The Platform Group: Blick nach ganz vorn

Nur kurze Zeit nach der Vorlage des Neun-Monats-Berichts gibt es schon wieder Neuigkeiten von der Platform Group. Schneller als gedacht hat das im E-Commerce-Sektor tätige Unternehmen seine Vision 2023 vor Investoren vorgestellt. Boersengefluester.de war dabei und fasst die wesentlichen Punkte zusammen.
Freitag, 14 Nov 2025
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The Platform Group

WKN: A40ZW8
ISIN: DE000A40ZW88
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Am Ende war Dominik Benner doch froh, die frisch herausgearbeitete „Vision 2030“ vor Investoren und Analysten in allen Facetten präsentiert zu haben. Das verriet der CEO der The Platform Group (TPG) am Ende seines Vortrags auf der Airtime-Plattform. Tatsächlich hat sich das Management des E-Commerce-Unternehmens ambitionierte Ziele für die kommenden fünf Jahre gesetzt, die den aktuellen Börsenwert von nicht einmal 175 Mio. Euro nochmals kleiner wirken lassen. So plant die Platform Group, die Erlöse bis 2030 auf 3.000 Mio. Euro zu hieven – nach für 2025 avisierten Umsätzen von bis zu 735 Mio. Euro.


Nun sind die Umsätze im Handelsgeschäft regelmäßig sehr hoch und gehen typischerweise mit schmalen Renditen einher. Umso beachtlicher, dass sich die TPG eine zweistellige EBITDA-Marge auf die Fahnen schreibt. Zur Einordnung: Für 2025 dürfte die Relation von Umsatz zu dem um Sondereffekte aus Übernahmen bereinigten EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) bei vermutlich rund 7,5 Prozent liegen. Nun: Eine Ausweitung der Marge um 2,5 Prozentpunkte ist für eine Gesellschaft wie TPG eine ziemlich fette Nummer. Das gilt umso mehr, weil sich Benner mit dem Erreichen des Renditeziels gar nicht bis 2030 Zeit lassen will. „Das ist bis 2028 möglich“, sagt Benner bei seiner Präsentation.




Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Vision nimmt der Einsatz von KI auf allen Ebenen ein. Dies reicht von der Optimierung der eigenen Software bis hin zur Erstellung von Präsentationsbildern auf den Webshops der einzelnen Unternehmen und einem nochmals effizienteren Marketing. „KI ändert alles“, lautet auch im Digitalbereich die zentrale Botschaft. Insofern verwundert es nicht, wenn Benner zu den KI-Initiativen sagt: „Das ist das größte Projekt in der Firmengeschichte. Bereits verraten hatte der Vorstand mit der kürzlich erfolgten Vorlage der Neun-Monats-Zahlen, dass die Platform Group die Zahl der angeschlossenen Partner bis 2030 auf rund 40.000 mehr als verdoppeln und das Branchenportfolio in den kommenden Jahren signifikant von derzeit 28 auf über 50 hieven will.


Zudem ist für kommendes Jahr ein vorsichtiger Eintritt in den US-Markt via zwei Akquisitionen geplant. Das Thema Internationalisierung gewinnt damit deutlich an Bedeutung. Neu ist derweil, dass die Düsseldorfer ihren Fokus künftig stärker auch auf B2B-Plattformen lenken wollen. „Das ist ein sehr attraktiver Markt, der eher noch am Anfang steht“, sagt Benner. Die eingeschlagenen Pfade verlässt die Gesellschaft auch mit Blick auf mögliche Verkäufe von zunächst drei kleineren Einheiten. Bislang war TPG eher für „Buy and Hold“ bekannt. Die Analysten von NuWays sehen die kommunizierte Vision jedenfalls positiv und empfehlen die Aktie weiter zum Kauf. Das Kursziel haben die Experten derweil bei 21 Euro gelassen. Dringender Änderungsbedarf besteht diesbezüglich ja auch nicht, denn schon auf Basis der aktuellen Analyse hätte der Titel ein Potenzial von fast 150 Prozent. Portzamparc (BNP Paribas) stuft den fairen Wert sogar auf 23 Euro ein. Geeignet ist die Aktie trotzdem nur für sehr risikobereite Investoren.



Foto: Shutterstock



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