IBU-tec advanced materials: Konservative Prognose

„Wir haben eine einzigartige Marktposition“, sagt CEO Jörg Leinenbach bei seiner Präsentation auf der Frühjahrskonferenz in Frankfurt. Tatsächlich hat das Spezialchemie-Unternehmen mit dem Volkswagen-Konzern einen Batterie-Deal unterzeichnet, der IBU-tec in eine neue Größenordnung führt. Wir stellen die Investmentstory nochmals vor.
Monday, 18 May 2026
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Company Coverage

IBU-tec advanced materials

WKN: A0XYHT
ISIN: DE000A0XYHT5
Price Snapshot

15,55 €

(-1.27%)

In einer Art Dauerschleife hängt die Investmentstory von IBU-tec advanced materials. Nachdem das auf Batteriematerialien ausgerichtete Spezialchemie-Unternehmen die Investoren jahrelang mit den Verhandlungen über einen großen Batteriedeal auf die Folter gespannt hat, ist der Kapitalmarkt nun, wo der Vertrag mit der Volkswagen-Tochter PowerCo seit Anfang Oktober 2025 in trockenen Tüchern ist, immer noch im Beobachtungsmodus. Keine Frage: Zunächst einmal gibt es erhebliche Aufbauleistungen zu bewältigen, bis IBU-tec ab 2028 auch am Standort in Bitterfeld voll lieferfähig ist. Andererseits sind sämtliche Finanzierungsparameter durch PowerCo abgesichert, so dass es an der weiteren Umsetzung des Produktionsaufbaus keine Zweifel gibt. So gesehen ist boersengefluester.de dann doch verwundert über den wenig dynamischen Chartverlauf der vergangenen Monate.


„Wir haben eine einzigartige Marktposition. Zudem erfahren wir einen Rückenwind aus der Politik und aus der Wirtschaft, was den Standort Europa angeht“, sagt CEO Jörg Leinenbach bei seiner Präsentation auf der von Equity Forum organisierten Frühjahrskonferenz in Frankfurt. In Zahlen ausgedrückt soll der Umsatz bis 2030 von zuletzt 44,3 Mio. Euro auf dann 120 bis 140 Mio. Euro steigen. Etwa 85 bis 90 Mio. Euro, also rund 70 Prozent davon, sollen aus dem Batteriebereich stammen. „Wichtig zu wissen ist, dass wir hier lediglich die PowerCo-Verträge eingepreist haben – und diese noch nicht einmal zu 100 Prozent“, sagt Leinenbach. Dabei verrät Leinenbach auf der Frühjahrskonferenz, dass die Vereinbarungen mit PowerCo bei voller Berücksichtigung sogar für einen Batterieumsatz von deutlich über 100 Mio. Euro stehen würden. Insofern stuft Leinenbach die aktuelle Guidance als „konservative Prognose“ ein, mit der sich die Gesellschaft aus Weimar sehr wohlfühlt. 


Kursentwicklung 2 Jahre


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The most important financial data at a glance
  2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Sales1 32,96 44,09 53,94 48,23 50,61 44,31 38,50
EBITDA1,2 6,98 5,53 6,69 2,96 1,02 4,63 3,15
EBITDA-margin %3 21,18 12,54 12,40 6,14 2,02 10,46 8,18
EBIT1,4 2,08 0,94 1,94 -1,79 -3,75 0,03 -1,75
EBIT-margin %5 6,31 2,13 3,60 -3,71 -7,41 0,06 -4,55
Net profit1 1,00 -0,24 1,29 -2,49 -5,31 0,01 -2,30
Net-margin %6 3,03 -0,54 2,39 -5,16 -10,49 0,01 -5,97
Cashflow1,7 4,47 -1,13 -3,27 2,41 9,32 14,48 3,70
Earnings per share8 0,25 -0,05 0,27 -0,52 -1,12 0,00 -0,48
Dividend per share8 0,00 0,00 0,04 0,00 0,00 0,12 0,00
Quelle: boersengefluester.de and company details


Fakt ist aber auch, dass mit dem Volkswagen-Konzern keine Abnahmegarantien für das LFP-Kathodenmaterial ausgehandelt wurden. Insofern ist es nur folgerichtig, dass IBU-tec mit weiteren potenziellen Kunden für die Abnahme des Batteriematerials spricht. Nun: Selbst wenn PowerCo als Initiator des Produktionsaufbaus vermutlich der mit Abstand größte Abnehmer sein wird. Es ist nur konsequent, dass IBU-tec die Kundenakquise weiter vorantreibt. Adressaten sind – neben weiteren Automobilkonzernen – auch Player aus dem stationären Energiespeicherbereich. Hier wären die Mengen zwar deutlich kleiner, aber eben doch eine gute Abrundung. Und sollte IBU-tec gar einen weiteren dicken Fisch wie PowerCo an Land ziehen, werden sich auch die dann nötigen Produktionskapazitäten perspektivisch darstellen lassen. Mit Blick auf den Aktienkurs sollte ein weiterer Abnahmevertrag jedenfalls auch bislang abwartende Investoren mobilisieren.


Dem Börsenwert von zurzeit gut 74 Mio. Euro steht momentan ein für 2030 vom Vorstand avisiertes EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) zwischen 16 und 21 Mio. Euro – entsprechend einer EBITDA-Marge von 13 bis 15 Prozent – entgegen. Das zeigt, welches mittelfristige Bewertungspotenzial in dem Spezialwert steckt. Angesichts der vielen personellen Kapazitäten, die der Werksaufbau für PowerCo zurzeit bindet, stuft Vorstand Jörg Leinenbach 2026 allerdings als Übergangsjahr mit rückläufigen Umsatzerlösen zwischen 37 und 39 Mio. Euro sowie einer EBITDA-Marge von 7 bis 10 Prozent ein. Im mittleren Szenario würde das auf ein EBITDA von etwas mehr als 3 Mio. Euro für 2026 hinauslaufen.


Aber nochmals: Das ist nicht der Kern der Investmentstory. Hier geht es viel mehr darum, dass ein vergleichsweise kleines Unternehmen wie IBU-tec an der Seite eines großen Partners wichtige industriepolitische Weichenstellungen im Bereich der Elektromobilität umsetzt und dabei erheblich skalieren sollte. Am Markt wird das nach Auffassung von boersengefluester.de deutlich unterschätzt. Die Analysten von Montega setzen das Kursziel für die im Scale-Segment gelistete Aktie bei 25 Euro an und sehen damit ebenfalls erhebliches Aufwärtspotenzial. 


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INVESTOR-INFORMATION
©boersengefluester.de
IBU-tec advanced materials
WKN ISIN Legal Type Marketcap IPO Recommendation Located
A0XYHT DE000A0XYHT5 AG 74,34 Mio € 30.03.2017 Kaufen
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Foto: boersengefluester.de


EoM
#BGFL-CHARTSHOW: Standard stocks
Standard stocks - preferably from the DAX or MDAX - with a conspicuous chart pattern or interesting fundamental news.
Ongoing dispute with UniCredit
Kurs: 36,48
Down 40 percent from its high
Kurs: 1.120,00
Whispers about an 40-euro offer
Kurs: 38,52

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