aber auch geschäftliche Dinge hat uns der ehemalige Banker Bortot verraten. Ganz interessant: BUX gehört mittlerweile zum Beteiligungsportfolio von Holtzbrinck Ventures – dem aktivsten heimischen FinTech-Investor. ...
#Social Trading #Ayondo #BUX
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Mit ein wenig Glück ist das Schlimmste vielleicht schon vorbei. Immerhin sieht es so aus, als ob der Aktienkurs von MorphoSys tatsächlich einen Boden ausbilden könnte: Gegenüber dem Mehr-Jahres-Hoch von Ende 2014 war die Notiz zuvor um mehr als die Hälfte eingebrochen. Dabei zeigen sich zusehends die Erfolge der Arbeit der vergangenen fast 25 Jahre. So rücken die ersten Medikamentenumsätze in greifbare Nähe. Entsprechend optimistisch ist Vorstandschef Simon Moroney, denn für zwei seiner Medikamentenkandidaten, die die Biotechfirma mit zwei Partnern entwickelt hat, könnte im Jahr 2016 die Zulassung beantragt werden. Ganz vorn steht das Mittel Bimagrumab gegen die Muskelerkrankung sporadische Einschlusskörpermyositis (sIBM) in Kooperation mit dem Pharmakonzern Novartis. Nach dem Abschluss der aktuellen Studie soll der Zulassungsantrag noch 2016 gestellt werden und das Produkt im nächsten Jahr im Markt eingeführt werden. Ähnliches ist auch für das Schuppenflechtemittel Guselkumab (mit Janssen) geplant. – Wenn man sich als Journalist etwas wünschen dürfte, dann andere Namen für die Produkte, aber das sei nur am Rande erwähnt. – „Die ersten therapeutischen Antikörper stehen vor der Marktzulassung und rücken produktbezogene Umsätze in greifbare Nähe. Wir erwarten, dass diese in den nächsten Jahren signifikant steigen werden“, sagt Moroney. Der Firmenlenker will den Erfolg in den Partnerschaften nutzen, um die firmeneigene Pipeline zügig voranzutreiben. Am besten ist MorphoSys bei seinen Antikörpern MOR202 und MOR208 vorangekommen. MOR202 ist ein Antikörper für die Behandlung des multiplen Myeloms (kurz MM, eine Krebserkrankung des Knochenmarks) und bestimmter Leukämien (Blutkrebs). MOR208 ist ein Antikörper zur Behandlung maligner (bedeutet fortschreitend zerstörerisch) Erkrankungen der B-Zellen. „Unser firmeneigenes Portfolio hat sich ebenfalls sehr positiv entwickelt und die zwei am weitesten fortgeschrittenen Programme nähern sich der entscheidenden Phase der klinischen Entwicklung“, betont Moroney. Angesichts dieser Nachrichten müsste die MorphoSys-Aktie eigentlich deutlich auf dem Weg nach oben sein. Genau das ist sie aber nicht. Denn die Investoren schauen einmal mehr auf die Profitabilität und da sieht es gar nicht gut aus. Moroney will die Kosten für die firmeneigene Forschung und Entwicklung von 56,6 Mio. Euro für 2015 auf 76 bis 83 Mio. Euro steigern.  
MorphoSys Kurs: 67,75
  Die Folge: Ein Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 58 bis 68 Mio. Euro. Angesichts der tiefroten Zahlen sehen die Investoren rot und drücken den Verkaufsknopf. Im Jahr 2015 hatte die vorzeitige Beendigung einer Entwicklungspartnerschaft mit dem US-Biotechriesen Celgene noch für Einmalzahlungen von rund 59 Mio. Euro gesorgt, wodurch der Konzernumsatz von MorphoSys um zwei Drittel auf 106,2 Mio. Euro nach oben geschossen war. Für 2016 geht Moroney von Erlösen von lediglich 47 bis 52 Mio. Euro aus – und eben einem operativen Verlust von 58 bis 68 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 17,2 Mio. für 2015. Die Aufstockung der Gelder für die firmeneigene Forschung und Entwicklung kann sich MorphoSys gut leisten, sitzt der Konzern doch auf einer Liquiditätsposition von knapp 300 Mio. Euro. Etliche der langjährigen Aktionäre von MorphoSys dürften sich aber wohl wünschen, dass der Konzern endlich nachhaltig schwarze Zahlen schreibt. Damit sieht es allerdings nicht so gut aus, denn die Biotechfirma dürfte laut den Schätzungen der Analysten auf absehbare Zeit weiterhin Verluste schreiben. So soll der Umsatz im Jahr 2017 auf 69,5 Mio. Euro steigen, im Folgejahr aber auf 44,3 Mio. Euro sinken. Hingegen soll der EBIT-Verlust von 43,1 Mio. für 2017 auf 59 Mio. steigen. Dass die Umsatz- und Gewinnschätzungen der Biotechfirma mit einem enorm hohen Unsicherheitsfaktor behaftet sind, versteht sich von selbst. Wie könnte es also mit der TecDAX-Aktie weitergehen? Nach der Talfahrt ist der Börsenwert zwar auf 1,08 Mrd. Euro gesunken. Abzüglich der Liquidität von rund 300 Mio. Euro wird das Geschäft von MorphoSys aber immer noch mit 760 Mio. Euro bewertet. Das ist das Elffache des erwarteten 2017er-Umsatzes und damit ein enorm hoher Wert. Das zeigt, dass noch eine große Menge Zuversicht in der Aktie eingepreist ist. Wenn sich nicht abzeichnet, dass es schon bald positive Nachrichten zu Bimagrumab oder Guselkumab geben sollte, könnte das Papier – trotz der aktuellen Stabilisierung – die Talfahrt fortsetzen. Hingegen könnte der Titel einen deutlichen Kurshüpfer machen, falls Gerüchte aufkommen sollten, dass beispielsweise Novartis oder ein anderer Partner über ein Übernahmeangebot für MorphoSys nachdenkt. Bei der hohen Bewertung von MorphoSys erscheint dieser Fall allerdings relativ unwahrscheinlich, zumal ein potenzieller Käufer im Falle eines Übernahmeangebotes üblicherweise einen kräftigen Aufschlag auf die ohnehin hohe Bewertung zahlen müsste.    
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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MorphoSys
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
663200 DE0006632003 AG 2.554,33 Mio. € 09.03.1999 Verkaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 327,69 179,61 278,27 238,28 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 52,08 -262,34 -202,37 -219,67 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 15,89 -146,06 -72,72 -92,19 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 27,36 -508,34 -220,71 -252,48 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 8,35 -283,02 -79,32 -105,96 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 97,89 -514,46 -151,06 -189,73 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 29,87 -286,43 -54,29 -79,63 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 35,27 -481,45 -366,71 -295,84 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 2,97 -15,40 -4,42 -5,53 -3,70 -2,50 -0,60
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  [sws_grey_box box_size="585"]Dieser Beitrag stammt von Egmond Haidt, der für die boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research schreibt.[/sws_grey_box]   Foto: MorphoSys AG...
#663200
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Die gute Nachricht vorweg: Mit einer auf 0,50 Euro je Aktie erhöhten Dividende für 2015 hatten wohl selbst Optimisten bei Geratherm Medical nicht gerechnet. Immerhin befördert diese Anhebung den Small Cap auf eine Rendite nördlich von vier Prozent. Leisten kann sich das Medizintechnikunternehmen die Ausschüttung von insgesamt knapp 2,5 Mio. Euro allemal. Immerhin sitzt Geratherm auf einer komfortablen Netto-Liquidität von fast 10,5 Mio. Euro – ein stattlicher Teil davon geht auf das gut gefüllte Wertpapierdepot. Ursprünglich hatte das Unternehmen aus Geschwenda in Thüringen die liquiden Mittel und Aktien als eine Art Notreserve für den Aufbau der neuen Geschäftsfelder Wärmesysteme für den OP- und Rettungsbereich, Schlaganfallprävention sowie Lungenfunktionsmessung vorgehalten. Mittlerweile haben sich die jüngeren Aktivitäten im Medizintechnikbereich aber allesamt recht positiv entwickelt, so dass Geratherm – Stammgeschäft sind Fieberthermometer – die Dividende entsprechend anheben kann. Auf der Hauptversammlung (HV) im vergangenen Jahr wurde sogar diskutiert, ob perspektivisch nicht sogar eine Sonderausschüttung sinnvoll wäre. Gut möglich, dass diese Diskussion auf der HV am 6. Juni 2016 in Frankfurt erneut geführt wird. Nicht ganz so erfreulich wie das Thema Dividende ist die Entwicklung in Brasilien. Währungsverluste und die allgemein schwache Wirtschaftsentwicklung führten dazu, dass „Geratherm do Brasil“ das Konzernergebnis 2015 mit 987.000 Euro drückte. Zur Einordnung: Auf der Small-Cap-Konferenz der DVFA Ende August 2015 bezifferte Geratherm-Vorstandschef Gert Frank das maximale Exposure in Brasilien auf 1,0 bis 1,2 Mio. Euro. Das war – aus damaliger Sicht –  zwar deutlich weniger als zu befürchten. Andererseits hat Brasilien nun tatsächlich mit voller Kraft reingehauen. Dementsprechend fielen die Gesamtjahreszahlen von Geratherm auch nicht ganz so gut aus wie insgeheim erhofft. Bei einem Erlösplus von gut 15 Prozent auf 21,6 Mio. Euro kam das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nur um knapp fünf Prozent auf 2,5 Mio. Euro voran. Die operative Marge bewegte sich mit 11,7 Prozent um 1,2 Prozentpunkte unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Immerhin: Ein ganz starkes Finanzergebnis von annähernd 800.000 Euro sorgte dafür, dass der Gewinn vor Steuern um fast 48 Prozent auf 3,3 Mio. Euro in die Höhe schnellte. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 0,34 auf 0,55 Euro. Hinsichtlich des Ausblicks hält sich CEO Frank gewohnt bedeckt. Nur soviel: „Für 2016 erwarten wir eine Fortsetzung des Umsatz- und Ertragswachstums.“  
Geratherm Medical Kurs: 2,97
Per saldo hat sich an der Börsenstory von Geratherm nichts gravierend geändert. Am 26. April steht die Veröffentlichung des Geschäftsberichts an. Dann gibt es mehr Details über die Performance der einzelnen Bereiche. Insbesondere erhoffen sich Investoren natürlich eine erste Einschätzung über die angelaufene Kooperation der Tochter Apoplex mit Pfizer. Bis Ende 2016 soll der Außendienst der Pfizer Pharma GmbH die niedergelassenen deutschen Ärzte von der Vorteilhaftigkeit des digitalen Verfahrens zur Identifizierung von Vorhofflimmern überzeugen. Danach wird entschieden: beenden oder ausbauen. Bislang ist Geratherm hier in erster Linie in großen Kliniken präsent. Die  Zusammenarbeit mit Pfizer könnte also – so die große Hoffnung – bislang verschlossene Ärztetüren öffnen. Boersengefluester.de bleibt bei der Einschätzung „Kaufen" für die Geratherm-Aktie. Nach der langen Konsolidierungsphase wäre es allerdings an der Zeit, dass die Notiz mal wieder nachhaltig in die Aufwärtsbewegung wechselt. Zumindest die Dividende liefert nun ein starkes Argument dafür.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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Geratherm Medical
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
549562 DE0005495626 AG 16,07 Mio. € 03.07.2000 Halten
* * *
 
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 27,47 23,94 25,85 20,96 13,98 0,00 0,00
EBITDA1,2 4,35 2,31 3,55 4,27 3,33 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 15,84 9,65 13,73 20,37 23,82 0,00 0,00
EBIT1,4 3,04 0,59 2,07 2,55 1,47 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 11,07 2,46 8,01 12,17 10,52 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 1,90 0,33 1,08 1,67 0,65 0,00 0,00
Netto-Marge %6 6,92 1,38 4,18 7,97 4,65 0,00 0,00
Cashflow1,7 3,92 0,92 2,79 1,47 1,87 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,41 0,02 0,19 0,21 0,12 0,18 0,21
Dividende je Aktie8 0,40 0,12 0,15 0,10 0,10 0,10 0,15

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#549562
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Was geht denn bloß bei KPS Consulting ab? Seit Jahresbeginn hat die Aktie des IR-Beratungsunternehmens nun um stattliche 44 Prozent an Wert gewonnen und nähert sich zweistelligen Kursregionen. Genau in diesem Bereich hatten die Analysten von GBC Research zuletzt ihr Kursziel für den Small Cap angesiedelt. Rein fundamental gibt es derzeit allerdings keinen Grund, sich von der Aktie zu verabschieden. Die zuletzt vorgelegten Zahlen waren allesamt richtig gut und auch der Ausblick hätte für KPS-Verhältnisse kaum zuversichtlicher formuliert werden können (lesen Sie dazu auch den Beitrag von boersengefluester.de HIER). Am 15. April 2016 findet in München die Hauptversammlung (HV) statt. Neben der um 2 Cent auf 0,30 Euro erhöhten Dividende je Anteilschein, steht zusätzlich die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 10:1 auf der Agenda. Das heißt: Für jeweils zehn Aktien aus dem Bestand bekommen die Anleger ein weiteres Papier ins Depot gebucht. Da es sich hierbei um eine rein bilanzielle Maßnahme handelt, müsste der Aktienkurs – bezogen auf die gegenwärtige Notiz – um gut neun Prozent auf 8,64 Euro korrigieren. Im Gegenzug hätten Investoren aber auch entsprechend mehr Anteile im Portfolio. Sei es drum: Rein psychologisch hat die Sache mit den „Gratisaktien“ bei KPS auf jeden Fall volle Wirkung gezeigt.  
KPS Kurs: 0,55
  Und auch die nach der HV fällige Dividende steht – zumindest auf dem Papier – für eine Rendite von brutto 3,1 Prozent. Auch hier sollten Aktionäre allerdings den Dividendenabschlag einkalkulieren. Es gibt also kein „Free Lunch“ bei der Dividende. Das KGV auf Basis der 2017er-Ergebnisschätzungen von boersengefluester.de beträgt momentan knapp 15. Im historischen Vergleich ist das eher hoch für die KPS-Aktie. Kurzfristig würden wir also nicht mehr zu Zukäufen raten. Gut möglich, dass der Titel nach der HV erst einmal den Korrekturmodus einlegt. Das würde sich auch mit dem historischen Muster decken. Häufig ist es in der Vergangenheit nämlich so gewesen, dass der Aktienkurs im dritten Geschäftsquartal – bei KPS Consulting erstreckt sich das vom 01. April bis 30. Juni – eher eine schwächere Performance aufs Parkett legte. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte sein, dass Investoren bei der traditionell dividendenstarken Aktie nach der HV (meist fand sie Ende März statt) erst einmal Kasse gemacht haben. Wir stufen das Papier auf Halten zurück und warten die weitere Entwicklung bis zur HV ab.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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KPS
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1A6V4 DE000A1A6V48 AG 22,47 Mio. € 14.07.1999 Halten
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 166,45 157,98 179,53 177,77 145,42 120,00 0,00
EBITDA1,2 22,68 21,65 21,65 7,81 6,04 5,00 0,00
EBITDA-Marge %3 13,63 13,70 12,06 4,39 4,15 4,17 0,00
EBIT1,4 14,11 13,41 14,31 0,03 -17,80 -2,90 0,00
EBIT-Marge %5 8,48 8,49 7,97 0,02 -12,24 -2,42 0,00
Jahresüberschuss1 8,14 8,73 9,55 -1,25 -23,37 -3,90 0,00
Netto-Marge %6 4,89 5,53 5,32 -0,70 -16,07 -3,25 0,00
Cashflow1,7 22,04 17,38 15,46 9,25 8,90 12,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,22 0,23 0,26 -0,03 -0,57 -0,09 0,02
Dividende je Aktie8 0,17 0,19 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


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#A1A6V4
© boersengefluester.de | Redaktion

[sws_blue_box box_size="640"] Besser als vom Vorstand vor einem Jahr prognostiziert, hat sich das Ergebnis von Amadeus Fire entwickelt. Bei einem Umsatzzuwachs um gut fünf Prozent auf 170 Mio. Euro legte der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2015 um knapp fünf Prozent auf 18,4 Mio. Euro zu. Entsprechend verbesserten sich das Ergebnis je Aktie und die Dividende auf jeweils 3,53 Euro (Vorjahr: 3,37 Euro). Das Zeitarbeitsunternehmen schüttet traditionell den vollen Gewinn an die Aktionäre aus. Allerdings: Im laufenden Jahr ist mit einer Abschwächung zu rechen. Und auch 2017 wird Amadeus nicht an die bisherigen Spitzenergebnisse anknüpfen.[/sws_blue_box] Besonders glücklich ist Amadeus Fire-Chef Peter Haas über das „erfolgreichste operative Jahr in der Geschichte des Unternehmens“ nicht. Denn er hat sein Ziel, deutlich mehr internes Personal einzustellen, klar verfehlt. Das bremst das künftige Wachstum. Denn das Zeitarbeitsgeschäft wird nicht leichter. „Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich weiter als sehr robust“, sagt Haas. „Der Bedarf der Unternehmen an neuen Mitarbeitern richtet sich nicht nur an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus, sondern vermehrt an dem anhaltenden Fachkräftebedarf.“ Das bedeutet, es wird für Amadeus zunehmend schwieriger, die geeigneten Mitarbeiter zu finden. Zudem werben die Kunden dem Unternehmen immer stärker die Zeitarbeitskräfte ab. Im vergangenen Jahr wurden 44 Prozent der externen Mitarbeiter von den Kundenunternehmen übernommen – für Amadeus ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite zeigt es die hohe Kundenzufriedenheit, auf der anderen schwächt es die Wachstumspotenziale – auch wenn Amadeus für abgeworbene Mitarbeiter dann eine Entschädigung vom Kunden erhält, wenn der Mitarbeiter weniger als sieben Monate beim Kunden im Einsatz war. Bei geringem Branchenwachstum nimmt auch der Konkurrenzdruck zu. Wachstum erfolgt ausschließlich über Verdrängung. „Wir sind Gejagte“, sagt Haas. Es wird schwieriger, die Preise am Markt zu halten. Doch damit nicht genug der Hindernisse. Das Arbeitsministerium will die Zeitarbeit weiter einschränken und bastelt an einem Gesetzentwurf, der unter anderem die gleiche Bezahlung der Leiharbeiter mit der Stammbelegschaft und eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten vorsieht. Inkrafttreten soll das neue Gesetz ab 1. Januar 2017. Das wird die Zeitarbeit verteuern und die Margen verringern. Welche Auswirkungen die neuen Bestimmungen auf Amadeus haben werden, kann Haas noch nicht beziffern. Es wird aber sicherlich eine Ergebnisbelastung geben, weil das Personal geschult werden muss und wahrscheinlich auch die Verhandlungen mit den Kunden länger dauern werden.  
Amadeus Fire Kurs: 41,85
  Für das laufende Jahr erwartet Haas „ein moderates Umsatzwachstum.“ Voraussetzung ist, dass „der Ausbau des Geschäftsbetriebs wie geplant umgesetzt werden kann.“ Das bedeutet, dass die nötigen internen Mitarbeiter gefunden und eingestellt werden können. Im Vergleich zur bisherigen Planung fehlen aktuell 22 Mitarbeiter. Den gesamten Ergebniseinfluss für die „Investitionen“ in die Stärkung der Vertriebsorganisation, der Wettbewerbsfähigkeit und der Einführung einer neuen Vertriebssoftware schätzt Haas auf mehr als 3 Mio. Euro. „Damit dürfte das operative Ergebnis 2016 zwischen fünf und zehn Prozent unter dem Niveau von 2015 liegen“, sagt Haas. Amadeus hat sich auf die Überlassung von Mitarbeitern in den Sektoren Finanzen und Informations-Technologie spezialisiert. „In diesem qualifizierten Bereich sind spätzyklische Auswirkungen zu erwarten.“ Haas weiter: „Das für 2016 prognostizierte reale BIP-Wachstum dürfte also zu einer Belebung der Nachfrage im Zeitarbeitsmarkt führen.“ Die Knappheit an qualifiziertem Personal dürfte den Bereich der Personalvermittlung weiter begünstigen. Da Amadeus hier schon im vergangenen Jahr kräftig zugelegt hat, erwartet der Manager nur ein moderates Wachstum. „Prognosen sind in diesem Bereich extrem schwierig. Wir planen Bottom Up“, erläutert er, „auf Basis der Mitarbeiter, die wir jetzt haben.“ Im Bereich Weiterbildung geht Haas von einer stabilen Nachfrage aus und erwartet „Marktanteile hinzuzugewinnen.“ Damit sollte sich eine leichte Steigerung des Segmentumsatzes und des operativen Ergebnisses einstellen. Mittelfristig, also in zwei bis vier Jahren, will Amadeus Fire einen Konzern-Umsatz von rund 200 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis (EBITA: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen) von 30 Mio. Euro (2015: 28,7 Mio. Euro) erzielen. Damit ergibt sich ein KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von deutlich über 20. Das ist nicht billig, zumal Amadeus nur sehr moderat wachsen wird. Auf der anderen Seite ist die Dividendenrendite – selbst bei einer zu erwartenden geringeren Ausschüttung für 2016 und 2017 – mit deutlich über vier Prozent sehr üppig. Für Amadeus sprechen auch der Cashflow und die extrem solide Bilanz. Es gibt keine Bankverbindlichkeiten, dafür allein 42 Mio. Euro Cash. Der Kassenbestand macht fast 60 Prozent der Bilanzsumme von 72 Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 62 Prozent. Rechnet man die Barreserven ab, deckt das Eigenkapital die Vermögensgegenstände zu fast 150 Prozent. Das ist auch der maßgebliche Grund, warum Amadeus immer den gesamten Nettogewinn ausschüttet. Die Amadeus-Aktie ist etwas für Anleger, die ruhig schlafen wollen und mehr Wert auf Dividenden als auf Kursgewinne legen. Denn erst einmal dürfte der Aktien-Kurs unter Druck kommen. Am 21. April 2016 werden die Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Die werden unter denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums liegen. Hauptgrund dafür ist, dass es in der aktuellen Abrechnungsperiode einen Arbeitstag weniger als 2015 gibt. Das allein belastet den Gewinn um eine halbe Million Euro. Bis zur Hauptversammlung am 19. Mai könnte die Aktie dann wieder steigen, weil Amadeus Fire in allen einschlägigen Medien als Dividendenstar gefeiert wird. Nach dem Dividendenabschlag am 21. Juli, dem Tag der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen, sind neue Kursimpulse zu erwarten. Drei Arbeitstage mehr als 2015 dürften die Belastungen aus den „Investitionen“ mehr als kompensieren. Zum Jahresende schlägt dann nur noch ein Arbeitstag mehr als 2015 zu Buche. Der Rückgang des Gewinns für das gesamte Jahr 2016 um fünf bis zehn Prozent wird wenig Raum für nachhaltige Kurssteigerungen bieten.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Amadeus Fire
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
509310 DE0005093108 AG 227,34 Mio. € 04.03.1999 Halten
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 280,15 372,37 407,07 442,36 436,91 370,00 0,00
EBITDA1,2 59,30 86,39 92,40 96,06 85,04 40,00 0,00
EBITDA-Marge %3 21,17 23,20 22,70 21,72 19,46 10,81 0,00
EBIT1,4 30,96 61,02 64,11 64,70 54,71 23,00 0,00
EBIT-Marge %5 11,05 16,39 15,75 14,63 12,52 6,22 0,00
Jahresüberschuss1 19,36 37,40 39,01 41,25 32,85 15,00 0,00
Netto-Marge %6 6,91 10,04 9,58 9,33 7,52 4,05 0,00
Cashflow1,7 40,68 75,92 83,89 83,14 52,98 43,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 3,29 6,09 6,71 7,12 6,01 2,75 3,80
Dividende je Aktie8 1,55 3,04 4,50 5,00 4,03 1,50 2,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  [sws_grey_box box_size="640"]Dieser Beitrag stammt von Stefan Otto, einem ausgewiesenen Experten für deutsche Spezialwerte. Otto gehörte zur Gründungsredaktion von BÖRSE ONLINE und war später selbst einmal auf Vorstandsebene für ein (damals börsennotiertes) Zeitarbeitsunternehmen tätig – er kennt sich also bestens aus mit der Materie.[/sws_grey_box]...
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Zu den Dauerbrennern bei boersengefluester.de zählt die Aktie von secunet Security Networks. Regelmäßige Leser wissen daher auch: Der IT-Sicherheitsspezialist hat 2015 klotzig verdient und das ohnehin schon starke Vorjahresergebnis nochmals deutlich getoppt. Bei Erlösen von 91,09 Mio. Euro (Vorjahr: 82,21 Mio. Euro) kamen die Essener auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8,57 Mio. Euro. Das ist ein Plus von fast 31 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Unterm Strich blieb ein um annähernd 40 Prozent auf 6,10 Mio. Euro verbesserter Überschuss stehen. „Wir haben deutlich mehr erreicht, als wir ursprünglich erwartet hatten“, sagt der secunet-Vorstandsvorsitzende Rainer Baumgart. Eigentlich rechneten die Essener mit in etwa gleichbleibenden Erlösen und EBIT. Doch im Abschlussviertel – dem mit Abstand wichtigsten Quartal bei secunet – prasselten die Aufträge nur so rein. „Zur kurzfristigen Erweiterung ihrer eigenen Infrastrukturen und Kapazitäten haben einige Behörden in deutlich höherem Maße als zunächst erwartet Beschaffungen vorgenommen“, erklärt Baumgart. Dem Vernehmen nach kamen dabei mehr Order als sonst üblich auch von Landesbehörden. Traditionell ist secunet mit seiner SINA-Produktfamilie sehr stark auf den Bund beziehungsweise die Bundeswehr fokussiert. Trotzdem: Grundsätzlich ist die Dominanz des behördlichen Sektors – auf ihn entfallen fast 87 Prozent der Konzernerlöse – sogar noch ein Stück größer geworden. Dabei hatte secunet vor zwölf Monaten die Hoffnung, dass auch in das Geschäft mit privaten Unternehmen mehr Schwung kommt. „Mit der Performance im Business Sector sind wir noch nicht zufrieden“, räumt CEO Baumgart denn auch ein. „Nach wie vor unterschätzen viele Unternehmen der privaten Wirtschaft die Bedrohungen für die IT-Infrastrukturen und sind bei Investitionen in vertrauenswürdige und hochwertige IT-Sicherheitslösungen zurückhaltend.“     Gewohnt konservativ fällt der Ausblick des Managements auf das laufende Jahr aus. So beziffert Baumgart die 2015er-Sondereffekte auf den Umsatz mit rund 5 Mio. Euro. Um auf Nummer sicher zu gehen, rechnet secunet für 2016 mit Erlösen auf Vorjahresniveau – allerdings bereinigt um die 5 Mio. Euro. Demnach liegt die Untergrenze bei der Erlösvorschau im Bereich um 86 Mio. Euro. Boersengefluester.de ist jedoch zuversichtlich, dass es mehr werden wird. Bei der EBIT-Marge kalkuliert das Unternehmen mit einem in etwa vergleichbaren Niveau wie 2015 – also gut neun Prozent. Mehr Details dürfte Baumgart auf der Analystenkonferenz am 22. März 2016 in Frankfurt verraten. Ein Thema dürfte auf dieser Veranstaltung auch die künftige Expansionsstrategie via Zukäufe sein. Immerhin ist secunet frei von Bankverbindlichkeiten und weist liquide Mittel von fast 38 Mio. Euro aus. Potenzial für Verstärkungen ist also vorhanden, allerdings sind die Preise für potenzielle Akquisitionsziele noch immer fürchterlich hoch. Und so hält sich secunet an dieser Front unverändert zurück. Dabei gab es in der heimischen IT-Security-Branche im vergangenen Jahr durchaus bemerkenswerte Transaktionen: So hat Münchner Elektronikkonzern Rohde & Schwarz für angeblich 100 Mio. Euro den IT-Security-Spezialisten Sirrix aus Saarbrücken übernommen. Und die Bundesdruckerei ist mehrheitlich bei der genua GmbH aus Kirchheim bei München eingestiegen. Derweil geht secunet einen anderen – mehr Ausdauer erfordernden – Weg und ist mit zehn Prozent an dem Technologie-Start-up finally Safe beteiligt. Die Essener fokussieren sich auf sichere Netzwerktechnik und könnten langfristig mal eine super Ergänzung für secunet werden. In Sachen Dividende hat secunet aufgestockt: Für 2015 gibt es eine von 0,27 auf 0,34 Euro erhöhte Ausschüttung je Aktie. Damit bringt es der Small Cap auf eine Rendite von 1,4 Prozent. Für einen Techwert ist das in Ordnung, aber sicher kein schlagendes Investitionskriterium. Größter Profiteur der Dividendenzahlung ist der Sicherheitskonzern Giesecke & Devrient, de unverändert 78,96 Prozent der Aktien gehören. Im Streubesitz befinden sich gerade einmal 10,38 Prozent der secunet-Aktien. Dementsprechend überschaubar sind auch die Handelsumsätze in dem Small Cap. Für Privatanleger sind die im Normalfall allerdings ausreichend groß. Per saldo bleibt boersengefluester.de bei seiner positiven Einschätzung: secunet ist ein qualitativ sehr hochwertiges Unternehmen in einem wachstumsstarken Sektor. Die Bewertung ist  auf den ersten Blick nicht gerade günstig. Unter Berücksichtigung der robusten Bilanz hellt sich aber auch dieser Punkt auf.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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secunet Security Networks
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
727650 DE0007276503 AG 1.271,40 Mio. € 09.11.1999 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 285,59 337,62 347,22 393,69 406,38 425,00 0,00
EBITDA1,2 59,70 73,81 61,88 60,44 60,31 67,40 0,00
EBITDA-Marge %3 20,90 21,86 17,82 15,35 14,84 15,86 0,00
EBIT1,4 51,64 63,88 47,01 42,98 42,52 46,00 0,00
EBIT-Marge %5 18,08 18,92 13,54 10,92 10,46 10,82 0,00
Jahresüberschuss1 34,98 42,90 31,29 29,00 27,94 34,00 0,00
Netto-Marge %6 12,25 12,71 9,01 7,37 6,88 8,00 0,00
Cashflow1,7 56,38 53,74 -3,96 51,88 60,98 58,50 0,00
Ergebnis je Aktie8 5,43 6,66 4,84 4,51 4,32 5,20 5,80
Dividende je Aktie8 2,54 5,38 2,86 2,36 2,73 2,80 3,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Bildschirmfoto 2016-03-15 um 11.51.30   Foto: kaboompics.com ...
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Noch schwankt der Aktienkurs von mVISE ziemlich erratisch zwischen 1,40 und 1,75 Euro. Nach der Präsentation von Vorstand Manfred Götz auf der Kapitalmarktkonferenz von Egbert Prior in Frankfurt-Egelsbach ging es zuletzt zwar ein Stück bergauf. 100 Prozent überzeugt hat boersengefluster.de die Vorstellung des auf die Entwicklung von mobilen Applikationen und Beratungsdienstleistungen allerdings auch nicht. Dabei bezeichnete Götz 2015 „als Schlüsseljahr“ für mVISE, in dem die Gesellschaft viel voran gebracht. Das ist zweifellos richtig: So hat sich die Zahl der Mitarbeiter auf 60 verdoppelt. Die Gesamtleistung zog von 2,2 auf 5,8 Mio. Euro an. Vor Abzug von Zinsen und Steuern blieb ein Verlust von 0,81 Mio. Euro stehen. Maßgeblich beigetragen zu dem Minus haben allerdings Sonderposten wie die außerordentliche Hauptversammlung oder der Aufwand im Zusammengang mit dem Aufbau der Mitarbeiterzahl. Unterm Strich blieb ein Minus von 476.000 Euro stehen, wie Götz auf der Prior-Konferenz verriet. Immerhin: Für das laufende Jahr kündigte Götz schwarze Zahlen an und bestätigte damit den bisherigen Ausblick. Der Börsenwert des mittlerweile in Düsseldorf ansässigen Unternehmens beträgt rund 13 Mio. Euro. Verglichen mit dem für 2017 avisierten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von mehr als 3 Mio. Euro ist das bestimmt nicht überdimensioniert. Ein gutes Zeichen ist auch, dass sich die Handelsumsätze in dem Micro Cap merklich erhöht haben. Dennoch: Angesichts der geringen Marktkapitalisierung wird es relativ schwer für mVISE, die nötige Visibilität auf dem Kapitalmarkt zu bekommen. Das zeigt auch das diffuse Chartbild. Letztlich muss die Gesellschaft in den kommenden Quartalen die versprochenen Ergebnisse liefern. Dann könnte es auch mit dem Aktienkurs nachhaltig nach oben gehen. Mit dem Themen Mobility (Applikationen für Smartphones und Tablets), Cloud (Technologien für Rechenzentren) & Security (Datensicherheit) belegt mVISE attraktive Felder – auf denen allerdings auch ein enormer Wettbewerb herrscht. Per saldo drängt sich gegenwärtig wohl noch kein Neuinvestment in dem Titel auf. Boersengefluester.de nimmt das Papier aber auf die Beobachtungsliste und verfolgt die weitere Entwicklung.       ...
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In der Rubrik "Zitat des Tages" zeigen wir Sprüche berühmter Personen. Die Bandbreite reicht von Investoren, über Philosophen bis hin zu Sportlern. Wenn Sie ein Zitat  zur Aufnahme vorschlagen möchten, kontaktieren Sie uns gern. Per E-Mail an [email protected] oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.

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