Mit dem erwarteten Katapultstart ist ASTA Energy Solutions an die Frankfurter Börse gestürmt. So lag der erste Kurs mit 43 Euro um mehr als 45 Prozent über dem am oberen Ende der Spanne von 27,50 bis 29,50 Euro gewählten Ausgabepreis. Die Investmentstory aus dem Wachstumsbereich Energie-Infrastruktur in Kombination mit klangvollen Namen wie Siemens Energy als Ankerinvestor und der Pfisterer Holding als Peergroup sowie Vertretung im Aufsichtsrat (siehe unsere Analyse HIER) hat ihre Wirkung also nicht verfehlt. Zunächst einmal ist das ein gutes Signal auch für den Kapitalmarkt und die hierzulande noch immer lahme IPO-Entwicklung.
Charmant auch, dass ein österreichisches Unternehmen zeigt, wie gut ein Börsengang im Frankfurter Prime Standard funktionieren kann. Schade in diesem Zusammenhang ist freilich, dass Privatanleger nur mit jeweils 25 Aktien berücksichtigt wurden – eine Folge der massiven Überzeichnung des Angebots. Die Folge dürfte eine zunächst superhohe Volatilität im Chartverlauf sein. Wer sich als Privatinvestor neu engagieren möchte, sollte also aufpassen bei der Orderplatzierung und Limits setzen. Für ASTA Energy ist das IPO mit einem Emissionserlös von brutto 125 Mio. Euro wiederum eine ausgezeichnete Basis für die weitere operative Entwicklung.
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben; Zahlen für 2026 geschätzt
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
2020
2021
2022
2023
2024
2025
2026
Umsatzerlöse1
0,00
0,00
479,59
567,28
642,65
680,00
719,00
EBITDA1,2
0,00
0,00
37,88
25,07
35,50
47,00
50,00
EBITDA-Marge %3
0,00
0,00
7,90
4,42
5,52
6,91
6,95
EBIT1,4
0,00
0,00
29,70
15,03
25,65
37,00
40,00
EBIT-Marge %5
0,00
0,00
6,19
2,65
3,99
5,44
5,56
Jahresüberschuss1
0,00
0,00
7,82
-2,81
4,81
20,00
22,70
Netto-Marge %6
0,00
0,00
1,63
-0,50
0,75
2,94
3,16
Cashflow1,7
0,00
0,00
40,71
37,49
31,12
28,00
33,00
Ergebnis je Aktie8
0,00
0,00
0,54
-0,19
0,33
1,35
1,56
Dividende je Aktie8
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
„Der Börsengang markiert einen Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Er stärkt unsere Marktposition und erweitert unseren Handlungsspielraum, um das durch langfristige Trends wie Energiewende, Elektrifizierung sowie den Ausbau von Netzen und Rechenzentren getragene Wachstum gezielt zu nutzen“, sagt CEO Karl Schäcke. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus von etwas mehr als 39 Euro beträgt der Börsenwert knapp 570 Mio. Euro. Rund 39 Prozent davon sind dem Streubesitz zuzurechnen. Zum weiteren Vergleich: Für 2025 rechnet CFO Daniela Klauser bei Erlösen von rund 680 Mio. Euro mit einem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in einer Bandbreite von 45 bis 47 Mio. Euro, wobei hier das obere Ende die wahrscheinlichere Variante ist.
Das KGV auf Basis der Gewinnschätzungen für 2027 von boersengefluester.de liegt etwas oberhalb von 20. Einladend niedrig ist das zwar nicht mehr, aber eben auch kein Killerkriterium für Anleger. Nun: Nach der verdienten Anfangseuphorie kommt es nun darauf an, dass ASTA Energy Solutions auch die entsprechenden Zahlen liefert. Immerhin will die Gesellschaft bis 2030 auf Umsätze von mindestens 1.000 Mio. Euro kommen. Dividenden sind erstmal kein Thema. Die Trumpfkarte heißt Wachstum. Geeignet ist der Titel für eher spekulativ eingestellte Investoren. Der Geschäftsbericht 2025 ist für den 24. April angesetzt.
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
ASTA Energy Solutions
WKN
ISIN
Rechtsform
Börsenwert
IPO
Einschätzung
Hauptsitz
A4214T
AT100ASTA001
AG
568,22 Mio. €
30.01.2026
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Foto: © Jan Hosan für ASTA Energy Solutions AG

