Beteiligungsgesellschaften haben traditionell einen eher schweren Stand bei den Investoren. Und wenn dann auch der Börsenwert unterhalb von 10 Mio. Euro – also im Microcapbereich – liegt, wird es nochmals komplizierter mit der Sichtbarkeit am Kapitalmarkt. Das gilt grundsätzlich auch für Wurmtal Beteiligungen – allerdings mit mindestens einer Einschränkung: Wer sich als Nebenwerteinvestor auf dividendenstarke Aktien fokussiert, dürfte die Gesellschaft zumindest schon einmal auf dem Radar gehabt haben. Immerhin hat das Unternehmen nach der Hauptversammlung am 19. September 2025 ihren gesamten Bilanzgewinn – also die aufgelaufenen Gewinne der vergangenen Jahre – ausgeschüttet. Heruntergerechnet entsprach das einer Dividende je Aktie von 0,75 Euro bzw. einer Dividendenrendite von damals fast 13 Prozent. Dass der Speicherstand nach einer solchen Transaktion in diesem Jahr weniger stark gefüllt ist, liegt auf der Hand.
Dennoch verzichtet Wurmtal Beteiligungen auf eine teilweise Thesaurierung und plant zur Hauptversammlung im August 2026 erneut, den gesamten Gewinn auszukehren. Konkret soll damit eine Dividende je Aktie von 0,37 Euro auf die Tagesordnung. Bei einem Kurs von zurzeit 5,50 Euro ergibt sich daraus eine Rendite von immerhin 6,7 Prozent – die fälligen Steuerabzüge einmal ausgeklammert. Nun: Womöglich haben sich einige Investoren trotzdem eine leicht höhere als die jetzt avisierte Dividende erhofft. Maßgebliche Ursache des im vergangenen Geschäftsjahr von 717.000 auf 548.000 Euro reduzierten Gewinns nach Steuern ist jedoch ein Wechsel der bisherigen Depotposition CS Euroreal in den von KanAm Grund aufgelegten Offenen Immobilienfonds Leading Cities Invest (WKN: 679182) mit einer Mindesthaltedauer von 24 Monaten plus einer Kündigungsfrist von 12 Monaten. Mit Rückflüssen ist also erst ab 2028 zu rechnen.
Dafür bietet der Fonds „Leading Cities Invest“ (LCI) mit Objekten in Städten wie München, Helsinki, Paris oder Barcelona eine ungewöhnliche Chance-Risiko-Struktur: „Der LCI ist mit einem dreijährigen Bond inklusive circa 50 Prozent Kursabschlag zu vergleichen“, sagt Wurmtal-Vorstand Franz-Josef Lhomme. Losgelöst vom Finanzergebnis ist die Aktie aber insbesondere wegen ihrer beiden Kernbeteiligungen „Kehmer Versicherungsmakler“ sowie „Gondorf Assekuranz Versicherungsmakler“ einen Blick wert. Immerhin sind bedeutende Kapitaladressen seit einiger Zeit auf Einkaufstour im Versicherungs- und Geldanlagebereich und legen dafür enorme Summen auf den Tisch. Vor diesem Hintergrund ist unter anderem auch die laufende Übernahmeofferte von Warburg Pincus für Netfonds zu sehen. Weitere Gedanken zu dem Thema hatte boersengefluester.de bereits im vergangenen August (HIER) skizziert. Wir bleiben dabei: Für Valueanleger mit Geduld bleibt Wurmtal Beteiligungen eine aussichtsreiche Option.
The most important financial data at a glance
2020
2021
2022
2023
2024
2025
2026
Sales1
0,49
0,87
0,04
0,00
0,00
0,00
0,00
EBITDA1,2
-0,05
-0,04
0,02
-0,06
-0,05
0,03
0,00
EBITDA-margin %3
-10,20
-4,60
50,00
0,00
0,00
0,00
0,00
EBIT1,4
-0,05
-0,02
-0,06
-0,15
-0,05
0,03
0,00
EBIT-margin %5
-10,20
-2,30
-150,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Net profit1
0,45
0,63
0,62
0,59
0,72
0,55
0,00
Net-margin %6
91,84
72,41
1.550,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Cashflow1,7
0,45
0,82
0,70
0,68
0,72
0,75
0,00
Earnings per share8
0,31
0,43
0,42
0,40
0,49
0,37
0,51
Dividend per share8
0,30
0,30
0,33
0,35
0,75
0,37
0,40
INVESTOR-INFORMATION
©boersengefluester.de
Wurmtal Beteiligungen
WKN
ISIN
Legal Type
Marketcap
IPO
Recommendation
Located
517630
DE0005176309
AG
8,04 Mio €
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