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Bereits zwei Tage nach der nur 54 Worte umfassenden Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2013/13 steht fest: Siemens-Chef Peter Löscher (Bild oben, rechts) muss gehen. Das wird der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Mittwoch, 31. Juli beschließen. Vermutlicher Nachfolger von Löscher wird Joe Kaeser (Bild oben, links) – ein Siemens-Urgestein, der im März 2006 vom damaligen Vorstandschef Klaus Kleinfeld zum Finanzboss gekürt wurde. Komplett geschlagen geben will sich Löscher aber noch nicht. Laut Medienberichten knüpft er seinen Rücktritt an die Bedingung, dass auch Chefaufseher Cromme seinen Platz bei Siemens räumt. Ansonsten will es der Österreicher auf eine Kampfabstimmung ankommen lassen. In den Wirtschaftsmedien war die öffentliche Demontage von Löscher zuletzt das dominierende Thema. Kein Wunder, hatte das Schauspiel doch etwas von einem Psychothriller aus der Wirtschaft. Gemessen am Börsenwert ist Siemens mit 69,3 Mrd. Euro das drittschwerste Unternehmen Deutschlands – nur noch, muss man wohl korrekt sagen. Mittlerweile spielen Bayer (69,6 Mrd. Euro) und SAP (68,23 Mrd. Euro) in nahezu der gleichen Gewichtsklasse. Lediglich Volkswagen thront mit einer Kapitalisierung von 78,8 Mrd. Euro in einiger Entfernung an der Spitze. Die Rangfolge ist ein Spiegelbild des Dramas um Siemens, denn mit einem Umsatz von zuletzt 78,3 Mrd. Euro rangieren die Münchner weit vor Bayer (39,8 Mrd. Euro) und SAP (16,2 Mrd. Euro). Das war nicht immer so. Doch kaum ein Jahr, in dem sich bei Siemens nicht eine neue Baustelle auftat, die auf den Aktienkurs drückte. Sechs Gewinnwarnungen in den vergangenen sechs Jahren sprechen eine deutliche Sprache und haben letztlich das Fass zum Überlaufen gebracht. Dabei hatten die Analysten in ihren Studien in der Regel ohnehin mit einem niedrigeren, als dem jetzt nun unten revidierten Margenziel von mindestens zwölf Prozent kalkuliert. So bewegen sich die Schätzungen der Experten für 2013/14 meist im Bereich um elf Prozent. Gleichwohl vernichtete die neuerliche Meldung um die Planverfehlung für 2013/14 noch einmal 4,7 Mrd. Euro an Kapitalisierung.
Siemens Kurs: 242,00
  Während in der Presse eifrig um personelle Konsequenzen spekuliert wurde, zeigten sich die Finanzprofis frühzeitig über das Timing der Gewinnwarnung verwundert. Schließlich stehen am 1. August die Zahlen für dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2012/13 (endet am 30. September) an. Zudem sei nicht ganz nachvollziehbar, warum der Konzern bereits jetzt fundiert sagen kann, dass die Ziele für das kommende Jahr wohl verfehlt werden. Einige Analysehäuser haben ihr Kursziel für den DAX-Wert daher erst einmal ausgesetzt. Sollte Kaeser tatsächlich neuer Vorstandsvorsitzender werden, müssten sie sich kaum umstellen. Das Siemens-Urgestein war ohnehin ihr erster Absprechpartner in den Analystenveranstaltungen und galt als das Gesicht gegenüber dem Finanzmarkt. Für die Siemens-Aktie ist Kaeser also eine gute Lösung. Zaubern kann aber auch er nicht. Dabei hat die Krise von Siemens viele Facetten und nicht alle hängen direkt an der Person Peter Löscher. Zudem hatte der Österreicher vor sechs Jahren in seiner ersten Amtszeit einen durchaus anständigen Start hingelegt. Immerhin befand sich der Konzern damals mitten in der leidigen Schmiergeldaffäre und es lag an Löscher, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Evolution statt Revolution hieß das Motto. Aus dem Elektronikkonzern sollte eine Art „Green-Energy-Company“ werden. Doch zuletzt war davon nicht mehr viel zu spüren. Effizienzprogramme griffen nicht wirklich, Ausflüge wie etwa in die Solarenergie entpuppten sich als teure Abenteuerreisen. Zudem verspekulierte sich der DAX-Konzern bei den Preisen für Offshore-Windanlagen. Hinzu kamen verspätete Auslieferungen von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn. Zu allem Überfluss lösten sich zuletzt auch noch die Rotorblätter an Siemens-Windanlagen in den USA. Bei der Siemens-Aktie nun bereits wieder von einer anstehenden „Neubewertung“ zu sprechen, ist vermutlich verfrüht. Noch ist unklar, ob und wie der Konzern unter Kaeser sein Gesicht ändern wird. Ein Tanker wie Siemens ist ein komplexes Gebilde und Manövriermanöver brauchen entsprechende Zeit. Nicht unterschätzt werden dürfen dabei auch die vielen  Machtkämpfe, die nun entfachen. Wer werden die Gewinner unter Kaeser sein, wer die Verlierer? Bereits jetzt kursieren Gerüchte um einen regelrechten Putsch, wonach Aufsichtsratschef Gerhard Cromme und Joe Kaeser den perfiden Plan mit der Gewinnwarnung ausklügelten, um – im Fall der Chefkontrolleurs – den eigenen Posten zu sichern und – im Fall Kaeser – den Machtwechsel vorzubereiten. Sei es drum: Das Aufsichtsratsgremium scheint überzeugt von der Notwendigkeit des Chefwechsels. Die Börsianer von den Veränderungen bei Siemens zu überzeugen, wird mehr als zwei Tage benötigen. So waren die ersten Kursreaktionen der Börsianer auf die Entwicklung vom Wochenende auch vergleichsweise kühl. Die Siemens-Aktie gewann leicht auf knapp 81 Euro an Wert. Ab jetzt zählen nur noch harte Fakten in Form von überzeugenden Zahlen – und zwar trotz eines sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfelds.  
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Siemens
WKN ISIN Legal Type Marketcap IPO Recommendation Located
723610 DE0007236101 AG 193.600,00 Mio € 01.05.1948 Kaufen
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  Foto: Siemens AG...
#Gewinnwarnung #723610 #Peter Löscher #Joe Kaeser #Gerhard Cromme #Putsch
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Nur den wenigsten traditionellen Fondsmanagern gelingt es, mit ihrer Aktienauswahl ihre Vergleichsindizes zu übertreffen. Mehr Erfolg bei der Aktienauswahl versprechen soziale Netzwerke, in denen Trades für jedermann ersichtlich sind und rege diskutiert werden. Insbesondere dürfte es sich bei liquiden Aktien lohnen, erfolgreichen Anlegern zu folgen. Insgesamt eröffnet Social Trading dem aktiven privaten Anleger völlig neue Möglichkeiten, zu investieren. ...
#Schwarmintelligenz #Social Trading #eToro #Yoni Assia
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Nach mehr als 1,5 Jahren Stillstand beim Aktienkurs, sendet das Verlagshaus Axel Springer nun deutliche Signale. Für einen Verkaufspreis von 920 Mio. Euro trennt sich der MDAX-Konzern von seinen Regionalzeitungen, den Frauenzeitschriften sowie den TV-Programmblättern. Für die Medienbranche ist dieser Schritt eine  Sensation. Immerhin geht es um Titel wie HÖRZU, TV Digital, Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt oder BILD der Frau. Käufer ist die Funke Mediengruppe, wohl besser bekannt unter dem früheren Namen WAZ Mediengruppe. Die zum Verkauf stehenden Blätter trugen zuletzt 512 Mio. Euro zum Umsatz von Springer bei. Das entspricht etwa 15 Prozent der Konzernerlöse. Eine Kröte musste Springer aber schlucken: Nur 660 Mio. Euro des Gesamtvolumens werden mit Vollzug der Transaktion fällig. Für die restlichen 260 Mio. Euro gewährt Springer dem Käufer ein mehrjähriges Darlehen.
Axel Springer Kurs: 0,00
  Springer will sich künftig noch stärker auf seine Kernmarken BILD, Die WELT und den Ausbau des Onlinegeschäfts sowie digitaler Vermarktungsplattformen konzentrieren. Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner kommentiert den Deal folgendermaßen: „Die Axel Springer AG wird den eingeschlagenen Weg zum führenden digitalen Medienunternehmen konsequent weitergehen.“ An der Börse kommt die Strategie bestens an. Die Notiz zieht um elf Prozent auf rund 38 Euro an. Noch steht der Verkauf allerdings unter dem Vorbehalt der Kartellwächter. Mit einer Freigabe recht das Unternehmen nicht vor Jahresende 2013. Spekuliert wird nun an der Börse, was Springer mit dem Millionenzufluss anstellen wird. Immerhin gilt es eine enorme inhaltliche Lücke zu schließen. Blätter wie HÖRZU zählten lange Zeit zu den Klassikern des Unternehmens.  Zuletzt hatten sich Gerüchte verstärkt, wonach Springer die Telekom-Onlinetochter Scout24 kaufen könnte. Für einen 30prozentigen Anteil soll die Deutsche Telekom angeblich rund 1,5 Mrd. Euro aufgerufen haben. Eine stolze Summe, die sich aber mit dem jetzigen Verkauf wesentlich komfortabler stemmen ließe. Interessant: Sollte der Deal nicht zustanden kommen, liebäugelt die Telekom angeblich mit einem Börsengang ihrer begehrten Tochter Scout24.
Deutsche Telekom Kurs: 30,38
  Auch losgelöst von den aktuellen Ereignissen hat der Titel seine Qualitäten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 13 scheint angesichts der wachstumsperspektiven nicht zu hoch gegriffen. Zudem entspricht der Börsenwert nur etwa den zuletzt erzielten Umsatzerlösen. Gemessen an den für HÖRZU und Co. Bezahlten Preisen, ist das ein ziemlicher Discount. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa zwei ist im internationalen Vergleich ebenfalls nicht zu hoch. Am 7. August wird Springer seine Halbjahresbilanz vorlegen.  
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Axel Springer
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550135 DE0005501357 SE 7.121,09 Mio € 08.11.1985 Halten
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#HÖRZU #Springer #Funke #WAZ #BILD #WELT #Digitalstrategie #550135
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[sws_grey_box box_size="585"]Zugegeben – die Story klang zu schön. Da schwappt mit 3D-Druckern eine der heißesten Investmentstorys zu uns rüber, und ein kleines Unternehmen aus Feldkirchen bei München steht mitten drin: Alphaform. Die Gesellschaft stammt traditionell aus dem Prototypengeschäft für Automobile, hat vor einiger Zeit aber auch im Bereich Medizintechnik Fuß gefasst. Klar, dass die Anleger von Mitte 2012 bis Anfang 2013 beherzt zugriffen und der Kurs in dieser Zeit eine 100-Prozent-Rally bis auf 3,40 Euro in der Spitze hinlegte. Dabei ist der Bereich 3D-Fertigung für Alphaform ein alter Hut. Viele Investoren wussten das vermutlich nur nicht. Doch die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Zwar schaffte Alphaform 2012 nach vier Verlustjahren wieder den Sprung in die Gewinnzone, doch bereits das erste Quartal 2013 zeigte Bremsspuren. Und zum Halbjahr musste Vorstandschef Thomas Vetter gar eine deutliche Gewinnwarnung aussprechen. Statt der zuletzt avisiertem 0,8 Mio. Euro Überschuss, wird Alphaform 2013 mit einem leicht negativen Ergebnis abschließen. Viele Investoren haben der Alphaform-Aktie längst den Rücken zugekehrt. Gemessen am Januar-Top ist die Notiz um exakt ein Drittel zurückgekommen. Auf diesem Niveau beträgt der Börsenwert nur noch 12 Mio. Euro. Sogar das Eigenkapital übersteigt die Kapitalisierung leicht. Die schlechten Nachrichten sollten damit hinreichend im Kurs eingepreist sein. Nun liegt es an Alphaform: Das Unternehmen muss den Halbjahresverlust wett machen und auch einmal wieder positiv überraschen. Dann werden die Investoren auch bei Alphaform zurückkehren. Ein Hemmnis ist allerdings die geringe Marktkapitalisierung, zumal sich auch nur ein Drittel der Anteile im Streubesitz befinden. Der Titel eignet sich also nur für erfahrene Anleger. Die Analysten von Close Brothers Seydler haben nach der jüngsten Gewinnwarnung ihr Kursziel von 3,20 Euro auf 2,80 Euro reduziert. Ihr Kaufvotum behalten die Experten aber bei. Vorbei ist die Story von Alphaform also noch nicht. Vielleicht geht sie bald auch erst richtig los.[/sws_grey_box] ...
#3D-Druck #3D-Printing #Prototyping #3D-Drucker #548795
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E.ON – neue Energie. Mit diesem Slogan trat der Versorger vor Jahren an, ließ sich für den Start eine ganz neue Art der Werbekampagne einfallen als man den Namen zunächst nicht nannte und die Kundschaft neugierig machte. Schön wäre es, wenn man auch einmal wieder Investoren neugierig machen könnte. Denn schaut man die E.ON-Aktie aus rein charttechnischer Sicht an, ist die Sache klar: Egal ob auf kurz-, mittel-, oder langfristiger Ebene, alle relevanten Trends und gleitenden Durchschnitte sind abwärts gerichtet. Die hohe Dividendenrendite ist da nur ein schwacher Trost. Und Anzeichen für eine Bodenbildung sucht man im Chartbild vergeblich. Ganz im Gegenteil. Ende Juni sackte die Notiz unter die Haltezone um 12,50 Euro und fiel mit zuletzt rund 12 Euro auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Jetzt können sich die verbliebenen Optimisten nur noch an das 2003er-Tief bei 11,37 Euro klammern. Der vielzitierte Griff nach dem letzten Strohhalm. Es geht bei E.ON also um fast alles. Denn sollte auch das Niveau bei 11, 30 Euro unterschritten werden, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis Sorgen vor einstelligen Notierungen eine Abwärtsspirale in Gang setzen  – mit ungewissem Ausgang. Für E.ON steht somit in den kommenden Wochen und Monaten viel auf dem Spiel. Der Chart liefert aber nur die halbe Wahrheit. Denn von der Aufstellung scheinen die Düsseldorfer auf dem richtigen Weg zu sein. Und so könnten Investoren bald doch eine Bodenbildung sehen, auch wenn im Kursbild noch keine klaren Signale zu erkennen sind. Hier würden sich die Aussichten erst aufhellen, wenn die Aktie mindestens den langfristigen Abwärtstrend bei derzeit 17 Euro und im Anschluss das Vorjahreshoch bei 20 Euro überwindet. Gründe für die langjährige Talfahrt der Aktie gibt es reichlich. Doch die Probleme sind nicht neu und sollten im Kurs allmählich eingepreist sein. Zumal E.ON-Chef Johannes Teyssen Mut beweist und passende Antworten parat hat. An der Börse werden die Erfolge aber noch nicht zur Kenntnis genommen. Und genau hier lauern Chancen, zumindest langfristig.
E.ON Kurs: 17,95
  Im vergangenen Jahr veräußerten die Düsseldorfer Beteiligungen im Wert von 13,5 Mrd. Euro, im ersten Quartal 2013 kamen noch einmal 3 Mrd. Euro dazu. Flankiert werden die Maßnahmen von massiven Stellenstreichungen. Ursprünglich wollte E.ON bis Ende 2015 durch Beteiligungsverkäufe 15 Mrd. Euro einnehmen. Da das Desinvestitionsprogramm deutlich besser als erwartet läuft, liegt die Messlatte für dieses Jahr nun bei 20 Mrd. Euro. Positive Effekte mit Blick auf die wirtschaftliche Nettoverschuldung sind bereits zu erkennen. Vor einem Jahr drückten den Konzern Schulden von 37,6 Mrd. Euro, zum Stichtag 31. März lag der Wert bei 31,6 Mrd. Euro. Immer noch sehr viel, aber die Entwicklung geht in die richtige Richtung, zumal das Geld auch für die Expansionsstrategie genutzt wird. Denn anders als zum Beispiel Adidas oder BMW konzentrierten sich  die heimischen Energieversorger zu lange nur auf den deutschen Markt. Mit der plötzlichen Energiewende erhielten E.ON und RWE eine bitte Quittung für ihre defensive Strategie. Nun müssen möglichst schnell neue Märkte erschlossen werden, was mit Risiken verbunden ist. E.ON-Finanzvorstand Marcus Schenk rechnet ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mit Erfolgen: „Wir wollen mittelfristig 25 Prozent des nachhaltigen Konzernüberschusses außerhalb Europas verdienen, das heißt in den USA, Russland und unseren neuen Märkten Brasilien und der Türkei“. Gerade das Brasilien-Engagement ist aber sehr umstritten, vor allem nachdem ThyssenKrupp Milliarden in den Sand setzte. Auch bei E.ON läuft das Projekt nicht rund. Anderthalb Jahre nach dem Einstieg zieht sich der Geschäftspartner aus dem Gemeinschaftsunternehmen MPX Energia zurück. Wegen des verschlechterten Marktumfeldes wird die angekündigte Kapitalerhöhung nicht über den Markt abgewickelt, sondern durch private Investoren. Die Investitionen von E.ON dürften sich inzwischen auf gut eine Milliarde Euro belaufen. Und es ist fraglich, ob die Partner auch weiterhin Geld zuschießen oder ob E.ON einspringen muss. Die Ziele sind hingegen klar definiert: In den nächsten sieben Jahren wollen MXP und E.ON Kraftwerke und Windparks mit einer Leistung von rund zehn Gigawatt bauen. Besser läuft es hingegen in der Türkei. Mit dem Zuschlag für den Vertrieb in einigen Regionen erhielt E.ON im Frühjahr rund sechs Millionen neue Kunden. Zusammen mit dem Partner Enerjisa sollen neue Kraftwerke gebaut werden, um so bis 2020 auf einen Anteil am türkischen Erzeugermarkt von zehn Prozent zu kommen. Auch in Russland zahlt sich das Engagement bereits aus. E.ON Russia erzielte 2012 einen Nettogewinn von 450 Mio. Euro und federt so die schwache Entwicklung im Westeuropageschäft ab.
E.ON Kurs: 17,95
  Erfolge gibt es auch bei den Verhandlungen mit den Gaslieferanten. Bereits im Juli 2012 einigten sich die Düsseldorfer mit Gazprom auf günstigere Preise. Seit wenigen Wochen hat E.ON ein neues Ass im Ärmel: Von 2020 an bezieht der Konzern rund 6,5 Milliarden Kubikmeter verflüssigtes Gas vom kanadischen Unternehmen Pieridae Energy. Die Menge entspricht rund sieben Prozent des jährlichen Gasverbrauchs in Deutschland und macht E.ON deutlich unabhängiger von den Gasimporten aus Russland. In den noch laufenden Verhandlungen mit Gazprom hofft E.ON die Preise noch näher an den billigeren Spotmarktkurs zu drücken. Der Deal mit den Kanadiern könnte sich dabei als recht hilfreich erweisen. Noch nicht gelöst ist hingegen die Situation auf dem Heimatmarkt. Eigentlich sollten die CO2-Verschmutzungsrechte die Stromproduktion für Kohlekraftwerke unrentabler machen. Doch Berlins Pläne hielten der Realität nicht stand. Zudem rauschte durch das große Angebot an erneuerbaren Energien der Börsenstrompreis in den Keller. Kurz vor der Bundestagswahl wird der Ton nun deutlicher rauer: Die großen deutschen Stromerzeuger kündigten an, bis zu ein Fünftel der bundesweiten Stromerzeugung zur Disposition zu stellen, weil sich der Betrieb nicht mehr lohnt. Allerdings hat hier die Bundesnetzagentur das letzte Wort: Ist ein Kraftwerk für die Versorgungssicherheit unabdingbar, muss es einsatzbereit bleiben. Die Kosten trägt der Verbraucher. Zahlen zum Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten werden für den 13. August erwartet. Mit Blick auf das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem nachhaltigen Konzernüberschuss zwischen 2,2 bis 2,6 Mrd. Euro. Davon sollen 50 bis 60 Prozent ausgeschüttet werden, so dass bei rund zwei Milliarden ausstehenden Aktien für 2013 mit einer Dividende von rund 0,70 Euro pro Anteilschein zu rechnen ist. Gegenüber 2012, als noch 1,10 Euro ausgekehrt wurden, ein deutlicher Rückgang. Dennoch bleibt die Verzinsung nach den kräftigen Kursverlusten mit 5,4 Prozent sehr hoch. Weniger glanzvoll ist hingegen die Bewertung. Für 2013 liegen die Prognosen bei einem Gewinn je Aktie von rund 1,25 Euro, im nächsten Jahr bei 1,34 Euro. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen scheint die Aktie mit einem KGV von gut neun zunächst fair bewertet.  
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E.ON
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ENAG99 DE000ENAG999 SE 47.398,47 Mio € 09.08.1965 Halten
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  Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research.   Foto: E.ON AG...
#DAX #Energiewende #EN0G99 #Versorger #E.ON #RWE
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Erleichtert reagieren Investoren auf die Ergebnisse von Dialog Semiconductor: Der Aktienkurs springt um zehn Prozent auf 11,90 Euro nach oben. Die Chipfirma hat für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 152 Mio. Dollar verbucht. Die Bruttomarge lag mit 37,7 Prozent allerdings über dem Vorjahresniveau. Das hat Investoren überzeugt. Vorstandschef Jalal Bagherli war daher mit den Ergebnissen zufrieden. Für das dritte Quartal stellte er einen Umsatz von 190 bis 210 Mio. Dollar in Aussicht. Hinzu kommen 18 bis 20 Mio. Dollar von der vor kurzem übernommenen US-Firma iWatt. Durch die Akquisition stößt Dialog Semiconductor in den Bereich AC/DC-Ladegeräte und Adapter sowie LED-Beleuchtung vor. Die Erlösprognose lag damit deutlich über den bisherigen Schätzungen der Analysten von 194 Mio. Dollar, hatten die Profis die Akquisition doch noch nicht in ihren Schätzungen berücksichtigt. Gegenüber dem Vorjahr läge das Umsatzplus damit bei rund 22 Prozent. Bagherli will zudem die Bruttomarge – bereinigt um iWatt – im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreswert von 38 Prozent verbessern. Im Gesamtjahr soll die Rentabilität damit oberhalb des 2012er-Niveaus liegen.   Die Stimmung für die TecDAX-Aktie hat sich zuletzt merklich verbessert. Zuerst feierten Investoren die iWatt-Übernahme, auch wenn der Preis von bis zu 345 Mio. Dollar nicht gerade günstig ist. Nun stimmt der Ausblick auf das dritte Quartal und das Gesamtjahr zuversichtlich. Da zudem die Bruttomarge von iWatt deutlich höher ist als die von Dialog Semiconductor dürften Analysten ihre 2013er-Schätzungen nach oben anpassen. Aktuell gehen sie noch von einem Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie von fast 10 Prozent aus. 2014 soll er dann auf 1,48 Dollar je Aktie kräftig steigen. Selbst auf Basis dieser Schätzungen ist die Aktie aufgrund der erwartet starken Ergebnissteigerung mit einem KGV von 10,7 günstig. Und wenn die Schätzungen steigen sollten dürfte das dem Papier weiteren Rückenwind geben. Zumal die Perspektiven für die Hersteller von Chips für Smartphones und Laptops hervorragend sind. Eventuell schlechte Nachrichten von Apple sollten da gut zu verdauen sein.  
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Dialog Semiconductor
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927200 GB0059822006 plc 5.171,44 Mio € 13.10.1999 Halten
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#Dialog Semiconductor #iWatt
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Nun ging doch alles ganz schnell. Nachdem Telefónica Deutschland (O2) und KPN am späten Montag Gespräche über einen möglichen Verkauf von E-Plus an Telefónica Deutschland  vorsichtig bestätigten, machen die Unternehmen nun bereits Nägel mit Köpfen – es fehlt nur noch die Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung. Dieses Treffen will KPN in der kommenden Woche einberufen. Der Deal: Für eine Barzahlung von 5 Mrd. Euro sowie einen Anteil von 17,6 Prozent an Telefónica Deutschland veräußert die niederländische KPN seine Tochter E-Plus komplett an den TecDAX-Konzern Telefónica Deutschland. KPN-Vorstandschef Eelco Blok sagt: „Durch die Kombination aus E-Plus und Telefónica entsteht ein Mobilfunkanbieter mit attraktiven Synergien und Wachstumspotenzialen in Europas größtem Wirtschaftsraum.“ Finanzieren will Telefónica Deutschland den Bar-Teil über eine Kapitalerhöhung. Die noch mit 76,83 Prozent beteiligte spanische Euro-Stoxx-Konzern Telefónica wird an dieser Maßnahme teilnehmen und sie auch garantieren. Die Aktien-Komponente soll hingegen aus einer Sachkapitalerhöhung kommen und den Niederländern einen Beteiligung von zunächst 24,9 Prozent an der Telefónica Deutschland  verschaffen. Neue Schulden wollen die Münchner also nicht aufnehmen. Zur Info: Per Ende Juni lagen die Nettofinanzverbindlichkeiten bei 970 Mio. Euro. Anschließend soll die spanische Mutter dann von KPN einen Anteil von 7,3 Prozent an Telefónica Deutschland  zurückkaufen. Demnach wäre Telefónica künftig mit 65 Prozent an der TecDAX-Gesellschaft beteiligt. KPN hielte 17,6 Prozent der Stimmen. Der Streubesitz würde auf 17,4 Prozent sinken.   Zumindest vom Timing her scheint Telefónica Deutschland einen guten Schnitt gemacht zu haben. Dem Vernehmen nach loteten beide Parteien bereits im Vorjahr einen Zusammenschluss von E-Plus und Telefónica Deutschland aus. Letztlich scheiterten die Verhandlungen aber am Preis. Wie zu hören ist, soll KPN damals einen Preis von 8,5 Mrd. Euro für E-Plus aufgerufen werden. Auf Basis der aktuellen Kurse hätte der Deal nun ein Volumen von gut 6 Mrd. Euro. Zur Einordnung: Den Gesamtwert der Synergien – nach Abzug der Integrationskosten – taxieren die Beteiligten auf eine Spanne zwischen 5 und 5,5 Mrd. Euro. Sollte es zu dem Schulterschluss kommen, würde der heimische Mobilfunkmarkt von T-Mobile, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2)/E-Plus dominiert. Aus diesem Grund müssen auch die Regulierungsbehörden noch zustimmen. Insgesamt eine komplexe Transaktion. Den Abschluss der gesamten Übernahme erwarten die Unternehmen daher erst für Mitte 2014. Nachdem TecDAX-Aktie bereits auf die erste Meldung bezüglich der Gespräche um einen Zusammenschluss positiv reagiert hat, warten die Börsianer nun zunächst einmal ab und erhoffen sich weitere Konditionen des Deals. Zudem haben sie im Hinterkopf, dass ein derart großer Deal zunächst auch negative Effekte auf das Stammgeschäft haben kann. Darüber hinaus hat sich die Aktie von Telefónica Deutschland an der Börse bislang nicht gerade als Überflieger präsentiert. Der Emissionspreis von Ende Oktober 2012 lag bei 5,60 Euro – also nur unweit vom aktuellen Kurs entfernt. Die Analysten vom Bankhaus Lampe sehen in Telefónica Deutschland unverändert eine "Halten-Position. Ihr Kursziel bleibt daher bei 5,50 Euro. Als mögliche Verlierer des Plans betrachten die Börsaner die beiden unabhängigen Tarifanbieter Freenet und Drillisch.  
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Telefónica Deutschland
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A1J5RX DE000A1J5RX9 AG 5.978,86 Mio € 30.10.2012
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#Telefónica Deutschland #Übernahme E-Plus
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Was für ein bitterer Absturz: Mit einem Wertverlust von rund 50 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate gehört die Aktie von SNP zu den großen Enttäuschungen auf dem Kurszettel. Schlechter entwickelten sich beinahe ausschließlich Insolvenzfirmen wie Agennix oder Conergy sowie Pleitekandidaten wie Praktiker, IVG Immobilien oder Loewe. Dabei galt die SNP Schneider-Neureither & Partner AG lange Zeit als eine Art Lieblingskind bei den Analysten und zählte damit zur bel étage der heimischen Small Caps. Das auf die Transformation von SAP-Software auf geänderte Geschäftsabläufe spezialisierte Unternehmen schien mit Ihrer Software SNP Transformation Backbone eine Art Lizenz zum Gelddrucken entwickelt zu haben. Doch die Erfolge blieben zuletzt entweder ganz aus, oder die Bestellvorgänge der Großkonzerne zögerten sich viel länger hin als ursprünglich vermutet. Mittlerweile droht der Aktienkurs sogar in den einstelligen Bereich abzurutschen. Der Börsenwert ist auf 37,5 Mio. Euro geschrumpft. Das ist der niedrigste Stand seit vier Jahren. Im November 2010 kamen die Heidelberger auf einen Börsenwert von annähernd 110 Mio. Euro. Jüngster Tiefschlag: Anfang Juli musste SNP seine Jahresprognose eines zweistelligen Umsatzwachstums bei einer operativen Marge zwischen 14 und 18 Prozent zurücknehmen. Firmenkenner gehen mittlerweile davon aus, dass SNP für 2013 rote Zahlen ausweisen muss und vermutlich sogar die Dividende streichen wird. Dabei hat das Unternehmen seine Aktionäre seit 2004 kontinuierlich an den Gewinnen teilhaben lassen. Bis hierhin klingt SNP nicht wirklich nach einer sinnvollen Investmentstory. Doch es gibt auch positive Aspekte: Die Analysten sind sich sicher, dass nicht das Produkt Schuld an der Misere ist, sondern haugemachte hausgemachte Probleme für das Debakel verantwortlich sind. Insbesondere der Vertrieb gilt als Schwachstelle des Unternehmens. Doch der SNP-Vorstand will den Karren wieder flott machen. So soll der Eigenvertrieb im Softwarebereich den Schwerpunkt auf langläufige Lizenzen für Konzerne setzen, während im Partnergeschäft Großprojekte oben auf der Agenda stehen. Zudem hat die Gesellschaft die Service-Partnerschaft mit SAP wieder aufgenommen, um so das relativ stabile Beratungsgeschäft weiter zu fördern. In sechs bis neun Monaten sollen die eingeleiteten Maßnahmen zu „messbaren Ergebnissen“ führen, betont der Vorstand. Zu einer konkreten Ergebnisprognose für 2013 will sich SNP aber erst im „weiteren Jahresverlauf“ äußern. Nächster offizieller Termin ist der 29. Juli 2013. Dann wird das Unternehmen den Halbjahresbericht präsentieren.   Sollte SNP in der angegebenen Zeitspanne tatsächlich den Dreh schaffen, wird es nun allmählich Zeit, über ein antizyklisches Investment in den Small Cap nachzudenken. Schließlich schauen die Börsianer im Normalfall gut ein halbes Jahr in die Zukunft. Die schlechten Nachrichten liegen bei SNP auf dem Tisch. Die Kapitalisierung des Unternehmens entspricht etwa dem 1,6fachen der für 2013 erwarteten Konzernerlöse. Auf Basis der Analystenprognosen für 2015 halten sich Umsatz und Börsenwert bereits in etwa die Waage. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf 2015er-Basis liegt bei knapp 13. Die Experten von Hauck & Aufhäuser sind offensiver. Laut ihren Ergebnisschätzungen kommt SNP auf ein KGV von nur gut acht. Ihr Kursziel von 20,50 entspricht einem Potenzial von immerhin 100 Prozent. Deutlich zurückhaltender sind die Kollegen der Frankfurter BankM. Sie taxieren den fairen Wert von SNP derzeit auf 13,50 Euro pro Aktie. Gemessen am aktuellen Kurs von 10 Euro, ist das aber immer noch eine ansehnliche Differenz. Psychologisch gesehen, wäre der Rückfall in einstellige Kursregionen natürlich ein herber Schlag. Vor diesem Hintergrund ist der Mitte Juni durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis 1:2 eine unglückliche Entscheidung  gewesen. Aber das ist Schnee von gestern und nicht mehr änderbar. Antizyklisch orientierte Anleger starten vorsichtig mit ersten Käufen. Sollte sich eine Bodenbildung in den kommenden Wochen bestätigen, kann man die Position aufstocken.  
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SNP Schneider-Neureither
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720370 DE0007203705 SE 605,63 Mio € 03.04.2000 Halten
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#Antizyklisch #SAP #720370
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Viel wurde in den vergangenen Wochen über die Aktien von Cancom und Bechtle geschrieben. Beide Systemhäuser gelten als Profiteure der aktuellen Debatte um Sicherheit im IT-Bereich und Datenspionage. Höchste Zeit, sich auch mit einem anderem Unternehmen auseinanderzusetzen: Allgeier. Das Unternehmen zählt ebenfalls zu den wichtigen heimischen IT-Gesellschaften, ist mit einem Börsenwert von 120 Mio. Euro aber deutlich kleiner als die beiden Platzhirsche aus dem TecDAX. Bechtle kommt auf eine Kapitalisierung von 800 Mio. Euro. Die in München angesiedelte Cancom stemmt nach der jüngsten Kurssause bereits 252  Mio. Euro. Betrachtet man den zuletzt erzielten Umsatz des Trios, liegen die Relationen schon enger zusammen: Bechtle erlöste im Vorjahr 2,1 Mrd. Euro und zog daraus einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 80,5 Mio. Euro. Cancom hatte Einnahmen von 558 Mio. Euro und erzielte ein EBIT von 20,7 Mio. Euro. Die ebenfalls aus München stammende Allgeier lag mit Umsätzen von 423 Mio. Euro gar nicht mal so weit entfernt von Cancom. Allerdings war die EBIT-Marge mit 2,1 Prozent deutlich geringer als die von Cancom (3,7 Prozent). Mit der aktuellen Renditeausbeute will sich der Allgeier-Vorstand aber nicht zufrieden und formt den Konzern daher um. Ziel ist es, die vielen kleinen Konzernteile zu größeren schlagkräftigeren Einheiten zu formen. In der mit einem Umsatzanteil von beinahe 50 Prozent größten Division „Experts“ tritt das Unternehmen als Personaldienstleister für IT-Fachkräfte auf. Der Bereich „Solutions“ steht für Komplettlösungen im Bereich IT-Infrastruktur (von der Hardware bis zur Software) und steht etwa für ein Viertel der Erlöse. Ein Schwerpunkt von Allgeier liegt in den Bereichen Dokumentenmanagement-Systeme, Steuerungs- sowie Sicherheitssoftware – aber auch auf Cloud Services. Erklärtes Ziel von Allgeier ist es, den Anteil der eigenen Softwareprodukte zu erhöhen. Der Sektor „Software Development“ umfasst die Entwicklung individueller Softwarelösungen – ein wachstumsstarker Bereich mit attraktiven Margen.   Gut angekommen an der Börse ist, dass Allgeier auch in der aktuellen Umsetzungsphase der „Agenda 2015“ nicht die eigene Aktie aus dem Blick verliert und zuletzt sogar das Aktienrückkaufprogramm wieder aktiviert hat. So hat die Gesellschaft seit Ende Juni rund 23.500 eigene Anteile  im Gegenwert von etwa 287.000 Euro erworben. Bis Ende 2013 hat der Vorstand die Ermächtigung, insgesamt bis zu 200.000 Allgeier-Aktien zu kaufen. Knapp 705.000 eigene Papiere befanden sich bereits vor dem Neustart des jüngsten Programms im Firmenbesitz. Damit nicht genug: Der Aufsichtsratsvorsitzende und Großaktionär Detlef Dinsel stockte seinen Bestand Mitte Juni ebenfalls um 10.000 Stück auf. Insgesamt befinden sich deutlich mehr als 40 Prozent der Allgeier-Aktien in den Händen von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemessen an den Vergleichsunternehmen bietet die Allgeier-Aktie einen prima Kennzahlenmix. Punkten kann der Titel insbesondere bei der Dividendenrendite, dem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und dem Kurs-Umsatz-Verhältnis. Selbst beim KGV ist Allgeier mittlerweile günstiger als Cancom. Wichtig wird nun, dass das 2011er-Kurshoch von 14 Euro signifikant übersprungen wird. Auch charttechnisch wäre dann der Weg nach oben frei. Fundamental sind Kurse von 16 Euro für den Small Cap eine faire Orientierungsmarke. Der Halbjahresbericht ist für den 14. August 2013 angesetzt.   ...
#Cloud #IT-Sicherheit #Profiteure Datenspionage #Datenklau #Allgeier #Cancom #Bechtle #508630 #541910 #515870
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Freitag scheint der neue IVG-Tag an der Börse zu werden. Nachdem der angeschlagene Immobilienkonzern seinen verbliebenen Gläubigern und Investoren am 12. Juli 2013 noch knallhart vorgerechnet hat, mit welchen Quoten sie im Falle einer Insolvenz zu rechnen haben, scheint nun Bewegung in den Rettungsplan gekommen zu sein – zumindest ein klitzekleines bisschen. So haben die Rechtsanwälte der drei wesentlichen Gläubigerklassen dem Unternehmen signalisiert, dass mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann“, dass der IVG bis Ende Juli ein gemeinsamer Vorschlag für die Sanierung der Finanzen vorgelegt wird – und zwar außerhalb eines Insolvenzverfahrens. Es geht um viel Geld: Allein bei den drei derzeit am Verhandlungstisch sitzenden Gruppen steht IVG Immobilien mit rund 2,9 Mrd. Euro in der Kreide. Insgesamt lasten auf dem zuletzt aus dem SDAX geschmissenen Konzern Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 4 Mrd. Euro. Die Zeit drängt: Mehr als die Hälfte der Bankschulden ist bereits im kommenden Jahr fällig. Vermutlicher Lösungsweg: Die Gläubiger müssen auf wesentliche Teile ihrer Forderungen verzichten, bekommen dafür im Gegenzug aber Aktien von IVG. Zudem veräußert die Gesellschaft etliche „kleine“ Immobilien. Das Großprojekt „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen – mit ein Grund für die aktuelle Schieflage – steht offenbar nicht zur Debatte. Ende Mai hatte IVG mitgeteilt, dass die Verbindlichkeiten um bis zu 1,35 Mrd. Euro sowie um weitere 400 Mio. Euro für die Hybridanleihe reduziert werden müssen, um wieder nachhaltig kapitalmarktfähig zu werden. Bis zur Einigung verstreicht aber mehr Zeit verstreicht als ursprünglich gedacht. Daher wird die bereits einmal nach hinten verschobene Hauptversammlung nochmals vertagt. Als neues Datum steht der 12. September 2013 im Raum. Die Gläubigerversammlung für die 2006 emittierte Hybridanleihe (WKN: A0JQMH) soll am 27. August stattfinden. Ebenfalls verschoben wurde der ganz normale Halbjahresbericht 2013 – und zwar auf den 26. August 2013. Trotz der Verschiebearie betont IVG-Vorstandssprecher Wolfgang Schäfers: „Dieser Zeitplan ist vor dem Hintergrund der Komplexität und der Vielzahl der beteiligten Interessen weiterhin ambitioniert, aber wir gehen aufgrund der Erklärungen der wesentlichen Gläubigergruppen von gestiegenen Erfolgschancen für eine konsensuale Lösung aus.“
IVG Immobilien Kurs: 0,00
  An der Börse kam die jüngste Wasserstandsmeldung von IVG erstaunlich gut an. In der Spitze schoss die Notiz am Wochenschluss um 66 Prozent auf 0,365 Euro in die Höhe. Das ist in der Tat bemerkenswert, denn letztlich hat IVG nur mitgeteilt, dass es vermutlich noch länger als gedacht dauern wird, um eine für alle Parteien akzeptable Lösung zu finden. Immerhin: Es wird weiter verhandelt, die drohende Insolvenz könnte vermutlich also abgewendet werden. Eine Verlustanzeige, wonach mehr als de Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sind, steht aber weiter im Raum. Unklar ist, woran sich die Anleger klammern, die momentan bei IVG einsteigen. Zurzeit gibt es 208 Millionen Aktie. 69,35 Prozent davon befinden sich im Streubesitz. Die Kapitalisierung auf Basis des Schlusskurses vom Freitag beträgt knapp 91 Mio. Euro. Allein der Vergleich von Schulden und Börsenwert macht deutlich, zu welch enormer Verwässerung es im Falle eines „Debt-Equity-Swaps“ – also eines Tauschs von Schulden in Eigenkapital – kommen wird. Die künftige Eigentümerstruktur von IVG wird kaum mit der von heute vergleichbar sein. Letztlich wandert das Unternehmen in den Besitz von Hedge Fonds und anderen Investorengruppen. Anleger, die sich dennoch auf dieses Spiel mit dem Feuer einlassen, sollten sich nicht wundern, wenn sie am Ende mir leeren Händen da stehen. Seit Jahresbeginn hat die IVG-Aktie nun rund 85 Prozent an Wert eingebüßt. Das entspricht ziemlich genau der Dimension bei Praktiker. Parallelen zur Horror-Show der Baumarktkette gibt es also. Bei Praktiker  haben die Banken allerdings zum Schluss den Saft abgedreht. Aber auch bei IVG werden die Regeln längst nicht mehr von dem Unternehmen aufgestellt. Hier haben die Anwälte der Gäubiger übernommen.  
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IVG Immobilien
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620570 DE0006205701 0,00 Mio € 01.01.1970 Verkaufen
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#Insolvenz #Praktiker #IVG Immobilien #Pleitekandidat #Hybridanleihe #Gläubigerversammlung #620570
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Auf den ersten Blick träumt wohl jedes Management davon: Einen Weltkonzern von den eigenen Produkten zu überzeugen. So ähnlich war es vor einigen Jahren wohl auch bei Dialog Semiconductor. Das TecDAX-Unternehmen aus Kirchheim unter Teck bei Stuttgart begeisterte Apple mit seinen kleinen, stromsparenden Chips und beliefert seitdem die Kalifornier. Doch es gilt immer zwei Seiten einer Medaille zu berücksichtigen. Laufen die Geschäfte beim Großkunden gut, brummt auch das eigene Geschäft. Apple revolutionierte mit neuen Produkten und Funktionen den Technologiemarkt und scheffelte Milliarden-Gewinne. Davon profitierte auch Zulieferer Dialog. Doch die Konkurrenz schläft nicht und setzte Apple in den vergangenen Quartalen spürbar zu. Neue Produkte, die sich zu einem ähnlich durchschlagenden Erfolg entwickeln könnten wie das iPhone, sind ebenfalls nicht in Sicht. Das setzte der Apple-Aktie zu, und natürlich auch Dialog. Zudem besteht noch eine ganz andere Gefahr: Mit Apple erzielt Dialog Schätzungen zufolge knapp drei Viertel seines Umsatzes. Sollten die Kalifornier zur Konkurrenz wechseln, wäre dies ein heftiger Schlag ins Kontor....
#Dialog Semiconductor #iWatt #Apple-Zulieferer #927200 #Apple
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„Wir sind über 1,035 Milliarden", sagte der Generalsekretär der Welttourismusorganisation UNWOT, Taleb Rifai, zu Jahresbeginn. Gemeint sind nicht Erlöse oder Gewinne, sondern die Zahl der weltweiten Touristen. Seit dem Krisenjahr 2009, als die Branche den schlimmsten Einbruch seit 60 Jahren verzeichnete,  geht es wieder kontinuierlich aufwärts. Experten sehen sogar den Beginn einer  beeindruckenden Entwicklung. Nach Schätzungen der UNWOT dürfte die Zahl der Reisenden bis 2020 jährlich um knapp vier Prozent wachsen. Sehr zur Freude von heimischen Reiseanbietern wie TUI, zumal die Deutschen im vergangenen Jahr für ihren Urlaub  64 Mrd. Euro ausgegeben haben und damit zu den Weltmeistern gehören. Doch in TUI steckt noch wesentlich mehr Fantasie. Seit Friedrich Joussen im Februar den Chefsessel von Michael Frenzel übernahm, wird der Konzern auf Erfolg getrimmt. Mehr Profitabilität, weniger Schulden, Fokussierung auf Cashflow und Dividendenzahlung, mit dem Ziel, Interesse bei  Value-Investoren zu wecken  – die Ankündigungen von Joussen auf dem Strategie-Update im Frühjahr sind äußerst ambitioniert. Doch der neue Konzern-Chef scheint sein Sparprogramm rigoros umzusetzen. Auch langjährige Partner sind davon nicht ausgenommen. Jüngstes Beispiel ist der Rückzug als Trikot-Sponsor bei Hannover 96. Zehn Jahre dauerte die Partnerschaft, jetzt hält der neue Konzernlenker die jährlichen Kosten von 3 bis 4 Mio. Euro für verzichtbar. An der Börse zeigen sich die Investoren bisher noch etwas skeptisch. Kein Wunder, dass laufende Geschäftsjahr ist als Übergangsjahr zu sehen und die Aufgaben sind gewaltig. Die Ankündigung einer Dividende für 2014/15 steht bisher nur symbolisch für die Neuausrichtung. Jetzt gilt es, auch Fakten zu liefern. Immerhin, im Jahresvergleich hat sich der Aktienkurs bereits mehr als verdoppelt, seit Jahresbeginn legte der Wert um 16 Prozent zu und liegt damit im MDAX im oberen Mittelfeld. Analysten sehen durchaus noch weiter Luft nach oben. Nachdem sich der Chef von TUI Deutschland, Christian Clemens vielversprechend zu den Sommerbuchungen äußerte, bestätigte die Commerzbank jüngst ihr Votum mit „Kaufen“ und sieht das Kursziel bei 9,70 Euro. Eine Spur optimistischer sind die Analysten vom Bankhaus Lampe und siedeln den fairen Wert bei 12 Euro an.   Katalysatoren für eine Outperformance gibt es reichlich. Vor allem eine Lösung für die verbliebene Beteiligung an der defizitären Reederei-Tochter Hapa-Lloyd von 22 Prozent dürfte der TUI-Aktie neue Fantasie einhauchen. Im Frühjahr scheiterte zwar die angepeilte Fusion der beiden größten deutschen Reedereien Hamburg Süd und Hapag-Lloyd. Ein Börsengang bleibt aber auf der Agenda und würde die Schuldenlast von TUI deutlich mildern. In dieser Disziplin kann der Konzern bereits Erfolge vorweisen: Ende 2010 lag die Nettoverschuldung noch bei 2,2 Mrd. Euro, zwei Jahre später bei 0,2 Mrd. Euro. Bis 2014/15 sollen über eine verschlankte Holdingstruktur und verringerte Zinsaufwendungen die Kosten um 130 bis 140 Mio. Euro sinken. Mit der Entschuldung soll zugleich die Ausschüttungsfähigkeit für 2014/15 erreicht werden. Zugleich müssen die einzelnen Bereiche einer Werthaltigkeitsprüfung standhalten. Während für das Kreuzfahrt-Segment wegen Überkapazitäten sogar ein Verkauf nicht ausgeschlossen werden kann, dürfte die Umstrukturierung im Hotel-Segment dank der erfolgreichen Marken wie RIU und Iberostar deutlich einfacher gelingen. Planungen des Managements zufolge soll der Cash-Zufluss bis 2014/15 verdoppelt werden. 2011/12 kam TUI auf einen Cash-Strom von 98 Mio. Euro, von denen allein der Reiseveranstalter TUI Travel 83 Mio. Euro beisteuerte. Künftig sollen die Segmente Hotel+Resorts sowie Cruises 80 bis 110 Mio. Euro abliefern und den gesamten Cash-Zufluss auf 180 bis 220 Mio. Euro steigern. Nach Schätzungen vom Bankhaus Lampe könnte auf Basis eines Netto-Cash-Zuflusses von 80 bis 120 Mio. Euro und einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent eine Dividende von 0,22 Euro herausspringen. Zuletzt zahlten TUI 2007 eine Dividende - 0,25 Euro je Aktie. Ob Joussen seine Ziele erreichen wird, hängt von vielen Einzelfaktoren ab. Genügend Fantasie ist jedenfalls vorhanden. Für Anleger ist aber nicht nur die Aktie als mittel- bis langfristiges Direktinvestment interessant. Auch die TUI-Anleihe (WKN: TUAG05) lockt mit attraktiver Rendite. Angesichts der sich abzeichnenden operativen Verbesserungen erscheint vor allem das Rating von CCC (S&P) und Caa2 (Moody’s) übertrieben skeptisch. Aktuell liegt der Zinssatz bei 7,507 Prozent. Vierteljährlich erfolgt eine Anpassung, der nächste Termin steht für den Monatswechsel an. Der Kupon ist an den 3-Monats-Euribor gebunden, wobei TUI einen Zinsaufschlag von 730 Basispunkten zahlt. Neueinsteiger sollten sich das Papier noch vor der nächsten Anpassung genau anschauen, denn die positive Entwicklung des Euribor seit Mitte Mai lässt eine Kuponerhöhung Ende Juli erwarten.   Dieser Beitrag wurde von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research zur Verfügung gestellt.   Foto: TUI AG...
#TUI #TUI-Anleihe #TUAG00 #TUAG05
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So schnell kann es gehen. Nach exakt einem halben Jahr ist die neue Herrlichkeit bei der Alno-Aktie schon wieder Geschichte, und der Kurs steht kurz davor, wieder in den Penny-Stock-Bereich abzutauchen. Dabei schoss die Notiz zu Jahresbeginn von genau diesem Niveau in der Spitze bis auf 1,60 Euro in die Höhe. Befeuert wurde die Rally von der Aussicht auf die finanzielle Genesung des chronisch defizitären Küchenherstellers. So verstand es der zunächst als Investor fungierende und seit April 2011 an der Vorstandsspitze von Alno stehende Schweizer Max Müller, die Bilanzen aufzuräumen und den Blick nach vorn zu ermöglichen. „Ende 2011 waren die Banken nicht mehr bereit, neue Kredite zu gewähren. Im Grunde gehörte der gesamte Konzern den Banken“, verriet Alno-Finanzchefin Ipek Demirtas auf der Frühjahrskonferenz der Deutschen Börse. Ein Rettungspaket wurde geschnürt. Ende 2012 einigten sich alle Beteiligten auf eine Kapitalerhöhung um Volumen von mehr als 46 Mio. Euro, bei der auch Großaktionär Whirlpool mitzog. Der Preis für die jungen Aktien: 1,05 Euro. Anschließend löste Alno die Bankverbindlichkeiten ab, zudem verzichteten die Konsortialinstitute auf einen Teil ihrer Forderungen. Die Gesellschaft aus Pfullendorf in der Nähe vom Bodensee war plötzlich schuldenfrei. Damit nicht genug. Ende April emittierte Alno zusätzlich eine Mittelstands-Anleihe (WKN: A1R1BR) mit fünf Jahren Laufzeit und einem Kupon von 8,5 Prozent im Volumen von 45 Mio. Euro. Ein Drittel des Volumens sicherte allein der Schweizer Großaktionär Swiss Entrepreneur zu. Die Börsianer waren überzeugt von der Story. Der Bond ging weg wie geschnitten Brot. Mit dem Geld sollte die Expansion mit hochwertigen Küchen in Auslandsmärkte wie China, Amerika und Russland forciert werden. „Hier sind die Margen deutlich höher“, sagt Müller. Mitte Mai meldete Alno, dass im ersten Quartal 2013 bei um rund 15 Prozent rückläufigen Erlösen ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) herausgesprungen sei. Das Umsatzminus war dabei dem Heimatmarkt geschuldet. Im Ausland legten die Erlös um neun Prozent auf 34 Mio. Euro zu. Die Erlösschmelze in Deutschland scheint aber nicht nur konjunkturelle Gründe zu haben, sondern auch eine strategische Komponente zu besitzen. Immerhin betonte Firmenlenker Müller in Frankfurt: „Wir verkaufen nur noch Küchen, mit denen wir auch Geld verdienen.“ Ganz ohne Makel war der Jahresauftakt dennoch nicht, denn die Ordereingänge blieben hinter den Erwartungen zurück.
Alno Kurs: 0,00
  Als hinreichende Erklärung für den Kursrutsch zurück auf das 1-Euro-Niveau dient das schlechter als gedacht gefüllte Auftragsbuch wohl kaum. Die grundsätzlichen Ziele hat Alno bislang nicht in Frage gestellt. Und auch auf der Hauptversammlung Ende Juni betonte Müller: „Wir sind auf Kurs.“ Einen Teil des Rutsches führt die Investorenszene darauf zurück, dass etliche Stücke aus der Kapitalerhöhung von Ende 2012 wohl in schwache Hände geflossen sind und relativ schnell wieder den Weg zurück auf den Markt gefunden haben. Ungelöst ist auch das Problem der zu geringen Auslastung des Stammwerks in Pfullendorf und der Produktionsstätte in Enger in der Nähe von Herford. Ziel des Alno-Managements war, Markenrechte und die Vertriebsmannschaften von Küchenherstellern zu übernehmen, die Fertigung dann aber nach Pfullendorf zu verlagern. Laut Gerüchten sollen insbesondere Schweizer Küchenhersteller hierfür in Frage kommen, weil Alno als einer der wenigen Anbieter in der Lage ist, die dortigen Norm-Größen zu erfüllen. Noch warten die Anleger aber auf erste Vollzugsmeldungen. Dabei schienen einiges Projekte bereits recht konkret gewesen zu sein. Für enorme Verunsicherung bei den Investoren sorgte Mitte Mai die überraschende Demission von COO und Hoffnungsträger Elmar Duffner. Dabei sollte der frühere Poggenpohl-Geschäftsführer im Sommer eigentlich den Vorstandsvorsitz von Max Müller beerben. Offiziell hieß es, dass Duffner das Unternehmen auf eignen Wunsch verlassen wolle, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Wirklich schlüssig klingt der Sinneswandel kurz vor der Stabübergabe nicht. Kolportiert wird, dass Müller offenbar doch an seinem Amt festhalten wollte und Duffner, der gleichzeig auch Präsident des VDM Verband der deutschen Möbelindustrie ist, daher die Rücktrittsoption aus seinem Vertrag gezogen hat. Unumstritten ist aber auch Müller nicht, der Schweizer ist zwar ein charismatischer Typ. Sein Engagement bei Alno hat er sich bislang aber auch fürstlich belohnen lassen. Zu allem Überfluss gab es Ende Juni noch eine Aktienumplatzierung des Schweizer Investors Christoph Dietsche, der einen Teil seiner Stücke an seine Frau übertragen hat. Dadurch hat sich sein Anteil von 8,14 Prozent auf 4,87 Prozent verringert. „Herr Dietsche mit seiner SE Swiss Entrepreneur AG und seine Familie bleiben selbstverständlich weiterhin ein wichtiger strategischer Investor für die Alno AG“, betont der Küchenhersteller. Auf der Habenseite kann Alno dagegen die Fortschritte in China verbuchen. So sollen die eher hochwertigen Küchen der Tochter Wellmann im Reich der Mitte künftig in eigenen Studios verkauft werden. Für 2013 sind etwa 20 Läden geplant. Bis 2015 soll die Zahl auf 100 Flagship-Stores steigen. Der Umsatz soll dann im zweistelligen Millionenbereich liegen. „Das ist das bisher größte Geschäft für Alno in China und ein extrem wichtiger Baustein unserer Expansionsstrategie“, sagt Alno-Chef Müller. Noch ist Alno aber sehr auf den Heimatmarkt fokussiert. Die Exportquote schwankt seit Jahren um gut 28 Prozent. Fast 85 Prozent der Ausfuhren entfielen dabei auf Europa. Potenzial ist also vorhanden. Als langfristiges Ziel hat der Vorstand eine Exportquote von 40 Prozent ausgerufen. Auch für Aktionäre dienlich, ist ein Blick auf die Entwicklung des Anleihenkurses von Alno. Schließlich ist er eine Art Seismograph für die erwartete Zahlungsfähigkeit des Küchenherstellers. Dramatisch sind die Signale noch nicht, doch der kontinuierliche Rückgang auf zuletzt 94 Prozent ist zumindest eine Warnung. Im Tief notierte der Bond sogar bei 92,4 Prozent. Auch wenn es an ganz konkreten Negativmeldungen mangelt, im grünen Bereich scheint bei Alno keinesfalls alles zu sein. Da wird die Bewertung der Aktie beinahe zum Glücksspiel. Der Börsenwert beträgt momentan 73,5 Mio. Euro. Gemessen am 2012er-Umsatz von 446 Mio. Euro scheint das  mickrig. Doch Vorschusslorbeeren hat Alno nicht wirklich verdient. Dafür war die Historie einfach zu schlecht. Und der Weg in die schwarzen Zahlen ist noch nicht gesichert. Der Weg zu höheren Kursen kann nur über fundamentale Fortschritte gehen. Die nächste Gelegenheit die Investoren zu überzeugen, hat der Vorstand am 30. August. Dann stehen die Halbjahreszahlen an. Schon jetzt auf eine positive Überraschung zu spekulieren, bietet sich aber nicht wirklich an. Dafür ist das Chance-Risiko-Verhältnis nicht ausgewogen genug. Sollte die Notiz gar unter die 1-Euro-Marke abtauchen, dürften weitere Anleger die Reißleine ziehen. Alno schwankt momentan zwischen sexy Turnaround-Story und nerviger Never-Ending-Umstrukturierungs-Story. Die Aktie gehört per saldo nur auf die Beobachtungsliste.  
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Alno
WKN ISIN Legal Type Marketcap IPO Recommendation Located
778840 DE0007788408 AG 7,26 Mio € 27.07.1995 Verkaufen (Insolvenz)
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#Insolvenz #Mittelstandsanleihe #Kapitalerhöhung #Alno #Küchen #778840 #A1R1BR #Alno-Anleihe #Max Müller #Elmar Duffner
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Allmählich werden die Investoren unruhig. Auch die kürzlich vorgelegten Quartalszahlen brachten keine Wende. Die Südzucker-Aktie ist in die Nähe des 52-Wochen-Tiefs abgerutscht und zählt mit einem Kursverlust von fast einem Viertel seit Jahresbeginn zu den schlechtesten MDAX-Werten. Nur Salzgitter, SGL Carbon und Aurubis bescherten ihren Anlegern noch höhere Verluste. Vorbei die Ende 2008 bei einstelligen Kursen gestartete Rally, die den Titel Anfang 2013 bis auf 34 Euro führte. Mittlerweile kostet der Anteilschein nur noch gut 24 Euro. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser befürchten gar einen weiteren Rutsch bis auf 19 Euro und raten weiter zum Verkauf. Dennoch scheint das Papier allmählich einen Blick wert zu sein. Immerhin gehört die Südzucker-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 12,5 schon jetzt zu den günstigsten Titeln aus dem Mid-Cap-Index. Dabei haben die Analysten ihre Ergebnisschätzungen nach dem Ausnahmejahr 2012/13 längst deutlich gekappt. Zunehmend interessant wird der Titel auch unter Dividendenaspekten. Zur Hauptversammlung am 1. August 2013 in Mannheim schlägt Sudzucker eine von 0,70 auf 0,90 Euro erhöhte Dividende pro Aktie vor. Damit erreicht das Papier eine sehr anständige Rendite von 3,7 Prozent. Fraglich ist allerdings, ob das Unternehmen diesen Ausschüttungssatz beibehält. Zwar hat Südzucker nun vier Mal hintereinander die Dividende erhöht, da würde eine Reduzierung eher unschön aussehen. Andererseits werden die Gewinne im laufenden Jahr deutlich rückläufig sein.
Südzucker Kurs: 9,79
  Bereits im ersten Viertel der Berichtsperiode 2013/14, das im Mai endete, ist das operative Ergebnis um 12,5 Prozent auf 230 Mio. Euro gesunken. Die Erwartungen der Analysten an das EBIT lagen teilweise bei mehr als 250 Mio. Euro. Hauptverantwortlich für den Rückschritt ist der kräftige Ergebnisverfall im Bereich Zucker, der für mehr als die Hälfte der Umsatzerlöse steht. Europas größter Zuckerhersteller leidet unter den hohen Rohstoffkosten. Und weil die Werke wegen der etwas schlechteren Ernte nicht voll ausgelastet waren, konnte der Konzern auch weniger von seinen Kosten decken. Kurzfristige Besserung scheint nicht in Sicht. So erwartet das deutsche Researchhaus F. O. Licht, dass die weltweite Zuckerproduktion im Kampagnejahr 2012/13 um 4,4 Prozent auf 183,1 Mio. Tonnen steigen wird. Das würde dazu führen, dass sich der Angebotsüberschuss auf 14,4 Mio. Tonnen ausweitet – nach 9,8 Mio. Tonnen im Vorjahr. Damit befänden sich die Lagerbestände auf einem relativ hohen Niveau.  Zur Vorlage des jüngsten Zwischenberichts bestätigte Vorstandschef Wolfgang Heer daher die Prognose, wonach der Gewinn im Zuckerbereich im Gesamtjahr unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Daher werde das operative Ergebnis des Unternehmens von 974 Mio. Euro auf 825 Mio. Euro sinken. Als Heer Mitte Mai die Investoren erstmals mit diesem Ausblick konfrontierte, leitete er damit den Kursverfall ein. Nun sind diese Fakten aber längst auf dem Tisch.
CropEnergies Kurs: 13,70
  Spannend wird jetzt, wann die Börsianer bei Südzucker wieder auf den Kaufen-Knopf drücken. Grundsätzlich handelt es sich um eine super solide Firma. Die Eigenkapitalquote beträgt knapp 54 Prozent. Allein innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat der Vorstand die Nettoverschuldung von 791 Mio. auf 464 Mio. Euro gedrückt. Im laufenden Geschäftsjahr ist eine weitere Reduzierung auf 300 bis 400 Mio. Euro geplant. Die Liquiditätsreserven betragen zurzeit rund 2,7 Mrd. Euro. Der Börsenwert von Südzucker erreicht rund 4,9 Mrd. Euro. Damit zählt die Gesellschaft zu den Top Ten aus dem MDAX. Zudem hält das Unternehmen 71 Prozent an dem Biosprithersteller CropEnergies – und deren Kurs entwickelt sich derzeit ganz manierlich. Anleger, die sich an dem aktuellen Chartbild nicht stören und sich langfristig an einer prima Firma beteiligen wollen, sollten sich also ruhig einmal mit dem Thema Südzucker beschäftigen.   Foto: Südzucker AG...
#A0LAUP #Zucker #Biosprit #729700
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Anleger aufgepasst: An der Frankfurter Börse zeichnet sich gerade eine interessante Branchenrotation ab. Sektoren, wie zum Beispiel Stahl (ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner Co), die lange Zeit komplett out waren, erleben ein zartes Comeback. Beinahe noch interessanter könnte die Entwicklung im Solarbereich sein. Während die Meldungslage noch immer durch prominente Schieflagen wie bei Conergy oder Solarworld dominiert wird, zeichnet sich bei den Zulieferern und Projektierern bereits ein deutlich helleres Bild ab. Mit ein Auslöser der Entwicklung sind die überraschend guten Zahlen und Kursanstiege von chinesischen Branchenriesen wie Ja Solar, Yingli Green Energy, Trina Solar oder dem preisaggressiven Anbieter Jinko Solar – trotz der hohen Verschuldung bei den einzelnen Unternehmen. Vertrauen schöpfen die Börsianer allmählich auch wieder bei heimischen Unternehmen wie SMA Solar Technology. Dabei muss der Spezialist für Wechselrichter momentan unliebsame Wege gehen und bis Ende des kommenden Jahres 400 Stellen in Deutschland streichen. „Wir gehen von einer länger anhaltenden Konsolidierungsphase in der Solarbranche aus. Als Marktführer sind wir davon im besonderen Maße betroffen“, sagt SMA-Solar-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Zudem will das Unternehmen aus der Nähe von Kassel die Geschäftsbasis zu verbreitern und sieht im Bereich Energiemanagement Wachstumspotenzial. Zudem forciert der TecDAX-Konzern seine Aktivitäten in Asien, Amerika und Südafrika. Für das laufende Jahr müssen sich die Anleger aber auf rote Zahlen und einen spürbaren Umsatzrückgang einstellen. Immerhin verfügt das SMA Solar über eine Nettoliquidität von 375 Mio. Euro. – verglichen mit dem Börsenwert von rund 819 Mio. Euro ist das recht üppig. Die Eigenkapitalquote beträgt für die Branche weit überdurchschnittliche 59 Prozent. Am 8. Juli 2013 wird SMA seinen Halbjahresbericht vorstellen. Kaum zu glauben, dass der Vorstand viel Positives zu berichten hat. Aber die Börsianer werden genau zwischen den Zeilen lesen und den Ausblick studieren. Vor drei Jahren kostete das Papier beinahe 100 Euro. Wohl dem, der damals Kasse machte. Es folgte nämlich ein Absturz um 85 Prozent. Seit Ende 2012 bildet die SMA-Aktie nun einen Boden aus und bewegt sich tendenziell wieder in Nordrichtung. Klar sollte aber sein: Es handelt sich um eine sehr riskante Anlage! Es gibt auch Stimmen mit einer deutlich skeptischeren Sicht der Dinge. Die Experten der Commerzbank etwa raten mit Kursziel 16 Euro zum Verkauf.
SMA Solar Technology Kurs: 34,20
  Einen – gemessen an den historischen Höchstkursen aus dem Jahr 2008 – noch krasseren Kursabsturz haben die Aktionäre von Manz hinter sich. Allerdings krachten die Notierungen von Manz bereits im Jahr 2008 ein. Zu dieser Zeit galt SMA Solar mit seinen Wechselrichtern noch als ein „weißer Rabe“ – also eine absolute Ausnahmeerscheinung in der Ökowelt. Um die Abhängigkeit vom Solarsektor zu verringern, setzt der High-Tech-Maschinenbauer Manz nun verstärkt auf die Geschäftsbereiche „Display“ und „Battery“. Im ersten Quartal 2013 stammten nur noch rund sechs Prozent der Konzernerlöse aus dem Solarsektor. Derartige Größenverhältnisse liegen allerdings in erster Linie daran, dass das Solargeschäft der Reutlinger um rund 80 Prozent wegbrach. Im Batterie-Bereich stellt Manz Maschinen her, mit denen die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien verbessert wird. Hier profitiert das Unternehmen vom Wachstumsmarkt Elektromobilität. Aber auch für die Produktion von Sprecherlösungen grüner Energien sind die Systeme einsetzbar. Wichtigste Sparte von Manz sind mittlerweile aber die Displays. So werden auf den Maschinen von Manz Bildschirme für Laptops und Fernseher, aber auch Touchscreens für Smartphones oder Navigationsgeräte hergestellt. Nach einem total verkorksten Vorjahr, in dem Sonderabschreibungen den Verlust auf 33,5 Mio. Euro anschwellen ließen, rechnet das bis 2011 noch im TecDAX geführte Unternehmen für 2013 mit einem Erlösplus im „deutlich zweistelligen Prozentbereich“ und einem positiven Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Zur Einordnung: 2012 kam Manz auf Erlöse von 184 Mio. Euro. An der Börse ist das Unternehmen derzeit mit knapp 134 Mio. Euro bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt rund 15. Angesichts solcher Relationen ist der Titel durchaus eine Überlegung wert. Aber auch hier gilt: Vorsicht heiß!
Manz Kurs: 0,06
  Ebenfalls über TecDAX-Erfahrung verfügt Phoenix Solar. Kurz nach Manz, musste aber auch der Projektierer aus Sulzemoos den Index verlassen. Es folgte eine bittere Schrumpfkur, die bis ans Eingemachte ging. Sogar das frühere Stammgeschäft in Deutschland hat Phoenix weitgehend eingestellt. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf das Auslandsgeschäft. Ausführliche Informationen von boersengefluester.de finden Sie hier. Zuletzt ließ der Vorstand mit einigen guten Nachrichten aufhorchen. Den Anfang machte im Juli eine Vereinbarung zum Bau eines 38,6 Megawatt Solarstromkraftwerks in den Vereinigten Staaten. Dabei handelt es sich um den größten Auftrag in der Firmengeschichte. Auf dem Papier deutlich kleiner, aber ebenfalls super interessant, ist der jüngste Zuschlag aus Saudi-Arabien. Hier geht es um die zweite Ausbaustufe für ein Solarkraftwerk in der Hauptstadt Riyadh mit einer maximalen Leistung von 1,8 Megawatt. Hier saß Phoenix bereits im Startprojekt mit im Boot, verdiente offenbar aber kein Geld. Dem Vernehmen nach sorgten die hohen Wüstentemperaturen immer wieder für Probleme bei der Funktionsfähigkeit der Wechselrichter. Dieses Problem scheint Phoenix durch die Verlagerung der Wechselrichter in spezielle Kühlräume gelöst bekommen zu haben. Den Auftraggebern scheint die Lösung imponiert zu haben, so dass Firmenkenner mit weiteren Zuschlägen rechnen. Und auch Phoenix-Chef Bern Köhler betont: „Der Mittlere Osten ist eine schnell wachsende Region, von der wir zukünftig eine hohe Nachfrage nach solarer Energie erwarten.“ An der Börse sorgte die Meldung aus der Wüste für einen Kursauftrieb um ein Viertel auf die Marke von 2 Euro. Kurzfristig sieht der Chart damit sehr heiß aus. Bei etwas längerfristiger Betrachtung lässt sich allerdings erkennen, dass im Prinzip nicht viel passiert ist. Die Marktkapitalisierung erreicht nun 15 Mio. Euro. Das KGV auf Basis der Prognosen von boersengefluester.de beträgt nur etwa 8,3. Im Markt kursieren Gerüchte, wonach Phoenix im kommenden Jahr sogar deutlich mehr Geld verdienen könnte und das KGV derzeit wohl eher im „Vierer-Bereich“ anzusiedeln sei. Auch an dieser Stelle der Hinweis auf das weit überdurchschnittliche Risiko. Phoenix gehört klar in die Kategorie Hot Stock – auch wenn die Wette bislang großartig aufgegangen ist.  
Phoenix Solar Kurs: 0,00
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Phoenix Solar
WKN ISIN Legal Type Marketcap IPO Recommendation Located
A0BVU9 DE000A0BVU93 AG 0,82 Mio € 18.11.2004 Verkaufen (Insolvenz)
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Manz
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A0JQ5U DE000A0JQ5U3 AG 0,64 Mio € 22.09.2006 Verkaufen
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SMA Solar Technology
WKN ISIN Legal Type Marketcap IPO Recommendation Located
A0DJ6J DE000A0DJ6J9 AG 1.186,74 Mio € 27.06.2008 Halten
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    Foto: Phoenix Solar AG      ...
#Solar #Branchenrotation #Energie
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Im Prinzip lassen die drei Einschätzungen Kaufen, Halten und Verkaufen klare Aufforderungen. Dennoch tun Anleger gut daran, sich genau mit der üblichen Interpretation der gängigen Analysteneinschätzungen auseinander zu setzen. Bei manchen Empfehlungen sind die Grenzen nämlich fließend. Zudem gibt es eine Flut an Anglizismen. Boersengefluester.de erklärt die wichtigsten Begriffe. Kaufen: Bei dieser Einschätzung gibt es wenig Interpretationsraum – sollte man meinen. Dennoch sollten Anleger im Kleingedruckten der Analysen schauen, was die jeweilige Bank mit diesem Urteil meint. Häufig meinen Analysten lediglich, dass sich das Papier besser als der Gesamtmarkt entwickeln sollte. Unter Umständen kann das auch eine negative Performance beinhalten. Zudem gibt es jede Menge Anglizismen, die eine vergleichbare Bedeutung haben. So tauchen auf Studien regelmäßig die Begriffe „Overweight“ (Übergewichten), „Outperformer“ (Überdurchschnittlich) oder „Add“ (Aufstocken bzw. Akkumulieren) auf. Mitunter werden Titel auf eine sogenannte „Conviction List“ (Empfehlungsliste) genommen. Auch der Begriff „Priority List“ taucht in diesem Zusammenhang auf und hat etwa die gleiche Bedeutung wie Conviction List. Hellhörig sollten Anleger werden, wenn der Begriff „Strong Buy“ (Starker Kauf) auftaucht. Dann scheint es der jeweilige Experte wirklich ernst mit seiner Empfehlung zu meinen, auch unter Timing-Aspekten. Allerdings lassen sich die nur die wenigsten Analysten zu einer „Strong-Buy-Einschätzung“ hinreißen. Wichtig zu wissen: „Kaufen“ ist die häufigste Einschätzung der Analysten. In der Regel steht unter rund der Hälfte aller Studien dieser Rat. Verkaufsempfehlungen sind wesentlich seltener und machen nur zwischen 15 und 20 Prozent der Tipps aus. Kein Wunder, denn auch die Banken müssen sich mit ihren Studien an die Investoren wenden. Und eine lauwarme „Halten-Empfehlung“ oder ein Verkaufsrat für eine Aktie, die ohnehin kaum jemand im Depot hat, lassen sich nur schwer vermarkten. Wenn Sie also eine Studie mit dem Urteil „Kaufen“ lesen, müssen Sie nicht unbedingt gleich  eine entsprechende Order bei ihrem Discount-Broker abgeben. Betrachten Sie es eher als Hinweis, dass eine Aktie grundsätzlich positive Kurschancen hat. Ob der Titel damit auch in Ihr Portfolio passt, ist eine ganz andere Frage. Hier spielen noch weitere Faktoren wie Risikograd, Branchenzugehörigkeit und vor allen Dingen ihre bisherige Depotzusammensetzung eine Rolle. Halten: Wenn man keine wirkliche Meinung zu einer Aktie hat, enden Analysen oder Beiträge zu Einzelaktien häufig mit der Empfehlung „Halten“. Nicht wenige Experten sehen darin sogar eine verkappte Verkaufen-Einschätzung. Insbesondere dann, wenn ein Titel von „Kaufen“ auf „Halten“ heruntergestuft wird. Vermutlich keine ganz falsche Interpretation. Ursprünglich war der Rat „Halten“ für eine Aktie reserviert, die maximal noch über ein – gemessen am Vergleichsindex – durchschnittliches Kurspotenzial verfügt. Daher verwenden Banker auch gern Begriffe wie „Inline“, „Neutral“ oder „Equalweight“ (Gleichgewichten). In Richtung Watchlist geht die Bezeichnung „Beobachten“. Allerdings wird von den Autoren in der Regel nicht näher darauf eingegangen, wie lange man den Titel eigentlich beobachten soll und wann der Zeitpunkt für einen Einstieg gekommen ist – beziehungsweise ab wann das Papier uninteressant wird und von der Beachachtungsliste verschwinden kann. Intellektuell schwer nachzuvollziehen ist die Anpassung von „Verkaufen“ auf „Halten“. Wie soll ein Investor plötzlich an etwas festhalten, wovon er sich vorher schon getrennt hat? Leidgeprüfte Aktionäre, die sich von einem Verlustbringer nicht trennen können, interpretieren „Halten“ häufig im Sinne von „Durchhalten“. Verkaufen: In der Praxis kommen Verkaufsempfehlungen eher selten vor. Und bevor die Höchststrafe für eine Aktie in Form eines „Strong-Sell“-Urteils kommt, muss schon viel passieren. Weit weniger dramatisch klingen artverwandte Begriffe wie „Underperformer“ oder „Untergewichten“. Sonderlich populär sind Verkaufsempfehlungen schon aus folgendem Grund nicht: Tritt der befürchtete Kursrückgang ein, geben Anleger gern dem jeweiligen Analysten die Schuld an dem Verfall der eigenen Aktie. Zieht man hingegen die Reißleine, und der Titel entwickelt sich entgegen der Erwartungen nach oben, hat der Analyst ebenfalls den Schwarzen Peter gezogen. Entgangene Gewinne wiegen in der Psyche des Investors schließlich noch schlimmer echte Verluste. Freund macht man sich so nicht. Außerdem lassen sich Verkaufs-Analysen bei den Banken schwerer in klingende Münzen umwandeln. Bei den meisten Titeln, die mit einem Verkaufsurteil versehen sind, handelt es sich in der Tat um Rohrkrepierer. Uninteressant sind Verkaufseinschätzungen aber nicht – im Gegenteil: Mitunter ergeben sich aus dem Pool der Verlierer nämlich super lukrative Einstiegsgelegenheiten. Steht eine Aktie einmal auf Verkaufen, tun sich die meisten Experten nämlich schwer, das Papier wieder herauf zu stufen. Meist reagieren die Kurse bei sich andeutenden Turnarounds wesentlich schneller als es die harten Finanzzahlen erkennen lassen....
#Börsensprache #Kaufen #Halten #Verkaufen #Analysten-Urteile
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Während die Enthüllungen über Lauschangriffe und Datenspionage weiterhin den politischen Alltag bestimmen, beschäftigen sich die Börsianer längt mit den möglichen Profiteuren der aktuellen Debatte. Schließlich dürfte das Ausmaß des möglichen Datenklaus nun auch bei den Unternehmen für Unruhe sorgen und die Anforderungen an die eigene damit IT neu definiert werden. Einzelne Sicherheitsspezialisten berichten bereits über deutlich zunehmende Anfragen von Firmenseite. Kein Wunder, dass insbesondere die Aktien von IT-Dienstleistern und einzelnen Softwarespezialisten derzeit auf der Watchlist vieler Investoren stehen. Boersengefluester.de stellt ausgesuchte heimische Titel vor. Als Gewinner des Spionageskandals gilt die Aktie des TecDAX-Konzerns Bechtle. Die Gesellschaft aus Neckarsulm betreibt 65 Systemhäuser in der DACH-Region und zählt damit zu den größeren Anbietern von IT-Produkten und entsprechenden Service-Dienstleistungen. Allerdings verlieft der Jahresstart für Bechtle bislang wenig zufriedenstellend – zumindest was die Ergebnisentwicklung angeht. Immerhin hat Vorstandschef Thomas Olemotz für die kommenden Quartale Besserung angekündigt. Zudem deutete der Manager zuletzt direkt an, von der aktuellen Spionagedebatte zu profitieren. Die Kursziele der meisten Analysten bewegen sich allerdings in unmittelbarer Nähe der aktuellen Notiz. Spekulationen, wonach Bechtle mit einer Übernahme von Cancom liebäugele, wies der Manager allerdings zurück. Zur Einordnung: Bechtle hat zurzeit einen Börsenwert von etwa 793 Mio. Euro. Cancom liegt bei 242 Mio. Euro. Ausgelöst wurden die Gerüchte durch den 10prozentigen Einstieg der Familie Schick bei Cancom. Der Bechtle-Gründer ist gleichzeitig noch mit 35,02 Prozent bei Bechtle engagiert. Dass das Engagement tatsächlich rein privat ist, glauben allerdings die wenigsten Börsianer.
Bechtle Kurs: 42,80
Dabei sieht der Chart von Cancom wie eine Fahnenstange aus. Seit Jahresanfang hat die Aktie um rund 60 Prozent an Wert gewonnen. Seit Anfang 2009 hat sich die Kapitalisierung fast verzehnfacht. Firmenchef Klaus Weinmann nutzt den Hype um Datensicherheit, um die Kursparty anzuheizen. Nach seinen Aussagen profitiert der Konzern von der öffentlichen Diskussion, denn das treibe die Nachfrage nach der hauseigenen Cloud-Lösung noch stärker an. Zudem hat Weinmann gegenüber einer Finanzzeitschrift erklärt, dass sich das Geschäft im zweiten Quartal erfreulich entwickelt habe. „April und Mai waren gute Monate. Im Juni hat sich der positive Trend fortgesetzt.“ Cloud-Dienste brächten derzeit einen Jahresumsatz von 10 Mio. Euro. Der Firmenlenker hat das Geschäft des IT-Systemhauses in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut und die Größenvorteile genutzt, um die Profitabilität deutlich zu verbessern. So kletterte der Umsatz 2012 um 2,5 Prozent auf 558,1 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte auf 28,1 Mio. Euro. Die operative Marge erreichte damit fünf Prozent. Im Jahr 2008 waren es lediglich 2,3 Prozent. In drei bis fünf Jahren will Cancom beim Umsatz die Marke von 1 Mrd. Euro knacken. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser haben zuletzt das Kursziel von 22,50 auf 29 Euro angehoben. Das Kursziel liegt damit deutlich über dem der anderen Häuser wie der Deutschen Bank oder von Warburg Research. Allianz Global Investors hält mittlerweile mehr als 3,4 Prozent an Cancom. Die nächsten Kursimpulse dürften spätestens die Quartalszahlen am 13. August liefern.
Cancom Kurs: 26,55
Bestens in die Zeit passt auch die jüngste Übernahme von All For One Steeb. So ist die auf Software für den Mittelstand spezialisierte Gesellschaft mit knapp drei Viertel bei der Webmaxx GmbH eingestiegen. Während sich All For One normalerweise im SAP-Umfeld tummelt, haben sich die Schwaben diesmal einen Spezialisten für Cloudtechnologie von Microsoft und Linux-Datenbank-Servern geschnappt. Dabei geht es unter anderem um den sicheren Umgang mit Firmen-Mails und anderen Dokumentations-Programmen. Offenbar eine sinnvolle Erweiterung für All For One. Nachdem der Aktienkurs seit Jahresanfang wie festgenagelt war, scheint nun der Knoten geplatzt zu sein. Mit 17 Euro bewegt sich das Papier auf einem neuen Mehr-Jahres-Hoch. Zukäufe werden bei All For One Steeb mittlerweile sehr positiv gesehen, weil das Unternehmen als vorbildlich bei der Integration gilt. Im Zuge der zahlreichen Übernahmen hat sich allerdings auch die Kapitalstruktur von All For One deutlich geändert. Statt eines Überschusses an Liquiden Mitteln weist die Gesellschaft mittlerweile Nettofinanzverbindlichkeiten von 18 Mio. Euro auf. Längst vorbei auch die Zeiten, als der Börsenwert geringer war als das Eigenkapital. Mittlerweile kommt der Small Cap auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund zwei. Dennoch halten Analysten den Titel weiterhin für aussichtsreich. Angesichts des anhaltenden Wachstums sieht die Frankfurter BankM den Titel erst bei 18,55 Euro als fair bewertet an und rät weiterhin zum Einstieg.
All for One Group Kurs: 38,40
Eine erste Adresse für den sicheren Umgang mit sensiblen Daten ist Secunet. Bereits seit Mitte Mai schießt die Notiz des IT-Sicherheitsexperten nach oben und notiert mittlerweile auf dem höchsten Stand seit 2001. Der Startpunkt der Kursrally deckt sich genau mit dem Termin der jüngsten Hauptversammlung. Dabei gab es auf dem Aktionärstreffen keine wirklichen Neuheiten zu verkünden. 2012 war für Secunet mit 67 Mio. Euro Umsatz und 3,7 Mio. Euro Gewinn das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. „Unser Markt wächst kontinuierlich, bei den Zielgruppen sind wir als Partner gefragt: Daher spricht vieles für eine fortgesetzte Expansion“, rief Vorstandschef Rainer Baumgart den Anlegern zu. Als IT-Sicherheitspartner der Bundesrepublik Deutschland arbeiten die Essener an hochsensiblen Projekten. Für öffentliche Einrichtungen aus der ganzen Welt bietet Secunet Verschlüsselungstechniken für streng vertrauliche Daten an. So läuft etwa die elektronische Steuererklärung ELSTER mit Hilfe von Secunet-Technik. Andere Einsatzgebiete sind beispielsweise biometrische Grenzkontrollen. Rund 78 Prozent der Umsätze entfielen zuletzt auf diesen sogenannten Public-Sektor. Die restlichen Erlöse erzielt Secunet mit ganz „normalen“ Unternehmen wie BMW oder Deutsche Post – auch hier geht es um Lösungen im Bereich der IT- oder Produktionssicherheit. Anlass zu Spekulationen gibt immer wieder die Aktionärsstruktur. 2004 ist Giesecke & Devrient bei Secunet eingestiegen und kontrolliert mittlerweile 78,96 Prozent der Stimmen. Der  Streubesitz liegt nach letzten Angaben bei 13,44 Prozent. Wichtig: Für einen anderen Investor als Giesecke & Devrient wäre es vermutlich schwer, sich im größeren Stil bei Secunet einzukaufen. Aufgrund der hochsensiblen Tätigkeitsbereiche können auf Basis des Außenwirtschaftsgesetzes Beschränkungen bei der Übertragung von Secunet-Aktien auferlegt werden. Fundamental ist die Secunet-Aktie bereits recht hoch bewertet. Der  Börsenwert von 93 Mio. Euro entspricht dem 1,4fachen des zuletzt erzielten Umsatzes. Das KGV auf Basis der Schätzungen von boersengefluester.de beträgt ambitionierte 23. Zudem müssen Investoren rund das Dreifache des Eigenkapitals für Secunet auf den Tisch legen. Andererseits ist die Gesellschaft nicht bei Banken verschuldet. 20 Prozent der Kapitalisierung sind durch liquide Mittel gedeckt. Zu den weiteren Profiteuren der Sicherheitsdebatte zählt auch  S&T – manchem Anleger vielleicht noch besser unter dem früheren Namen Quanmax bekannt. Die Österreicher waren früher als reiner Verkäufer von Notebooks unterwegs, haben sich aber längst zu einem integrierten Systemhaus für IT-Produkte gewandelt. Ein Fokus liegt auf Osteuropa. Für das laufende Jahr peilt Konzernchef Hannes Niederhauser einen Gewinnanstig um mehr als 25 Prozent auf rund 12 Mio. Euro an. Dem steht ein Börsenwert von knapp 90 Mio. Euro entgegen. Wirklich teuer ist die Aktie also nicht. Dennoch läuft das Papier seit vielen Quartalen bestenfalls seitwärts. Die Gründe für die relative Underperformance sind schwer auszumachen. In der Regel liefert das Unternehmen ganz ordentliche Zahlen. Mitte Mai hat Quanmax relativ zügig eine 15 Mio. Euro umfassende Anleihe mit einem Kupon von 7,25 Prozent platziert. Langfristiges Ziel von S&T ist die Aufnahme in den TecDAX.
Kontron Kurs: 22,30
Dieser Artikel enthält Passagen von Egmond Haidt, der für die boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research schreibt. Foto: All For One Steeb AG...
#TecDAX #IT-Sicherheit #Datenspionage #Profiteure Datenspionage
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Bereits auf der Frühjahrskonferenz der Deutschen Börse im Mai waren sich die Investoren einig. Die Präsentation von Helma Eigenheim zählte wieder mal zu den interessantesten Vorträgen. Die Kombination aus knackiger Investmentstory und günstig bewerteter Aktie kommt an. Kein Wunder, dass der Small Cap viele Fans unter den heimischen Investoren hat. Die hohe Erwartungshaltung scheint jedoch gerechtfertigt. Im ersten Halbjahr 2013 hat der Anbieter von Wohnhäusern und Ferienimmobilien die Auftragseingänge um knapp ein Viertel auf fast 72 Mio. Euro gesteigert. Dabei kam das komplette Geschäft von Privatkunden. Die Ende Januar angekündigte Erweiterung des Helma-Angebots um den Verkauf von Mehrfamilienhäusern an institutionelle Investoren wird sich erst im zweiten Halbjahr 2013 in den Zahlen niederschlagen....
#KGV #Mittelstandsanleihe #Steuerfreie Dividende #Bauboom #A0EQ57 #A1E8QQ
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Vor genau drei Jahren startete Ströer Media an der Börse. Für Anleger, die damals zugriffen und den Titel noch immer im Depot haben, war der Werbeflächenanbieter bislang kein gutes Investment. Zwar ging es nach dem Start am 15. Juli 2010 zu 20 Euro zunächst bis auf 27 Euro in der Spitze, doch dann folgte ein deftiger Absturz. Mitte Mai 2012 notierte der SDAX-Titel zuletzt in zweistelligen Kursregionen. Für 2011 und 2012 mussten die Kölner unterm Strich rote Zahlen ausweisen. Einziger Trost: Im operativen Geschäft war die Gesellschaft stets profitabel. Doch die Digitalisierung der Werbung hatte auch für Ströer enorme Konsequenzen. So finden sich auch heute noch klassische Werbeplakate an vielen Straßen. Doch die Werbekunden setzen zunehmend auf bewegte Bilder. Daher musste Ströer an Ballungszentren wie Einkaufscentern, Bahnhöfen oder Flughäfen kräftig in Bildschirme und Infoscreens investieren. Zudem hat der Vorstand mehrere Online-Werbevermarkter in Deutschland übernommen. Nun setzte Ströer Media noch einen drauf und stieg mit 53 Prozent bei der auf den osteuropäischen Markt fokussierten Ballroom Goup ein. „Wir sind damit auch international auf dem Weg zum ersten voll integrierten Premium-Vermarkter“, sagt Ströer Media-Vorstandsmitglied Christian Schmalzl. Zum Kaufpreis für die Ballroom-Anteile schweigt sich Ströer aus. Das Unternehmen erreichte im Vorjahr einen Umsatz von etwa 30 Mio. Euro. An der Börse werden die jüngsten Aktivitäten des Spezialisten für Außenwerbung aber positiv gesehen. So zog der Kurs in den vergangenen vier Wochen bereits um etwa zehn Prozent an.
Ströer Kurs: 32,95
  Nun kommt es darauf, dass sich der jüngste Kursaufschwung als nachhaltig erweist. Im Idealfall meistert die Notiz demnächst die Barriere bei 9,50 Euro. Spätestens hier legte die Notiz im vergangenen Jahr immer wieder den Rückwärtsgang ein. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser trauen dem Papier allerdings viel mehr zu und veranschlagen den fairen Wert auf 14 Euro. Das wäre ein Potenzial von immerhin gut 60 Prozent. Für SDAX-Verhältnisse ist das eine klare Ansage. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fortschritte bei Ströer sich nun endlich auch in entsprechend guten Zahlen zeigen. Dabei hängt das Unternehmen naturgemäß an der Entwicklung der Werbebudgets – und somit letztlich an der Konjunktur. Neue wichtige Märkte für Ströer sind Türkei und Polen. Risiken sind also durchaus vorhanden. Dafür ist die Aktie relativ moderat bewertet – zumindest gemessen am Umsatz und der operativen Ergebnisausbeute. Der Börsenwert beträgt rund 418 Mio. Euro. Firmengründer Udo Müller und Dirk Ströer halten zusammen gut 54 Prozent der Anteile. Der Rest befindet sich im Streubesitz. Grundsätzlich Ströer gehört damit also in die Gattung der Inhabergeführten Unternehmen. Normalerweise mögen die Börsianer solche Firmen: Fielmann, Sixt, Krones oder Drägerwerk sind gute Beispiele. Bei Ströer hat sich der Familienbonus bislang als unberechtigt erweisen. Nun könnte es aber an der Zeit sein, auch mal einen Blick auf die Ströer-Aktie zu werfen. Drei Jahre nach dem IPO hat sich der Konzern mächtig gewandelt.  
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Ströer
WKN ISIN Legal Type Marketcap IPO Recommendation Located
749399 DE0007493991 SE 1.840,20 Mio € 15.07.2010 Kaufen
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  Foto: Ströer Media AG...
#Familienunternehmen #749399 #Digitalisierung #Inhabergeführt #IPO-Bilanz
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All For One Steeb hat mal wieder zugeschlagen. Diesmal ist die auf Software für den Mittelstand spezialisierte Gesellschaft mit knapp drei Viertel bei der Webmaxx GmbH eingestiegen. Während sich All For One normalerweise im SAP-Umfeld tummelt, habe...
#Cloud #SAP #511000 #Webmaxx

In the ‘Famous Quotes’ section, we show quotes from famous people. The spectrum ranges from well-known investors to philosophers and sportsmen. If you would like to suggest a quote for inclusion in our collection, please contact us. Send an e-mail to [email protected] or use the contact form on the website.
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