Paul Huelsmann, CEO der Finexity Group, hat in den vergangenen Wochen keine Gelegenheit ausgelassen, um Investoren für die Kapitalerhöhung des im Bereich tokenisierte Wertpapiere tätigen Infrastrukturanbieters zu mobilisieren. Sogar eine eigene digitale Zeichnungsstrecke hat Finexity unterstützend umgesetzt. Am Ende zeigt sich aber, wie schwierig es hierzulande im Smallcap-Bereich noch immer ist, frische Mittel einzuwerben – trotz einer eingängigen Investmentstory. Jedenfalls hat Finexity von den maximal möglichen 205.778 neuen Aktien „nur“ 95.054 Stück zu einem Preis von jeweils 36 Euro platziert. Der daraus resultierende Emissionserlös beträgt brutto 3,42 Mio. Euro.
„Die erfolgreiche Kapitalerhöhung ist ein wichtiger Meilenstein für Finexity. Besonders erfreulich ist, dass mehr als die Hälfte des gezeichneten Gesamtvolumens von institutionellen Investoren aus Deutschland und Österreich gezeichnet wurde“, sagt Huelsmann. Genutzt werden sollen die Mittel – wie zuvor auch so kommuniziert – zur Finanzierung des weiteren Wachstums, zur technischen Weiterentwicklung der institutionellen Infrastruktur sowie zur Stärkung der Bilanzstruktur. Zudem scheint es so, als würde die Ausgestaltung der eigenen Kapitalerhöhung für Abstrahleffekte sorgen: „Bereits während der laufenden Maßnahme haben weitere Gesellschaften Interesse an der Nutzung unserer digitalen Zeichnungsstrecke signalisiert. Hier werden wir kurzfristig weitere Abschlüsse vermelden“, sagt Huelsmann.
Klingt alles interessant. Fakt ist allerdings auch, dass der von Huelsmann skizzierte Weg zu einer paneuropäischen Börse mit White-Label-Lösungen für die eigene Infrastruktur alles andere als eine Sprintstrecke ist, die zudem sehr erklärungsbedürftig ist. Insofern geht boersengefluester.de davon aus, dass Finexity auch in den kommenden Quartalen eine Menge Newsflow produzieren wird, damit die Investmentstory am Kapitalmarkt nachhaltig zündet. Der Börsenwert des im Münchner Spezialsegment m:access notierten Unternehmens beträgt zurzeit rund 51 Mio. Euro. Zur Einordnung: In den kommenden drei bis fünf Jahren will Finexity auf Erlöse von mehr als 70 Mio. Euro kommen und dabei eine EBITDA-Marge zwischen 25 und 30 Prozent erwirtschaften. Das klingt gut, muss so aber auch erst einmal umgesetzt werden. Geeignet ist der Titel nur für risikofreudige Anleger.
INVESTOR-INFORMATION
©boersengefluester.de
Finexity Group
WKN
ISIN
Legal Type
Marketcap
IPO
Recommendation
Located
A40ET8
DE000A40ET88
AG
51,06 Mio €
05.09.2025
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