Am Ende war die Binect AG aus Weiterstadt wohl einfach zu klein, um im hart umkämpften Bereich der Dokumenten-Software dauerhaft eine prägende Rolle zu spielen. Dabei hatte das Team um Vorstand Frank Wermeyer in den vergangenen Jahren einen ordentlichen Job gemacht und Binect kontinuierlich weiterentwickelt. So verkauft das Unternehmen sämtliche Anteile an der operativ tätigen Tochter Binect GmbH an den langjährigen Kooperationspartner hpc DUAL Österreich – am Markt bekannt unter der Marke BriefButler – (auf schuldenfreier Basis) für 6,3 Mio. Euro. „Die geplante Transaktion ist das Ergebnis der intensiven Gespräche mit potenziellen strategischen Partnern, über die wir im Vorfeld berichtet hatten“, heißt es offiziell.
Den Erlös will Binect nicht in ein neues operatives Projekt investieren, sondern in mehreren Stufen „zu erheblichen Teilen“ an die Aktionäre ausschütten. Konkret geht es um eine Kombination aus Aktienrückkauf und wohl auch klassischen Dividenden. Ein entsprechender Beschluss soll jedenfalls auf der Hauptversammlung (HV) am 30. Juli 2026 gefasst werden. Der Verkaufspreis entspricht dem Faktor 8,2 auf das für 2025 erwirtschaftete EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Der Kurs der nur im Freiverkehr notierten Binect-Aktie hat naturgemäß schnell auf die neue Gemengelage reagiert und deckt die Realität bereits gut ab.
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Binect
WKN
ISIN
Rechtsform
Börsenwert
IPO
Einschätzung
Hauptsitz
A3H213
DE000A3H2135
AG
5,95 Mio. €
28.11.2006
Halten
Unter "#BGFL Snacks" verstehen wir ganz kurz gehaltene Börsen-Informationen. Die Palette reicht von markanten Kursbewegungen einzelner Aktien bis hin zu überraschenden Entwicklungen aus dem Spezialwertebereich. Tipp: Alle bisherigen BGFL Snacks finden Sie HIER.

