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#BGFL Artikel-Historie
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Nur gut fünf Wochen nach dem HV-Beschluss über die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 1:1 hat FCR Immobilien die Kapitalmaßnahme bereits durchgeführt. Dementsprechend hat sich der Aktienkurs am 20. August 2019 um die Hälfte verringert, dafür haben Anleger nun aber auch die doppelte Zahl an Aktien im Depot. Netto hat sich an der Vermögenssituation des einzelnen Investors durch die Transaktion freilich nichts geändert. Letztlich ist es so, als ob man einen 20-Euro-Schein in zwei 10-Euro-Noten getauscht hätte. Den psychologischen Effekt dieses Vorgangs wollen wir hier aber gar nicht bewerten. Veröffentlicht hat die Gesellschaft nun auch ihren kompletten Halbjahresbericht, nachdem die wesentlichen Eckdaten bereits seit Anfang Juli bekannt sind. So kletterten die Erlöse in den ersten sechs Monaten 2019 von 14,53 auf knapp 29,48 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zog dabei von 3,03 auf 9,25 Mio. Euro an. Unterm Strich verbesserte sich der Überschuss von 1,06 auf 4,26 Mio. Euro. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] „Gemessen am annualisierten Ist-Nettomietertrag ist unsere Kern-Assetklasse mit rund 82 Prozent weiterhin der Handel. In weiteren Bereichen wie Wohnen, Büro, Hotel und Logistik bauen wir gezielt potenzialstarke Bestände auf“, sagt CEO Falk Raudies. Den Ausblick aufs Gesamtjahr formuliert Raudies weiterhin sehr offen und spricht lediglich von einem „deutlich positiven Jahresergebnis“. Zur Einordnung: Die bisherigen Schätzungen der Analysten schwanken zwischen 5,53 Mio. Euro (First Berlin) und 7,40 Mio. Euro (SMC Research). „Mit Blick auf unsere geplanten Ankaufs- und Verkaufsaktivitäten werden wir auch im zweiten Halbjahr 2019 weiter angreifen“, sagt Raudies.  
FCR Immobilien Kurs: 11,20
  Auffällig in der Halbjahresbilanz ist derweil der kräftige Anstieg des Eigenkapitals um 83 Prozent auf annähernd 16,55 Mio. Euro – dem freilich aber auch ein Börsenwert von rund 89 Mio. Euro gegenübersteht. Bei vergleichbaren Immobiliengesellschaften ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) zum Teil signifikant niedriger. Deutlich höher ist in der Peer Group dagegen die Eigenkapitalquote: Bei FCR Immobilien machen die Eigenmittel – trotz der deutlichen Stärkung – noch immer nur 8,2 Prozent der Bilanzsumme aus. Dafür gibt es Abzüge in der B-Note. Von der im Frühjahr gestarteten Vermarktung der Unternehmensanleihe im Gesamtvolumen von bis zu 30 Mio. Euro hat die Gesellschaft dem Vernehmen nach mittlerweile mehr als 17 Mio. Euro platziert. Zum Ende der offiziellen Zeichnungsfrist Ende April 2019 hatten die Münchner rund 9 Mio. Euro des Bonds – also etwa ein Drittel – untergebracht. So gesehen läuft die Privatplatzierung der bis 2024 laufenden Anleihe kontinuierlich weiter – was durchaus beachtlich ist. Immerhin entspricht das einer wöchentlichen Platzierung (in Eigenregie) von etwa 500.000 Euro. Stabiler als von boersengefluester.de vermutet, hält sich auch die im Frankfurter Scale sowie dem Münchner Freiverkehrssegment m:access gelistete Aktie von FCR Immobilien. Mit ein wesentlicher Grund dafür sein, dass der Titel noch immer leicht unter dem zum Halbjahr ausgewiesenen Substanzwert von knapp 10,60 Euro notiert. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die FCR-Aktie nur etwas für sehr spekulative Investoren ist, schon allein wegen der Netto-Finanzverschuldung von immerhin rund 158 Mio. Euro.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 26,56 52,49 35,00 56,63 54,06 40,00 0,00
EBITDA1,2 14,84 19,16 28,56 24,22 24,34 24,00 0,00
EBITDA-Marge %3 55,87 36,50 81,60 42,77 45,02 60,00 0,00
EBIT1,4 14,42 18,55 27,45 23,00 23,28 22,50 0,00
EBIT-Marge %5 54,29 35,34 78,43 40,62 43,06 56,25 0,00
Jahresüberschuss1 9,56 12,15 14,18 8,70 21,84 8,00 0,00
Netto-Marge %6 35,99 23,15 40,51 15,36 40,40 20,00 0,00
Cashflow1,7 9,87 13,31 18,51 25,15 20,29 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 1,05 1,25 1,45 0,89 2,21 0,81 1,05
Dividende je Aktie8 0,30 0,35 0,35 0,25 0,45 0,25 0,25

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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FCR Immobilien
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1YC91 DE000A1YC913 AG 115,48 Mio. € 07.11.2018
* * *
Foto: Pixabay ...
#A1YC91
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Da sind wir schon jetzt gespannt, wie der Vorstand von Cyan am 22. August auf dem Hamburger Investorentag HIT die jüngste Gewinnwarnung im Detail erklären wird. Immerhin faltete der IT-Securitydienstleister für Kunden aus dem Telekomsektor die bisherige EBITDA-Prognose für 2019 von 20 auf nur noch rund 14 Mio. Euro zusammen und dämpfte zusätzlich die Erwartungen für 2020. Kein Wunder, dass die Investoren mit einem kräftigen Kursrutsch reagierten. Für Diskussionsstoff sorgt die Anpassung der EBITDA-Ziele insbesondere auch deshalb, weil die Analysten der Commerzbank zuletzt genau dieses Szenario befürchtet haben. Wie häufig bei jungen Techfirmen, begründet auch Cyan die neue Prognose mit einer Beschleunigung des aktuell laufenden Investitionsprogramms. „Das Management nimmt für diesen Wachstumskurs in den Jahren 2019 und 2020 bewusst niedrigere EBITDA-Margen in Kauf“, heißt es offiziell. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Für 2021 kündigt die Gesellschaft dafür ein Erlösplus auf mindestens 75 Mio. Euro – statt bislang 60 Mio. Euro – sowie eine EBITDA-Marge von rund 50 Prozent an. Dementsprechend würde das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dann bei mindestens 37,5 Mio. Euro landen. Schwierig aus Anlegersicht ist die geänderte Vorschau insbesondere deshalb, weil Cyan kaum Trackrecord vorzuweisen hat und es sich nicht valide abschätzen lässt, ob der Wachstumssprung tatsächlich umgesetzt wird. Mit rund 17,50 Euro ist der Aktienkurs jedenfalls wieder signifikant unter den Ausgabepreis von 23 Euro aus dem März 2018 gesunken. Und ob der für das kommende Jahr angekündigte Wechsel vom Freiverkehrssegment Scale in den Prime Standard bereits kurzfristig für positive Effekte sorgen wird, ist eher zweifelhaft. Auch wenn das Upgrade und die damit verbundene Ausweitung der Transparenz natürlich ein begrüßenswerter Schritte ist.  
Cyan Kurs: 2,16
  Vorerst versucht CEO Peter Arnoth die positiven Rahmendaten der in den Vordergrund zu rücken: „Die erfolgreiche Kapitalerhöhung, exzellente Sicherheitslösungen, eine schuldenfreie Bilanz und eine komfortable Liquidität sowie bestehende, sehr zufriedene Kunden wie Orange, Magenta Telekom (T-Mobile Austria) und T-Mobile Polen sind die perfekte Grundlage dafür, jetzt nochmals massiv das Wachstum zu forcieren und global Markteinteile zu gewinnen.“ Zudem verweist er darauf, dass Ankeraktionäre Alexander Schuetz, Apeiron Investment Group und Tansanit voll hinter der Gesellschaft stehen und – sofern kein neuer strategischer mit mehr als einem Viertel einsteigt – ihre Anteile mit einer harten Zwölf-Monats-Lockup-Vereinbarung versehen haben. Kapitalisiert ist Cyan gegenwärtig mit rund 179 Mio. Euro. Sollte die Gesellschaft ihre neuen Ziele für 2021 einlösen, wäre dieser Börsenwert natürlich deutlich zu niedrig. Fakt ist aber auch, dass das Vertrauen in die Prognosefähigkeit des Managements erst einmal deutlich angeknackst ist und dieser Zustand wohl auch nicht so schnell zu kitten ist. So gesehen ist eine Halten-Einschätzung derzeit wohl die maximale Empfehlung. Bildlich ausgedrückt gilt bei Cyan beinahe das Karotten-Prinzip: Die Möhre an der Angel ist zwar größer geworden, aber sie ist ab sofort leider auch weiter weg.  
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 21,29 8,48 3,80 4,72 7,10 9,00 11,00
EBITDA1,2 -5,06 -12,32 -4,36 -4,47 -1,48 0,80 1,25
EBITDA-Marge %3 -23,77 -145,28 -114,74 -94,70 -20,85 8,89 11,36
EBIT1,4 -11,04 -18,06 -7,01 -7,01 -3,98 -1,40 0,05
EBIT-Marge %5 -51,86 -212,97 -184,47 -148,52 -56,06 -15,56 0,46
Jahresüberschuss1 -9,27 -13,88 -14,71 -20,72 -3,74 -1,20 -0,35
Netto-Marge %6 -43,54 -163,68 -387,11 -438,98 -52,68 -13,33 -3,18
Cashflow1,7 -8,71 -9,50 -6,87 -4,01 -3,80 -0,30 1,60
Ergebnis je Aktie8 -0,95 -1,30 -0,99 -1,10 -0,17 -0,05 -0,02
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
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Cyan
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A2E4SV DE000A2E4SV8 AG 47,26 Mio. € 28.03.2018 Kaufen
* * *
...
#A2E4SV
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Die schlechte Nachricht vorweg: Im Aktienkurs von Klassik Radio spiegelt sich die ansprechende operative Entwicklung bislang noch nicht wider. So notiert der Anteilschein des in Augsburg ansässigen Radiosenders nahezu auf dem selben Niveau wie vor einem Jahr. Dabei zeigen die Halbjahreszahlen, dass Vorstand Ulrich R.J. Kubak Wort hält und im laufenden Jahr deutliche steigende Umsätze und auch ein spürbar verbessertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liefert. Demnach kletterten die Erlöse in der ersten Jahreshälfte 2019 um mehr als 43 Prozent auf 7,03 Mio. Euro. Das EBITDA drehte von minus 77.000 Euro auf plus 777.000 Euro. „Die vollumfassende Vermarktung von Klassik Radio über alle Kanäle, inklusive der im Januar 2019 gestarteten Zusammenarbeit mit der ARD Tochter, AS&S, funktioniert einwandfrei und trägt immer mehr Früchte“, heißt es offiziell. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Für den Hoffnungsträger, den Streamingdienst Klassik Radio Select, gibt es gegenwärtig eine vierstellige Zahl zahlenden Kunden. Das Abo kostet – je nach Kündigungsfrist – zwischen 5,49 und 5,99 Euro. Zum Vergleich: Insgesamt wurde die App bis zur Jahresmitte 2019 bislang 135.000 mal heruntergeladen. Zumindest was die Höhe der Bezahlkunden betrifft, tritt Klassik Radio damit allerdings auf der Stelle. Vom Ziel eines deutlich sechsstelligen Abonnentenstamms (siehe dazu unseren Beitrag HIER) sind die Augsburger jedenfalls noch ein gutes Stück entfernt, was freilich auch bedeutet, das Klassik Radio Select gegenwärtig noch ein Zuschussgeschäft sein dürfte. Vordringliche Aufgabe bleibt es daher, die Zahl der Konvertierungen aus der Gratis-App in die kostenpflichtige Vollversion zu steigern. Da sich das eigentliche Stammgeschäft aber prima entwickelt, sehen wir Klassik Radio – auch finanziell – gut gerüstet für den anspruchsvollen Weg. Auch wenn der Kurs bislang kaum vom Fleck kommt: Boersengefluester.de findet die Investmentstory nicht nur spannend, sondern auch erfolgversprechend. Die Marktkapitalisierung von Klassik Radio beträgt zurzeit 36,20 Mio. Euro – bei einem Eigenkapital von 9,85 Mio. Euro und einem für 2019 von uns erwarteten EBITDA von 2,40 Mio. Euro. Die Analysten von SMC Research hatten zuletzt ein Kursziel von 12 Euro genannt. Aktueller Kurs: 7,50 Euro.  
Klassik Radio Kurs: 3,00
 
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 14,69 15,01 17,26 19,83 19,42 21,50 22,90
EBITDA1,2 1,63 2,43 1,85 2,34 1,93 2,35 2,65
EBITDA-Marge %3 11,10 16,19 10,72 11,80 9,94 10,93 11,57
EBIT1,4 1,00 1,75 0,89 1,38 1,26 1,63 1,86
EBIT-Marge %5 6,81 11,66 5,16 6,96 6,49 7,58 8,12
Jahresüberschuss1 0,09 1,36 0,54 0,64 0,59 1,05 1,15
Netto-Marge %6 0,61 9,06 3,13 3,23 3,04 4,88 5,02
Cashflow1,7 1,49 0,11 0,57 1,64 2,96 3,20 2,60
Ergebnis je Aktie8 0,02 0,28 0,11 0,13 0,12 0,22 0,32
Dividende je Aktie8 0,21 0,21 0,15 0,15 0,15 0,17 0,17

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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Klassik Radio
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
785747 DE0007857476 AG 14,77 Mio. € 15.12.2004 Kaufen
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  [sws_yellow_box box_size="570"]Tipp von boersengefluester.de: Schauen Sie sich bitte auch das Firmenprofil von Klassik Radio im Rahmen unserer exklusiven 3-Säulen-Strategie für Value-Anleger an. Dort erhält das Unternehmen auf Sicht von drei Jahren 5 von 9 möglichen Punkten. Mit Blick auf fünf Jahre sammelt die Klassik Radio-Aktie 6 von 15 Punkten. Und bezogen auf zehn Jahre bekommt der Titel 13 von maximal 30 Punkten.[/sws_yellow_box]   Foto:  blitzmaerker auf Pixabay ...
#785747
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Andere Unternehmen hätten das wohl groß rausgeblasen. Nicht so der Einkaufs- und Logistikdienstleister Nordwest Handel: Im Halbjahresbericht ist eher beiläufig zu lesen, dass der Zuwachs des Geschäftsvolumens – das ist die Summe aller regulierten Rechnungsbeträge – 2019 wohl eher am oberen Ende der bislang prognostizierten Spanne von 1 bis 10 Prozent liegen wird. Unmittelbare Rückschlüsse auf die Ergebnisentwicklung lassen sich daraus zwar nicht ziehen, doch die Aussage schafft zumindest eine Komfortzone, was in Zeiten von allgemeinen Gewinnwarnungen nicht so verkehrt ist. Ohnehin zeigt der Zwischenbericht ein kerngesundes Bild von Nordwest Handel, auch wenn ein Teil davon auf das Konto geänderter Bilanzierungsregeln geht. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] So stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr 2019 um knapp zehn Prozent auf 262,88 Mio. Euro. Impulse kamen von allen vier Geschäftsbereichen Stahl, Handwerk & Industrie, Haustechnik sowie der Factoring-Tochter TeamFaktor. „Diese Entwicklungen wollen wir aufgrund der stetig steigenden Anzahl an Fachhandelspartnern auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen“, sagt Neuvorstand Andreas Ridder. Auch wenn der Wettbewerb mitunter enorm ist, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kam in den ersten sechs Monaten um 13,5 Prozent auf annähernd 4,71073 Mio. Euro voran. Mit Blick auf die übliche Saisonalität im Geschäft sollte das unverändert gelassene Jahresziel eines EBIT von rund 11,5 Mio. Euro (plus/minus 0,6 Mio. Euro) gut erreichbar sein.  
Nordwest Handel Kurs: 18,30
 
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 510,86 758,69 894,52 264,52 277,04 265,00 0,00
EBITDA1,2 14,44 17,50 22,46 21,79 19,60 16,40 0,00
EBITDA-Marge %3 2,83 2,31 2,51 8,24 7,08 6,19 0,00
EBIT1,4 11,23 14,44 19,47 18,85 16,42 11,00 0,00
EBIT-Marge %5 2,20 1,90 2,18 7,13 5,93 4,15 0,00
Jahresüberschuss1 6,82 8,92 12,41 12,58 11,45 8,40 0,00
Netto-Marge %6 1,34 1,18 1,39 4,76 4,13 3,17 0,00
Cashflow1,7 15,47 -14,05 -11,71 28,37 -19,97 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 2,13 2,78 3,87 3,93 3,57 2,60 2,74
Dividende je Aktie8 0,21 0,40 0,80 1,00 1,00 0,80 0,80

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und einer üblichen Steuerquote könnte Nordwest Handel im laufenden Jahr damit auf einen Überschuss von etwa 7,7 Mio. Euro zusteuern, was – bei einem Börsenwert von zurzeit 79,5 Mio. Euro – einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwas mehr als zehn entspricht. Eine sehr geerdete Bewertung also, zumal boerengefluester.de nicht davon ausgeht, dass die Ergebnisse im kommenden Jahr signifikant einknicken werden. Allerdings: Eine Stabilisierung auf dem aktuell recht hohen Niveau wäre vermutlich schon eine ansprechende Entwicklung. Keine neue Entwicklung gibt es derweil mit Blick auf den Aktionärskreis. Nach dem überraschenden Ausstieg von Roland Oetker Ende 2018, der dem Titel kurzfristig eine Menge Kursfantasie kostete, ist die Dr. Helmut Rothenberger Holding mit einem Anteil von 47,23 Prozent nun der einzige offizielle bekannte Investor. Die restlichen Stücke sind dem Streubesitz zuzurechnen. Ein gewichtiges Argument für die Nordwest Handel-Aktie bleibt freilich die ansprechende Dividendenrendite. Sollten die Dortmunder auch im kommenden Jahr 0,70 Euro pro Anteilschein auskehren, wofür aus heutiger Sicht eine Menge spricht, käme der Titel auf eine Rendite von immerhin 2,8 Prozent. Summa summarum bleibt der Titel einer unserer stillen Favoriten aus dem Spezialwertebereich.   [sws_yellow_box box_size="570"]Tipp von boersengefluester.de: Schauen Sie sich bitte auch das Firmenprofil von Nordwest Handel im Rahmen unserer exklusiven 3-Säulen-Strategie für Value-Anleger an. Dort erhält das Unternehmen auf Sicht von drei Jahren 9 von 9 möglichen Punkten. Mit Blick auf fünf Jahre sammelt die Nordwest-Aktie 11 von 15 Punkten. Und bezogen auf zehn Jahre bekommt der Titel 19,5 von maximal 30 Punkten.[/sws_yellow_box]  
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Nordwest Handel
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
677550 DE0006775505 AG 60,90 Mio. € 19.08.1999 Kaufen
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Foto: Nordwest Handel AG ...
#677550
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Es müssen ja nicht immer Direktinvestments in Aktien oder Anleihen sein. Häufig ist es sinnvoll, auf die Unterstützung von Finanzprofis zu setzen und in deren Fonds zu investieren. Dabei sind es meist kleinere Fonds abseits der bekannten Publikumsrenner, die nachhaltig attraktive Performances erzielen. Das Augsburger Analysehaus GBC hat nun eine Auswertung mit neun „Fonds Champions 2019“ veröffentlicht, die es sich lohnt, einmal anzusehen. Boersengefluester.de hat die 40 Seiten umfassende Studie auf seinen Server hochgeladen, so dass Sie sich die Studie wiederum ganz bequem bei uns und kostenlos herunterladen können. Einfach HIER klicken. „Wir haben uns dem Ziel verschrieben, aus der nahezu unüberschaubaren Vielzahl an in Deutschland zugelassenen Fonds echte „Geheimtipps“ zu filtern“, sagt Cosmin Filker, stellvertretender Chefanalyst von GBC. Dabei umfasst der Investitionsfokus der im Rahmen der Studie vorgestellten Fonds in der Regel Nischenmärkte. Darunter sind beispielsweise Small- und Midcaps in Deutschland und Europa, Mittelstandsanleihen, High-Yield-Bonds in Europa oder im asiatisch-pazifischen Raum. Maßgebliches Kriterium bei der Beurteilung der Fonds ist die sogenannte „GBC-Überrendite-Kennzahl“, die die annualisierte Rendite des Fonds – auf Sicht von 1, 3 und 5 Jahren – mit der von GBC geforderten Performance vergleicht. Zudem fließen das Know-How des Fondsmanagers, die Stetigkeit der Strategie sowie die Transparenz in der Kommunikation in die Gesamtbenotung ein. In die Endauswahl haben es dabei nur Fonds geschafft, die mindestens 4 von 5 „GBC-Falken“ bekommen haben. Lesenswert für Privatanleger ist die Studie insbesondere auch deshalb, weil zu allen neun Fonds Champions aussagekräftige Beschreibungen sowie ein Interview mit dem jeweiligen Vermögensverwalter abgedruckt sind. Mit von der Partie sind unter anderem auch die geschätzten Kollegen Christoph Frank und Roger Peeters vom DWS Concept Platow-Fonds, die boersengefluester.de regelmäßig auf allen wichtigen Kapitalmarktkonferenzen trifft.   ...
#GBC Fonds Champions 2019
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So schnell dreht die Stimmung: Nachdem die Aktionäre von Endor Mitte Mai – mit der Vorlage des Jahresberichts für 2018 – noch kollektiven Frust schoben, ist der Jubel nun umso größer: Um immerhin 67 Prozent auf 16,7 Mio. Euro ist der Umsatz des Anbieters von hochwertigen Lenkrädern für Spielkonsolen – angeboten unter der Marke Fanatec – im ersten Halbjahr gestiegen. Für das Gesamtjahr 2019 stellt CEO Thomas Jackermeier Erlöse nördlich der Marke von 30 Mio. Euro in Aussicht. Das ist mehr als zuletzt kommuniziert. Zur Höhe des Gewinns äußert sich Jackermeier zwar weniger konkret. Trotz der hohen Investitionen in das Wachstum, soll das Ergebnis jedoch „deutlich“ über dem entsprechenden Vorjahreswert von 0,92 Mio. Euro liegen. „Unser Wachstumstrend ist nachhaltig und dürfte in den kommenden Jahren anhalten“, sagt Jackermeier. Kein Wunder, dass solch positive Aussagen Wirkung zeigen an der Börse: Der Aktienkurs ist zurück auf ein Niveau von mehr als 16 Euro geklettert, was einer Marktkapitalisierung von 30,5 Mio. Euro entspricht. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box]
Endor Kurs: 0,00
  Demnach wird das in Landshut ansässige Unternehmen derzeit gerade einmal mit dem für das laufende Jahr zu erwartenden Umsatz bewertet. Und ergebnismäßig dürfte Endor in den kommenden Jahren über einen stattlichen Hebel verfügen. Das macht den Small Cap zu einem interessanten Wachstumswert, über den die Spezialwerteszene zwar super engagiert diskutiert, der einem breiteren Investorenkreis aber trotzdem kaum bekannt ist. Kein Wunder: Noch fährt die Gesellschaft eine IR-Politik auf Sparflamme und fokussiert sich eher auf das operative Geschäft. Detaillierte Halbjahresberichte etwa werden nicht veröffentlicht. Die Aktionäre müssen sich mit groben Rahmendaten zufrieden geben. Gelistet ist der Titel zudem nur im Freiverkehr. Ein Upgrade beispielsweise in den Münchner m:access, wie es zuletzt der Gebäudedienstleister Solutiance vorgemacht hat, wäre für boersengefluester.de ein sinnvoller Schritt. Losgelöst davon: Wir haben den Titel vor einigen Wochen neu in unsere Datenbank aufgenommen, da wir (Dank der freundlichen Unterstützung eines Sponsors) mittlerweile auch die Aktienkurse von Regionalbörsen abrufen können. Demnach werden wir auch die Entwicklung der Endor-Aktie nun sehr viel intensiver verfolgen können. Aus heutiger Sicht scheint uns das Papier aber mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis ausgestattet. Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass das Papier nur für erfahrene Anleger geeignet ist, die zudem keinen besonderen Wert auf Dividenden legen.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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Endor
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
549166 DE0005491666 AG 0,06 Mio. € 27.06.2006 Halten
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 90,23 81,31 119,19 104,50 109,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 14,11 8,69 21,40 -13,50 3,50 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 15,64 10,69 17,96 -12,92 3,21 0,00 0,00
EBIT1,4 20,67 6,56 4,99 -16,20 0,80 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 22,91 8,07 4,19 -15,50 0,73 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 12,44 3,11 3,76 -20,90 -1,90 0,00 0,00
Netto-Marge %6 13,79 3,83 3,16 -20,00 -1,74 0,00 0,00
Cashflow1,7 5,91 4,09 -16,47 -18,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,80 0,20 0,24 -1,35 -0,12 -0,01 0,02
Dividende je Aktie8 0,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


Foto: Fanatec ...
#549166
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David Roth, Finanzvorstand von Expedeon, gibt Entwarnung: „Wir sind auf gutem Wege, unsere Ganzjahresprognose zu Umsatzerlösen und bereinigtem EBITDA zu erreichen.“ Demnach wird sich der Laborzulieferer voraussichtlich also nicht in die Reihe der Unternehmen einreihen, die ihre ursprünglichen Ziele kappen müssen. Das ist auch insofern eine gute Nachricht, weil es für Expedeon enorm wichtig ist, Vertrauen am Kapitalmarkt aufzubauen. Dass die Gesellschaft hier vorankommt, zeigt sich am Aktienkurs, der im Sommer deutlich zurück über die Marke von 1 Euro gekehrt ist. Für die Analysten von GBC ist das freilich nur ein erster Schritt. Sie siedeln das Kursziel bei 3,20 Euro – also um mehr als 170 Prozent oberhalb der aktuellen Notiz von 1,17 Euro – an (Download der Studie HIER). Die Experten von First Berlin sind nicht ganz so forsch, veranschlagen den fairen Wer des Small Cap aber bei ebenfalls sportlichen 2,20 Euro – was einer Marktkapitalisierung von etwas mehr als 113 Mio. Euro entsprechen würde. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Für eine Gesellschaft mit einem Börsenwert von jetzt schon 60 Mio. Euro bewegt sich Expedeon freilich noch immer in relativ niedrigen Umsatzregionen. Trotz der zahlreichen Übernahmen aus der Vergangenheit: Für 2019 kalkuliert GBC mit einem Zuwachs der Erlöse von 13 auf gerade einmal rund 16 Mio. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll dabei laut Expedeon auf mehr als 2 Mio. Euro klettern. Zur Einordnung: Nach sechs Monaten erreichte die Gesellschaft ein bereinigtes EBITDA von 1,21 Mio. Euro – liegt demnach also gut im Rennen. Als außerordentliche Faktoren stuft das Management dabei insbesondere die Kaufpreisallokationen und Earn-outs aus Übernahmen ein. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um zahlungswirksame Effekte. Plastisches Beispiel sind zusätzliche Expedeon-Aktien die ehemalige Anteilseigner von zugekauften Firmen bei entsprechend guter Umsatzentwicklung zugesprochen bekommen. Solche Vereinbarungen schonen einerseits die Kassen von Expedeon, lassen andererseits aber die ohnehin schon arg geschwollene Aktienstückzahl von gegenwärtig fast 51,6 Millionen Stück weiter ansteigen.     Zur Wahrheit gehört aber auch: Das unbereinigte EBITDA erreichte zum Halbjahr gerade einmal 274.000 Euro. Unterm Strich blieb gar ein kräftig ausgeweiteter Fehlbetrag von knapp 1,79 Mio. Euro stehen. Wünschenswert aus Investorensicht wäre demnach, dass die Lücke zwischen bereinigten und unbereinigten Zahlen zügig geschlossen wird und Expedeon 2020 den Sprung in die Netto-Gewinnzone schafft. Ansonsten bleiben wir nach dem Halbjahresreport bei unserer Einschätzung von Anfang Juni (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER). Wer den Titel im Depot hat, sollte engagiert bleiben. Nützliche Hintergrundinfos liefert auch ein kürzlich veröffentlichtes Interview von GBC-Analyst Cosmin Filker mit Expedeon CEO Dr. Heikki Lanckriet, das wir in gekürzter Form zum Nachlesen an den Artikel stellen. Das komplette Interview können Sie sich HIER durchlesen.     ...
#A1RFM0
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Der Frust der Investoren sitzt tief. Selbst gute Nachrichten perlen an der Aktie der German Startups Group ab – und das nicht erst seit ein paar Monaten. Folgerichtig stellt CEO Christoph Gerlinger das Geschäftsmodell als Venture Capital-Beteiligungsgesellschaft auf den Kopf und arbeitet am Umbau zur Transaktionsplattform für Startups-Anteile. Das bestehende Portfolio – hier sind einige hoch interessante Assets dabei – steht grundsätzlich zum Verkauf. Mit dem Erlös aus den Exits kauft die German Startups Group (GSG) unter anderem eigene Aktien zurück. Insgesamt tut sich also eine Menge bei dem Berliner Unternehmen. Boersengefluester.de sprach mit CEO Christoph Gerlinger über den Prozess der Neuorientierung sowie die Bewertung der GSG-Anteile. „Voraussichtlich schon Ende dieses Jahres wird die GSG eine ganz andere Company sein als heute. Lassen Sie sich überraschen.“ Außerdem gibt Gerlinger ein Update zu einzelnen Portfoliomitgliedern und den Plänen für weitere Aktienrückkäufe. ...
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Ein Plus von 44 Prozent auf 30,1 Mio. Euro bei den Mieteinnahmen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2018/19 (30. September) zeigt, wie dynamisch die Deutsche Konsum REIT-AG aktuell unterwegs ist. Inklusive der jüngsten Zukäufe hat die Potsdamer Gesellschaft bereits 123 Einzelhandelsimmobilien im Wert von 625 Mio. Euro im Portfolio. Boersengefluester.de sprach mit CEO Rolf Elgeti und CFO Christian Hellmuth im Exklusivinterview über die jüngste Portfolioaufwertung um 33 Mio. Euro, die Aufstockung einer unbesicherten Anleihe um weitere 20 Mio. Euro, die „Notenbankfähigkeit“ und die von Analysten erwartete Dividendenerhöhung auf 80 Cents je Aktie bis 2021/22. Auch künftig will die DKR für mindestens 100 Mio. Euro je Geschäftsjahr neue Objekte ankaufen, „die unseren strengen Investitions- und Renditekriterien entsprechen“, erläutert Elgeti: „Dabei achten wir sehr streng auf eine hohe IST-Ankaufsrendite von rund 10 Prozent“. Die Basis für zusätzliche Aufwertungen im Portfolio legt die DKR aktuell durch weitere Revitalisierungs- und Verbesserungsmaßnahmen. ...
#A14KRD
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Endlich kommt die lang erwartete Trendwende bei den operativen Ergebnissen von Softing – und was macht der Aktienkurs? Er verliert weiter an Boden und rutscht sogar unter die Marke von 7 Euro. Begründung kann eigentlich nur sein, dass die Investoren um alles, was nach Automobilzulieferer oder Industrie aussieht, einen Bogen machen. Großartig differenziert wird da momentan nicht. Dabei hat Softing seine Durststrecke scheinbar hinter sich und zeigt im zweiten Quartal 2019 starke Verbesserungen. Im Automotive-Segment – lange Zeit der Problembereich – drehte das um Sonderfaktoren bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf plus 116.000 Euro – nach einem in erster Linie durch Investitionen von 600.000 Euro in die Tochter GlobalmatiX bedingtem Betriebsverlust von 1,00 Mio. Euro im Auftaktviertel 2019. Auf Halbjahressicht ist Automotive mit einem operativen EBIT von minus 906.000 Euro zwar noch immer im roten Terrain, doch die Richtung stimmt. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Im umsatzmäßig wichtigsten Bereich Industrial zeigt das Unternehmen zum Halbjahr 2019 ein weitgehend konstantes operatives EBIT von 2,18 Mio. Euro. „Hier profitierte Softing 2018 bereits von einer deutlich gestiegenen Nachfrage bei der Prozess- und Fabrikautomatisierung. Für das laufende Jahr liegen Aufträge im siebenstelligen Umfang vor, die aus fertigungstechnischen Gründen erst im zweiten Halbjahr 2019 zur Auslieferung kommen werden“, sagt CEO Wolfgang Trier. Der kleinste Bereich IT Networks spielt derweil keine schlagende Rolle für die Ergebnisentwicklung des Messtechnikspezialisten Softing. Insgesamt sehen die Zahlen für das erste Halbjahr 2019 auf Konzernebene jedenfalls ansprechend aus, selbst wenn die in Haar bei München angesiedelte Gesellschaft von ihren eigenen Renditeansprüchen noch ein erhebliches Stück entfernt ist.  
Softing Kurs: 2,90
  Per saldo verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 27 Prozent auf 1,83 Mio. Euro – bei einem Umsatzanstieg von 4,8 Prozent auf 41,84 Mio. Euro. „Durch den hohen Auftragsbestand ist zu erwarten, dass sich der nun abzeichnende Trend in den kommenden Quartalen fortsetzen wird“, sagt Trier. Die Vorschau für das Gesamtjahr tastet er dennoch nicht an: „Wir bleiben mit einer Portion Vorsicht für 2019 bei der Prognose eines Auftragseingangs und eines Jahresumsatzes von mehr als 88 Mio. Euro bei einem EBIT von rund 4 Mio. Euro.“ Das operative Ergebnis soll weiterhin bei 3,7 Mio. Euro liegen. Das klingt jetzt nicht sonderlich ambitioniert. Doch wenn Trier eins vermeiden will, dann ist das mit Sicherheit eine neuerliche Prognoseverfehlung. Schließlich ist die allgemeine wirtschaftliche Lage fragil genug. Andererseits heißt es auch im Halbjahresbericht: Bei unerwartet positiver Konjunkturentwicklung und bei weiter günstigen Auftragseingängen können Umsatz und Ertrag auch übertroffen werden. Und genau hier liegt die Chance für die Softing-Aktie. Immerhin ist die Bewertung bereits auf Grundlage des Basisszenarios nicht sonderlich ambitioniert. Und als Trigger hat die Gesellschaft noch die Telematiktochter GlobalmatiX, von der es zuletzt ja ebenfalls wichtige Fortschritte in Form eines Pilotauftrags zu vermelden gab.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 77,60 84,69 98,31 112,60 95,06 88,50 87,00
EBITDA1,2 7,76 9,07 9,73 13,92 9,49 7,25 0,00
EBITDA-Marge %3 10,00 10,71 9,90 12,36 9,98 8,19 0,00
EBIT1,4 -3,93 -0,48 0,76 -2,72 0,50 -2,00 3,00
EBIT-Marge %5 -5,06 -0,57 0,77 -2,42 0,53 -2,26 3,45
Jahresüberschuss1 -4,58 -0,07 -1,18 -5,71 -1,57 -2,70 0,00
Netto-Marge %6 -5,90 -0,08 -1,20 -5,07 -1,65 -3,05 0,00
Cashflow1,7 4,91 11,05 3,82 9,10 7,02 5,30 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,50 0,01 -0,13 -0,63 -0,17 -0,27 0,18
Dividende je Aktie8 0,04 0,10 0,10 0,13 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Softing
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
517800 DE0005178008 AG 28,79 Mio. € 16.05.2000 Halten
* * *
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#517800
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Das ging schnell: Der Kurszauber vom Frühjahr ist schon wieder verflogen und die Notiz von Berentzen zurück an die langjährige Unterstützungsmarke im Bereich um 6 Euro gekehrt. Auf diesem Niveau scheint uns der Anteilschein der Getränkeherstellers aber unbedingt wieder einen Blick wert zu sein. Immerhin sehen die Halbjahreszahlen noch einen Tick besser aus als von boersengefluester.de vermutet. Zudem kommt die Aktie mit einem Kennzahlenmix daher, der in dieser Form nicht mehr so häufig auf dem heimischen Kurszettel anzutreffen ist: Ein KGV von etwas mehr als zehn, eine Dividendenrendite von vermutlich 4,5 Prozent – sofern Berentzen auch im kommenden Jahr 0,28 Euro je Aktie ausschüttet, wogegen zurzeit aber nichts spricht – plus ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,3 sind normalerweise jedenfalls gute Argumente für eine positive Aktienkursentwicklung – auch in ungemütlichen Börsenzeiten. Positiv am jetzt vorgelegten Zwischenbericht ist zunächst einmal, dass sich Berentzen nicht in die lange Reihe an Unternehmen einreiht, die ihre Ziele für das Gesamtjahr stutzen mussten. Dabei bleibt das Geschäft mit Spirituosen, zumindest erlöstechnisch der mit Abstand wichtigste Bereich, hart umkämpft. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Doch Vorstand Oliver Schwegmann steuert gegen: „Wir haben unser Produktportfolio durch die Streichung unprofitabler Artikel gestrafft und die Anzahl allzu preisaggressiver und damit ertragsbelastender Vermarktungsaktionen bewusst reduziert.“ Positive Signale kommen derweil aus dem Segment Frischsaftsysteme, wo die Erlöse nach den zahlreichen Problemen im Vorjahr wieder Richtung Norden zeigen und um 6,1 Prozent auf 9,93 Mio. Euro zugelegt haben. Insgesamt steht zum Halbjahr auf Konzernebene ein um 1,1 Prozent auf 79,24 Mio. Euro verbesserter Umsatz in den Büchern. Das um die Belastungen von rund 357.000 Euro aus einer juristischen Auseinandersetzung mit einem US-Distributeur für die Citrocasa-Saftpressen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 4,56 auf knapp 5,02 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie veharrte mit knapp 0,30 Euro auf dem Vorjahresniveau von annäherns 0,29 Euro.  
Berentzen-Gruppe Kurs: 3,56
  [sws_yellow_box box_size="570"]Tipp von boersengefluester.de: Schauen Sie sich bitte auch das Firmenprofil von Berentzen im Rahmen unserer exklusiven 3-Säulen-Strategie für Value-Anleger an. Dort erhält das Unternehmen auf Sicht von drei Jahren 5 von 9 möglichen Punkten. Mit Blick auf fünf Jahre sammelt die Berentzen-Aktie 9 von 15 Punkten. Und bezogen auf zehn Jahre bekommt der Titel 16 von maximal 30 Punkten.[/sws_yellow_box]   Für das Gesamtjahr bleibt es bei der Prognose, wonach bei Erlösen zwischen 164,7 und 173,4 Mio. Euro mit einem bereinigten EBIT von 9 bis 10 Mio. Euro zu rechnen ist. Das scheint normalerweise gut erreichbar, weil – wie bei so ziemlich allen Herstellern alkoholischer Getränke – sich sehr viel im Abschlussquartal mit den Weihnachtsfeiertagen und Silvester entscheidet. Allerdings lanciert Berentzen zurzeit neue Getränke, etwa im Bereich Fruchtbrände oder Kräuterlimonade. Da kostet die Markteinführung zunächst einmal Geld. Entsprechend wird die EBIT-Kurve im zweiten Halbjahr weniger dynamisch als gewohnt verlaufen. Auf die mittlere Sicht sollte sich der Innovationsprozess aber auszahlen – und zwar auch im Aktienkurs. Momentan. beträgt der Börsenwert des Unternehmens aus Haselünne nicht einmal 59 Mio. Euro. Da fällt es mitunter schwer, die nötige Aufmerksamkeit am Kapitalmarkt zu bekommen, auch wenn Berentzen ein Name ist, mit dem eigentlich jeder was anfangen kann. Boersengefluester.de ist jedenfalls der Ansicht, dass es sich durchaus lohnen sollte, sich mal wieder mit der Berentzen-Aktie zu beschäftigen.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 154,59 146,11 174,22 185,65 181,94 162,90 0,00
EBITDA1,2 14,13 15,30 16,70 16,00 19,31 17,10 0,00
EBITDA-Marge %3 9,14 10,47 9,59 8,62 10,61 10,50 0,00
EBIT1,4 5,21 6,65 8,30 7,71 10,55 8,50 0,00
EBIT-Marge %5 3,37 4,55 4,76 4,15 5,80 5,22 0,00
Jahresüberschuss1 1,23 3,66 2,10 0,87 -1,25 1,20 0,00
Netto-Marge %6 0,80 2,51 1,21 0,47 -0,69 0,74 0,00
Cashflow1,7 13,63 11,62 4,91 -3,06 7,17 9,30 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,13 0,39 0,22 0,09 -0,13 0,13 0,26
Dividende je Aktie8 0,13 0,22 0,22 0,09 0,11 0,11 0,13

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
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Berentzen-Gruppe
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
520160 DE0005201602 AG 34,27 Mio. € 14.07.1994 Halten
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#520160
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Die Gewinnwarnung gab es bereits vorab – Ende Juli. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich die Kursreaktion der Viscom-Aktie (Symbol: V6C) auf die Vorlage des kompletten Halbjahresberichts in Grenzen hielt. Dennoch ist das Ausmaß des gesamten Abschwungs – insbesondere gemessen an dem im Januar 2018 erreichten Rekordhoch von 39,60 Euro – mittlerweile durchaus als dramatisch zu bezeichnen. Immerhin knickte die Notiz seitdem um rund 75 Prozent auf 9,65 Euro ein. Derart niedrig notierte der Anteilschein zuletzt im Herbst 2014. Längst ist der Börsenwert des Anbieters von Standardprüfanlagen im Bereich Elektrotechnik unter die wichtige Marke von 100 Mio. Euro gerutscht und erreicht zurzeit nur noch rund 88 Mio. Euro. Dabei ist hier nicht von einem windigen Nebenwert die Rede, sondern von einem seit vielen Jahren etablierten Unternehmen mit Listing im streng regulierten Prime Standard. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Das Pendel ist unter anderem deswegen so heftig umgeschlagen, weil Viscom stark an den Aufträgen aus dem Automotivesegment hängt – und da sieht es momentan eben mau aus. Das trifft die Hannoveraner umso härter, weil sie zuletzt ordentlich in die Ausweitung der Kapazitäten investiert haben. Immerhin waren die Weichen voll auf Wachstum gestellt. Elektromobilität, 5G-Technologie oder auch autonomes Fahren: von all diesen Trends will Viscom profitieren. Dieses Basisszenario ist grundsätzlich auch intakt, nur drosseln viele Kunden momentan eben spürbar ihr Einkaufsverhalten. Dementsprechend ging zum Halbjahr das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,60 auf 1,61 Mio. Euro zurück – trotz weitgehend stabiler Erlöse von 42,40 Mio. Euro. Neben den gestiegenen Personalaufwendungen drückten insbesondere höhere Wertberichtigungen auf Vorräte sowie niedrigere aktivierte Eigenleistungen aufs Ergebnis.  
Viscom Kurs: 4,58
  Für das Gesamtjahr stellt Finanzvorstand Dirk Schwingel gegenwärtig Umsätze zwischen 85 und 94 Mio. Euro in Aussicht. Das EBIT soll dabei von 10,94 Mio. Euro auf eine Spanne von 4,30 bis 8,50 Mio. Euro schrumpfen. Das entspricht im Durchschnitt etwa dem Niveau von 2013. Und nach dem Verlauf des ersten Halbjahrs 2019 wäre es vermutlich schon ein Erfolg, wenn Viscom am Jahresende überhaupt die Mitte der Prognose trifft. Nicht auszudenken, wenn die Konjunkturschwäche sich auf weitere Sektoren ausdehnt. Andererseits gibt es die Viscom-Aktie mittlerweile fast schon zu Ausverkaufspreisen. So ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bereits deutlich unter den Zehn-Jahres-Durchschnitt gesunken. Und sofern das Unternehmen die Dividende nicht ganz heftig beschneidet, dürfte der Titel auch noch auf eine ansprechende Dividendenrendite kommen. Dennoch: Beim gegenwärtigen Chartbild gehört schon eine Menge Risikobereitschaft dazu, sich gegen den Strom zu stellen. Für antizyklisch eingestellte Investoren bietet sich hier allmählich aber wohl eine wirklich attraktive Einstiegsgelegenheit – selbst wenn der schlechte Newsflow wohl noch eine Weile anhalten wird.  
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 61,56 79,79 105,52 118,78 84,08 81,70 85,00
EBITDA1,2 -0,77 10,07 14,95 13,20 -5,03 5,10 0,00
EBITDA-Marge %3 -1,25 12,62 14,17 11,11 -5,98 6,24 0,00
EBIT1,4 -5,98 4,20 8,19 6,61 -11,82 -1,80 3,10
EBIT-Marge %5 -9,71 5,26 7,76 5,57 -14,06 -2,20 3,65
Jahresüberschuss1 -4,41 2,59 5,37 3,14 -9,63 -2,85 0,00
Netto-Marge %6 -7,16 3,25 5,09 2,64 -11,45 -3,49 0,00
Cashflow1,7 10,26 -3,90 -1,69 6,18 25,14 7,90 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,50 0,29 0,60 0,34 -1,06 -0,32 0,27
Dividende je Aktie8 0,00 0,20 0,30 0,05 0,00 0,05 0,20

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
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Viscom
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
784686 DE0007846867 SE 41,31 Mio. € 10.05.2006 Kaufen
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#784686
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Im Prinzip war es eine Prognoseerhöhung mit Ansage. Immerhin hatte der Vorstand von IFA Systems bereits Ende Juni – in einem Atemzug mit der Bekanntgabe des Großauftrags der US-Tochter Inoveon Corp – angekündigt, dass mit Vorlage des Halbjahresberichts eine Aktualisierung der Prognose für 2019 erfolgen wird. Nun macht CEO Jörg Polis Nägel mit Köpfen: Demnach kalkuliert IFA Systems nun mit einem Umsatz zwischen 9,3 und 9,7 Mio. Euro. Rund 2,5 Mio. Euro davon sind der Lizenzierung der Inoveon-Datenbank zuzurechnen, so dass die bisherige Erlösvorschau von 6,8 bis 7,2 Mio. Euro quasi um den Inoveon-Effekt heraufgesetzt wurde. „Wir waren immer überzeugt, dass die Datenbankinhalte wirtschaftlich nutzbar und zu verwerten sind. Bisherige Versuche, ein Geschäftsmodell für die Auswertung der Datenbank zu entwickeln, waren allerdings zum Beispiel an der Frage gescheitert, wie eine kostenpflichtige Nutzung zu gestalten ist. Mit der Lizensierung haben wir nun einen geeigneten Weg gefunden und hoffen, dass sich weitere Interessenten für die Qualität und den Inhalt der Datenbankbegeistern lassen. Planbar ist dieses Lizensierungsgeschäft allerdings nur schlecht“, sagt Vorstandschef Polis. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Losgelöst davon zeigt ein Blick in die genaue Umsatzverteilung des ersten Halbjahrs aber, dass – abgesehen von den Geschäften mit dem ehemaligen Großaktionär Topcon – quasi alle Bereiche nach oben zeigen. Und darin sind Synergien mit dem neuen Investor Nexus (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER) noch gar nicht enthalten. Das für das Gesamtjahr zu erwartende Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) setzt Polis nun in einer Bandbreite von 3,4 bis 4,2 Mio. Euro an. Direkt vergleichbar mit der ursprünglichen Gewinnprognose von 0,2 bis 0,5 Mio. Euro ist die neue Guidance allerdings nicht, denn bislang basierte der Ergebnisausblick auf dem EBIT. Zur Einordnung: Die Abschreibungen für das erste Halbjahr 2019 türmten sich auf 666.00 Euro. Letztlich hängt der wesentliche Teil des Gewinnsprungs bei dem Anbieter von Software für den Bereich Augenheilkunde jedoch klar mit dem Deal von Inoveon zusammen.  
Ifa Systems Kurs: 2,30
 
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 7,30 7,89 6,42 5,88 6,78 0,00 0,00
EBITDA1,2 1,62 1,97 1,88 0,09 0,28 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 22,19 24,97 29,28 1,53 4,13 0,00 0,00
EBIT1,4 0,33 0,57 1,11 -0,74 -0,66 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 4,52 7,22 17,29 -12,59 -9,74 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,16 0,02 0,91 -0,57 -0,03 0,00 0,00
Netto-Marge %6 2,19 0,25 14,17 -9,69 -0,44 0,00 0,00
Cashflow1,7 1,86 1,53 1,68 0,03 0,90 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,06 0,01 0,33 -0,21 -0,01 0,04 0,09
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Womöglich geht aber sogar noch ein wenig mehr. „Nicht enthalten in diesen Planungen sind weitere Lizenzvereinbarungen, diese würden stets einen Sondereffekt darstellen“, heißt es im Zwischenbericht. Insgesamt gefällt boersengefluester.de die aktuelle Entwicklung bei IFA System richtig gut, so dass wir bei unserer positiven Einschätzung für den Small Cap bleiben. Die Gesellschaft ist zudem einer der Profiteure der Einführung der elektronischen Patientenakte im Gesundheitswesen. „Diese Entwicklung hat jetzt begonnen und wird uns für die Zukunft noch viel Potenzial eröffnen“, sagt Vorstand Polis. Die Marktkapitalisierung von IFA Systems beträgt gegenwärtig rund 20 Mio. Euro. Das ist nur etwas mehr als das Doppelte des aktuellen Eigenkapitals. Aber eigentlich wird es sowieso höchste Zeit, dass sich die Bewertung des Unternehmens wieder stärker an Ertragskennzahlen orientiert. Kostprobe für 2019: Inklusive der Netto-Finanzverbindlichkeiten von nur noch 832.000 Euro beträgt der Unternehmenswert (Enterprise Value) gerade einmal das 5,5-fache des Mittelwerts der aktuellen EBITDA-Prognose. Selbst wenn 2019 durch einen Sondereffekt maßgeblich beeinflusst wird, an der Börse sollten die Zeit der Neubewertung noch längst nicht vorbei sein. Und dann gibt es ja schließlich auch die Fantasie, dass Nexus seinen Anteil von gegenwärtig 52,56 Prozent perspektivisch weiter aufstockt. Zunächt einmal ist jedoch so, dass die Börsianer auch der Nexus-Aktie einen spürbren Aufschlag spendieren, immerhin hat das auf klinische Software spezialisierte Unternehmen mit IFA Systems offenbar einen guten Deal gelandet.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Ifa Systems
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
783078 DE0007830788 AG 6,33 Mio. € 11.07.2005
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#783078
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Rund fünf Wochen ist es nun her, dass die FinTech Group mit der Meldung für Schlagzeilen sorgte, wonach sie – gemeinsam mit der amerikanischen Investmentbank Lazard – Optionen bezüglich der zukünftigen Ausrichtung ausloten würde. „Diese Prüfung wird mögliche strategische Partnerschaften, einen möglichen (Teil-)Verkauf der Gesellschaft und die Gewinnung etwaiger neuer Investoren umfassen. Zu diesem Zweck wird die Gesellschaft Gespräche mit verschiedenen potentiellen Partnern und Interessenten aufnehmen“, hieß es damals (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER). In der Zwischenzeit hat die FinTech Group zwar einige gute Nachrichten lanciert. Diese betrafen jedoch, neben den Halbjahreszahlen, in erster Linie die erfreuliche Performance beim Roll-out der Discountbroker-Tochter flatex in den Niederlanden. Demnach hat flatex mit seinem populären Null-Gebühren-Angebot in Holland bereits mehr als 10.000 Neukunden gewonnen – innerhalb von gerade einmal acht Wochen. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Das ist eine starke Leistung, aber natürlich interessieren sich die Börsianer noch ein gutes Stück mehr für den aktuellen Stand der Gespräche mit den potenziellen Investoren. Hierzu gibt es jedoch noch keine offizielle Wasserstandsmeldung. Nach allem, was boersengefluester.de aus der Szene hört, soll das Interesse an der FinTech Group jedoch enorm sein. Gemunkelt wird von einer deutlich zweistelligen Zahl an Private Equity-Gesellschaften und Wettbewerbern aus der Brokeragesektor, die sich in den Prozess eingeschaltet haben. Unmittelbar nach Bekanntwerden wurde auf Bloomberg bereits munter spekuliert, dass bei einem erfolgreichen Deal eine Bewertung von mehr als 30 Euro für die Aktie der FinTech Group aufgerufen werden könne. Dies scheint auch aus heutiger Sicht eine realistische Hausnummer zu sein. Womöglich reichen die Gebote sogar noch ein paar Euro höher.  
flatexDEGIRO Kurs: 31,16
  Mindestens genauso interessant ist indes die Frage, was das für die freien Aktionäre – im Streubesitz befinden sich immerhin rund 60 Prozent der Aktien – heißen würde. Na klar: Bestimmt würde die Notiz entsprechend reagieren. Da die Aktien der FinTech Group jedoch immer noch im Scale – also einem Freiverkehrsegment – notiert sind, wird keine Pflichtofferte ausgelöst. Und auch ein Delisting-Vorstoß ließe sich vergleichsweise unbürokratisch durchsetzen (siehe zu diesem Thema etwa den Fachbeitrag von Alexander Thomas und Natalie Stark auf goingpublic.de). Andererseits werden delistete Aktien – so die neuen Eigentümer dieses Szenario überhaupt verfolgen – regelmäßig an Regionalbörsen wie zum Beispiel Hamburg weitergehandelt. Handelbar würde die Aktie damit ohnehin bleiben. Anders wäre der Fall bei einem Squeeze-out-Verlangen, aber dafür müsste der neue potenzielle neue Eigner erst einmal an die Marke von 95 Prozent kommen. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt. Auf der heutigen Hauptversammlung am 12. August 2019 dürfte der Verkaufsprozess jedenfalls das dominante Thema sein – neben der geplanten Umfirmierung in flatex AG und dem weiteren Vorgehen bei der Expansion ins europäische Ausland. Noch für dieses Jahr ist der Start in Spanien avisiert.  
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 261,49 417,58 406,96 390,73 480,02 559,80 602,00
EBITDA1,2 98,43 112,09 183,28 140,35 202,48 267,70 275,00
EBITDA-Marge %3 37,64 26,84 45,04 35,92 42,18 47,82 45,68
EBIT1,4 73,79 80,26 151,28 104,35 156,69 221,60 227,00
EBIT-Marge %5 28,22 19,22 37,17 26,71 32,64 39,59 37,71
Jahresüberschuss1 49,92 51,55 106,19 71,86 111,54 160,40 175,00
Netto-Marge %6 19,09 12,35 26,09 18,39 23,24 28,65 29,07
Cashflow1,7 141,45 125,03 113,32 63,08 168,86 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,55 0,47 0,97 0,65 1,02 1,45 1,59
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,04 0,04 0,30 0,32

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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flatexDEGIRO
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
FTG111 DE000FTG1111 SE 3.394,35 Mio. € 30.06.2009 Kaufen
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Foto: Clipdealer ...
#FTG111
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Beim Studium des Halbjahresberichts von R. Stahl wird einem schnell ein wenig schwindelig. So sehr jongliert der Anbieter von explosionsgeschützten Elektronikbauteilen bei der Darstellung der Zahlen mit Sondereinflüssen und sonstigen Bereinigungen im Zuge der laufenden Restrukturierung. Die Effekte sind mitunter enorm: So zeigt R. Stahl für das erste Halbjahr 2019 ein von 2,67 auf 10,46 Mio. Euro verbessertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Das sieht zunächst einmal nach einem knackigen Anstieg aus, allerdings stand nach dem ersten Quartal 2019 bereits ein EBITDA von 6,29 Mio. Euro zu Buche, was den Zuwachs doch spürbar relativiert. Parallel dazu weist die Gesellschaft ein um Sondereffekte bereinigtes EBITDA von 13,10 Mio. Euro aus. Die Differenz zwischen den 13,10 und den 10,46 Mio. Euro erklärt sich jeweils zur Hälfte aus Abfindungen sowie Rechts- und Beratungskosten. Bleibt jedem selbst überlassen, ob man solche Posten tatsächlich heraus rechnen muss, oder ob es sich nicht doch um normale Ausgaben handelt, wie sie im Wirtschaftsleben einer notierten Gesellschaft nunmal anfallen. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Dass das EBITDA im laufenden Jahr überhaupt so deutlich Richtung Norden gezogen ist, hängt freilich auch mit den geänderten Bilanzierungsvorschriften nach IFRS 16 zusammen. So haben sich die Abschreibungen im Zuge dieser Neuregelung im ersten Halbjahr um 2,72 Mio. Euro erhöht – mit entsprechend positiver Wirkung auf das EBITDA. Auf Gesamtjahressicht rechnet der Vorstand mit einem positiven Ergebniseffekt hieraus von 6,80 Mio. Euro. An der eigentlichen operativen Verfassung ändert sich freilich nichts, da es sich nur um buchhalterische Umgruppierungen handelt, die manch Vorstand durchaus in die Kategorie „sinnfrei“ einordnet. Zumindest ergebnismäßig scheint es bei R. Stahl aber – trotz einer Rückrufaktion für Leuchten – etwas besser als gedacht zu laufen.  
R. Stahl Kurs: 13,40
 
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 246,59 248,11 274,34 330,56 344,15 313,00 0,00
EBITDA1,2 17,18 16,82 20,59 36,64 33,82 34,40 0,00
EBITDA-Marge %3 6,97 6,78 7,51 11,08 9,83 10,99 0,00
EBIT1,4 0,49 -0,06 3,85 19,12 15,85 6,60 0,00
EBIT-Marge %5 0,20 -0,02 1,40 5,78 4,61 2,11 0,00
Jahresüberschuss1 -3,53 -4,93 1,93 0,18 5,84 1,75 0,00
Netto-Marge %6 -1,43 -1,99 0,70 0,05 1,70 0,56 0,00
Cashflow1,7 17,86 11,86 5,99 14,22 28,56 23,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,54 -0,76 0,30 0,03 0,90 0,25 0,89
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  „Unsere operationalen Fortschritte und der konsequente Fokus auf angemessene Umsatzqualität tragen Früchte“, sagt Vorstand Mathias Hallmann. So setzt Hallmann das Erlösziel für 2019 nun zwar in einer Bandbreite von 275 bis 280 Mio. Euro an – verglichen mit einem bislang auf dem Vorjahresniveau von 280 Mio. Euro angesiedelten Umsatzziel. Beim EBITDA (vor Sondereinflüssen) wird Hallmann dagegen etwas zuversichtlicher und stellt nun eine Spanne von 28 bis 30 Mio. Euro in Aussicht – nach zuletzt 26 bis 29 Mio. Euro. Geht man vereinfacht davon aus, dass sich die Sondereinflüsse im Gesamtjahr auf rund 5 Mio. Euro belaufen werden, würde das auf ein „normales“ EBITDA von in der Mitte 24 Mio. Euro hinauslaufen. Unterm Strich sollte das für einen – von boersengefluester.de in diesem Ausmaß bislang so nicht erwarteten – Ergebnisswing reichen. Für wirklich erkleckliche Gewinne sind jedoch deutliche höhere Margen notwendig. Ob sich die in dem momentan arg abkühlenden Konjunkturklima umsetzen lassen, bleibt die große Frage. Vermutlich wären EBITDA-Renditen von um die zehn Prozent bereits ein Erfolg. Per saldo bleiben wir damit bei unserer eher positiven Einschätzung von Mitte Mai (siehe dazu auch unseren Beitrag "R. Stahl: Wieder einen Blick wert"). Nach den vielen schwierigen Jahren mit unternehmerischen Fehlentscheidungen scheint es nun vorsichtig bergauf zu gehen. Diesen Eindruck hatten wir auch nach der Telefonkonferenz zur Präsentation der Halbjahreszahlen. Ein Feuerwerk an Inspirationen für ein Investment in R. Stahl kam da nicht rüber, eher eine bodenständige Verbesserung der operativen Situation. Nun: Manchmal entpuppen sich gerade diese vermeintlichen Langweiler als einträgliche Aktienanlagen.  
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R. Stahl
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A1PHBB DE000A1PHBB5 AG 85,65 Mio. € 21.07.1997 Halten
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#A1PHBB
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Wie viele andere Automobilzulieferer, musste auch die STS Group kürzlich ihre 2019er-Prognose an die schwache Marktentwicklung anpassen. Statt eines Umsatzes auf dem Vorjahresniveau von rund 400 Mio. Euro, erwarten die Oberbayern nun einen Erlösrückgang von 4,5 bis 9,5 Prozent gegenüber Vorjahr – bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 4,6 und 5,3 Prozent. Boersengefluester.de traf CEO Andreas Becker und CFO Dr. Ulrich Hauck zum Exklusivinterview und sprach mit ihnen über die Entwicklung in China, die jüngsten Vertriebserfolge, weitere Effizienzsteigerungen und die finanzielle Situation der STS Group. „Die Umstellung auf die Elektromobilität wird uns zusätzliche Geschäftschancen bieten, die wir konsequent nutzen werden“, gibt sich CEO Becker trotz der unbefriedigenden Kursentwicklung zuversichtlich. Großaktionär der STS Group ist die Beteiligungsgesellschaft Mutares, die das Unternehmen auch Mitte 2018 in den Prime Standard der Frankfurter Börse führte. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei knapp 37 Mio. Euro. ...
#A1TNU6
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Vom Timing her war es vielleicht nicht gerade optimal, dass Euromicron seine Halbjahreszahlen ausgerechnet am 8. August vorgelegt hat. Immerhin endet an diesem Tag auch die nachgeschaltete Kapitalerhöhung im Zuge des Einstiegs der Funkwerk AG bei dem Spezialisten für IT-, Netzwerk- und Sicherheitsinfrastrukturen. Ausgegeben wurden bis zu 2.152.919 neue Aktien zu jeweils 3,40 Euro, wobei Funkwerk – neben seinem normalen Bezugsrecht – auch sämtliche nicht erworbenen Anteilscheine der anderen Aktionären übernimmt. Im Börsensprech agiert Funkwerk also als „Backstop-Investor“. Mit anderen Worten: Die Kapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss von gut 7 Mio. Euro ist gesichert. Sollten alle andere Investoren auf die Ausübung ihrer Bezugsrechte verzichten – wovon freilich nicht auszugehen ist – käme die mehrheitlich zur Hörmann Gruppe gehörende Funkwerk auf einen Anteil von mehr als 28 Prozent. Zur Einordnung: Momentan halten die Thüringer 9,09 Prozent an Euromicron (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER). [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] In Kürze herrscht ohnehin Klarheit. Daher braucht Euromicron-Vorstandssprecherin Bettina Meyer auf der Telefonkonferenz zur Vorlage des Q2-Berichts auch gar nicht erst groß spekulieren: „Wir gehen davon aus, dass Funkwerk dann einen veritablen Anteil an Euromicron hält.“ Den Mittelzufluss der beiden Kapitalerhöhungen von brutto rund 9,7 Mio. Euro wollen die Frankfurter zur strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens, etwa im Bereich der Digitalisierung von Serviceprozessen, einsetzen. „Die Maßnahmen aus der Restrukturierung tragen Früchte. Jetzt stehen die Zeichen auf Investitionen“, sagt Meyer. Derweil liefern die Zahlen für die ersten sechs Monate 2019 noch das gewohnte Bild von Euromicron, selbst wenn bereits eine deutliche Besserung zu erkennen ist. Je tiefer man in der Gewinn- und Verlustrechnung schaut, desto trüber werden die Zahlen.
Euromicron Kurs: 0,00
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge %3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge %5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge %6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,14 -0,02 1,00 0,00 1,00 0,00 0,00
Dividende je Aktie8 0,00 0,00 1,00 0,00 1,00 0,00 0,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


Insbesondere die Abschreibungen sowie das weiterhin stark negative Finanzergebnis sorgen zum Halbjahr für einen Verlust von unterm Strich 4,76 Mio. Euro – nach einem Fehlbetrag von allerdings knapp 6,95 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Erreicht wurde dieses Resultat bei um 2,6 Prozent rückläufigen Erlösen von 146,73 Mio. Euro sowie einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von annähernd plus 5,77 Mio. Euro. Der korrespondierende Vergleichswert aus dem Vorjahr liegt bei minus 1,69 Mio. Euro. Angesichts eines „solides Auftragsbestands“ von fast 158 Mio. Euro bestätigt Vorstandssprecherin Bettina Meyer ihre bisherige Prognose für das Gesamtjahr, die von Umsätzen in einer Bandbreite zwischen 325 und 345 Mio. Euro sowie einer EBITDA-Marge in einer Range von 4,0 bis 5,5 Prozent ausgeht. Dementsprechend dürfte das 2019er-EBITDA irgendwo zwischen 13 und 19 Mio. Euro liegen. Die Analysten von GBC aus Augsburg gingen in ihrer jüngsten Studie von einem EBITDA von 18,6 Mio. Euro aus – setzen also eher auf die optimistische Variante. Boersengefluester.de kalkuliert zurzeit deutlich vorsichtiger. Entscheidend für den weiteren Verlauf des Aktienkurses ist aber ohnehin, ob der Einstieg von Funkwerk die erhofft positive Wirkung auf das operative Geschäft entfaltet. Zudem setzen die Börsianer darauf, dass der neue Investor bei der finanziellen Sanierung von Euromicron mit Rat und Tat beiseite steht. Immerhin ist für Ende Januar 2020 die Tilgung eines Darlehens im Volumen von 25 Mio. Euro terminiert. „Diverse Prozesse sind angestoßen. Wir sind im Plan“, sagt Meyer. Ende des Jahres soll es zu diesem wichtigen Themenkomplex ein Update geben. Trotz aller Risiken: Insgesamt überwiegen für uns derzeit die Chancen bei Euromicron. Bei dem auf den ersten Blick sehr niedrigen Börsenwert sollten Anleger jedoch beachten, dass die Gesellschaft Netto-Finanzschulden von fast 103 Mio. Euro in der Bilanz stehen hat. Geeignet ist das Papier nur für erfahrene und risikobereite Investoren, die mit großen Kursschwankungen kein Problem haben.
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Euromicron
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A1K030 DE000A1K0300 AG 0,25 Mio. € 29.06.1998 Verkaufen
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#A1K030
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Gar nicht mal so schlecht, was der Pkw- und Lkw-Zulieferer Polytec da zum Halbjahr abgeliefert hat. Jedenfalls hätte boersengefluester.de – schon allein mit Blick auf den tristen Chartverlauf – zum Halbjahr eigentlich mit einer Gewinnwarnung gerechnet. Und tatsächlich musste Polytec wegen der Umstellung auf den seit September 2018 in der EU geltenden Abgas- und Verbrauchsstandard WLTP auch im zweiten Quartal 2019 weitere Rückschläge einstecken, die durch das noch immer ordentlich laufende Lkw-Geschäft sowie den Nicht-Automotive-Bereich (hier stellt Polytec unter anderem Kunststoffteile für Haushaltsgeräte her) nicht kompensiert werden konnten. Insgesamt blieben die Österreicher mit Sitz in Hörsching nach sechs Monaten 2019 mit Erlösen von 320,62 Mio. Euro jedoch „nur“ um knapp 2,5 Prozent hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel dabei allerdings deutlich kräftiger um fast 30 Prozent auf 16,13 Mio. Euro zurück. Dementsprechend reduzierte sich die operative Marge von 7,00 auf 5,03 Prozent. Unterm Strich blieb ein Ergebnis je Aktie von 0,46 Euro stehen – nach zuvor 0,74 Euro. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Zugegeben: Das liest sich nicht unbedingt prickelnd. Doch gemessen an dem, was andere Unternehmen aus dem Automobilsektor zuletzt aso alles n Negativmeldungen zu verkünden hatten, scheint Polytec bislang noch einigermaßen glimpflich davongekommen zu sein. Das soll überhaupt nicht verniedlichen, wie schmerzhaft die Einschnitte tatsächlich sind. Immerhin knickte das EBIT 2018 von 55 auf 40 Mio. Euro ein. Und es verwundert auch nicht, dass die Investoren den Prognosen des Vorstands für 2019 mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen. Schließlich will das Management im zweiten Halbjahr 2019 den Rückstand der ersten sechs Monate wettmachen und am Jahresende 2019 mit einem EBIT auf dem Niveau von 2018 abschließen.  
Polytec Holding Kurs: 3,59
  Freilich versieht Polytec den Ausblick mit allerlei Sternchen fürs Kleingedruckte: So ist die Vorschau zum einem maßgeblich daran geknüpft, dass Polytec es schafft, von seinen Kunden Kompensationszahlungen für nicht abgerufene Kapazitäten aus Rahmenverträgen zu bekommen. Darüber hinaus weist die Gesellschaft auf die üblichen Risiken wie Handelsbeschränkungen oder auch den ungewissen Folgen eines Brexit hin. Gerade mit Hinblick auf den Erfolg der Verhandlungsergebnisse mit den Kunden, besteht insgesamt also eine erhebliche Portion Unsicherheit. Die wiederum spiegelt sich allerdings einer entsprechend niedrigen Bewertung wider. Inklusive der Netto-Finanzverbindlichkeiten von gegenwärtig gut 136 Mio. Euro beträgt der Unternehmenswert (Enterprise Value) momentan knapp 323 Mio. Euro – bei einem von boersengefluester.de für 2019 erwarteten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 61,5 Mio. Euro. Der Discount zum Buchwert liegt zurzeit bei etwa 16 Prozent. Ähnliche – oder teilweise noch niedrigere – Relationen weisen zwar auch andere Pkw- und Lkw-Zulieferer wie STS Group, PWO oder ElringKlinger, die wir zur Vergleichsgruppe zählen, auf. Dennoch finden wir, dass bei Polytec schon arg viel an negativen Komponenten im Kurs eingepreist sind. Geeignet ist der Titel für risikobereite Investoren, die antizyklisch einsteigen wollen. Wer das Papier bereits im Depot hat, kann engagiert bleiben.  
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Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 521,98 555,87 601,39 635,99 677,83 660,00 0,00
EBITDA1,2 48,29 44,84 33,20 26,64 35,67 48,00 0,00
EBITDA-Marge %3 9,25 8,07 5,52 4,19 5,26 7,27 0,00
EBIT1,4 12,96 12,30 0,70 -6,72 3,85 16,00 0,00
EBIT-Marge %5 2,48 2,21 0,12 -1,06 0,57 2,42 0,00
Jahresüberschuss1 9,48 7,05 -2,24 -14,06 -6,90 3,00 0,00
Netto-Marge %6 1,82 1,27 -0,37 -2,21 -1,02 0,46 0,00
Cashflow1,7 45,78 22,68 33,67 33,39 68,30 35,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,29 0,19 -0,10 -0,64 -0,29 0,13 0,16
Dividende je Aktie8 0,30 0,10 0,10 0,00 0,00 0,00 0,06

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


 
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
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A0JL31 AT0000A00XX9 AG 82,62 Mio. € 28.04.2006 Halten
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#A0JL31
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Das ist mal eine Hausnummer für secunet Security Networks: Nachdem der Umsatzanteil des IT-Sicherheitsdienstleisters mit dem öffentlichen Sektor (Behörden, Bundeswehr etc.) in den vergangen fünf Jahren im Schnitt bei rund 87 Prozent lag, schnellte die Erlösquote mit Kunden aus Privatwirtschaft im ersten Halbjahr 2019 auf fast 43 Prozent in die Höhe. In absoluten Zahlen entfallen damit 43,26 Mio. Euro der zum Halbjahr ausgewiesenen Konzernerlöse von 101,03 Mio. Euro auf den Business-Bereich. Auslöser dieser massiver Gewichtsverschiebung sind die Geschäfte mit dem seit Ende 2018 zugelassenen secunet Gesundheitskonnektor, den beispielsweise Arztpraxen einsetzen, um an die Telematikinfrastruktur rund um die elektronische Gesundheitskarte angeschlossen zu sein. Vermutlich ist es für ein abschließendes Fazit noch zu früh, aus jetziger Sicht scheinen sich die erheblichen Entwicklungsinvestitionen von secunet jedoch auszuzahlen. Aufgrund des wachsenden Hardwareanteils sank in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zwar die Rohmarge von 27,2 auf 22,8 Prozent. Mit Blick auf die nur um 0,66 Prozentpunkte gesunkene EBIT-Rendite von 11,6 Prozent zum Halbjahr ist das jedoch ein Luxusproblem. [sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] [caption id="attachment_121132" align="alignright" width="211"] secunet Konnektor[/caption] Jedenfalls hat der seit Juni als neuer CEO tätige Andreas Deininger die Anfang Mai drastisch erhöhte Prognose für das Gesamtjahr (siehe dazu auch unseren Bericht HIER) bestätigt. Demnach kalkulieren die Essener weiterhin mit einem Umsatz von rund 190 Mio. Euro sowie einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Bereich um 30 Mio. Euro. Was die Erlösseite angeht, scheint uns diese Prognose gut erreichbar, zumal secunet zum Halbjahr bereits deutlich mehr als die Hälfte des Umsatzziels erreicht hat. Zur Einordnung: Ohne Effekte aus dem Gesundheitskonnektor lag der Umsatzanteils des ersten Halbjahrs an den Gesamterlösen in der Vergangenheit meist in einer Größenordnung von rund 37 Prozent. Zu hoch sollten die Erwartungen aber auch nicht geschraubt werden. „Ab dem zweiten Halbjahr 2019 werden keine weiteren wesentlichen Auslieferungen von Gesundheitskonnektoren erwartet. Weitere Umsatzbeiträge entstehen im Wesentlichen aus Wartungsverträgen. Die hohen Umsätze mit Konnektoren sind insofern als Einmaleffekt zu betrachten“, heißt es im jetzt veröffentlichten Zwischenbericht.    
Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 285,59 337,62 347,22 393,69 406,38 458,00 485,00
EBITDA1,2 59,70 73,81 61,88 60,44 60,31 74,90 80,00
EBITDA-Marge %3 20,90 21,86 17,82 15,35 14,84 16,35 16,50
EBIT1,4 51,64 63,88 47,01 42,98 42,52 51,70 56,00
EBIT-Marge %5 18,08 18,92 13,54 10,92 10,46 11,29 11,55
Jahresüberschuss1 34,98 42,90 31,29 29,00 27,94 39,00 43,00
Netto-Marge %6 12,25 12,71 9,01 7,37 6,88 8,52 8,87
Cashflow1,7 56,38 53,74 -3,96 51,88 60,98 58,50 0,00
Ergebnis je Aktie8 5,43 6,66 4,84 4,51 4,32 6,00 6,60
Dividende je Aktie8 2,54 5,38 2,86 2,36 2,73 2,90 3,00

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


  Zuversichtlich ist boersengefluester.de auch, was den Ergebnisausblick angeht. Jedenfalls ist dem Unternehmen mit einem EBIT von 9,35 Mio. Euro im zweiten Quartal 2019 ein super Resultat gelungen, dabei waren eigentlich die 2,40 Mio. Euro Betriebsergebnis aus dem Auftaktviertel – zumindest für secunet-Verhältnisse – schon sehr ordentlich. Bilanztechnisch ist die frei von Bankschulden agierende Gesellschaft weiterhin überdurchschnittlich solide aufgestellt, selbst wenn der Bestand an liquiden Mittel aufgrund der Dividendenausschüttung sowie Bonus- und Steuerzahlungen von 56,08 auf 20,46 Mio. Euro gesunken ist. Die jüngste Börsenkorrektur ging derweil nahezu spurlos an der secunet-Aktie vorbei. Kein Wunder: Während andere Firmen ihre Prognosen reihenweise stutzen mussten, konnte secunet die Messlatte sogar deutlich höher legen. Da sich Kurs und operative Entwicklung in Einklang nach oben bewegen, hat sich allerdings auch an den – beinahe schon traditionell – sportlichen Bewertungsrelationen nichts geändert. So kostet secunet (bereinigt um den Cashbestand) gegenwärtig das 23,5fache des von boersengefluester.de für 2019 erwarteten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Auch das ist eine ziemliche Hausnummer. Bislang hat es sich jedoch regelmäßig ausgezahlt, bei secunet mehr auf die langfristigen Wachstumsperspektiven als auf die aktuelle Bewertung zu schauen. Ein Haken aus Investorensicht bleibt freilich der geringe Streubesitz von 10,63 Prozent. Den Löwenanteil mit 78,96 Prozent hält Giesecke & Devrient. Anders ausgedrückt: Bei einem normalen Free Float wäre das im Prime Standard gelistete Unternehmen wohl längst schon ein veritabler TecDAX- bzw. SDAX-Konzern.   [sws_yellow_box box_size="570"]Tipp von boersengefluester.de: Schauen Sie sich bitte auch das Firmenprofil von secunet im Rahmen unserer exklusiven 3-Säulen-Strategie für Value-Anleger an. Dort erhält das Unternehmen auf Sicht von drei Jahren 8 von 9 möglichen Punkten. Mit Blick auf fünf Jahre sammelt die secunet-Aktie1 3 von 15 Punkten. Und bezogen auf zehn Jahre bekommt der Titel 21 von maximal 30 Punkten.[/sws_yellow_box]  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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secunet Security Networks
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
727650 DE0007276503 AG 1.233,70 Mio. € 09.11.1999 Kaufen
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#727650
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Mit der Technotrans-Aktie haben wir uns vor vielen Jahren schon einmal böse die Finger verbrannt, als wir im Zuge des Neuer-Markt-Crashs 2002 zu Kursen von etwa 15 Euro eingestiegen waren. Kleine schlaue Idee, immerhin knickte die Notiz des Anbieters von Kühltechnologien wie sie (damals noch vorwiegend) im Druckereisektor eingesetzt werden, im Tief noch bis auf weniger als 4 Euro ein. Doch unsere Ausdauer und das Vertrauen in die solide Bilanz wurden belohnt. 2006 machten wir bei Kursen um 20 Euro Kasse und waren erleichtert, dass das Abenteuer doch noch ein Happy End genommen hatte. Im Zuge der Finanzkrise 2008 ging es schließlich nochmals massiv in den Keller. Das anschließende Comeback bis auf 50 Euro im Jahr 2017 sahen wir freilich nur von der Außenlinie. Warum der lange Vorspann? Ganz einfach: Nach einer Reihe von eher enttäuschenden Nachrichten gibt es den Anteilschein von Technotrans nun wieder für knapp 20 Euro an der Börse. Auf diesem Niveau scheint aus das Papier durchaus attraktiv gepreist, selbst wenn die Nachrichtenlage gegenwärtig noch ein wenig angespannt ist. [sws_yellow_box box_size="570"]Tipp von boersengefluester.de: Schauen Sie sich bitte auch das Firmenprofil von Technotrans im Rahmen unserer exklusiven 3-Säulen-Strategie für Value-Anleger an. Dort erhält das Unternehmen auf Sicht von drei Jahren 7,5 von 9 möglichen Punkten. Mit Blick auf fünf Jahre sammelt die Technotrans-Aktie 13,5 von 15 Punkten. Und bezogen auf zehn Jahre bekommt der Titel 22,5 von maximal 30 Punkten.[/sws_yellow_box] Als Handicap erweist sich gegenwärtig insbesondere die 2016 erworbene Tochter gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mit Sitz in Meinerzhagen. Angesichts wichtiger Kunden aus dem Automobil-, Maschinenbau- oder auch Chemiesektor schlägt die konjunkturelle Flaute hier voll zu. Das Umsatzminus von gwk liegt zum Halbjahr bei stattlichen 30 Prozent. Nicht schön – aber ist nunmal so. Daher verstehen wir auch nicht, warum sich der Technotrans-Vorstand im Sechs-Monats-Bericht zu einem Jongliertrick hinreißen lässt und darauf hinweist, dass die Erlöse zum Halbjahr, bereinigt um den gwk-Effekt, um rund fünf Prozent gestiegen wären – statt des tatsächlich ausgewiesenen Umsatzrückgangs um 4,4 Prozent auf 102,59 Mio. Euro. Im umgekehrten Fall, also bei einem brummenden gwk-Geschäft, hätte Technotrans den Boost wohl auch kaum herausgerechnet. Sei es drum: Dem Vernehmen nach hat sich die Auftragslage bei gwk „insbesondere durch Neuabschlüsse außerhalb der Automobilindustrie verbessert“, so dass hier mit einem „deutlich stärkeren zweites Halbjahr 2019“ zu rechnen ist.  
Technotrans Kurs: 27,10
[sws_yellow_box box_size="590"]Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?![/sws_yellow_box] Vermutlich auch diesem Grund bekräftigt Vorstandssprecher Dirk Engel die Prognose, wonach für 2019 mit einem Umsatz in einer Bandbreite zwischen 218 und 226 Mio. Euro sowie einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 12 bis 16 Mio. Euro zu rechnen ist. Zur Einordnung: Zum Halbjahr weist das Unternehmen mit Sitz in Sassenberg ein EBIT von knapp 4,10 Mio. Euro aus. Es bleibt also noch einiges aufzuholen im zweiten Halbjahr, zumal der im Mai 2019 gekappte Ausblick sogar ein operatives Ergebnis in einer Spanne von 17,50 bis 19,00 Mio. Euro vorsah. Treiber bleiben insbesondere die Aktivitäten rund um Themen wie Elektromobilität (Batteriekühlungen), Kühlsysteme für Gepäckscanner oder auch Anwendungen im Halbleiterbereich und der Medizintechnik. Gehandelt wird die Aktie momentan zum Doppelten des Buchwerts, was etwa dem Zehn-Jahres-Durchschnitt entspricht. Ende 2017 erreichte das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) freilich sogar eine Größenordnung von 4,4. Nichts zu meckern gibt es auch mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwas mehr als zwölf. Den Tiefpunkt wird man auch bei Technotrans nicht punktgenau treffen. Auf die lange Sicht scheint uns der Small Cap aber mal wieder eine Wette wert zu sein. Aktuelle Marktkapitalisierung: Knapp 136 Mio. Euro – also weniger als die Hälfte der für die kommenden drei Jahre avisierten Umsatzgröße von 300 Mio. Euro. Geeignet ist der Titel in erster Linie für erfahrene Spezialwerteanleger.  
Um die Handlungs-Einschätzung und Bewertung der Aktie auf eine möglichst breite Basis zu stellen, bietet boersengefluester.de eine große Zahl an fundamentalen Kennzahlen sowie chartechnischen Angaben zur Performance des jeweiligen Titels.
INVESTOR-INFORMATIONEN
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Technotrans
WKN ISIN Rechtsform Börsenwert IPO Einschätzung Hauptsitz
A0XYGA DE000A0XYGA7 SE 191,34 Mio. € 10.03.1998 Kaufen
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Boersengefluester.de erfasst aus allen Geschäftsberichten unter anderem die wichtigsten Kennzahlen aus GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Zudem erstellen wir eigene Prognosen zu den wesentlichen Eckdaten der Unternehmen – inklusive Ergebnis je Aktie und Dividende.
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatzerlöse1 190,45 211,10 238,22 262,12 238,08 244,00 0,00
EBITDA1,2 13,85 18,07 21,11 21,19 19,19 26,00 0,00
EBITDA-Marge %3 7,27 8,56 8,86 8,08 8,06 10,66 0,00
EBIT1,4 6,78 11,03 14,33 14,18 12,33 17,30 0,00
EBIT-Marge %5 3,56 5,23 6,02 5,41 5,18 7,09 0,00
Jahresüberschuss1 4,96 7,02 8,90 8,53 7,32 11,50 0,00
Netto-Marge %6 2,60 3,33 3,74 3,25 3,08 4,71 0,00
Cashflow1,7 12,23 13,43 -1,04 23,41 11,70 15,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,72 1,02 1,29 1,24 1,06 1,66 2,00
Dividende je Aktie8 0,36 0,51 0,64 0,62 0,53 0,62 0,70

Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt


Foto: Andreas Lischka für Pixabay ...
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In der Rubrik "Zitat des Tages" zeigen wir Sprüche berühmter Personen. Die Bandbreite reicht von Investoren über Philosophen bis hin zu Sportlern. Wenn Sie ein Zitat zur Aufnahme vorschlagen möchten, kontaktieren Sie uns gern. Per E-Mail an [email protected] oder das Kontaktformular auf der Webseite nutzen.

„Glaube niemals, dass der Aktienmarkt mehr als du über ein bestimmtes Unternehmen weiß. Das ist der größte Fehler, den du machen kannst.”
Prem Watsa

BGFL stellt an dieser Stelle heiße Aktien mit hohen Chancen, aber auch enormen Risiken, für spekulative Anleger vor
Stimmung dreht nach oben
Kurs: 4,08
China-Beteiligung verkauft
Squeeze-out-Spekulation
Kurs: 66,50

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