Dämpfer für die Aktionäre von Frosta. Mit einem Überschuss von 37 Mio. Euro für 2025 hat der Tiefkühlkosthersteller zwar das zweitbeste Ergebnis der Firmenhistorie erzielt. Aus Kapitalmarktsicht ist das allerdings nicht gut genug, denn die Prognose des Vorstands für den Gewinn nach Steuern bewegte sich in einer Bandbreite von 33 bis 56 Mio. Euro. Enttäuschend ist die Ausbeute insbesondere deshalb, weil Frosta beim Umsatz mit 682 Mio. Euro gut in der avisierten Spanne von 657 bis 695 Mio. Euro abgeschnitten hat. Tatsächlich machten die hohen Material- und Personalaufwendungen sowie die Initiativen zum Ausbau der Produktions- und Logistikkapazitäten – dazu gehören zusätzliche Produktionsschichten sowie Wochenendproduktion – einen Strich durch die Rentabilitätsziele.
„Wir hätten viele Möglichkeiten, Kosten zu senken, aber das ginge zu Lasten des Geschmacks. Wir machen das Gegenteil und sparen nicht an der Zutat“, sagt Vorstand Felix Ahlers. Langfristig sicher die richtige Strategie. Wenig überraschend indes, dass die Bremerhavener die im Vorjahr von 2,00 auf 2,40 Euro heraufgesetzte Dividende auch zur Hauptversammlung (HV) am 9. April 2026 auf die Tagesordnung setzen. Bezogen auf den unter die Marke von 90 Euro gefallenen Aktienkurs bringt es der Spezialwert damit auf eine Rendite von 2,7 Prozent. Für langfristig orientierte Anleger – und das sollte man bei Frosta sein – ist das eine gute Einstiegsbasis.
The most important financial data at a glance
2020
2021
2022
2023
2024
2025
2026
Sales1
551,75
527,20
579,08
639,48
638,05
682,00
730,00
EBITDA1,2
55,58
57,02
54,85
68,55
79,32
70,70
82,00
EBITDA-margin %3
10,07
10,82
9,47
10,72
12,43
10,37
11,23
EBIT1,4
37,09
38,57
34,52
48,08
58,91
50,30
61,00
EBIT-margin %5
6,72
7,32
5,96
7,52
9,23
7,38
8,36
Net profit1
25,08
28,63
24,30
34,05
41,97
37,00
47,30
Net-margin %6
4,55
5,43
4,20
5,33
6,58
5,43
6,48
Cashflow1,7
54,84
29,94
-2,09
117,78
73,08
47,40
59,00
Earnings per share8
3,68
4,20
3,57
5,00
6,16
5,43
6,90
Dividend per share8
1,60
1,60
1,60
2,00
2,40
2,40
2,40
Für das laufende Jahr peilt Frosta ein Erlösplus von 4 bis 9 Prozent – entsprechend 709 bis 743 Mio. Euro in absoluten Zahlen – an. Die Netto-Umsatzrendite soll sich dabei in einer Spanne von 4 bis 8 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent) bewegen. Im Mittel würde das auf einen Gewinn nach Steuern von rund 44 Mio. Euro hinauslaufen. Boersengefluester.de hält das jedoch für konservativ und rechnet mit mindestens 47 Mio. Euro Überschuss für 2026. Bezogen auf den aktuellen Börsenwert von 605 Mio. Euro käme die Aktie damit auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 13. Mit Blick auf 2027 sollte sich diese Kennzahl dann nochmals ein wenig ermäßigen. Zum Vergleich: Im langfristigen Durchschnitt liegt das KGV der Frosta-Aktie bei gut 18.
Insgesamt gibt es also keinen Grund, kurzfristig in Aktionismus zu verfallen und den Titel aus dem Depot zu nehmen. Im Gegenteil: Alle Fundamentaldaten sehen solide aus, selbst wenn der Gewinnrückgang für 2025 eine Enttäuschung ist. Mitte März 2026 legt das Unternehmen den Geschäftsbericht für 2025 vor. Gut 56 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz, der Rest ist im Besitz der Familie Ahlers.
INVESTOR-INFORMATION
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Frosta
WKN
ISIN
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Marketcap
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606900
DE0006069008
AG
604,91 Mio €
1979
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